PHILIPP-I,R.A,--Aufzahl\Äig der
^..jjjileni sehen Di pt ereil ;-
'~7e rhändi: 2 , W:i^3:W£e^, xv, 1865,
pp. 595-782.
S35-.3
Aiifzälüuiig der cliileni^clien Dipteren.
Dr. Br ArPhillppi,
Director ües National-Museums in Santiago.
Vorgelegt in der Sitzung vom 21. August 1865.
Nemocera.
€ u 1 i c i d e s L a t r.
1. Culex L.
i. Ctflex flavipes Macq. Gay VII. p. 332. t. 1. f. ].
„Findet sich in den südlichen Provinzen." Mit gelben Schuppen auf
den Flügeln, ist mir unbekannt.
2. C annuUferus Blanch. Gay VII. p. 333.
„Coquimbo, Illapel." Ebenfalls mit gelben Schuppen auf den Flü-
geln, mir unbekannt.
3. C variegatus Blanch. Gay VII. p. 333.
„Arqueros." Habe ich noch nicht gesehen.
4. C serotinvs Ph. C. rufo-fuscus, capite thoraceque piloso parce
aureo-squamulosis; squamulis fuscis in alarum nervis; abdomiue fusco,
albido annulato; pedibus pallide fuscis, femorum basi albida. Long. äVa liu.
Santiago, Valdivia usque ad niensem Majuni Ctiptus, inio Junio h. c.
initio hyemis.
Kopf und Rücken der Brust sind rothbraun, letztere mit aufrechten
Härchen und sparsamen goldgelben Schüppchen bekleidet. Der Hinterleib
ist bei den (^ dunkelbraun, die Basis der Segmente mit silberweissen
Schuppen bekleidet und so schön schwarz und weiss geringelt, bei den ^
ist das Braun heller und der weisse Ring weniger auffallend. Die Schenkel
59fi Pr, R. A.riiiüiM'i:
sind au den Seiten weiss beschuppt, die Tarsen einfarbig, hellbraun.
Der Rüssel ist gerade, die Beine nicht gewimpert.
5. C- articularis Ph. C. nigro-fuscus; thorace piloso et aureo-squa-
niuloso; squamulis alarum fuscis (abdouiine uigro et albo annulato?);
pedibus fusco-griseis ; basi femorum albida, apice femoruni tibiarunique
niveo; tarsis nigris. Long. 2% üu-
Prope Corral cepi.
Dunkler als die vorhergehende Art und namentlich durch die
schwarzen Tarsen und die silberweissen Spitzen der Schenkel und Schienen
sogleich zu unterscheiden.
6. C vittatusVh. C. fuscus; thorace i^ilis destituto, densissime aurco-
squaiuuloso; abdomine albo annulato vittaque media alba oriiato; squa-
mulis alarum fuscis; pedibus pallide fuscis, apice femorum tibiarumque
uigricaute; tarsis uuicoloribus. Long. 'V/^ lin.
Feminas duas servo, prope S.antiago lectas.
Kopf und Brustrückeu sind ganz dicht mit goldgelben Schüppchen
bekleidet, wogegen die Härchen auf dem Kücken selbst fehlen und auch
an den Seiten weniger merklich sind, als bei der vorigen Art. Die Flügel
sind wie bei den vorhergehenden Arten, d. h. farblos mit braunen Adern
und diese mit graubraunen Schuppen besetzt. Sehr ausgezeichnet ist die
silberweisse Längsbinde auf dem Hinterleib. Die Basis der Tarsenglieder
ist heller, bei einem Exemplare weiss. Die Borsten der Hinterbrust sind
hellgelb.
7. C apicinus Ph. C. nigro-fuscus; capite et thorace piloso deu-
sissime aureo-squamulosls; abdomine albo-aunulato; squamis alarum
fuscis; genubus, apice tibiarum omniumque tarsi articulorum niveis. Long.
r/t lin.
Prope Santiago occarrit.
Der Mangel des weissen Streifens auf dem Rücken des Hinterleibes
und die stark behaarte Brust würden diese Art sogleich von der vorigen
unterscheiden, selbst wenn die Beine fehlten, Avelche durch die silber-
weissen Punkte am Ende sämmtlicher Glieder der Beine sehr auffallen.
Die Haare der Hiuterbrust sind braun, der Rüssel gerade, die Beine
nicht gewimpert.
8. f7. j>/c^i^ewn/s Ph. C. niger; antennis pallide cinereis, apice nigris;
alis hyalinis antice maculis nigxüs ornatis; pedibus cinereis, tarsis (saltcm
(^) longissimis, nigris, albo annulatis. Long, fere 3 lin.
Julio 1859 (^ in domo mea cepi, Sept. 1863 alium in prov. Aconcagua.
Der Brustrücken ist mit schneeweissen Härchen spärlich bekleidet,
der Hinterrücken bei beiden Exemplaren kahl (ob zufällig?). Am Vorder-
rand der Flügel sind zwei grössere schwärzliche Flecken durch einen
milchweissen Fleck getrennt und ausserdem kleinere, punktförmige
schwarze Fleckchen. Die Beine sind auffallend fein, die Tarsen der Hinter-
Aufz;ililiiiif: der rlüleiiisclien Diiitoren.
597
beme reichlich 2wei Malso laug als ihre Schienen, am Grunde hellbraun,
in der Mitte mit einem schwarzen Ring, vor welchem ein schmälerer,
weisser ist, der Spitzentheil hinter dem schwarzen King ganz weiss.
Schwinger schwarz. C. vuriegatus Bl. hat ähnliche Flügel, aber eine roth-
gelbe Brust mit braunen Striemen und die Spitze sämmtlicher Glieder
der Beine ist schwärzlich.
9. C. marmoratus Ph. C. griseo-fuscus; abdomine fuaco et albo
marmorato; squamis alarum fuscis; pedibus pallide fuscis, concoloribus.
Long. 3 lin., extens. alar. 4'/^ lin.
Ubi proveiiiat oblitus sum.
Ich besitze zwei Männchen und ein Weibchen. Rüssel, Palpen, Fühler,
Beine sind blass, bräunlich grau; die Brust ist etwas dunkler; mit an-
liegenden Schüppchen bekleidet, aber, wie es scheint, ohne aufrecht ste-
hende Haare. Der Hinterleib ist hellbraun, mit feinen dunklen Pünktchen
und etwas grösseren, weissen Fleckchen marmorirt, yon denen je einer auf
jeder Seite der Segmente besonders auffällt. Die Taster des Männchens
sind sehr lang behaart und seine Hinterbeine lang gewimpert.
%. Anopkeles Mei^.
Anopheles annuliventris Blanch. Gay VII. p. 334.
„Von Valdivia," ist mir noch nicht vorgekommen.
3. Plettnsa Ph. i). ft/^^-co«^ /^. /f'-c?)
OcuH ovati, integri. Ocelli nuUi. Antennae in utroque sexu con-
formes, caput cum thorace aequantes, 14 articulatae, moniliformes , verti-
cillatim pilosae. Proboscis filiformis , elongata, ut in Culice, sed palpi
rudimentarii.. Alae cellulis marginalibus duabus, discoidali, submarginali
unica, posticis quatuor, anali, axillari et spuria munitae, omnino ut in
Tipula, sed cellulae posticae omnes sessiles. Pedes elongati, tenues, ecal-
carati, tenuissime piibescentes.
Ein sonderbares Geschlecht, welches den Rüssel von Culex mit den
Flügeln von Tipula vereint und von allen durch rudimentäre, eingliedrige,
nach unten gerichtete Palpen abweicht. Ich kann nicht sagen, ob sie Blut
saugen oder nicht. Sollten wohl bei Tipula stehen.
1. Plettnsa virescens Ph. PI. antennis, corpore pedibusque pallide
viridibus; oculis nigris; proboscide nigricante; thoracis vittis tribus,
halteribus coxisque laete viridibus, vitta dorsali abdominis fusca; alarum
hyalinarum venis viridibus. — Long. corp. 3Vt — 4 lin., ext. alor. fere
11 lin.
'3 ni.r}Ttco stechen, die Stechende.
598 Dr. R.A.Pliilippi:
In praedio nieo VaUHviano Januario 1860 § cepi.
Der Kopf ist oben mit weisslichen Härchen bekleidet, sonst ist die
Mücke ziemlich kahl. Die beiden ersten Fühlerglieder sind dicker als die
übrigen, die ziemlich gleich laug sind und allmälig an Dicke abnehmen;
das letzte Glied ist länglich eiförmig, spitz. Der Rüssel ist anderthalb-
nial so lang als die Fühler. Die Mediastinalzelle der Flügel ist sehr
deutlich. Schwinger grün.
2. PI. testacea Ph. PI. antennis, capite, corpore, pedibusque testa-
ceis ; proboscide oculisque nigris; alarum hyalinarum nervis testaceis. —
Long. 3 lin., extens. alar. 8'/^ liii.
Pariter in praedio meo inveni.
Ich habe zwei Weibchen, dem einen fehlt der Hinterleib grössten-
theils, die Mediastinalzelle ist kaum zu unterscheiden. Schwinger schalgelb.
3. 1*1. fulvithorax Ph. PI. oculis antennisque nigris; proboscide,
abdomine, pedibus fusco-griseis; dorso thoracis laete fulyo, uigro uni-
vittato; capite, coxis et lamina supraanali ^ fulvis; alis hyalinis, nervis
fuscis, macula stigmatica pallide cinerea. — Long. corp. 3V3 l'U-? extens.
alar. 7 lin. E prov. Valdivia.
In demselben Jahre, in welchem ich die beiden vorigen Arten fing,
fing ich vou dieser ebenfalls zwei Weibchen. Die Schwinger sind hell-
braun. Eine breite braune Binde trennt die rothgelben Hüften von dem
rothgelben IJrustrücken.
4. /*/. stigmatica Ph. PI. antennis, oculis, proboscide nigris; capite,
pedibus, abdomine nigricaiitibus; thorace rufo, nigro unirittato; alis hya-
linis, nervis fuscis, macula stigmatica pallide fusca. — Long 3 lin., extens.
alar. 7 lin.
In colli S. Cristoval prope Santiago cepi.
Der vorigen Art durch die rüthliche Brust mit schwarzer Strieme
und die Flügel ähnlich, allein Kopf und Hüften sind grau, der Rüssel
dunkler etc.
Tipnlariae ciilicifornies Meig.
1. Chiroiioniii8 Fahr. Meig.
Von diesem Geschlecht führt Blauchard bei Gay folgende
Arten auf;
i. Chtl'Otiomus maculipennis B 1. Gay VII. p. 335.
„Von la Serena."
2. Ch. pallidulus Blanch. Gay VIL p. 335.
„Vou Coquimbo." Ich rechne hierher eine bei Santiago häufige Art,
die jedoch gewöhnlich ^V^, nicht 2 Linien lang ist, und bei der die Fühler
oft deutlich weiss und braun geringelt sind. Schwinger weiss.
Aufzählung der chüeniscLeu Dipteren. 599
3. Ch. obscurellus Blancb. Gay. VII. p. 336.
„Von Coquimbo."
4. C/t. tessellatus Blanch. 1. c. p. 336.
Ohne Angabe des Fundortes; jeder Flügel mit zwei braunen
Flecken. Findet sich bei Santiago. Schwinger sind weiss, die Flügelräuder
lang und dicht gewimpert, wenigstens beim c^.
5. CA. articuUferus Blanch, 1. c. p. 336.
„Von den mittleren Frorinzen." Mir unbekannt.
Das Museum besitzt folgende H unbeschriebene Arten.
6. C7«. fictipennis Ph. Ch. niger; dorso thoracis ciuereo, fusco-tri-
vittato: «cutello pallido; alis hyalinis, utraque maculis circa 14 fuscis
ornata; pedibus fuscis ad extremitatera articulorura uigricantibus. —
Long. 2V2 liu.
Prope Santiago.
Die Augen sind tiefschwarz, die Fühler schwärzlich. Der Hinterleib
ist mattschwarz, mit weisslichen Räudern der Segmeute. — Ch. maculi-
pennis Bl. soll den Hinterleib tou blasser Farbe auf jedem Segmeute mit
drei schwarzen Flecken verziert und nur 7 Flecken auf jedem Flügel
haben. Die Schwinger sind braun mit weissem Stiele.
7. C'/i. punctulatus Ph. Ch. capite thoraceque fuscis; abdomine, alis-
que albis, nigro-punctatis; pedibus cburneis nigro-annulatis. — Long.
2% lin.
In prov. Valdivia nee nou propc Catemu in pror. Aconcagua cepi.
Scheint über den grössten Theil Chile^s verbreitet , aber überall
selten zu sein, und ist eine höchst zierliche Art. Die Fühler sind weisslich,
ihr erstes sehr dickes Glied aber sowie die Augen schwarz. Die Palpen
sind braun. Der Hinterleib ist weiss Und hat auf jedem Segmeut drei
schwarze Flecken (wie Ch. maculipennis) , von denen der mittlere der
grösste ist; auf den letzten Segmenten fliessen dieselben beinahe zu
Querbändern zusammen. Jeder Flügel hat etwa 14 schwärzliche Punkte,
wie die vorhergehende Art, allein die Beine sind sehr hübsch; die Grund-
farbe ist ein reines Weiss; die Schenkel haben vor der Spitze einen
schwarzen Ring, die Schienen zwei schwarze Riuge und eine schwarze
Spitze, das erste Tarsenglied einen schwarzen Ring und eine schwarze
Spitze, die folgenden Tarsenglieder eine schwarze Spitze. — Die Schwinger
sind schueeweiss.
8. C'h. ehnrneo-cinctiis Ph. Ch. corpore omuino atro ; alis hyaliuis, nervo
trausversali atro, maculis 5 pallide fuscis in uervis longitudiualibus; pedibus
atris, aunulo tibiarum eburneo. — Long. 1*/^ liu.
E prov. Santiago.
Es liegen zwei Weibchen dieser leicht kenntlichen Art vor. Die
Schwinger sind weiss.
Dd. XT. Ibbandl.
77
600 Dr.R.A.Philippi:
9. iJh. balteatus Ph. Ch. corpore aterrimo, uitidissimo, segmento
quarto abdomiuis iiiveo; alis hyalinis; pedibus nigris; bani feinorum et
annulo tibiarum anticarum pallidis. — Long, lyg lin.
Prope Santiago cepi.
Auch die Fühler und die Haare des Federbusches beim qf sind
schwarz; die Basis der Schenkel ist weisslich, der blasse Ring der Vor-
derschienen fällt bisweilen wenig auf. Die Schwinger sind weiss.
10. Ch. lacteo-c.inctus P h. Ch, corpore omnino atro; alis hyalinis,
immaculatis, nerro transversali atro; pedibus atris, annulo tibiarum ebur-
ueo. — Long, fere 2 lin.
Prope Santiago legi.
Ich liabe zwei Männchen vor Augen. Die Fühler sammt Federbusch
sind schwarz; Körper und Beine ganz wie bei Ch. ehurneo-cinctus ., allein
keine Spur von schwärzlichen Flecken auf den Flügeln. Die Schwinger
sind ebenfalls weiss.
11. CA. carbo Ph. Ch. capite corporeque aterriruis ; alis omnino
hyalinis; pedibus uigro-fuscis, halteribus nigris. — Long, l'/j lin.
E prov. Santiago.
Ein Männchen. Der Federbusch ist ganz schwarz; die Brust kohl-
schwarz aber sehr glänzend.
12. C/i. melas Ph. Ch. capite et parte antica thoracis viresceulibus;
vittis tribus et parte postica thoracis nee non abdomine atris; alis omnino
hyalinis; halteribus albis; pedibus fuscis. — Long. IV3 üu.
Von Santiago.
Die Fühler und die Augen sind schwarz und fällt der helle grün-
liche Kopf sehr auf, ebenso die grünliche Farbe der Vorderbrust mit ihren
drei schwarzen Striemen; die Schwinger sind weiss.
13. f/Ä. p/ca Ph. Ch. corpore nigro: alis omnino hyalinis: an-
teunis pedibusque albidis. — Long, l'/j lin.
Von Santiago und Catemu in der Prov. Aconcagua.
Der vorigen Art sehr ähnlich, aber selbst im Leben ist Kopf und
Vorderbrust schwärzlich, und die weisslichen Fühler und Beine unter-
scheiden diese Art auch uach dem Tode ohne Schwierigkeit. Schwinger
weiss.
14. (7i. iidlcatv.lus Ph. Ch. corpore omnino pallide testaceo: alis
hyalinis; pedibus anticis, tarsisque omnibus fuscis. Long. 1'/i lin.
Santiago, in domo mea cepi.
Die Fühler sind schwärzlich, die Augen kohlschwarz. Auf der Brust
erkennt man, wenn man genau zusieht, die blassbrauncn Striemen. Die
Schwinger sind weiss.
18. Ch. Iiolochlorus. Pli. Ch. corpore, antennis, palpis, pedibusque
pallide viridibus; alis omnino liyalinis. — Long, i'/j lin.
E prov. Santiago.
Aufzählung der chilenischftn Dipteren. fiOl
Die Brust Lat wahrscheinlich hellbraune Striemen, sonst ist sie wie
Kopf und Hinterleib von einem schönen, reinen Hellgrün. Fühler, Palpen
und Beine sind mehr grünlich gelb; die Schwinger weiss.
i6. CA .cinereusFh. Ch. pallide fusco-griseus; thorace obsolete fusco-
vittato, abdoraine nigro- et albo-articulato ; aiis hyalinis 5 pedibus albidis,
hirsutissimis. — Long. 2 lin.
Prope Catemu in prov. Aconcagua c? cepi.
Auch die Fühler sind grau. Jedes Segment des Hinterleibes hat
eigentlich drei dreieckige dunkelbraune an der Basis zusammenfliessende
Flecke, von denen der mittlere mit seiner Spitze bis nahe an den Hinter-
rand reicht. Sämmtliche Adern der Flügel sind blass; die Schwinger
weiss. — Von Cli. pallidulus durch mindere Grösse, die drei spitzigen
schwarzen Binden des Hinterleibes, die blassen Flügeladeru verschieden,
(bei Ch. pallidulus sind die ersten beiden Längsadern braun und die
Querader schwarz, wenn ich anders die Blanchar d'sche Art richtig
erkannt habe), sowie durch die stark behaarten Beine.
2, Ceratopogon Meig.
Ceratopogon chilensis Ph. C. omnino ater; pedibus nigro-fuscis,
tarsis pallidis; femoribus inermibus; aus hyalinis, macula stigmaticali elon-
gata, pallide fusca, nervisque primis longitudinalibus in parte interiore
nigris, reliquis pallidis. — Long. 1 % lin.
Prope Santiago cepi.
Ein Männchen. Die Fühler sind ganz von Ceratopogon, aber die
Flügeladern weichen etwas ab, indem die ersten Adern kaum die halbe
Fliigellänge haben. Sie sind durch einen weisslicheu Fleck von dem
blasihraunen Randmal geschieden.
Folgende kleine Fliege scheint mir ein neues Genus bilden zu
müssen. Ich kenne zwar nur ein weibliches Exemplar, allein schon die
Bildung der Flügel reicht hin, dasselbe von allen andern verwandten
Geschlechtern zu unterscheiden. Es scheint mir am meisten mit Chironomus
verwandt, und daher nenne ich es Fodonomus.
3. Podoiiomns ^3 Ph.
Thorax supra caput valde prominens. Antennae cf . . ., ? breves,
subcylindricae, verticillatim longe pilosae 8 (?) articulatae, articulo ultimo
antecedentes duos vel tres aequante. Palpi. . . . Alae cellulis basalibus
duabus aequalibus, cellula marginali et quatuor posticis subaequalibus,
anali et axillär! iroperfecte separatis. Pedes elongati, aequales; tarsi
elongati, articulus primus tibiam subaequans, secundu« dimidium primi
aequat, reliqui breves aequales.
^) novq Fuss, voDficcm bewegen.
77*
602 Dr.R.A.Philippi:
Podonomus stigmaticus Pli. P. capite, corporeque nigris; antennis
pcdibiisque pallide fuscis; alis hyaliiiis, macula stigraaticali oblique fusca.
Long. corp. vix 1 liu., exteiis. alar. 2V4 lin.
Ignoro locura ubi cepi.
Die Flügel sind im Verhältnisse zum Körper weit länger als bei
Chironomus, und auch breiter, stark gewimpert, namentlich am Hinter-
raude, ihre Adern braun. Der schmale braune Stigmafleck verläuft schräg
von der zweiten Ader bis zur Spitze der ersten. — Die Ftihlerglieder
sind schwer zu unterscheiden , und möglicherweise sind nur 6 wie bei
Chironomus vorhanden , allein dann müssten die mittleren Glieder von
ungleicher Länge sein, was nicht wahrscheinlich ist.
Tipiilariae terricolae Latr.
I. CtedoHia Ph.
Caput parvum, globosum, postice attenuatum, antice in rostrum
horizontale, crassum productum. Oculi globosi, satis distantes. Ocelli
nuUi. Antenuae circa % longitudinis unitae capitis et thoracis aequantes,
15 ad 24 articulatae! articulus primus crassus, cylindricus, secundus tertiam
partem primi aequans, subglobosus; sequentes octo (vel duodecim) cylin-
driei, subaequales, filameutum gereutes, et pectinem formautes, et quidem
dens tertii extrorsus, brevis, articulo quarto dens extrorsus et alius in-
trorsus, articulis 5, 6, 7, 8, 9, 10 et pluribus dens introrsus longus, arti-
culo il dens brevis introrsus^ articuli 9 sequentes cylindrici, aegre
distinguendi. Palpi quadrl-artic\ilati, articulis cylindricis, quartus crassius-
culus, satis brevis, etsi tertium pauUo superans. Alae fere orauino ut in
Tipula, sed cellula st'gmatica longior, cellulae submarginales duae,
prima elongata, breviter petiolata; (cellulae marginales duae, posticae
quinque etc.). Pedes ut iu Tipulis, tibiae apice bicalcaratae.
Dieses Geschlecht unterscheidet sich von Ctenophora., woran die
gekämmten Fühler erinnern , durch zwanziggliederige, auch beim Weib-
chen gekämmte Fühler und kurzes Endglied der Palpen; von Ozodicera
durch zwanziggliederige Fühler , die neun Zähne (nicht bloss 6) tragen,
gestielte zweite Hinterzelle etc.; von i?A//>/(iia durch einseitig gekämmte
Fühler, fünf Hinterzellen etc.
1. CfeHonfa flavipennis Ph. Ct. corpore griseo; capite nigricante;
alis flavicantibus, macula stigmaticali pallide fusca; pedibus flavicautibus,
femoribus ante apicem fuscis. — Long. corp. 10 liu., extens. alar. 17 lin.
Ad lacum Rauco in pros'. Valdivia 9 •^"^P''
') Von HTtjSmv der Kamm.
Aufzählung der chilenischen Diiitcrtn.
60;h
Der Kopf ist schwärzlich grau, die Augen duukel rothbiauu, die
22gh'edrigeu Fühler und die Palpen beinahe schwarz. Die Brust ist hellgrau,
ins Gelbliche ziehend, mit braunen Striemen, der Hinterleib aschgrau.
Die Flügel sind gelblich, die Adern gelbbraun, ziemlich hell; die Schwinger
aschgrau. Die Beine sind hell braungelb mit schwärzlichem Ring vor dem
Knieende der Schenkel. ^^"j . [ i»^ lic^tX.^'Cx^ / 'f J T ^j
2. Ci. bicolor Ph. Ct. capite cum antennis palpisque, pectore cum
coxis, apice abdominis, tibiis tarsisque atris; abdomine reliquo femoribus-
que luteis; alis e luteo-fuscis. — Long. corp. (^. 7 lin., extens alar. 14 lin.
Specimen prope Corral lectum servo.
Die Fühler dieser Art haben 24 Glieder, von denen 12 innen kamm-
artige Fortsätze, 2 dergleichen aussen haben.
3. Ct. £>ictipennis Ph. Ct. corpore griseo; abdomine ^ supra in
Omnibus segmentis vittls duabus abbreviatis, obllquis, albidis notato; alis
fusco nubeculosis; pedibus fuscis, basi femorum tibiarumque pallidiore. —
Long. corp. 8 liu., extens. alar. 14 lin.
In praedio meo ValdiTiauo feminam cepi.
Der Kopf ist graubraun, die Gegend um den Ursprung der Fühler
herum rostroth. Die Fühler sind schwarzgrau, 22gliedrig. Die Brust ist
hellgrau mit zwei schwarzen, dreieckigen Flecken im Vordertheil, und
zeigt die gewöhnlichen braunen Striemen, aber wenig deutlich. Der
Hinterleib ist aschgrau mit zwei schrägen, weisslichen Streifen auf jedem
Ringe, die namentlich auf den vier mittleren sehr auffallen. Die Flügel
sind Avasserhell mit graubraunen Wolken; die Beine dunkler und kürzer
als bei Ct. ßavipennis.
4. Ci. bipunctata Ph. Ct. c? corpore griseo; thorace fusco-vittato;
abdomine immaculato; alis hyalinis, nigro-bimaculatis; pedibus pallide
fuscis. — Long. 4 lin., extens. alar. 7'/^.
? 5 alis rudimentariis; antennis serratis; pedibus brevioribus, cras-
sioribus, fulvis. Long, cum terebra bVj lin.
In praedio meo, loco Pantauos dicto, cepi.
Beim (^ sind Palpen und Fühler braun, letztere nur lögliedrig, mit
7 Kammfäden auf der Innenseite und 2 auf der Ausseuseite. Am Anfang
der Mittelbrust zwei vertiefte schAvarze Flecken , in denen sich die
Stigmata öflfuen. Der kleinere schwarze Fleck der Flügel ist auf der
innersten Querader, der andere, weit grössere, reicht von der Discoidal-
zelle bis zum Randmal.
Das Insekt, welches ich auf denselben Sträuchern und au demselben
Tage fing, und daher geneigt bin, für das Weibchen dieser Art zu halten,
hat ebenfalls iSgliedrige graue Fühler, an denen das 5., 6., 7., 8., 9.
Glied nach innen einen grossen Zahn absenden, so dass dieser Theil des
Fühlers gesägt erscheint. Die Flügel sind blosse Stummel , kaum i Linie
604
Dr. R. A.Philippi
lang. Die Legerübre ist laug, rothgelb, etwas säbelförmig nach oben
gekrümmt. Die Beiue siud im VerhältHiss dicker und mehr gelb.
2. Tipiila L.
Bei Gay VII., p. 337 sq. finden wir von Blaachard folgende drei
Arten als chilenisch aufgeführt:
i. Tiptila rufoistigmosa Macq. 1. c. p. 337, t. 1. f. 3 ala.
„Concepcion." Mir unbekannt.
t. T. albifanciata Macq. p. 338.
„Provinciae centrales." Mir unbekannt.
3. T. trimaculata Macq. p. 338. t. !. f. 2.
B4anchard zweifelt, dass diese Art von Chile sei.
Das Museum besitzt keine dieser Arten, wohl aber folgende zehn
andere :
4. T. decorata Ph. T. capite ferrugineo; oculis, antennis, palpis
nigrisj thorace albido, fusco-vittato •, abdomine luteo iji qj" fusco-annulato,
in 9 a^d latera fusco-maculato; pedibus fulvo-fuscis^ alarum nervis fere
Omnibus fusco-marginatis, macula stlgmaticali et apice cellulae submargi-
nalis infuscatis. — Long. corp. in ^ usque ad 16 lin., et tunc extens.
alar. 30 lin.
In omni Chile satis frequens, Illapel, Santiago, Valdivia.
Die Fühler sind kaum viel länger als die Schnauze und kurz ober-
halb ihres Ursprunges ist ein auffallender Höcker. An den Seiten der
Brust verläuft von Kopf bis zum Ursprung der Flügel eine weisse, oben
orangegelb eingefasste Binde. Die Queradern an der Flügelwurzel sind
weiss, die Schwinger braun. Die Schenkel sind ziemlich gelb, an der
Spitze schwärzlich, ebenso die Schienen; die Tarsen sind braungrau.
5. T. glaphyroptera Ph. T. capite cinereo; antennis apice ein er eis
basi ferrugineis medio luteis nigro-annulatis; thorace fusco-
cinereo, strigis albidis variegato; abdomine flavescente, liuea mediana
maculisque lateralibus nigris; pedibus pallide fuscis, apice femorum tibia-
rumque nigris; alis infumatis, maculis hyalinis aliisque obscuris secus nervös
pictis. — Long. § 10 lin., (j* 7V2 lin.
In prov. Valdivia prope Santiago etc.
Die ersten drei Fühlerglieder sind gelb, die folgenden vier gelb
mit schwarzem Grund, was den Fühlern, namentlich beim Mäuneheu, ein
sehr hübsches Ansehen gibt; die Taster sind beinahe schwarz. Die Mit-
telstrieme des Brustrückens ist durch zwei weisse Längslinien getheilt.
Der Hinterleib ist beim lebenden c;;^ hell bräunlich gelb , mit schmaler
schwärzlicher Rückenlinie und einer schwärzlichen Linie auf jeder Seite,
auch sind die letzten Segmente bis auf die Afterklappe schwärzlich.
Beim § erscheint der Hinterleib fast grau und die Zeichnung ist uudeut-
Aiifzäliluiig der chileiiiscben Dipteren.
605
lieh. Die Flügel sind recht bunt. Eia ziemlich grosser graubrauner Fleck
hat das Randmal in der Mitte, darauf folgt eiu wasserheller oder weisser
Fleck, welcher von der Discoidalzelle iucl. bis zum Vorderrand reicht.
Die äusserste Spitze der ersten hinteren Zelle ist ebenfalls weiss, ebenso
ein Fleck in der zweiten Basilarzelle nicht weit von den hinteren Zellen,
zwei kleinere in der Analzelle, einer in der Mitte der ersten Basilarzelle,
hart an deren vorderem Rand und eiugefasst von zwei schwärzlichen
Flecken. Schwinger braun.
Var. a. Die Zeichnung der Flügel ist beinahe verloschen. Die eigea-
thümlichen Fühler lassen immer diese Varietät sicher von anderen chile-
nischen Tipulararteu xiuterscheiden.
6. T. subandina Ph. T. capite cinereo; auteunarum articulis basa-
libus testaceis, reliquis nigrescentibus; thorace ciuereo, fusco-vittato;
abdomine luteo-testaceo, liueis tribus uigris ornato; pedibus pallide fuscis,
ad geuu nigricautibus; alis pallide fuscis, guttis hyaliuis et ad uervum
marginalem guttis tribus fuscis. — Long. ^ 8 lin., (^ 6 liu.
Ad radicem Andium in prov. Santiago, nee uon iu prov. Aconcagua
iuveni.
Der Kopf ist hell mäusegi'au mit einem brauneu Fleck auf seinem
Scheitel. Fühler und Taster sind kürzer und duukler als bei der vorher-
gehenden Art, und die Flügel sind bei genauer Betrachtung sehr ver-
schieden. Weisse Tropfen finden sich hinter dem bräunlichen Stigmafleck,
am Ende der Subraargiualzelle, sämmtlicher hinteren Zellen, der Anal-
zelle, zwei an der Axillarzelle und zwei hart am Flügelrand, ferner am
Anfang der ersten hintern Zelle, in der Discoidalzelle und in jeder der
Basilarzellen, sowie vor dem Randmal.
7. T. concinna Ph. T. capite luteo; autennis palpisque uigris; thorace
fusco , laterjbus flavo; scutello luteo, abdomine luteo, apice fusco; alis
valde infumatis, lunula gemiua alba ante apicem ornatis. —Long, c^ 6 lin.,
extens. alar. 17 lin.
Specimen prope Corral captum iu Museo servatur.
Die Fühler sind mit Ausnahme des ersten Gliedes kahl und nur
H- oder 12gliedrig. Das vierte Glied der Taster ist zwar dünner aber
kürzer als das dritte. Die Flügel sind genau wie bei Tipula. Das Rand-
mal und die vordere Margiualzelle sind braun , und davor ist ein kleines
wasserhelles Fleckchen. Die erste Hälfte der zweiten Margiualzelle ist
ebenfalls wasserhell. Der zweite wasserhelle Fleck nimmt die Basalhälfte
der dritten hinteren Zelle und ein Stück der ersten, sowie der vierten
eiu. Die Adern der zweiten Basilarzelle siud in der zweiten Hälfte mit
einem fast schwarzen Saum eiugefasst.
8. T. antiulipes Ph. T. capite, palpis, autennisque nigris; thorace
atro, uitidissimo, antice lateribusque flavo-marginato: abdomine luteo,
medio nigro-liueato et albo-bivittato; tibiis nigris, medio albo-annulatisj
606 Ür.K. A.. Philip pi
alis hyalinis, ad margiuem anticuni subnigris, macula stigmaticali nigra, ad
apicem marginemque postlcuru subiiifuscatis. — Long. corp. 10 lin.
In proT. Valdivia § ornat. Laudbeck Invenit.
In den Fühlern finde ich, so viel ich auch zählen mag, wie bei der
vorigen Art, nur H oder 12 Glieder. Die erste Zelle der Flügel ist
schwärzlich, ebenso das Randmal, die erste Margiualzelle und die Basis der
Submarginalzelle, auch die Queradern der Flügelwurzel. Das Schildchen
ist braun mit gelblichem Räude; der Hinterleib gelb mit schwarzen Rän-
dern der Segmente und einer schwarzen Mittellinie auf den ersten,
während die folgenden jederseits eine gelbe (?) weissschimmernde, durch
den schwarzen Hinterrand unterbrochene Strieme zeigen. Die Schenkel
sind braungclb mit schwarzer Spitze und einem helleren Ring vor der-
selben; die Tarsen schwarz. Der breite weisse Ring der schwarzen
Schienen fällt sehr auf.
9. T. PauUeni Ph. T. capite, thorace fuscovittato, abdomineque
cinereis; rostro antennisque testaceis; pedibus e fusco-fulvis; alis h^'alinis,
margine antico stigmateque flavescentibus. — Long. ^ usque ad 12 lin.
Prope Santiago invenit oru. F. Pauls eu, mecumque communicavit.
Der Kopf ist oben röthlich aschgrau, der Rüssel gelblich, besonders
an den Seiten, die Taster schwärzlich. Die Beine sind bräunlich gelb mit
dunkleren Gelenken. Der blassgelbe Stigmafleck nimmt die äussere Hälfte
der ersten Margiualzelle ein. Die stärkeren Adern sind gelb. — Bei
einem etwas kleineren, von mir in Valdivia gefangenen Weibchen ist der
Hinterleib nicht einfarbig aschgrau, sondern gelb mit schwarzer Rückeu-
liuie, sonst kann ich keinen Unterschied finden.
10. T. valdiviana Ph. T. testacea; thorace nigro-vittato; abdomine
vitta mediana nigra ornato; antennis palpisque uigris; alis vix infuraatis
macula stigmaticali pallida; pedibus pallide fuscis. — Long. 6 lin.
In prov. Valdivia ut videtur satis frequens.
Die schwarzen Striemen auf der gelben Brust fallen sehr auf. Das
Schildchen ist blassgelb, seine senkrecht abfallenden Räuder aber bräun-
lich. Das Hinterschildcheu hat zwei braune Striemen.
11. T. afteroijijne Ph. T. cf prothorace cinereo, fusco-vittato; ab-
domine flavescente liueis tribus lougitudinalibus uigris ornato; antennis
fuscis, Va longitudinis corporis superantibu s; alis h^'aliuis, nervis
anguste uigro-limbatis; pedibus fuscis; ^ aptera. — Long. 4 — 6 lin.
In Prov. Valdivia et prope Santiago semel (^ cepi; ^ mihi iguota
remansit, sed ab orn. F. Paulsen detecta est.
Männchen. Der Kopf ist aschgrau, die beiden ersten Fühler-
glieder hell, gelblich, die Palpen braun, das zweite und dritte Glied ver-
dickt. Die dunkelbraune Mittelstrieme fällt auf dem hellaschgraucn
Brustrücken sehr auf: die Seitenstriemeu gehen bis zum Ursprung der
Flügel und sind, von oben gesehen, wenig sichtbar. Die Länge der Fühler
Aufzalilung der cliileuisclien Dipteren. 607
ist sehr abweichend und die einzelnen Glieder derselben sind cylindrisch,
ganz wie bei Cylindrotoma Macq. , allein sonst finde ich keinen Unter-
schied von lipula ^ namentlich nicht in den Flügeladern; es sind fünf
hintere Zellen vorhanden, von denen die zweite gestielt ist.
Das Weibchen ist sehr abweichend. Die Fühler sind kaum halb
so lang als beim Männchen, indem die einzelnen Glieder vom dritten an
höchstens halb so lang sind, das zweite und dritte Palpenglied sind sehr
auffallend verdickt. Der Brustrücken ist graubraun und die Striemen sind
undeutlich; die schwarze Rückenlinie des Hinterleibes ist oft undeutlich.
Statt der Flügel sind nur kurze, Vg Linien lange Stummel vorhanden,
wogegen die Schwingkölbchen kaum kürzer als beim Männchen sind. Die
Beine, welche ziemlich einfarbig braun sind, sind dagegen auffallend
kürzer und kräftiger, die Schenkel kaum halb so lang, und Schienen und
selbst Tarsen kaum länger als die Schenkel. — Die Gestalt der Fühler
unterscheidet das Weibchen auf den ersten Blick von dem gleichfalls un-
gefliigelten Weibchen der Ctedonia bipunctata Ph.
12. y. vittigera Ph. T. capite fulvo; thorace in parte antica rufo,
vittis tribus albidis , in postica cinereo , fusco-univittato; abdomine fulvo,
linea mediana fusca, in parte postica segmentorum fuscescente; alis pallide
ferrugineo-fuscis, nervis interuo-medio et axillari in parte postica fusco-
limbatis ; pedibus e fusco fulvis. — Long. § l^Vj lin., extens. alar.
26 lin.
In prov. Valdivia Jauuario 1864 feminam cepi.
Die Fühler fehlen, ihre ersten Glieder sind hell, gelblich braun,
ebenso die Taster. Von den weisslichen Streifen der Brust ist der mittlere
eine schmale Linie; die seitlichen sind vorn linienförmig , werden aber
nach hinten etwas breiter. Eine breite, weissliche, oben orangegelb ein-
gefasste Strieme verläuft auf jeder Seite bis zum Ursprung der Flügel.
Die untere Hälfte der Brust und die Hüften sind hellbraun. Die blass-
braune Farbe der Flügel zeichnet diese Art auf den ersten Blick vor allen
andern chilenischen aus. Auffallend ist ein kleiner oblonger, weisser,
schwärzlich gesäumter Fleck, dessen Diagonale die Basalader der Dis-
coidalzelle ist.
13. y. flavipennis Ph. T. fronte flava; antennarum basi nigra;
thorace supra fusco; abdomine fusco, unicolore; alarum flavescentium
nervis luteis ; pedibus pallide luteis; apice femorum fusco. — Long. 10 lin.,
extens. alar. 19 lin.
In prov. Valdivia marem cepi.
Leider fehlt die Spitze der Fühler und alle Beine sind beschädigt. Der
Scheitel ist dunkelbraun, aber die Stirn gelb, das erste Fühlerglied ist dunkel-
braun, das zweite ist kugelig und so dick oder noch dicker als das erste.
Die Striemen des Brustrückens fallen wenig auf; die Seiten sind hell,
röthlich gelb. Schildchen und Hinterschildchen sind blass, bräunlich gelb;
Bd. IV. ibhandl. 7g
608
Dr.R A. Pliilippi;
der Hinterleib ist oben und unten braungrau. Hüften und Trochantere
!~ind sehr hell, fast weisslich; die Spitze der Schienen und die Tarsen
fehlen. Die Flügel sind blassgelb, die Adern kaum dunkler als die Flü-
gelhaut; eine besondere Stigmazelle fehlt, und das Randmal ist wenig
auffallend : die zweite hintere Zelle ist gestielt. Schwinger sehr blass braun.
3. Polymoria i) Ph.
Caput in proboscidem productum , ut in Tipula. Palporum arti-
culus penultimus crassus, ultimus tenuis. Antennae breves, 16. articulatae;
articulus primus elongatus , cylindricus, crassus; secundus crassus, sub-
globosus; reliqui sensim crassitie decrescentes, breves, longe j)ilosae.
Alae cellulis porticis sex, tertia pedicellata; nervis, apicalibus praeser-
tim, pilosis. Caeterum Tipiüis siraiKj.
Von allen andern Geschlechtern durch die grosse Zahl der hinteren
Zellen, die behaarten Fühler etc. leicht zu unterscheiden.
Polynioriu lutea Ph. P. corpore pe-
dibusque luteo-fulvis; capite griseo, autennis
palpisque nigris; alis lutescentibus, niacula
stigmaticali fusca , utrinque gutta hyalina
cincta. Lojig. corp. 4y3 lin., extens. alar. fere W lin.
E prov. Valdivia q^ attuli.
Der Kopf ist grau, auf dem Scheitel lang behaart; die Brust roth-
gelb, mit rothbraunen nicht sehr in die Augen fallenden Striemen; der
Hinterleib brauugelb. Die Flügel sind gelb, am Vorderrand dunkler; das
braune Randmal wird durch die Querader, welche die Marginalzelle theilt,
ebenfalls getheilt; der hintere Theil der zweiten Randzelle ist ganz
wasserhell, und vor dem Raudmal ist auch ein kleiner wasserheller Fleck
in der ersten Subraarginalzelle. Sämmtliche Nerven sind rothgelb. Die
Schwinger sind blassgelb. Die ganz gelben Beine sind auffallend lang
und dicht behaart. Die Schienen haben keine Dornen.
2. P. irrorata Ph. P. fusco-grisea ; antennis rufo-fuscis , thorace
fusco-vittato; alis hyalinis, niaculis parvis fuscis irroratis, circa sex ad
marginem anticum , ad posticum nuüis; pedibus pallide testaceis; apice
femorum, tibiarum, tarsisque nigris. — Long. § 4y3 lin., extens. alar. 9 lin.
In prov. Valdivia iuveni.
Es liegt ein ^ vor. Die Flügel haben eine Discoidalzelle und die
zweite hintere Zelle ist gestielt. Der grösste braune Fleck ist der Stigma-
fleck; vor demselben stehen vier am Vorderrande, von denen der erste
und der vierte die kleinsten sind. Die hintere Hälfte der ersten Basilar-
zeile zeigt eine Reihe zusammengeflossener heller Flecken; im Anfang der
') noXvi viel, {iöqiov Theil.
Aufzählimg der chilenischen Dipteren. 609
Submarglualzelle und der ersten hinteren Zelle ist ein brauner Tropfen,
ein anderer am Ursprung der gestielten hinteren Zelle. Die Adern sind
braun. Es sind sechs hintere Zellen vorhanden, und beide Basilarzellen
gleich lang ; die Submarginalzelle ist so lang als die erste hintere ZellJ» ;
die dritte hintere Zelle ist gestielt.
3. P. cinerea Ph. P. oninino cinerea; pedibus pallide fuscis, coxis
albidis, apice feniorum tibiarumque nigrescente; alis subhyalinis, macula
stigmaticali pallide fusca. — Long. 4 lin.
In proY. Valdiria inveni.
Die Fühler sind kurz, das erste Glied dick und lang, die folgenden
beinahe perlschnurförmig. Auf der Brust sind keine Striemen deutlich.
Da das Stigma blass ist, sieht man deutlich die Quertheilung der Mar-
ginalzelle. Die Submarginalzelle ist kürzer als die erste hintere Zelle.
Die beiden Basilarzellen sind wie bei den vorigen Arten lang, die erste
am Ende fast gerade abgeschnitten, die hintere ein wenig länger. Die
Discoidalzelle ist sehr schmal, fast dreieckig, die dritte hintere Zelle
gestielt.
4. P. punctipennis Ph. P. cinereo-fusca; prothorace vittaque
utrinque usque ad alas deducta, nee non articulis 3 et 4 antennarum
testaceis; alis satis infumatis, autice fucso-punctatis; pedibus fuscis,
annulo pallido ante apicem femorura. ~ Long. 5 lin., extens alar. 12y^ lin,
Locum ubi cepi ignoro.
Ein Männchen. Der Kopf ist aschgrau , die fast halb so lange
Schnauze mehr gelblich, die Taster graubraun. Die Fühler sind ziemlich
so lang wie Kopf und Brust zusammengenommen, und haben nicht unter
16 Glieder, deren letzte schwer zu unterscheiden sind. Die beiden ersten
sind schwarz; das dritte, welches reichlich so dick als das zweite und dop-
pelt so lang ist, ist nebst dem vierten hellgelb; die folgenden sind graubraun
und ziemlich stark behaart. Die Mittelbrust ist graubraun mit dunkelbraunen
Striemen; der Hinterleib ist ebenfalls graubraun, sowie die Schwinger.
Die Hüften sind weisslich. Am Vorderrand der Flügel unterscheidet man
fünf braune Punkte, den ersten am Ursprung der Marginalzelle, den
zweiten am Ende der Mediastinalzelle , die sehr deutlich ist, den dritten
am Ende der Costalzelle, den vierten am Ende der Marginalzelle, den
fünften am Ende der Submarginalzelle, auch sind sämmtliche Queradern
schwärzlich eingefasst. — Die Submarginalzelle ist fast so lang als die
erste hintere Zelle; die dritte hintere Zelle ist gestielt; die erste Basilar-
zelle nimmt % der Flügellängc ein, die zweite ist etwas länger; die
Discoidalzelle ist ziemlich gross und fünfeckig. Der Thorax ist mit ein-
zelnen abstehenden Härchen besetzt. — Die Färbung der Flügel wie bei
Limnobia stictica Blanch.
5. P. tcnella Ph. L. capite cinereo, thorace (cum coxis halteribusquc)
testaceo, fusco-vittato; abdomine cinereo; alarum h^'alinarum costa ner-
18*
610 Dr.R.A. Pliilippi-.
roque subiuarginali testaceis; reliquis pallide fuscis; pedibus pallide fuscis.
Loug. 2Vj li'i-j exteus. alar. 6 lin.
In prov. Valdivia ^ cepi.
Die Fühler siud vom Ursprung au scbwärzlicli, ihr zweites Glied ist
dicker als bei deu andern Arten, dicker als das erste Glied, so lang als
dick. Auch die Palpen sind schwärzlich. Die Marginalzelle ist uugetheilt
und endet mit dem Flügelmal selbst, welches Avasserhell ist. Die Sub-
margiualzelle ist ein ziemliches kürzer als die erstere hintere Zelle; die
dritte hintere Zelle ist laug gestielt, der Stiel fast zweimal so lang als
die Zelle selbst.
4. Limnophila Ulacq.
1. Limnophila chilensis Blaue h. Gay VII. p. 339.
„Coquimbo." Ist mir unbekannt.
2. //. stigmatica Ph. L. capite autice thoraceque testaceis; anteunis
uigris, basi testaceis; abdomine fusco, apice testaceo; alarum hyalinarum
uervis pallide fuscis; macula stigmaticali fusca; pedibus testaceis. Long*
SVs lin., ext. alar. 9 lin.
In Valdiyiana provincia $ cepi.
Der Kopf ist grössteutheils aschgrau, nur die kurze Schnauze ist ,
gelblich; die Palpen siud schwärzlich. Der Thorax ist hell, ziemlich gelb *
und lässt nur mit Mühe etwas dunklere Striemen erkennen. Die Flügel
haben keine Discoidalzelle, die vierte hintere Zelle ist gestielt.
3. Z/. ? pallens Ph. L. pallide testacea, anteunis obscurioribus; alis
hyalinis inimaculatis, nervis pallide testaceis, cellula postica secuuda ses-
sili. Loug. 3 lin., exteus. alar. T'/j lin.
In prov. Valdivia iuveni.
Das ei'ste Fühlerglied, welches blassgelb ist, ist kurz, wie es bei
Limnohia sein soll, allein es sind fünf hintere Zellen vorhanden. Die Ba-
silarzelleu siud verlängert, gleich lang, aber die Submarginalzelle ist nock
kürzer als die zweite Marginalzelle. Es ist eine Discoidalzelle vorhanden.
4. £/. trichopus Ph. L. corpore pedibusque griseo-fuscis , thorace
bruuueo-trivittato; alis infuscatis, nervis — praesertim transversalibus —
fusco-marglnatis; pedibus omnibus dense hirsutis. Long. 3% lin., exteus.
alar. 8 lin.
Prope Santiago frequens praesertim Novembri.
Die sechszehngliedrigeu Fühler so wie die Palpen sind schwärzlich.
Kopf, Brust und namentlich Hinterleib siud mit abstehenden Haaren be-
kleidet, die sehr auffallen ; noch mehr fällt die starke Behaarung der
Beine auf, die dicht mit senkrecht abstehenden, ziemlich laugen Haaren
bekleidet siud. Vor der Spitze der gegeu das Ende ziemlich verdickten
Schenkel ist eiu dunklerer Ring. Die Seiteuränder des Hinterleibes sind
Aufzählung der cliileuischeQ DipUrea. 611
weisslich. Die Flügel sind hiuteu sehr lang gewimpert, hell bräunlich
grau; am dunkelstea gesäumt ist der Hinterrand der ersten MarginalzelUe,
welche bereits im dritten Theil der Flügellänge beginnt; die Marginal-
zelle ist kürzer als die erste hintere Zelle; die Discoidalzelle fünfeckig,
bisweilen mit einem kleineu Anbängsel. Ist fast doppelt so gross als Lim-
nohia ohscurata Blauch. hat braune, nicht gelbliche Beine, fünf hintere
Zellen etc.
5. Lt. apoecila Ph. L. grisea, fusco-vittata, satis hirsuta; pedibus
pallide fuscis, femoribus obscurioribus; alis jix infumatis. Loag. 2V3 lin.
Locum ubi cej^i aunotare oraisi.
Ebenfalls auffallend behaart, jedoch nicht so stark wie die yonge
Art, der sie sehr nahe steht, von welcher sie jedoch auf den ersten Blick
durch die fast wasserhellen Flügel sich unterscheidet, welche weder Eand-
mal noch dunkel gesäumte Neryen haben. Der Verlauf der Flügeladern
ist derselbe, auch ist der Hinterrand laug gewimpert.
6.//. verecunda Ph. L. pallide fusca, subglabra, auteunis obscurioribus;
pectore erittato; alis fuscescentibus, immaculatis; pedibus pallide fuscis;
femorum tibiarumque apice , uec non tarsis obscurioribus. Long 3 lin.,
extens. alar. fere 8 lin.
Locum ignoro.
Die Fühler sind braun, beinahe perlüchuurförraig. Der Kopf ist grau
und mit einzelnen Börstchen besetzt, der übrige Körper trägt nur wenige
kurze Härchen. Die Flügel sind schwach gebräunt; die Adern fein und
braun. Eine Discoidalzelle ist vorhanden, die erste Submarginalzelle ist
so lang als die zweite, und alle hintern Zellen sind sitzend.
7. //. cineracea Ph. L. grisea, subglabra; antennis nigris, unico-
loribus; thorace fusco-vittato ; alis subhyalinis, immaculatis, nervis obscure
fuscis; pedibus pallide fuscis. Long. 4 lin., extens. alar. 9 lin.
Prope Santiago autumno (Aprili) ci" et ^ cepi.
Die Körperfaibe ist grauer als bei der vorigen Art; die Fühler sind
Sthwarz, auch die ersten Glieder. Die mittlere Strieme des Brustrückens
fängt am Rande des Prothorax au; die seitlichen reichen nicht so weit
nach vorn. Der Verlauf der Flügeladeru ist sehr verschieden von voriger
Art: es ist zwar auch eine Discoidalzelle vorhanden und alle hintern Zellen
sind sitzend , aber die zweite Marginalzelle ist kürzer als die erste und
weit kürzer als die erste hintere Zelle.
8. JL. venosa Ph. L. glabriuscula, pallide fusca; antennis fusco-
cinereis, basi pallidioribus; thorace supra obscuriore, obsolete fusco-tri-
lineato; abdomine nigricante; alis infumatis, guttulis pallide fuscis parum
determinatis ad nervulos transversos. Long. t% lin., extens. alar. 9'/, lin
E coli, ornat. Ferd. Pauls en.
Ein Weibchen. Die Seiten der Brust siud beinahe testacea zu nennen;
der Rücken ist blassbraun uud nur mit Mühe erkennt jnau im Vorder-
612 Dr. R.A Philipin
theile drei schmale, dunkler brauue Striemen. Die Beine sind fein und
ziemlicli lang behaart, was aber wenig in die Augen fällt. Säninitliche
hintere Zellen der Flügel sind sitzend; die Discoidalzelle ist beinahe drei-
eckig. Die Marginalzelle ist kürzer als die Submarginalzelle und diese
kürzer als die darauf folgende Zelle. Die Flügeladern sind braun und mit
einem schmalen, dunkeln Saum eingefasst; ausser den blassbraunen
schlecht begrenzten Flecken auf den Queradern ist noch ein solcher Fleck
in der Mitte der Marginalzelle, an der ich keine Theilung wahrnehme.
5. Limnobia Meißen.
1. Limnobia pallida Macq. Gay VII. p. 340.
„Provinciae centrales et meridionales."
2. Lf. elquiensis Blanch. Gay VII. p. 341.
„Audes de Elqui."
3. L/. stigmatica Blanch. 1. c. p. 841.
„Prope la Serena etc." Etiam prope Santiago im^eui.
4. Lt. lineicoUis Blanch. 1. c. p. 341.
„Prope la Serena."
5. L/, ornatipennis Blanch. 1. c. p. 342.
„Prope la Serena etc."
6. //. stictica Blanch. 1. c. p. 342.
Locus nullus.
7. L. ohscurata Blanch. 1. c. p. 343.
Illapel.
8. L/. flavida Ph. L. omuino testacea; alis hyalinis, uervis testaceis.
Long. corp. 2V2 liu.
Prope Corral 1859 cepi.
Die Fühler sind kaum etwas dunkler schalgelb als der Körper und
die folgenden Glieder von derselbeu Farbe wie das erste. Die Augen sind
schwarz. Die Submarginalzelle ist länger als die erste hintere Zelle, a^
der Discoidalzelle finde ich kein Anhängsel, auch ist sie nicht verlängert
und dreieckig, wie Blanchard von seiner L. pallida angibt, sondern
breit und ziemlich fünfeckig.
9. JL. vernalis Ph. L. cinerea, autennis omuino cinereis; thorace
subtestaceo, fusco vittato, abdomiue cinereo, intcrdum albo-annulato; alis
hyalinis macula stigmaticali subquadrata fusca; pedibus pallide fuscis. —
Long. 3 Vi lin.
Prope Catemu in prev. Aconcagua mensi Sept. cepi.
Das erste Glied der Fühler ist kaum heller als die folgenden. Die
gelbliche Farbe des Thorax fällt wenig auf, und ebenso seine brauneu
Binden. Der Hinterleib ist bei einem der drei 9, die ich vor mir habe,
schön grau und weiss geringelt, indem das liintere Viertel der Abschnitte
Aufzählung der chileni?clien Dipteren. "!»*
rein weiss ist, allein bei den beiden anderen Exemplaren ist der Hinter-
leib einfarbig grau. Die Flügeladern sind schwarz. Zwei Marginalzellen,
die Subniarginalzelle ist länger als die erste hintere Zelle; die Discoidal-
zelle i>t breit, beinahe viereckig.
10. //. infumata Ph. L. obscure fusca, pedibus pallidioribus; alis
infumatis, hyalino-guttatis, macula quadrata stlgmaticali fusca. — Long.
4 lin., extens. alar. 10 lin.
Prope Corral Aprili 1859 (^ ^^pi-
Die Fühler sind schwarzbraun, der Kopf mäusegrau, die Brust
dunkelbraun, die Furchen jedoch, welche die einzelnen Abtheilungen der-
selben einfassen, sind heller. Die beiden Anhängsel des Hinterleibes sind
bei dieser Art kurz gestielt. Die Flügel sind hellgrau mit viereckigem
dunkleren Raudmal, einem wasserhellen sichelförmigen Fleck unmittelbar
hinter demselben, einem zweiten in der ersten Basilarzelle vor dem
Beginn der Marginalzelle und hellere Stellen in der zweiten Basilarzelle
und der Analzelle. Zwei Marginalzellen; die erste Basilarzelle weit
länger als die zweite; ebenso die Submarginalzelle länger als die erste
hintere Zelle.
11. //. guttata Ph. L. grisea, antennis uigricantibus; thorace
fusco-vittato; abdomine nigricante, margine postico segmentorum albido;
alis hyalinis, guttis fuscis. — Long. 2^/^—3 lin., extens. alar. 6 lin.
Prope Valdiviam nee non in prov. Aconcagua legi, ut vidttur igitur
maguam partem reipublicae inhabitat.
Alle drei Exemplare, die vorliegen, sind Manchen. Ich zähle 16 Füh-
lerglieder von gewöhnlicher Beschaffenheit. Die beiden Basilarzelleu hind
sehr lang und die erste länger als die zweite; die Submarginalzelle ist
halb so lang als die Marginalzelle und etwas länger als die erste hintere
Zelle, alle hinteren Zellen sind sitzend. Die braunen Tropfen der Flügel
sind bald heller bald dunkler, variiren aber nicht in Zahl und Stellung.
Die erste Basilarzelle hat vier Flecke, der dritte ist der grösste und
nimmt auch den Ursprung der Marginalzelle ein; diese hat einen Tropfen
auf dem Quernerren, der sie in zwei theilt, einen davor und einen vor
der Flügelspitze auf der Ader, die sie von der Submarginalzelle theilt;
diese hat einen grösseren in der Mitte. Die erste, zweite, dritte hintere
Zelle haben jede einen Tropfen, die vierte einen grösseren, viereckigen
Fleck; auf den Queradern ist ebenfalls je ein Tröpfchen; die Analzelle
und die Axillarzelle haben jedoch einen grösseren Fleck und einen Tropfen
nahe am Flügelrand, auch die cellula spuria hat zwei ruude Tropfen.
12. L. polysticta Ph. L. pallide rufo-fusca; vittis tribus latis
castaneis antice abbreviatis in thorace picta; alis hyalinis, guttis numero-
sissimis rufo-fuscis. — Long, fere 4 lin., extens. alai*. sy^ lin.
E prov. Valdivia § attuli.
Die Fühler sind grau, auffallend perlschnurfö rraig, die ein-
614
Dr.R. A. Pliilipri:
zelnen Glieder kugelig, durch einen dünnen Faden verbunden; vom
zweiten an nehmen sie allmälig' an Dicke ab. Die Flügeladern sind wie
bei der vorigen Art, aber braun, nicht schwarz, und die Färbung ganz
anders, die Tröpfchen sehr zahlreich; zwei Flecke sind merklich grösser,
der ein« am Ursprung der Marginalzelle, der andere auf dem Quer-
uerven , der sie in zwei theilt. Auch die Costalzelle , welche bei X.
guttata uugefleckt Ist, ist bei dieser Art mit zahlreichen Tröpfchen
verziert.
13. //. phatta Ph. L. capite griseo; thorace griseo, fusco-vittato;
abdomiue albido, margine postico segmentorum fusco; alis hyalinis; nervo
secundo s. submarginali lineis tribus nigris ornato , nervulis transvei*-
salibus pallide fusco-limbatis. — Long. S'/^ lin., extens. alar. T'/j lin.
In praedio meo valdiviano cepi.
Die Fühler des einzigen Weibchetis, welches ich besitze, sind eben-
falls stark perl schnurförmig. Die Flügeladern sind wie bei den
beiden vorigen Arten, d. h. die beiden Basilarzellen sind laug, die vordere
etwas länger als die hintere, keine hintere Zelle ist gestielt, es ist eine
fünfeckige Discoidalzelle vorhanden, die beiden Marginalzellen nehmen
die halbe Flügellänge ein, allein die Submarginalzelle fängt bereits mit
der halben Länge der ersten Marginalzelle an. Eigeuthümlich sind die
drei schwarzen Striche auf der zweiten Ader, deren mittelster am Ursprung
der Marginalzelle sich befindet. Die Schwinger sind sehr blassbraun.
li. Lt. chlorotlca'Ph. L. testacea; antennis fuscis, basi testaceis; tho-
race fusco-univittato; alis flavescentibus; cellula discoidali quincjuangulari.
Long, i^/2 lin., extens. alar. 12 lin.
E collect, ornat. Ferd. Paulseu.
Ein Weibchen. Der Brustrücken ist blass rothbraun; die dunkel-
braune Strieme fängt mit dem Vorderrand des Mesothorax an und ver-
liert sich in der halben Länge desselben, nachdem er durch eine feine
Linie gespalten ist. Die Flügeladern sind blass, grünlichgelb; die Quer-
ader, welche die Marginalzelle theilt, kaum zu erkennen, und ebenso das
Randmal. Vorderhüfteu und Schwinger sind blassgrün. — Unterscheidet
sich von L. pallida Mcq. durch bedeutendere Grösse , fünfeckige Dis-
coidalzelle ohne Anhängsel etc.; von L. flavida mihi durch bedeutendere
Grösse, braungraue Fühler etc.
6. Cylindrotoma 9Iacq.
Cylimlrotoma hyaloptera Ph. C. fusca, lateribus pectoris sub-
nigris, vitta albida a dorso separatis ; alis hyalinis, nervis pallide fuscis;
pedibus pallide fuscis. — Long. 4 lin. extens. alar. Q'/j lin.
Locum ij^uoro, ubi eam cepi.
Das erste Fühlerglied ist sehr kurz, das zweite ist eben so laug,
Aufzählung der cliilenisclieu Dipteren. 615
iiapfföriiiig , die folgenden siud beinahe cyliudrisch, das vierte ist noch
ziemlich dick. Die Flügel haben eine Margiualzelle, eine etwas längere
Submarginalzelle , die aber doch etwas kürzer ist als die erste hintere
Zelle. Es sind fünf hintere Zellen vorhanden und alle sitzend. Der Be-
gattungsapparat des Männchens trägt jederzeit einen schwarzen, nach
innen eingeschlagenen Haken. Weibchen unbekannt.
Die folgende Mücke hat so eigenthümliche Flügeladern, dass ich
daraus ein neues Geschlecht bilde.
7. Idionenra^) Pii.
Caput in proboscidem brevem productuni. Antennae breres,
14 (?) articulatae , moniliformes , pilosae; articulis tertio sequentibusque
ovatis. Palporum artlculus quartus (crassus, tertium aequans?). Alae
cellulis marginalibus duabus, prima latissima ex qua tres apice oriuntur,
secunda angusta, fere aequilonga; submarginali in medio nervo trans-
rersali recto in duas divisa; cellulis posticis quinque omnibus sessilibus;
basilaribus elongatis, circa V3 lougitudinis alae occupantibus, prima pauUo
longiore; cellula quarta postica in cellulam discoidalem intrante; nervo
axillari valde flexuoso. Abdomen maris forcipe subelongata obtusa ter-
minatum. Pedes elongati, graciles.
ItHoneura macroptera Ph, I. capite pectoreque cinereis; antennis,
abdomiiie, pedibusque nigris; forcipe (^ cinereo-testacea; alis hyalinis,
nervis nigris; transversis obsolete fusco-marginatis. — Long. corp. iVg lin.,
extens. alar. 5 lin.
Ignoro locum ubi cepi.
Zu der oben gegebeneu Beschreibung wüsste ich nichts hinzuzu-
setzen, das uöthig wäre, dieses Insekt von anderen zu unterscheiden.
8. Lachnocera -') Ph.
Antennae (in marl saltem) longitudine corporis, 13 articu-
latae ? articulo primo crasso , cylindrico , elongato , secundo sensim
attenuato , primum aequante; reliquis tenuibus , medio crassioribus,
utrinque pilis lougis patentibus hirsutissimis ; ultimis aegre distliiguendis.
Proboscis brevis, palporum articulus quartus tertium aequans? Alae
cellulis marginalibus duabus, prima maxima, secunda brevi, nervo obliquo
a priore divisa; cellula submarginali una; posticis quatuor; discoidal
quinquangulari; basilaribus elongatis, secunda longlore. Pedes graciles.
Durch die langen, stark behaarten Fühler und die Verhältni
beiden Marginalzellen sehr ausgezeichnet.
*) fötog eigenthümlich, vsvqov Nerve.
2) }.ccxvr] Avolliges Haar, zsQdg Hörn.
Bd. IV. Abhandl. 7g
616 I)r. R. A.Pliilippi:
läUChno cera delicatula Ph. L. articulo priiuo anteunaium testaceo,
reliquis palpisque ciuereo-fuscis; tliorace testaceo, fusco-vittato; coxis
trocliauteribusque pallidis; abdomiiie pedibus.jue fusco-cinereis; alis paruni
iufuscatis; macula stigniaticali obscuriore. — Loug. corp. ^V^liu., exteus.
alar. ey, Üa.
Valdiviae mareni cepi.
9. Erioptera Meig.
1. Erioptera uniformis Blanch. Gay, VII. p. 343.
„Fast iu ganz Chili, Santiago, la Serena etc."
E.'i longipes Ph. E. capite , thorace, halteribus, coxisque testa-
ceis; thorace unicolore; antenuis (primo articulo testaceo excepto) cum
palpis, pedibus, abdomiiieque pallide fuscis; alis omnino hyaliiiis , nervis
fuscis, exquisite pilosis. — Long. corp. iYi'i exteus. alar. 9 liu.
Iu pror. Valdivia ^ iuveni.
Diese Mücke muss vielleicht eiu eigeues Geschlecht bilden. Die
Schnauze ist fast so lang wie der eigentliche Kopf, das vierte Glied der
Taster scheint mir aber nicht läuger als das dritte zu sein. Die Fühler sind
beinahe länger als Kopf und Brust zusammengenommen, stark und lang
behaart, mit cylindrischen , schwer zu unterscheidenden Gliedern, deren
Zahl 16 zu sein scheint. Die Flügel sind zusammengerunzelt , doch sehe
ich deutlich, dass die Basilarzellen lang, und die zweite etwas länger
als die erste, die Margiualzelle fast halb so lang wie der Flügel , und
dass fünf hintere Zellen vorhanden sind, von denen die dritte gestielt
ist; wogegen die Discoidalzelle zu fehlen scheint. Sehr eigenthümlich ist
es , dass die Adern mit ziemlich langen , aus einem Knötchen entsi^riu-
geuden Haaren besetzt sind.
3. E. ? pallida Ph. E. pallide testacea; palpis cinereis; alarnm
veuis pallide testaceis. — Long. corp. fere 2 liu., alarum extensio 5 liu.
Prope Catenui in prov. Aconcagua ^ cepi.
Die Augen sind schwarz. Die Fühler, von denen nur die erste
Hälfte vorhanden ist, sind gelblich, und nur die letzten Glieder sind
möglicherweise dunkel. Die Flügel sind schmal und lang wie bei der
vorigen Art; sie haben ebenfalls keine Discoidalzelle; die beiden Basilar-
zellen sind lang und schmal, die erste etwas länger als die zweite. Es
sind eine oder wahrscheinRch zwei Marginalzellen vorhanden, doch kann
ich wegen der Haare auf den Flügeln die Querader, welche beide wahr-
scheinlicli theilt, nicht deutlich erkennen. Dann folgt eine lange schmale
.Submarginalzelle und fünf hintere Zellen, von denen die vierte kurz
gestielt ist.
Ist offenbar mit der vorigen Art eiu Genus, ob aber eine Eriopterat
Aufzahlung der cliilenisrhen Dipteren. 617
10. Megistocera Wied.
3Iegi»tocera chilensis Ph. M. pallide fusco-testacea; ano luteo;
aus hyaliuis autice lutesceutibus, macula stigmaticali pallide fusco-lutea.
Long. corp. 10 lin., autennarum 2 poU. 10 lin., extens. alar. 20 liu.
Prope Santiago iuvenit orn. Ferd. Pauls en.
Der Kopf ist in eine lange Schnauze vorgezogen und nebst der
Brust dicht und lang behaart; der Stirnhöcker hat jederseits eine Warze
am Grund. Die Fühler sind ganz kahl; die Augen dunkelbraun, der
Hinterleib ist nur schwach behaart; die Beine flaumhaarig, die Knie
dunkel.
Tipalariae fnngicolae Latr.
1. Macrocera Meig.
1. ßlacrocera valdiviana Ph. M. capite testaceo; anteunis corpus
sesquies aequautibus, basi testaceis, apicem versus nigris; thorace gla-
berrimo, nitido, testaceo, vittis tribus latis nigro-fuscis. — Long. S'/g lin.
Prope Corral in prov. Valdivia cepi.
Kopf und Taster sind hell bräunlichgelb und das erste Glied der
letzteren sehr dick; die kugeligen Augen und die Puuktaugeu sind
schwarz. Die Fühler sind flaumhaarig, die beiden ersten Glieder dick und
kurz, die letzten schwer zu unterscheiden. Die braunen Striemen der
Brust sind sehr eigenthümlich; die mittlere vorn breit, so dass sie fast
die Gestalt eines T hat, die seitlichen halbkreisförmig, mit der Convexität
nach innen gerichtet. Die Seiten der Brust haben ebenfalls zwei braune
Striemen , und das Schildchen ist oben glänzend braun. Die mittleren
Hüften sind gleichfalls braun, sonst sind der massig behaarte Hinterleib
und die kurz flaumhaarigen Beine schalgelb. Die Flügeladeru sind hell-
braun und die Schwinger weiss.
2. ßl. testacea Ph. M. testacea; anteunis fusco-ciuereis; thorace
antice fusco-trimaculato; scutello concolore, alis hyaliuis. — Long. V/^ lin.,
extens. alar. 4y2 lin.
E coli. orn. Ferd. Paulseu.
Die Fühler sind etwa ly^mal so lang als der Körper; ihre zwei
ersten Glieder sind gelblich, die übrigen bräunlichgrau, gegen die Spitze
hin dunkler. Von den drei nicht scharf begränzten Flecken am Vorder-
theil der Brust ist der mittlere der grösste. Die zweite Marginalzelle ist
kurz, die Basilarzelle kurz, die gestielte hintere Zelle lang und kurz-
gestielt.
79*
618 Dr.R. A.Philippi:
2. Cuephaeophila Ph. i).
Ocelli duo. Anteuuae caput cum thorace superantes, 16-arti-
culatae; articulis duobus primis crassis reliquis cyliudricis. Alae cellula
basilari uuica brevi; marginalibus diiabxis, prima brevissiraa subquadrata,
secunda longissima arcuata, apicem alae formante; submarginali longa,
arcuata, posticis tribus (secunda cum cellula basilari secuuda confusa).
Tibiae apice calcaratae, caeterum iuermes.
Von Bolitophila durch ißgliedrige, nicht l'2gliedrige Fühler und
andere Flügeladern verschieden, von Sciophila durch die Länge der
Fühler und die unbewehrten Schienen.
Cnep/iaeop/iilfi fenestralisT?h. Sc. fusca; antenuarum articulis duobus
basalibus fulvis; thorace antice fulvo, nigro-trivittato , yitta intermedia
bifida, coxis segmeutorumque abdomiualium margine postico albidis. —
Long. corp. V/^ lin., extens. alar. i^<^ lin.
Santiago in domo mea (J cepi.
Das ganze Thier ist mit kurzen Härchen bekleidet; auf den Fühlern
sind die Härchen noch kürzer und dichter. Die Oberseite des Kopfes ist
duukelg'rau. Die beiden Punktaugen berühren sich beinahe und treten
stark hervor. Die Palpen sind gelblich. Die Hüften sind weisslich mit
schwarzem Fleck , die Trochanteren schwärzlich , die Schenkel hell.
Schienen und Tarsen dunkelgrau.
3. Ceroplatns Bosc.
Ceroplatus ohscurus Ph. C. capite, antennis abdomine nigris;
thorace nigro, antice luteo maculato; aus nigricautibus; coxis femori-
busque maxima ex parte albis, apice basique nigris; tibiis tarsisque nigri-
cantibus. — Long. 3'/3 lin., extens. alar. ßVa lin.
Valdiviae Jauuario 1863 specimeu cepi.
Die drei Punktaugen stehen in einer geraden Linie. Die Brust
zeigt jederseits eine schmale gelbe Linie, die vom Vorderrand bis zum
Ursprung der Flügel reicht, und daneben nach innen einen gelben Fleck.
Der Margiualnerv ist deutlich. Beide Basilarzelleu sind in eine ver-
schmolzen; die erste Marginalzelle ist etwas offen; es sijid vier hintere
Zellen vorhanden, von denen die zweite kurz gestielt ist; der Analnerv
schliesst sich dicht an den vorhergehenden au und reicht nicht bis zum
Flügelrand, wohl aber thut dies der Axillarnerv. Die Flügel sind schwärzlich
und haben noch einen dunkleren diagonalen Fleck in der ersten Margi-
nalzelle uud der Basis der ersteu hintern Zelle. Die Schwinger sind
schwarz. Die Schienen sind, die Endsporen abgerechnet, unbewehrt.
1) v.vz(patoq finster und qpd«© lieben.
Aufzählung der chilenischen Dipteren. viu
4. Centroenemis i) Ph.
An teil 11 ae mediocres, glabrae coiiipressae, articulis aeque lougls
ac latis, priniis duobus distiiictis. Ocelli duo in vertice. Palpi pluri-
articulati. Alae nervo marginali destitutae; cellulae marginales
duae, prima longa aperta; posticae quatuor, secunda petiolata; cellulae
basilares in uuam confasae; nervus analis fere cum antecedeute confluens.
Tibiae omnes bifariam spinosae. Abdomen compressura.
Dieses Genus weicht von Mycetophila durch zusammengedrückte
Fühler, zwei Marginalzellen etc., von Leia durch zwei Punktaugeu, dop-
pelte Marginalzelle ; von Sciophila durch die grosse, weit geöffnete erste
Marginalzelle etc. ab; von Ceroplatus durch schmale Fühler, gedornte
Schienen; durch dies letzte Merkmal und den zusammengediückten Hinter-
leib auch von Platyura ab, etc.
Centroenemis stigmatica Ph. H. antennis fuscis, basi luteis; tho-
race lutescente, fusco-vittato; abdomine nigro, segmento quinto, apiceque
luteis; alis subhyalinis; macula stigmaticali fusca; pedibus pallide testaceis,
tarsis nigricantibus. — Long. 4'/^ lin., extens. alar. 8 lin.
E prov. Valdivia speciraen attuli.
Die Fühler sind beschädigt und haben nur noch 9 Glieder; die
beiden ersten sind deutlich von einander abgesetzt, die folgenden sind es
nicht; sie sind zusammengedrückt und nur so breit wie lang. Die Palpen
sind mehrgliedrig, wohl viergliedrig, aber ich kann die Glieder nicht wohl
zählen. Die Brust ist gelb; zwei breite, ziemlich dunkelbraune Streifen
reichen, indem sie allmälig schmäler werden, bis zum Schildchen, fangen
aber erst etwas hinter dem Vorderrande an; in der Mitte ist eine wenig
deutliche Strieme, die vom Vorderrande anfängt und sich gegen die
Mitte hin verliert. Das Schüdchen ist ebenfalls gelb. Der Hinterleib ist
zusammengedrückt, grössteutheils sammtschwarz; das vierte Glied ist am
Grunde dunkel braungelb, das fünfte dunkelgelb mit schwarzem Hinter-
rande, das letzte Glied blassgelb. Unten sind die ersten Glieder schwarz
mit gelbem Rande, das vierte und fünfte grössteutheils gelb, die folgen-
den — bis auf das letzte — ganz schwarz. Die Brust trägt ausser feinen,
anliegenden, seidenartigen Härchen jederseits eine Reihe Borsten. — Der
schräge Nerv, welcher die Marginalzelle in zwei theilt, ist sehr lang.
Die zweite gestielte Zelle fäugt nicht mit einem spitzen Winkel, sondern
mit zwei rechten an, indem ihre vordere Ader an der Basis geknickt ist.
Zwischen der Submarginalzelle and der zweiten hinteren Zelle ist ein
brauner ziemlich dunkler Fleck, auch ist die Spitze und die äussere Hälfte
des Hiiiterrandes graulich getrübt, und die Trübung zieht sich längs den
Adern etwas nach innen. Die Schwinger sind blassbraun.
^) tiivxqov Stachel und Mvjy/t»? Schienbein.
620 Dr.R. A.Philippi:
5. Cinoriste Hoflfms^.
Gnoriste chilensis Ph. Gn. capite antennisque nigris; thorace
fulvo, fusco-univittato; abdomine depresso, atro, flavo-annulato; alis
parum infuscatis; coxis femoribusque pallide testaceis. tibiis obscurioribus,
tarsis uigris. — Long. 2Vj liii., extens. alar. 5 liu.
Specimeu unicum, quod ni fallar iu pror. Valdivia cepi, servo.
Von vorn gesehen erscheint die Verlängerung des Kopfes faden-
förmig, A'on der Seite betrachtet ist aber die erste Hälfte, welche etwa
die Länge des eigentlichen Kopfes hat, weit höher als die zweite, fast
doppelt so lange, fadenförmige Hälfte; dieser fadenförmige Theil trägt
etwa in zwei Fünfteln seiner Länge die fadenförmigen yiergliedrigen
Taster ; der folgende Theil ist von seiner Mitte an gespalten (in zwei
Lippen?), die braune Strieme des Brustrückens erreicht den Hinterraud
desselben nicht; das Schildchen ist ebenfalls röthlichgelb , und so auch
das Hinterschildchen, das aber eine schwärzliche Mittellinie hat. Der
Hinterleib ist vorn zusammengezogen, dann breit, kahl, glänzend, kohl-
schwarz, mit breiten, gelben Hinterränderu der Abschnitte. Die Flügel-
adern haben den normalen Verlauf von Gnoriste. Die Schwinger sind
dunkelbraun mit weisslichem Stiele. Die Hinterschienen sind, mit Aus-
nahme der End dornen, un bewehrt, während sie bei Gn. apicalis nach
Macquart (Schlüssel zu den Geschlechtern der Fungicolen) mit Dornen
bewehrt sein sollen, wogegen sie in der Abbildung bei Cuvier Regne
animal accompagne de planches gravees sehr fein gewimpert sind.
6. Platjara Meig.
Platyura sahannulata Ph. PI. thorace luteo, vittis tribus casta-
neis ornato; scutello luteo; postscutello nigro; abdomine nigro; segmen-
torum margine luteo; alis hyalinis, apice infuscatis; pedibus pallide fus-
cis, tarsis nigricantibus. — Long. 2V3 lin., extens. alar. 7 lin.
Locum ignoro.
Der Kopf ist schwarz und ebenso die schmalen aber zusammen-
gedrückten Fühler bis auf die beiden ersten Glieder, die hellgelb sind.
Der Hinterleib ist verdickt, ist aber wohl plattgedrückt gewesen. Die
Flügel haben zwei Marginalzellen, von denen die erste iu einer kurzen
Strecke offen ist. Es sind vier hintere Zellen vorhanden, von denen die
zweite äusserst kurz gestielt ist. Eine Basilarzelle. Die Analnerven und
Axillaruerven sind deutlich, der erste erreicht den Flügelraud nicht. Die
Spitze der drei ersten hinteren Zellen, die der Analzelle und ein kleiner
Fleck im Grund winkel der ersten hinteren Zelle sind getrübt. Schwinger
weiss. Schienen kahl, bis auf die End sporne unbewehrt.
Aufzälilimg der cliilenischen Dipteren. 6*1
7. Myeetophila Meig.
Blauchard führt vier Arten auf; das Museum besitzt dereu fünf
andere.
1. Mycetophila omatipennis Blanch. Gay VII. p. 344.
„Coquimbo," Ich besitze sie tou Santiago. Die innere Binde ist in.
der Mitte unterbrochen.
2. ßJ. vitticollis Blanch. I. c. p. 345.
„Coquimbo."
Ich halte eine bei Santiago gefangene Mücke für diese Art. Ueber
die Flügeladern, diess so wichtige Kennzeichen, sagt Blanchard kein
Wort. Bei meiner Mücke ist die erste gestielte Zelle an dem Ursprung
offen, und die zweite gestielte Zelle beginnt in gleicher Höhe mit der
Submarginalzelle , in welcher die beiden braunen Tropfen stehen; der
Hinterrand der zweiten gestielten Zelle ist hinten an seinem Ursprung
bräunlich gesäumt.
3. Jfl. punctipennis Blanch. 1. c. p. 345.
„Carelmapu."
4. ßl. obscuripennis Blanch. 1. c. p. 546.
„Coquimbo."
5. Jfl. cognata Ph. M. capite, antennis , thoraceque evittato fuscis ;
abdomine nigro; alis infuscatis, antice flavidis, maculis duabus nigrican-
tibus; pedibus testaceis; coxis posterioribus macula pallide fusca notatis.
Long. IV3 lin.
In prov. Valdivia cepi.
Die Flügel sind schwach gebräunt, vorn gelblich. Die Basilarzelle
nimmt etwa zwei Fünftel der Flügellänge ein; die erste (zweite) hintere
Zelle ist ganz kurz gestielt, beinahe sitzend, die dritte hintere (vierte
Marg:) lang gestielt, die zweite fliegst mit der zweiten Basilarzelle zu-
sammen, indem die Querader fehlt, welche beide trennen sollte. Ein
schwärzlicher Fleck ist rund um die Querader, ein zweiter in der halben
Länge der Marginal- und Submarginalzelle, dieser verliert sich allmälig
nach der Flügelspitze hin, welche nebst dem hinteren Theil der Flügel
bräunlich getrübt ist, während die Basalhälfte des vorderen Theiles
gelblich erscheint.
6. M. fascipennis Ph. M. cinereo-fusca, thorace obsolete vittato;
antennis basi vix pallidioribus; alis hyalinis, fusco-bimaculatis, macula
secunda in fasciam pallide fuscam, flexuosam continuata, gutta pallide
fusca in apice alae; pedibus testaceis, tarsis obscurioribus. — Long. 2 lin.
In prov. Santiago cepi.
Die Fühler sind ganz grau, kaum etwas heller am Grunde. Die
erste gestielte Zelle ist etwas länger gestielt als bei der vorigen Art,
622 Dr.R. A.Pbilippi:
uud die zweite gestielte Zelle eutspriugt in derselben Höhe. Die Flügel
sind wasserhell, die Adeni braun; der blassbraune Tropfen wird von der
Spitze der zweiten Ader in zwei gleiche Hälften getheilt.
7. M. heteroneura Ph. M. capite ferrugiueo; anteuuis basi luteis,
apice fuscis; thorace luteo, evittato , subtus ad latera nigro; abdoniine
basi luteo, deinde nigro; alis lutescentibus, apice macula nigra notatis,
nervo tertio longitudinali basi iucompleto; pedibus-luteis; trochanteribus
posticis nigris. — Long, l'/j IIa.
Prope Corral specimen cepi.
Die Palpen sind hellgelb, der Kopf dunkelrostgelb. Auf dem Brust-
rücken sind keine Striemen zu unterscheiden , die Seiten sind hinter der
ersten Hüfte dunkelbraun. Die Basis des Hinterleibes und die Seiten der
ersten Ringe desselben sind gelb , das Uebrige schwarz. Die Dornen der
hinteren Beine sind tief schwarz, die Tarsen schwärzlich. Die Flügel sind
im vordem Theil gelblich; die Basilarzelle ist schmal und nimmt mehr
als die halbe Länge des Flügels ein; die erste Ader der ersten gestielten
Hiuterzelle reicht nicht bis zum Ursprung der Zelle , wogegen die erste
Ader der zweiten gestielten hinteren Zelle fast bis zur Flügelwurzel reicht
8. ßl. apicata Ph. M. capite griseo; thorace luteo, fusco-vittato;
abdomiue nigro, apice testaceo; alis hyalinis, antice flarescentibus, fascia
flexuosa transversa fusca in medio, apiceque pallide fusco; pedibus testa-
ceis, coxis immaculatis, tarsis nigricantibus. Long. 2 lin.
In prov. Valdivia cepi.
Die Fühler sind braun, die beiden ersten Glieder blasser, aber doch
nicht schalgelb , die Striemen der Brust sind nicht sehr dunkel. Die
beiden gestielten hinteren Zellen der Flügel fangen in gleicher Höhe an,
die braune Querbinde nimmt den Ursprung derselben ein, und wird gegen
den Vorderrand des Flügels hin immer dunkler; die bräunliche Spitze
des Flügels ist nach innen scharf begrenzt uud daselbst am dunkelsten,
nach der Spitze hin wird sie allmälig blasser. — Das Schildchen ist
braun, das Hinterschildcheu schwarz. — Ist der M. cognata ähnlich, aber
leicht durch den deutlich gestriemteu Brustrücken, die helle Spitze des
Hinterleibes etc. zu unterscheiden.
9. ßf, atricornis Ph. M. obscure fusca; antenuis nigris, basi pal-
lidioribus; thorace hispido, obsolete nigro-vittato; alis subhyalinis, fusco-
binotatis, cellula petiolata prima petiolum suum aequante; pedibus testa-
ceis, apice femorum posticorum tarsisque nigricantibus. Long. IV3 lin.
Prope Santiago cepi.
Diese Art ist sehr leicht durch die lang gestielte erste hintere
Zelle zu kennen; die zweite gestielte hintere Zelle entspringt in gleicher
Höhe mit der Submarginalzelle, welche sehr breit ist und die beiden
braunen Flecke in sich enthält. Die hintere Ader der zweiten gestielten
Aufzählung der chilenischen Dipteren.
623
hinteren Zelle ist an ihrem Ursprung hinten dunkelbraun gesäumt, was
ich bei keiner andern chilenischen Art finde als bei der M. vitticollisl
\0. M. nigriventris Ph, M. antennis testaceis, apicem versus obscu-
rioribus; thorace testaceo , supra rufo; abdoraine atro; alis paulluluni
infumatis. fusco-bimaculatis; pedibus testaceis, trochanteribus, tarsisque
nigricantibus. Long. 1% liu.
E prov. Valdivia specimen attuli.
Der Scheitel ist hell aschgrau. Die Flügel schillern gelb. Der erste
schwärzliche Fleck derselben ist um die Querader, der zweite blassere in
der Mitte der Länge der Randzelle und der ersten hinteren Zelle. Die
zweite hintere Zelle ist sehr kurz gestielt und die andere gestielte Zelle
entspringt in gleicher Höhe mit der ersten. Die Hüften sind sehr blass,
beinahe weiss.
8. Lcia? Meigen (seu potius novum genus?)
Leia? poeciloptera Ph. L. corpore fusco; antennarum articulis
duobus primis, femoribusque pallide testaceis; alis hyalinis, macula sub-
quadrata ad medium apiceque fuscis. Long, i^/^ liu.
Habitat in prov. Valdivia.
Die beiden ersten uapfförmigen Glieder der Fühler sind schalgelb,
die übrigen graubraun; die Augen schwarz. Die Punktaugen stehen in
einer Querlinie hinter den Augen. Der Brustrücken ist schalgelb, aber
mit drei breiten braunen Striemen, so dass er aiif den ersten Blick braun
erscheint. Der Hinterleib ist haarig, dunkelbraun; die Ränder der Ab-
schnitte gelblich. Die Flügeladeru sind sehr eigenthümlich. Es fehlen die
Mediastinalzellen gänzlich; es ist eine Basilarzelle vorhanden, welche
etwa den dritten Theil der Flügellänge einnimmt; zwei Submarginal-
zellen, vier hintere Zellen, von denen die zweite gestielt und wenig
kürzer als ihr Stiel ist; hierauf folgen noch zwei Zellen. Die Haut ist
mit feinen anliegenden Härchen bekleidet. Der erste viereckige braune
Fleck nimmt die Basis der ersten Submarginalzelle und der ersten hin-
teren Zelle ein, ein zweiter die hintere Hälfte der Submarginalzelle und
die Spitze der Costalzelle; die ganze Spitze des Flügels von diesem Fleck
an bis au das Ende des nervus interne - medius ist getrübt. Die
Schwinger sind gelblich. Die Vorderhüften sind wie ihr Schenkel blass-
gelb, die hinteren sind schwärzlich. Die Hinterschienen sind zweizeilig
bedornt.
9. Sciophila Hfmsg.
Blanchard führt zwei Arten aus Chile auf, das Museum besitzt
sieben andere.
Bd. IT. Abbandl gQ
624 Dr.R.A.Pliilippi:
1. Sciophita chiUnaia Blanch. apud Gay VII. p. 347.
„Coquirabo." Ich rechne dahin eine von mir bei Corral gefangene
Mücke.
2. Sc. obsoleta Blanch. 1. c. p. 347.
„Valparaiso etc." Ich rechne hierher eine in Valdivia gefangene Art.
Sie ist indessen beinahe schwarz, während die Bl anchard"'sche Art braun
sein soll, tind die Schenkel sind blassgelb. Von den Flügeladern sagt
Blanchard nichts; bei meiner Art ist die erste Marginalzelle klein und
viereckig und die zweite gestielte hintere Zelle so lang als ihr Stiel. Die
Schwinger sind gelb.
3. Sc. valdiviana Ph. Sc. antenuarum articulis duobus basalibus
flavis, reliquis nigris; capite flavo; thorace fulvo, fusco -univittato",
abdomine luteo, vitta mediana margiueque postico segmentorum fuscia;
pedibus testaceis, tibiis tarsisque infuscatis. Long. 2V3 lin,
Prope Corral inveni.
Von (Sc. «Mensis Bl an eh. sogleich durch den nur mit einer breiten
blassbrauneu , aber doch sehr deutlichen Längsbinde versehenen Brust-
rücken verschieden. Die Flügel sind etwas gelblich und ihre Adern braun.
Die erste Marginalzelle ist klein und viereckig, die zweite gestielte
hintere Zelle etwas länger als ihr Stiel.
4. Sc. thoracica P h. Sc pallide testacea; capite supra nigro,
opaco; thorace supra maxima ex parte atro, nitido; abdomine nigrescente,
margine segmentorum testaceo: antennis apifem versus nigrescentibus; alis
subinfumatis. Long, fere 3 lin.
Prope Corral cepi.
Die ersten Fühlerglieder sind gelb, die folgenden schwärzlich. Die
Vorderbrust ist oben nur in der Mitte schwarz, die Mittelbrust ist oben
ganz schwarz. Die erste Marginalzelle ist klein, aber doch zweimal so
lang als breit; die zweite hintere gestielte Zelle ist etwa so lang als
ihr Stiel. Die Schwinger sind bräunlich.
5. Sc. praecox Ph. Sc. fusco-grisea; antennarum articulis basalibus
concoloribus; thorace lineis tribus obscurioribus vittato; abdomine margine
postico segmentorum albido, interdum parum conspicuo, ornato; pedibus
pallide fuscis, tarsis obscurioribus, fere nigris. Long. 2'/» lin.
Prope Santiago, hyeme (Augusto).
Bei einem Exemplare ist die Basis des dritten Fühlergliedes weiss.
Die erste Marginalzelle ist klein, viereckig, aber doch zweimal so lang
als breit; die zweite hintere Zelle ist etwas länger als ihr Stiel. Die
Schwinger sind weisslich mit schwarzer Spitze.
6. Sc. vernalis Ph. Sc. nigro-fusca; antenuarum basi, margine
segmentorum 3. 4. 5. abdomiuis pedibusque pallidis, testaceis, tarsis
tarnen nigris; cellula marginali prima vix longiore quam lata. Long. 2 lin.
Cum priore inveni.
\ufzäliluug der chilenischen Dipteren.
625
Auf der Brust kanu ich keine Striemen unterscheiden; sie ist
graubraun, matt; die Schienen sind so heil als die Schenkel.
Dieser Umstand unterscheidet sie von Sc. obsoleta Blanch., bei welcher
nur die Schenkel blass sind. Von der rorigen Art unterscheidet sich Sc.
vernalis durch die blassgelbe Basis der Fühler, und die kürzere erste
Subraarginalzelle. Die zweite gestielte hintere Zelle ist fast zweimal so
laug als ihr Stiel und die Schwinger sind weisslich ohne schwarze Spitze.
7. Sc. aberransVh. Sc. fusco-grisea; articulis antennarum basalibus
albidis; pedibus albidis, trochanteribus tarsisque fuscis; cellula marginali
prima quadrata minima, cellula postica secuuda subsessili. Long, yix
iVj lin.
In colli S. Cristoyal prope Santiago Octobri cepi; aliud specimen
Valdiriae nactus sum.
Die Brust ist bräunlichgrau ohne Striemen und so wie der etwas
dunklere Hinterleib stärker behaart als bei den meisten anderen Arten,
Die Beschaffenheit der Flügeladern erlaubt nicht, diese Art mit irgend
einer andern chilenischen zu verwechseln.
8. Sc. australis Ph. Sc fusco-grisea; articulis antennarum basa-
libus albidis; coxis, trochanteribus, femoribusque albis, tibiis tarsisque pal-
lide fuscis; cellula prima margiuali alarum trapezia, secuuda postica
petiolum suum aequante. Long. 1'/^ liu.
In pro7. Valdivia inveni.
Auf den ersten Blick mit der vorigen zu verwechseln , aber die
Flügeladern sind sehr verschieden. Die erste Margiualzelle ist immer
noch klein, aber doch sehr gross gegen die der vorigen, kaum zweimal
so laug als breit, in Gestalt eines mit seiuer Basis nach vorn gerichteten
Trapezes. Die zweite gestielte hintere Zelle ist ebeufalls so lang als
ihr Stiel. Die Schwiugkölbchen sind grau mit weisser Spitze und
weissem Stiel.
9. Sc. pusilla Ph. Sc corpore auteuuisque uigro-fuscis; palpis,
coxis, femoribus pallide testaceis; genubus posticis uigris; tibiis tarsisque
fuscesceutibus; cellula margiuali prima minima quadrata; uervis cellula-
rum posticarum hyalinis. Long. iVj lin.
In prov. Valdivia cepi.
Die erste Margiualzelle ist so klein als bei Sc. pallipes'.) die beiden
gestielten hinteren Zellen sind so laug als ihre Stiele.
10. Sc. ocreata Ph. Sc. antennarum fuscarum basi pallida;
thorace griseo-fusco, obsolete vittato; abdomiue uigro; alarum cellula
marginali prima minima, petiolata; secuuda longe petiolata; pedibus pal-
lidis, trochanteribus, genubusque posticis nigris, tarsis nigricantibus.
Long. 2 lin.
Prope Santiago invenitur meusi Septembri.
Der Kopf ist oben röthJichbraun ; die Palpeu liud braun. Die erste
80 "■
626 Dr. R A. Pbilippi;
der gestielten Zellen ist beiuahe sitzeud, so dass die beiden gestielten
Zellen in sehr ungleicher Höhe entspringen. Die Schwinger sind hellgrau
mit schneeweisseui Stiel. Hüfteji und Schenkel sind beinahe weiss, wo-
gegen die schwarzen Trochanteren und die schwarze Spitze der Hiuter-
scheukel sehr absticht: die Schienen sind blassbraun, die Tarsen schwärz-
lich. — NB, Bei einem Exemplare fehlt auf dem rechten Flügel die
erste Marginalzelle gänzlich, während sie auf dem linken vorhanden ist.
10. Dlycetobia? Meig.
Olycelohia ? fulva P h. M. corpore , capite, basi antennarum,
palpis femoribusque fulvis; anteunis, tibiis, tarsisque fusco-cinereis; alis
luteis, apice fuscis. Long. 4 liu., extens. alar. 7V4 Jiu-
Specimen a Krauseo prope Corral lectum suppetit.
Die Augen sind nieren förmig, schwarz. Zwei Punktaugen, die
in einer schwärzlichen Querbinde stehen. Die Fühler sind nicht so laug
als Kopf und Brust zusammen; die beiden ersten Glieder gelb, napf-
förmig, die folgenden braun, walzenförmig, fast so dick als lang, kahl,
das erste noch grösstentheils gelb. Der Brustrückeu zeigt anstatt der
Striemen drei Reihen schwärzlicher Haare. Der Hinterleib ist laug
schmal, plattgedrückt, mit anliegenden Härchen bekleidet, die seinem
Glanz keinen Abbruch thun. Die Schenkel sind kaum verdickt zu nennen;
die Schienen flaumhaarig, mit zwei massig langen Dornen am Ende. Die
Marginalzelle der Ader ist gegen die Spitze hin durch eine
schräge Ader getheilt; es sind vier hintere Zellen vorhanden; die
zweite ist kurz gestielt und entspringt nicht von der Basilarzelle, sondern
nebst der ersten hinteren Zelle vom Hinterrand der ersten Marginalzelle.
Diese Mücke hat also die Augen von 3Iycetobia, die Flügeladern von
Platyura. Wohin soll man sie bringen?
11. Agaricobial) Ph.
Oculi maris approximati, subreniformes. Ocelli.... Anteunae
Caput cum thorace subaequantes, cylindricae, articulis primis cyathyfor-
mibus, apice longe setosis. Alae cellulis mediastinis duabus, submargi-
uali unica, posticis tribus, media brevissime petiolata. Tibiae calcaratae,
posticae setis brevibus c. sex vestitae, vix armatae diceadae.
Aj/aricobia fulvicollis Ph. A. capite cinereo; anteunis cinereis, arti-
culis basalibus fulvis; tborace fulvo; coxis, femoribus, tibiis pallide flavis;
alis subhyalinis, vittis duabus pallide fuscis. Long, fere 2 lin.
Prope Santiago iuveni.
*} Äya^tKcfv der Baumschwamm, ßtoco ich lebe.
Aufzahlung ilcr cbilcaischeu Dipferea.
627
Die Queraderu. sind bräuulicli eiugefasst, uud liiedurcb entsteht die
erste Querbinde ; die zweite verläuft in der Mitte zwischen dieser und
der Flügelspitze; diese letzte ist getrübt uud die Trübung durch eine
wasserhelle Binde von der zweiten bräunlichen Querbinde geschieden.
Die dritte hintere Zelle ist nicht von der zweiten Basilarzelle geschieden,
indem die Querader fehlt.
12, Sciara Fabr. 9Ieig.
Blanchard hat a. a. 0. drei chilenische Arten.
i. Sciara fuliginosa Blanch. apud. Gay. VII. p. 348.
„Coquimbo etc."
2. Sc. infuscatipennis Blanch. 1. c. p. 348.
„Coquiniho etc."
3. Sc. pallipes Blanch.
„Frequens in insula Chiloe, S. Carlos etc."
4. Sc. domestica Ph. Sc. corpore omnino uigro; alis vix infuscatis;
pedibus pallide fuscis. Long, i^/^ lin.
Flures in domibus ad feuestras cepi.
Sc. fuliginosa Bl. soll schwarze Schienen, Sc. pallipes schalgelbe
Beine, Sc. infuscatipennis schwärzliche Flügel haben , folglich muss diese
kleine Fliege davon verschieden sein. Die Randader reicht fast bis zur
Basis der zweiten hinteren Zelle; die Schwinger sind blassbraun.
5. Sc. heteropus Ph. Sc. atra, nitida; coxis femoribusque antici»
testaceis ; alis hyalinis. Long, i^/^ lin.
Prope Corral cepi.
Die Fühler, die hinteren Beine, einschliesslich ihrer Hüften, uud
der ganze Körper sind glänzend schwarz, während die Hüften, Tro-
chanteren uüd Schenkel der Vorderbeine hell, bräunlich sind. Die Rand-
ader reicht nicht ganz so weit als der Ursprung der zweiten hinteren
Zelle.
6. Sc. diminutiva Ph. Sc. nigro-fusca; alis hyalinis, uervis praeter
duos prinios hyalinis. Long. 1 liu.
Prope Corral cepi.
Die ganz wasserhellen Flügel, deren hintere Adern ungemein dünn
sind, unterscheiden diese Art von der gleich grossen Sc. pallipes Bl.,
welche schwach getrübte Flügel haben soll. Die Randader reicht nicht
so weit als der Ursprung der zweiten hiutereu Zelle, die Schwinger
sind braun.
Tipalariae gallicolae.
Nach der Häufigkeit der Gallen muss die Anzahl der Gallmücken
sehr gross sein.
W8 Dr.R. A.PhiljppI:
1. Lestremia Nacq.
Lestremia nigra Blauch. Gay VII. p. 349.
„In iusula Cbiloe et prope Carelmapu."
%» Cecidomyia Fabr.
1. Cecidomyia flavida Blauch. 1. c p. 350.
„Prope la Serena,*'
2. C? fuscescens. C. pallidissime fusca; aiitenuis maris corpore loa-
gioribus; alis valde pilosis, cellula petiolata nulla. Long, vix 1 lia.
Locum ubi cepi adiiotari omisi.
Die Fühler sind ebenfalls blassbraun und haben einige zwanzig
Glieder, die wie bei Cecidomyia gestielt sind, allein die Flügel sind so
stark behaart wie nur bei Lasioptera, und haben ausser dem kurzen
Submarginalneryen noch drei andere Nerven. Ich kann die Länge der
Tarsenglieder nicht angeben, da ich nicht vermag, die einzelnen Glieder
zu unterscheiden.
3. Psychophaena 1) Ph.
Caput rostratum , rostro caput aequante. Palpi quadriarticulati,
articulus tertius crassus, obconicus, quartus paullo brevior, tenuis, cylin-
dricus. Antennae louge pilosae, 14 articulatae (etiam in maribus?),
articulo prirao crasso, sequentibus c. 7 subglobosis et (in $ saltem) haud
petiolatis, ultimis elongatis, apicali lauceolato. Alae: cellula basilaris
distincta, stigma, et ante stigma cellula minima marginalis; nervus-exteruo-
niedius et interno-medius furcati, alii nervi nuUi; margo posticus louge
ciliatus. Pedes pilosi, haud calcarati; tarsorum articulus primus lougior.
Die Flügeladern erinnern an Campylo^nyza , allein die Querader
liegt vor der Gabelung der folgenden Längsader und macht mit derselben
einen rechten Winkel; auch ist die sehr kleine Marginalzelle eigen-
thümlich. Die Fühler sind, wie es bei den Gallmücken Regel ist, lang
behaart.
Psychophaena pictipennis Ph. Ps. antennis pallidissime cinereis;
palpis uigris; capite et thorace cinereis; abdomine nigricante; pedibus
pallide fuscis, genubus nigris; alis infuscatis, praesertim ad margiiiem
auticum, macula stigmaticali nigra guttisque nuraerosis hyalinis. Long,
vix 1 lin.
In colli S. Cristoval prope Santiago cepi.
Die Flügel sind ungemein zierlich.
^^XV Schmetterling und q>ttlvoo scheinen.
Aufzählung der chUcuischeD Dipteren. vi\)
4. Spaniotoma 1) Pb.
Thorax supra capiit promineus. Aiiteuuae breves, palpos vix
superautes , sexarticulatae, articulis ovatis, pilis raris verticillatis,
ultimo acutiusculo. Palpi quadriarticiilati, articulo prirao crasso, ultimo
teuui, lougiore, diviso ? Alae nervis longitudinalibus quatuor, secundo
crassiore, tertio furcato, praeterea nerviis anali.« et axilliaris inchoati;
cellula basalis prima brevis, secunda nulla, cellula maiginalis simplex.
Ungeachtet der geringen Zahl der Fühlerglieder rechne ich diese
kleine Mücke wegen der wirteiförmigen Behaarung der Fühler zu den
Gallicolis.
\. Spanioloma bivittata^h. 0. flayescens; vitta mediana abbreviata
fusca antice, duabus abbreviatis nigris postice thoracem ornautibus; ab-
dominis dorso, parte inferiore, femorum tibiis tarsisque cinereo-fuscis.
Long. 1 lin.
In colli S. Cristoval prope Santiago Augusto 1862 cepi.
Augen und Scheitel sind schwarz, Fühler und Palpen grau, die
Brust gelb. Die Mittelstrieme, die vom Vorderrand anfängt und bis zur
Mitte reicht, ist hellbraun nnd fällt weit weniger auf als die beiden seit-
lichen Striemen, die beinahe schwarz sind und von der Mitte bis dicht an
den Hinterrand reichen. Das Schildchen ist schwarz mit einer schmalen
gelben Längslinie in der Mitte. — Der Vorder- und Hinterrand der
Flügel ist stark gewimpert, das letzte Fühlerglied anderthalbmal so lang
als das vorletzte.
2. ^j*. unicolor Ph. 0. corpore pedibusque flavescentibus, unicolo-
ribus; oculis nigris. Long. Vs li'i-
Cum prjore inveni.
Das letzte Fühlerglied ist zweimal so lang als das vorhergehende,
fast linearisch, und mit kurzen Härchen dicht besetzt. Die Taster sind
etwas kürzer als die Fühler, die Flügel breiter als bei der vorigen Art
und nicht gewimpert.
5. Pentanenra ^) Ph.
Antennae caput cum thorace aequantes, moniliformes, 12 — 14 ar-
ticulatae, longe verticillatim pilosae; articulis subglobosis, haud petiolatis,
ultimo elongato. Palpi elongati, antennas aequantes, articulis subcylin-
dricis. Alae angustae, valde hirsutae, nervis longitudinalibus quinque,
secundo fuscato, Pedes hirsuti^ ecalcarati elongati, praesertira tarsi;
*) cnivu>s gelten und roiiog Abschnitt.
*) nivTt fünf, vevffov Nerve.
630 Dr.R. A. Philippi:
articulus tarsorum primus sequentes duos aequans ; quartus et quiutus
simul sumti tertiura aequant.
Die Flügel sind so stark behaart wie bei Erioptera und Lasioptera^
aber die Nerven sind verschieden. Zwischen der zweiten und dritten
I.jingsader ist etwa in zwei Fünftel der Länge eine Querader, wodurch
eine Basilarzelle gebildet wird, uud wo die ZAveite Ader von derselben
getroffen wird , gabelt sie sich, und ihr vorderer Ast vereinigt sich vor
der Flügelspitze mit dem Ende der ersten Längsader.
Pe/tfanettra grisea Ph. P. pallide cinerea, vittis fuscis thoracis
parura conspicuis; dorso abdominis ultimisque tarsorum articulis obscuri-
oribus. Long, circa \ lin.
Prope Catemu in prov. Aconcagua cepi.
Auch die folgende kleine Gallmücke will in keines der mir bekannten
Geschlechter passen.
6. Tetraphora Ph.
Antennae caput cum thorace aequautes, moniliformes c. 12 — 14
articulatae, longe vei'ticillatim pilosae; articuli inferiores subglobosi, iater-
medii apice attenuati, bulbiformes. Alae pilosae, nervis longitudinalibus
quatuor, quarto furcato; primo crasso dimidiam alae longitudiuem occu-
pante. Pedes elongati, ecalcarati-, tarsorum articulus primus reliquos
quator subaequales aequans?
Die Kürze des ersten Flügelnerven ist wie bei Lestremia. Zygo~
neura, Cecidomyia\ kurz vor seinem Ende ist er durch einen schrägen
Quernerven mit der zweiten Längsader verbunden,
Tetraphora fusca Ph. T. capite thorace abdomineque obscure
fuscis, pedibus pallidissirae fuscis, subtestaceis. Long, circa J lin.
In prov. Valdivia cepi.
Die Fühler sind aschgrau, die Schwinger schwärzlich; die Beine
ziemlich dicht behaart.
7. Lasioptera Meig.
i. Lasioptera pallipes Ph. L. capite pectoreque fuscis; abdomine
coccineo post mortem fusco; pedibus albidis. Long, i lin.
In colli S. Cristoval prope Santiago cepi.
Die Fühler sind halb so lang als Kopf und Brust zusammenge-
nommen, zwölfgliederig, ihre Haare kaum etwas länger als der Durch-
messer der Glieder. Die zweite Flügelader erreicht nicht die halbe Länge
der Flügel und biegt sich fast rechtwinkelig um, doch so, dass der
Winkel vollkommen abgerundet ist; eine Falte des Flügels in der geraden
Fortsetzung der Ader lässt dieselbe bei oberflächlicher Beobachtung ge-
Aul'zäliliing der cliilonisclion Diploren.
631
gabelt erscheinen, was noch mehr bei der folgenden Art der Fall ist.
Der Hinterrand ist mit sehr langen Haaren bewimpert. Das erste Tarsen-
glied ist so lang als die vier folgenden zusammengenommen.
2. //. furcata Ph. L. unicolor, pallide fusca, subtestacea; vena
alarum secunda infuscata. Long. Yg lin.
Prope Santiago cepi.
Die zweite Flügelader ist in Wirklichkeit gegabelt, und der innere
Ast bildet nur einen stumpfen Winkel mit dem beiden gemeinschaftlichen
Stamm. Die Wimpern des Hinterrandes der Flügel sind weit kürzer als
bei voriger Art. Das erste Tarsenglied ist ebenfalls verlängert, nimmt
aber nur etwa den dritten Theil der Tarsenläuge ein.
8. Psychoda Latr.
Blanchard führt drei Arten als chilenisch auf:
1. Psychoda fimhriatissima Blanch. apud. Gay VH. p. 351.
„Coquimbo, Santiago etc." Häufig in ganz Chile, auch in der Provinz
Valdivia.
2. Ps. notata Blanch. 1. c. p. 351.
„lisdem locis ac prior." Ist mir noch unbekannt.
3. P*. hyalinata Blanch. 1. c. p. 351.
„In domibus, ad aquarum ductus etc." Häufig.
4. Ps. punctata Ph. Ps. pallide fusca, albo-pilosa; alis hyalinis in
margine lacteo- et nigro-punctatis, cinereo-fimbriatis; pedibus fuscis,
articulis argenteis. Long. corp. 1 lin.
In prov. Valdivia inveni.
Die Fühler sind braun mit blassgrauen Haaren. Die schwarzen
Punkte der Flügelränder stehen am Ende der Adern und man zählt deren
elf; der Rand der Flügel ist milchweiss.
5. Ps. 7-punctata Ph. Ps. nigro-fusca, albo-pilosa; alis hyalinis,
punctis Septem nigris in margine notatis, albo-fimbria tis; pedibus
albidis. Long. V3 ün«
Prope Santiago inveni.
Der Rand der Flügel ist nicht milchweiss wie bei der vorigen Art,
sondern wie der Grund, und die schwarzen Punkte stehen nicht am Ende
aller Nerven , sondern überschlagen in der Basis der Flügel immer je
eine Ader. Ausserdem sind die Wimpern, die Beine und die Füliler weiss-
lich. Die Fühler sind weiss und braun gegliedert.
6. Ps. tenella Ph. Ps. corpore fusco, albo-piloso; antennis albis,
nigro-articulatis; alis hyalinis, inimaculatis, albo-pilosis; pedibus albis.
Long. Vj lin.
Prope Santiago satis frequens.
Von Ps. hyalinata Bl. durch mindere Grösse und ganz uugefleckte
Bd. IV. Abbandl. gl
6^2 nr. n.A.piiiiiprii:
Flügel, an denen namentlich auch die Wimpern des Randes ohne Flecke
sind, leicht zu unterscheiden. Die Schwinger sind wie bei der vorerwähn-
ten Art milchweiss.
Tipnlariae fl orales Latr.
1. Lohogaster^) Pli.
Caput thorace brevius et augustius. Oculi longe hirsuti. OceUi...
Anten nae"^caput cum thorace fere bis aequautos, filiformes, 12 articu-
latae ; articulus primus cylindricus, brevis, longe hirsutus; secundus cya-
thiforrais, brevissimus; reliqui subaequilongi, cyliiidrici, sensini angustiores,
pilis breyissimis hirtelli. Rostrum capite brevius; palpi quadriarticulati,
rostrum aequantes, Abdomen elongatuni, segmentis Septem (saltera iu (J)
quarto, quinto et sexto utrlmque foliaceo-dilatatis, septimo deprosso, mar-
ginato, sed multo angustiore, Alae cellulis duabus basalibus, cellula
discoidali, cellulis posterioribus quinque, apertis, sessilibus. Pedes teuui's;
tibiae calcaratae.
Diese Gattung ist sehr ausgezeichnet durch die langen, walzen-
förmigen Fühler uud die lappenartig verbreiterten Hinterleibsringe, und
scheint auf den ersten Blick eher ein Hymenopteron als eine Fliege zu
sein. Die FLügeladeru stimmen am besten mit Rhyphus übereiii.
LtOboffaster paradoxus Fh. L. capite, autennis, thorace, basique
abdominis iitris; reliquo abdomine ob.^cure rufo ; aus antice flavis, apice
et postice nigresceutibus; pedibus luteis, apice tarsorum nigro. Long, fere
8 liu., exteus. alar. 14% liu.
Specimeu in coli. oru. Ferd. Paulsen vidi.
Die Augen sind dunkelbraun, mit langen schwarzen Haaren be-
kleidet. Stirn und Scheitel sind beim Männchen schmal, liuearisch
oberhalb der Fühler durch eine Querfurche abgetheilt, und tragen iu der
Mitte drei Punktaugen; oberhalb derselben stehen ein paar Börstchen,
sonst sind diese Theile kahl. Die Fühler sind iu der halben Höhe der
Augen eingelenkt. Das Untergesicht springt Avie eine Blase hervor
und ist mit langen Börstchen dicht besetzt. Taster und Rüssel tragen
nur kurze Härchen und erscheinen auf den ersten Blick kahl. Beide sind
schwarz. Die Brust ist mit abstehenden schwarzen Härchen bekleidet,
welche dem Glanz keinen Eintrag thun; namentlich sind nuch Schildchen
und Hinterschildchen glänzend. Das erste Hinterleibssegment ist bei-
nahe quadratisch und an den Seiten lang behaart; das zweite ist eben
so lang, aber nach hinten etwas verschmälert, das dritte eben so laug,
*) loßög Läppchen, r«. vittatus Pli. D. capite uigro; thorai-e rufo-fulvo , uigro-
tiivittato; abdoniiiie supra uigro-, pedibus auterioribus oniuiuo fulvis ;
posticorum feiuoribus medio uigris^ aJis byaiiuis stigniate obscure fusco.
Loug. äVi Hn.
In praedio meo Valdiviano cepi.
Stark glänzend. Die Mittelstiienie erreicht vorne fast die vordere
Spitzeiikroue, die Seitenstriemeu reichen nur bis an die zweite Dornen-
krone. Schienen und Tarsen an allen Beineu gelb. (^ unbekannt.
6. Mt, palLidi'pennis Ph. D. § capite nigro; thorace rufo-fulvo,
supra fere omniuo atro; femoribus fulvis, posticis medio nigris; tibiis
tarsisque piceis; alis liyalinis, stigniate flavescente. Long, ^'/j Ün.
Locum ubi inveni adnotare neglexi.
Der vorigen Art sehr ähnlich, aber sogleich durch die dunkeln
Schienen und Tarsen und das hellgelbe Randmal der Flügel zu unter-
scheiden.
7. /*. Paulseni Ph. D. ^ capite, thorace, dorso abdoniinis nigris,
pedibus veutreque fulvis; alis hjalinis maeula stigmaticali fusca. Long.
3'A lin.
Prope Santiago invenit orn. Ferd. Paulsen, mecumque communicavit.
Ob D. rafipes Blanch. ? An den Flügeln ist aber nicht bloss die
Costa, sondern auch die beiden darauf folgenden Adern schwärzlicli, dii-
gegen sind die Hüften nicht schwärzlic'i, und eben so wenig die Spitzen
der Tibien und die Tarsen. Auch ist meine Art eine ganze Linie länger.
Von keiner Art sagt Blanchard, welches Geschlecht er vor sich gehabt !
8. Iß. valdivianus Ph. D. c;^' omniuo niger; oculis obscure castaneis;
alarum hyalinarum maeula stigmaticali, costa nervisque duobus primis
fuscis, reliquis nervis hyalinis. Lojig. 'V/^ lin.
In prov. Valdivia cepi.
Sollte diese Art etwa D. maculipetinis sein? Die Augen sind aber
dunkelbraun, nicht fusco-testacel, und die hintern Adern der Flügel wie
gewöhnlich wasserhell, während Blanchard sagt: „die Adern braun",
was docli wolil heissen soll alle Adern. Leider fehlen meinem Exemplare
die Hinterbeine.
6. Acaiitiiocttemis Biaiick.
Apud Gay VTI. p. 355.
Dieses Genus unterscheidet sich von Dilophus durch den in eine
lange Schnauze verlängerten Kopf und die mit Haken oder dicken Dornen
besetzten Vordersihieuen. ich kann keinen grosseji Tnterschied in dm
Aiifzäliliinfr der chilenischen Diptfren. fi37
Vorderschicneu finden: die verlängerte Schnauze ist sehr auffallend; beim
Weibchen ist sie fast zweimal so lang als der Kopf, beim Männchen viel
kürzer, halb so laug als der Kopf, Blanchard hat folgende Arten:
^ \. Acanthocneniis ruhricoUis Bl. 1. c. p. 356.
„Coquirabo. Illapel." Ich fand diese Art in der Prov. Aconcagua bei
Catemu. Schwinger braun.
2. A. obscurus Bl. 1. c. p. 357.
„Coquimbo etc."
3. A, macrorrhinus (Dilophus m. Macq.) 1. c. p. 357. t. I. f. 4,
„Coquimbo." Die Figur ist geradezu schlecht zu nennen, denn sie
zeigt weder die doppelten Dornenkämme der Brust noch die Dornen der
Vorderschienen.
4. A. pallens Blanch. 1. c. p. 357.
„Chiloe, Carelmai^u."
5. A. iniiiiaculipennis Blanch. 1. c. p. 358.
„Coquimbo."
6. A. hyalipennis Blanch. 1. c. p. 358.
„Frequens ad Coquimbo."
Ich kenne noch folgende eilf Arten:
y^ 7. A. nigripennis Ph. A. niger, hirsutus; mesothorace nee nou coxis
femoribusque anticis rubris; aus e coeruleo-nigricantibus; macula stigma-
tlcali nigra. Long. corp. 3 '74 lin., extens. alarum 7 lin.
Prope Llallai in prov. Aconcagua in floribus Trevoae triuervis, nee
non prope Santiago inveni.
Die grösste chilenische Art nach der folgenden, und leicht von A.
»•uftn'coZZis Blanch., die auch einen rothen Thorax hat, durch die schwarzen
Mittel- und Hinterbeine und weit schwärzere Flügel zu unterscheiden.
Auch ist die rothe Färbung des Thorax verschieden. Nämlich der Pro-
thorax ist bald roth, bald ganz schwarz und bisweilen ist auch eine ab-
gekürzte Mittelstrieme des Mesothorax schwarz. Schwinger schwarz.
8. A. tharacicus Ph. A. niger, gl aber; mesothorace, coxis femoribus-
que anticis rubris, aus e fusco nigris, m arg ine autico cum stigmate
übscuriore. — Long. 4'/4 lin., extens. alar. 10 lin.
In prov. Valdivia feminam iuvenit orn. Landbeck.
Die schwarzen Mittel- und Hinterbeine unterscheiden diese Art
sogleich von A. rubricolUs Blanch.; der kahle Brustrücken, die braun-
schwarzen Flügel, an denen der ganze Vorderrand dunkler ist , so dass
das Stigma nicht auffällt, unterscheiden sie von A. nigripennis. Schwin-
ger schwarz.
9. A. luteicoUis Ph. A. niger; thorace, coxis femoribus tibiisque
anterioribus luteis; tarsis anterioribus pedibusque posticis piceis; alis
hyalinis macula stigmaticali nigra. Long. 2 lin.
Locum ubi cepi non notavi.
638 Dr. R. A. Pliilippi:
Weit kleiner als A. rubricollis Blau eh.; was bei dieser roth ist,
ist hier gelb und die yordereu Schienen braungelb, die Hinterbeine da-
gegen ganz braun. Ich habe nur ein Weibchen. Schwinger braun.
10. A. lateralis Ph. A. niger, nitidus; lateribus thoracis, ventre
pedibusque e ferrugiueo luteis; alis hyaliuis, raacula stigmaticali nigra.
Long. 2 lin.
In valli S. Eanion ad radicem Andium prov. Santiago cepi.
Es liegen zwei Weibchen vor. — Der Brustriicken ist glänzend
schwarz, die Brustseiten sind dunkel braungelb oder gelbbraun, und
dieselbe Farbe haben die Beine; Schwinger, Schienen und Tarsen sind
dunkler.
H. A. bimaculatus Ph. A. nigra, nitida; lateribus prothoracis,
coxis feniorlbusque anticis obscure rubris; alis hyalinis macula stigmaticali
nigro-notatis. Long. 2 lin.
Cum prioribus, aut in prov. Santiago, aut in prov. Acoucagua legi.
Durch die rothe Fäi-bung der Brustseiten, welche nur den Prothorax
betrifft und die Färbung der Beine, leicht von den ähnlichen Arten zu
unterscheiden. Ein Weibchen. Schwinger weiss.
12. A. gagatinusFh. A. aterrimus, nitidissimus; alis hyaliuis, macula
stigmaticali nervisque primis nigris; halteribus albis. Long. corp. 2'/^ lin.,
ext. alar. 5 lin.
Prope Catemu 9 inveni.
Nur die Schwinger sind weiss, sonst ist das ganze Insekt tief
schwarz; es ist glänzend und fast ganz kahl und daher mit keiner
andern Art zu verwechseln, als etwa mit den folgenden.
13. A. ater Ph. A. aterrimus, nitidissimus, (^ nigro-hirsutus ; alis
hyalinis, macula stigmaticali nigra; halteribus nigris. Long. 274 lin.
In prov. Santiago ad radicem Andium cepi.
Es liegen drei Männchen vor. Die ersten Adern sind, wie immer,
ebenfalls schwarz. Die schwarze Farbe der Schwinger unterscheidet diese
Art sowohl von der vorigen wie von der folgenden.
14. A. carbonarius Ph. A. omnino niger; halteribus albis; mas
albo hirsutus; alis hyaliuis, raacula stigmaticali pallide fusca. Long.
2 — 2% lin.
In prov. Aconcagua prope Catemu inveni.
Es liegen zwei Männchen und zwei Weibchen vor. Die weissen
Schwinger und bei den Männchen die weisse Behaarung unterscheiden
diese Art sogleich von A. ater, das blasse Randmal von A. gayatinus.
15. A. ephippium Ph. A. ater, dorso mesothoracis, coxis femoribus-
que anticis rubris; alis hyalinis, macula stigmaticali pallide fusca.
Long. 2V8 l'»"i extens. alar. 5Vs Hn.
E collectione orn. Paulsen; in prov. Santiago lectus.
Ziemlich stark behaart, die Haare von der Farbe des Grundes.
Aiifzähliinfr der chilenischen Dipteren.
039
Der Rüssel, so lang als der Kopf, trägt die Fühler im ersten Drittel
seiner Länge. Die ganze Vorderbrust und die Seiten von Mittel- und
Hinterbrust, sowie Schildchen und Hinterleib sind kohlschwarz. Die ersten
Adern der Flügel sind braun wie das Randmal, die hinteren wasserhell.
Die Schwinger sind braun, Mittel- und Hinterbeine schwai'z. Ein (^.
16. A. dorsalis Ph. A. capite, Corona antica prothoracis, lateribus
thoracis, sciitello abdomineque atris; dorso thoracis coxis femoribusque
anterioribus rubris; alis infuscatis, cellula costali stigmateque fere
nigris. Long. 3y. Hn., extens, alar. 7 lin.
In proT. Santiago iuvenit ornat. Ferd. Paulsen mecumqiie §
communicavit.
Der Rüssel ist so lang als der Kopf, und die Fühler sitzen bei-
nahe am Ende desselben. Die Schwinger sind beinahe schwarz. Die
Mittelhüften, Hinterhüften und llinterschenkel sind dunkel rothbrauu,
die Schenkel und Tarsen sämmtlicher Beine schwarz. — Die oben rothe,
an den Seiten schwarze Brust unterscheidet diese Art von den andern
roth und schwarz gefärbten Arten, die dunklen Flügel von der vorher-
gehenden; von A. nigripenn/s unterscheidet sie sich durch hellere Flügel
und durch dunkelrothbraune, nicht schwarze Hinterschenkel.
17. A. rubripes Ph. A. capite, scutello, abdomine, coxis medianis
posticisque nigris; thorace, coxis anticis, femoribus tibiisque oninibus
rubris, tarsis nigricantibus ; alis hyalinis, niacula stigmaticali nigra. Long,
corp. ^Va lin., extens. alar. Sy^ lin.
Feminam cepi, sed jara ignoro ubi.
Der Körper ist fast vollkommen kahl. Der Rüssel trägt die Fühler
in der Mitte seiner Länge. Die Spitze der Halsdornen ist schwarz, und
auch die Mitte des Rückens der Vorderbrust ist schwärzlich, aber die
Dornen der Vorderschienen sind fast ganz roth. Die Schwinger sind
dunkelbraun mit hellem Stiel. Die Spitze der Mittelschienen und Hinter-
schienen ist von der Farbe der Tarsen.
7. Pentherai) Ph.
Caput in ^ parrum. Oculi distantes, glabri. Ocelli duo in ver-
tice. Antennae in media oculorum altltudine insertae; articulus primus
cylindricus, brevis; secundus brevissimus, cyathiformis; . reliqui (deficiunt).
Palpi magni, ut videtur quadriarticulati. Alarum cellulae basales duae,
anterior parum longior; submarginales (vel potius marginales dicendae?)
duae; posticae quatuor, secunda petiolata. Pedes deuse pilosi, postici
more solito longiores; tibiae inermes i, e. calcare brevissimo, tenui, pilis
breviore munitae; pulvilli tres et sicut imgues breves. Mas ignotus.
^) Ttsvd'i'jQrjg in Trauer sein, wegen der schwarzen Farbe.
Dil. XV. Abhiindi. g^
640 Dr.R.A.Philippi:
Diese Fliege liat genau die Flügel von PleciaM -.icq. (SieheAbbild.)
und ebenso die unbewehrte Brust derselben, ist aber sonst sehr ver-
schieden. Die Schienen ohne Enddorn unterscheiden sie von Bibio.
Penfhera nigra Ph. P. omuino atra, alis nigricantibus. Long.
2V2 lin., extens. alar. 8% 'in.
Prope Corral lecta est.
Ich besitze nur ein Exemplar, welches ich wegen seines kleineu
Kopfes und der kahlen, entfernten Augen für ein Weibchen halte. Die
Flügeladern sind schwarz, und namentlich die erste, von der Mediastinal-
ador entspringende auffallend stark. Die Tarsen sind nicht länger als die
Schienen; das erste Glied so lang als die beiden folgenden zusammen-
genommen; das vierte ist das kürzeste, das lünfte ist so lang als das
zweite oder dritte.
8. Scatopsei) Geoffr.
1. Scalopse Carolina Blanch. apud Gay Vfr. p. 3r)9. ^
yiS. Carlos (in insula Chiloe, hodie Ancud)."
2. Sc. ■parvula Blanch. ibid.
„Coquimbo." Findet sich auch bei Santiago.
3. Sc. transatlanticaYh. Sc. picea, coucolor, nitida; alarumhyalinarum
nervis anticis tenuibus, pallide fuscis; tibiis pracsertim posticis clavatis.
Long. 2 lin.
hl prov. Santiago.
Diese Art ist sogleich durch die dünnen, hellbraunen Adern in dem
Vordertheil der Flügel zu erkennen. Von der mir unbekannten Sc. Carolina
unterscheidet sie sich durcli pechscliwarze Beine; bei jener siud sie nämlich
„ohscure testaceo-rufi.'"''
4. Sc. carhonaria Ph. Sc. corpore atro, nitido; pedibns piceis, tibiis
posticis anuulo pallidiore oruatis; alis hyalinis, nervis anticis crassis obscure
fuscis vel nigris. Long, ly.^ lin.
Prope Corral inveni, et, ni fallor, prope Santiago.
Von der vorigen Art auf den ersten Blick durcli die weit dunkleren,
dickeren, vorderen Adern der Flügel verschieden, auch sind die Hinter-
schieuen nicht keulenförmig.
5. Sc. hyalinata Ph. Sc. corpore atro, nitido; pedibus concoloribus;
alis hyalinis; cellulis duabus anticis brevissimis. Long. 1% lin.
Locum, ubi cepi, notare ueglexi.
*) Da der Name von ffHcog, Excrement abgeleitet ist, nuiss man .S'cafojixsö
und nicht Scatltopse schreiben, denn der Genitiv von onag ist oxarög und
nicht Guccd'og.
Aufzahlung der cliileiiisdien Dipteren. d41
Sogleich durch die Kürze der Randzellen zu erkennen, von denen
die zweite kaum bis zur Mitte der Flügellänge reicht. Die Adern dieser
Zellen sind schwarz; die andern noch feiner und heller als bei den
andern Scatopse-ArtL-u.
Vesiculosae, Bombyliariae, Mydasiae et Asilicae.
Yesiculosac Latr.
Megalybiisi) Pli.
Der Kopf ist sehr stark geneigt, kugelig, fast ganz von den
Augen gebildet, hinter denen noch ein deutlicher, ringförmiger Hinter-
kopf zu sehen ist, der aber schmäler ist als der Vorderkopf. — Die Augeu
sind dunkelbraun und behaart. — Der kleine dreieckige Scheitel zeigt
die gewöhnlichen drei Puuktaugen. — In der Mitte der Höhe des Kopfes,
wenn mau denselben von der Seite betrachtet, tritt ein kleiner, glatter
Höcker zwischen den Augen hervor , und unter demselben sitzen die
kleinen, scheinbar zweigliederigen Fühler, deren zwei erste Glieder
zusammen kaum doppelt so lang als dieser Höcker sind; das zweite ist
ziemlich kugelig und endet in eine feine Borste. — Der Rüssel ist lang,
unter den Leib zurückgelegt, am Ende in zwei fadenförmige Lippen
gespalten, die etwas eingeschlagen sind. Die Palpen sind (wie bei 31.
pictus) sehr klein, pfriemenförmig, horizontal. — Der Thorax ist so
gross als der Hinterleib, ungemein buckelig, namentlich die Mittelbrust
hoch erhaben, so dass der Hinterleib mit der abschüssigen Vorderbrust
mindestens einen rechten Winkel macht; Vorderbrust, Mittelbrust und
Hinterbrust sind deutlich durch Nähte geschieden. — Der Hinterleib ist
walzig, dick oder schlank, sechsringelig, aber der erste Abschnitt ist sehr
kurz; alle Ringe sind durch starke Einschnürungen geschieden. — Die
Flügeladeru stimmen am meisten mit Cyrtus übereiu (s. die Figur),
allein sie sind doch eigenthümlich, namentlich ist die Zelle, welche die
Spitze des Flügels bildet, nicht wie bei Cyrtus gestielt. — Die Flügel-
schuppen sind gewölbt, dick, glasartig. — Die Beine sind einfach; die
Schienen unten etwas vei-dickt, durchaus unbewehrt; die Klauen massig;
es sind zwei Haftlappen vorhanden.
Das vollkommene Insekt findet man auf Blumen; die Larven leben,
scheint es im Holze, wenigstens fing mein Sohn Karl im Dezember 1863
eine aus einem Baume eben auskriechende Fliege dieses Geschlechtes.
^) |ttsy«S, ft«y«A£, iitya gross, vßois Höcker.
642 Dr. R.A. l'liilipiii:
1. Mptfalybtis }>ictus Vh. M. uiger, helvolo-pictus, antenuis capi-
teque nigiis, i'ostro helyolo; thorace vittis interruptis belvolis uotato;
abdoiniiK' crasso, maciilis teruis triaugularibus helvolis in quovis segmeuto
picto; alls ante apicem fascia abbreviata nigra oniatis; fenioribus nigris,
geuubus , tibiis tarsisque flavis. Long. corp. 3 lin., cxtens, alar. 5'/^ lin.
Habitat in prov. Santiago.
Der Protliorax ist deutlich abgetrennt, schwarz, hellgelb gerandet,
hat eine kurze Furche in der Mitte, und sein Hinterrand bildet zwei
Winkel. Die Mittelbrust bildet einen mächtigen Höcker, hat im vorderen
Theil vier abgekürzte, hellgelbe Striemen, von denen die seitlichen stark
gekrümmt sind, | und eben so viele kürzere Striemen im hinteren Theil.
Der Hinterrand des Schildchens ist gelblich. Au jeder Seite desselben
sieht man einen gelben Fleck zwischen dem Kand des Mesothorax und
der glasliellen Flügelschuppe.
2. JI, crassus Ph. M. thorace maxime gibboso, rufo, strigis helvolis
et castaneis picto; abdomlne crasso , supra nigro-castaiieo , et in medio
margiuis postici segmentorum macula parva triangulari flava notato, late-
nbus potius ferrugineo , marginibus flavescentibus; alis hyalinis fusco-
bimaculatis; pedibus e ferrugineo luteis. Long. corp. SVs l'ii-i extens. alar.
8y> lin. — Siehe Abbildung.
In prov. Valdivia capltur.
Der Kopf ist braunschwarz , der Rüssel erreicht drei Viertel der
Körperlänge. Die Fühler sind hellbraun und der Höcker oberhalb der-
selben weiss. Die Yorderbrust ist hell rostbraun mit weissgelben Räudern;
die Mittelbrust ist von derselben Grundfarbe und mit denselbeji weiss-
gelben Striemen bezeichnet wie M. pictus ^ aber in der Mitte dunkel
kastanienbraun, und auf eine ganz abenteuex'liche Art in die Höhe er-
hoben, das Schildchen ist dunkelkastanienbraun, mit weissgelbem Rande.
Auch der Hinterleib ist dunkelkastanienbraun, mit kleinen dreieckigen,
weissgelben Flecken auf der Mitte des Hinterrandes des 2., 3., 4. und
5. Segmentes bezeichnet, an den Seiten rostbraun mit hellgelben Rändern.
Die Flügel haben kurz vor der Spitze eine schwärzliche Querbiude,
welche bis zum Vorderrand reicht, aber in beträchtlicher Entfernung vor
dem Hinterraude aufhört, und eine schwärzliche Trübung in der Mitte,
Die Beine sind ganz und gar gelb, und die Schenkel kaum merklich
dunkler.
3. Jfi. obesus Rh. M. rufo-castaneus ; capite antennisque nigris;
thorace vittis tribus nigris, maculisque sex helvolis picto; abdomine crasso,
ad medium marginum posticorum segmentorum macula parva helvola
notato, ad latera immaculato; alis fusco-bimaculatis: pedibus rufo-
fuscis, femoribus piceis. Long. corp. 3% lin., extens. alar. fere 9 üu.
Specimen prope Corral aestate ISßVt lectum est.
Der Rüssel ist gelblich, der Stirnhöcker über den Fühlern gelb-
Aiilzäliliiiii; iIlt tliileüisdien Dilltoren. 64 J
weiss. Von den Fleckeu der Brust stehen zwei vor dem Schildcheu , ein
anderer jederseits vor dem Ursprung der Flügel, und einer jederseits
vor dem Ende des Scliildchens. Der fünfte Hiuterleibsriug bat einen
feiuen gelben Hinterraud, der mit den gelben Flecken in der Mitte des-
selben zasammenfliesst. Der Hinterleib ist matt, die Basis sämmtlicher
Ringe ist mit feineu anliegenden Härchen bekleidet, welche bewirken,
dass sie bei gewissem Licht grau schimmern. Die dickste und grösste
Art, und von M. crassus sogleich durch den Mangel der gelben Färbung
an den Seiten des Randes der Hiuterleibsringe zu unterscheiden. Bei
genauerer Betrachtung ist die ganze Färbung sehr verschieden.
4. M. gracilis Ph. M. corpore obscure brunneo; thorace quam
maxime gibboso, flavo-picto; abdominis tenuis, cylindrici, apice incrassati
segmeutis lateribus helvolo-margiuatis; pedum iuteorum femoribus supra
fuscescentibus; alis infuscatis, immaculatis. Long. corp. Sy^ liu. , extens.
alar. 7 Hn. 3^ v><,<.-»^ e-t'^A^^-^*«- v-^-f< >^-. '»-^^^i, ^.t X*^,
Provinciam Valdiviam inhabitat.
Die dunkelbraunen Augen sind weiss behaart, die Fühler braun,
der Stirnhöcker oberhalb derselben weissgelb, der hellgelbe Rüssel kaum
halb so lang wie der Leib. Die Brust ist braun, namentlich vorn mit
gelblichen Härchen besetzt und mit blassgelben Zeichnungen verziert.
Die Vorderbrust hat einen gelben Rand, die Mittelbrust ist oben mit vier
abgekürzten gelben Striemen , mit zwei abgekürzten gelben Striemen
über dem Schildchen und einer gelben Strieme auf jeder Seite be-
zeichnet, welche hinter dem Ursprung der Flügel anfängt. Das Schildchen
ist oben ungeÜeckt, braun , aber der untere Theil desselben ist gelblich.
Der Hinterleib ist sehr dünn, cylindrisch, nach hinten verdickt; der
zweite Ring ist so laug als breit, hinten verschmälert, das dritte Glied
wenigstens 1 '/^mal so lang als breit, das vierte ebenso , das fünfte von
derselben Länge, aber nach hinten verdickt, das sechste Glied klein,
nach unten gerichtet, von oben nicht zu sehen. Die Farbe ist auf dem
Rücken dunkelbraun, an der Seite hat jedes Segment einen gelben, nach
hinten breiter werde)idenFlecki; das vierte und fünfte haben oben in der Mitte
am Hinterrande einen kleinen gelben Fleck, der am fünften Segment mit
dem (ebenfalls gelben) Hinterraud zusammenfliesst. Die Bauchseite ist
gelblich. Die Flügel siud getrübt, bräuulichgrau, uugefleckt.
5. ßl. tristis Yh. M. corpore nigro , subunicolore; thorace minus
gibboso, flavo-punctato; abdominis gracilis segmento primo lateribus,
tertio in margine postico flavis; pedibus ferrugineis, femoribus atris, basi
tibiarum uigricante; alis infuscatis, uubecula centrali obscuriore. Long,
corp. 3% lin., extens. alar. 6 liu.
In praedio meo valdiviauo S. Juan dicto pluries cepi.
Der gelbe Rüssel ist etwa halb so lang als der Leib oder nur
wenig länger. Die Brust ist schwarz und ermangelt der gelben Striemen.
644
Dr.R. A. Philippi;
Auch hat die Vorderbrust keinen gelben Rand, und nur die erhabenen
Kanten, welche den Mitteltheil von den Seitentheilen derselben trennen,
haben in ihrem hinteren Theile eine gelbe Färbung. Die Mittelbrust ist
zwar immer noch sehr stark geAvölbt, aber doch nicht so abenteuerlich,
wie bei M. graciUs oder M. crassus. Ueber dem Ursprünge der Flügel ist
jederseits ein kleiner, kreisrunder, gelber Fleck, und vier dergleichen am
Ilinterrand vor dem Schildchen, von denen die äusseren die grösseren
sind. Auch die nach unten gerichtete Spitze des Schildchens ist gelblich.
Der Hinterleib ist von derselben schlanken Gestalt wie bei der vorigen
Art, aber ganz schwarz mit Ausnahme des schmalen Hiuterrandes des
fünften Segmentes, welcher gelb ist; am dritten und vierten Segmente ist
nur die untere Hälfte des Hinterrandes gelb, und am zweiten Segmente
ist die ganze Seite lebhaft hellgelb. Der letzte Abschnitt ist ebenfalls
mit einem gelben Hinterrande verschen. Die Beine sind im Allgemeinen
dunkelbraun, die Schienen heller, die Schenkel tiefschwarz, am unteren
Ende mit einem gelben Ringe; auch das Ende der Schienen ist gelblich.
Die Flügel sind bräunlich getrübt und haben ein dunkles Wölkchen in
der Mitte. — Auf den ersten Blick könnte mau diese Art für eine
Farbenvarietät von M. gracilis halten, allein der Höcker der Brust ist
sehr verschieden etc.
6. 31. subcylindricus Ph. M. niger, margine prothoracis, vittis ijiter-
ruptis mesothoracis, margine posteriore lateribusque segmentorum abdo-
niinis cylindrici, crassiusculi tlavis; alis infumatis; pedibus luteo-ferrugineis,
femoribus nigris. Long. corp. ^y^ lin., exteus. alar. 4% liu.
Una cum priore inveni.
Der Kopf ist schwarz, Stiruhöcker und Rüssel gelb. Die Vorder-
brust hat einen gelben Hinterrand und bisweilen ist ihr Vorderrand
gelbbraun. Die Mittelbrust ist für dieses Geschlecht massig gewölbt, etwa
wie bei 31. tristis., und hat vorn vier abgekürzte gelbe Striemen und vier
dergleichen am Hinterrande. Der Ro,nd des Schildchens und die Seiten-
theile des Metathorax sind gelb. Der Hinterleib ist bei weitem nicht so
schlank wie bei M. gracilis und tristis , aber weit dünner als bei ilf.
pictus und crassus'^ das erste Glied ist deutlich zu sehen, das zweite
breiter als die folgenden, aber mit diesen von g-leicher Länge, das dritte,
vierte und fünfte ziemlich so breit als lang. Seite und Hinterrand aller
dieser Glieder ist gelb, und letzterer tritt in der Mitte des Rückens in
Gestalt eines Dreiecks nach vorne vor. Die Flügel sind getrübt, ungefleckt,
doch lässt sich in der Mitte ein duukleres Wölkchen erkennen. Die Beine
sind dunkel wie bei M. triatis.
Aufzalilmi"; der fliilciiisrlion nipteren. 645
llolops n Pli* uoinm geniis.
Der Kopf ist klein, kugelig-, und bestellt fast allein aus den
Augen; der sehr kleine Scheitel zeigt 2 (?) Punktaugen. Die Fühler
entspringen in der halben Höhe des Kopfes, sind kurz und nur zwei-
gliedrig; das erste Glied ist walzenförmig, das zweite eiförmig und in
eine lange Borste auslaufend. Die Mundüffnung ist sehr klein, der
Rüssel sehr kurz, zusammengedrückt, eiförmig, beinahe lamellenartig.
Die Palpen . . . Die Brust bildet einen auffallenden Buckel; der
Hinterleib Ist beinahe kugelig; beide sind mit kurzen Härchen dicht
bekleidet. Die Flügeladern verlaufen fast wie bei Panops, allein die
hinteren, dreieckigen Zellen erreichen nicht die Spitze. Die Füsse sind
einfach und haben drei Haftlappen. — Von Panops, Cyrtus, Philopota,
Megalybus durch den kurzen Rüssel, von Astomella durch zweigliedrige
Fühler, von Oncodes und Acrocera durch die Insertion der Fühler in der
halben Höhe des Kopfes etc. verschieden.
Ich fand die erste Art im Sommer 1859 in zwei Exemplaren am
Fenster meines Hauses In S. Juan; sie flog träge und Hess sich leicht
fangen.
1. HolojiS cyaneus Ph. H. capite, pedibus, antcnnis nigris; thorace
abdonilneque azureis, nitidls; alls infumatls. Long. corp. fere 4 lin., extens.
alar. 8 lin. (Siehe Abbildung.)
E prov. Valdivia attuli.
Die Augen sind dicht mit schwarzen Härchen bekleidet, die Flügel
wenig getrübt. Die Schienen sind dicht mit weissen Haaren bekleidet,
und sogar die Schuppen, welche die Schwingkölbchen bedecken, sind
stark behaart:
2. IT. inanis Ph. H. capite antennisque castaneis; thorace abdo-
mineque luteis, pellucidls, pilLsque brevibus luteis obtectis; alarum
margine antico apiceque Infuscatis; pedibus flavis. Lojig. S'/^ lin.
Unicum speciraeu In prov. Valdivia loco dicto et Roble ab ornat.
Jos. Röhner captum mihi Innotuit.
Zu der Diagnose wüsste ich nichts hinzuzusetzen, da diese Art
leicht dadurch zu erkennen sein wird. Sie ist so durchsichtig wie manche
Volucellen. Die Mundöffnung ist dreieckig und habe Ich keinen Rüssel
sehen können, vermuthlich war er stark zurückgezogen.
^) öXoq ganz, 001/; Auge.
646
Dr.R.A. Pliilippi:
Spliaerops Pli, i) n. ^.
Caput g-lobosum, fere solis oculis for-
uiatum. Oculi glabri. Antennae immediate
infva verticem sitae, biarticulatae ; articiilis
duobus brevibus , secuudo globoso seta elon-
gaia terminato, P r o b o s c i s rudimentaria?
inclusa. Alae cellulis subinargiualibus duabus, jiosticis tribus; duabus
priinis nervo traiisverso, marg-iiii parallelo, clausis ; tertia aperta. —
Differt ab Oiicode autenuis parum infra A'erticem insertis, ab Acrocera
cellulis alarum long-e diyersis, ab Holope iusertioue autenuaruni et
alarum venis distinctis.
Sj)haerops appendkulata Ph. Sph. onniiuo nigra, partibus oris, in-
cisurisque ventris flavis; abdoiuine appondiculato. Long. corp. f^/^ lin.,
extens. alar. 5 lin.
Habitat prope Santiago rarissima.
Den 2. Oktober fing ich ein Exemplar in einem Garten Santiagos
auf dem Kleide des Gärtners; es scheint ein träges Thier zu sein, das
sich ungern bewegt. — Der Kopf ist rollkommen ku^-elig und wird fast
ganz von den Augen gebildet, die kahl sind. Auf dem dreieckigen Scheitel
stehen die Punktaugen, und unmittelbar darunter die Fühler, an denen
ich nur zwei Glieder sehe. Das erste Glied ist walzenförmig, so breit als
lang; das zweite so dick wie das erste, aber kugelförmig-, mit einer End-
borste, die den halben Durchmesser des Kopfes erreicht.,. In der kleinen
Mundhöhle ragt ein warzenförmiger, hellgelber, in der Mitte getheilter
Körper hervor, welcher der Rüssel oder das Rudiment des Rüssels ist.
Der Hinterkopf ist mit weisslichen Härchen bekleidet. — Die Brust ist
stark gewölbt, zweimal so lang als der Kopf, glänzend schwarz, in's
Violette ziehend, aber dicht mit aufrechten, weisslichen Härchen bekleidet.
Die ersten drei Hinterleibsringe sind zusammen nicht viel länger aber
breiter als die Brust und kugelig; die beiden folgenden Glieder sind
schmal und kurz; das letzte erweitert sich beinahe kugelig,, ist nicht
viel kleiner als der Kopf und hat ein nach oben gebogenes Spitzchen.
])er ganze Hinterleib ist wie die Brust behaart, aber dennoch ziemlich
glänzend schwarz: unten aber sind die ersten vier oder fünf Einschnitte
des Rauches hellgelb. — Die Flügel, s. die Figur, sind fast wie bei Cyrtns
gibbus (Macq. t. IX. f. -2') gebildet, d. h. es sind zwei Submarginalzellen
vorhanden und drei hintere Zellen, von denen die erste und zweite jede
durch eine dem hinteren Rande parallele Ader geschlossen oder in zwei
getheilt ist; hinter der Analzelle, die kurz vor dem Rande geschlossen
*) acpctiQU Kugel, wi/;g Auge, Gesicht.
Aiifziilituiig lier cliilenisclipii Dipteren.
047
ist, folgen keine Adern. Die glasartigen Flügelschuppen haben einen
schwarzen, mit weissen Härchen dicht gewimperten Rand. — Die Beine
sind schwarz, weiss behaart und tragen zwei lange Krallen und drei
Haftlappen.
Panops Lamk. JyyM. £c*a^
In der chilenischen Zoologie von Gay führt Blanchard drei Arten
Panops auf.
1. Panops nigritarsis Bl. sei von Coquimbo. Diese prachtvolle
Fliege ist nicht selten in der Provinz Valdivia; sie fliegt ungemein rasch,
wie die andern ihres Geschlechtes und summt dabei so stark wie eiue
Brummhummel; vorzugsweise in die Blumen der Alstroemeria aurantiaca
senkt sie ihren langen Rüssel, und ist dann leicht zu erhaschen, wenn sie
gerade mit Saugen beschäftigt ist.
2. /*. ocelliger Wied. soll in Coquimbo etc. gemein sein. — Die -^
Fliege, welche ich dafür halte, findet sich in Valdivia. Ihre Beine sind ^/^^
braun, mit braunrothen Haaren bekleidet, nicht pollide ßavi, wie es in \;;^_
der Diagnose, oder löweugelb , wie es in der spanischen Beschrei- y^^
bung heisst. ii^-&,tM^ '\cyi-^^^-^^,i_.^
3. P. rufovestitus Blanch. soll eben daher sein. — Ich fing sie
nur ein Mal in der Provinz Valdivia bei Cudico in drei oder vier Exem-
plaren in den Blumen der Copigue {Lapageria rosea)^ in welche sie sich
wegen eines schwachen Regens verkrochen hatte. Von dem merkwür-
digsten Kennzeichen der Art sagt Blanchard kein Wort. Dafür halte
ich die Fühler, welche auffallend breit und zusammengedrückt, fast wie
eine Messerklinge sind. Blanchard muss ein abgeriebenes Exemplar
vor Augen gehabt haben, denn er sagt: „Hinterleib glatt (liso), nur mit
einigen spärlichen Haaren au den Seiten und besonders an der Spitze."
Bei frischen Exemplaren ist der Hinterleib dicht mit schwarzen, kurzen,
anliegenden Haaren bekleidet.
Ausser diesen drei Arten besitzt das Museum in Santiago noch fol-
gende 5 Arten aus Chile:
4. P. aeneus Ph. P. thorace viridi-aeneo, pilis albidis, erectis valde
hirsuto; abdomine fusco-aeneo, pilis albidis, subappressis sericeo; antennis
nigris; proboscide nigra, basi viridi-aenea; pedibus pallide testaceis s.
riifis: aus hyalinis. Long. corp. 4V2 Hn.; variat thorace coeruleo, abdomine
cupreo.
E prov. Santiago.
Diese schöne Art habe ich fast in jedem Jahre bei Santiago am
Fusse des Cerro S. Cristoval im Monate November auf den Blüthen des
Silybum Mariamim gefangen. Der Körper ist unten prachtvoll azurblau,
und die Brust, namentlich aber der Bauch fast kahl.
Bil. XIV. AUiaiitll. g3
648 Dr. H.A. Philippi:
{i. /*. corhonnriua Pli. P. totiis violaceo-ater, pilis nigris deiise ve-
stitus , praesertira in thorace; capite, antennis, pedibusque atris. Long,
corp. 5 Vi liu., exteus. alar. {"1 lin.
E prov. Colchagua attulit orn. Landbeck.
Die Fühler sind kurz, kürzer als der Durchmesser der Augen. Der
Rüssel ist länger als der Leib, kohlschwarz, am Grunde glänzend schwarz.
Der Brustrückeii ist mit aufrechtsteheiiden, kohlschwarzen Härchen dicht
besetzt, und zeigt violetten Schimmer. Denselben Schimmer zeigt auch,
von der Seite gesehen, der Hinterleib, auf welchem die Härchen nicht
so dicht, wie auf dem Brustrückeu stehen. Die Flügel sind wasserhell
mit schwarzen Adern.
6. P. rufus Ph. P. corpore viridi-aeneo, pilis rufis vestito; antennis
proboscideque nigris; pedibus rufis. Long. corp. 5 liu., extens. alar. 11 lin.
E prov. Colchagua advectus.
Von der Seite gesehen sind die Fühler so lang wie die Augen, die
mit schwarzen Haaren bekleidet sind; ihr letztes Glied ist dünn und
schmal. Der Körper ist mit lebhaft fuchsrothen Haaren bekleidet, und
auch die Beine sind lebhaft fuchsroth. — Von P. ocelliger unterscheidet
sich diese Art durch bedeutendere Grösse und die lebhafte, fuchsrothe
Färbung der Haare und der Beine, von P. aeneus , mit dem sie eher zu
vereinigen wäre, durch kürzere Fühler, deren drittes Glied schmäler ist.
7. P. nigripes Ph. P. corpore cupreo, pilis rufis vestito: abdomlne
apice coeruleo-aeneo; antennis, proboscide, pedibus nigris. Long. corp.
4 lin., extens. alar. ly.^ lin.
In praedio meo Valdiviano unicum specimen cepi.
Die Fühler sind beinahe doppelt so lang wie die Augen; diese
sind mit schwarzen Härchen bekleidet. Die Grundfarbe des Körpers ist
mehr kupferroth als bronzegrün, nur das Ende des Unterleibes ist blau-
grün, mit lebhaftem Metellglanzt . Die Haare des Körpers sind so lebhaft
fuchsroth wie bei der vorigen Art. — Von P. rufus ^ aeneus und ocelliger
auf den ersten Blick durch die schwarzen Beine zu unterscheiden.
8. P. pullus Ph. P. occipite, pectoreque dense rufo-hirsuto viridibus;
abdomine chalybeö, subglabro; antennis, proboscide, pedibusque nigris.
Long. corp. vix 5 lin.
Specimen prope Borral, Valdivianorum portum, captum vidi.
Die kleinste chilenische Art. Gesicht und Scheitel sind stahlblau,
die Augen schwarz behaart, das Hinterhaupt goldgrün. Der Brustrücken
und da* Schildchen sind broncegrün, mit goldenem Schimmer und dicht
mit röthlich gelben Haaren bekleidet; der Hinterleib dagegen ist pracht-
voll stahlblau, schwach und fein behaart. Die Flügel sind etwas getrübt.
Von P. ocelliger^ der ihm durch die Grösse nahe kommt, sogleich durch
die schwarzen Beine und den blauen Hinterleib zu uwterscheideu.
Atifzaliliiiig der cliilenisclieii Dii)leren. 64 J
Bomby liai'i d-tAt-
Occurrit in prov. Santiago, Valdivia etc. ^>vta*-c^
Eine sehr elegante, auf den ersten Blick kenntliche Art. — Die cn^^^^*'^
Haare, welche den Kopf bekleiden, sind sehr laug und buschig. Die ^^V»^«^
beiden ersten Fühlerglieder sind dick, das dritte schlank, am Grunde
mit einem Ringe versehen; die Spitze trägt einen feinen, kurzen GriflFel.
Die' Flügeladern sind wie bei B. heteroneurus^ d. h. die erste hintere
Zelle ist geschlossen und die Basilarzelleu sind von ungleicher Länge.
5/"-ff. valdivianus Ph. B. cinereus, pilis flavidis vestitus; antennis
ciaer/eis; i)roboscide nigra; pedibus flavis; alis fere hyalinis, vix infus-
cali». Long. corp. 4 lin.
^ {(^XiJUKmL dLe^t'^AA<-^ '^ ''■'^^ ' ^^1 X>^vv^Lu^.,fr. terebratus Macq.
In der Prov. Coquimbo gefunden. Ist mir unbekannt.
4. y>. fulvicornis Macq.
In der Prov. Coquimbo gei'unden. Ist mir unbekannt.
5. D.chilensis Macq.
Bei Santa Rosa gefunden. Ist mir unbekannt.
686 Dr. R.A.Fliilippi:
6. />. nitidigaster Macq.
Vou Coquiiubo. Ich besitze sie von Santiago.
"^ 7. />. hirtipes Macq.
Vou Saiiliao'o. Ich besitze diese durch den grauen Fleck auf
Schildohen und Hintertheil der Mittelbrust sehr ausgezeichnete Art auch
von Valdivia. Das dritte Fühlerglied ist fast so breit als bei einer Laphria^
endet aber mit einem kleinen Griffel. Sie scheint weit verbreitet aber
überall selten zu sein.
8. /?. Landbecki Ph. D. ater; antennis, pilis capitis, partis an-
ticae thoracis, laterum segmenti tertii et ultimi abdominis, terebraque
nigris; pilis scutelli, reliquae partis abdominis laterum prothoracis flavis;
pedibus densissime hirsutis, femoribus supra flavido hirsutis; nervis alarum
luteo-margiuatis. Long. corp. 14 lin., extens. alarum 28 lin. — Siehe
Abbildung. '-^ liju^-^M^e^A^-K^ 1 "^j^f^o^
In prov. Valdivia, Colchagua, rarus.
Das dritte Fühlerglied ist zusammengedrückt, ziemlich breit, spin-
delförmig. Scheitel und Stirn sind kohlschwarz, und mit wenigen schwarzen
Borsten besetzt; das Gesicht erscheint von vorn gesehen ebenfalls kohl-
schwarz, von oben und von der Seite gesehen schillert es goldgelb. Der
starke lange Bart ist ebenfalls schwarz, wie die übrigen Kopfhaare,
während er bei D. terehratus, der unserer Art sehr nahe stehen muss,
blassgelb ist. Die Brust ist oben fast kahl, schwarz, glänzend, indem die
schwarzen, nach hinten gerichteten feinen Härchen dem Glanz keinen
Eintrag thun. Um so mehr fallen die langen, ziemlich dichten, gelben
Haare des Hinterraudes und des Schildchens auf. Auch an den Seiten
sind solche lange, gelbliche Haare. Der Hinterleib ist dicht mit senk-
rechten, langen, aber weichen Haaren bekleidet, die an den Seiten ('es
dritten Ringes und auf dem siebenten Ringe schwarz, sonst goldgelb sind.
Alle vier Exemplare, die vor mir liegen, stecken eine 3'4 Linien lange,
glänzend schwarze, dreigliedrige Legeröhre heraus. Der Bauch ist mit
ebenso langen senkrechten Haaren bekleidet, wie die Oberseite des Hin-
terleibes, allein sie sind schwarz, nur die des vierten und sechsten Ringes
sind gelb. Die Schenkel und die Schienen sind ringsum mit langen
Haaren dicht bekleidet, welche mit Ausnahme der auf der Oberseite der
Schenkel (die hellgelb sind) schwarz sind. Den Verlauf der Fliigeladern
zeigt die Figur am besten. Muss wohl mit D. terehratus ein eigenes
Genus bilden.
9. D. latus Ph. D. latus, omnino niger; pilis verticis baseosque
antennarum albidis; thoiace in parte antica pilis ilavis appressis tecto; in
postica nitidissimo, clialybeo ; abdominis dorso nitidissimo, glaberrimo,
fere aeneo-micante, lateribus albido-hirsutis; alis infumatis. Long. corp.
5 lin., extens. alar. 8% lin.
Ex itinere Illapelino.
Anfziililiinsr ilor rliüoiiisrhi^ii ni|iti'rcn.
G87
Das erste Fühlerglied ist wie Stirn, .Scheitel \md Unterkopf mit
langen weissen Haare» bekleidet. Der Endgriffel scheint so dick als das
dritte Glied zu sein, imd ist dcsshalb nicht mit Sicherheit zu unter-
scheiden. An den Seiten der Brust, über dem Ursprung der Flügel und am
Hinterrand des Schildchens stehen lange borstige Haare. Die Haare an
den Seiten des Hinterleibes sind kürzer, abstehend und verlieren sich all-
niälig gegen den Rücken desselben. Schenkel und Beine sind dicht mit
schräg abstehenden, langen Haaren bekleidet. Die Flügeladern sind ganz
wie bei D. ftmctatus. Kein Dom am Ende der Vorderschieuen.
iO. />. atratus Ph. D. latus, omnino ater; abdomine glabriusculo,
atroviolaceo; antennarum articxilo tertio subcylindrico, quarto haud
distincto; alis paullulum nigrescentibus. Long. corp. 4 lin. , extens.
alarum 8 lin.
lu praedio meo Valdiviano bis cepi.
, Fast so breit im Verhältniss als die vorige Art, kohlschwarz, die
Brust glänzend, besonders glänzend ist aber der Hinterleib, und zwar
mit violettem Schimmer. Von der Seite gesehen schimmert das Gesicht
weiss; die Borsten von Gesicht und Stirn sind schwarz, die des Kinnes
weiss. Die Brust ist spärlich mit langen schwarzen Härchen bekleidet,
und nur ein paar solcher langer Haare stehen auf dem Rand des Schild-
chens. Der Hinterleib ist oben ganz kahl. Schenkel und Schienen sind
locker, mit langen, weichen, schwarzen Haaren bekleidet, und haben die
der Hinterbeine ausserdem auf der Innenseite bürstenförmige, kurze,
weisse Härchen. Die Flügel sind schwärzlich, aber doch hell, heller als
bei voriger Art, mit schwarzen Adern; die Querader der Discoidalzelle
und der geschlosseneu vierten hinteren Zelle liegen fast in einer Linie.
Kein Dorn am Ende der Vorderschienen.
H. /?. carhonarius Ph. D. corpore, capite, antennis pedibusque
atris; facie albomicante ; vittis dxxabus thoracis angustis albidis; alis in-
fumatis. Long. corp. 5 lin., extens. alar. 8 lin.
Habitat in prov. Colchagua et Valdivia.
Die sehr langen Haare, welche den Kopf fast gleichmässig beklei-
den, sind schwarz. Der Griffel der Fühler ist sehr deutlich; ziemlich lang,
zweigliedrig. Die Brust trägt auf dem Rücken lange, wenig nach hinten
geneigte, schwarze Haare; die Wimpern des Schildchens sind dicht, lang,
in die Höhe gebogen. Der Hinterleib ist oben beinahe kahl, sehr glän-
zend; der Bauch dagegen trägt lange, büschelförmige, senkrecht abste-
hende, weisse Haare; nur die letzten Bauchringe tragen schwarze und
kürzere Haare. Die Beine sind mit langen, gelblichen Haaren bekleidet,
und die Vorderschienen ohne Enddoruen. Die Flügel haben eine ziemlich
lange, schmale, fünfeckige Discoidalzelle, die viei'te hintere Zelle ist weit
offen, und die Analzelle ist ein klein wenig geöffnet. Ein Exemplar aus
Kd. XV. Alihanill. gg
688 Or.ll. A. Philippi:
der Prov. Colcliagua liat asclioraue Hrustseiten und ascligrauen Rauch.
Kein Dorn am Ende der Vorderscliienen.
Diese drei Arten ähnelu im Habitus D. Gayi^ stimmen aber durch
die langhaarigen Beine \ind das langhaarige Gesicht mehr mit den fol-
genden D. niicans und splendens iibereiu.
12. /?. pictus Ph. D. ater; facie, mars^ine laterali thoracis, scutel-
loque flavis; abdomine violaceo, nitido; alis llavescentibus, apice fuscis;
pedibus rufis, femorum basi nigra. Long. corp. 5 — 5'/^ lin., extens. alar.
il — Hy? lin-
In prov. Colchagua satis frequens videtur, invenit oru. Landbeck.
Die Stirn ist schwarz, glänzend, mit wenigen schwarzen Borsten
besetzt; das Gesicht goldgljinzend , der Knebelbart schwarz, so lang
als der Rüssel. Augen und Fühler sind schwarz; letztere sind dünn, die
beiden ersten Glieder beinahe gleich lang und gleich dick, das dritte
Glied ist etwas länger als die beiden ersten zusammengenommen, dünn,
walzenförmig, der Griffel kurz und dick. Die Brust ist massig mit Borsten
bedeckt. Die Flügel sind im vorderen Theil blass rostgelb, an der Spitze
grau, hinten weisslich. Die Discoidalzelle ist massig verlängert, fünfeckig,
die SchW'inger schwefelgelb. Die Vorderschienen haben einen ziemlich
starken Haken am Ende. Der Hinterleib ist stark glänzend, sehr kurz
flaumhaarig, beim Weibchen mit weissen Einschnitten.
13. W. tricolor Ph. D. niger; antennis rufis, mystace albo; thorace
supra autice, albo bivittato, postice rufe; alis flavescentibus, centro sub-
fusco; abdomine nigro, albo fasciato ; pedibus riifis, basi femorum nigra.
Long. corp. 6'/^ lin., extens. alar. 11% lin.
Eodem loco cum priore captus.
Stirn und Augen sind schwarz , der hintere Augenrand weiss, unJ
von derselben Farbe sind die Borsten des Hinterkopfes. Das Gesicht ist
schw^arz, nur der Augenrand neben den Fühlern w^eiss schimmei'nd; der
Knebelbart ist weiss, kürzer als der Eüssel, welcher schwarz ist, mit
einem gelben Flecken an der Spitze. Die Fühler sind rothbraun, die
ersten zwei Glieder beinahe gleich lang, das dritte ziemlich spindelförmig,
dicker als die beiden ersten, aber eben so lang als die beiden zusammen-
genommen. Die Brust ist oben an den Seiten und hinten braunroth, sonst
schwarz, oder wenn man will, mit drei schwarzen abgekürzten Striemen,
mit zwei weissen abgekürzten Striemen im vorderen Theil; auch die
Schnlterecken selbst sind weiss; sie ist mit ziemlich kurzen schwarzen
Borsten im vorderen Theil bekleidet , im hinteren Theil aber mit langen
weissen. Auch das Schildchen und die Seiten der Hinterbrust sind braun-
roth. Das erste Glied des Hinterleibes ist ganz schwarz, das 2., 3., 4. und
5. beim Weibchen mit breiten, weissen, bis an den Hinterrand reichenden,
in der Mitte beinahe unterbrochenen Querbinden verziert, beim Männchen
fast ganz schwai'z; er ist mit diclit anliegenden Härchen bekleidet. Die
Aurzaliluiig der clilIciiisclR'n Dipleri;!!. 6S'J
Flügel haben eine verlängerte, fünfeckige Discoidalzelle, sijid vorn rost-
gelblich und in der Mitte bräunlich getrübt. Schwinger rostgelb. Beine
rostgelb bis auf die Hüften und das erste Drittel der Schenkel, die
schwarz sind, auch ist die Spitze der Klauen schwarz. Die Vorderschicnen
haben am Ende keinen Haken.
14. />. iugens Ph. D. ater, antenuis apice rutis; facie argeutea;
niystace fasciisque abdominis in ^ albis; alis basi nigricantibus. Long
corp. 7 lin., exteus. alar. 13 lin.
Et haec species ex itinere Colchagiiense orn. Land b eck proveuit.
Stirn und Stirnborsten sind schwarz, die Borsten des Hinterkopfes
weiss. Die beiden ersten Fühlerglieder sind beinahe ziemlich gleich lang
und schwarz, das dritte stark spindelförmig, so lang als die beiden ersten
zusammengenommen, roth, mit schwarzer Basis und Spitze, der Endgrifl'el
ist kurz und schwäi'zlich. Die Brust ist schwarz, hat vorn eine bogen-
förmige, in der JNlitte unterbrochene, weisse Querbinde und dahinter zwei
weisse Fleckchen, vorn schwarze Härchen, hinten weisse Borsten. Der
HiiJterleib ist ganz wie bei der vorigen Art beschaffen. Die Flügel sind
am Grunde und vorn schwarz, nach hinten allmälig heller, zuletzt wasser-
hell, und haben eine ziemlich breite, fünfeckige, oder vielmehr sechseckige
Discoidalzelle. Die Schwinger sind gelblich; die Beine schwarz, mit
weissen Borsten; Schienen und Tarsen zum Theile mit fuchsrothen Härchen
besetzt, die Hinterschenkel innen gegen das Knie mit einem silberweissen
Fleck. Die Vorderschienen sind ohne Haken am Ende.
i'6. Iß. venustus P h. D. ater; facie et mystace argenteis; autennis
rubris; vittis duabus antice junctis thoracls, scutelloque albidis; abdomine
albo fasciato; alis antice fulvis, medio nigris, postice hyalinis; femoribus
partim, tibiis tarsisque omnino rufis. Long, corp. 7 lin., exteus. alar um
14 lin.
Semel px'ope Santiago cepi.
Schliesst sich zunächst an D. pictus an. Stirn und Scheitel sind
schwärz, schwarzborstig, ebenso der Hinterkopf, aber der hintere Rand
der Augen ist weiss. Der Rüssel ist weit länger als der Knebeibart. Das
dritte Fühlerglied ist fast zweimal so lang als die beiden ersten zusam-
mengenommen, cylindrisch; am Ende ist ein fast kugeliges Stückchen
abgeschnürt, als kurzer dicker Griffel. Die Brust ist mit kurzen schwarzen
Haaren, und nur in einer Linie jederseits mit langen weissen Borsten
besetzt: der Hinterrand des Schildchens trägt kürzere schwarze Wimpern.
Der Hinterleib ist breiter als bei D. tricolor und Iugens., und selbst noch
etwas breiter als bei D, pictus., flaumhaarig. Der zweite, dritte und vierte
Ring haben am Ende ein weisses Band , das beim vierten sehr schmal
ist. Die Discoidalzelle ist massig lang und weit, fünfeckig, die vierte
hintere Zelle ist etwas offen. Die Vorderschenkel sind ganz braunroth,
die mittleren oben grosstentheils schwarz , unten mit einem schmalen
88*
f- • r ^ i 1 -'■ ■ i ^ ^ t/
6i)ü Itr.K.A. IMiilippi:
schwarzen liiug', die Ilintersclicnkel nur oben sclnvarzgefleckt. Die Vorder-
sihicueu haben keinen Haken am Ende, Schwinger braunrot!».
Diese vier Arten stinimeu im Habitus mit />. nitidiyaster überein ;
und haben namentlich auch didit anliegende, seidenglänzende Härchen
im Gesiclit. Die beiden folgenden Arten erinnern durch den breiten
Körper au Gayi^ latus, carbonarius, atr-atus, und haben wie die drei letzten
Arten keinen besonderen Knebeibart, sondern das ganze Gesicht mit
langen Borsten bedeckt. Ich hatte sie desshalb als eigenes Genus Euthrix
mihi, aufgeführt. "^ /
IG. Jß . ndcans V\\. D. corpore atro-caerulco, metallice micante, dense'
pubescente; piiis griseis, in segmentis tribus ultimis abdominis vero aureis;
autenuis pedibusque nigris, pilis densis brevibus in parte inferiore ti-
biarum anticarum flavis; alis paullulum infumatis. Long. corp. 4 liu.,
extens. alar. G'/^ lin.
Prope Santiago, rarus.
Der Körper ist im Verhältniss so breit wie bei D. latus.
Die laugen, borstenartigen Haare der ei-sten Fühlerglieder, die
an Stiru , Hinterkopf und Unterkopf sind weiss, die des
eigentlichen Gesichtes schwarz^ die inuereu Räuder der
Augen schimmern weiss. Das dritte Fühlerglied ist so lang,
als die beiden ersten zusammeugeuommeu, nicht dicker, uach
der Spitze allmälig dünner; der Eudgriifel beinahe halb so
lang, cvllndrisch, abgerundet au der Sj)itze. Siehe Abbildung.
Die Härchen der Brust und an den Seiten der ersten drei Hiuier-
leibsriiige stehen aufrecht, die auf dem Rücken des Hinterleibes liegen
dicht an. Die Wimpern des Schildcheus sind laug, dicht und fein. Die
Beine sind sehr dicht und lang behaart wie bei latus., carhonarius und
atralus^ die Haare greis; die Schienen haben aussei-dem längere schwarze
Borsten, und die Innenseite der Vorderschienen, sowie die Unterseite der
Tarsen, dichte, kurze, gelbe Bürstenhaare, wie die genannten drei Arten-
Die Vorderschienen haben keinen Haken am Ende. Die Flügel haben eine
vollständig geschlossene, mit einem Stiel auf dem Hinterrand aiifsitzende
dritte Hinterzelle, wie D. latus und atratus., während sie bei carhonarius
die gewöhnliche Bildung zeigt. Schwinger weiss.
17. Iß. splendens l'h. D. ater ; setis faciei nigris; thorace et abdo-
miue pulcherrime chalybeo-caeruleis, hoc pilis flavis vel aureis appressis
tecto; illo dorso fere glaberrimo, lateribus primorum segmentorum ilavo-
ultimorum uigro-hirsutis; alis valde infumatis. Long. corp. 5 lin., extens.
alarum 8'/^ lin.
Ex itinero Ilhvj)elino.
Die Fühler sind kohlschwarz, das erste Glied ist dicht mit gold-
gelben oder weissgelben Horsten besetzt, das dritte Glied so lang als die
beiden ei'sten zusammeugenoiunien, kaum etwas spindelförmig, das End-
Aiifziililiiii? iler cliileuisclicii DiiHeren.
691
glicd beinahe kugelig, so dick als das dritte. Das Gesicht ist mit gelben
oder weissen anliegenden Härchen und langen schwarzen Borsten be-
kleidet. Das Ilalsschild hat in der vorderen Hälfte besonders dicht anlie-
gende, goldgelbe oder blassgelbe Härchen, an den Seiten, sowie das
Scliildchen lange gelbe Haare. Der Hinterleib ist auf dem Rücken fast
kahl, prachtvoll glänzend; an den Seiten tragen die ersten vier oder fünf
Segmente längere gelbe, die letzten aber schwarze Haare. Die ganze
Unterseite, auch des Kopfes ist gelblich oder weisslich behaart. Die Beine
sind lang, dicht und schwarz behaart, die bürsteuförmigen Haare der
Unterseite der Vordersehienen sind wie bei allen andern Arten rothgelb.
Die Flügel sind noch etwas dunkler als bei der vorigen Art, der Adern-
verlauf ist derselbe. Schwinger ebenfalls weiss.
18. I^. sericeus Ph. D. ater; abdomine satis angusto, lineari, caeru-
leo-micante, in basi segmentorum pilis appressis, flavescentibus, pulcher-
rime sericeo-micantibus vestito; alis apicem versus infuscatis; autenuis
teuuibus. Long-. Sy^ liu., extens. alar. 6 lin.
Mecum commun. orn. Ferd. Paulsen.
Das erste Fühlerglied ist lang, das dritte nicht dicker als die ersten,
etwas länger als beide zusammengenommen, mit kurzem, dicken Griffel
am Ende. Der ganze Kopf ist ziemlich dicht mit langen, kohlschwarzen
Haaren bekleidet. Die Brust trägt oben spärliche, ziemlich lange, schwarze
Haare, ebenso das Schildchen. Vor den schwefelgelben Schwingern stehen
lange, weisse, dünne Borsten. Auch die langen Haare an den Seiten der ersten
Bauchringe sind weiss. Die Schienen sind mit sehr langen, abstehenden,
weichen, schwarzen Borsten bekleidet, und ausserdem flaumhaarig; die
Vorderschienen haben keinen Haken. Steht Z>. atratus nahe, dem jedoch
die prachtvoll seidenglänzenden Härchen des Hinterleibes fehlen. Wegen
Grösse und Färbung- auch wohl bei oberflächlicher Betrachtung der Laphria
modesta ähnlich.
19. Iß. rufiqjes Ph. D. ater, facie, margine laterali thoracis, scutel-
loque e flavo cinereis; abdomine atro, nitido; alis ad mai'giuem anticum
flavescentibus, vix infuscatis; antennis pedibusque omuino rufis. Long.
6'/j lin., extens. alar. 12 lin.
In coli. orn. Ferd. Paulsen exstat.
Das Exemplar ist ein Männchen. Dem D. pictus sehr ähnlich, viel-
leicht bloss das andere Geschlecht? Das Gesicht,, die Seiten der Brust,
das Schildchen sind nicht so gelb, sondern eher grau; die Fühler roth,
nicht schwarz; die Beine länger, schlanker, vollkommen roth; die Flügel
weit schwächer getrübt. An der Spitze der Vorderschienen ist kein
Haken; die Fühler sind nicht bloss anders gefärbt, sondern auch anders
gestaltet; nämlich das dritte Glied wohl doppelt so breit, von der Mitte
an -allmälig verschmälert, nicht linearisch oder walzenförmig.
692 Dr.R.A.PLilippi:
Dusypeciis i) Ph.
Corpus satis latum, depressum villosiim. Caput valde trausversum.
Autenuarum articuli prirai satis elongati, tertius autecedentes siiuul
sunitos aequans, seusira augustatus; Stylus terminalis diuiidiuni articulonim
aequaus. Alaruui cellula basalis prima eloiigata, posteriores qiiatuor, quar um
trcs clausae; secunda et tertia a margiue reuiotae. Pedes ro-
busti, sat breves. deuse hirsuti. Pulvilli. Durch seiue dichte Behaarung
und deu Aderverlauf der Flügel sehr ausgezeichnet.
Ttasypecns heteroneurus Ph. D. corpore nigro; pilis faciei albis-,
proboscide testacea; autenuis uigris; segmeiitis abdominis 3, 4,5, 6 postice
luteo-margiuatis; alis hyalijiis^ pedibus fulvis , geuubus nigris. Long.
4 lin., extens. alar. 7 lin.
E coli. orn. Ferd. Paulsen.
Die Augeu sind rothbrauu, kahl. Der Scheitel ist schwarz und mit
gelblichen Haaren bekleidet, die Stirn weiss. Das ganze Gesicht, sowie
der Hinterkopf sind dicht mit senkrecht gestellten, ziemlich feinen, weiss-
licheu Haaren bedeckt. Aehnliche Haare stehen auf Brust und Hinterleib,
nur sind sie etwas kürzer und weniger dicht auf dem Rucken; au din
Seiten dieser Theile sind sie aber wiederum sehr lang. Das Schildchen ist
am Rande mit aufrechtstehenden Haaren besetzt. Die Vorderschieuen
haben keinen Dorn am Ende. Schenkel, Schienen und Tarsen sind leb-
haft rothgelb, mit Ausnahme der Spitze des Schenkels, welclie schwarz
ist; auch das letzte Tarsenglied ist schwärzlich. Die Klauen sind schwarz
mit gelbem Grunde ; die Haftlappen sind weiss. Die Schwinger sind eben-
falls weiss.
Erax. Scopol!.
Blanchard führt bei Gay VH. p. 368, 69, zwei Arten auf.
1. EruOB griseus Giierin Voy. de la Coq. Asilus. (Ich habe in dem
Werk nichts der Art finden können.) Tab. 3. f. 2 bei Gay. Die Figur
des Fühlers 2 b ist ganz falsch; das dritte Glied ist kurz, beinahe
kugelig!! Soll von Concepcion sein, und Blanchard war nur das
Männchen bekannt.
2. JE. chilensis Macq.
„Aus Chile nach Macquart, wir glauben aber, er stamme aus
Bolivien."
Es ist mir nicht möglich, nach den von Blanchard bei Gay ge-
gebenen generischen Kennzeichen die Weibchen dieses Geschlechtes von
Asilus zu unterscheiden. Folgende drei Arten möchte ich hieher rechnen:
') daavs dicht bewachsen, ni^og Wolle.
p
AiilziiLlung der rliilonisclieii Diptpren. 693
^/
3. K. s^peciosvsW. E. uiger, facie, capite inferiore, pectorcque pilis
longis flavis obsitis; pilis frontis, anteunisque uigris; thorace supra ciuereo- C^
flarescente, ad latera ciuereo; scutello pilis flavis erectis deuse yestito; ^
abdoininis segmeiitis duobus primis atris, primo ad latera deiise flavo -itf
hirsuto, reliqiiis laete rubris. Long. corp. § 15 liu., extens. alar. 27 liu. i.
Siehe Abbildung.
In prov. Colcliagua prope Llico specimen cepit orn. Landbeck. J
Die Augen sind schwarz, kahl, überaus fein facettirt, hinten und
unten mit langen, gelben Haaren eingefasst. Stirn und Scheitel sind
schwarz, jederseits mit schwarzen Haaren eingefasst, die so laug als die
beiden ersten Fühlerglieder sind. Das dritte Fühlerglied endigt allmälig
in eine feine Borste, die fast so lang als der übrige Fühler, und kurz vor
der Spitze etwas verdickt ist; das erste Glied ist zweimal so lang als das
zweite. — Eine schmale Querbinde dicht unter den Fühlern und der
innere Augenrand sind kahl, graugelb, den Rest des Gesichtes nimmt ein
dichter, hellgelber Bart ein, der so lang ist als der schwarze Rüssel. Die
Brust ist grauschwarz und die Unterseite derselben ebenfalls mit gelben
Borsteuhaaren dicht besetzt; ähnliche finden sich auf dem ersten Hintei'-
leibssegment an jeder Seite oben und auf dem Schildchen, wo sie aber
aufgerichtet sind. Die Oberseite der Brust erscheint grösstentheils grau-
gelb, die Seiten sind aschgrau und ziemlich dicht mit schwarzen Börstchen
bekleidet, ebenso der hintere abschüssige Rand; der Rücken selbst tragt
weit kürzere und entferntere Börstchen, Das zweite Hinterleibssegment
trägt an den Seiten dichte, massig lange, schwarze Haare. Die rotheu
Segmente sind oben fast vollkommen kahl; das 3. und 4. Segment scliim-
mern au den Seiten aschgrau. Unten ist auch nur das erste Segment
behaart, und zwar mit langen, feinen, weisslichen Härchen. Das letzte
Segment (das 9.) ist mit zwei Längsreihen Dornen besetzt, die schräg nach
aussen stehen, und trägt senkrechte, röthliche Härchen. Die Flügel sind
glashell, mit schwarzen Adern, am Aussenrand nicht erweitert und die
zweite Marginalzelle ist geschlossen. Schwinger schwarz. Die Beine
sind schwarz, schwarzborstig; die Unterseite sämmtlicher Schenkel
und die Lmenseite der Hinterschienen mit feinen, gelblichen, dichten
Härchen. Siehe die Abbildung.
4. E. cinereus Ph. E. omnino cinereus; mystace et pilis inferioris
corporis partis albis, setis partis posterioris thoracis nigris, cum pilis albis
mixtis; alis hyaliuis. Long. corp. 12 lin., extens. alar. ISy^ liu.
Prope Santiago sera aestate satis frequeus, prov. Colchagua etc.
Die Grundfarbe des Körpers ist wohl grauscliAvarz, doch ist derselbe
mit anliegenden weissen Härchen so dicht bekleidet, dass er ganz asch-
gi'au erscheint, selbst Schenkel, Schienen und Tarsen, Die inneren Augen-
rander, das Untergesicht, die Borsten des Kopfes, die unteren Fühler-
glieder und der Schnurbart sind weiss. Die Fühler sind schwarz; der
694 Dr. H.A. Philippi:
dickere Theil des letzton Gliedes ist kaum so langr als das erste, und
läuft plötzlich in eine feine Borste aus, die so lang ist als die beiden
ersten Glieder zusaniraengenommen. Eine Querreilie Borsten auf dem
Scheitel i.st schwarz. Der Bru.strückcn zeigt undeiitliche braune Striemen,
und ist mit kurzen schwarzen Börstchen bedeckt, der hintere Theil da-
gegen trägt lange, weisse, weiche Haare, vermischt mit langen .schwarzen
Borsten, und ebenso das Schildchen. Die drei ersten Hinterlcibsringe sind
an den Seiten mit abstehenden, feinen, weissen, langen Härchen beklei-
det. Was den Zangenapparat des Männchens betrifft, so bemerkte ich,
dass die beiden oberen gewölbten Platten schwarz, mit langen, weissen
Haaren besetzt sind, spitz zulaufen und auf dem oberen Rande zwei
grosse Zähne zeigen. Die Beine sind weissborstig, die Tarsen haben aber
unten jederseits eine Reihe schwarzer Borsten und schwarze Klauen. Die
Hinterschienen sind bei dem Männchen schwach gekrümmt; sie haben
keine dichte Behaarung auf der Innenseite. Der Vordertheil der Flügel
ist beim (S stark verbreitert.
5. JE. murinus Ph. E. griseus; thorace fusco vittato; abdominis
fusco-grisei incisuris griseis; alis versus apicem subinfumatis ; parte dila-
tata raarginis antici fusca; pedibus anterioribus griseo-rufesceutibus;
posticis nigro-cinereis. Long. corp. 9 lin., exteus. alar. ISVj lin.
Prope Santiago marem cepi.
Gesicht beinahe weiss. Die Haare des Hinterkopfes und des nicht
besonders dichten Knebelbartes sind schwarz mit weiss untermischt, die
der Fühlerwurzel schwarz. Die Fühler sind schwarz. Die Brust schimmert
an den Seiten aschgrau ; hinteu ist sie wie das Schildchen mit langen
schwarzen Haaren bekleidet. Die Behaarung an den Seiten der ersten
Hiuterleibsring-e ist weit spärlicher als bei der vorhergehenden Art,
dafür stehen aber auf jedem Ring an der Seite des Hinterrandes ein
paar schwarze Borsten. Die beiden oberen Zangen am Ende des Hinter-
leibes sind aussen schwarz behaart, am Ende durch eineu tiefen runden
Busen getheilt und die untere Spitze stark einwärts gebogen. Die Beine
haben sehr lange, starke, schwarze Borsten, und Vorderschenkel und
Vorderschienen ausserdem lange, feine, weisse Haare. Die erste Marginal-
zelle und ebenso die letzte hintere Zelle sind geschlossen.
Lycomyin. Bigot.
Lycomyia Germaini Bigot Ann. Soc. F^nt. p. 290. t. VI. f. 2.
Von Germain mitgetheilt, und zwar nach dessen Mode ohne Fund-
ort, doch ist wohl nicht zu bezweifeln, dass das a. a. 0. beschriebene
Weibchen aus den mittleren Provinzen oder von Concepcion stammt, da
Germain dazumal nur an diesen beiden Orten gesammelt hatte. Ich
besitze beide Geschlechter von V^aldivia. Die oberen Zano-en des Mann-
AiirziililiMitr ilor cliilonisflion PipliMTii.
095
chens sind von derselben lebhaft rothg-elbeu Farbe wie der HIntei'leib.
Doch finde icii folgende Verschiedenheiten. Die Borsten des Brustrückens
sind an den vier Exemplaren, die vor mir liegen, nicht schwarz, wie
Bigot sagt, sondern rothgelb; die Hinterbeine und die Schienen der
vorderen Beine sind schwarz, und nur die vorderen Schenkel unten gelb,
M-ähreud Bigot diess im Allgemeinen, also von allen Beinen, sagt. Auch
ist zu bemerken, dass die untere Seite der Vorderscbienen und die innere
Seite der Hinterschienen, sowie die untere Seite der Tarsen dicht mit
kurzen, rothgelbeu Härchen bedeckt sind.
Asiliis. L.
Blanchard führt bei Gay VH. p. 370 eine einzige Art auf, das
Museum besiszt deren ausserdem noch neun:
v^l. AsilifS Gayi Macq.
Von Santiago, Valparaiso, Valdivia.
Die Zangen des Männchens sind beinahe halbkugelig.
2. A. spectahilisVh.. A. facie, mystace, barbaalbis; anteunis nigris^.
thorace scutelloque nigro-fuscis; abdomine atro, albo fasciato; alis hyall-
nis: pedibus nigris. Long. corp. 9 lin., extens. alarum 14% liu-
Santiago (Paulsen), Illapel (Landbeck).
Kurz und gedrungen und dadurch sehr abweichend von allen an-
deren chilenischen Arten, und sich an Anvpenus u. s. w^. anschliessend.
Die Stirn hat weisse und schwarze Haare unter einander gemischt; die
des Hinterkopfes sind schwarz. Die Fühler sind grauschwarz; die ersten
beiden Glieder sind mit kurzen, schwarzen Börstchen besetzt; das dritte
Glied ist zweimal so lang als das zweite, eiförmig, seine Borste etwa
iVjmal so lang, cylindrisch, mit einem feinen Grifl'el endend. Der Rücken
der Brust zeigt Andeutung von Striemen, und ist grösstentheils mit
kurzen, schwarzen Börstch.en, in dem hintern Theile aber wie das Schild-
chen mit langen, schAvarzen Haaren bekleidet. Der Hinterleib hat auf
den Seiten und theilwelse auch auf dem Rücken der drei ersten Ringe
ziemlich lange, weisse Haare, sonst erscheint er kahl; von oben gesehen
haben der erste, zweite und dritte Ring eine breite weissgraue bis zum
Hinterrand reichende Binde; bei den drei folgenden Ringen ist der Rand
selbst silberweiss, der siebente Ring ist ganz silbergrau; auch die Seiten
schillern silbergrau. Die Spitze des Hinterleibes ist beim ^ glänzend
schwarz, der Bauch schwarz und kahl. Der Hinterleib des (j" ist etwas
stärker behaart und endet mit einer sehr langen, aussen stark behaarten
Zange, die bis au die Mitte in zwei Zipfel getheilt ist. Die Beine sind
mit feinen, weissen Härchen bekleidet und ti-agen schwarze Borsten. Die
Flügel haben eine geschlossene zweite Marginalzelle, und auch die vierte
hintere Zelle ist geschlossen.
lld.IV. Alihandl. 39
696 Dr. )i. A. IMiilippi:
3. A. nitjriv^'ntris Vh. A. iiiß,-er; pilis capitis anteniiiwque atris;
tliorace atro aiit subciiiereo, luaculis fulvo niicaiitibus picto; abdomine
atro, pilis albis hirsuto; alis hyalinis, celiulis apicalibus et posticis medio
infumatis; pedibus atris; tibiis ferrugineis, apice atris. Long. corp. G'/j liu.,
exteus. alar. fere 12 lin.
Der hiiitei'e und untere Aug-enrand sind Aveiss; der Backenbart i^t
Aveiss, und unter dem schwarzen Knebelbart stehen auch einige weisse
Borsten; eine Querbinde dicht über dem Knebelbart schimmert gelb. Die
ersten beiden Fiihlerglieder tragen lange, schwarze Borsten, das letzte
ist dünn und geht allmälig in eine kurze», dicke Borste über. Die Brust
ist mit lungeren, weicheren Haaren bekleidet, und so ist auch der ganze
Hinterleib mit abstehenden, Aveissen, ziemlich langen Härchen bekleidet.
Die Beine sind schwarz beliaart und schAvarz bedornt. Die Vertheilung
der FlügelnerA'en Avie bei der vorigen Art. Schwinger Aveisslich. Die
Zangen des Männchens sind klein und fallen nicht auf.
4. A. occidentalisVh. A. nigro-cinereus; my.stace, pilis occipitis thora-
cisque longis moUibus, nigris; pilis in parte inferiore capitis albis; pedibus
omnino nigris, concoloribus, sed Aa'llere appresso in latere interiore tibia-
rum et sub tarsis rufo-fulvo; alis in parte postica paullulum infumatis.
Long. corp. 5 lin., extens. alarum 10 lin.
E prov. Valdi^äa.
Die Gegend zAAäscLen Fühler und Knebelbart schimmert goldgelb.
Die Brust ist oben mit langen, aufrechten, scliAA^arzen Haaren bekleidet.
Dieselbe Farbe haben die paar aufrechten "Wimpern des Schildcheiis,
AV'ährend der Hinterleib mit langen, Aveisslichen Haaren besetzt ist. Die
feinen, anliegenden, sehr locker gestellten Härchen der Beine, ebenso die
langen, abstehenden Borstenhaare derselben sind AA^eiss, aber die Schienen
tragen auch scliAvarze Borsten. Die hinteren Zellen der Flügel sind
schwach getrübt, doch sind die Adern mit einem Avasserhellen Saum ein-
gefasst. Der Aderverlauf zeigt nichts besonderes. ScliAviuger Aveiss. Auf
der Brust schillern Striemen.
5. A. valdivianus Ph. A. nuirinus; mystace, pilis occipitis, thoracis-
que longis, mollibus, nigris; partis inferioris capitis i)allide fuscis; pedibus
nigris, til)iis ferriigineis ajjice nigris; alis apice et postice paullulum in-
fumatis. Long. corp. 7 ün., extens. alar. ii lin.
In prov. Valdivia satis frequens.
Ganz mäusegrau, doch sieht man braune Striemen auf der Brust
schimmern, und die Mitte des Hinterleibes ist dunkelbraun. Die Fühler
sind wie bei den beiden vorhergehenden Arten beschaffen , sehr dünn,
schwarz. Das Gesicht schillert gelb. Die Brust ist ebenfalls dicht mit
langen, schwarzen Haaren bekleidet, aber der Hinterleib hat oben nur
anliegende Haare, und die abstehenden, langen Härchen, Avelche ihn
Aiirzlililiiiicr iler rliili'iiisciu'ii Diiilcreii. nl)/
unten bekleiden, sind wie die des üutergesichtes nicht weiss, sondern
liellbräunlich.
6. A. poecilopus Pli. A. muri aus; facie albida, mystace anteunisque
nigris; thorace fusco - vittato , setis mollibus, auticis brevibus, nigris
yestito; fenioribus plerumque cinereis, tibiis tarsisque ferrugiueis.
Long. T/j lin., extens. alarum 13 liu.
Valparaiso. Illapel.
Dem A. valdivianus sehr ähnlich und auf den ersten Blick leicht
damit zu verwechseln \ allein durch folgende Merkmale leicht zu unter-
scheiden : das dritte Fühlerglied ist länglich, viel breiter als bei der vor-
hergehenden; Backenbart und Haare des Hinterkopfes rein weiss; die
Brust heller; die Striemen aber deutlicher, die Seiten hellgrau; die Be-
liaarung kürzer , sparsamer und namentlich die erste Hälfte der Brust
mit kurzen, schräg nach hinten gerichteten Borsten, nicht mit langen,
dichten, weichen Haaren bedeckt; die Tarsen so wie die vorderen Schie-
nen gelb, die Hinterschienen am Grunde gelb, an der Spitze grau;
die vorderen Schenkel gelb, oder nur mit grauem Ring, die Hinterschen-
kel grau mit gelber Basis. Der Hinterleib ist mit kürzeren, dicht anlie-
genden schwarzen Härchen bekleidet, bei einem Exemplar mausgrau mit
drei braunen Stiüemen, beim anderen schwärzlich. Beide Exemplare sind 9-
7. A. incomptus Ph. A. niger, mystace anteunisque nigris; facie et
barba albis; thorace griseo , nigro- vittato, nigro-hirsuto; alis hyalinis;
pedibus nigris, tibiis partim rufis. Long. 6y^ lin., extens. alar. 9*/» lin-
Locum ignoro, e Valdivia advectum suspicor.
Ein Männchen. Das dritte Fühlerglied ist sehr schlank. Die inneru
Augenränder und der Raum zwischen den Fühlern und dem buschigen
Kiiebelbart schimmern gelbweiss; der Backenbart ist rein weiss; die
übrigeuHaare des Kopfes sind schwarz. Der Thorax ist oben dicht mit lan-
gen schwarzen Haaren bekleidet, an den Seiten desselben stehen aber
lange weisse Härchen , und ebenso an der Unterseite des Hinterleibes,
und an den Seiten der ersten Ringe desselben. Auch die Härchen auf
der Oberseite des Hinterleibes sind weisslich , und die Seiten desselben
schimmern auf den hintern Segmenten grau. Die Vorderschenkel tragen
lange weiche Härchen, die auf der oberen Seite derselben schwarz, auf
der unteren weiss sind, und die Vorderschienen tragen eben solche Här-
chen von weisser Farbe und zweizeilig gestellt , und ausserdem die ge-
wöhnlichen Bürstenhaare. Die Zangen sind klein und fallen nicht auf.
V^on A. eritrichiis sogleich durch die Farbe der Beine, von A. niyrivdntris
durch grauschwarze, nicht tief blauschwarze Färbung, grauen Thorax,
weissen Bart, weisse Behaarung der Unterseite des Körpers verschieden.
8. A, megastylus Ph. A. cinereus, facie alba, mystace albo vel cum
setis paucis nigris mixto; antennarum nigrarum seta elongata; thorace
fusco-vittato, autice pilis brevibus, postice longioribus nigris vestito; ab-
8y *
698
Dr. K.A. Pliilipiii:
doiniue glabriusculo; pedibus cliiereis, tibiis tarsisque plus niiiius fcrru-
giiieis. J.oiig". G liii., exteus. alarum 9 lin.
Prope Santiago cepi, et et itiuere Illapeliuo attiilit orn. Landbeck.
Die Behaarung der Brust ist fast ganz wie bei A. foecilopus^ die
Farbe ist aber weniger braun, mehr aschgrau. Der Hinterleib hat an
den Seiten der hinteren Ringe keine oder nur kurze Borsten. Der Kue-
belbart ist nicht schwarz wie bei j;^oec lin.
Feuiina in prov. Colchagua reperta suppetit.
Die schwarzen Fühler sind wie bei der vorigen Art beschaifen, das
dritte Glied ist kurz, eiförmig, der Griffel lang dünn, am Eude ange-
schwollen. Die Brust ist in der grösseren Hälfte schwarz , und bereits
von vorne an mit längeren schwarzen Borsten besetzt, die nach hinten
zu immer dichter und länger werden. Diese Beschaffenheit der Brust
unterscheidet die Art sogleich von A. megastylus. So wie die Flügel, so
scheinen mir auch die Beine im Verhältniss kürzer. Die Schenkel sind
dunkler, beinahe schwarz.
10. A. eritrichus Ph. A. niger, pilis longis nigris undique hirsuto ;
facie argenteo-micaute; thorace utrinque vitta albo-micante ornato; pilis
abdomis partisque inferioris capitis albis; pedibus pallide fuscis, fere
testaceis. Long. corp. 472 l'"^-? ^^^- ^l- 9 Vi li'^-
Die lang-en scliAvarzen Haare, welche Gesicht und Brust bekleiden,
und die schwarze Farbe erinnern stark au A. nigriventris Nr. 3, von
dem sich unsere neue Art aber sogleich durch die hellen Beine und den
schneeweissen Backenbart unterscheidet. Die Füsse sind ebenfalls ausser
den gewöhnlichen Borsten mit langen, weichen, weisslichen Haaren besetzt.
Die Fühler sind wie bei der genannten Art, das letzte Glied dünn, all-
mälig in die Borste übergehend.
Aiifzülilmig iler cliilenisclicn DiiUtren. n-'J
€lavator Ph. i)
Anteuuae capite longiores; articuli duo basales subcjliudrici , ci'assi,
subaequales , tertius antecedeutes coujuuctos superaiis , basi aiigustatus,
iiuo petiolatus, deiude lere ovoideus, stylo crasso brevi, uniarticulato ter-
miuatus. Caetera geueris Asili.
Der Habitus, die graue Farbe , die Flügeladeru, die starkborstigeu
Beiue , der Knebelbart sind ganz wie bei Asilus , der kurze Griüel am
Ende des breiten dritten Fühlergliedes ist aber eher wie bei DasypOijon.
Das Gesicht zeigt bald einen vorspringenden Höcker bald nicht; die Bor-
sten des Knebelbartes sind bald abstehend, weich, buschig, bald steif,
uiedergesenkt. Der Stiel des dritten Fühlergliedes ist bald sehr kurz,
bald sehr lang. Die Beine sind immer kurz, und Schienen und Schenkel
lang und kräftig bedornt.
\. Vlttvator punctipennis Ph. Cl. § fusco-cinereus; facie albo-
micaute, prominente; mystace longo, blando, nigro; tertio antennarum ar-
ticulo longe petiolato; pedibus gracilibus, alis ad nervulos transversos
fusco-maculatis. Long. corp. 5 lin. ; extens. alarum 8 lin. Siehe Abbild.
Sub finem hyemis (Augusto 1862) feminam cepi. Fig. 4.
Stirn und Scheitel sind grau-
^ braun; die Fühler schwarz, ihre Ge-
stalt zeigt die Figur. Die beiden
ersten Glieder tragen feine, lange,
borstenartige , weisse Haare. Auch
der ganze Kopf ist mit langen, weichen Borsten bedeckt, die der
Stirne und des Kuebelbartes sind schwarz , doch hat letzterer unten
einige weisse, Borsten. Der Backenbart und die Haare des Hinterkopfes
sind weiss. Die Brust ist graubraun, doch schillern dunkelbraune Strie-
men und Flecke darauf; sie ist mit massig langen, ziemlich weichen,
und nicht sehr dicht stehenden schwarzen Borsten bedeckt. Aehnliche
und längere stehen am Rand des Schildchens aufgerichtet. Der Hinter-
leib trägt nur kurze, ziemlich anliegende Börstchen, und seine Ein-
schnitte, so wie die Seiten schillern aschgrau. An den Flügeln bemerkte
ich, dass sämmtliche hintere Zellen weit offen sind. Dieser Um-
stand und der lange Stiel des dritten Fühlergliedes zeichnen diese Art
vor den folgenden aus , und begründen eine Unterabtheilung. Schwijiger
braun. Die Borsten der Beiue rotbgelb , die ebenso langen , zahlreichen,
feijien Härchen weiss.
Ein im September desselben Jahres bei S. Fernando gefangenes qJ"
ist 7 Lin. lang, und unterscheidet sich durch folgende Merkmale: die
*) Ciavator Keulenträger.
700
Dr. R. A. Philippi:
Fühler sind braun; die ersten drei Hiuterleibsiino-e sind dicht mit aut'g-e-
ricliteten, weissou Härchen besetzt , auch die l Jiterseite trägt ziemlich
lange abstehende, weisse Haare , und überliaupt ist die Beliaarung des
Hinterleibes sehr viel stärker. Die Beine sind weit robuster und grau.
2. VI. nigribarbifi'Ph. Cl. fusco-cinereus ; facie albo micante, inferiiis
paullo prominente; luystace nigro, cum pilis albis mixte: antcnnis rubris,
articulo tertio oblonge brevissime petiolato; alis paulliilum iiit'umatis,
cellula postica tertia clausa. Long. corp. 8'/^ lin. , extens. alarum 13 lin.
Ex itiuere lUapelino marem et feminam accepi. Fig. 2.
Die Gestalt der Fühler ist aus der Figur zu erselien. Die Basis des
letzten Gliedes und der Endgriffel sind fast braun. Die Haare des Backen-
bartes sind weiss , lang und weich. Die Brust ist ebenfalls fast zottig von
langen , aufgerichteten , schwarzen Haaren. Der Hinterleib ist wie bei
der vorigen Art , unten schwarz und grau schillernd, beim ^ sehr kurz
beim c? länger behaart. Die Schwinger sind beim erstcren braun , beim
Männchen weiss. Die Beine sind bei beiden Geschlechtern gleich robust,
grau. Dornen und Haare wie bei der ersten Art. Von Valdivia habe ich
ein nur 5 Linien langes 5, mit ganz schwarzem Hinterleib, dessen nach
unten umgeschlagene Ränder in der vorderen Hälfte lebhaft roth sind.
3. Vi. rubricornis Ph. Cl. fusco - cinereus; facie alba, prominente,
mystace albo-sctoso; antennis rubris, articulo tertio brevissime pedicellato;
pilis thoracis albis, partis anticae brevissirais-, alis vix infumatis , cellula
postica tertia clausa. Long. corp. 7 lin., extens. alar. 12 lin.
Prope Santiago ^ cepi.
Die Fühler sind wie bei der vorigen Art gestaltet. Von der Seite
gesehen erscheint der Gesichtshöcker braunroth; sänimtliche Haare des
Kopfes sind weiss , und man sieht nur auf der obern Seite der Palpen
ein paar schwarze Borsten. Die Beine sind aschgrau, stark in"'s Braun-
i'othe ziehend; sänimtliche Dornen und die Börstchen, die sie bekleiden,
sind weiss, nur auf den Hinterschienen und Tarsen stehen einige schwarze
Dornen. Auch die Hinterschenkel zeigen Dornen.
Ein Weibchen aus Valdivia hat braune Fühler und ist auf der
übern Seite mehr grau, auch die Beine sind mehr grau. Schwinger weiss.
4. VI. brevicornis Cl. Rh. fusco-cinereus; facie albo-micante haud
prominente; mystace albo-setoso , declinato; antennis rubris articulo
tertio subovato vix pedicillato; alis vix infumatis, alarum cellula postica
tertia clausa. Long. (^ 4'/j lin., extens. alarum 6 lin. Fig. 3.
Santiago. lUapel.
Die Gestalt der Fühler zeigt die Figur. Der Knebelbart besteht
aus steifen, abwärts gerichteten Borsten. Sämmtliche Haare und Borsten
des Köi'pers, auch die Dornen der Beine sind weiss.
X/ ö. Vi. rufesccns Ph. Cl. rufo-ciuereus; facie pilisque ejus albis; an-
Aiirziililims: der rliilcnisflipn Dipteren. ,701
teniiis rutis; abdoniine albo, fusco- et (ad latera) rufo-tessellatim micaute;
alifi hyalinis; pedibiis rufescentibus. Long. 9 Jiii., exteiis. alar. i'2 liu.
E collect, oniat. Ferd. Paulseii.
Ein Weibchen. Die beiden ersten Fühlerg-lieder sind , so wie das
Gesiclit, Aveissborstig, das dritte Glied hat dieselbe Gestalt wie bei Cl.
nigribarbis. Auf der Brust schimmern rothbraune Striemen; dieselbeträgt
feine, weissliche Härchen, und im hintern Theil vier Längsreihen schwar-
zer Borsten. Der Hinterleib ist mit enganliegenden, weisslichen Härchen
l)ekleidet, und seine Seiten erscheinen bei gewissem Lichte ganz braun-
roth. Von oben gesehen sind die Schenkel und Schienen blass braunroth,
die Unterseite derselben ist grauschwarz; sämmtliche Härchen und Bor-
sten derselben sind weiss; die Klauen sind schwarz mit rotheni Grund.
Die Flügel sind wasserhell, die ersten Adern bräunlich.
Folgende Raubfliege liat einen so eigenthümlichen Habitus, dass ich
sie zu einem eigenen Genus erheben muss, welches ich Dasi/cyrton nenne.
Dasycyrton Ph. i)
Caput corpore latius. Frons concava, mystax, proboscis Asilicorum.
Facies haud prominens. Antennarum articuli primi cylindrici barbati,
primus multo loiigior , tertius antecedentes simul sumpta aequans, tenuis,
cylindricus , stylo rix tenuiore diniidiae longitudinis terniinatus. Thorax
valde gibbosus et valde compressus. Abdomen falcatum compressum.
Alarum cellnla discoidalis latiuscula, posteriores omnes apertae. Tibiae
longe hirsutae, haud spinosae.
Dasycyrton gibhosus Ph. D. omnino niger, nitidus; thorace valde
hirsuto; abdominis dorso carinato, subglabro. Long. corp. 3 lin., exteus.
alar. fere 7 lin. V tab. H. f. 3.
In prov.' Santiago et Aconcagna. rarissimus.
Im September i861 fing ich ein Weibchen in der Hacienda Catemu
Prov. Aconcagua. Der stark zusammengedrückte Körper fiel mir nachher
sehr auf, allein ich fürchtete, das Thier beim Fangen zusammengedrückt
zu haben, so wunderbar kam mir dieser Umstand vor. Später bekam ich
ein vom jungen Hornecker bei Santiago im Januar 1864 gefangenes
Exemplar, genau ebenso beschaffen, und zweifle nicht länger, dass der
stark zusammengedrückte Körper normal ist. Der buschige, abstehende
Knebelbart, die Borsten des Kopfes, und die des borstigen Brustrückens
sind schwarz , doch mischin sich unter letztere einige gelbliche Borsten.
Die Wimperu des Schildchens, die feinen, ziemlich langen, abstehenden
Härchen an den Seiten des Hinterleibes und am Bauch, die langen feinen
Härchen der Schenkel und Schienen und zum Theile der Tarsen sind
^) 8aavs rauh, kvqtcov ein Buckliger.
702 Dr. H.A. l'liilipiii:
weisslich; die Vorderscliiene endet nicht in einem Haken. Die Fliio;el sind
wasserhell mit feinen schwarzen Adern. Die Schwinger hellbrann.
Attypeuiis Pli. i)
Caput setis et mystace destitutum. Auteunae brevissimae; articuli
primi aequales, setigeri, tertiiis antecedentes simul siimtos aeqnans, cllip-
ticus, ovoideus, stylo brevissimo, mastoideo terminatus. Proboscis brevis,
porrecta, anteunas subnequans^ palpi lati , fere foliacei, oblong'i, obtusi.
Alarum cel!ulae illis Midasioruni siniiles, quarta clausa. Pulvilli duo.
Von dieser durch den gänzlichen Mangel von Bart und Borsten
am Kopf, so wie durch die Kürze der Fühler und die Fliigeladern höchst
ausgezeichneten Gattung, kenne ich zwei Arten.
/ \. Anypenits brevicomis Ph. A. capite, anteunis, palpisque albidis;
thorace griseo, fusco-vittato; abdomine ex albido et jiigro-variegato, seg-
mentis 5. et 6. oninino albis; pedibus griseis. Long.
In prov. Santiago inrenit orn. F. Paulsen, mecumque -teu der Kopf und die Unterseite der Brust. Dem
dritten Fühlergliede kann man keinen Zahn zuschreiben, die untere Hälfte
ist aber doch breit, länglich eiförmig. Die glänzend schwarze Stirn bildet
im unteren Drittheil einen vorspringenden Höcker.
26. T. ? hirtuosus Ph. T. niger, dense hirsutus; pilis thoracis abdomi-
nisque flavis; antennarum nigrarum articulo ultimo haud dentato, angusto,
a basi inde attenuato et annulato; alis subhya'inis, cellula antica, nervis-
que uonnullis longitudinalibus testaceis; pcdibus testaceis. Loug*. 5 lin.,
extens. alar. iOy.j lin.
Santiago.
Ich besitze zwei Männchen. Die Härchen der Augen sind schwarz,
ebenso die langen weidien Haai'e der beiden ersten Fühlerglieder. Der
Hinterkopf ist hellgrau, dieselbe Farbe scheint das Untergesicht zu haben,
ist aber dicht mit weissen abstehenden, ziemlich laugen Haaren beklei-
B«l. XIV. Abhaudl. 92
720
Dr. n.A. Philippi
det. Auch die Palpen sind ausneliineiul lang' und diclit — beinahe borstig; —
behaart. Der Rücken der Brust nnd des Hinterleibes sind dicht mit gelben,
aufrecht stehenden, weichen, ziemlich langen Härchen bedeckt. Die Beine
sind hellbraun, die Hüften und Kniee scliwarz. Die Unterseite des Körpers
dunkelgrau. Auf dem Rücken des Hinterleibes eine Andeutung von weiss-
lichen Flecken auf der Mitte der Hinterränder der Segmente,
"27. ZI? ohscuratus Ph. T. cinereo-niger, facie pallide cinerea, pilis
albis hirsnta; antennarum articulis basalibus pallide testaceis paruni
setosis, ultimo haud dentato, a basi inde attenuato et annulato; thorace
parum liirsuto; abdoniiiie supra pilis appressis tecto, raargine segmentorum
albo; vitta mediana alba obsoleta; alis subhyaliuis, cellula aiitica nervis-
qne numiuUis longitudinalibiis infuscatis; pedibus testaceis. Long. 5 lin.,
extens. alariim 10 lin.
Prope Santiago ce^ji.
Zwei 9, vielleicht das andere Geschlecht von T. hirtuosus, denn die
Fühler bis auf Farbe und Behaarung der ersten zwei Glieder, Flügel,
Beine und Grösse stimmen ganz überein, und die Verschiedenheit liegt
nur in der Behaarung, die nicht nur bei T. ohscuratus weit kürzer,
sondern auch anders gefärbt ist, und der blasseren Farbe des Körpers.
Die Brust ist oben mit ganz kurzen, anliegenden, weisslichen, und etwas
längeren, abstehenden, borstenähnlichen, schwarzen Härchen spärlich
bekleidet; ebenso sind die Härchen des Hinterleibes anliegend, selbst au
den Seitenrändern.
28. T. melanostoma Ph. T. nigro-cinereus, modice hirsutus; palpis
nigris, longe hirsutis; antennarum articulo tertio basi rufo; abdomine fere
atro, margine postice segmentorum, vittaque iuterrupta albis; alis in-
fumatis, macula stigmaticali obscuriore. Long. corp. Sy^lin., extens. alarura
llVa iiu-
Prope Santiago (^ cepi.
Die Augen sind mit schwarzen Härchen bekleidet. Das dritte Füh-
lerglied ist ungezähnt, breit eiförmig, dunkel braunroth, am Grunde und
au der Spitze schwarz; die folgenden Ringe, sowie die beiden ersten
Glieder schwarz. Man erkennt nur bei sehr gutem Willen hellere Striemen
auf der Brust; dieselbe ist mit abstehenden schwärzliehen Härchen locker
bekleidet. Achnliche finden sich auch auf dem Rücken des Hinterleibes,
dessen Seiten längere Haare tragen, abwechselnd schwarz und weiss.
Seine Färbung ist ähnlich wie bei T. tephrodes und T. ohscuratus, seine
Unterseite ist schwarz, mit weissen Rändern der Segmente und lang be-
haart. Brust, Untergesicht und Palpen sind grau behaart.
29. T. nigrifrons Ph. T. labis, fronte, oculis. parte superiore cor-
poris uec non pectore nigris, pilis . . . .; antennis nigris, basi albidis;
facie, palpis, veutre albidis; lateribus baseos abdominis luteis; alis hya-
Aiirzaliluiig (lor cliiloiiisclien Plplcrcii. 7 -C l
Jiiiis; pedieus testaceis, apice foiuoruin, tibiarum, tarsoruiiuiue uigris. Long,
coip. 3% liu., exteus. alar. 8*/^ liu.
Iiiter lacus Todos los Sautos et Nahuelhuapi invenit orii. Cox.
Ich bekam zwei Exemplare, die in Spiritus aufbewahrt waren, so
dass von der Behaarung nichts zu erkennen ist. Es ist die kleinste chile-
nische Art, so gross wie gagatinus, der damit uiclit zu verwechseln ist.
Die gelben Beine sind wie bei T. hirtus und T. obscuratus. Das dritte
Fühlerglied ist ziemlich breit, und zeigt eine Andeutung von Zahn.
Bemerkung. Macquart sagt (bist. uat. des ins. dipt. I. p. 197)
von Tabanus: „Point d''ocelles."
Ich finde Ocellen bei den (^ von T. coracinus, T. hirtuosus, T. mela-
iiustoma T. carba und bei folgender Art;
30. y. ? annulicorn'is Ph. T. nigricans*, articulo tertio antennarum
igneo, suborbiculari, styium nigricantem gereute; abdomine serie macu-
larum albo-pilosarum notato; alis infumatis , nervis nigris , transversis
fusco-limbatis. Long. corp. fere 4jllin., extens. alarum 6 lin.
Ex itinere lUapellino ornat. Landbeck (^ attulit.
Die Augen, deren gelbliche Härchen schwer zu erkennen sind,
stossen zusammen, lassen aber doch einen kleinen dreieckigen Scheitel,
auf welchem deutliche Ocellen stehen; die Facetten der unteren Hälfte
sind weit feiner als die der oberen. Die Fühler sind auf den ersten Blick
ziemlich abweichend; das erste Glied ist dick, cylindrisch,
fast so dick als laug, das zweite sehr kurz, uapfförmig;
das dritte hat eine fast kreisrunde untere Hälfte, deren
Läugendurchmesser dem ersten Gliede gleichkommt, und
trägt einen dünnen geringelten Griflfel, der beinahe eben so
lang ist. Das Untergesicht ist dicht mit ziemlich langen, schwarzen,
borstenartigen Haaren besetzt, und ebenso sind die Palpen ungemein
dicht mit langen borstenartigen, theils weissen, theils schwarzen Haaren
bekleidet. Die schwarze Brust ist massig mit weissen, etwas abstehenden
Haaren bekleidet, ebenso das Schildchen. Der Hinterleib ist schmäler und
spitzer als gewöhnlich, kohlschwarz, die Ränder der Segmente an den
Seiten weiss behaart , und in der Mitte mit einem dreieckigen, weiss
behaarten Fleck. Unten ist die ganze Fliege nebst den Beinen kohl-
schwarz.
Ich hatte aus diesem Thierchen ein eigenes Genus Chaetopalpiis
gemacht, und dasselbe durch die Gestalt der Fühler, die borstigen Palpen
und kahlen Augen unterschieden, als ich aber die feinen gelblichen
Härchen derselben entdeckte, habe ich es für rathsamer ci'achtet, es
wieder zu Tabanus zu bringen, wo ja die Gestalt der Fühler auch
sehr veränderlich scheint, und ebenfalls langbehaarte, borstige Palpen
vorkommen.
31. J\ Pauiäcni Ph. T. capite albido-cinereo; antennis basi pallide
92*
722 r»r. H. \. riiilippi:
fiiscis, apice nii^ris: tliorace nigro, albovittato; scutello albiilo vitta nigra
oriiato; abdomiais segmeatis plerisque roseo-ciuereis, tiiaculisque duabus
übliquis tiiaugulum albiduin includeiitibus ornatis; alis subhyaliais, uervulis
traasveisis augustissime iiigi'o-linibatis; pedibus pallidis, roseo-ciuereis.
Loug. 6V3 lin., extens, alar. 15 Hu.
E coli, ornat. Ferd. Paulsen.
Ein Woibchen, auf den ersten Blick mit T. anachoreta zu verwech-
seln. Allein das Gesicht ist fast ganz weiss; ein dreieckiger Fleck auf
dem Scheitel und vollständig davon getrennt, ein viereckiger über deu
Fühlern, kahl, hellbraun. Die Augen sind mit weit kürzeren Härchen
besetzt als bei T. anachoreta. Die Härchen der Brust sind rein weiss. Das
erste Hinterleibssegnicnt ist aschgrau, mit einer kurzen, gebogenen,
schwarzen Querbinde vor dem Hinterrande , die folgenden haben in der
Mitte eine spar renför 111 ige, schwarze Zeichnung, an deu Seiten sind sie
grau. Die Palpen sind heller als bei T. anachoreta. Der schw^ärzliche
Saum der Quernerven der Flügel ist schmäler. Die übrigen Unterschiede
ergibt die Diagnose. Von T. andicola unterscheidet sich gegenwärtige
Art sogleich durch lebhaft gefleckten Hinterleib, lebhaft gestriemte Brust
und Schildchen. Sie hat wie die beiden erwähntenArten keine Punktaugen.
32. T. obscuripennis Ph. T. facie grisea, caeterum niger, sub-
nitidus; thorace glabriusculo; antennis basi testaceis, apice nigris; alis
oüiiiino infumatis. Long. 5'/^ lin., extens. alar. 12 lin.
E collectioue Paulseni.
Ein Weibehen. Stirn und Scheitel sind kahl, glänzend schwarz, das
Untergesicht mäusegrau; ein kahler, glänzender, schwarzer Fleck unter
den Fühlern. Diese haben die ersten Glieder hellbraun, das dritte ohne
alle Spur von Zahn, nicht dicker als die beiden ersten, geringelt wie bei
Pangonia^ aber der Rüssel und die Taster sind von Tabanus. Rüssel,
Taster, Beine, Härchen sind schwarz, aber der Brustrücken ist nur mit
kurzen Härchen bekleidet; er zeigt drei Längsgrübchen, die alle hinten
breiter sind und vorn allmälig in eine feine Spitze auslaufen; dieselben
erreichen hinten beinahe das Schildchen, vorn nicht die Mitte der Länge.
Von T. infumatus sogleich durch die Aveit schwächere Behaarung, nament-
lich des Gesichtes und Brustrückens zu unterscheiden, sowie durch die
stark geschwärzten Flügel. Punktaugen deutlich.
33. T. pullus Ph. T. supra niger, subtus albidus; pilis in dorso
thoracis flavidis; margine segmentorum abdominis albido; alis hyalinis,
in regioue stigmatis lineola fusca notatis. Loug. 5 lin., extens alarum
9% lin.
Ex eadem collectioue.
Ein Männchen. Der Kopf ist bedeutend breiter als der übrige
Körper, welcher auffallend linearisch ist. Keine Punktaugen. Die Augen
sind weiss behaart, die Fühler schwarz und ihre ersten Glieder schwarz-
Aiilziililung lior cliilenisclicn Pipieren. / 23
borstig, das dritte mit eiuem deutlichen, weniig'leich stumpfwinkeligen
Zahn. Das Untergesicht ist fast weiss, in der oberen Hälfte mit schwarzen,
in der unteren mit weissen Härchen bekleidet. Die Taster sind fleisch-
farbig, der Rüssel schwarz. Am oberen Augenrande stehen ziemlicii lange,
aufgerichtete Haare. Die gelblichen Härchen des Brustrüekens sind
ziemlich laug und dicht, ohne der schwarzen Grundfarbe Eintrag zu
thuu. An den Seiten der Brust stehen schwarze, unten, sowie am Bauch
weisse Haare. Der zweite nervus submarginalis ist wo er den Rand er-
reicht hinten mit einem schwärzlichen Strich eingefasst. Die Beine sind
schwarz, die mittleren Schenkel aber in gewissem Lichte röthlich,
34. T. rubricornis Ph. T. murinus, basi articuli tertii antennarum
crassa, rotundata, rubra; thorace fusco-yittato ; margine segmentorum ab-
dominis yittaque mediana interrupta albo-pilosis, alis subhyalinis, nervis
transversis fusco-limbatis; pedibus pallide fuscis. Long, i'/j l'H-i extens.
alarum 9 lin.
E collectione Ferd. Paulsen.
Ein Weibchen. Deutliche Piuiktaugen auf einem erhabenen braunen
Fleck des Scheitels. Ein viereckiger, dunkelbrauner, glänzender Fleck
unterhalb der Mitte der Stirn. Die ersten Fühlerglieder sehr kurz, graulich,
das zweite oben mit schwarzer Spitze ; die untere Hälfte des dritten
gross, fast kreisförmig, lebhaft roth , die andere Hälfte ein allmälig zu-
gespitzter schwarzer Griffel. Die Palpen röthlich grau. Die Kopfhärchen
greis. Der Brustrücken ist so wie das Schildchen mit kurzen greisen
Härchen bekleidet, und die Härchen des Hinterleibes sind anliegend. In
der Mittellinie bilden sie in gewissem Lichte eine Reihe dreieckiger
Flecken, deren Basis mit dem weiss gewimperten Hinterrand der Seg-
mente zusammenfällt. Gehört oflenbar mit T. nnnulicornis zusammen,
welcher sich sogleich durch schwarze Färbung des Körpers, der Härchen
und dunkle Flügel unterscheidet, und schwerlich das Männchen dieser
Art ist.
3o. T. fulvipes Ph. T. capite pallidissime rufo, albo-hirsuto; anten-
nis nigris, basi albidis; thorace nigro, rittis pallidis obsoletis, scutello
nigro; abdomine medio nigro, lateribus fulvo; margine segmentorum
et macula triangulari eorum albidis; alis hyaliuis; pedibus fulvis, basi
femorum, apice tibiarum, tarsisque nigricantibus. Long. corp. 6 lin.,
extens. alar. 10 lin.
Prope Illapel inrenit orn. Landbeck.
Säramtliche vier vorliegende Exemplare sind ^^ eibchen. Die Augen
sind mit sehr kurzen, weisslicheu Härchen besetzt. Keine Punktaugen.
Die Stirn ist braungelb, der braune Scheitelfleck sehr klein, rudimentär,
dagegen die kahle, dunkel gelbbraune Binde über den Fühlern sehr
gross. Die beiden ersten Fühlerglieder sind, wie das Gesicht, hell rosen-
roth, ins Grauliche fallend, das dritte schwarzbraun, mit deutlichem.
724 nr.R.A. Piiiiippi:
wiewohl stumpfen Zahn. Die Taster sind weisslit-h, der Rüssel schwarz.
Die ganze Unterseite des Körpers und die Seiten der Brust sind weisslich,
weiss behaart, und die helle Bi)ide, welche jederseits vom Kopf bis zum
Ursprung der Flügel reicht, ist vorn gelb. Der Brustrückeu trägt schwarze
Härchen. Die hinteren Hinterleihsrlnge werden auch an den Seiten
schwärzlich , so dass zuletzt nur zwei gelbe Flecke auf jedem übrig
bleiben. Die Hüften sind von der Farbe des Bauches, aber die Troehan-
tereu sind schwarz; die schwarze Färbung der Spitze der Schienen und
der Tarsen ist an den Vorderbeinen am meisten entwickelt. Die Schwinger
sind schwarz.
Steht dem T. ayidicola am nächsten, und ist vielleicht mit diesem
zu vereinigen; mindere Grösse, die gelbe Färbung der Seiten des Hinter-
leibes und die gelbliche Färbung der Beine unterscheiden ihn jedoch
leicht davon.
Chrysops ]}leig;en.
Blanchard führt bei Gay uur eine Art auf, ich kenne eine zweite
chilenische.
\. Chrysops trifaria Macq.
„Von Serena in der Prov. Coquimbo etc." Findet sich bei Santiago
in der Nähe vou kleineu am Ufer mit Binsen, Schilf und Rohrkolben
bewachsenen Seeen.
2. C/w. merulaPh. Chr. omuino atra; alis basi, fascia et limbo antico
uigris. Long. corp. SYz ün., extens. alar. T'/j liu.
Prope Llico in prov. Colchagua specimen invenit orn. Landbeck.
Diese Art ist ohne weitere Buschreibung zu kenneu. Die Flügel
sind wie bei der andern Art.
Trichopalpns Pli.i).
Caput semiglobosum, imberbe, vertice planum. Oculi in § pilosi,
distantes, in (^ contigui; oeelli. Antennae breves, porrectae, triarticu-
latae; articuli longltudine subaequales, sensim crassiores; prinuis subcy-
lindricus, secundus subconicus, tertius globosus, seta teruiinali antennam
paruni supcrante. Proboscis porrecta, caput sesquies aequans, aut brevior,
capite minor, satis crassa; palpi porrecti, aiitennas aequantcs, biarticulati^
valde hirsuti. Thorax parum convexus, fere glaber. Scutellum muticum.
Abdomen ovato-oblongum, subdepressum, segmeutorum sex. Pedes nor-
males, pilis tenuibus vestiti; tibiae calcaratae; pulviili tres, unguibus
uiinutis breviores. Alae longae cellula margiuali distiiicta, submarginali-
bus duabus, posticis quijique, anali apcrta.
'J ^Qt,^, T^tJKo's, Haar, palpus.
Aiifziililiing der chilonisrlipn Dipteren.
7pr,
1. Triehopalpns obscxirns Ph. Tr. capite, thorace, antcnnis, pro-
bosclde, pedibusque uigris; abdomine atro-caeruleo; alis iufumatis, iiiacula
stipfuiaticali uigra. Long. corp. V^/.^ lin., extensio alarum 7*/^ lin.
Frequeus iu prov. Valdiria, mensibus Decembri et Jauuario, avide
sauguiuem rostro petit.
Der Kopf und die ersten Fühlerglieder sind mit massig kurzen
Haaren bekleidet; die Haare des Untergesichtes, der Brust und des
Unterleibes sind ziemlich laug, fein und weich, die äusserste Hälfte der
Marginalzelle ist schwarz.
2. Tr. foecilogaster Ph. Tr. corpore, antennis pedibusque uigris;
abdomine luteo, yitta mediana segmentorum 3 et 4, apiceque nigris; alis
infuscatis, margine autico nigri«. Long. corp. 3 liu., extens. alar. ly.^ ^"i.
Siehe Abbildung.
In proT. Valdivia non Valde rarus.
Diese Art ist aus der Diagnose sogleich zu erkennen, und mit keiner
andern zu verwechseln.
3. Tr. fuivus Ph. Ti". capite, basi anteunarum, palpis, thorace, ab-
domine praeter apicem nigrum luteis; oculis, proboscideque uigris; pedi-
bus fuscis; alis flarescentibus. Long. corp. 2^2 liu-j extens. alar. 6 liu.
Semel in praedio meo raldiviano cepi.
Das Exemplar ist ein Weibchen, das dritte Fnhlerglied fehlt dem-
selben. Auch diese Art ist so auffallend verschieden, dass es überflüssig
scheint, sie weitläufiger zu beschreiben.
4. T. einer ascens. Tr. cinereus ; articulo tertio anteunarum in (^ nigro,
in ^ testaceo; foeminae abdomine margine segmentorum fascia lata
luteo-ferruginea, medio interrupta ornato; maris abdomine aurantio, basi
apice et vitta mediana uigris; alis parum infuscatis, striga basilari, fas-
ciaque mediana irregulari nigricantibus; pedibus testaceis. — Long. corp.
2% lin. ■
Feminas duas in prov. Santiago, marem in prov. Aconcagua cepi.
Das Gesicht ist heller grau, als der übrige Körper, das Unter-
gesicht mit langen weissen Haaren bekleidet. Thorax und Schildchen sind
mit schräg gestellten, der Rücken des Hinterleibes mit anliegenden weiss-
lichen Härchen bekleidet. Bei den beiden Weibchen zeigt der Hinterrand
der Hinterleibsringe eine schmutzig orangegelbe in der Mitte unter-
brochene Querbinde, bei dem Männchen sind die ersten drei Hinterleibs-
ringe grösstentheils rothgelb und nur die Basis des ersten, Flecke auf der
Mittellinie nahe dem Hiiitenande, und je ein kleinerer an den Seiten
schwarz. Auch ist das dritte Fühlei'glied schAvarz. Sollte das Männchen
eine eigene Art sein?
7^Q Dr.R A. Philippi:
8icaria Latreille. Coenomyidae Big.
Coennra Bi^ot.
Ann. Soc. eiitoin. 3. Ser. tome V. p. 286.
1. Coennra longicauda Big. 1. c.
Bigot hat nur ein Weibchen, von Germain wie gewöhnlich ohne
Angabe des Fundortes erhalten, beschrieben. Das Museum besitzt zwei
Männchen voa Parrat iu der Prov. Colchagua, die einen ganz gewöhn-
lichen Hiiiterleib haben und scheint die Verlängerung des Al'tersegmentes
zufällig gewesen zu sein. Meine Exemplare haben nicht nur auf dem
Bauche, sondern auf dem Rücken an den Seiten weisse oder atlasgraue
schillernde Flecke.
2. C. xanthopleura Ph. C. atra, vittis duabus thoracis pilisque ad
latora ejus flavis; maculis orbicularibus albis ad latera dorsi abdominis;
alis pallide rufis. Long. 9 lin., extens. alar. 18 lin.
In prov. Valdivia Uecembri 1859 feminam cepi.
Vielleicht blosse Varietät der vorigen Art; doch sind die Haare des
Untergesichtes und vielleicht der Vorderbrust, so wie die an den Seiten
der Brust, welche bei der vorigen Art kohlschwarz siud, bei dieser gelb,
und die atlasgrau schillernden Flecke oben an den Seiten des Hinterleibes
sind kreisrund.
3. C biguttata Ph. C. atra, vittis duabus thoracis pilisque ad latera
ejus flavis; margine postico scutelli flavo ciliato; segmento quarto abdo-
minis supra maculis duabus transversis albis uotato; alis autice pallide
rufis, postice et apice infumatis. Longit. corp. T/i ü"- •> extens. alar.
fere 16 lin.
In prov. Valdivia habitat.
Auf einem Waldwege zwischen Santo Domingo und Futa schwebten
diese schönen Fliegen zwei bis drei Fuss über dem Boden lauge Zeit
ohne sich zu setzen, flogen pfeilschnell davon, wenn ich mich ihnen nahte,
und kamen dann wieder auf dieselbe Stelle zurück. Audi diese Art ist
kohlschwarz, Brust und Schildclien sammtartig und' ersteres mit zwei
hellgelben Striemen verziert. Die Seiten der Brust und das Untergesiclit
sind noch reichlicher mit gelben Haaren bekleidet ais bei C. xanthopleura.,
und auch der Hinterrand des Schildchens trägt sehr dichte, gelbe, abwärts
gerichtete Härchen. Der vierte Hiuterleibsring hat oben eine weisse, in
der Mitte unterbrochene Querbinde, die sehr auffällt und der Bauch drei
atlasgraue Querbinden, von denen die beiden vordersten in der Mitte
breit unterbrochen sind; die dritte schliesst sich an die unterbrochene
Querbinde der Oberseite an. Das Gesicht ist grau wie bei der fol-
genden Art.
Aufzählung (lor chilenischen Dipteren.
727
4. C elegans Ph. C. atra^ thorace flavo-bivittato, ad latera aureo-
fulvo-hirsuto; abdoniine supra maculis sex albis biseriatis oruato; alis
antice pallide rufis, postice et apice iuf'umatis. Long. corp. 8 lin. , latit.
tborac. 3 Hu., exteus. alar. iQYi ^i"-
Prope Llico specimeu uactus est oru. Laudbeck.
Auch diese Art hat ein graues Gesicht und eine reichliche gelbe
Behaarung an dem Untergesichte, dem Praesternum und den Seiten der
Brust, aber die Wimpern am Ende des Schildchens sind gelbweiss, und
der zweite, dritte und vierte Hinterleibsring haben zwei querovale weisse
Flecke; auf dem vierten Ringe erstrecken sie sich bis zum Seitenrande
und bilden so eine in der Mitte unterbrochene Querbinde wie bei der vo-
rigen Art. Der zweite und dritte Ring haben am Rande selbst ein kleines
weisses Fleckchen. Der Bauch hat dieselben drei atlasgrauen Querbinden
wie C. bignttata, sie sind aber breiter und weniger unterbrochen. Die
Flügel sind dieselben.
Bemerkung. Wenn die Spitzen der Kiefer etwas über die Unter-
lippe hiuaussteheu, so sieht der Rüssel ganz wie ein Aderlassschnepper aus.
Xylophag^ia Hleig.
Heteroslomns Bigot.
Ann. Soc. entom. Ser. 3. tom. 5. p. 285
1. Heterostomns curvipalpis Big. 1. c. p. 285.
Ich habe diese schöne Fliege nur ein Mal am Fusse der Cordilleren
von Santiago gefangen.
Xylopha^as Neig.
1. Xylophagns carbonarhis Ph. X. omnino fusco-niger; basi fe-
morum fusca; alis valde iufuscatis. Long. corp. 7 Vi üu., exteus. alar.
14 lin.
Prope Corral invenit indefessus Krause.
Zwei Weibchen. Die Fühler sind kürzer als der Kopf, das dritte
Glied so lang als die beiden ersten zusammen und deutlich geringelt, ab-
gestutzt, mit einem Büschel Härchen endigend. Die Seiten der Brust,
die vorderen Ecken, die Streifen jederseits vom Ursprünge der Flügel bis
zum Schildchen , die Seitcuränder des Schildchens siud hellbraun. Der
schmale Rand der Hinterleibsringe orangegelb.
Hd. W. Abliandl. 93
728 »r. R.A Philippi:
Hyloriisi) Ph.
Caput subglobosum. Oculi in c;^ magiii, contigui, in ^ mediocres,
distantes, glabri. Ocelli... Auteiinae capite breviores, in media ejus
altitudine iiiserti, triarticulati. Articuli duo primi breves, aequales, cylin-
drici, subnudi; tertius antecedeutes aequans, subcjlindricis ex octo aunulis
constaus, primo magno, apice fasciculuni pilorum brevium gei'eus. Facies
recedens, pubescens. Os parvuni; proboscis et palpi vix apice exserti.
Thorax modice convexus, in ^ capite multo latius. Scutellum inerrae.
Abdomen Septem anuulis formatum, in (^ lineare, depressum, in §
couicum. Alae margine autico convexo ut iu Xylophago^ sed nervi ut iu
Beride. Pedes simplices, satis tenues; tibiae iiiermes, ecalcaratae^ tarsi
tibias fere bis aequautes; pedes postici longiores, anticos sesquies aequan-
tes; tarsi eorum latiores; ungues parvae; pulvilli tres.
Durch die zusammenstossendeu Augen des Männchens sogleich von
JCylophagut^ verschieden.
Jfylortffi Krausei Ph. H. corpore e flavesceuti fusco^ thorace fusco
strigato; alis hyalinis, fusco subbifasciatis; pedibus pallide fuscis. ^ long.
corp. 7 iin., extens. al. 16 lin.
Prope Corral, puertum Vaidiviae ins. oruat. Krause.
Der Körper hat zur Grundfarbe ein blasses, gelbliches Braun, und
ist mit kurzen, weissllciien Härchen bekleidet, die meist anliegen. Die
Augen sind dunkelbraun. Die Brust hat braune Striemen, nämlich in der
Mitte eine b.eite, getheilte Linie, dicht daneben jederseits eine schmale,
braune Linie, und mehr nach der Seite hin eine braune, in der Mitte
unterbrochene und den Vorderrand nicht erreichende Strieme. Die Basis
der Flügel ist wasserhell, dann folgt eine breite, graue Querbinde; die
Discoidalzelle ist wasserhell, so wie der äussere und liintere Theil des
Flügels, abc;r Marginalzelle und Mediastinalzelle sind braungrau. Das
Knieende der Schenkel ist dunkelbraun, sonst sind die Beine hellbraun
und die Tarsen kaum dunkler.
Lagarns 2) Ph.
Caput transversum, frons long'itudinaliter sulcata. Oculi distantes,
parvi, pilosi. Ocelli tres. Antennae in media oculorum altitudine in-
sertae, breves, triarticulatae; articulus primus sat longus, cyliudricus;
secuudus brevior; tertius antecedeutes conjunctos aequans, oblongiis, ob-
tusus, pilüsus, obsolete annulatus. Proboscis inclusa. Scutellum inerme.
*) vXtagdq in Wäldern lebend.
*j XaydQÖq^ dünn, schmächtig, weich.
Aiifzäliluug der cliilfuisclieu Dipteren. ^ ~J
Abdomen segiueutorum septem. Alarum cellula costalis brevis; margiualis
perbrevis, louge ante apicem alae tei-miuata; submargiiialis usque ad
apiceni alae extensa; cellulae posticae quatuor, secuuda petiolata, omues
apertae; cellula analis clausa-, cellula discoidalis iiulla. Pedes
teuues, simjjlices, ineruies; tiblae ecalcaratae; ungues breres ; pulvilii tres.
Von deu übrigen Gattungen dieser Familie sogleich durch die
kurzen Fühler und den Mangel der Discoidalzelle zu unterscheiden.
L>af/a/'HS Paulseni Ph. L. omnino testaceus; articulo tertio anten-
narum abdomineque ciuereis; alis pallide fuscis. — Long, sy^ lin. , ext.
alar. 1'^/^ lin.
E coli, oru Ferd. Pauls en.
Die Augen sind dunkelbraun, weisslich behaart; jedes nimmt deu
dritten Theil der Breite des Kopfes ein. Von jedem Auge verläuft auf
dem Scheitel eine Furche schi-äg nach hinten und innen und verlängert
sich nach vorn, bis sie vor den Puuktaugen in einem Winkel zusaninien-
stossen; von diesem Winkel senkt sich eine Furche bis zur Mundhöhle.
Der ganze Kopf ist mit kurzen feinen Härchen dicht bekleidet. Noch
kürzer ist die Behaarung der Brust, die keine deutlichen Striemen zeigt,
des Hinterleibes und der Beine.
Beris Latr.
Blanchard beschreibt bei Gay eine Art, ich kenne deren 5 mehr.
1. Berts maculipennis Bl. Gay VII. p. 400.
„Von Coquimbo." Das Museum besitzt sie von lUapel, aus der Prov.
Santiago und auch aus der Prov. Valdivia, sie scheint also über den.
grössten Theil Chiles verbreitet zu sein.
2. jB, lucti/era Ph. B. omnino nigra, nigro-pubescens; scutello
quadrispinoso ; tarsis subtus atro-villosis; femoribus posticis basi tar-
soruraque posticorum articulo primo albis; alis hyalinis, ad apicem in-
fuscatis , macula stigmaticali nigra. Long. corp. 5 lin. , extens. alar.
fere 9 lin.
Prope Corral ab ornat. Krause inveuta.
Das Thier ist fast ganz schwarz. Die Augen sind stark behaart,
die Stirue ungefurcht, die Gegend über den Fühlern silberweiss schim-
mernd. Die Fühler sind ganz schwarz, die beiden ersten Glieder behaart,
das erste verlängert, fast doppelt so lang als das zweite, das dritte an
der Basis stark verdickt. Der Rüssel ist an der Spitze weisslich, die
Taster sind schwarz. An den Seiten der Brust vor dem Ursprung der Flügel
stehen längere schwarze Haare, z. Th. mit weissen gemischt. Die Dornen
des Schildchens sind sehr langhaarig. Die Flügel haben fünf vollständige
hintere Zellen. Schwinger weiss. Die Unterseite der Brust ist mit weissen
Haaren besetzt. Die Hinterbeine sind verlängert und verdickt; die Schienen
schimmern z. Th. weiss, noch mehr die Tarsen.
93';'
730 Dr. K.A. Pliilippi:
3. B. trichonota Ph. B. capite corporeque atris; tliorace scutelloque
albo-villosis; scutello decemspiiioso; aus Lyaliiiis, apice f'usieseeiitil)us,
macula mag-na, stigmaticali nigra; pedibus Üavis. Long. corp. 3'/^ ün.,
exteus. alar. 6'/^ lin.
Prov. Valdiviam inhabitat.
Die Fühler sind so lang als der Kopf-, das erste und zweite Glied
dunkelgelb, das dritte Glied schwarz und stuujpflich. Der Hinterleib ist
breit und im trockenen Zustande mit schneidenden Rändern. Alle Fliigel-
adern sind schwarz, die Costalzelle auffallend breit. Ausser dem schwärz-
lichen Stigmafleck ist vor der Spitze noch ein kleiner dunkler Pleck am
Rande und der Raum zwischen beiden wasserhell. Die Beine sind alle so
ziemlich von gleicher Länge.
4. ß. modesta Vh. B. capite, antennis, corpore omnino nigris; spinis
scutelli quatuor albidis; abdomine angusto; alis macula stigmaticall
nigrescente; pedibus anterioribus albidis; posticorum femoi'ibus nigro
biannulatis, tibiis apice nigris; tarsis omnibus apicem versus nigricantibus.
Long, corp. 2'/j lin., extens. alarum 5 lin.
In prov. Valdivia loco dicto „los Ulmos" semel cepi.
Der Körper ist ganz schwarz mit violettem Schimmer, nur der
untere Theil der Stirne schimmert weisslich. Die Fühler sind ganz
schwarz, so lang als der Kopf. Der Hinterleib ist schmal und zlimÜch
stark mit weissHcheu Haaren bekleidet. Die vier Dorne des Schildchens
sind lang, etwas in die Höhe gebogen und weisslich. Der Rüssel ist
weisslich , die Spitze der Palpen schwarz. Nur vier hintere Flügelzellen.
Weisse Schwinger.
5. JB. thoracica Ph. B. lutea; thoracis dorso coeruleo; scutello
coeruleo, spinis sex luteis armato; abdominis elongati segmentis duobus
priuiis omnino, reliquis medio violaceo-coeruleis; tibiis posticis apice in-
fuscatis; alis hyalinis, macula stigmaticall fusca ; antennis capite sub-
brevioribus. Long. corp. 4'/2 liii-i extens. alarum 8% liu.
Prope Corral occurrit.
Die Stirne ist oben violett und hat zwei Längsfurchen, unten hat
sie eine Querfurche und schimmert graugelb. Die Augen sind braun. Die
Fühler kaum so lang" als der Kopf; die beiden ei'sten Glieder sind gleich-
lang, braungelb, das dritte ist schwarz und läuft allmälig in eine feine
Spitze aus. Rüssel und Palpen sind hellgelb. Von den sechs Dornen des
Schildchens bilden zwei die Verlängerung des Voi'derrandes und sind blau,
die andern sind länger und gelb, die mittelsten am längsten. Die Flügel
sind ziemlich wasserhell, die vorderste Ader bis zum Flügelmal gelb, die
übrigen schwarz; das Flügelmal ist schwarzgrau; die dritte hintere Zelle
am Rande der Discoidalzelle mit einem Ansatz zur Theilung. Die vorderen
Beine sind hellgelb, die Hinterbeine verlängert, verdickt, dunkelgelb, die
letzte Hälfte der Schienen fast schwarz, was stark mit den hellen, bei-
Aufziihlimg der chilenischen Dipteren.
731
uahe weissen Tarsen contrastirt. Ein sehr feiner kurzer Flaum bedeckt
Brust, Scliildcheu und Hinterleib, ohne dem Glänze Eintrag zu thun; die
beiden ersten HInterleibsseguiente sind an den Seiten mit längeren abste-
henden Haaren bekleidet; die Beine fast kahl.
6. B. lonyicornis. B. gracilis, lutea, vix puberula; maciila in parte
posticali thoracis ante scutellum, aliis in lateribus segmeutorum prlmorum
abdominis, fascia latissima posteriore atro-violaceis; scutello quadrideu-
tato; alis flarescentibus, fascia fusca, in regione stigmatis fere nigra; an-
tenuis capJte multo lougioribus nigris. Long. corp. 5 lin., latit. 1 lin.,
ext. alar. 9 lin.
In prov. Valdivia; primus comm. orn, Landbeck.
Der vorigen Art sehr ähnlich, jedoch sogleich durch die sehr viel
längeren Fühler, den bis auf einen kleinen Fleck ganz gelben Rücken
der Brust, die andere Vertheilung der blauen Farbe auf dem Hinterleib
und die ganz gelben Hinterschienen zu unterscheiden.
7. jB. luteiventris Ph. B. thorace scutelloque quadrispinoso pulchre
viridi-coeruleis; abdomine luteo lateribus nigro-marginato; alis hyaiinis
macula stigmaticali nigra notatis; pedibus anterioribus pallide flavis-,
posticorum elougatorum femoribus fuscis, iiavo annulatis, tibiis fuscis,
basi flavis. Long. 3 lin., extens. alarum fere 6 lin.
E coli, oruat. Ferd. Pauls en.
Stirne und Scheitel sind dunkelblau, aber der Raum unmittelbar
über den Fühlern ist weiss; das Untergesicht ist schwarz. Die Fühler
sind braunroth mit schwarzer Spitze. Die Dorne des Schildchens sind hell-
gelb. Der bräunlich gelbe Hinterleib wird gegen die Spitze dunkler und
ist an den Seitenrändern schwärzlich eingefasst; auch die Hinterränder
der Segmente sind schwärzlich. Die Hinterschenkel sind, wenigstens beim
Männchen, nicht bloss verlängert, sondern auch verdickt.
8. JB. mridiventris Ph. B. thorace cum scutello quadrispinoso ab-
domineque coeruleo- seu viridi-aeneis; antennis nigris, basi testaceis; alis
hyaiinis, macula stigmaticali fusca; pedibus pallide flavis, posticis elon-
gatis, incrassatis. Long. S'/s lin., extens. alar. 7 lin.
E collect, orn. Ferd. Paulsen.
Diese Art hat die Gestalt, Grösse, verlängerten Hinterbeine der
vorigen Art, von der sie sich aber sogleich durch den ganz broncegrünen
Hinterleib unterscheidet. Die Stirne ist violett mit dem gewöhnlichen
weissen Flecke über dem Ursprünge der Fühler. Die Hinterbeine sind
heller und die braunen Ringe kaum angedeutet.
732
Dr.R.A.lMiilipiii:
Stratiomydes Latr.
Odontomyia Latr.
i. Odontomtßiu eUganc Mac-q. Gay VII. p. 401.
„Sauta Rosa etc." Bei Santiago, iu Valdivia etc.
2' O. cruciata Macq. Gay VI[. 402.
„Coquimbo etc." Laudbeck fand sie bei lUapel, ich selbst liug sie
am Kouco-See in Valdivia.
3. O. fascifrons Macq.
„Coquimbo." \\'ir besitzen sie von Illaiiel.
Cyclogaster Macq.
i. Cyclogaster Faulseni Ph. C. niger; vittis quatuor griseis in
tliorace; macula rotunda, albo-pilosa in utioque iatere segmentorum 2. 3.
4. abdoniinis; aus hyalinis. Long. corp. 3'/^ lin., extens. alar. 7 lin.
Ad radicem Andium prov. Santiago invenit orn. Feid. Paulsen.
Es liegt ein Männchen vor. Dasselbe ist glänzend schwarz, bis auf
die Augen, welche rothbrauu und mit schwärzlichen Härchen besetzt
sind. Das Epistom tritt nicht hervor, es ist also das vortretende
EpistoDi kein wesentlicher Charakter des Genus. Die Basis des dritten
Eiihlergliedes schimmert bei gewissem Lichte roth. Die Brust trägt auf-
recht stehende, schwärzliche Härchen; die giauen Striemen derselben
werden durch anliegende Härchen hervorgebracht. Der Hinterrand des
Schildchens trägt ebenfalls graue Härchen, die wenig auffallen. Längere,
anliegende, weisse Härchen bewirken die kreisrunden Flecke auf den
Seiten des kreisförmigen, in eine Spitze auslaufenden Hinterleibes. Die
Schwinger sind weiss. Die Beine sind ganz schwarz, selbst die Tarsen.
2. C rubriceps Fh. C.ater; capite laete rubro; thorace cinereo-
vittato; maculis rotundis albo-sericeis in segmentorum 2. 3. 4. lateribus;
alis hyalinis. Long. 4 lin., extens. alarum 8'/^ lin.
E coli, ornat. Ferd. Paulsen, qui in Prov. Santiago cepit.
Das Epistom tritt eben so wenig hervor als bei der vorigen Art.
Der Scheitel ist so weit er die drei Punktaugen trägt, glänzend schwarz.
Die Augen sind behaart, also wohl eiu Männchen.
Cyanauges i) Ph.
Frons lata, sicut totum animal nitidissiraa. Oculi glabri. Antennae
iriarticulatae; articulis duobus primis brevissimis, tertio elongato, fere
^) Kvavavyijs glänzend blau.
Aiifziihliiiifr ilt^r chilenisrhen nipteren. 733
lanceolato, sexanuulato, in stylura brevem obliquum tereteni desineiite,
qui apice setulam niiiiimam gerit. Proboscis horizontalis vix prominens.
Scutellum sex- vel potius octo d enta tum. Abdomen breve, depres-
sum, suborbiculare, quadriannulatum, margine acuto. Alae incumbentes;
nervo mediastiuo rectiliueari, mox cum costali confuso ; nervo marginal!
ramiim obliquüni, sat crassum emittente; iiervis reliquis plerisque tenuibus,
subbyalinis; celluHs posticis tribus. Pedes mediocres, tibiae inermes, pul-
villi duo.
Durch die Zahl der Dornen des Schildchens sogleich von den andern
Gattungen dieser Familie zu unterscheiden; es sind acht Dornen vor-
handen, aber die äussersten bisweilen klein, und an kleinen Exemplaren
zu übersehen.
Cyananges valdivianus Ph. C. obscure caeruleus, nitidus, etsi sub
lente puberulus ; antennis pedibusque nigris, ultimo antennarum articulo
interdum obscure rufo; alis hyaliuis. Long. corp. 3 lin. , extens. alar.
TA lin.
In prov. Valdivia satis frequens, in prov. Santiago rarissimus.
In Valdivia fange ich die Fliege öfter im Zimmer an den Fenstern,
nur ein- oder zweimal habe ich sie auf Blumen angetroffen. Der ganze
Körper ist von einem prachtvollen Kornblumenblau, die Flügeladern hell-
braun, die SchAvinger weiss.
Syrphica Meig.
Aphritis Latr.
.' Aphritis violaceus Macq. Gay VII. p. 404.
„Coquimbo". Santiago, lUapel, Colchagua, Valdivia, selten. Die blaue
Farbe fällt vielleicht eben so oft ins Grüne, wie ins Violette.
Yolucella (leoffr.
'^ i. VoltfCeiia scutellata Macq Gay. VII. p. ^05.
„Coquimbo, Santa Rosa". Santiago, Colchagua, ziemlich häufig.
^ 2. y. concinna Ph. V. capite pallide flavescente , antennis nigris;
thorace fusco; scutello flavescente; abdomine luteo, pellucido, linea mediana
in segmentis 2. et 3., margine segmeuti 3., apiceque nigris; femoribus nigro-
fuscis, genubus, tibiis, tarsisque rufis; alis hyaliuis. Long. 7 lin., extens.
alar. 16 lin.
In prov. Santiago et Aconcagua, priore multo rarior.
Das Gesicht fällt senkrecht in gerader Linie herab, reicht welter
nach unten als bei V. scutellata, und ist daselbst spitzer. Ueber dem Ur-
734
Dr.K.A. l>liili|i|ii:
spruug der Füliler ist beim (^ ein sehr auffallender Kanira oder Wulst
von schwärzlichcu, aufgerichteten Härchen gebildet. Auf dem mit aufge-
richteten, greisen, sehr feinen, weissen Härchen, und einzelnen, stärkereu
schwarzen Härchen bekleideten Rücken der Brust, schimmern nur bei ge-
Avissem Licht weissliche Striemen. Uas Schildchen trägt ausser seiner
greisen Behaarung am Hinterrande eine Reihe schwarzer langer Bür^teu;
die erste Hälfte des dritten Hinterleibsriuges schimmert graalich; das
vierte Hinterleibssegment hat eigentlich eine spornförmige schwarze
Binde, allein der dreieckige gelbe Fleck, den diese frei lässt, ist sehr
klein, und fällt wenig in die Augen. Der Bauch ist hellgelb , glänzend,
fast kahl, und jeder Ring hat in der Mitte einen grossen schwarzen Fleck,
ebenso hat der umgeschlagene Rand der Rückeusegmente in der hinteren
Hälfte einen grossen schwarzen Fleck. Der Hinterleib ist länglich, kaum
breiter als die Brust.
w 3. l\ azurea Ph. V. capite corporeque obscure caeruleis, nitidis ;
antennis pedibusque atris; abdomine suborbiculari , thoracem latitudine
superaute; alis hyalinis, macula nigra in medio ad margiuem anticum
uotatis. Long. 7 lin., latit. thoracis 3 lin. , extens. alar. 15 lin.
Frope Llico in prov. Colchagua ornat. Landbeck specimiua tria
(5" cepit.
Gesicht , Brust und Hinterleib sind prachtvoll stahlblau und glän-
zend. Das Gesicht erscheint unter den Fühlern ausgehöhlt und tritt dann
horizontal hervor , um senkrecht und in einer schwach coucaven Linie
nach der Mundöö'nung abzufallen; es ist mit sehr feinen Härchen besetzt.
Die Stirne und die Augen sind ziemlich lang behaart; der Haarwulst
quer über den Fühlern, welchen die beiden vorhergehenden Arten im
männlichen Geschlecht besitzen , fehlt. Die Brust ist dicht und ziemlich
lang behaart , mit schwärzlichen Haaren. Die Borsten am Rande des
Schildchens fallen weuig auf. Der Hinterleib trägt auf den beiden ersten
Segmenten sehr kurze, dicht anliegende Härchen, auf den folgenden län-
gere. Der Bauch ist kahler, glänzender, prachtvoll blau. Die Beine haben
wenig Glanz. Der tief schwarze, scharf begränzte Fleck der Flügel ist
beinalie viereckig , und iiimmt sicli auf der wasserhellen , mit feinen
schwarzeji Adern durchzogenen Membran sehr hübsch aus.
Plialaci'omyia Roudani.
^' 1. Phalncromyia nigt-ipes Bigot. Ann. Soc. ent. Ser. 3. tom. V.
p. 296.
„Chile". Vermuthlich aus den mittleren Provinzen. Herr Germain, [
von dem die von Bigot beschriebeneu chilenischen Fliegen herstammen,
war nie dahin zu bringen, den Fundort zu bemerken. Ich habe diese Art
Aufziililimpr «liT rliüpnisrlienniplprpn. /.)5
noch nicht gefunden, die durch ihre kupferrothe Farbe sehr ausgezeichnet
sein muss, wohl aber eine andere.
2. PIt. rufnscutellaris Ph. Ph. corpore nigro; facie, antennis scutelloque
aurantio-rufis; alis hyalinis cellula raediastina int'uscata et macula stig-
maticali mtata; pedibus nigris. Long, corp, 4 lin. , exteus. alar. 10'/^ Hn.
Habitat in pror. Santiago.
Die Augen sind mit greisen Härchen bekleidet, der Scheitel ist dunkel
braunroth; das Gesicht hat einen Höcker in der Mitte zwischen der vor-
springenden Stirne und dem Munde, ganz wie die vorige Art. Die Här-
chen des Kopfes sind schwarz, und stehen auf Stirne und Scheitel dichter.
Das dritte Fühlerglied ist vielleicht doppelt so breit als bei jener Art
(nach der Abbildung), nämlich nur l'/jmal so lang als breit. Die schwarze
Borste ist in der letzten Hälfte fast vollkommen kahl. Brust und Schild-
chen sind mit ziemlich langen , aufgerichteten schwarzen Härchen , der
Hinterleib mit kürzeren , dichteren besetzt. Die Borsten am Ende des
Schildchens sind feiner, nicht so dornenartig wie bei Volucella scutellata
Macq. Die Flügel haben eine offene Marginalzelle. Schwingkölbchen
weiss, Stiel schwarz.
3. PIt. concolor Ph. Ph. corpore, etiam scutello, nigro; facie et an-
tennis aurantio-rufis', alis hyalinis, cellula mediana infuscata et macula
parva stigmaticali notata; pedibus nigris. Long. corp. BYj lin. extens. alar.
l^Vj lin.
E prov. Santiago.
Die Behaarung der Augen ist schwarz , nicht greis , wie bei der
vorigen Art, der sie sonst, mit Ausnahme der Farbe des Schildchens, voll-
kommen gleicht. Der ganze Körper hat einen blassblauen eigenthüm-
lichen Schimmer.
Eriophora i) Ph. L/-tA^
Corpus crassum, dense villosum. Facies inferius perpendlcnlariter
producta, sub prominenda autennifera transversim concava. Antennarum
articuli duo basales breves , tertius ovatus, latior quam longus , seta fere
basaii, nuda terminatus. Alar um cellula submarginalis haud petiolata,
aperta; nervus submarginalis rectus; cellulae porticae prima et secunda
nee non analis clausae. Pedes satis tenues, tibiae posticae arcuatae , versus
apicem sensim incrassatae.
Von Eriorrhina und Mallota durch das senkrecht nach unten ver-
längerte Gesicht, welches an Volucella erinnert, verschieden, von Pele-
cocera , welches dieselbe Kopfform hat, durch die dünne, lauge Borste
der Fühler, der breiten Leib.
^) ^Qtov Wolle und (psQSLV tragen,
Dd. XV. Abhandl. 94
736 nr. R. A. Pliilippi:
Eviophora aureo-rufa Ph. E. siipra rufo-aiirea; facie aurea, sericea,
genis glabris iiigris, ultidis; aus lutescentibus, ad apicem infumatis; pedi-
bus nigris, apice femorum , basique tibiaiiim luteo-riifis. Long. corp. 1^/^
lia., exteiis. alar. 17 liii.
lu pror. Valdivia rara.
Die Augen sind vollkommen kahl, braun, und stossen beim (^ zu-
sammen; beim ^ wird die ziemlich breite Stirn nach oben allmälig etwas
schmäler. Auf Stirn, Scheitel und Hinterkopf stehen kurze aufgerichtete
gelbo Härchen. Die Fühler sind rotligelb, die Borste braun, ziemlich lang,
unter der I.upe ungegliedert. Der Brustrücken lässtdrei feine genäherte
Ijängslijiien in der Mitte, und jederseits eine breitere Strieme yon hellgrauer
Farbe dui'chsciiimmern. Die ersten Hinterleibsringe haben kürzere, mehr
anliegende Härchen. Die Brust erscheint unten graulich, ist aber eigent-
lich schwarz, mit hellgelben Härchen bekleidet. Der Bauch ist fast kahl,
kohlschwarz, glänzend. Die Beine sind dicht mit ziemlich kurzen, meist
anliegenden Härchen bekleidet, welche zum Theile, besonders auf den
Tarsen, die eigentliche Farbe verdecken.
Stilbosoma i) Pli.
Corpus latum , glaberrimum. Oculi glabri , etiam in mare separati,
Prominentia autennifera valde producta. Facies infra producta, labro
tridentato. Autenuarum articuli basales, breves , tertius suborbicularis,
latior quam longus, ad originem setae elongatae subangulatus. Alar um
cellula submai'ginalis aperta, nervus subniarginalis rectus, cellula basi-
laris prima appendiculata. Pedes postici multo majores, femora incrassata,
ante apicem bidentata; tibiae arcuatae.
Durch den hohen Höcker , welcher die Fühler trägt sehr ausge-
zeichnet. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äusserlich nicht,
oder ich besitze lauter Weibchen von allen drei Arten.
\. StUbosoma cyanea Ph. St. capite, corpore, pedibusque atro-
cyaneis nitidis; antennis nigris; alis uigricantibus, ad marginem anticum
nigris. Long. corp. 5 lin., extens. alar. iO'/. ün.
Prope Santiago et in prov. Valdivia occurrit, nullibi frequens.
Stirn, Scheitel und Hinterkopf sind mit aufgerichteten , schwärz-
lichen Härchen sparsam bekleidet, das Gesicht und der Fühlerhöcker sind
kahl. Die Brust trägt an den Seiten , das gerandete Schildchen am
Rande schwarze borstenähnliche; die ersten Hinterleibssegmente an dea
Rändern weisse Haare, auch das Untergesicht trägt weisse Hajire. Die
Flügeischuppen sind weiss, schwarz gerandet , und schwarz gewinipert.
Die Härchen, welche Schenkel und Schienen bekleiden, sind schwarz,
^) ariXßog glänzend und oäfia Körper.
Aiifzaliliiiig der cliiliiiiäclicii DipUTi.'» i oi
die dichten bürsteiiförinig-eu Ilärcheiv der Unterseite der Tarsen weiss;
Aveiss sind auch die Haftlappeu und die Klauen bis auf die schwarze
Spitze, was sehr auffallend aussieht.
2. Si. niyrinervis Fh. St. capite, corpore, pedibus cyaneo-atris , an-
teiinis uigris; alis subliyalinis , iiervis omnibus fusco-uiarginatis. Long.
6 lin., cxtens. alarum 13'/.^ lin.
Valdiviae specinieu cepi.
Mehr scliwarzblau als die vorige Art, und durch die Färbung der
Flügel yerschiedeu. Sonst kann icli keinen Unterscliied entdecken.
3. Sf. ruhiceps Ph. St. tliorace, abdoniine pedibus atro-cyaneis; capite
hiete rubro; anteiinis alisque uigris. Long. 5'/, lin., extens. , alar. \% lin.
E prov. Santia.u'o.
Ausser der lebhaft rothen Farbe des Kopfes kann ich keiuen Un-
terschied von St. cuanea angeben.
Steiphiisi) Ph.
Corpus lineare, sed satis latum depressum, pubescens. Ocuü glabri,
luaris contigui. Frons producta, apice antennifera. Facies perpendicularis,
ore haud producto, conyexa. Anteniiarum articuli basilares breves, tertius
suborbicularis , inferius paullo productus; seta simplici glabra armatus.
Alarum cell ula submargiualis aperta, ueryus submarginalis parum flexuosus,
fere rectus, cellula postica prima sinuata. Pedes postici multo longiores ;
femora paullulum incrassata, subtus setis crassioribus densis brevibus ar-
mata, tibiae parum arcuatae, ungues et pulvilli longi.
Steht wohl PWomerwß M a c q. nahe, die Seitenansicht des Kopfes ist
durch den oben w^eit weniger geneigten Vorsprung der Stirn ziemlich ab-
weichend, und die Hinterschenkel sind unten nicht gesiigt. Leider sagt
Macq. (hist. nat. des ins. Dipteres 1. p. 5H) nicht, ob die Submarginal-
ader geschwungen oder gerade ist.
i. Sterp/nts antennalis Ph. St. atro-cyaueus nitidus; facie aureo-
rufa, nitida; auteunis , tibiis, tarsis , alis nigris. Long. corp. 7 lin., latit.
2V4 lin., extens. alar. 14.
In prov. Valdivia sub finem aestatis frequeus.
Schwebt lange an derselben Stelle in der Luft , und fliegt dann
pfeilschnell davon. Der Kopf ist beinahe noch breiter als die Brust , der
kleine dreieckige Scheitel der Männchen, der Scheitel und der grüsste
Theil der Stirne bei dem Weibcheu sind schwarz mit Bronceschimmer, bei
dem Männchen ist der ganze obere Theil des Stirnhöckers ebenso roth-
gelb und metallisch glänzend wie das Gesicht, bei den Weibchen nur der
Theil unmittelbar über den Fühlern. Scheitel und Stirn sind mit langen
^J GTiQrpoi^ eine Art Mücke oder Fliege bei den Alten.
738 Dr.K. A. i'liilippi:
schwarzen Härchen, das Uutergesicht mit weisseu bekleidet. Aufgerichtet
schwarze Härchen bikleideu auch die Brust, utid uoch mehr das Scliild-
cheu , das stark verlängert ist. Die Hinterräuder der Vorderbrust sind
von oben gesehen silberweiss , und auf der Mittelbrust scliimmeru vier
Striemen glänzender als die übrige Brust. Der Hinterleib ist prachtvoll
blau, oben mit kurzen , anliegenden schwarzen Härchen , an den Seiten
mit längeren, weichen Haaren bekleidet, die in der ersten Hälfte der
Segmente weiss, in der zweiten schwarz sind , was besonders beim vier-
ten auffällt. Der Bauch ist beiuahe blaugrau , und ebenso glänzend wie
der Rücken, Sclienkel und Beine sind mit schwarzen, die Tarsen unten
mit weissen, bürstenartigen Haaren bekleidet, wie bei Stiliosoma und
ebenso sind die Haftlappen und die Basis der Klauen weiss,
2. St.? cijanocejihalus Ph. St. obscure cyaneus , violacescens , niti-
dissimus, facie coneolore; autennis, tibiis, tarsis, aus nigris. Long, ü'/i lin.,
extens. alarum 10'/^ lin.
Specimen prope Santiago lectum servo.
Prachtvoll dunkelblau mit violettem Schimmer, lebhaft glänzend,
das Gesicht von derselben Farbe. Die Härchen an den Seiten des Hinter-
leibes sind weit kürzer als bei der vorigen Art, und bilden keinen auf-
fallenden Saum darum. Die Flügel sind noch schwärzer, aber die Schwin-
ger rein weiss, während sie bei St. autuntnalis schwarz sind. Die Tarsen
sind unten schwarz behaart. Die Klauen weit kleiner, schwarz, die Haft-
lappen aber weiss. Hinterleib und Beine sind etwas kürzer, das Gesiclit
ist ausgehöhlt, und der Mundrand stärker vorstehend, fast wie bei Stil-
boäoina. Der die Fühler tragende Höcker, die einfachen Hinterschenkel,
die schwachen, fast geraden Hinterschienen sind wie bei Sterphus.
3. St.? flavipes Ph. St. ater metallice nitens, subcaerulescens; au-
tennis atris; pilis capitis, oculorum, thoracis, scutelli, ultimorum abdominis
segmentorum atris, primorum segmentorum aurantiis; alis basi et antice
flavesceutibus, postice et apice infumatis; pedibus praeter basiu nigrara
femorura aurantiacis. Long, ö lin., extens. alar. 10 lin.
An Cheilosia aurantipes Bigot.? Ann. Soc. entom. etc. Ser. 3.
tom. V. p. 298.
E coli. orn. Ferd. Pauls en.
Die Beschreibung, welche Bigot a. a. 0. von seiner Cheilosia auran"
tipes gibt , passt bis auf folgende Verschiedenheiten auf vorliegende
Fliege: 1. die ersten beiden Fühlerglieder sind nicht röthlichbraun , das
dritte nicht dunkelbraun, sondern alle drei sind tief schwarz; i. das Gesicht
ist nicht mit grauen, sondern mit schwarzen Haaren bekleidet; 3- die
Oberseite des Körpers zeigt keinen kupferrothen Schimmer „reflets d'un
cuivreux rougeatre" sondern schimmert eher blassblau; 4. wenn „flaues ä
poitrine lisses" durch kahle Seiten und kahle Brust zu übersetzen ist,
so ist zu bemerken, dass bei unserer Fliege diese Theile mit schwarzen
Aufzaliliiiig iltT cliileiiiädicn DiiiliTrii.
739
Härcheu dicht bedeckt sind. Von der Behaarung des Hinterleibes sagt
Bigot kein Wort; unsere Fliege hat auf den ersten zwei Segnieuten roth-
gelbe, dichte Härchen, die au den Seiten recht lang sind , auf den fol-
genden Segmenten schwarze Härchen. Meine Fliege kann nach Mac quart
hist. nat. des Dipt. I. p. 555 keine Cheilosia sein, denn das Gesicht hat
keinen Vorspruug und sieht ganz anders aus als die Abbildung des Ge-
sichtes vou Cheilosia bei Macq. t. ii. f. 14, auch ist die Fühlerborste
vollkommen kahl. Die B ig o tische Art scheint indess auch keine Cheilosia
zu sein, denn ihr Gesicht hat auch keinen Vorsprung. Von der Fühler-
borste sagt B. nichts. Die Submarginalader ist bei meiner Fliege voll-
kommen gradlinig, wesshalb sie nicht zu Eristalis gebracht werden kann.
Von Sterphus unterscheidet sie sich durch ihre Behaarung und die ganz
gerade Submarginalader, von Macrometopia durch das schwach concave Ge-
sicht. Wohin?
Priomerns? Nacq.
i. Priomerns? luctuosusVh.. Pr. freute et fascia sub antennis albi-
dis*, facie valde tuberculata nigra nitida; antennis aurantiacis; thorace
nigro , griseo vittato , abdomine pedibusque atris , nitidis, alis hyaliuis.
Long. corp. 5 lin., extens. alar 10 lin.
Ad radicem Andium cepit orn. Ferd. Paulsen, mecumque com-
municavit.
Sieht auf den ersten Blick einer Sarcophaga ähnlich. Das Unter-
sicht zeigt, von der Seite gesehen, drei vorspringende Höcker, (der untere
'"st aber nur der nach unten vorspringende Mundwinkel), ist ganz kahl,
schwarz und glänzend; der untere Abhang des Fühlerhöckers und die
Stirn sind graulich oder gelblich weiss , der Scheitel trägt schwarze
Borsten, auf dem Fühlerhöcker stehen etliche weisse Borsten, der Hinter-
rand des Kopfes trägt kurze weissliche Härchen. Die beiden ersten Füh-
lerglieder sind kurz, das erste braun, das zweite nur an der Basis braun,
sonst lebhaft rothgelb wie das dritte , welches nahezu kreisförmig ist.
Brust schwarz, mit vier hellgrauen Striemen , und hellgrauen Fleckchen
der Vorderbrust. Sie ist mit sehr kurzen schwarzen Härchen besetzt.
Schildchen ziemlich verlängert, schwarz gerandet, matt. Hinterleib glän-
zend schwarz, mit weisslichen Härcheu bekleidet , die au jeder Seite an
den vorderen Winkeln der Segmente ein Aveissschimmerndes Fleckchen
bilden. Bauch schwarzgrau, matt. Beine schwarz behaart; die Hinter-
beine nicht sehr viel länger und dicker; die feinen borstenartigen Härchen
der Unterseite der Tarsen gelblich; Haftlappen bräunlich, Klauen schwarz.
Die Mediastiualzelle bräunlich; Marginalzelle offen, Submarginalzelle pedi-
form, Submarginalader nicht geschwungen , die Unterseite der Schenkel
scheint mir mehr mit kurzen , dicken Borsten, als mit wirklichen Zähn-
chen besetzt zu sein.
740
Dr. U. A. l'liihpl'i'
Sollte diese ArtB i go t's Hflophilus hictiwsu.s Ann. Soc. eiit. ser. .'}. toiii. V.
j). 296 sein? Seine Beschreibung passt vollkommen, bis auf folgciule
l'unkte: 1. spricht er nicht von der weissliclien Querbinde uniuittelbar
unter den Fühlern; 2. nicht von den Dornen oder kurzen Borsten auf der
Unterseite der Hinterschenkel; 3. erwähnt er nicht, dass die Submarginal-
ader gerade verläuft, während sie bei Helophilus geschwungen ist, so dass
unsere Art auf keinen Fall ein Helopliilus ist.
2. /*. ? haemorrhoidalis Ph.
Pr. facie praeter tuberculum supra os et margines laterales oris
nigros , cinereo-argentea; antennis aurantiacis; thorace nigro , griseo-
vittato; abdomine nigro, uitido, apice rufo - ferrugineo; pedibus nigris,
tibiis tarsisque rufescentibus. Long. 4 lin.; extens. alar. 9*/^ liu.
Prope Santiago, in floribus Conii atr. , non frequeiis.
Der vorigen Art ähnlich, aber kleiner, die Brust mehr hellgrau, mit
weisslichen Härchen bekleidet, auch die Beine sind mit weisslichen Här-
chen bekleidet, die Hinterschenkel bedeutend dicker, mit einer Eeihe im
Verhältniss stärkerer, schwarzer Dornen; die zweite Hälfte der Hiuter-
schieuen, und die beiden ersten Glieder der Hintertarsen biaungelb.
91acrometopius. Feniora
postica tenuia, inermia, tibiae posticae paulluluni arcuatae.
Von voriger Gattung durch beinahe kahlen Körper, kahle Au-
gen, den Höcker des Gesichtes verschieden. Die falsche Ader fehlt gänzlich.
Pia cyanea Ph. D. azurea; facie flava, dense pubescente, praeter
proemineutias atras, glabras , nitidissimas: autennis aurantiacis; alis vix
infumatis, cellula stigniaticali flavesceiite; corpore subtus pedibusque nigris.
Long. corp. 3y, liii., extens. alar. 8 lin.
Ex itinere Illapelino attulit orn. Landbeck (^.
Scheitel und Hinterkopf sind blauschwarz, glänzend, mit schwarzen
nach vorwärts gerichteten Borsten besetzt. Das Gesicht ist blassgelb, auf
dem Stirnhöcker mit einigen abstehenden weissen Börstchen , sonst mit
feinen anliegenden Härchen bekleidet , bis auf die Höcker unter den
Fühlern und den Mundrand , welche schwarz , kahl und glänzend sind.
Die Wangen sind schwarz, und wie das Untergesicht mit weissen Härchen
spärlich bekleidet. Brifstrückeji, Scliildchen und Hinterleib ungemein glän-
zend , prachtvoll stahlblau , wenn auch mit aufgerichteten schwarzen
Härchen bekleidet; auf der Brust zwei schmale graue, vorn genäherte,
hinten divergirende Striemen, die kaum die halbe vordere Länge ein-
nehmen. Hinterleib breit, länglich-eiförmig. Flügeladeru schwarz. Gegend
des Stigma gelb. Schenkel mit ziemlich laugen weissen Härchen beklei-
det, Schienen und Tarsen mit eben solchen, anliegenden. Klauen klein,
schwarz, Schwinger schwärzlich.
Eristalis Latr.
Blanchard beschreibt bei Gay folgende drei Arten; ich kenne
deren zM-ei mehr.
1 . Eristalis elegans M a c q.
„Von Coquimbo etc." Von Santiago bei Valdivia.
2. E. quadraticornis Macq.
„Von Coquimbo etc." Von Santiago bis Valdivia, häufig.
*) Eigenname.
Aiifzälilimi; ilor ihilcnisrlicii OiiilonMi. 743
3. E. testnceiscutellatus Macq.
„Von Coquirabo etc." Von Santiago bis Valdivia häufig.
4. A\ chilensis Pli. E. vertice, antennis , niarg-ine oris nigris, facie
omniiio fulva; thorace nigro , haud vittato; scutello fulvo, uuicolore; a.b-
domine nigro , pilis breribus albis hirto, (marginibus segmentorum albis
nullis), in segmento secuudo utrinque flavo niaculato. Long. corp. öV^ lin.,
extens. alarum. 10 lin.
Semel prope Santiago cepi.
Das Gesiebt ist rothgclb , selbst der Höckei*. Auf dem die Fühler
trageuden Stiruhöcker steheji schwarze, auf dem Hinterkopf, Brust und
Hinterleib dicht aufgerichtete weisse Härchen. Der dritte und der vierte
Hiuterleibsriug haben am Grunde eine in der Mitte unterbrochene kahle,
metallisch glänzende Querbinde, die Unterbrechung und die hintere Hälfte
der Segmente sind dicht behaart. Die Flügel sind etwas gelblich. Die
Schenkel sind schwarz, ebenso mehr oder weniger die Spitze der Schienen,
sonst sind Schienen und Tarsen gelb. Die Augen sind kahl.
5. JE. concolor Ph. E. aeneus; oculis glabris, rufis , nigro-punctaJtis^
aus hyalinis; pedibus nigris, basi tibiarum oninium et articulo primo ,
tarsorum anteriorum luteis. Long. corp. 5 lin., extens. alar. fere 10 lin. ">
Specimen prope Valparaiso lectum ornat. Dct. Hartwig debeo. ^
Scheitel und Stirne sind dunkel broiicegrün , mit braunen Längs- ^
streifen, und mit ziemlich langen gelblichen Haaren bekleidet. Das Unter-
gesicht ist weiss, mit weissen Haaren besetzt, nur der Höcker im Centrum ^
desselben ist kahl, schwarz und glänzend. Augen hellbi'aun, mit schwär- xj
zen Funkten, die nach oben zusammenfliesseu. Brust und Hinterleib sind ^
ziemlich dicht mit gelblichen Härchen bekleidet. Flügel wasserhell, Aderu ^
braun; die4)tellula mediastina ist kaum länger als die marginalis. Die 'C
Spitze der'Schcnkel ist hellgelb, ebenso die erste Hälfte der Schienen an ''
den Torderen Beinen; an den Hinterbeinen ist nur etwa der vierte Theil
der Schienen gelb.
Helophüns 91 ei^.
A. Helophilns luctuosus Bigot Au. Soc. entom. Ser. 3. tom. V. p. 296.
Ohne Angabe des Fundortes. Ist mir unbekannt, wenn es nicht
mein l*rio)iierus luctuosus ist.
t. //. 2>ictus Ph. H. fronte et facie luteis; antennis nigris; thorace
nigro, albido-quadrivittato; scutello lutescente; abdomine uigi-o, guttis bis
tribus flavis albidisve ornato; pedibus nigris, genubus fulvis. Long. 5 üu.,
extens. alar. 11 lin.
CoUectio Ferd. Paulsen.
Ein Weibchen. Der dunkelbraune Scheitel setzt gegen die bräun-
lich gelbe Stirn scharf ab, und ist wie diese mit scliwärzlichen Haaren
Uli. XV. Abhandl. (,r^
744
nr.R. A. Philipfii:
besetzt, wäliroid die Haare des Hinterkopfes blassgelb sind. Die Augen
sind kahl, der Backenbart weiss, der Gesichtsliöcker springt ziemlich stark
vor, und das Gesicht ist ziemlich nach unten in eine Spitze verlängert.
])ie atlasgrauen Striemen der Brust sind an den Seiten weniger deutlich
als in der Mitte. Brustrücken und Scliildchen sind mit gelblichen, ziem-
lich langen, aufgerichteten, der samintschwarze Hinterleib nur mit sehr
kurzen Härchen bekleidet. Derselbe hat auf dem zweiten Segmente
zwei gelbe, auf dem dritten und vierten zwei weisse, quere Tropfen, nahe
am Seitenrand. Die Hinterschienen sind stark gekrümmt aber ohne Dorn
am Ende^ die zwei oder drei letzten Glieder der Vorder- und Mittel-
tarsen sind gelb.
Doliclio^yua Macq.
Itolichof/yna fasciata Macq. Gay VH. p. 408. t. 4. f. 8.
„Scheint gemein bei Coquimbo." Gemein bis Valdivia.
In der Abbildung von Gay fehlen die gelben Striemen des Brust-
rückeus. Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch Färbung;
die gelben Flecke des Hinterleibes sind bei den (^ grösser, lebhafter, der
Hinterleib stärker behaart; bei den § sind die Flecke weisslichgelb.
Tropidia Meig.
1. Tropiilin nihricomis Vh. Tr. facie albida; antennis rubris; tho-
race nigro; abdomine nigro, segmeutis prinio et secundo utrinque macula
magna lutea notatis, margiueque segmentorum omiiium luteo ; tibiis luteis,
posticis nigro-annulatis. — Long. 3% lin., extens. alar. fere 6 lin.
Specialen in prov, Colchagua lectum servo.
Es ist ein Männchen. Die kahlen Augen stehen dicht beisammen.
Der fühlertragende Stirnhöcker springt stark vor, und vor demselben senkt
sich ein geradliniger Kiel bis zur Mundöffnung, welche nicht vorspringt
und sehr schmal und eng ist. Die Fühler sind kurz, nur halb so lang als
das Gesicht, das letzte Glied beinahe breiter als lang. Der Körper ist
heinahe kahl, mit äusserst kurzen Börstcheu besetzt, so dass er bei ober-
flächlicher Betrachtung puuktirt erseheint. Der Hinterleib ist schmal,
liucarisch. — Der nervus submargiualis der Flügel ist kaum etwas ge-
schwungen; die erste hintere Zelle erreicht mit ihrer Spitze beinahe die
Flügelspitzc. Die vorderen Schenkel sind bis auf die gelbe Spitze schwarz,
die Schienen und Tarsen gelb. Die Hinterschenkel sind sehr verdickt,
oben stark gebogen, unten mit einem vorspringenden grösseren und meh-
reren kleinen Zähnen versehen, ganz schwarz; die Hinterschienen etwas
gekrümmt, braiingelb, mit einem schwärzliclion Ring im oberen Drittheil
und mit schwärzlicher Spitze, die Tarsen oben bräunlicli, unten gelb.
Aiifziililmif,' iltT cliilcniffhen Dillkren. <'45
2. T. nigricornis Ph. Tr. facie argeutea; auteniiis et carina faciali
nigris; thorace et scutello uigro-aeneis; abdomiiiis segnientis priinis luteis,
quarto nigro-aeneo postice albo-maigiiiato; pedibus atris. — Long", coip.
4 liu., exteus. alar. T'/j lin.
Ad radiceni Audiuni prov. Santiago cepit orn. Ferd. Paulsen luc-
cunique commuuicavit.
Ein Mäuncbeu. Das Gesicht ist silberweiss, aber der Kiel kalil,
schwarz und glänzend.
3. T". ß'wimana F h. Tr. facie pallide flava; anteunis rufo-fulris; cor-
pore nigro; abdomine maculis quatuor flavis ornato; alis paulliilum iufus-
catis; pedibus anticis omnino flavis, reliquis luteo- et castaneo-ajinulatis. —
Long. 3V2 l'ii-i exteus. alar. G lin.
In prov. Santiago rara.
Ich besitze nur ein Männchen. Die Fühlerborste ist dunkelbraun.
Das Schildchen ist gelb gesäumt. Der erste Hiuterleibsriiig ist schwarz,
der zweite hellgelb, sein Vorderrand, sein Hinterrand und ein Längsstreiten
in der Mittellinie sind schwarz, so dass zwei hellgelbe Flecke entstehen;
der dritte Ring ist ebenso, nur ist der Vorderrand nicht schwarz und der
Hinterrand hat einen schmalen, gelben Sauin ; der yierte ist schwarz mit
gelbem Hinterrand; der fünfte ganz schwarz. (_Der Hinterleib ist also wie
bei Xnlota pijnens.) Die Vorderbeine sind ganz gelb; die Mittelbeine gelb
mit einem schwarzbraunen Ring am Schenkel und einem schwarzen Fleck-
chen an der Schiene; die Hinterschenkel sind schwarz mit gelber Wurzel,
die Hinterschieneu braun mit gelbem Ringe in der Mitte, die Hintertarsen
braun. — Das Gesicht ist kurz, mit schwachem Läugskiel. Das letzte
Drittel oder Viertel des Hiuterschenkels springt unten in Gestalt einer
zusammeuged rückten Lamelle dreieckig hervor, welche mit nach hinten
gerichteten Dornen besetzt ist. Der Submarginalnerv ist ziemlich gerade.
Die Schwinger sind weiss.
SyrpUas L.
Blancliard hat folgende neun Arten, von denen mir zwei unbekannt
sind; ich kenne deren vier mehr.
1. Sl/rplnis Gayi Macq. {testaceicornis Ejusd.) Gay VII. p. 409.
„Coquimbo", geht bis Valdivia, ist nicht häufig.
2. S. similis Blanch. Gay 1. c. p. 410.
„Santa Rosa." Von Santiago, sehr selten.
3. iS. tnelanostomn. Macq. (latefascies Ejusd.) Gay p, 410.
„Coquimbo." Bis Valdivia häufig. Ich kann an keinem Exemplare
finden, dass die Seiten der Brust blassgelb sind, sie sind so broncegrün
wie der Rücken.
4. S. sexmaculatuä Macq. Gay VII. p. 411.
95*
746
lir.l! A IMiilippi:
„Walirsclieinlicli auch von Coquiiiibo." Ist mir uixbekauut.
ö. Ä. Macquarti Blau eh. Gay Vll. p. 411.
„La Serena." Geht bis Valdivia.
6. aS^. calceolatus Macq. Gay VII. p. 4H.
„Coquimbo und anderwärts." Scheint in ganz Chile gemein zu sein.
7. S. productus Macq. Gay VII. p. 412.
„Von Coquimbo." Es ist keine Grösse angegeben und scheint nur
das (^ beschrieben zu sein. Dieses ist 4 Linien lang mitT'/^iiu- llügel-
spannuug. Ich besitze diese Art auch von Valdivia. Als Weibchen rechue
ich dahin eine Fliege mit kurzem, länglich eiförmigem Hinterleib
und drei Paar weit grösseren gelben Flecken, auf welche freilich der Name
productus nicht passt.
8. S. auropulveratus Macq. Gay VII. p. 412.
„Von Santiago etc." ist mir durchaus uubekaunt.
9. »Si. fenestratus Macq. Gay VII. p. 413.
„Umgegend von Santiago." Sehr gemein bis Valdivia. Die atlas-
grauen Querbinden des Hinterleibes sind in der Mitte unterbrochen,
was a. a. 0. nicht augegeben ist.
10. S, poecilogast&r Ph. S. facie rufa, vertice virescente; autennis
fuscis; thorace viridi-aeneo; scutello flavescente; abdomine supra nigro,
guttis sex luteis ornato, apice nigro; pedibus fulvis, coxis femorumque
basi nigris; alis vix infuscatis. — Long. iYi li»"» extens. alarum 10 lin.
In praedio nieo Valdiviano cepi.
Es liegen zwei Weibchen vor. Der Körper ist mit weisslichen Här-
chen bekleidet, nur die Stirne trägt, wie gewöhnlich, schwarze Härchen.
Von S. Gayi unterscheidet sich diese Art leicht durch die dunkleren Fühler,
die weissliehe nicht gelbe Behaarung, die geringe Grösse der gelben
Flecken des Hinterleibes (bei Gayi nehmen sie mehr Raum ein als die
schwarze Grundfarbe) und die ganzschwarze Spitze desselben. Näher scheint
S. sexmaculatus zu steheu; dieser soll einen hellgelben (flavus) Kopf, grosse
gelbe Flecke und braunrothe Spitze des Hinterleibes haben. Von einer
broucegrünen Farbe der Stiru und des Scheitels ist bei sexmaculatus auch
keine Rede.
11. Ä^. hortensis Ph. S. facie flava, vitta nigro -aeuea a vertice
usque ad os producta; thorace viridi-aeneo, lateribus flavo; scutello flavo;
abdomine lineari, nigro; guttulis duabus flavis in segmentis quatuor abdo-
minis; pedibus luteo-ierrugineis. — Long. 3^2 li'i-i extens. alar. 7 lin.
In hortis Santiago etc. usque ad Valdiviam frequens.
Der Körper ist mit weisslichen Härchen, die Stirn, wie gewöhnlich,
mit schwärzlichen bekleidet. Sehr charakteristisch ist die breite bronce-
grüne, lebhaft glänzende Strieme des Gesichtes. Die Fühler sind gelb,
das obere Drittel des letzten Gliedes aber braun. Die gelbe Strieme an
deu Seiten der Brust reicht vom Vorderrand bis au die Flügelwurzel. An
Aiilzaliliint! der cliili'iiischen OiptiTen. 747
den Seiten sind ein paar hellgelbe Flecke. Die beiden ersten gelben
Flecken des Hinterleibes sind quergestellt, die folgenden stehen schräg
und berühren sich bisweilen. Die Hinterschieneu haben in der Mitte einen
hellen Fleck.
Ich besitze eine Varietät , ein ^ , bei welchem die broncegrüne
Strieme über den Fühlern durch eine gelbe Querlinie unterbrochen ist,
und sich dann in Gestalt einer schmalen Linie nach unten fortsetzt.
Es fehlen die schwarzen Striemen zwischen Auge und Mund und die Beine
sind ganz hellgelb. Doch möchte ich sie Tor der Hand nicht als eigene
Art betracten.
1"2. S. chalconotus Ph. S. capite aeneo, facie albo-mlcante; antennis
rufo-fuscis; thorace scutelloque aeneis; abdomine nigro, maculis bis qua-
tuor luteis ornato; pedibus luteis, tarsis nigrescentibus. — Long. corp.
3-/3 lin., extens. alar. 8 lin.
Semel prope Santiago cepi.
Scheite), Stirn und Gesichtshöcker dunkel broncegriin, das Gesicht
unter der Lupe weiss mit zahlreichen kreisrunden dicht gedrängten,
bronceuen Fleckchen. Die ersten Fühlerglieder dunkelbraun, das letzte
braunroth bis auf das obere Drittel, welches dunkelbraun ist. Der Körper
ist mit weisslichen Härchen bekleidet. Die Brust, oben und unten, und
das Schildchen dunkel broncegrün, die Hüften, Schenkel nud Schie-
nen sind rothgelb. Von S. melanostoma sogleich durch das dunkel bronce-
grüne Schildchen und die weit g'eringere Grösse verschieden.
13. Ä. interruptus Ph. S. facie scutelloque flavis; antennis rufis;
thorace aeneo; abdomine nigro, fasciis quatuor luteis med io interruptis
picto; pedibus flayis. — Long. Sy» lin., extens. alar. 7 lin.
Frequens ab Illapel inde usque ad Valdiviam.
Anfangs habe ich diese Fliege für eine blosse Varietät von S. cal-
ceolatus gehalten, allein man findet nie einen Uebergang. Zwischen (^ und
§ ist wie bei jener Art, vom Kopf abgesehen, kein anderer Unterschied,
als dass letztere einen etwas breiteren Hinterleib hat. Die Zeichnung auf
demselben ist allerliebst. Jede Hälfte der gelben Binde ist am Vorder-
rande coucav ausgebogen und nach der Mitte hin vorgezogen und wie in
ein Knöpfchen abgerundet; auch haben die Seiten des Hinterleibes eine
schmale gelbe Einfassung, welche bei S. calceolatus fehlt.
Doros Meig.
Jßoros? oclyneroides Vh. D. corpore atro, opaco; antennis jjedibusque
rutis; abdomine basi valde coarctato , margiue postico segmenti secundi
tertiique flavo; alis striga mediana nigra, ante eam rufis, pone eam hya-
linis. — Long. 6 Iru., extens. alar. H'/^ lin.
Speciraiua duo prope Corral capta suppetunt.
748 Dr. U.A. riiilipi'i:
Vom Sclioitel bis zur Wurzel der Fühler verläuft die Stiriie in einer
Ebene, dauii ist das Gesicht etwas ausgehöhlt und der Muudrand wii-der
vorspring-eud, was nicht mit Dorsos übereinstimmt, von der Macquart
sagt; tete obtusement conique, face convexe ä proemineiue. (Hist. nat. de
ins. Dipt. I. p. 519.) Das Gesicht und der die lühler tragende Höcker sind
kahl, die Stirn mit kurzen schwarzen Härchen, der Scheitel mit schwarzen
Borsten besetzt. Die Fühler sind ganz und gar rothgelb oder fuchsroth,
seihst ihre Borste, welche kahl ist, der Rüssel ist schwarz, die Palpen
spateiförmig, ziemlich lang. Aucb dies will nicht recht mit Doros stimmen.
Das erste und zweite Hiuterleibssegment zusammen sind so lang als die
Mittelbrust und genau in der Mitte der Länge eingeschnürt. — Die
Schwinger sind braunroth mit gelblichem Stiel. Die Hälfte der Hinter-
schicneu und die Hinter tarseu sind scliwarz. Augen kahl.
Ocyptaiuus Serv.
AVie bei der vorigen Art, so bin ich bei der gegenwärtigen zweifel-
haft wegen des Genus.
Oci/Jitanms? valdivianus Ph. O. facie alba, autennis rufis; cor-
pore supra aeneo; abdomine maculis quatuor luteis ornato; pedibus lutes-
centibus. — Long. 5 lin., exteus. alar. 9 lin.
In prov. Valdivia, in praedio meo cepi.
Die kahlen Augen stossen beim (^ zusammen. Der Scheitel ist
broncegrüu und mit weissen Haaren besetzt. Das Gesicht schimmert weiss,
ist unter den Fühlern ausgehöhlt und hat ein ziemlich stark vorspringendes
Epistom. Die braungelben oder braunrothen Fühler stehen in der halben
Höhe des Kopfes aut einem bedeutenden, kegelförmigen Vorsprung; das
dritte Glied ist kreisrund, mit langer, kahler, schwarzer Borste. Der Rüssel
ist am Grunde und an der Spitze hellgelb, iji der Mitte gelbbraun, die
Palpen sind fadenförmig. Brust und Schildchen sind kahl, dunkel bronce-
grün, die Seiten der Brust sind weiss. Der Hinterleib ist schmal, linearisch,
vorn nicht verschmälert, aber gegen das Ende verdickt und abgerundet,
oben kahl, broncegrüu, mit zwei Paar gelblichen Flecken geziert, das
erste Paar auf dem zweiten Ring lang, schmal, seitlich gestellt, die auf
dem dritten Ring kürzer, auf die hintere Hälfte beschrankt, bisweilen in
der Mitte zusammenüiessend. Unten ist der Bauch gelb, mit dunkler
Spitze. Die Seiten der Brust und des Hinterleibes tragen ziemlich lange
weisse Haare. Die Flügel sind wasserhell mit gelblichem oder bräunlichem
Stigma. Die Beine gelblich, ins Braune fallend. Beim Weibchen ist der
Hinterleib kürzer, breiter, am Ende dreieckig, das letzte Segment mit
gelblichen Seitenrändern.
Aiifziililnnff ilor cliiliMiisrlion Diiilercn. /-IJ
riieiiosia Mei^.
Cheilotiia aurantipes Bigot. Ann. Soc. eutom. Scr. 3. Tom. V.
p. !297.
Ohne Angabe des Fundortes. Ist mir unbekannt.
Baelia Fabr.
1. Bacha melanon-ldna Ph. B. corpore obscure aeneo; facie flava,
niacula sub antennis nigro-aenea; dorso thoracis ÜaTido-limbato, lateribus
flavo-maculatis, margine angusto scutelli maculisque paryis ad latera ab-
doraiuis flavis; alis paullulum infumatis; pedibus posticis omuiuo nigris. —
Long. 6 liu., exteus. alar. H liu.
In praedio meo Valdiviano specimen cepi.
Scheitel und Stirn bis zum Fühlerhöcker sind dunkel broncegrün,
das Gesicht schwefelgelb mit dunkel broncegrünem Gesichtshöcker. Fühler
schwarz, Rüssel schwefelgelb. Die Brust hat oben zwei gelbweisse Strie-
men, die bis zur Flügelwurzel reichen und an den Seiten grosse weisse
Flecke, die fast mehr Raum einnehmen als die Grundfarbe. Der Hinter-
leib ist am Grunde nur wenig verschmälert, das erste Segment hat eine
gelbe, geschwungene Längsbinde au jeder Seite; das zweite, dritte, vierte
haben einen hellgelben, dreieckigen Fleck jederseits am Gruude. Die
Flügel sind etwas getrübt und die Stigmazelle bräunlich. Die Schenkel
der vorderen Beine sind gelb, oben schwarz; die Schienen am Grunde hell,
gegen die Spitze sowie die Tarsen schwärzlich. Die Hinterbeine sind
durchaus schwarz.
2. JS. flavicornis Ph. B. facie antenuisque flavis; thorace supra
aeneo, lateribus omuino flavo; abdomine uigro-aeneo, lateribus flavo-ma-
culato; alis hyalinis, pedibus flavescentibus. — Long. 5 liu., extens.
alar. 10 liu.
Pariter in praedii mei Valdiviaui nemoribus cepi.
Scheitel und Stirn sind bis zum Fühlerhöcker broncegrün, aber das
Gesicht, nebst dem Höcker weisslich gelb. Der Rüssel ist gelbweiss, die
Fühler braungelb. Die Oberseite der Brust, Schildchen uud Hinterleib
sind broncegrün, wie bei der vorigen Art. Die Flügel sind fast ganz
wasserhell, nur die Stigmazelle etwas getrübt. Sämmtliche Beine sind
hell, gelblich, auf der oberen Seite etwas bräunlich. Die Schwinger braun
auf weissem Stiel.
3. B. luyubris Ph. B. omnino atra, thorace aeneo - micante; alis
valde ijifumatis, fuscis. — Long. 6 liu., extens. alar. lO'/j Hn.
l'rope Coral invenit orn. Krause.
Sclieitel und Stirn sind mit schwarzen Härchen besetzt; die Seiten
750 nr.R.A. I'liilipiii:
des Gesichts sind dunkelgelb, die breite Mitte dunkel schwarzgrün. Die
Fühler sind klein; das letzte Glied rothbraun, Brust und Hinterleib sind
durchaus grünschwarz, mit Metallglanz. Die Schenkel der vorderen Beine
sind unten mit langen, leinen weissen Härchen besetzt, die der Uintir-
beine sind kahl. Zwei gelbe Flecke an jeder Seite des Hinterleibes fallen
wenig in die Augen, am meisten der hintere, der sich auf den Bauch
fortsetzt. Im März d. J. habe ich in Corral ein Exemplar erhalten, bei
dem das Gesicht au den Seiten hellgelb ist, eine gelbe, wenig in die
Augen fallende Längsbinde vom Vorderrand der Brust jederseits bis zum
Ursprung der Flügel reicht, und die gelben Flecke an den Seiten des
Hinterleibes heller, grösser und sehr auffallend sind, die beiden hinteren
vereinigen sich auf dem Bauch zu einer Binde. Die Augen stosseu
zusammen.
4. B. conopida Ph. B. nigra, facie rufo-castanea; striga abbreviata
antica thoracis, scutello, basi segmenti secundi abdominis, margine angusto
segmentorum 2.3. 4., genubus, basique tibiarum flavis; alis hyaliuis puncto
ceutrali et stigmate elongato nigricantibus. — Long. 6 lin., extens. alar.y'/^lin.
Specimen ab orn. Ferd. Paulsen captum in prov. Santiago.
Der Leib erscheint auf den ersten Blick kahl, ist aber in VVii-klich-
keit mit sehr kurzen Härchen bedeckt. Die Fühler sind schwärzlieh. Das
zweite Glied des Hinterleibes ist sehr dünn, cylindrisch, und nimmt fast
den dritten Theil der ganzen Körperläuge ein; die folgenden sind breit,
birnfürmig. Die hellgelbe Strieme der Brust fängt am Vorderrand an und
erreicht nicht die Flügelwurzel. Die Mediastinalzelle der Flügel ist anfangs
gelblich, dann schwarz; eine abgekürzt schwärzliche Querbiude iu der
Mitte der Länge am Ende der ersten Basilarzelle.
5. JB. valdiviana Ph. B. fronte, thorace, scutelloque aeneis; facie
flava; abdomine aeneo, flavo-anuulato; alis hyaliuis fusco-tripunctatis,
pedibus testaceis. — Long. 4 lin., extens. alar. 6 lin.
In porta Cori'al sub finem Martii 1859 cepi.
Die Fühler sind hellgelb, am obern Rand dunkelbraun; der Rüssel
braun, die Taster hellgelb. Beim Männchen ist die Brust einfarbig, beim
Weibchen zeigt sie drei gelbe Striemen, auch hat bei diesem das Schild-
chen einen gelben Rand. Brust und Schildchen sind kahl, der Hinterleib
schwach flaumhaarig. Von den blassgelbeu Binden des Hinterleibes haben
die ersten beiden Glieder je zwei Binden, das dritte Glied nur eine am
Grunde; diese Binden gehen rund um den Leib und sind auf der Baucli-
seite am breitesten, auf der Rückenseite schmal. Die Beine sind schal-
gelb, die Tarsen dunkler. Die Flügel sind glashell, das Flügelmal dunkler,
auch die beiden Queiadern sind bräunlich eiugefasst, was beim § mehr
auffällt als beim cj"; sämmtliche Läugsadern erreichen den Rand.
Aufziililnnp: ilor cliilonisrlicn Diiilrrcn. '^■^1
H y h 1 i d 0 nr.R.A. Pliilippi:
eben bekleidet. Die Hiiiterschenkel sind kaum länger als der Hinterleib,
die Hiiitei-schieiieii Vk so lang als die Schenkel, wenig gekrümmt; die
Tarsen so lang als die Schenkel.
7. P. rubripes Ph. P. corpore nigro; alis h^-alinis; pedibus rubro-
ferrugincis, posticis maximis; tibiis eorum valde incurvatis, modo dimidium
femoris aequantibus. Long, ä'/j lin., extens. alar. fere G lin.
Valdivia.
Ich besitze ein Männchen, dem das dritte Fiihlerglied fehlt: die
beiden ersten sind schwarz. Der Rüssel ist schwarz, so lanji' als der Kopf,
die Taster sind hellgelb. Die Brust ist flaumhaarig. DieSchwinger sind weiss.
Die Beine sind rostroth, llauuiliaarig, sehr lang", namentlich die hinteren,
deren Schenkel "weit über den Hinterleib hinausragen, und verhältniss-
mässig gegen andere Arten sehr stark verdickt sind. Die Tarsen sind so
lang als die Schienen.
8. P. fidvlpes Ph. P. capite corporeque nigris; halteribus pedibusque
luteo-testaceis-, femoribus posticis abdoniine brcvioribus, tibiis eorum fere
% femorum aequantibus; tarsis nigricantibus. Long. l'Vt lin.
E collect, orn. Ferd. Pauls en.
Der Küssel ist so lang als der Kopf. Das zweite Fusspaar hat
keine verdickten Schenkel. Von P. argentata unterscheidet sich gegen-
Avärtige Art durch den kohlschwarzen Hinterleib, von P. rubripes durch
geringere Grösse und im Verhältiiiss weit kürzere Hinterschenkel.
Rliaiuphoniyia Hfl'in^.
Rhatnphomyiu tephrodes Ph. Rh. pallide cinerea; alis hyalinis,
margine in regione stigmatis fusco; pedibus pallide fuscis. Long. 1-/3 lin.
E prov. Santiago, ni fallor.
Ich besitze nur ein Männchen. Die Fühler sind schwarz, ebenso
der Rüssel, welcher etwa ly^ — lygmal so lang als der Kopf ist. Der
Brustrücken hat keine Striemen. Die Beine sind sehr lang, mit langen,
abstehenden, weisslichen Haaren besetzt; das erste Tarsenglied der Vor-
derbeine ist verbreitert.
Hilara Meig.
1. Slilura lugens Ph. H. atra, abdomiue pilis longis fulvis hirsuto;
alis valde infumatis; pedibus valde hirsutis; articuio primo tarsorum au-
ticorum dilatato. Long, fere 4 lin., extens. alar. 9 lin.
Prope Corral in prov. Valdivia vivit.
Ich besitze zwei Männchen; bei dem einen ist der Rüssel so laug*
als der Kopf, beim andern fast zweimal so lang! Der Kopf ist sammt-
schwarz mit einzelnen langen Härchen bekleidet. Die Fühler sind ebenfalls
Aiilzalilutig der rliiloiiisclien Piplercn. ' n I
tief schwarz; das dritte Glied so laug als die beiden ersten zusaiiiincn oder
noch etwas länger; der Griffel etwa den dritten Theil so lang als das
vorhergehende Glied, cylindrisch, mit ganz kleinoni, dünneu Endglied.
Die Brust ist grauschwarz mit sammtschwarzen Striemen, oben mit kür-
zereu, au den Seiten mit läug-eren Härclien besetzt. Das Scliildchen ist
oben glänzend si-hwarz, wie lackirt, mit laugen schwarzen Borsten ge-
wimpert. Der Hinterleib ist saramtschwarz, die Ränder seiner Segmeute
mit langen, rothgelbeu Haaren besetzt. Die zweite Subraarginalzelle ist
nicht viel länger als bei Empis. Die Haare am untern Theil der Vorder-
schieneu und auf dem verbreiterten ersten Tarsengliede der Vorderbeine
sind kaum länger als die übrigen Haare der Beine, stehen aber weit
dichter, auch das erste Glied der Mitteltarseu ist verbreitert, aber nur
halb so gross als das entsprechende Glied der Vordertarsen. Der Ge-
uitalapparat ist zus;iainiengedrückt , aber nicht wohl mit ein paar
Worten zu bescli reiben.
t. H. griselventris 1' h. H. uigra, thorace autice griseo-vittato; alis
hyaliuis, ad marginem anticum vix infuscatis; ventre griseo; pedibus
fuscis. Long. extens.
alarum 5'/^ lin.
Valdivia.
Die Flügel sind so dunkel als bei J3r. leptidea. Die Behaarung ist
dieselbe wie bei den andern Arten, von denen sie leicht zu unterscheiden
ist, schon durch den schwarzen längereu Rüssel.
5. Br. stigmatica Ph. Br. basi antenuarum, thorace, pedibusque
testaceis; tertio antennarum articulo, capite nee non majore abdominis
7fif
Pr..V. R. Pliiüppi:
parte cinereis; alis hyaliiiis, uiacula stigniatica fusca A-alde conspicua,
uei'vis luteo-tuscis. Long. corp. "ü'/i li».
E praedio meo S. Juan.
Der Rüssel ist kürzer als der Kopf, blass^elb. Die Behaarung ist
dieselbe wie bei den andern Arten, von denen sie auf den ersten Blick
durch ihre Flügel zu unterscheiden ist. Die zweite Längsader ist auffal-
lend wimperig bedorut.
Subgenus: Helerophlebus Ph. Xervulus prinius trausversus, cellula
secundum submargiualem formaus, non cum uiargiiie alae sed euiu nervo
autecedente juuctus.
6. B/'. rnelanogastra Ph. Br. capite anteunisque iiigris; tliorace
testaceo, fusco-vittato; abdoiuine supra nigro, subtus testaeeo; pidibus
testaceis; alis fuscescentibus macula stigmaticali parum distiucta. Long.
3V2 liu.
In prov. Valdivia reperitur: Corral; S. Juau.
Der Rüssel ist blassgelb, kürzer als der Kopf. Der Rücken der
Brust ist beinahe braunroth; indem die brauneu Striemen mehr Raum
einnehmen als der Grund. Die Behaarung mit schwarzen Borsten ist
wie bei den andern Arten. Es liegen zwei Weibchen vor.
7. Bl'. thoracica Ph. Br. capite anteunisque cinereo-nigris; tlio-
race e ciuereo-fusco, concolore; abdomiue supra fusco, subtus basi testa-
ceo; pedibus fusco-testaceis; alis fuscescentibus, macula stigmatica parum
conspicua. Long. ^Vs üu-
E pi'acdio meo S. Juan.
Ein Männchen, Von voriger Art sogleich durch geringere Grösse
und dunklen, graubraunen Thorax, dem die Striemen fehlen, zu unter-
s -Jieiden. Rüssel kürzer als der Kopf, blassgelb.
S. Br. aiuhiyua Ph. Br. capite anteunisque cinereo-nigris; tho-
race fulvo, vittis tribus fuscis ornato; abdomiue supra fusco, subtus cum
pedibus testaceo; alis fuscescentibus, nervis rufo-fuscis. Long. i% liu.
E prov. Valdivia.
Von der vorigen Art durch den blass rothbraunen oder gelben
Brustrücken, der deutlich drei braune Striemen zeigt, von denen die
seitlichen kürzer sind , zu unterscheiden, von Br. nigricornis durch die
Flügeladern etc.
9. Bf. nemoral/s Ph. Br. capite cinereo; antennarum artieulis primis
proboscideque testaceis; thorace supra fusco-bivittato ; abdomiue supra
uigricante; alis pauUulum iufumatis; cellula submarginali uuica;
macula parum distiucta stigmatica in cellula marginal!. Long, f^/^ liu.,
extens. alar. fere 6 lin.
In prov. Valdivia cepi.
Das erste Fühlerglied ist fast so lang als die beiden folgenden zu-
sammengenommen, das zweite ist kurz, wie gewöhnlich, das dritte nicht
AulViililiinpr der cliilenisclien Dipteren.
705
viel länger als das zweite, zwischen dreieckig und kreisförmig, fein
flaumhaarig; die Borste entspringt auf dem Rücken, ist 2Vamal so lang
als der Fühler selbst, dicht und kurz behaart. Das Dreieck, auf welchem
die Punktaugeu stehen, tragt zwei schwarze Borsten; eine Reihe solcher
Borsteu steht auf dem Hinterkopf, und auch auf dem Rücken der Brust
und des Hinterleibes stehen schwarze Borsten. Die Submarginalzelle
ist ungetheilt. Die Beine sind fein behaart, und die Schienen mit
einzelnen Dornen besetzt. Sieht dem Br. (Heterophlebus) amhiguvs
ähnlich, von dem ihn sogleich die einfache, uugetheilte Submarginalzelle
unterscheidet.
10. Br. vittigera Ph. Br. testacea, capite antennisque nigris; tho-
racis dorso laete fulro, fusco univittato; alis fuscescentibus. Long. 3 liu.,
extens. alar. 7'/^ liu.
E prov. Valdivia attuli.
Rüssel und Taster sind hellgelb; das dritte Fühlerglied ist breit
eiförmig und geht plötzlich in eine feine, lange Borste über, während es
bei der sehr älinlicheu Br. testacea schmal uud allmälig zugespitzt ist.
Der Brustrücken ist weniger behaart als bei der geuauuteu Art, glän-
zender, lebhafter rothgelb und die dunkelbraune Strieme derselben
fällt sehr iu die Augen. Sonst sind beide Arten sehr ähnlich.
Ceratomerus i) Ph.
Caput globosum. Anteunarura articulus primus elongatus, caput
aequans, secundus brevis, obconicus, tertius longitudine priores simul
sumtos aequans, ovato-lanceolatus, seusim in setam dimidiam articuli
ipsius lougitudiuem aequantem termlnatus. Prob ose is perpendicularis,
caput saltem bis aequans; palpi in cavitate buccali iuclusi. Alae cellulis
submarginalibus duabus , posticis tribus, basali prima brevissima, anali
nuUa. Abdomen cyliudricum, ante apicem atteuuatum , apice ipso in
mare inflato. Pedes saltem (^ valde siugulares, graciles; femora antica
basi uncinato-deiitata; tibiae anticae in latere interiore paullo infra genu
tuberculo muuitae, infra id ciliatae; tarsorum articulus primus, sicut etiam
in posterioribus, tibiam aequans, imo superans, reliqui articuli simul sumti
primum aequantes; femora intermedia in latere superiore paullo ultra
medium coruu magno, antrorsum verso, apice bispinoso armata, subtus
pilis fasciculatim dispositis, setisque tribus niunita; tibiae primum paullo
incurvae, iutus paullo infra genu submarginatae, deiude biseriatim sc-d
breviter ciliatae; femora postica paullulura incrassata, caeterum sim-
plices; tibiae elougatae, rectae, versus apicem dilatatae et ultra inser-
tiouem targi in lobum productae, puberulae, non ciliatae. Pedes feminae . . .
*) xi^ag, xE^cKTOg Hörn und iirjqöq Schenkel.
7Bfi Dr. H. A.Philippi:
Dor Verlauf der Flügeladeni und die Fiililerbildune: sind sehr
eigentliiimlic'h, abgesehen von der ganz abenteuerlichen Bildung der Beine,
die vielleicht beim Weibchen einfacher ist.
Cernfftniertts paradoxus V\i. C. capite, antennis, parte dorsali
thoracis abdominisque fuscis; pectore, coxis, parte inferiore femorura
testaceo-flavis; tibiis versus apicem tarsisque nigrescentibus; alis infu-
matis. Long. corp. 2*/^ liu. Siehe Abbildung.
In oppido Vsildivia Aprili 1859 qj" cepi, ^ mihi ignota.
Fig. 2 a. stellt den Fühler, Fig. 2 b. den Mittelschenkel und Tro-
chanter vor. )-t*y'-|6>. K^./Xi^fh,
Henierodroiuia Ufmsg^.
Von diesen kleinen Fliegen ist bisher noch keine Art aus Chile be-
kannt gemacht, das Museum besitzt folgende Arten:
1. Hemerodi'omia flavipes Ph. H. capite antennis et abdomiiie
nigris ; thorace cinereo; pedibus et halteribus flavis. Long. 1^/4 lin.
Prope Santiago legi.
Es sind zwei Submarginalzellen und eine DIscoidalzelle vorhanden.
2. jff. semilugens Ph. H. capite, thorace, abdomiue aterrimis; an-
tennis, proboscide, pedibus albidis. Long. 1 '/^ lin.
Prope S. Fernando cepi.
Von der vorigen Art sogleich durch die kohlschwarze Färbung des
Körpers , welche auch die Brust einnimmt , uud die hellen Fühler zu
unterscheiden.
3. M. pratincola Ph. H. cinerea; thorace fusco, univittato; ab-
domiue apice atro; antennis pedibusque pallide testaceis; alis hyalinis,
macula stigmaticali pallide fusca. Long, fere 2 lin.
In prato humido prope Santiago cepi.
Zwei Submarginalzellen, eine Discoidalzelle. Dor Hinterleib schim-
mert bei gewissem Licht sammtschwarz mit grauen Rändern.
4. I£. pal.lida Ph. H. capite corporeque griseis; antennis, rostro
pedibusque pallide testaceis; alarum cellula postica secunda petiolata.
Long. \^/i lin.
Ad radicem Andium prov. Santiago.
Kopf, Brust und Hinterleib sind hellraäusegrau, der After hellbraun.
Von H. flavipes durch hellgrauem Kopf und Hinterleib und durch die ge-
stielte zweite hintere Zelle verschieden. Zwei Submarginal- und eine Dis-
coidalzelle, wie bei den vorhergehenden Arten.
5. U. bivittata Ph. H. antennis, proboscide, pedibus, veutre albis;
capite prothorace, postscutello , dorso abdominis atris; scutello et moso-
thorace fulvis, hoc atro bivittato. Long. 1 Yj lin.
E praedio meo Valdiviano.
Aufzüliliing der cliilcnischeii Oiptoron. '6/
Das Untergesicht schimmert weiss. Die glänzend scliwarzeu Strie-
men des Brustrückeus beginnen von den Ecken des Schildchens und neh-
men etwa zwei Drittel der Länge der Brust ein. Zwei Submarginalzellen;
keine Discoidalzelle ; die zweite Basilarzelle ist so weit verlängert, dass
sie mit ihrer Spitze die zweite hintere Zelle trifft. Die Adern sind gelb,
nur die, welche die Submarginalzellen von der ersten hintern Zelle trennt,
ist schwarz.
6. AT. hicolor Ph. H. antennis, proboscide, pedibusque albidis ; meso-
thorace et scutello fulvis; capite, prothorace, postscutello, abdomiueque etiam
infra atris. Long. lYj lin.
Santiago?
Schon auf deu ersten Blick von H. hivitatta durch den Mangel der
schwarzen Striemen auf der Brust, so wie durch den schwarzen Bauch
verschieden. Zwei Submarginalzellen, eine Discoidalzelle; alle Adern
gleich. Stirn und Untergesicht schimmern weiss.
7. JFf. nigrimana Ph. H. capite et thorace muriuis, hoc fusco lineato^
. abdomine uigricante; pedibus flavis; femoribus anticis valde incrassatis,
tibiisque apice nigris. Long. 1% lin.
Patria: Illapel?
Ein Männchen. Die Eühler sind abgebrochen. Auf dem Brustriickeu
erblickt man fünf braune Längslinien, von denen die mittelste die schmälste,
die äussersten die breitesten sind. Die Vorderhüften und Trochanteren
sind nebst den Schenkeln schwarz, doch ist die äusserste Spitze der letz-
teren gelb. Die Flügel haben eine Discoidalzelle und ein blassbrauues
Kandmal. Der Hintei-leib endet mit einer grossen , inwendig stark ge-
zähnten Zange.
Platypaipns Macq.
1. Plafypalpus chüensis Ph. PI. capite, antennis, abdomine atris;
pectore nigro-aeneo; halteribus pedibusque flavis; nervis alarum flavis. —
Long. 1 lin.
Prope Santiago inveni.
Auf dem Scheitel stehen ein paar lange, nach vorn gerichtete Bor-
sten; Hinterkopf xind Unterkopf sind mit kürzeren Börstchen besetzt; am
Rande des Schildchens stehen lange Borsten; sonst ist das Thierchen kahl.
2. P, testaceus Ph. PI. rufo-testaceus; capite, articulo secundo an-
tennarum , rostro , nigris; abdominis dorso saepe nigrescente; femoribus
anticis parum incrassatis. Long. 1 lin.
Ad radicem Andium prov. Santiago cepi.
Die Flügel sind wasserhell mit hellbraunen Adern. Die Vorder-
schenkel sind kaum verdickt, ohne Zähuchen oder Borsten am Rande,
Bd. IV. Abhandl. 9g
7fi8 Dr.R. A.Philippi:
und offenbar nicht zum Creifeu geschickt; hiezu dient das zweite Fuss-
paar, dessen Schenkel am Rande gezähnt sind.
3. P. Pauheni Ph. PL capite griseo; antennis nigris, basi testaceis;
thorace laete rubro; abdomiue atro; pedibus fiilvis , t'emoribiis mediis
niaxime incrassatis. Long. iVi l'"-
E collect, oru. F. Paulsen.
Der Rüssel ist schwarz. Von PI. testaceus durch die lebhaft rothe
Färbung der Brust und noch lebhaftere Färbung der Beine verschieden*,
vielleicht blosse Varietät.
Drapetis Megerle.
\. Ifrapetis valdiviana Ph. Dr. facie nigro-cinerea; corpore atro;
alis hyalinis, uervis praeter secundum tenuissimis; pedibus halteribusque
fuscis. Long. 1 lin.
In prov. Valdivia habitat.
Die Augen meines Exemplares sind zusammengefallen, so dass ich
nicht sehen kann, ob sie behaart sind. Die Gegend des Stigma ist ver-
dickt, und am Rande mit längeren Borsten gewimpert als der übrige
Theil des Vorderrandes. Der Kopf ist borstig. Bei 90 maliger Vergrösse-
rung zeigt die Borste der Fühler am Grunde zwei kurze Glieder.
2. />. ohscuripennis Ph. Dr. fusca; pedibus pallidioribus; alis valde
infumatis. Long. 2 lin., extens. alar. i^/^ lin.
Cum priore habitat.
Auf dem Scheitel s'ehen vier lange, nach vorwärts gerichtete
schwarze Borsten. Die Fühlerborste ist so lang als der Kopf. Die Brust
ist mit einzelnen, nach hinten gerichteten Borsten bekleidet. Die erste
Basalzelle ist so kurz, dass man richtiger sagt, es sei gar keine vorhan-
den; die Schwinger sind bräunlich weiss.
Cyrtoiiia Meig.
Cyrtoma? coUlna Ph. C. uigra; uervis alarum flavis; pedibus
testaceis s. pallide fuscis. Long. 1 lin.
In colli S. Cristöval prope Santiago cepi.
Der Rüssel ist den vierten Theil so lang als der Kopf, schwarz.
Das zweite Fühlerglied ist eiförmig-kegelförmig, stark behaart, wie die
eben so lange Borste. Die Flügel haben zwei Basilarzelleii und eine ge-
s<-hlossene Analzelle, sowie drei lange hintere Zellen. Alle Schenkel sind j
dünn; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist dünn, fast so lang als '
sein Schienbei«. Vielleicht ein eigenes Genus?
Aufzählung ilcr cliilcnisclicn Dipteren. ^()1^
Xylotomae Illeig.
Thereva Lalr.
Blau eil ard führt bei Gay drei Arten auf.
i. Thereva notabiUs Macq. Gay Vll. p. 416.
„Voii Santiago." Ich selbst habe sie noch uicht gefunden, wohl aber
Herr F. Faulsen. 'VH-cO/'^
2. T/i. lugubris lltefg. Gay VII. p. 417. t. 4. f. 4 mala, pedes
uiniis breves.
„Von la Sereua, Santiago etc." Sehr gemein in den Häusern an deu
Fenstern in ganz Chile , wenigstens bis Valdivia , sehr selten im Freien
auf Blumen. Im Leben sind die Augen lebhaft ziegelroth.
3. Th, chilensis Macq.
„Von Santiago".
Ich besitze noch folgende Arten.
4. T/t. luteiventris Ph. Th. facie alba, albosetosa; thorace paliide
cinereo, fusco - vittato; abdominis primo segniento nigro, reliquis luteis;
femoribus nigris albo-hirsutis ; tibiis tarsisque paliide testaceis ; alis hya-
linis, macula stigmatica fusca. Long. 4 liu., extens. alar.
Trope Santiago capta.
Die Augen sind dunkelbraun, kahl. Die Fühler sind kürzer als der
Kopf; das erste Glied doppelt so lang als das zweite , und beide mit
starken, dicken Borsten besetzt; das dritte kaum länger als die beiden
ersten zusamuieugeuommen , länglich eiförmig, der Endgriifel kurz und
dick. Hinterkopf und Unterseite des Kopfes sind mit weissen Haaren be-
setzt. Die hellasehgraue Brust zeigt oben drei breite , hellbraune Strie-
men , wenige weissliche Haare und einzelne, schwarze Borsten; an deu
Seiten und unten lauge, weisse, büschelförmig gestellte Haare. Der Hin-
terleib ist beinahe kahl; der erste Ring ist ganz und gar, der zweite
oben zur Hälfte schwarz. Die Schenkel sind mit anliegenden weissen
Haaren, die Tarsen und Schienen mit ziemlich kurzen schwachen Borsten
besetzt. Der zweite Längsnerve der Flügel ist gelb.
5. Th. vittata Ph. Th. aibo-grisea, nigro-vittata; abdomine sub-
glabro, nigro, praesertim ad latora argenteo-micante; alis hyalinis, macula
stigmaticali obsoleta. Long, ö'/j lin., extens. alar. 10 lin.
Orn. Ferd. Paulsen specimen deboo.
Die Stirn ist grau und so wie der Scheitel dicht mit schwarzen
Borsten bekleidet; auf dem Scheitel ist ein kahler schwarzer Fleck, auf
dem die drei sehr kleinen Punktaugen stehen. Die ersten Fühlerglieder sind
schwarz , und mit schwarzen Boi-sten besetzt, das dritte fehlt in meinem
98*
770 r)r H A. Pliilippi:
Exemplare. Der Hinterkopf ist grau, das Uiitergesicht weisshaarig-. Auch die
ganze Unterseite des Körpers ist grau. Die Oberseite der Brust ist grau, mit
drei breiten, braunschwarzen Striemen, die mehr Raum eiunehmeu als die
Grundfarbe, sie ist vorne mit kurzen schwarzen Härchen , an den Seiteu
und hinten mit schwarzen Borsten besetzt. Das Schildcheu ist schwarz,
ringsum hellgrau eingefasst. Der Hinterleib erscheint auf den ersten
Blick kahl, ist aber mit feineu, weissen Härchen bekleidet; das Schillern
desselben kommt indessen nicht von diesen Härchen. In der Gegend des
Stigmas hat die hintere Randader eine sehr schmale, bräunliche, leicht zu
übersehende Einfassung.
6. Th. alhiventris P h. Th. (^ nigra; facie alba, albo-hirsuta;
tliorace griseo ; abdomine pilis mollibus , longis, appressis , argenteo-albis
vestito; segmentis posterius carneis, albo-marginatis; alis hyalinis, macula
stigraaticali nigra. Long-. 3Vj lin., exteus. al. 6 lin.
Prope Santiago semel cepi.
Die Fühler sind braun , das dritte Glied rothbraun mit braunem
Griffel; die Borsten der ersten Glieder, so wie des Scheitels sind schwarz,
sonst ist das Gesicht weiss und weisshaarig. Die Brust ist oben mit kur-
zen weisslicheu Haaren , an den Seiten und am Hinterrande , so wie der
Hinterrand des Schildchens mit schwarzen Borsten bekleidet. Die Brust-
seiten, die Unterseite der Brust, der Bauch , und der Rücken des Hinter-
leibes sind mit langen, weichen, weissen Haai'en bekleidet. Die Schenkel
sind dunkelbraun, unten mit eiaizeluen schwarzen Borsten, oben mit feinen,
weissen, anliegenden Härchen bekleidet, namentlich die Hinterschenkel;
die Schienen sind hellbraun, die Tarsen gegen die Spitze schwärzlich;
beide sind schwarzborstig. Die Flügel sind an allen Queradern mit einem
schmalen , bräunlichen Saume eingefasst; die vierte hintere Zelle ist
geschlossen.
Denteragonista 1) Ph.
Caput breve, transversura. Oculi glabri, maris contigui. Anten-
nae caput vix superantes; articuli duo basales subaequales, tertius elon-
gato-conicus; anteriores simul sumtos bis aequans; Stylus terminalis, di-
midlam lougltudineni ai'ticuli tertii superans, triarticulatus , articulus
priraus brevissimus, secundus elongatus, cylindricus, tertius setula brevis-
sima. Proboscis brevissima , perpendicularis; Palpi horizontales spa-
thulati. Abdomen conico - depressum, articulorum sex. Alarum cellulae
submargiuales duae , posteriores quatuor , basilares sat breves , analis
clausa, brevissima. Pedes normales; tibiae apice haud calcaratae; ungues
mediocres, pulvilli duo.
schaffe mi
^~) 8iv%iQaymviaT£iV eine Nebenrolle spielen, wegen der Verwandt-
'fe mit Thertva, Chiromyza, RüppelUa und JSmpis.
Ani'zalilmis;: der rliilenisclieii Dipteren. 77 1
Der Habitus ist von Thereva^ doch g-edruugeuei" der Uuistaud, dass
nur yier hintere Zellen vorhanden sind, erinnert an Chlromyza, der drei-
gliederige Griflfel an Rüppellia\ Flügeladei'n und Fühler erinnern auch
an JEmpis.
Deuter agotiista bicolor Ph. D. thoracis lateribus rufo-fulvis, dorso
griseo, nigro-bivittato; scutello rufo-fulvo; abdomine albo-ciuereo, incisuris
albis; pedibus fuscis. Long. 3Vj lin., extens. alar. S'/j lin.
Mas a Krauseo prope Corral captum suppetit.
Der Scheitel ist dunkelbraun , kahl , und trägt drei Punktaugen.
Das Untergesicht ist zwar schmal aber etwas breiter als die Stirn , und
liegt in derselben Wölbung wie die Augen. Die Fühler sind schwarz,
ebenso der Rüssel. Die Augen haben einen Einschnitt der von den Füh-
lern ausgeht. Der Brustrückeu ist mit ziemlich feinen Borsten besetzt,
nur die Borsten an den Seiten vor den Flügeln , und ebenso eine
Reihe auf dem Schildchen sind länger. Der Hinterleib ist so lang als
die Brust , zweimal so lang als breit. Oben ist das erste Glied vorne
schwarz, in der Mitte weiss, hinten dunkel atlasgrau; das zweite bald
hinter seiner Basis scheinbar quergetheilt, im vorderen Theil schwärzlich,
mit zwei Querreihen schwarzer Punkte , im hinteren Theile , so wie die
folgenden Segmente , hell atlasgrau, mit weissem Rande, und auf dem
grauen Theil mit schwarzen Punkten , die Börstchen tragen. Die Unter-
seite ist schwärzlich. Das männliche Glied ist zusammengedrückt, und
in die Höhe gerichtet, und steht unten mehr hervor als oben. Die Flügel
sind schwach getrübt mit braunen Adern; die Basis und das Randn>al
sind gelblich. Die Beine haben nichts Ausgezeichnetes, sind massig lang,
die Schenkel massig dick , die Tarsen sind länger als die Schienen , ihr
erstes Glied ist dicker als die andern , länger als der dritte Theil der
Schienen; das letzte Glied so lang als das dritte.
Dasyomnia 9Incq.
Dasyonima caerulea Macq. Gay VII. p. 418. Tab. 4. fig. 3.
„Ziemlich gemein bei Santiago etc." ist mir noch nie vorgekommen.
L e p t i d e s Meig.
Es scheint bisher keine Fliege dieser Familie aus Chile bekannt
geworden zu sein; ich kenne folgende Arten:
Leptis Fabr.
1. I^eptis suhannulata Ph. L. pectore scutelloque nigris; abdomine
subius lateribusque segmentorum priorum fulvo, caeterum nigro; alis in-
7r2
Dr. R.A. l'liilipiii:
fuiuatis; pcdibus fulvis , tibiis tarsisque posticoruiu nigris. Long. 4'/^ Hu.,
extens. alar. 8'/^ Hn.
In prov. V^ildivia ueiuoribus plus semel cepi.
Der Scheitel ist kohlschwarz; der Hinterkopf tragt blasse, fast
kamiuartige Haare. Die Fühler siud schwarz; das Gesicht schwarz und
kahl. Auch der Rüssel ist schwarz, aber die Palpeu blass, bräunlich uud
mit langen , weisslichen Haaren gevvimpert. Der nervus marginalis der
Flügel ist behaart, die Analzelle vollständig geschlossen. Die Schwinger
sind gelb. Die gelben Flecken an den Seiten des zweiten, dritten uud
vierten Hiuterkibsegmeutes sind rundlich, und bilden unterbrochene gelbe
Ringe. Die Flügel siud ziemlich dunkelbraun.
i, h. nemoraliä Ph. L. capite thoraceque nigris; abdomiue basi
fulvo, uigro univittato , deinde iiigro; subtus ouinino luteo; alis hyaliuis,
cellula mediastinali pallide fusca; coxis femoribusque anterioribus albidis,
coxis posticis nigris; tibiis tarsisque fuscescentibus. Long. corp. 3 lin.,
extens. alarum 6y^ lin.
Pariter nemora prov. Valdivia inhabitat.
Scheitel und Stirn sind kohlschwarz , und ebenso die Hao.re des
Hinterkopfes, der Rüssel und die Taster. Die Fügeladern sind wie bei der
vorigen Art braun , und die Analzelle kaum geschlossen. An deu mitt-
leren Beinen ist Hüfte und Trochanter schwarz, die Schenkel am Grunde
gelblich, au der Spitze schwarz.
3. Ij. praefica Ph. L. ouinino nigra; margine postico segmentorum
abdomiiiis, pectore ventreque pallidioribus; alis antice fuscis; tibiis tarsis-
que fuscis. Long. 3'/^ lin.
Prope Santiago inveni.
Die beiden ersten Glieder der Fühler und namentlich die Palpeu
sind dicht mit langen schwarzen Haaren besetzt. Die Haare des Brust-
rückens sind aufrecht, lang, schwarz, die des Hinterleibes gelblich, kürzer
und schräger gestellt. Die Unterseite des Körpers , die Seiten und die
Räuder der Hinterleibssegmente siud grau, mit schwarzen Punkten. Brust
uud Hüften sind grau, Trochanter und Schenkel tief schwarz; Schienen
und Füsse dunkelbraun. Die Flügel sind vorne dunkelbraun, sonst massig
getrübt; die Schwinger dunkelgelb.
4. //. nijrata Ph. L. capite corporeque omnino nigris; articulo
ultimo antennarum globoso , abrupte in setam coiitinuato; alis hyaliuis,
macula stigmaticali nigra uotatis; coxis trochanteribusque nigris; femoribus
luteo-testaceis; tibiis tarsisque nigris. Long. 3y^ lin., extens. alar. 7'/^ lin.
Prope Corral legi.
Von der vorhergehenden Art sehr leicht durch den ganz schwarzen
Hinterleib, die hellen Flügel mit schwarzem Randmal, die gelben Schen-
kel, die Gestalt des dritten Fühlergliedes zu unterscheiden.'
o. //. claripennis Ph. L. capite corporeque ciuereis; abdoniine
Aufzahliin? der rliilenisrlion Diploron. <■ / o
supra nrg;ro, sogmentis duohiis primis laterilms luteis; alis omniuo hyaliiiis
etiani absque macula stigmaticalis; femoribus anterioribus testaceis, posticis
testaceis, apice uigris; tibiis tarsisque omnibus nigris. Long. corp. S'/j lin.,
exteus. alar. 7'/^ liii.
E prov. Valdivia (Corral) attull.
Der Kopf ist graulichgelb, der Scheitel grau , mit schwarzen Bor-
sten , das Untergesicht mit weissen Borsten besetzt. Die Fühler sind
schwarz; das dritte Glied ist nicht dicker als die vorhergehenden, ei-
förmig , spitz. Auf der Brust erkennt man drei braune Striemen. Die
Flügeladern sind braungelb, die Analzelle geschlossen. Von L. nemoralis
sogleich dnrch den hellgrauen gestriemten Brustrücken zu unterscheiden.
6. L>. setosa Ph. L. cinerea, thorace fusco-tririttato; segmentis
2. 3. 4. abdominis medio macula triangulari fusca, et utrinque lineola ob-
liqua fusca pictis; alis parum infuscatis. Long-. SVj lin., ext. alar. 8 lin.
Ad radicem Andium prov, Santiago (Valle de S. Ramon) cepi.
Der ganze Körper ist mäusegrau, mit schwarzen Haaren bekleidet,
der Scheitel bräunlich. Die Fühler sind stärker borstig als bei anderen
Arten, und der Endgriffel ziemlich dick und laug*. Rüssel und Taster sind
hellbraun, und letztere ebenfalls sehr borstig. Die Striemen der Brust
sind schmal und reichen nicht bis zum Hiuterrand. Brust und Schildcheu
sind mit laugen, aufgerichteten Borsten bekleidet. Die Flügel sind bräun-
lich getrübt , mit brauuen Adern und gelblichem Randmal. Auch die
Schienen sind stacheliger als bei andern Arten.
7. JL. lugens Ph. L. corpore omniuo nigro; alis infumatis, cellula
marginali omnino nigra; femoribus luteis, apice nigris; coxis tibiis tarsis-
que nigricantibus. Long. 3-/3 liu., extens. alar. 8V3 liu.
E prov. Valdivia.
Der Kppf fehlt bei meinem Exemplare. Die Vorderbrust ist mit
weissen Borsten besetzt; die Mittelbrust und Hinterbrust mit langen,
schwarzen, steifen Haaren ; der Hinterleib mit langen, weichen, gelblichen
Haaren. Die Flügel sind bräunlich , so dunkel wie bei L. praefica^ die
hinteren Adern braun, die vorderen schwarz; die Marginalzelle ist dunkel-
schwarz. Die Schwingkölbchen sind schwarz, auf bräunlichem Stiel.
8. £/. hasalis Ph. L. corpore omnino Jiigro; alis basi infumatis,
caeterum hyalinis; pedibus pallide fuscis. Long. S'/j lin., ext. alar. 8 lin.
E coli. orn. Ferd. Paulsen.
Fühler, Palpen, Rüssel sind schwarz, und erstere beide Organe mit
langen, schwarzen Borsten besetzt. Auch die Borsten des Hinterkopfes
sind schwarz, die der Kinngegend aber weiss. Wie bei L. lugens ist die
Brust mit schwarzen steifen, der Hinterleib mit weichen, gelblichen Här-
chen bekleidet. Die Basis der Flügel und die Costalzelle sind bräun-
lich, sonst .sind die Flügel glashell mit bräunlichen Adern. Die Schwinger
sind gelb.
774 nr.n.A.Philippi:
9. Ij. gri.iea Ph. L. omuiuo grisea, vittis tlioracis uuUis; alis parum
infuscatis; pedibus pallide fuscis, tarsis nigricantibus. Long. SVj lin. , ext.
alar. 6^/4 lin.
In praedio meo S. Juan Jauuario 1864 cepi.
Auch der Rüssel, die Palpen und die ersten Fühlerglieder sind grau,
das dritte nebst der Borste dunkelbraun. Die Brust trägt ebenso lange
schwarze Borsten wie L. setosa , auch die Schienen sind sehr stachelig.
Ueberhaupt sind beide Arten einander sehr ähnlich, allein grisea unter-
scheidet sich sogleich durch den gänzlichen Mang'el von Striemen auf der
Brust, helle, röthlichbraime Schenkel, geringere Grösse.
Anmerkung. Sämnitliche neue Arten haben eine geschlossene,
oder fast geschlossene Aualzelle und weichen hierdurch von Leptis ab;
die Taster sind schräg geneigt, weder aufsteigend, noch dem Rüssel an-
liegend.
Chrysopila Macq.
Vhrysopila valdiriana Ph. Chr. corpore nigro , sericeo, aureo-
micante; alis hyalinis, macula stigmaticali lutea; femoribus albidis, tibiis
tarsisque nigricantibus. Long. Sy^ lin., extens. alar. fere 8 lin.
Anno 1861 in prov. Valdivia ^ cepi.
Der Scheitel ist breit, flach, braun, sammtartig glänzend, fast ganz
kahl, scharf von der grauen Stirne abgegränzt. Die Fühler sind sehr
kurz; das Untergesicht tritt blasenartig hervor; der hintere Rand der
Muudöffnung ist mit langen, weissen Haaren besetzt. Brust, Schildcheu
und Hinterleib sind schwarz, dicht mit anliegenden, braungelben Härchen
bekleidet, seidenartig glänzend. Die Querader , welche die zweite Sub-
marginalzeile abtreunt, ist stark nach hinten gekrümmt. Die Beine sind
sehr laug und dünn, kahl , namentlich ohne Spur von dornigen Haaren
au den Schienen, aber Mittel - und Hinterschienen enden mit zwei Dor-
nen. Die Klauen und die drei Haftlappeu sind ausserordentlich klein.
Dolichopoda Latr.
Bei Gay sind nur zwei Arten aufgeführt; ich kenne folgende chi-
lenische Arten dieser Zunft.
Rliapliiiim Meig[.
Hhajthimn Paulseni Ph. Rh. cinereum; facie argentea , vertice
atro-velutino; dorso thoracis abdominisque viridi-aeneis; femoribus, prae-
sertim anticis , viridi - aeneo micantibus; alis paullulum infuscatis. Long,
corp. 2 Hu.
Aiirzaliliing der cliilenisciien Diiitereii. ' ' •">
In plaiiitie prov. Santiago cepit orn. F. Paul seil, mecuiiu[ue ^
comrauuicavit.
Die Augen sind braun, mit dichter weisslicher Beliaarung; Gesicht
und Scheitel kahl , der Hinterkopf mit langen, schwarzen Haaren be-
kleidet; die Taster grau, die Fühler schwarz. Der Thorax und der obere
Theil des Hinterleibes tragen kurze Härchen; die Schenkel ebenfalls
kurze, entfernt stehende, die Schienen längere. Die Schwinger sind weiss.
Das Untergesicht hat jederseits einen Höcker.
Chrj'sotus Meig.
1. Chrysotus baxalis Ph. Chr. obscure aeneus; antennis nigris;
lateribus pectoris cinereis; femoribus nigris, basi testaceis; halteribus
flavis. Long, i % lin.
In prov. Valdiyia cepl.
Der Scheitel ist dunkelbraun mit broncegrünem Schimmer, das Ge-
sicht schwarz. Die Schienen der vorderen Beine sind weisslich, die der
Hinterbeine, so wie sämmtliche Tarsen bräunlich.
i. Chr. thoracicua Ph. Chr. thorace pedibusque testaceis, abdoinine
fusco. Long, ly^ lin.
Pariter in prov. Valdivia occurrit.
Fühler und Scheitel sind blassbraun , aber doch dunkler als die
Brust, die Tarsen sind dunkler, braun zu nennen. Man muss wenigstens
eine dreissigmalige Vergrösserung anwenden, um die Härchen der Fühler-
borste zu sehen.
Psilopns Qlegeii.
\. Psiloptts nigripes Macq. Gay VII. tab. 4. f. I.
„Bei Santiago gefunden". Die Figur ist sehr auffallend durdi
kurze Beine.
Dolichopns Latr.
1. Dolichopus bipunctatus Macq. Gay. VII. p. 41 ö. t. 4. f. f.
„Bei Santiago." Die Exemplare, welche ich zu dieser Art rechne,
haben zwei , nicht drei glänzende grüne Striemen auf grauer, kupferig
schillernder Brust.
2. /?. ? horticola Ph. D. thorace aeneo-micante; abdomiue gracili
viridi-aeneo; antennis nigris; pedibus gracilibus coxisque anticis pallide
flavis, tarsis posticis nigricantibus. Long. V/^ lin.
In hortis urbis Santiago.
Bd. IV. Abhandl. 99
770 Hr. R AlMiilippi:
Die Augen sintl beliaart, im Lebe» lehliaft groUlgriiii, spjit<'r biniin-
roth, sie stosseu unterhalb der Kühler dicht zusammen. (Bei Dofichopus
ist nach Mac qua rt das Gesicht des ^ ziemlich breit.) Die graue Stirn
trägt vier lauge schwarze Borsten , der Rand des Scheitels eine Reihe
kürzerer Borsten. Das dritte Fühlerglied ist ziemlich herzförmig , die
Borste entspringt auf dem Rücken in der unteren Hälfte, ist eingliederig,
schwach flaumhaarig. Die Brust ist oben broncegrün, mit grauem Schim-
mer, und einer dunkleren Mittellinie, auf welcher im Anfang eine dichte
Reihe kurzer Borsten steht, sonst ausser den grösseren Borsten kahl. Der
Hinterleib ist schlank, wie bei Psiloptis, broucegrüu, die Basis der Seg-
mente jedoch brauu. Das Copulationsorgau ist bei beiden vorliegenden
(^ zurückgezogen. Die Beine sind laug und schlank wie bei Psilopiis:
die Hüi'tm der Mittel- und Hinterbeine wie die Brustseiten grau, die
Hinterhüfteu tragen eine lange nach hinten gerichtete Borste. Die Vorder-
schienen sind unbewehrt , die Mittelschieuen tragen 4 — 5, die dickeren
und längeren Hinterschienen 6 — 7 lange Borsten. Das erste Tarsenglied
ist fast so lang als die folgenden zusammengenommen, dünn und schlank.
Der nervus externo-medius der Flügel ist fast ganz gerade. Dieser
Umstand und die Gestalt des dritten Fühlergliedes erlaubt nicht diese
Fliege zu Psilopiis zu bringen, der nicht gegliederte Fühlergriffel entfernt
sie von Mcdetems^ wohin also?
3. Iß. ? lamprostethus Ph. D. antennis basi flavis, apice nigris;
thorace pulcherrime aeneo- et chalybeo-micante; abdoniine aeneo, inci-
suris blaucis; coxis pedibusque gracilibus paliide flavis. Long. 2V3 lin.
E prov. Valdivia ^ attuH.
Die Stirn ist atlasgrau, das schmale Gesicht silberweiss. Auf dem
Scheitel stehen zwei lange Borsten; eine Reihe kürzerer am Hinterrand.
Die Augen sind kahl. Der Brustrücken ist ausser den langen schwarzen
Borsten dicht mit halb so langen Haaren bedeckt. Die Beine eben so
lang und dünn als bei der vorigen Art, die Dornen der Schieuen
schwächer, kürzer, weniger zahlreich, was vielleicht beim cT anders
ist. Die Flügeladern ebenso. Das dritte Fühlerglied erscheint noch
spitzer. Die Legeröhre ist blassgelb. Die Seiten der Brust sind pracht-
voll atlasgrau.
4. />.? duMosus Ph. D. corpore abdomineque griseis, aeneo-micauti-
bus; antennis nigris; pedibus gracilibus flavo-testaceis, tarsis obscuriori-
bus. Long. 2 lin.
E prov. Valdivia § attuli.
Obgleich das dritte Fühlerglied bei meinem Exemplare fehlt, so
zeigt sich, dass diese Art offenbar den beiden vorhergehenden ganz nahe
steht und das Schicksal derselben theilen muss. Die Seiten der Brust und
die Vorderhüfte sind grau. Die Stirn ist dunkelgrau; das Gesicht hell-
grau, die Palpen weisslich, der Rüssel braun, die Augen behaart. Die
Aufzahlung der chilenischen Dipteren.
777
Struktur der Beine und der Flügel ist gauz wie bei den beiden vorher-
gehenden Arten.
5. />. ? nemoralis Pli. D. viridi-aeneus, thorace obsolete fusco-
vittato; antennis nigris; pedibus testaceis, basi femorum anticorum,
lineola dorsali posteriorum tibiis posticis, tarsisque omnibus nigricantibus.
Long, i 11 n.
Valdiviae raareui bis cepi.
Die Augen sind behaart und stosseu unten zusammen, unmittelbar
unter den Fühlern bleibt ein ganz schmaler silberweisser Streifen vom
Gesicht frei; die Stirn ist braungrün. Das dritte Fühlerglied ist wie bei
den vorhergehenden Arten herzförmig , dreieckig, ziemlich spitz. Die
Brust lässt bei gewissem Licht bräunliche Striemen erkennen, und ist
abgesehen von den grossen Borsten kahl. Die Beine sind immer Jioch
lang genug, aber doch kürzer als bei den drei vorhergehenden Arten;
die Hüften atlasgrau; die Mittelschienen haben wenige, entfernte Dornen;
die Hintertarsen haben das erste Glied nur halb so lang als die folgen-
den vier Glieder zusammengenommen. Die Vordertarsen sind schlank.
Die Copulationsorgane sind nicht sichtbar, so wenig wie bei U. horticola.
6. /i. concolor Ph. D. oniniuo obscure aeneo-viridis; antennis, tibiis
tarsisque nigris. Long, ly^ lin.
Prope Santiago cepi, uec non in prov. Valdivia.
Ein Männchen. Die Augen sind behaart. Das Gesicht zwischen
denselben ist schmal, silberweiss; die Stirn ist schwarz. Das dritte
Fühlerglied ist wie bei der vorigen Art gestaltet, die Borste ist bald über
dem Ursprung geknickt und wohl zweigliedrig. Die Brust ist sehr dicht
mit Borsten besetzt, und auch der Hinterleib ist borstig zu nennen,
wenn gleich die Borsten weit kürzer sind. Die Seiten der Brust und
die Hüften sind dunkelgrau. Die Beine sind kurz wie bei Z>. bipuncta-
tus^ unyuilatus etc., und die Hinterschieneu, wie bei diesen Arten, stark
bedornt; die Tarsen der Vorderbeine sind nicht verdickt. Die Copulations-
organe sind fadenförmig.
7. />.? ßavifrons Ph. D.? fronte lata, flava; antennis basi flavis,
apice nigris; thorace nigro utrinque flavo-vittato; abdomine uigro; pedibus
flavis, brevibus, tarsis nigricantibus. Long. IV3 ün.
In prov. Valdivia 18ü9 cepi.
Stirn und Untergesicht sind auffallend
breit, sowie die beiden ersten Fühlerglieder
heilgelb. Der Scheitel zwischen den Punkt-
augen braun, wie gewöhnlich mit ein paar
Borsten besetzt. Die Augen sind kahl, kleiner
als gewöhnlich, so dass ein guter Theil des Kopfes unterhalb derselben
sichtbar ist. Das dritte Fühlerglied ist eiförmig, nicht Hreieckig-herz-
formig, die flaumhaarige Borste entspringt in halber Höhe. Die hell-
99*
778 / Dr. RA. Pliilippi:
gelben Striemen an den Seiten der Brust reichen von vorn bis zum T^r-
spruiig der Fühler. Die Beine sind für eine Dolichopide autfaliend kurz;
die Hinterschenkel reichen etwa bis '/; des Hinterleibes; die Schienen
sind so lang als die Schenkel ohne Borsten; das erste Tarsenglied nimmt
nicht viel mehr als den dritten Theil der Tarsen ein, und ist an den
Vordei'beinen nicht verdickt. Die Klauen sind im Verhältniss gross. —
Diese Abweichungen von der bei Dolichopus gewöhnlichen Bildung recht-
fertigen vielleicht die Aufstellung eines eigenen Genus, welches mau
wegen der kleinen Augen JUicrmnma nennen könnte.
8. /?. exilis Ph. D. omnino aeneus; facie, fronte et thorace
saepius chalybeis; antenuis, tibiis tarsisque nigris. Long, vix d lin.
In horto quodani Santiagino Novembri 1858 cepi.
Auch das schmale Untergesicht der Männchen ist wie die Stiru
prachtvoll stahlblau oder broncegrün. Die Fühler haben die gewöhnliche
Gestalt. Die Augen sind kahl. Der Scheitel scheint borstenlos, und
auch der Rücken der Brust und des Hinterleibes sind im Verhältnis»
schwächer behaart als bei den meisten Arten. Die Beine sind ziemlich
laug und kräftig, und die Schienen borstig bedornt. Die Schwinger sind,
wie gewöhnlich, gelb.
9. /?. ? longipes Ph. D. viridi-aeueus; pedibus longissimis, tibiis
tarsisque anteriorum pallide fuscis, posticorum tibiis multisetosis tarsisque
uigris. Long. 2 lin.
Prope Corral Martio 1859 c^ cepi.
Die Augen sind behaart, rothbraun und stossen unten zusammen;
unterhalb der Fühler bleibt ein schmaler silberg-rauer Raum frei. Der
Scheitel ist grau, aber broncegrün schimmernd , und die Stirnseiten mit
Borsten besetzt. Die Fühler sind braun oder schwarz, so lang als der
Kopf, das dritte Glied in Gestalt eines verlängerten Dreieckes, mit einem
Absatz im ersten Drittel der Länge, von welchem die Borste entspringt.
Diese ist fast so lang als die Brust, zweigliedrig, das erste Glied kurz,
so dass es bei Weitem nicht die Spitze des Fühlergliedes erreicht, das
zweite Glied ist besonders gegen die Spitze hin behaart. Die Brust ist
broncegrün, mit drei brauneu Striemen, und mit einzelnen, langen,
schwarzen Borsten besetzt, sonst kahl. Der Hinterleib ist schlank. Alle
Beine sind auffallend schlank und dünn; die Hinterschenkel erreichen
beinahe das Ende des Hinterleibes, ihre Schienen sind ein klein Aveiiig
länger als die Schenkel, weit dicker als die vorderen Schienen, auf der
hinteren Seite mit ziemlich langen, zahlreichen Borsten besetzt. Auch die
Tarsen sind bedeutend dicker als an den vorderen Beinen, und ihr erstes
Glied fast so lang als die folgenden vier zusamrafengenoramen. Diess
Verhältniss findet auch an den vorderen Beinen statt, an denen kein
Glied verdickt ist. Die Schwinger sind weiss, die Anaiader hinter der
Aufzählung der chilenischen Dipteren.
779
Querader etwas gekrümmt, mit der Convexität nach iimeii oder hinten
gerichtet.
10. It. inornatus Ph. capite thoraceque cinereo-fuscis; abdoraine
vivae testaceo, mortuae rufo, iucisuris uigris, subtus pallido; pedibus testa-
ceis; alis infuscatis. Long. iVs ÜQ-
Valdiyiae Aprili 1859 9 cepi.
Die Fühler sind schwarzbraun , die Schwinger im Leben beinahe
weisslich, jetzt blassbrauu. Keine Spur von metallischem Schimmer.
11. />. punctigcr Ph. D. corpore ciuereo, supra aeneo-micaiite*,
alis infuscatis, metallice iridescentibus; pedibus fusco-testaceis; femoribus
posticis viridi-aeneis. Long. lYg lin.
Valdiyiae, cum priore legi.
Beim lebenden Thier sind die Augen prachtvoll broncegrün, das
Gesicht grau, die Fühler schwarz. Der Hinterkopf trägt weisse Haare.
Die Schwinger sind gelb. Der Hinterleib ist dunkler, trägt anliegende
schwarze Härchen, die Brust wie gewöhnlich einzelne, aufgerichtete
Borsten. Die Eückenplatten des Hinterleibes zeigen an jeder Seite etwas
oberhalb des Randes eine Reihe von vier schwarzen Punkten, die beim
lebenden Thier sehr auffallen, bei dem eingeschrumpften Hinterleib des
todten aber nur mit Mühe zu sehen sind. Die Brust zeigt oben drei
schmale braune Striemen.
12. It. collinus Ph. D. corpore cinereo, absque nitore aeneo; alis
vix infuscatis, pedibus oninibns pallide testaceis. Long. IVg lin.
In colli S. Cristoval dicto cepi.
Kürzer und gedrungener als die vorige Art, ohne allen Metall-
glanz; die Flügel heller, im Verhältniss kürzer und breiter.
Bei allen diesen Arten ist das dritte Fühlerglied nicht kreisrund,
sondern in eine stumpfe Spitze vorgezogen, und die Behaarung der Borste
nur bei starker Vergrösserung sichtbar.
Bydatostega 1) Ph.
Oculi pilosi, in ^ satis distantes. Labrum linea transversal!
elevata distinctum. Antennae supra mediam altitudinem capitis insertae,
triarticulatae; articulus tertius ovatus, paulo infra apicem stylum cras-
sum , triarticulatum , articulum tertium bis aequans gerens; articulus
primus stjli satis longus, secundus major, tertius setula tenuis. A lae
ut in genere Dolichopode, i. e. nervus externo medius pauUulum incur-
vatus. Pedes antici raptatorii, femora satis incrassata, subtus serie
duplici setarum armata, tibiae inflexae serie spinularum confertarum apice
*) vSciTOctiyrjs wasserdicht.
rso
Dr. R.A.Philippi:
raajorum intus armatae; tarsi et teliqui pedes normales, feniora poste-
riora teuuia, seric duplici setarum distautium sicut tibiae ariuata.
Hytlatosleija polioa38r5ce
Tiiii.xmr.
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pag
Acantnocnemi s
6Ö6
Cyrtonia
768
Agaricobia
626
Cyrtophorus
652
Anopheles
697
Anthrax
66S
Dasycyrton
701
Anypenus
702
DasyoüUiia
771
Apalocnemis
752
Dasypecus
692
Apiiritis
7S3
Daa/pogon
685
Apiophora
682
Deroiayia
705
Aplomera
7Ö8
Deuterugonista
770
Asilus
695
Dilophuö
635
Dolicxiogyna
744
Tiacha
749
Dolichopoda
774
3eri8
729
Dolicüopus
775
JOiabylius
649
Doms
747
Bracnystoiiia
762
Drape tis
768
Cecidoiiyia
628
Einpis
753
Gentrocneiais
619
Brax
692
Cepiialocera
680
Eriopnora
735
Ceratoiaeinis
765
rrioptera
616
Ceratopogon
601
Erl stall s
742
Geroplatus
618
Eutnrix
690
Chaetopalpus
721
Exoproüopoa
679
Cheilosia
749
Ghironohiuß
598
Creron
654
Chrysopila
774
Jnoriöte
620
Chrysops
724
Chrysotus
775
Helopiiiluö
743
Clavator
699
Heiiierodrouia
766
Cnephaeopiaila
618
ilepi^agyia
635
Coenura
726
lieterostouius
727
Comptosia
675
Hir.aoneura
655
Ctedonia
602
Holops
645
Culex
595
Ho.ialocne.iis
752
Cyanauges
732
llybotidae
751
Cyclogaster
732
Hydatoste^^a
779
Cylindropiiora
704
Hylorus
728
CylincLratoua
614
Cyllenia
652
Idioneura
615
..achnocera
615
P Sil opus
775
Lagarus
728
Psycxxoda
631
Laphria
684
P sycnophaena
628
Lasioptera
ö^O
Leia
62S
Rhamphomyia
760
Leptia
771
RhapiiiUij
774
Leptoejc^ster
705
Riiypiius
633
Lestreiuia
628
Lliiinobia
612
bcutüpse
640
Liauiophila
610
5celolabes
751
Lobogaster
652
ociara
627
Lycoiüyia
694
bciophila
623
üericosoiiia
652
Macrocera
ol7
biauliiim
633
iÄacroinetopia
7^0
opaniatoaa
629
iiegalybus
641
Sphaerops
646
Megsscelus
682
ophicosa
751
ilegistocera
617
^jterphus
737
Mi das
6ÖO
Stilbosüiaa
736
LJycetobia
626
Syrpxius
745
Uycetophila
621
3y&tropus
654
Ittycteromyia
712
Taoanuö
713
Ocyptamus
748
Tanvderus
780
Odonto .lyia
7o2
Tetraphora
Tnereva
630
769
Pacn,y7aeria
753
Tipula
60 •*
Pachyrraiza
703
Tricxiopalpus
724
Paiii^onia
707
Tropidia
7^*4
Panops
647
Peniuin
7-tl
Volucella
733
Pentaneura
62.^
Pentnera
639
Xylophagus
727
Phalacromyia
734
Phthiria
652
Pia
7^2
PlatvBfxlpus
767
Platyura
620
Plettusa
597
Podonouus
601
Polyiüoria
608
Prioiaerus
739
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