PHILIPP-I,R.A,--Aufzahl\Äig der ^..jjjileni sehen Di pt ereil ;- '~7e rhändi: 2 , W:i^3:W£e^, xv, 1865, pp. 595-782. S35-.3 Aiifzälüuiig der cliileni^clien Dipteren. Dr. Br ArPhillppi, Director ües National-Museums in Santiago. Vorgelegt in der Sitzung vom 21. August 1865. Nemocera. € u 1 i c i d e s L a t r. 1. Culex L. i. Ctflex flavipes Macq. Gay VII. p. 332. t. 1. f. ]. „Findet sich in den südlichen Provinzen." Mit gelben Schuppen auf den Flügeln, ist mir unbekannt. 2. C annuUferus Blanch. Gay VII. p. 333. „Coquimbo, Illapel." Ebenfalls mit gelben Schuppen auf den Flü- geln, mir unbekannt. 3. C variegatus Blanch. Gay VII. p. 333. „Arqueros." Habe ich noch nicht gesehen. 4. C serotinvs Ph. C. rufo-fuscus, capite thoraceque piloso parce aureo-squamulosis; squamulis fuscis in alarum nervis; abdomiue fusco, albido annulato; pedibus pallide fuscis, femorum basi albida. Long. äVa liu. Santiago, Valdivia usque ad niensem Majuni Ctiptus, inio Junio h. c. initio hyemis. Kopf und Rücken der Brust sind rothbraun, letztere mit aufrechten Härchen und sparsamen goldgelben Schüppchen bekleidet. Der Hinterleib ist bei den (^ dunkelbraun, die Basis der Segmente mit silberweissen Schuppen bekleidet und so schön schwarz und weiss geringelt, bei den ^ ist das Braun heller und der weisse Ring weniger auffallend. Die Schenkel 59fi Pr, R. A.riiiüiM'i: sind au den Seiten weiss beschuppt, die Tarsen einfarbig, hellbraun. Der Rüssel ist gerade, die Beine nicht gewimpert. 5. C- articularis Ph. C. nigro-fuscus; thorace piloso et aureo-squa- niuloso; squamulis alarum fuscis (abdouiine uigro et albo annulato?); pedibus fusco-griseis ; basi femorum albida, apice femoruni tibiarunique niveo; tarsis nigris. Long. 2% üu- Prope Corral cepi. Dunkler als die vorhergehende Art und namentlich durch die schwarzen Tarsen und die silberweissen Spitzen der Schenkel und Schienen sogleich zu unterscheiden. 6. C vittatusVh. C. fuscus; thorace i^ilis destituto, densissime aurco- squaiuuloso; abdomine albo annulato vittaque media alba oriiato; squa- mulis alarum fuscis; pedibus pallide fuscis, apice femorum tibiarumque uigricaute; tarsis uuicoloribus. Long. 'V/^ lin. Feminas duas servo, prope S.antiago lectas. Kopf und Brustrückeu sind ganz dicht mit goldgelben Schüppchen bekleidet, wogegen die Härchen auf dem Kücken selbst fehlen und auch an den Seiten weniger merklich sind, als bei der vorigen Art. Die Flügel sind wie bei den vorhergehenden Arten, d. h. farblos mit braunen Adern und diese mit graubraunen Schuppen besetzt. Sehr ausgezeichnet ist die silberweisse Längsbinde auf dem Hinterleib. Die Basis der Tarsenglieder ist heller, bei einem Exemplare weiss. Die Borsten der Hinterbrust sind hellgelb. 7. C apicinus Ph. C. nigro-fuscus; capite et thorace piloso deu- sissime aureo-squamulosls; abdomine albo-aunulato; squamis alarum fuscis; genubus, apice tibiarum omniumque tarsi articulorum niveis. Long. r/t lin. Prope Santiago occarrit. Der Mangel des weissen Streifens auf dem Rücken des Hinterleibes und die stark behaarte Brust würden diese Art sogleich von der vorigen unterscheiden, selbst wenn die Beine fehlten, Avelche durch die silber- weissen Punkte am Ende sämmtlicher Glieder der Beine sehr auffallen. Die Haare der Hiuterbrust sind braun, der Rüssel gerade, die Beine nicht gewimpert. 8. f7. j>/c^i^ewn/s Ph. C. niger; antennis pallide cinereis, apice nigris; alis hyalinis antice maculis nigxüs ornatis; pedibus cinereis, tarsis (saltcm (^) longissimis, nigris, albo annulatis. Long, fere 3 lin. Julio 1859 (^ in domo mea cepi, Sept. 1863 alium in prov. Aconcagua. Der Brustrücken ist mit schneeweissen Härchen spärlich bekleidet, der Hinterrücken bei beiden Exemplaren kahl (ob zufällig?). Am Vorder- rand der Flügel sind zwei grössere schwärzliche Flecken durch einen milchweissen Fleck getrennt und ausserdem kleinere, punktförmige schwarze Fleckchen. Die Beine sind auffallend fein, die Tarsen der Hinter- Aufz;ililiiiif: der rlüleiiisclien Diiitoren. 597 beme reichlich 2wei Malso laug als ihre Schienen, am Grunde hellbraun, in der Mitte mit einem schwarzen Ring, vor welchem ein schmälerer, weisser ist, der Spitzentheil hinter dem schwarzen King ganz weiss. Schwinger schwarz. C. vuriegatus Bl. hat ähnliche Flügel, aber eine roth- gelbe Brust mit braunen Striemen und die Spitze sämmtlicher Glieder der Beine ist schwärzlich. 9. C. marmoratus Ph. C. griseo-fuscus; abdomine fuaco et albo marmorato; squamis alarum fuscis; pedibus pallide fuscis, concoloribus. Long. 3 lin., extens. alar. 4'/^ lin. Ubi proveiiiat oblitus sum. Ich besitze zwei Männchen und ein Weibchen. Rüssel, Palpen, Fühler, Beine sind blass, bräunlich grau; die Brust ist etwas dunkler; mit an- liegenden Schüppchen bekleidet, aber, wie es scheint, ohne aufrecht ste- hende Haare. Der Hinterleib ist hellbraun, mit feinen dunklen Pünktchen und etwas grösseren, weissen Fleckchen marmorirt, yon denen je einer auf jeder Seite der Segmente besonders auffällt. Die Taster des Männchens sind sehr lang behaart und seine Hinterbeine lang gewimpert. %. Anopkeles Mei^. Anopheles annuliventris Blanch. Gay VII. p. 334. „Von Valdivia," ist mir noch nicht vorgekommen. 3. Plettnsa Ph. i). ft/^^-co«^ /^. /f'-c?) OcuH ovati, integri. Ocelli nuUi. Antennae in utroque sexu con- formes, caput cum thorace aequantes, 14 articulatae, moniliformes , verti- cillatim pilosae. Proboscis filiformis , elongata, ut in Culice, sed palpi rudimentarii.. Alae cellulis marginalibus duabus, discoidali, submarginali unica, posticis quatuor, anali, axillari et spuria munitae, omnino ut in Tipula, sed cellulae posticae omnes sessiles. Pedes elongati, tenues, ecal- carati, tenuissime piibescentes. Ein sonderbares Geschlecht, welches den Rüssel von Culex mit den Flügeln von Tipula vereint und von allen durch rudimentäre, eingliedrige, nach unten gerichtete Palpen abweicht. Ich kann nicht sagen, ob sie Blut saugen oder nicht. Sollten wohl bei Tipula stehen. 1. Plettnsa virescens Ph. PI. antennis, corpore pedibusque pallide viridibus; oculis nigris; proboscide nigricante; thoracis vittis tribus, halteribus coxisque laete viridibus, vitta dorsali abdominis fusca; alarum hyalinarum venis viridibus. — Long. corp. 3Vt — 4 lin., ext. alor. fere 11 lin. '3 ni.r}Ttco stechen, die Stechende. 598 Dr. R.A.Pliilippi: In praedio nieo VaUHviano Januario 1860 § cepi. Der Kopf ist oben mit weisslichen Härchen bekleidet, sonst ist die Mücke ziemlich kahl. Die beiden ersten Fühlerglieder sind dicker als die übrigen, die ziemlich gleich laug sind und allmälig an Dicke abnehmen; das letzte Glied ist länglich eiförmig, spitz. Der Rüssel ist anderthalb- nial so lang als die Fühler. Die Mediastinalzelle der Flügel ist sehr deutlich. Schwinger grün. 2. PI. testacea Ph. PI. antennis, capite, corpore, pedibusque testa- ceis ; proboscide oculisque nigris; alarum hyalinarum nervis testaceis. — Long. 3 lin., extens. alar. 8'/^ liii. Pariter in praedio meo inveni. Ich habe zwei Weibchen, dem einen fehlt der Hinterleib grössten- theils, die Mediastinalzelle ist kaum zu unterscheiden. Schwinger schalgelb. 3. 1*1. fulvithorax Ph. PI. oculis antennisque nigris; proboscide, abdomine, pedibus fusco-griseis; dorso thoracis laete fulyo, uigro uni- vittato; capite, coxis et lamina supraanali ^ fulvis; alis hyalinis, nervis fuscis, macula stigmatica pallide cinerea. — Long. corp. 3V3 l'U-? extens. alar. 7 lin. E prov. Valdivia. In demselben Jahre, in welchem ich die beiden vorigen Arten fing, fing ich vou dieser ebenfalls zwei Weibchen. Die Schwinger sind hell- braun. Eine breite braune Binde trennt die rothgelben Hüften von dem rothgelben IJrustrücken. 4. /*/. stigmatica Ph. PI. antennis, oculis, proboscide nigris; capite, pedibus, abdomine nigricaiitibus; thorace rufo, nigro unirittato; alis hya- linis, nervis fuscis, macula stigmatica pallide fusca. — Long 3 lin., extens. alar. 7 lin. In colli S. Cristoval prope Santiago cepi. Der vorigen Art durch die rüthliche Brust mit schwarzer Strieme und die Flügel ähnlich, allein Kopf und Hüften sind grau, der Rüssel dunkler etc. Tipnlariae ciilicifornies Meig. 1. Chiroiioniii8 Fahr. Meig. Von diesem Geschlecht führt Blauchard bei Gay folgende Arten auf; i. Chtl'Otiomus maculipennis B 1. Gay VII. p. 335. „Von la Serena." 2. Ch. pallidulus Blanch. Gay VIL p. 335. „Vou Coquimbo." Ich rechne hierher eine bei Santiago häufige Art, die jedoch gewöhnlich ^V^, nicht 2 Linien lang ist, und bei der die Fühler oft deutlich weiss und braun geringelt sind. Schwinger weiss. Aufzählung der chüeniscLeu Dipteren. 599 3. Ch. obscurellus Blancb. Gay. VII. p. 336. „Von Coquimbo." 4. C/t. tessellatus Blanch. 1. c. p. 336. Ohne Angabe des Fundortes; jeder Flügel mit zwei braunen Flecken. Findet sich bei Santiago. Schwinger sind weiss, die Flügelräuder lang und dicht gewimpert, wenigstens beim c^. 5. CA. articuUferus Blanch, 1. c. p. 336. „Von den mittleren Frorinzen." Mir unbekannt. Das Museum besitzt folgende H unbeschriebene Arten. 6. C7«. fictipennis Ph. Ch. niger; dorso thoracis ciuereo, fusco-tri- vittato: «cutello pallido; alis hyalinis, utraque maculis circa 14 fuscis ornata; pedibus fuscis ad extremitatera articulorura uigricantibus. — Long. 2V2 liu. Prope Santiago. Die Augen sind tiefschwarz, die Fühler schwärzlich. Der Hinterleib ist mattschwarz, mit weisslichen Räudern der Segmeute. — Ch. maculi- pennis Bl. soll den Hinterleib tou blasser Farbe auf jedem Segmeute mit drei schwarzen Flecken verziert und nur 7 Flecken auf jedem Flügel haben. Die Schwinger sind braun mit weissem Stiele. 7. C'/i. punctulatus Ph. Ch. capite thoraceque fuscis; abdomine, alis- que albis, nigro-punctatis; pedibus cburneis nigro-annulatis. — Long. 2% lin. In prov. Valdivia nee nou propc Catemu in pror. Aconcagua cepi. Scheint über den grössten Theil Chile^s verbreitet , aber überall selten zu sein, und ist eine höchst zierliche Art. Die Fühler sind weisslich, ihr erstes sehr dickes Glied aber sowie die Augen schwarz. Die Palpen sind braun. Der Hinterleib ist weiss Und hat auf jedem Segmeut drei schwarze Flecken (wie Ch. maculipennis) , von denen der mittlere der grösste ist; auf den letzten Segmenten fliessen dieselben beinahe zu Querbändern zusammen. Jeder Flügel hat etwa 14 schwärzliche Punkte, wie die vorhergehende Art, allein die Beine sind sehr hübsch; die Grund- farbe ist ein reines Weiss; die Schenkel haben vor der Spitze einen schwarzen Ring, die Schienen zwei schwarze Riuge und eine schwarze Spitze, das erste Tarsenglied einen schwarzen Ring und eine schwarze Spitze, die folgenden Tarsenglieder eine schwarze Spitze. — Die Schwinger sind schueeweiss. 8. C'h. ehnrneo-cinctiis Ph. Ch. corpore omuino atro ; alis hyaliuis, nervo trausversali atro, maculis 5 pallide fuscis in uervis longitudiualibus; pedibus atris, aunulo tibiarum eburneo. — Long. 1*/^ liu. E prov. Santiago. Es liegen zwei Weibchen dieser leicht kenntlichen Art vor. Die Schwinger sind weiss. Dd. XT. Ibbandl. 77 600 Dr.R.A.Philippi: 9. iJh. balteatus Ph. Ch. corpore aterrimo, uitidissimo, segmento quarto abdomiuis iiiveo; alis hyalinis; pedibus nigris; bani feinorum et annulo tibiarum anticarum pallidis. — Long, lyg lin. Prope Santiago cepi. Auch die Fühler und die Haare des Federbusches beim qf sind schwarz; die Basis der Schenkel ist weisslich, der blasse Ring der Vor- derschienen fällt bisweilen wenig auf. Die Schwinger sind weiss. 10. Ch. lacteo-c.inctus P h. Ch, corpore omnino atro; alis hyalinis, immaculatis, nerro transversali atro; pedibus atris, annulo tibiarum ebur- ueo. — Long, fere 2 lin. Prope Santiago legi. Ich liabe zwei Männchen vor Augen. Die Fühler sammt Federbusch sind schwarz; Körper und Beine ganz wie bei Ch. ehurneo-cinctus ., allein keine Spur von schwärzlichen Flecken auf den Flügeln. Die Schwinger sind ebenfalls weiss. 11. CA. carbo Ph. Ch. capite corporeque aterriruis ; alis omnino hyalinis; pedibus uigro-fuscis, halteribus nigris. — Long, l'/j lin. E prov. Santiago. Ein Männchen. Der Federbusch ist ganz schwarz; die Brust kohl- schwarz aber sehr glänzend. 12. C/i. melas Ph. Ch. capite et parte antica thoracis viresceulibus; vittis tribus et parte postica thoracis nee non abdomine atris; alis omnino hyalinis; halteribus albis; pedibus fuscis. — Long. IV3 üu. Von Santiago. Die Fühler und die Augen sind schwarz und fällt der helle grün- liche Kopf sehr auf, ebenso die grünliche Farbe der Vorderbrust mit ihren drei schwarzen Striemen; die Schwinger sind weiss. 13. f/Ä. p/ca Ph. Ch. corpore nigro: alis omnino hyalinis: an- teunis pedibusque albidis. — Long, l'/j lin. Von Santiago und Catemu in der Prov. Aconcagua. Der vorigen Art sehr ähnlich, aber selbst im Leben ist Kopf und Vorderbrust schwärzlich, und die weisslichen Fühler und Beine unter- scheiden diese Art auch uach dem Tode ohne Schwierigkeit. Schwinger weiss. 14. (7i. iidlcatv.lus Ph. Ch. corpore omnino pallide testaceo: alis hyalinis; pedibus anticis, tarsisque omnibus fuscis. Long. 1'/i lin. Santiago, in domo mea cepi. Die Fühler sind schwärzlich, die Augen kohlschwarz. Auf der Brust erkennt man, wenn man genau zusieht, die blassbrauncn Striemen. Die Schwinger sind weiss. 18. Ch. Iiolochlorus. Pli. Ch. corpore, antennis, palpis, pedibusque pallide viridibus; alis omnino liyalinis. — Long, i'/j lin. E prov. Santiago. Aufzählung der chilenischftn Dipteren. fiOl Die Brust Lat wahrscheinlich hellbraune Striemen, sonst ist sie wie Kopf und Hinterleib von einem schönen, reinen Hellgrün. Fühler, Palpen und Beine sind mehr grünlich gelb; die Schwinger weiss. i6. CA .cinereusFh. Ch. pallide fusco-griseus; thorace obsolete fusco- vittato, abdoraine nigro- et albo-articulato ; aiis hyalinis 5 pedibus albidis, hirsutissimis. — Long. 2 lin. Prope Catemu in prov. Aconcagua c? cepi. Auch die Fühler sind grau. Jedes Segment des Hinterleibes hat eigentlich drei dreieckige dunkelbraune an der Basis zusammenfliessende Flecke, von denen der mittlere mit seiner Spitze bis nahe an den Hinter- rand reicht. Sämmtliche Adern der Flügel sind blass; die Schwinger weiss. — Von Cli. pallidulus durch mindere Grösse, die drei spitzigen schwarzen Binden des Hinterleibes, die blassen Flügeladeru verschieden, (bei Ch. pallidulus sind die ersten beiden Längsadern braun und die Querader schwarz, wenn ich anders die Blanchar d'sche Art richtig erkannt habe), sowie durch die stark behaarten Beine. 2, Ceratopogon Meig. Ceratopogon chilensis Ph. C. omnino ater; pedibus nigro-fuscis, tarsis pallidis; femoribus inermibus; aus hyalinis, macula stigmaticali elon- gata, pallide fusca, nervisque primis longitudinalibus in parte interiore nigris, reliquis pallidis. — Long. 1 % lin. Prope Santiago cepi. Ein Männchen. Die Fühler sind ganz von Ceratopogon, aber die Flügeladern weichen etwas ab, indem die ersten Adern kaum die halbe Fliigellänge haben. Sie sind durch einen weisslicheu Fleck von dem blasihraunen Randmal geschieden. Folgende kleine Fliege scheint mir ein neues Genus bilden zu müssen. Ich kenne zwar nur ein weibliches Exemplar, allein schon die Bildung der Flügel reicht hin, dasselbe von allen andern verwandten Geschlechtern zu unterscheiden. Es scheint mir am meisten mit Chironomus verwandt, und daher nenne ich es Fodonomus. 3. Podoiiomns ^3 Ph. Thorax supra caput valde prominens. Antennae cf . . ., ? breves, subcylindricae, verticillatim longe pilosae 8 (?) articulatae, articulo ultimo antecedentes duos vel tres aequante. Palpi. . . . Alae cellulis basalibus duabus aequalibus, cellula marginali et quatuor posticis subaequalibus, anali et axillär! iroperfecte separatis. Pedes elongati, aequales; tarsi elongati, articulus primus tibiam subaequans, secundu« dimidium primi aequat, reliqui breves aequales. ^) novq Fuss, voDficcm bewegen. 77* 602 Dr.R.A.Philippi: Podonomus stigmaticus Pli. P. capite, corporeque nigris; antennis pcdibiisque pallide fuscis; alis hyaliiiis, macula stigraaticali oblique fusca. Long. corp. vix 1 liu., exteiis. alar. 2V4 lin. Ignoro locura ubi cepi. Die Flügel sind im Verhältnisse zum Körper weit länger als bei Chironomus, und auch breiter, stark gewimpert, namentlich am Hinter- raude, ihre Adern braun. Der schmale braune Stigmafleck verläuft schräg von der zweiten Ader bis zur Spitze der ersten. — Die Ftihlerglieder sind schwer zu unterscheiden , und möglicherweise sind nur 6 wie bei Chironomus vorhanden , allein dann müssten die mittleren Glieder von ungleicher Länge sein, was nicht wahrscheinlich ist. Tipiilariae terricolae Latr. I. CtedoHia Ph. Caput parvum, globosum, postice attenuatum, antice in rostrum horizontale, crassum productum. Oculi globosi, satis distantes. Ocelli nuUi. Antenuae circa % longitudinis unitae capitis et thoracis aequantes, 15 ad 24 articulatae! articulus primus crassus, cylindricus, secundus tertiam partem primi aequans, subglobosus; sequentes octo (vel duodecim) cylin- driei, subaequales, filameutum gereutes, et pectinem formautes, et quidem dens tertii extrorsus, brevis, articulo quarto dens extrorsus et alius in- trorsus, articulis 5, 6, 7, 8, 9, 10 et pluribus dens introrsus longus, arti- culo il dens brevis introrsus^ articuli 9 sequentes cylindrici, aegre distinguendi. Palpi quadrl-artic\ilati, articulis cylindricis, quartus crassius- culus, satis brevis, etsi tertium pauUo superans. Alae fere orauino ut in Tipula, sed cellula st'gmatica longior, cellulae submarginales duae, prima elongata, breviter petiolata; (cellulae marginales duae, posticae quinque etc.). Pedes ut iu Tipulis, tibiae apice bicalcaratae. Dieses Geschlecht unterscheidet sich von Ctenophora., woran die gekämmten Fühler erinnern , durch zwanziggliederige, auch beim Weib- chen gekämmte Fühler und kurzes Endglied der Palpen; von Ozodicera durch zwanziggliederige Fühler , die neun Zähne (nicht bloss 6) tragen, gestielte zweite Hinterzelle etc.; von i?A//>/(iia durch einseitig gekämmte Fühler, fünf Hinterzellen etc. 1. CfeHonfa flavipennis Ph. Ct. corpore griseo; capite nigricante; alis flavicantibus, macula stigmaticali pallide fusca; pedibus flavicautibus, femoribus ante apicem fuscis. — Long. corp. 10 liu., extens. alar. 17 lin. Ad lacum Rauco in pros'. Valdivia 9 •^"^P'' ') Von HTtjSmv der Kamm. Aufzählung der chilenischen Diiitcrtn. 60;h Der Kopf ist schwärzlich grau, die Augen duukel rothbiauu, die 22gh'edrigeu Fühler und die Palpen beinahe schwarz. Die Brust ist hellgrau, ins Gelbliche ziehend, mit braunen Striemen, der Hinterleib aschgrau. Die Flügel sind gelblich, die Adern gelbbraun, ziemlich hell; die Schwinger aschgrau. Die Beine sind hell braungelb mit schwärzlichem Ring vor dem Knieende der Schenkel. ^^"j . [ i»^ lic^tX.^'Cx^ / 'f J T ^j 2. Ci. bicolor Ph. Ct. capite cum antennis palpisque, pectore cum coxis, apice abdominis, tibiis tarsisque atris; abdomine reliquo femoribus- que luteis; alis e luteo-fuscis. — Long. corp. (^. 7 lin., extens alar. 14 lin. Specimen prope Corral lectum servo. Die Fühler dieser Art haben 24 Glieder, von denen 12 innen kamm- artige Fortsätze, 2 dergleichen aussen haben. 3. Ct. £>ictipennis Ph. Ct. corpore griseo; abdomine ^ supra in Omnibus segmentis vittls duabus abbreviatis, obllquis, albidis notato; alis fusco nubeculosis; pedibus fuscis, basi femorum tibiarumque pallidiore. — Long. corp. 8 liu., extens. alar. 14 lin. In praedio meo ValdiTiauo feminam cepi. Der Kopf ist graubraun, die Gegend um den Ursprung der Fühler herum rostroth. Die Fühler sind schwarzgrau, 22gliedrig. Die Brust ist hellgrau mit zwei schwarzen, dreieckigen Flecken im Vordertheil, und zeigt die gewöhnlichen braunen Striemen, aber wenig deutlich. Der Hinterleib ist aschgrau mit zwei schrägen, weisslichen Streifen auf jedem Ringe, die namentlich auf den vier mittleren sehr auffallen. Die Flügel sind Avasserhell mit graubraunen Wolken; die Beine dunkler und kürzer als bei Ct. ßavipennis. 4. Ci. bipunctata Ph. Ct. c? corpore griseo; thorace fusco-vittato; abdomine immaculato; alis hyalinis, nigro-bimaculatis; pedibus pallide fuscis. — Long. 4 lin., extens. alar. 7'/^. ? 5 alis rudimentariis; antennis serratis; pedibus brevioribus, cras- sioribus, fulvis. Long, cum terebra bVj lin. In praedio meo, loco Pantauos dicto, cepi. Beim (^ sind Palpen und Fühler braun, letztere nur lögliedrig, mit 7 Kammfäden auf der Innenseite und 2 auf der Ausseuseite. Am Anfang der Mittelbrust zwei vertiefte schAvarze Flecken , in denen sich die Stigmata öflfuen. Der kleinere schwarze Fleck der Flügel ist auf der innersten Querader, der andere, weit grössere, reicht von der Discoidal- zelle bis zum Randmal. Das Insekt, welches ich auf denselben Sträuchern und au demselben Tage fing, und daher geneigt bin, für das Weibchen dieser Art zu halten, hat ebenfalls iSgliedrige graue Fühler, an denen das 5., 6., 7., 8., 9. Glied nach innen einen grossen Zahn absenden, so dass dieser Theil des Fühlers gesägt erscheint. Die Flügel sind blosse Stummel , kaum i Linie 604 Dr. R. A.Philippi lang. Die Legerübre ist laug, rothgelb, etwas säbelförmig nach oben gekrümmt. Die Beiue siud im VerhältHiss dicker und mehr gelb. 2. Tipiila L. Bei Gay VII., p. 337 sq. finden wir von Blaachard folgende drei Arten als chilenisch aufgeführt: i. Tiptila rufoistigmosa Macq. 1. c. p. 337, t. 1. f. 3 ala. „Concepcion." Mir unbekannt. t. T. albifanciata Macq. p. 338. „Provinciae centrales." Mir unbekannt. 3. T. trimaculata Macq. p. 338. t. !. f. 2. B4anchard zweifelt, dass diese Art von Chile sei. Das Museum besitzt keine dieser Arten, wohl aber folgende zehn andere : 4. T. decorata Ph. T. capite ferrugineo; oculis, antennis, palpis nigrisj thorace albido, fusco-vittato •, abdomine luteo iji qj" fusco-annulato, in 9 a^d latera fusco-maculato; pedibus fulvo-fuscis^ alarum nervis fere Omnibus fusco-marginatis, macula stlgmaticali et apice cellulae submargi- nalis infuscatis. — Long. corp. in ^ usque ad 16 lin., et tunc extens. alar. 30 lin. In omni Chile satis frequens, Illapel, Santiago, Valdivia. Die Fühler sind kaum viel länger als die Schnauze und kurz ober- halb ihres Ursprunges ist ein auffallender Höcker. An den Seiten der Brust verläuft von Kopf bis zum Ursprung der Flügel eine weisse, oben orangegelb eingefasste Binde. Die Queradern an der Flügelwurzel sind weiss, die Schwinger braun. Die Schenkel sind ziemlich gelb, an der Spitze schwärzlich, ebenso die Schienen; die Tarsen sind braungrau. 5. T. glaphyroptera Ph. T. capite cinereo; antennis apice ein er eis basi ferrugineis medio luteis nigro-annulatis; thorace fusco- cinereo, strigis albidis variegato; abdomine flavescente, liuea mediana maculisque lateralibus nigris; pedibus pallide fuscis, apice femorum tibia- rumque nigris; alis infumatis, maculis hyalinis aliisque obscuris secus nervös pictis. — Long. § 10 lin., (j* 7V2 lin. In prov. Valdivia prope Santiago etc. Die ersten drei Fühlerglieder sind gelb, die folgenden vier gelb mit schwarzem Grund, was den Fühlern, namentlich beim Mäuneheu, ein sehr hübsches Ansehen gibt; die Taster sind beinahe schwarz. Die Mit- telstrieme des Brustrückens ist durch zwei weisse Längslinien getheilt. Der Hinterleib ist beim lebenden c;;^ hell bräunlich gelb , mit schmaler schwärzlicher Rückenlinie und einer schwärzlichen Linie auf jeder Seite, auch sind die letzten Segmente bis auf die Afterklappe schwärzlich. Beim § erscheint der Hinterleib fast grau und die Zeichnung ist uudeut- Aiifzäliluiig der chileiiiscben Dipteren. 605 lieh. Die Flügel sind recht bunt. Eia ziemlich grosser graubrauner Fleck hat das Randmal in der Mitte, darauf folgt eiu wasserheller oder weisser Fleck, welcher von der Discoidalzelle iucl. bis zum Vorderrand reicht. Die äusserste Spitze der ersten hinteren Zelle ist ebenfalls weiss, ebenso ein Fleck in der zweiten Basilarzelle nicht weit von den hinteren Zellen, zwei kleinere in der Analzelle, einer in der Mitte der ersten Basilarzelle, hart an deren vorderem Rand und eiugefasst von zwei schwärzlichen Flecken. Schwinger braun. Var. a. Die Zeichnung der Flügel ist beinahe verloschen. Die eigea- thümlichen Fühler lassen immer diese Varietät sicher von anderen chile- nischen Tipulararteu xiuterscheiden. 6. T. subandina Ph. T. capite cinereo; auteunarum articulis basa- libus testaceis, reliquis nigrescentibus; thorace ciuereo, fusco-vittato; abdomine luteo-testaceo, liueis tribus uigris ornato; pedibus pallide fuscis, ad geuu nigricautibus; alis pallide fuscis, guttis hyaliuis et ad uervum marginalem guttis tribus fuscis. — Long. ^ 8 lin., (^ 6 liu. Ad radicem Andium in prov. Santiago, nee uon iu prov. Aconcagua iuveni. Der Kopf ist hell mäusegi'au mit einem brauneu Fleck auf seinem Scheitel. Fühler und Taster sind kürzer und duukler als bei der vorher- gehenden Art, und die Flügel sind bei genauer Betrachtung sehr ver- schieden. Weisse Tropfen finden sich hinter dem bräunlichen Stigmafleck, am Ende der Subraargiualzelle, sämmtlicher hinteren Zellen, der Anal- zelle, zwei an der Axillarzelle und zwei hart am Flügelrand, ferner am Anfang der ersten hintern Zelle, in der Discoidalzelle und in jeder der Basilarzellen, sowie vor dem Randmal. 7. T. concinna Ph. T. capite luteo; autennis palpisque uigris; thorace fusco , laterjbus flavo; scutello luteo, abdomine luteo, apice fusco; alis valde infumatis, lunula gemiua alba ante apicem ornatis. —Long, c^ 6 lin., extens. alar. 17 lin. Specimen prope Corral captum iu Museo servatur. Die Fühler sind mit Ausnahme des ersten Gliedes kahl und nur H- oder 12gliedrig. Das vierte Glied der Taster ist zwar dünner aber kürzer als das dritte. Die Flügel sind genau wie bei Tipula. Das Rand- mal und die vordere Margiualzelle sind braun , und davor ist ein kleines wasserhelles Fleckchen. Die erste Hälfte der zweiten Margiualzelle ist ebenfalls wasserhell. Der zweite wasserhelle Fleck nimmt die Basalhälfte der dritten hinteren Zelle und ein Stück der ersten, sowie der vierten eiu. Die Adern der zweiten Basilarzelle siud in der zweiten Hälfte mit einem fast schwarzen Saum eiugefasst. 8. T. antiulipes Ph. T. capite, palpis, autennisque nigris; thorace atro, uitidissimo, antice lateribusque flavo-marginato: abdomine luteo, medio nigro-liueato et albo-bivittato; tibiis nigris, medio albo-annulatisj 606 Ür.K. A.. Philip pi alis hyalinis, ad margiuem anticuni subnigris, macula stigmaticali nigra, ad apicem marginemque postlcuru subiiifuscatis. — Long. corp. 10 lin. In proT. Valdivia § ornat. Laudbeck Invenit. In den Fühlern finde ich, so viel ich auch zählen mag, wie bei der vorigen Art, nur H oder 12 Glieder. Die erste Zelle der Flügel ist schwärzlich, ebenso das Randmal, die erste Margiualzelle und die Basis der Submarginalzelle, auch die Queradern der Flügelwurzel. Das Schildchen ist braun mit gelblichem Räude; der Hinterleib gelb mit schwarzen Rän- dern der Segmente und einer schwarzen Mittellinie auf den ersten, während die folgenden jederseits eine gelbe (?) weissschimmernde, durch den schwarzen Hinterrand unterbrochene Strieme zeigen. Die Schenkel sind braungclb mit schwarzer Spitze und einem helleren Ring vor der- selben; die Tarsen schwarz. Der breite weisse Ring der schwarzen Schienen fällt sehr auf. 9. T. PauUeni Ph. T. capite, thorace fuscovittato, abdomineque cinereis; rostro antennisque testaceis; pedibus e fusco-fulvis; alis h^'alinis, margine antico stigmateque flavescentibus. — Long. ^ usque ad 12 lin. Prope Santiago invenit oru. F. Pauls eu, mecumque communicavit. Der Kopf ist oben röthlich aschgrau, der Rüssel gelblich, besonders an den Seiten, die Taster schwärzlich. Die Beine sind bräunlich gelb mit dunkleren Gelenken. Der blassgelbe Stigmafleck nimmt die äussere Hälfte der ersten Margiualzelle ein. Die stärkeren Adern sind gelb. — Bei einem etwas kleineren, von mir in Valdivia gefangenen Weibchen ist der Hinterleib nicht einfarbig aschgrau, sondern gelb mit schwarzer Rückeu- liuie, sonst kann ich keinen Unterschied finden. 10. T. valdiviana Ph. T. testacea; thorace nigro-vittato; abdomine vitta mediana nigra ornato; antennis palpisque uigris; alis vix infuraatis macula stigmaticali pallida; pedibus pallide fuscis. — Long. 6 lin. In prov. Valdivia ut videtur satis frequens. Die schwarzen Striemen auf der gelben Brust fallen sehr auf. Das Schildchen ist blassgelb, seine senkrecht abfallenden Räuder aber bräun- lich. Das Hinterschildcheu hat zwei braune Striemen. 11. T. afteroijijne Ph. T. cf prothorace cinereo, fusco-vittato; ab- domine flavescente liueis tribus lougitudinalibus uigris ornato; antennis fuscis, Va longitudinis corporis superantibu s; alis h^'aliuis, nervis anguste uigro-limbatis; pedibus fuscis; ^ aptera. — Long. 4 — 6 lin. In Prov. Valdivia et prope Santiago semel (^ cepi; ^ mihi iguota remansit, sed ab orn. F. Paulsen detecta est. Männchen. Der Kopf ist aschgrau, die beiden ersten Fühler- glieder hell, gelblich, die Palpen braun, das zweite und dritte Glied ver- dickt. Die dunkelbraune Mittelstrieme fällt auf dem hellaschgraucn Brustrücken sehr auf: die Seitenstriemeu gehen bis zum Ursprung der Flügel und sind, von oben gesehen, wenig sichtbar. Die Länge der Fühler Aufzalilung der cliileuisclien Dipteren. 607 ist sehr abweichend und die einzelnen Glieder derselben sind cylindrisch, ganz wie bei Cylindrotoma Macq. , allein sonst finde ich keinen Unter- schied von lipula ^ namentlich nicht in den Flügeladern; es sind fünf hintere Zellen vorhanden, von denen die zweite gestielt ist. Das Weibchen ist sehr abweichend. Die Fühler sind kaum halb so lang als beim Männchen, indem die einzelnen Glieder vom dritten an höchstens halb so lang sind, das zweite und dritte Palpenglied sind sehr auffallend verdickt. Der Brustrücken ist graubraun und die Striemen sind undeutlich; die schwarze Rückenlinie des Hinterleibes ist oft undeutlich. Statt der Flügel sind nur kurze, Vg Linien lange Stummel vorhanden, wogegen die Schwingkölbchen kaum kürzer als beim Männchen sind. Die Beine, welche ziemlich einfarbig braun sind, sind dagegen auffallend kürzer und kräftiger, die Schenkel kaum halb so lang, und Schienen und selbst Tarsen kaum länger als die Schenkel. — Die Gestalt der Fühler unterscheidet das Weibchen auf den ersten Blick von dem gleichfalls un- gefliigelten Weibchen der Ctedonia bipunctata Ph. 12. y. vittigera Ph. T. capite fulvo; thorace in parte antica rufo, vittis tribus albidis , in postica cinereo , fusco-univittato; abdomine fulvo, linea mediana fusca, in parte postica segmentorum fuscescente; alis pallide ferrugineo-fuscis, nervis interuo-medio et axillari in parte postica fusco- limbatis ; pedibus e fusco fulvis. — Long. § l^Vj lin., extens. alar. 26 lin. In prov. Valdivia Jauuario 1864 feminam cepi. Die Fühler fehlen, ihre ersten Glieder sind hell, gelblich braun, ebenso die Taster. Von den weisslichen Streifen der Brust ist der mittlere eine schmale Linie; die seitlichen sind vorn linienförmig , werden aber nach hinten etwas breiter. Eine breite, weissliche, oben orangegelb ein- gefasste Strieme verläuft auf jeder Seite bis zum Ursprung der Flügel. Die untere Hälfte der Brust und die Hüften sind hellbraun. Die blass- braune Farbe der Flügel zeichnet diese Art auf den ersten Blick vor allen andern chilenischen aus. Auffallend ist ein kleiner oblonger, weisser, schwärzlich gesäumter Fleck, dessen Diagonale die Basalader der Dis- coidalzelle ist. 13. y. flavipennis Ph. T. fronte flava; antennarum basi nigra; thorace supra fusco; abdomine fusco, unicolore; alarum flavescentium nervis luteis ; pedibus pallide luteis; apice femorum fusco. — Long. 10 lin., extens. alar. 19 lin. In prov. Valdivia marem cepi. Leider fehlt die Spitze der Fühler und alle Beine sind beschädigt. Der Scheitel ist dunkelbraun, aber die Stirn gelb, das erste Fühlerglied ist dunkel- braun, das zweite ist kugelig und so dick oder noch dicker als das erste. Die Striemen des Brustrückens fallen wenig auf; die Seiten sind hell, röthlich gelb. Schildchen und Hinterschildchen sind blass, bräunlich gelb; Bd. IV. ibhandl. 7g 608 Dr.R A. Pliilippi; der Hinterleib ist oben und unten braungrau. Hüften und Trochantere !~ind sehr hell, fast weisslich; die Spitze der Schienen und die Tarsen fehlen. Die Flügel sind blassgelb, die Adern kaum dunkler als die Flü- gelhaut; eine besondere Stigmazelle fehlt, und das Randmal ist wenig auffallend : die zweite hintere Zelle ist gestielt. Schwinger sehr blass braun. 3. Polymoria i) Ph. Caput in proboscidem productum , ut in Tipula. Palporum arti- culus penultimus crassus, ultimus tenuis. Antennae breves, 16. articulatae; articulus primus elongatus , cylindricus, crassus; secundus crassus, sub- globosus; reliqui sensim crassitie decrescentes, breves, longe j)ilosae. Alae cellulis porticis sex, tertia pedicellata; nervis, apicalibus praeser- tim, pilosis. Caeterum Tipiüis siraiKj. Von allen andern Geschlechtern durch die grosse Zahl der hinteren Zellen, die behaarten Fühler etc. leicht zu unterscheiden. Polynioriu lutea Ph. P. corpore pe- dibusque luteo-fulvis; capite griseo, autennis palpisque nigris; alis lutescentibus, niacula stigmaticali fusca , utrinque gutta hyalina cincta. Lojig. corp. 4y3 lin., extens. alar. fere W lin. E prov. Valdivia q^ attuli. Der Kopf ist grau, auf dem Scheitel lang behaart; die Brust roth- gelb, mit rothbraunen nicht sehr in die Augen fallenden Striemen; der Hinterleib brauugelb. Die Flügel sind gelb, am Vorderrand dunkler; das braune Randmal wird durch die Querader, welche die Marginalzelle theilt, ebenfalls getheilt; der hintere Theil der zweiten Randzelle ist ganz wasserhell, und vor dem Raudmal ist auch ein kleiner wasserheller Fleck in der ersten Subraarginalzelle. Sämmtliche Nerven sind rothgelb. Die Schwinger sind blassgelb. Die ganz gelben Beine sind auffallend lang und dicht behaart. Die Schienen haben keine Dornen. 2. P. irrorata Ph. P. fusco-grisea ; antennis rufo-fuscis , thorace fusco-vittato; alis hyalinis, niaculis parvis fuscis irroratis, circa sex ad marginem anticum , ad posticum nuüis; pedibus pallide testaceis; apice femorum, tibiarum, tarsisque nigris. — Long. § 4y3 lin., extens. alar. 9 lin. In prov. Valdivia iuveni. Es liegt ein ^ vor. Die Flügel haben eine Discoidalzelle und die zweite hintere Zelle ist gestielt. Der grösste braune Fleck ist der Stigma- fleck; vor demselben stehen vier am Vorderrande, von denen der erste und der vierte die kleinsten sind. Die hintere Hälfte der ersten Basilar- zeile zeigt eine Reihe zusammengeflossener heller Flecken; im Anfang der ') noXvi viel, {iöqiov Theil. Aufzählimg der chilenischen Dipteren. 609 Submarglualzelle und der ersten hinteren Zelle ist ein brauner Tropfen, ein anderer am Ursprung der gestielten hinteren Zelle. Die Adern sind braun. Es sind sechs hintere Zellen vorhanden, und beide Basilarzellen gleich lang ; die Submarginalzelle ist so lang als die erste hintere ZellJ» ; die dritte hintere Zelle ist gestielt. 3. P. cinerea Ph. P. oninino cinerea; pedibus pallide fuscis, coxis albidis, apice feniorum tibiarumque nigrescente; alis subhyalinis, macula stigmaticali pallide fusca. — Long. 4 lin. In proY. Valdiria inveni. Die Fühler sind kurz, das erste Glied dick und lang, die folgenden beinahe perlschnurförmig. Auf der Brust sind keine Striemen deutlich. Da das Stigma blass ist, sieht man deutlich die Quertheilung der Mar- ginalzelle. Die Submarginalzelle ist kürzer als die erste hintere Zelle. Die beiden Basilarzellen sind wie bei den vorigen Arten lang, die erste am Ende fast gerade abgeschnitten, die hintere ein wenig länger. Die Discoidalzelle ist sehr schmal, fast dreieckig, die dritte hintere Zelle gestielt. 4. P. punctipennis Ph. P. cinereo-fusca; prothorace vittaque utrinque usque ad alas deducta, nee non articulis 3 et 4 antennarum testaceis; alis satis infumatis, autice fucso-punctatis; pedibus fuscis, annulo pallido ante apicem femorura. ~ Long. 5 lin., extens alar. 12y^ lin, Locum ubi cepi ignoro. Ein Männchen. Der Kopf ist aschgrau , die fast halb so lange Schnauze mehr gelblich, die Taster graubraun. Die Fühler sind ziemlich so lang wie Kopf und Brust zusammengenommen, und haben nicht unter 16 Glieder, deren letzte schwer zu unterscheiden sind. Die beiden ersten sind schwarz; das dritte, welches reichlich so dick als das zweite und dop- pelt so lang ist, ist nebst dem vierten hellgelb; die folgenden sind graubraun und ziemlich stark behaart. Die Mittelbrust ist graubraun mit dunkelbraunen Striemen; der Hinterleib ist ebenfalls graubraun, sowie die Schwinger. Die Hüften sind weisslich. Am Vorderrand der Flügel unterscheidet man fünf braune Punkte, den ersten am Ursprung der Marginalzelle, den zweiten am Ende der Mediastinalzelle , die sehr deutlich ist, den dritten am Ende der Costalzelle, den vierten am Ende der Marginalzelle, den fünften am Ende der Submarginalzelle, auch sind sämmtliche Queradern schwärzlich eingefasst. — Die Submarginalzelle ist fast so lang als die erste hintere Zelle; die dritte hintere Zelle ist gestielt; die erste Basilar- zelle nimmt % der Flügellängc ein, die zweite ist etwas länger; die Discoidalzelle ist ziemlich gross und fünfeckig. Der Thorax ist mit ein- zelnen abstehenden Härchen besetzt. — Die Färbung der Flügel wie bei Limnobia stictica Blanch. 5. P. tcnella Ph. L. capite cinereo, thorace (cum coxis halteribusquc) testaceo, fusco-vittato; abdomine cinereo; alarum h^'alinarum costa ner- 18* 610 Dr.R.A. Pliilippi-. roque subiuarginali testaceis; reliquis pallide fuscis; pedibus pallide fuscis. Loug. 2Vj li'i-j exteus. alar. 6 lin. In prov. Valdivia ^ cepi. Die Fühler siud vom Ursprung au scbwärzlicli, ihr zweites Glied ist dicker als bei deu andern Arten, dicker als das erste Glied, so lang als dick. Auch die Palpen sind schwärzlich. Die Marginalzelle ist uugetheilt und endet mit dem Flügelmal selbst, welches Avasserhell ist. Die Sub- margiualzelle ist ein ziemliches kürzer als die erstere hintere Zelle; die dritte hintere Zelle ist laug gestielt, der Stiel fast zweimal so lang als die Zelle selbst. 4. Limnophila Ulacq. 1. Limnophila chilensis Blaue h. Gay VII. p. 339. „Coquimbo." Ist mir unbekannt. 2. //. stigmatica Ph. L. capite autice thoraceque testaceis; anteunis uigris, basi testaceis; abdomine fusco, apice testaceo; alarum hyalinarum uervis pallide fuscis; macula stigmaticali fusca; pedibus testaceis. Long* SVs lin., ext. alar. 9 lin. In Valdiyiana provincia $ cepi. Der Kopf ist grössteutheils aschgrau, nur die kurze Schnauze ist , gelblich; die Palpen siud schwärzlich. Der Thorax ist hell, ziemlich gelb * und lässt nur mit Mühe etwas dunklere Striemen erkennen. Die Flügel haben keine Discoidalzelle, die vierte hintere Zelle ist gestielt. 3. Z/. ? pallens Ph. L. pallide testacea, anteunis obscurioribus; alis hyalinis inimaculatis, nervis pallide testaceis, cellula postica secuuda ses- sili. Loug. 3 lin., exteus. alar. T'/j lin. In prov. Valdivia iuveni. Das ei'ste Fühlerglied, welches blassgelb ist, ist kurz, wie es bei Limnohia sein soll, allein es sind fünf hintere Zellen vorhanden. Die Ba- silarzelleu siud verlängert, gleich lang, aber die Submarginalzelle ist nock kürzer als die zweite Marginalzelle. Es ist eine Discoidalzelle vorhanden. 4. £/. trichopus Ph. L. corpore pedibusque griseo-fuscis , thorace bruuueo-trivittato; alis infuscatis, nervis — praesertim transversalibus — fusco-marglnatis; pedibus omnibus dense hirsutis. Long. 3% lin., exteus. alar. 8 lin. Prope Santiago frequens praesertim Novembri. Die sechszehngliedrigeu Fühler so wie die Palpen sind schwärzlich. Kopf, Brust und namentlich Hinterleib siud mit abstehenden Haaren be- kleidet, die sehr auffallen ; noch mehr fällt die starke Behaarung der Beine auf, die dicht mit senkrecht abstehenden, ziemlich laugen Haaren bekleidet siud. Vor der Spitze der gegeu das Ende ziemlich verdickten Schenkel ist eiu dunklerer Ring. Die Seiteuränder des Hinterleibes sind Aufzählung der cliileuischeQ DipUrea. 611 weisslich. Die Flügel sind hiuteu sehr lang gewimpert, hell bräunlich grau; am dunkelstea gesäumt ist der Hinterrand der ersten MarginalzelUe, welche bereits im dritten Theil der Flügellänge beginnt; die Marginal- zelle ist kürzer als die erste hintere Zelle; die Discoidalzelle fünfeckig, bisweilen mit einem kleineu Anbängsel. Ist fast doppelt so gross als Lim- nohia ohscurata Blauch. hat braune, nicht gelbliche Beine, fünf hintere Zellen etc. 5. Lt. apoecila Ph. L. grisea, fusco-vittata, satis hirsuta; pedibus pallide fuscis, femoribus obscurioribus; alis jix infumatis. Loag. 2V3 lin. Locum ubi cej^i aunotare oraisi. Ebenfalls auffallend behaart, jedoch nicht so stark wie die yonge Art, der sie sehr nahe steht, von welcher sie jedoch auf den ersten Blick durch die fast wasserhellen Flügel sich unterscheidet, welche weder Eand- mal noch dunkel gesäumte Neryen haben. Der Verlauf der Flügeladern ist derselbe, auch ist der Hinterrand laug gewimpert. 6.//. verecunda Ph. L. pallide fusca, subglabra, auteunis obscurioribus; pectore erittato; alis fuscescentibus, immaculatis; pedibus pallide fuscis; femorum tibiarumque apice , uec non tarsis obscurioribus. Long 3 lin., extens. alar. fere 8 lin. Locum ignoro. Die Fühler sind braun, beinahe perlüchuurförraig. Der Kopf ist grau und mit einzelnen Börstchen besetzt, der übrige Körper trägt nur wenige kurze Härchen. Die Flügel sind schwach gebräunt; die Adern fein und braun. Eine Discoidalzelle ist vorhanden, die erste Submarginalzelle ist so lang als die zweite, und alle hintern Zellen sind sitzend. 7. //. cineracea Ph. L. grisea, subglabra; antennis nigris, unico- loribus; thorace fusco-vittato ; alis subhyalinis, immaculatis, nervis obscure fuscis; pedibus pallide fuscis. Long. 4 lin., extens. alar. 9 lin. Prope Santiago autumno (Aprili) ci" et ^ cepi. Die Körperfaibe ist grauer als bei der vorigen Art; die Fühler sind Sthwarz, auch die ersten Glieder. Die mittlere Strieme des Brustrückens fängt am Rande des Prothorax au; die seitlichen reichen nicht so weit nach vorn. Der Verlauf der Flügeladeru ist sehr verschieden von voriger Art: es ist zwar auch eine Discoidalzelle vorhanden und alle hintern Zellen sind sitzend , aber die zweite Marginalzelle ist kürzer als die erste und weit kürzer als die erste hintere Zelle. 8. JL. venosa Ph. L. glabriuscula, pallide fusca; antennis fusco- cinereis, basi pallidioribus; thorace supra obscuriore, obsolete fusco-tri- lineato; abdomine nigricante; alis infumatis, guttulis pallide fuscis parum determinatis ad nervulos transversos. Long. t% lin., extens. alar. 9'/, lin E coli, ornat. Ferd. Pauls en. Ein Weibchen. Die Seiten der Brust siud beinahe testacea zu nennen; der Rücken ist blassbraun uud nur mit Mühe erkennt jnau im Vorder- 612 Dr. R.A Philipin theile drei schmale, dunkler brauue Striemen. Die Beine sind fein und ziemlicli lang behaart, was aber wenig in die Augen fällt. Säninitliche hintere Zellen der Flügel sind sitzend; die Discoidalzelle ist beinahe drei- eckig. Die Marginalzelle ist kürzer als die Submarginalzelle und diese kürzer als die darauf folgende Zelle. Die Flügeladern sind braun und mit einem schmalen, dunkeln Saum eingefasst; ausser den blassbraunen schlecht begrenzten Flecken auf den Queradern ist noch ein solcher Fleck in der Mitte der Marginalzelle, an der ich keine Theilung wahrnehme. 5. Limnobia Meißen. 1. Limnobia pallida Macq. Gay VII. p. 340. „Provinciae centrales et meridionales." 2. Lf. elquiensis Blanch. Gay VII. p. 341. „Audes de Elqui." 3. L/. stigmatica Blanch. 1. c. p. 841. „Prope la Serena etc." Etiam prope Santiago im^eui. 4. Lt. lineicoUis Blanch. 1. c. p. 341. „Prope la Serena." 5. L/, ornatipennis Blanch. 1. c. p. 342. „Prope la Serena etc." 6. //. stictica Blanch. 1. c. p. 342. Locus nullus. 7. L. ohscurata Blanch. 1. c. p. 343. Illapel. 8. L/. flavida Ph. L. omuino testacea; alis hyalinis, uervis testaceis. Long. corp. 2V2 liu. Prope Corral 1859 cepi. Die Fühler sind kaum etwas dunkler schalgelb als der Körper und die folgenden Glieder von derselbeu Farbe wie das erste. Die Augen sind schwarz. Die Submarginalzelle ist länger als die erste hintere Zelle, a^ der Discoidalzelle finde ich kein Anhängsel, auch ist sie nicht verlängert und dreieckig, wie Blanchard von seiner L. pallida angibt, sondern breit und ziemlich fünfeckig. 9. JL. vernalis Ph. L. cinerea, autennis omuino cinereis; thorace subtestaceo, fusco vittato, abdomiue cinereo, intcrdum albo-annulato; alis hyalinis macula stigmaticali subquadrata fusca; pedibus pallide fuscis. — Long. 3 Vi lin. Prope Catemu in prev. Aconcagua mensi Sept. cepi. Das erste Glied der Fühler ist kaum heller als die folgenden. Die gelbliche Farbe des Thorax fällt wenig auf, und ebenso seine brauneu Binden. Der Hinterleib ist bei einem der drei 9, die ich vor mir habe, schön grau und weiss geringelt, indem das liintere Viertel der Abschnitte Aufzählung der chileni?clien Dipteren. "!»* rein weiss ist, allein bei den beiden anderen Exemplaren ist der Hinter- leib einfarbig grau. Die Flügeladern sind schwarz. Zwei Marginalzellen, die Subniarginalzelle ist länger als die erste hintere Zelle; die Discoidal- zelle i>t breit, beinahe viereckig. 10. //. infumata Ph. L. obscure fusca, pedibus pallidioribus; alis infumatis, hyalino-guttatis, macula quadrata stlgmaticali fusca. — Long. 4 lin., extens. alar. 10 lin. Prope Corral Aprili 1859 (^ ^^pi- Die Fühler sind schwarzbraun, der Kopf mäusegrau, die Brust dunkelbraun, die Furchen jedoch, welche die einzelnen Abtheilungen der- selben einfassen, sind heller. Die beiden Anhängsel des Hinterleibes sind bei dieser Art kurz gestielt. Die Flügel sind hellgrau mit viereckigem dunkleren Raudmal, einem wasserhellen sichelförmigen Fleck unmittelbar hinter demselben, einem zweiten in der ersten Basilarzelle vor dem Beginn der Marginalzelle und hellere Stellen in der zweiten Basilarzelle und der Analzelle. Zwei Marginalzellen; die erste Basilarzelle weit länger als die zweite; ebenso die Submarginalzelle länger als die erste hintere Zelle. 11. //. guttata Ph. L. grisea, antennis uigricantibus; thorace fusco-vittato; abdomine nigricante, margine postico segmentorum albido; alis hyalinis, guttis fuscis. — Long. 2^/^—3 lin., extens. alar. 6 lin. Prope Valdiviam nee non in prov. Aconcagua legi, ut vidttur igitur maguam partem reipublicae inhabitat. Alle drei Exemplare, die vorliegen, sind Manchen. Ich zähle 16 Füh- lerglieder von gewöhnlicher Beschaffenheit. Die beiden Basilarzelleu hind sehr lang und die erste länger als die zweite; die Submarginalzelle ist halb so lang als die Marginalzelle und etwas länger als die erste hintere Zelle, alle hinteren Zellen sind sitzend. Die braunen Tropfen der Flügel sind bald heller bald dunkler, variiren aber nicht in Zahl und Stellung. Die erste Basilarzelle hat vier Flecke, der dritte ist der grösste und nimmt auch den Ursprung der Marginalzelle ein; diese hat einen Tropfen auf dem Quernerren, der sie in zwei theilt, einen davor und einen vor der Flügelspitze auf der Ader, die sie von der Submarginalzelle theilt; diese hat einen grösseren in der Mitte. Die erste, zweite, dritte hintere Zelle haben jede einen Tropfen, die vierte einen grösseren, viereckigen Fleck; auf den Queradern ist ebenfalls je ein Tröpfchen; die Analzelle und die Axillarzelle haben jedoch einen grösseren Fleck und einen Tropfen nahe am Flügelrand, auch die cellula spuria hat zwei ruude Tropfen. 12. L. polysticta Ph. L. pallide rufo-fusca; vittis tribus latis castaneis antice abbreviatis in thorace picta; alis hyalinis, guttis numero- sissimis rufo-fuscis. — Long, fere 4 lin., extens. alai*. sy^ lin. E prov. Valdivia § attuli. Die Fühler sind grau, auffallend perlschnurfö rraig, die ein- 614 Dr.R. A. Pliilipri: zelnen Glieder kugelig, durch einen dünnen Faden verbunden; vom zweiten an nehmen sie allmälig' an Dicke ab. Die Flügeladern sind wie bei der vorigen Art, aber braun, nicht schwarz, und die Färbung ganz anders, die Tröpfchen sehr zahlreich; zwei Flecke sind merklich grösser, der ein« am Ursprung der Marginalzelle, der andere auf dem Quer- uerven , der sie in zwei theilt. Auch die Costalzelle , welche bei X. guttata uugefleckt Ist, ist bei dieser Art mit zahlreichen Tröpfchen verziert. 13. //. phatta Ph. L. capite griseo; thorace griseo, fusco-vittato; abdomiue albido, margine postico segmentorum fusco; alis hyalinis; nervo secundo s. submarginali lineis tribus nigris ornato , nervulis transvei*- salibus pallide fusco-limbatis. — Long. S'/^ lin., extens. alar. T'/j lin. In praedio meo valdiviano cepi. Die Fühler des einzigen Weibchetis, welches ich besitze, sind eben- falls stark perl schnurförmig. Die Flügeladern sind wie bei den beiden vorigen Arten, d. h. die beiden Basilarzellen sind laug, die vordere etwas länger als die hintere, keine hintere Zelle ist gestielt, es ist eine fünfeckige Discoidalzelle vorhanden, die beiden Marginalzellen nehmen die halbe Flügellänge ein, allein die Submarginalzelle fängt bereits mit der halben Länge der ersten Marginalzelle an. Eigeuthümlich sind die drei schwarzen Striche auf der zweiten Ader, deren mittelster am Ursprung der Marginalzelle sich befindet. Die Schwinger sind sehr blassbraun. li. Lt. chlorotlca'Ph. L. testacea; antennis fuscis, basi testaceis; tho- race fusco-univittato; alis flavescentibus; cellula discoidali quincjuangulari. Long, i^/2 lin., extens. alar. 12 lin. E collect, ornat. Ferd. Paulseu. Ein Weibchen. Der Brustrücken ist blass rothbraun; die dunkel- braune Strieme fängt mit dem Vorderrand des Mesothorax an und ver- liert sich in der halben Länge desselben, nachdem er durch eine feine Linie gespalten ist. Die Flügeladern sind blass, grünlichgelb; die Quer- ader, welche die Marginalzelle theilt, kaum zu erkennen, und ebenso das Randmal. Vorderhüfteu und Schwinger sind blassgrün. — Unterscheidet sich von L. pallida Mcq. durch bedeutendere Grösse , fünfeckige Dis- coidalzelle ohne Anhängsel etc.; von L. flavida mihi durch bedeutendere Grösse, braungraue Fühler etc. 6. Cylindrotoma 9Iacq. Cylimlrotoma hyaloptera Ph. C. fusca, lateribus pectoris sub- nigris, vitta albida a dorso separatis ; alis hyalinis, nervis pallide fuscis; pedibus pallide fuscis. — Long. 4 lin. extens. alar. Q'/j lin. Locum ij^uoro, ubi eam cepi. Das erste Fühlerglied ist sehr kurz, das zweite ist eben so laug, Aufzählung der cliilenisclieu Dipteren. 615 iiapfföriiiig , die folgenden siud beinahe cyliudrisch, das vierte ist noch ziemlich dick. Die Flügel haben eine Margiualzelle, eine etwas längere Submarginalzelle , die aber doch etwas kürzer ist als die erste hintere Zelle. Es sind fünf hintere Zellen vorhanden und alle sitzend. Der Be- gattungsapparat des Männchens trägt jederzeit einen schwarzen, nach innen eingeschlagenen Haken. Weibchen unbekannt. Die folgende Mücke hat so eigenthümliche Flügeladern, dass ich daraus ein neues Geschlecht bilde. 7. Idionenra^) Pii. Caput in proboscidem brevem productuni. Antennae breres, 14 (?) articulatae , moniliformes , pilosae; articulis tertio sequentibusque ovatis. Palporum artlculus quartus (crassus, tertium aequans?). Alae cellulis marginalibus duabus, prima latissima ex qua tres apice oriuntur, secunda angusta, fere aequilonga; submarginali in medio nervo trans- rersali recto in duas divisa; cellulis posticis quinque omnibus sessilibus; basilaribus elongatis, circa V3 lougitudinis alae occupantibus, prima pauUo longiore; cellula quarta postica in cellulam discoidalem intrante; nervo axillari valde flexuoso. Abdomen maris forcipe subelongata obtusa ter- minatum. Pedes elongati, graciles. ItHoneura macroptera Ph, I. capite pectoreque cinereis; antennis, abdomiiie, pedibusque nigris; forcipe (^ cinereo-testacea; alis hyalinis, nervis nigris; transversis obsolete fusco-marginatis. — Long. corp. iVg lin., extens. alar. 5 lin. Ignoro locum ubi cepi. Zu der oben gegebeneu Beschreibung wüsste ich nichts hinzuzu- setzen, das uöthig wäre, dieses Insekt von anderen zu unterscheiden. 8. Lachnocera -') Ph. Antennae (in marl saltem) longitudine corporis, 13 articu- latae ? articulo primo crasso , cylindrico , elongato , secundo sensim attenuato , primum aequante; reliquis tenuibus , medio crassioribus, utrinque pilis lougis patentibus hirsutissimis ; ultimis aegre distliiguendis. Proboscis brevis, palporum articulus quartus tertium aequans? Alae cellulis marginalibus duabus, prima maxima, secunda brevi, nervo obliquo a priore divisa; cellula submarginali una; posticis quatuor; discoidal quinquangulari; basilaribus elongatis, secunda longlore. Pedes graciles. Durch die langen, stark behaarten Fühler und die Verhältni beiden Marginalzellen sehr ausgezeichnet. *) fötog eigenthümlich, vsvqov Nerve. 2) }.ccxvr] Avolliges Haar, zsQdg Hörn. Bd. IV. Abhandl. 7g 616 I)r. R. A.Pliilippi: läUChno cera delicatula Ph. L. articulo priiuo anteunaium testaceo, reliquis palpisque ciuereo-fuscis; tliorace testaceo, fusco-vittato; coxis trocliauteribusque pallidis; abdomiiie pedibus.jue fusco-cinereis; alis paruni iufuscatis; macula stigniaticali obscuriore. — Loug. corp. ^V^liu., exteus. alar. ey, Üa. Valdiviae mareni cepi. 9. Erioptera Meig. 1. Erioptera uniformis Blanch. Gay, VII. p. 343. „Fast iu ganz Chili, Santiago, la Serena etc." E.'i longipes Ph. E. capite , thorace, halteribus, coxisque testa- ceis; thorace unicolore; antenuis (primo articulo testaceo excepto) cum palpis, pedibus, abdomiiieque pallide fuscis; alis omnino hyaliiiis , nervis fuscis, exquisite pilosis. — Long. corp. iYi'i exteus. alar. 9 liu. Iu pror. Valdivia ^ iuveni. Diese Mücke muss vielleicht eiu eigeues Geschlecht bilden. Die Schnauze ist fast so lang wie der eigentliche Kopf, das vierte Glied der Taster scheint mir aber nicht läuger als das dritte zu sein. Die Fühler sind beinahe länger als Kopf und Brust zusammengenommen, stark und lang behaart, mit cylindrischen , schwer zu unterscheidenden Gliedern, deren Zahl 16 zu sein scheint. Die Flügel sind zusammengerunzelt , doch sehe ich deutlich, dass die Basilarzellen lang, und die zweite etwas länger als die erste, die Margiualzelle fast halb so lang wie der Flügel , und dass fünf hintere Zellen vorhanden sind, von denen die dritte gestielt ist; wogegen die Discoidalzelle zu fehlen scheint. Sehr eigenthümlich ist es , dass die Adern mit ziemlich langen , aus einem Knötchen entsi^riu- geuden Haaren besetzt sind. 3. E. ? pallida Ph. E. pallide testacea; palpis cinereis; alarnm veuis pallide testaceis. — Long. corp. fere 2 liu., alarum extensio 5 liu. Prope Catenui in prov. Aconcagua ^ cepi. Die Augen sind schwarz. Die Fühler, von denen nur die erste Hälfte vorhanden ist, sind gelblich, und nur die letzten Glieder sind möglicherweise dunkel. Die Flügel sind schmal und lang wie bei der vorigen Art; sie haben ebenfalls keine Discoidalzelle; die beiden Basilar- zellen sind lang und schmal, die erste etwas länger als die zweite. Es sind eine oder wahrscheinRch zwei Marginalzellen vorhanden, doch kann ich wegen der Haare auf den Flügeln die Querader, welche beide wahr- scheinlicli theilt, nicht deutlich erkennen. Dann folgt eine lange schmale .Submarginalzelle und fünf hintere Zellen, von denen die vierte kurz gestielt ist. Ist offenbar mit der vorigen Art eiu Genus, ob aber eine Eriopterat Aufzahlung der cliilenisrhen Dipteren. 617 10. Megistocera Wied. 3Iegi»tocera chilensis Ph. M. pallide fusco-testacea; ano luteo; aus hyaliuis autice lutesceutibus, macula stigmaticali pallide fusco-lutea. Long. corp. 10 lin., autennarum 2 poU. 10 lin., extens. alar. 20 liu. Prope Santiago iuvenit orn. Ferd. Pauls en. Der Kopf ist in eine lange Schnauze vorgezogen und nebst der Brust dicht und lang behaart; der Stirnhöcker hat jederseits eine Warze am Grund. Die Fühler sind ganz kahl; die Augen dunkelbraun, der Hinterleib ist nur schwach behaart; die Beine flaumhaarig, die Knie dunkel. Tipalariae fnngicolae Latr. 1. Macrocera Meig. 1. ßlacrocera valdiviana Ph. M. capite testaceo; anteunis corpus sesquies aequautibus, basi testaceis, apicem versus nigris; thorace gla- berrimo, nitido, testaceo, vittis tribus latis nigro-fuscis. — Long. S'/g lin. Prope Corral in prov. Valdivia cepi. Kopf und Taster sind hell bräunlichgelb und das erste Glied der letzteren sehr dick; die kugeligen Augen und die Puuktaugeu sind schwarz. Die Fühler sind flaumhaarig, die beiden ersten Glieder dick und kurz, die letzten schwer zu unterscheiden. Die braunen Striemen der Brust sind sehr eigenthümlich; die mittlere vorn breit, so dass sie fast die Gestalt eines T hat, die seitlichen halbkreisförmig, mit der Convexität nach innen gerichtet. Die Seiten der Brust haben ebenfalls zwei braune Striemen , und das Schildchen ist oben glänzend braun. Die mittleren Hüften sind gleichfalls braun, sonst sind der massig behaarte Hinterleib und die kurz flaumhaarigen Beine schalgelb. Die Flügeladeru sind hell- braun und die Schwinger weiss. 2. ßl. testacea Ph. M. testacea; anteunis fusco-ciuereis; thorace antice fusco-trimaculato; scutello concolore, alis hyaliuis. — Long. V/^ lin., extens. alar. 4y2 lin. E coli. orn. Ferd. Paulseu. Die Fühler sind etwa ly^mal so lang als der Körper; ihre zwei ersten Glieder sind gelblich, die übrigen bräunlichgrau, gegen die Spitze hin dunkler. Von den drei nicht scharf begränzten Flecken am Vorder- theil der Brust ist der mittlere der grösste. Die zweite Marginalzelle ist kurz, die Basilarzelle kurz, die gestielte hintere Zelle lang und kurz- gestielt. 79* 618 Dr.R. A.Philippi: 2. Cuephaeophila Ph. i). Ocelli duo. Anteuuae caput cum thorace superantes, 16-arti- culatae; articulis duobus primis crassis reliquis cyliudricis. Alae cellula basilari uuica brevi; marginalibus diiabxis, prima brevissiraa subquadrata, secunda longissima arcuata, apicem alae formante; submarginali longa, arcuata, posticis tribus (secunda cum cellula basilari secuuda confusa). Tibiae apice calcaratae, caeterum iuermes. Von Bolitophila durch ißgliedrige, nicht l'2gliedrige Fühler und andere Flügeladern verschieden, von Sciophila durch die Länge der Fühler und die unbewehrten Schienen. Cnep/iaeop/iilfi fenestralisT?h. Sc. fusca; antenuarum articulis duobus basalibus fulvis; thorace antice fulvo, nigro-trivittato , yitta intermedia bifida, coxis segmeutorumque abdomiualium margine postico albidis. — Long. corp. V/^ lin., extens. alar. i^<^ lin. Santiago in domo mea (J cepi. Das ganze Thier ist mit kurzen Härchen bekleidet; auf den Fühlern sind die Härchen noch kürzer und dichter. Die Oberseite des Kopfes ist duukelg'rau. Die beiden Punktaugen berühren sich beinahe und treten stark hervor. Die Palpen sind gelblich. Die Hüften sind weisslich mit schwarzem Fleck , die Trochanteren schwärzlich , die Schenkel hell. Schienen und Tarsen dunkelgrau. 3. Ceroplatns Bosc. Ceroplatus ohscurus Ph. C. capite, antennis abdomine nigris; thorace nigro, antice luteo maculato; aus nigricautibus; coxis femori- busque maxima ex parte albis, apice basique nigris; tibiis tarsisque nigri- cantibus. — Long. 3'/3 lin., extens. alar. ßVa lin. Valdiviae Jauuario 1863 specimeu cepi. Die drei Punktaugen stehen in einer geraden Linie. Die Brust zeigt jederseits eine schmale gelbe Linie, die vom Vorderrand bis zum Ursprung der Flügel reicht, und daneben nach innen einen gelben Fleck. Der Margiualnerv ist deutlich. Beide Basilarzelleu sind in eine ver- schmolzen; die erste Marginalzelle ist etwas offen; es sijid vier hintere Zellen vorhanden, von denen die zweite kurz gestielt ist; der Analnerv schliesst sich dicht an den vorhergehenden au und reicht nicht bis zum Flügelrand, wohl aber thut dies der Axillarnerv. Die Flügel sind schwärzlich und haben noch einen dunkleren diagonalen Fleck in der ersten Margi- nalzelle uud der Basis der ersteu hintern Zelle. Die Schwinger sind schwarz. Die Schienen sind, die Endsporen abgerechnet, unbewehrt. 1) v.vz(patoq finster und qpd«© lieben. Aufzählung der chilenischen Dipteren. viu 4. Centroenemis i) Ph. An teil 11 ae mediocres, glabrae coiiipressae, articulis aeque lougls ac latis, priniis duobus distiiictis. Ocelli duo in vertice. Palpi pluri- articulati. Alae nervo marginali destitutae; cellulae marginales duae, prima longa aperta; posticae quatuor, secunda petiolata; cellulae basilares in uuam confasae; nervus analis fere cum antecedeute confluens. Tibiae omnes bifariam spinosae. Abdomen compressura. Dieses Genus weicht von Mycetophila durch zusammengedrückte Fühler, zwei Marginalzellen etc., von Leia durch zwei Punktaugeu, dop- pelte Marginalzelle ; von Sciophila durch die grosse, weit geöffnete erste Marginalzelle etc. ab; von Ceroplatus durch schmale Fühler, gedornte Schienen; durch dies letzte Merkmal und den zusammengediückten Hinter- leib auch von Platyura ab, etc. Centroenemis stigmatica Ph. H. antennis fuscis, basi luteis; tho- race lutescente, fusco-vittato; abdomine nigro, segmento quinto, apiceque luteis; alis subhyalinis; macula stigmaticali fusca; pedibus pallide testaceis, tarsis nigricantibus. — Long. 4'/^ lin., extens. alar. 8 lin. E prov. Valdivia speciraen attuli. Die Fühler sind beschädigt und haben nur noch 9 Glieder; die beiden ersten sind deutlich von einander abgesetzt, die folgenden sind es nicht; sie sind zusammengedrückt und nur so breit wie lang. Die Palpen sind mehrgliedrig, wohl viergliedrig, aber ich kann die Glieder nicht wohl zählen. Die Brust ist gelb; zwei breite, ziemlich dunkelbraune Streifen reichen, indem sie allmälig schmäler werden, bis zum Schildchen, fangen aber erst etwas hinter dem Vorderrande an; in der Mitte ist eine wenig deutliche Strieme, die vom Vorderrande anfängt und sich gegen die Mitte hin verliert. Das Schüdchen ist ebenfalls gelb. Der Hinterleib ist zusammengedrückt, grössteutheils sammtschwarz; das vierte Glied ist am Grunde dunkel braungelb, das fünfte dunkelgelb mit schwarzem Hinter- rande, das letzte Glied blassgelb. Unten sind die ersten Glieder schwarz mit gelbem Rande, das vierte und fünfte grössteutheils gelb, die folgen- den — bis auf das letzte — ganz schwarz. Die Brust trägt ausser feinen, anliegenden, seidenartigen Härchen jederseits eine Reihe Borsten. — Der schräge Nerv, welcher die Marginalzelle in zwei theilt, ist sehr lang. Die zweite gestielte Zelle fäugt nicht mit einem spitzen Winkel, sondern mit zwei rechten an, indem ihre vordere Ader an der Basis geknickt ist. Zwischen der Submarginalzelle and der zweiten hinteren Zelle ist ein brauner ziemlich dunkler Fleck, auch ist die Spitze und die äussere Hälfte des Hiiiterrandes graulich getrübt, und die Trübung zieht sich längs den Adern etwas nach innen. Die Schwinger sind blassbraun. ^) tiivxqov Stachel und Mvjy/t»? Schienbein. 620 Dr.R. A.Philippi: 5. Cinoriste Hoflfms^. Gnoriste chilensis Ph. Gn. capite antennisque nigris; thorace fulvo, fusco-univittato; abdomine depresso, atro, flavo-annulato; alis parum infuscatis; coxis femoribusque pallide testaceis. tibiis obscurioribus, tarsis uigris. — Long. 2Vj liii., extens. alar. 5 liu. Specimeu unicum, quod ni fallar iu pror. Valdivia cepi, servo. Von vorn gesehen erscheint die Verlängerung des Kopfes faden- förmig, A'on der Seite betrachtet ist aber die erste Hälfte, welche etwa die Länge des eigentlichen Kopfes hat, weit höher als die zweite, fast doppelt so lange, fadenförmige Hälfte; dieser fadenförmige Theil trägt etwa in zwei Fünfteln seiner Länge die fadenförmigen yiergliedrigen Taster ; der folgende Theil ist von seiner Mitte an gespalten (in zwei Lippen?), die braune Strieme des Brustrückens erreicht den Hinterraud desselben nicht; das Schildchen ist ebenfalls röthlichgelb , und so auch das Hinterschildchen, das aber eine schwärzliche Mittellinie hat. Der Hinterleib ist vorn zusammengezogen, dann breit, kahl, glänzend, kohl- schwarz, mit breiten, gelben Hinterränderu der Abschnitte. Die Flügel- adern haben den normalen Verlauf von Gnoriste. Die Schwinger sind dunkelbraun mit weisslichem Stiele. Die Hinterschienen sind, mit Aus- nahme der End dornen, un bewehrt, während sie bei Gn. apicalis nach Macquart (Schlüssel zu den Geschlechtern der Fungicolen) mit Dornen bewehrt sein sollen, wogegen sie in der Abbildung bei Cuvier Regne animal accompagne de planches gravees sehr fein gewimpert sind. 6. Platjara Meig. Platyura sahannulata Ph. PI. thorace luteo, vittis tribus casta- neis ornato; scutello luteo; postscutello nigro; abdomine nigro; segmen- torum margine luteo; alis hyalinis, apice infuscatis; pedibus pallide fus- cis, tarsis nigricantibus. — Long. 2V3 lin., extens. alar. 7 lin. Locum ignoro. Der Kopf ist schwarz und ebenso die schmalen aber zusammen- gedrückten Fühler bis auf die beiden ersten Glieder, die hellgelb sind. Der Hinterleib ist verdickt, ist aber wohl plattgedrückt gewesen. Die Flügel haben zwei Marginalzellen, von denen die erste iu einer kurzen Strecke offen ist. Es sind vier hintere Zellen vorhanden, von denen die zweite äusserst kurz gestielt ist. Eine Basilarzelle. Die Analnerven und Axillaruerven sind deutlich, der erste erreicht den Flügelraud nicht. Die Spitze der drei ersten hinteren Zellen, die der Analzelle und ein kleiner Fleck im Grund winkel der ersten hinteren Zelle sind getrübt. Schwinger weiss. Schienen kahl, bis auf die End sporne unbewehrt. Aufzälilimg der cliilenischen Dipteren. 6*1 7. Myeetophila Meig. Blauchard führt vier Arten auf; das Museum besitzt dereu fünf andere. 1. Mycetophila omatipennis Blanch. Gay VII. p. 344. „Coquimbo," Ich besitze sie tou Santiago. Die innere Binde ist in. der Mitte unterbrochen. 2. ßJ. vitticollis Blanch. I. c. p. 345. „Coquimbo." Ich halte eine bei Santiago gefangene Mücke für diese Art. Ueber die Flügeladern, diess so wichtige Kennzeichen, sagt Blanchard kein Wort. Bei meiner Mücke ist die erste gestielte Zelle an dem Ursprung offen, und die zweite gestielte Zelle beginnt in gleicher Höhe mit der Submarginalzelle , in welcher die beiden braunen Tropfen stehen; der Hinterrand der zweiten gestielten Zelle ist hinten an seinem Ursprung bräunlich gesäumt. 3. Jfl. punctipennis Blanch. 1. c. p. 345. „Carelmapu." 4. ßl. obscuripennis Blanch. 1. c. p. 546. „Coquimbo." 5. Jfl. cognata Ph. M. capite, antennis , thoraceque evittato fuscis ; abdomine nigro; alis infuscatis, antice flavidis, maculis duabus nigrican- tibus; pedibus testaceis; coxis posterioribus macula pallide fusca notatis. Long. IV3 lin. In prov. Valdivia cepi. Die Flügel sind schwach gebräunt, vorn gelblich. Die Basilarzelle nimmt etwa zwei Fünftel der Flügellänge ein; die erste (zweite) hintere Zelle ist ganz kurz gestielt, beinahe sitzend, die dritte hintere (vierte Marg:) lang gestielt, die zweite fliegst mit der zweiten Basilarzelle zu- sammen, indem die Querader fehlt, welche beide trennen sollte. Ein schwärzlicher Fleck ist rund um die Querader, ein zweiter in der halben Länge der Marginal- und Submarginalzelle, dieser verliert sich allmälig nach der Flügelspitze hin, welche nebst dem hinteren Theil der Flügel bräunlich getrübt ist, während die Basalhälfte des vorderen Theiles gelblich erscheint. 6. M. fascipennis Ph. M. cinereo-fusca, thorace obsolete vittato; antennis basi vix pallidioribus; alis hyalinis, fusco-bimaculatis, macula secunda in fasciam pallide fuscam, flexuosam continuata, gutta pallide fusca in apice alae; pedibus testaceis, tarsis obscurioribus. — Long. 2 lin. In prov. Santiago cepi. Die Fühler sind ganz grau, kaum etwas heller am Grunde. Die erste gestielte Zelle ist etwas länger gestielt als bei der vorigen Art, 622 Dr.R. A.Pbilippi: uud die zweite gestielte Zelle eutspriugt in derselben Höhe. Die Flügel sind wasserhell, die Adeni braun; der blassbraune Tropfen wird von der Spitze der zweiten Ader in zwei gleiche Hälften getheilt. 7. M. heteroneura Ph. M. capite ferrugiueo; anteuuis basi luteis, apice fuscis; thorace luteo, evittato , subtus ad latera nigro; abdoniine basi luteo, deinde nigro; alis lutescentibus, apice macula nigra notatis, nervo tertio longitudinali basi iucompleto; pedibus-luteis; trochanteribus posticis nigris. — Long, l'/j IIa. Prope Corral specimen cepi. Die Palpen sind hellgelb, der Kopf dunkelrostgelb. Auf dem Brust- rücken sind keine Striemen zu unterscheiden , die Seiten sind hinter der ersten Hüfte dunkelbraun. Die Basis des Hinterleibes und die Seiten der ersten Ringe desselben sind gelb , das Uebrige schwarz. Die Dornen der hinteren Beine sind tief schwarz, die Tarsen schwärzlich. Die Flügel sind im vordem Theil gelblich; die Basilarzelle ist schmal und nimmt mehr als die halbe Länge des Flügels ein; die erste Ader der ersten gestielten Hiuterzelle reicht nicht bis zum Ursprung der Zelle , wogegen die erste Ader der zweiten gestielten hinteren Zelle fast bis zur Flügelwurzel reicht 8. ßl. apicata Ph. M. capite griseo; thorace luteo, fusco-vittato; abdomiue nigro, apice testaceo; alis hyalinis, antice flarescentibus, fascia flexuosa transversa fusca in medio, apiceque pallide fusco; pedibus testa- ceis, coxis immaculatis, tarsis nigricantibus. Long. 2 lin. In prov. Valdivia cepi. Die Fühler sind braun, die beiden ersten Glieder blasser, aber doch nicht schalgelb , die Striemen der Brust sind nicht sehr dunkel. Die beiden gestielten hinteren Zellen der Flügel fangen in gleicher Höhe an, die braune Querbinde nimmt den Ursprung derselben ein, und wird gegen den Vorderrand des Flügels hin immer dunkler; die bräunliche Spitze des Flügels ist nach innen scharf begrenzt uud daselbst am dunkelsten, nach der Spitze hin wird sie allmälig blasser. — Das Schildchen ist braun, das Hinterschildcheu schwarz. — Ist der M. cognata ähnlich, aber leicht durch den deutlich gestriemteu Brustrücken, die helle Spitze des Hinterleibes etc. zu unterscheiden. 9. ßf, atricornis Ph. M. obscure fusca; antenuis nigris, basi pal- lidioribus; thorace hispido, obsolete nigro-vittato; alis subhyalinis, fusco- binotatis, cellula petiolata prima petiolum suum aequante; pedibus testa- ceis, apice femorum posticorum tarsisque nigricantibus. Long. IV3 lin. Prope Santiago cepi. Diese Art ist sehr leicht durch die lang gestielte erste hintere Zelle zu kennen; die zweite gestielte hintere Zelle entspringt in gleicher Höhe mit der Submarginalzelle, welche sehr breit ist und die beiden braunen Flecke in sich enthält. Die hintere Ader der zweiten gestielten Aufzählung der chilenischen Dipteren. 623 hinteren Zelle ist an ihrem Ursprung hinten dunkelbraun gesäumt, was ich bei keiner andern chilenischen Art finde als bei der M. vitticollisl \0. M. nigriventris Ph, M. antennis testaceis, apicem versus obscu- rioribus; thorace testaceo , supra rufo; abdoraine atro; alis paulluluni infumatis. fusco-bimaculatis; pedibus testaceis, trochanteribus, tarsisque nigricantibus. Long. 1% liu. E prov. Valdivia specimen attuli. Der Scheitel ist hell aschgrau. Die Flügel schillern gelb. Der erste schwärzliche Fleck derselben ist um die Querader, der zweite blassere in der Mitte der Länge der Randzelle und der ersten hinteren Zelle. Die zweite hintere Zelle ist sehr kurz gestielt und die andere gestielte Zelle entspringt in gleicher Höhe mit der ersten. Die Hüften sind sehr blass, beinahe weiss. 8. Lcia? Meigen (seu potius novum genus?) Leia? poeciloptera Ph. L. corpore fusco; antennarum articulis duobus primis, femoribusque pallide testaceis; alis hyalinis, macula sub- quadrata ad medium apiceque fuscis. Long, i^/^ liu. Habitat in prov. Valdivia. Die beiden ersten uapfförmigen Glieder der Fühler sind schalgelb, die übrigen graubraun; die Augen schwarz. Die Punktaugen stehen in einer Querlinie hinter den Augen. Der Brustrücken ist schalgelb, aber mit drei breiten braunen Striemen, so dass er aiif den ersten Blick braun erscheint. Der Hinterleib ist haarig, dunkelbraun; die Ränder der Ab- schnitte gelblich. Die Flügeladeru sind sehr eigenthümlich. Es fehlen die Mediastinalzellen gänzlich; es ist eine Basilarzelle vorhanden, welche etwa den dritten Theil der Flügellänge einnimmt; zwei Submarginal- zellen, vier hintere Zellen, von denen die zweite gestielt und wenig kürzer als ihr Stiel ist; hierauf folgen noch zwei Zellen. Die Haut ist mit feinen anliegenden Härchen bekleidet. Der erste viereckige braune Fleck nimmt die Basis der ersten Submarginalzelle und der ersten hin- teren Zelle ein, ein zweiter die hintere Hälfte der Submarginalzelle und die Spitze der Costalzelle; die ganze Spitze des Flügels von diesem Fleck an bis au das Ende des nervus interne - medius ist getrübt. Die Schwinger sind gelblich. Die Vorderhüften sind wie ihr Schenkel blass- gelb, die hinteren sind schwärzlich. Die Hinterschienen sind zweizeilig bedornt. 9. Sciophila Hfmsg. Blanchard führt zwei Arten aus Chile auf, das Museum besitzt sieben andere. Bd. IT. Abbandl gQ 624 Dr.R.A.Pliilippi: 1. Sciophita chiUnaia Blanch. apud Gay VII. p. 347. „Coquirabo." Ich rechne dahin eine von mir bei Corral gefangene Mücke. 2. Sc. obsoleta Blanch. 1. c. p. 347. „Valparaiso etc." Ich rechne hierher eine in Valdivia gefangene Art. Sie ist indessen beinahe schwarz, während die Bl anchard"'sche Art braun sein soll, tind die Schenkel sind blassgelb. Von den Flügeladern sagt Blanchard nichts; bei meiner Art ist die erste Marginalzelle klein und viereckig und die zweite gestielte hintere Zelle so lang als ihr Stiel. Die Schwinger sind gelb. 3. Sc. valdiviana Ph. Sc. antenuarum articulis duobus basalibus flavis, reliquis nigris; capite flavo; thorace fulvo, fusco -univittato", abdomine luteo, vitta mediana margiueque postico segmentorum fuscia; pedibus testaceis, tibiis tarsisque infuscatis. Long. 2V3 lin, Prope Corral inveni. Von (Sc. «Mensis Bl an eh. sogleich durch den nur mit einer breiten blassbrauneu , aber doch sehr deutlichen Längsbinde versehenen Brust- rücken verschieden. Die Flügel sind etwas gelblich und ihre Adern braun. Die erste Marginalzelle ist klein und viereckig, die zweite gestielte hintere Zelle etwas länger als ihr Stiel. 4. Sc. thoracica P h. Sc pallide testacea; capite supra nigro, opaco; thorace supra maxima ex parte atro, nitido; abdomine nigrescente, margine segmentorum testaceo: antennis apifem versus nigrescentibus; alis subinfumatis. Long, fere 3 lin. Prope Corral cepi. Die ersten Fühlerglieder sind gelb, die folgenden schwärzlich. Die Vorderbrust ist oben nur in der Mitte schwarz, die Mittelbrust ist oben ganz schwarz. Die erste Marginalzelle ist klein, aber doch zweimal so lang als breit; die zweite hintere gestielte Zelle ist etwa so lang als ihr Stiel. Die Schwinger sind bräunlich. 5. Sc. praecox Ph. Sc. fusco-grisea; antennarum articulis basalibus concoloribus; thorace lineis tribus obscurioribus vittato; abdomine margine postico segmentorum albido, interdum parum conspicuo, ornato; pedibus pallide fuscis, tarsis obscurioribus, fere nigris. Long. 2'/» lin. Prope Santiago, hyeme (Augusto). Bei einem Exemplare ist die Basis des dritten Fühlergliedes weiss. Die erste Marginalzelle ist klein, viereckig, aber doch zweimal so lang als breit; die zweite hintere Zelle ist etwas länger als ihr Stiel. Die Schwinger sind weisslich mit schwarzer Spitze. 6. Sc. vernalis Ph. Sc. nigro-fusca; antenuarum basi, margine segmentorum 3. 4. 5. abdomiuis pedibusque pallidis, testaceis, tarsis tarnen nigris; cellula marginali prima vix longiore quam lata. Long. 2 lin. Cum priore inveni. \ufzäliluug der chilenischen Dipteren. 625 Auf der Brust kanu ich keine Striemen unterscheiden; sie ist graubraun, matt; die Schienen sind so heil als die Schenkel. Dieser Umstand unterscheidet sie von Sc. obsoleta Blanch., bei welcher nur die Schenkel blass sind. Von der rorigen Art unterscheidet sich Sc. vernalis durch die blassgelbe Basis der Fühler, und die kürzere erste Subraarginalzelle. Die zweite gestielte hintere Zelle ist fast zweimal so laug als ihr Stiel und die Schwinger sind weisslich ohne schwarze Spitze. 7. Sc. aberransVh. Sc. fusco-grisea; articulis antennarum basalibus albidis; pedibus albidis, trochanteribus tarsisque fuscis; cellula marginali prima quadrata minima, cellula postica secuuda subsessili. Long, yix iVj lin. In colli S. Cristoyal prope Santiago Octobri cepi; aliud specimen Valdiriae nactus sum. Die Brust ist bräunlichgrau ohne Striemen und so wie der etwas dunklere Hinterleib stärker behaart als bei den meisten anderen Arten, Die Beschaffenheit der Flügeladern erlaubt nicht, diese Art mit irgend einer andern chilenischen zu verwechseln. 8. Sc. australis Ph. Sc fusco-grisea; articulis antennarum basa- libus albidis; coxis, trochanteribus, femoribusque albis, tibiis tarsisque pal- lide fuscis; cellula prima margiuali alarum trapezia, secuuda postica petiolum suum aequante. Long. 1'/^ liu. In pro7. Valdivia inveni. Auf den ersten Blick mit der vorigen zu verwechseln , aber die Flügeladern sind sehr verschieden. Die erste Margiualzelle ist immer noch klein, aber doch sehr gross gegen die der vorigen, kaum zweimal so laug als breit, in Gestalt eines mit seiuer Basis nach vorn gerichteten Trapezes. Die zweite gestielte hintere Zelle ist ebeufalls so lang als ihr Stiel. Die Schwiugkölbchen sind grau mit weisser Spitze und weissem Stiel. 9. Sc. pusilla Ph. Sc corpore auteuuisque uigro-fuscis; palpis, coxis, femoribus pallide testaceis; genubus posticis uigris; tibiis tarsisque fuscesceutibus; cellula margiuali prima minima quadrata; uervis cellula- rum posticarum hyalinis. Long. iVj lin. In prov. Valdivia cepi. Die erste Margiualzelle ist so klein als bei Sc. pallipes'.) die beiden gestielten hinteren Zellen sind so laug als ihre Stiele. 10. Sc. ocreata Ph. Sc. antennarum fuscarum basi pallida; thorace griseo-fusco, obsolete vittato; abdomiue uigro; alarum cellula marginali prima minima, petiolata; secuuda longe petiolata; pedibus pal- lidis, trochanteribus, genubusque posticis nigris, tarsis nigricantibus. Long. 2 lin. Prope Santiago invenitur meusi Septembri. Der Kopf ist oben röthJichbraun ; die Palpeu liud braun. Die erste 80 "■ 626 Dr. R A. Pbilippi; der gestielten Zellen ist beiuahe sitzeud, so dass die beiden gestielten Zellen in sehr ungleicher Höhe entspringen. Die Schwinger sind hellgrau mit schneeweisseui Stiel. Hüfteji und Schenkel sind beinahe weiss, wo- gegen die schwarzen Trochanteren und die schwarze Spitze der Hiuter- scheukel sehr absticht: die Schienen sind blassbraun, die Tarsen schwärz- lich. — NB, Bei einem Exemplare fehlt auf dem rechten Flügel die erste Marginalzelle gänzlich, während sie auf dem linken vorhanden ist. 10. Dlycetobia? Meig. Olycelohia ? fulva P h. M. corpore , capite, basi antennarum, palpis femoribusque fulvis; anteunis, tibiis, tarsisque fusco-cinereis; alis luteis, apice fuscis. Long. 4 liu., extens. alar. 7V4 Jiu- Specimen a Krauseo prope Corral lectum suppetit. Die Augen sind nieren förmig, schwarz. Zwei Punktaugen, die in einer schwärzlichen Querbinde stehen. Die Fühler sind nicht so laug als Kopf und Brust zusammen; die beiden ersten Glieder gelb, napf- förmig, die folgenden braun, walzenförmig, fast so dick als lang, kahl, das erste noch grösstentheils gelb. Der Brustrückeu zeigt anstatt der Striemen drei Reihen schwärzlicher Haare. Der Hinterleib ist laug schmal, plattgedrückt, mit anliegenden Härchen bekleidet, die seinem Glanz keinen Abbruch thun. Die Schenkel sind kaum verdickt zu nennen; die Schienen flaumhaarig, mit zwei massig langen Dornen am Ende. Die Marginalzelle der Ader ist gegen die Spitze hin durch eine schräge Ader getheilt; es sind vier hintere Zellen vorhanden; die zweite ist kurz gestielt und entspringt nicht von der Basilarzelle, sondern nebst der ersten hinteren Zelle vom Hinterrand der ersten Marginalzelle. Diese Mücke hat also die Augen von 3Iycetobia, die Flügeladern von Platyura. Wohin soll man sie bringen? 11. Agaricobial) Ph. Oculi maris approximati, subreniformes. Ocelli.... Anteunae Caput cum thorace subaequantes, cylindricae, articulis primis cyathyfor- mibus, apice longe setosis. Alae cellulis mediastinis duabus, submargi- uali unica, posticis tribus, media brevissime petiolata. Tibiae calcaratae, posticae setis brevibus c. sex vestitae, vix armatae diceadae. Aj/aricobia fulvicollis Ph. A. capite cinereo; anteunis cinereis, arti- culis basalibus fulvis; tborace fulvo; coxis, femoribus, tibiis pallide flavis; alis subhyalinis, vittis duabus pallide fuscis. Long, fere 2 lin. Prope Santiago iuveni. *} Äya^tKcfv der Baumschwamm, ßtoco ich lebe. Aufzahlung ilcr cbilcaischeu Dipferea. 627 Die Queraderu. sind bräuulicli eiugefasst, uud liiedurcb entsteht die erste Querbinde ; die zweite verläuft in der Mitte zwischen dieser und der Flügelspitze; diese letzte ist getrübt uud die Trübung durch eine wasserhelle Binde von der zweiten bräunlichen Querbinde geschieden. Die dritte hintere Zelle ist nicht von der zweiten Basilarzelle geschieden, indem die Querader fehlt. 12, Sciara Fabr. 9Ieig. Blanchard hat a. a. 0. drei chilenische Arten. i. Sciara fuliginosa Blanch. apud. Gay. VII. p. 348. „Coquimbo etc." 2. Sc. infuscatipennis Blanch. 1. c. p. 348. „Coquiniho etc." 3. Sc. pallipes Blanch. „Frequens in insula Chiloe, S. Carlos etc." 4. Sc. domestica Ph. Sc. corpore omnino uigro; alis vix infuscatis; pedibus pallide fuscis. Long, i^/^ lin. Flures in domibus ad feuestras cepi. Sc. fuliginosa Bl. soll schwarze Schienen, Sc. pallipes schalgelbe Beine, Sc. infuscatipennis schwärzliche Flügel haben , folglich muss diese kleine Fliege davon verschieden sein. Die Randader reicht fast bis zur Basis der zweiten hinteren Zelle; die Schwinger sind blassbraun. 5. Sc. heteropus Ph. Sc. atra, nitida; coxis femoribusque antici» testaceis ; alis hyalinis. Long, i^/^ lin. Prope Corral cepi. Die Fühler, die hinteren Beine, einschliesslich ihrer Hüften, uud der ganze Körper sind glänzend schwarz, während die Hüften, Tro- chanteren uüd Schenkel der Vorderbeine hell, bräunlich sind. Die Rand- ader reicht nicht ganz so weit als der Ursprung der zweiten hinteren Zelle. 6. Sc. diminutiva Ph. Sc. nigro-fusca; alis hyalinis, uervis praeter duos prinios hyalinis. Long. 1 liu. Prope Corral cepi. Die ganz wasserhellen Flügel, deren hintere Adern ungemein dünn sind, unterscheiden diese Art von der gleich grossen Sc. pallipes Bl., welche schwach getrübte Flügel haben soll. Die Randader reicht nicht so weit als der Ursprung der zweiten hiutereu Zelle, die Schwinger sind braun. Tipalariae gallicolae. Nach der Häufigkeit der Gallen muss die Anzahl der Gallmücken sehr gross sein. W8 Dr.R. A.PhiljppI: 1. Lestremia Nacq. Lestremia nigra Blauch. Gay VII. p. 349. „In iusula Cbiloe et prope Carelmapu." %» Cecidomyia Fabr. 1. Cecidomyia flavida Blauch. 1. c p. 350. „Prope la Serena,*' 2. C? fuscescens. C. pallidissime fusca; aiitenuis maris corpore loa- gioribus; alis valde pilosis, cellula petiolata nulla. Long, vix 1 lia. Locum ubi cepi adiiotari omisi. Die Fühler sind ebenfalls blassbraun und haben einige zwanzig Glieder, die wie bei Cecidomyia gestielt sind, allein die Flügel sind so stark behaart wie nur bei Lasioptera, und haben ausser dem kurzen Submarginalneryen noch drei andere Nerven. Ich kann die Länge der Tarsenglieder nicht angeben, da ich nicht vermag, die einzelnen Glieder zu unterscheiden. 3. Psychophaena 1) Ph. Caput rostratum , rostro caput aequante. Palpi quadriarticulati, articulus tertius crassus, obconicus, quartus paullo brevior, tenuis, cylin- dricus. Antennae louge pilosae, 14 articulatae (etiam in maribus?), articulo prirao crasso, sequentibus c. 7 subglobosis et (in $ saltem) haud petiolatis, ultimis elongatis, apicali lauceolato. Alae: cellula basilaris distincta, stigma, et ante stigma cellula minima marginalis; nervus-exteruo- niedius et interno-medius furcati, alii nervi nuUi; margo posticus louge ciliatus. Pedes pilosi, haud calcarati; tarsorum articulus primus lougior. Die Flügeladern erinnern an Campylo^nyza , allein die Querader liegt vor der Gabelung der folgenden Längsader und macht mit derselben einen rechten Winkel; auch ist die sehr kleine Marginalzelle eigen- thümlich. Die Fühler sind, wie es bei den Gallmücken Regel ist, lang behaart. Psychophaena pictipennis Ph. Ps. antennis pallidissime cinereis; palpis uigris; capite et thorace cinereis; abdomine nigricante; pedibus pallide fuscis, genubus nigris; alis infuscatis, praesertim ad margiiiem auticum, macula stigmaticali nigra guttisque nuraerosis hyalinis. Long, vix 1 lin. In colli S. Cristoval prope Santiago cepi. Die Flügel sind ungemein zierlich. ^^XV Schmetterling und q>ttlvoo scheinen. Aufzählung der chUcuischeD Dipteren. vi\) 4. Spaniotoma 1) Pb. Thorax supra capiit promineus. Aiiteuuae breves, palpos vix superautes , sexarticulatae, articulis ovatis, pilis raris verticillatis, ultimo acutiusculo. Palpi quadriarticiilati, articulo prirao crasso, ultimo teuui, lougiore, diviso ? Alae nervis longitudinalibus quatuor, secundo crassiore, tertio furcato, praeterea nerviis anali.« et axilliaris inchoati; cellula basalis prima brevis, secunda nulla, cellula maiginalis simplex. Ungeachtet der geringen Zahl der Fühlerglieder rechne ich diese kleine Mücke wegen der wirteiförmigen Behaarung der Fühler zu den Gallicolis. \. Spanioloma bivittata^h. 0. flayescens; vitta mediana abbreviata fusca antice, duabus abbreviatis nigris postice thoracem ornautibus; ab- dominis dorso, parte inferiore, femorum tibiis tarsisque cinereo-fuscis. Long. 1 lin. In colli S. Cristoval prope Santiago Augusto 1862 cepi. Augen und Scheitel sind schwarz, Fühler und Palpen grau, die Brust gelb. Die Mittelstrieme, die vom Vorderrand anfängt und bis zur Mitte reicht, ist hellbraun nnd fällt weit weniger auf als die beiden seit- lichen Striemen, die beinahe schwarz sind und von der Mitte bis dicht an den Hinterrand reichen. Das Schildchen ist schwarz mit einer schmalen gelben Längslinie in der Mitte. — Der Vorder- und Hinterrand der Flügel ist stark gewimpert, das letzte Fühlerglied anderthalbmal so lang als das vorletzte. 2. ^j*. unicolor Ph. 0. corpore pedibusque flavescentibus, unicolo- ribus; oculis nigris. Long. Vs li'i- Cum prjore inveni. Das letzte Fühlerglied ist zweimal so lang als das vorhergehende, fast linearisch, und mit kurzen Härchen dicht besetzt. Die Taster sind etwas kürzer als die Fühler, die Flügel breiter als bei der vorigen Art und nicht gewimpert. 5. Pentanenra ^) Ph. Antennae caput cum thorace aequantes, moniliformes, 12 — 14 ar- ticulatae, longe verticillatim pilosae; articulis subglobosis, haud petiolatis, ultimo elongato. Palpi elongati, antennas aequantes, articulis subcylin- dricis. Alae angustae, valde hirsutae, nervis longitudinalibus quinque, secundo fuscato, Pedes hirsuti^ ecalcarati elongati, praesertira tarsi; *) cnivu>s gelten und roiiog Abschnitt. *) nivTt fünf, vevffov Nerve. 630 Dr.R. A. Philippi: articulus tarsorum primus sequentes duos aequans ; quartus et quiutus simul sumti tertiura aequant. Die Flügel sind so stark behaart wie bei Erioptera und Lasioptera^ aber die Nerven sind verschieden. Zwischen der zweiten und dritten I.jingsader ist etwa in zwei Fünftel der Länge eine Querader, wodurch eine Basilarzelle gebildet wird, uud wo die ZAveite Ader von derselben getroffen wird , gabelt sie sich, und ihr vorderer Ast vereinigt sich vor der Flügelspitze mit dem Ende der ersten Längsader. Pe/tfanettra grisea Ph. P. pallide cinerea, vittis fuscis thoracis parura conspicuis; dorso abdominis ultimisque tarsorum articulis obscuri- oribus. Long, circa \ lin. Prope Catemu in prov. Aconcagua cepi. Auch die folgende kleine Gallmücke will in keines der mir bekannten Geschlechter passen. 6. Tetraphora Ph. Antennae caput cum thorace aequautes, moniliformes c. 12 — 14 articulatae, longe vei'ticillatim pilosae; articuli inferiores subglobosi, iater- medii apice attenuati, bulbiformes. Alae pilosae, nervis longitudinalibus quatuor, quarto furcato; primo crasso dimidiam alae longitudiuem occu- pante. Pedes elongati, ecalcarati-, tarsorum articulus primus reliquos quator subaequales aequans? Die Kürze des ersten Flügelnerven ist wie bei Lestremia. Zygo~ neura, Cecidomyia\ kurz vor seinem Ende ist er durch einen schrägen Quernerven mit der zweiten Längsader verbunden, Tetraphora fusca Ph. T. capite thorace abdomineque obscure fuscis, pedibus pallidissirae fuscis, subtestaceis. Long, circa J lin. In prov. Valdivia cepi. Die Fühler sind aschgrau, die Schwinger schwärzlich; die Beine ziemlich dicht behaart. 7. Lasioptera Meig. i. Lasioptera pallipes Ph. L. capite pectoreque fuscis; abdomine coccineo post mortem fusco; pedibus albidis. Long, i lin. In colli S. Cristoval prope Santiago cepi. Die Fühler sind halb so lang als Kopf und Brust zusammenge- nommen, zwölfgliederig, ihre Haare kaum etwas länger als der Durch- messer der Glieder. Die zweite Flügelader erreicht nicht die halbe Länge der Flügel und biegt sich fast rechtwinkelig um, doch so, dass der Winkel vollkommen abgerundet ist; eine Falte des Flügels in der geraden Fortsetzung der Ader lässt dieselbe bei oberflächlicher Beobachtung ge- Aul'zäliliing der cliilonisclion Diploren. 631 gabelt erscheinen, was noch mehr bei der folgenden Art der Fall ist. Der Hinterrand ist mit sehr langen Haaren bewimpert. Das erste Tarsen- glied ist so lang als die vier folgenden zusammengenommen. 2. //. furcata Ph. L. unicolor, pallide fusca, subtestacea; vena alarum secunda infuscata. Long. Yg lin. Prope Santiago cepi. Die zweite Flügelader ist in Wirklichkeit gegabelt, und der innere Ast bildet nur einen stumpfen Winkel mit dem beiden gemeinschaftlichen Stamm. Die Wimpern des Hinterrandes der Flügel sind weit kürzer als bei voriger Art. Das erste Tarsenglied ist ebenfalls verlängert, nimmt aber nur etwa den dritten Theil der Tarsenläuge ein. 8. Psychoda Latr. Blanchard führt drei Arten als chilenisch auf: 1. Psychoda fimhriatissima Blanch. apud. Gay VH. p. 351. „Coquimbo, Santiago etc." Häufig in ganz Chile, auch in der Provinz Valdivia. 2. Ps. notata Blanch. 1. c. p. 351. „lisdem locis ac prior." Ist mir noch unbekannt. 3. P*. hyalinata Blanch. 1. c. p. 351. „In domibus, ad aquarum ductus etc." Häufig. 4. Ps. punctata Ph. Ps. pallide fusca, albo-pilosa; alis hyalinis in margine lacteo- et nigro-punctatis, cinereo-fimbriatis; pedibus fuscis, articulis argenteis. Long. corp. 1 lin. In prov. Valdivia inveni. Die Fühler sind braun mit blassgrauen Haaren. Die schwarzen Punkte der Flügelränder stehen am Ende der Adern und man zählt deren elf; der Rand der Flügel ist milchweiss. 5. Ps. 7-punctata Ph. Ps. nigro-fusca, albo-pilosa; alis hyalinis, punctis Septem nigris in margine notatis, albo-fimbria tis; pedibus albidis. Long. V3 ün« Prope Santiago inveni. Der Rand der Flügel ist nicht milchweiss wie bei der vorigen Art, sondern wie der Grund, und die schwarzen Punkte stehen nicht am Ende aller Nerven , sondern überschlagen in der Basis der Flügel immer je eine Ader. Ausserdem sind die Wimpern, die Beine und die Füliler weiss- lich. Die Fühler sind weiss und braun gegliedert. 6. Ps. tenella Ph. Ps. corpore fusco, albo-piloso; antennis albis, nigro-articulatis; alis hyalinis, inimaculatis, albo-pilosis; pedibus albis. Long. Vj lin. Prope Santiago satis frequens. Von Ps. hyalinata Bl. durch mindere Grösse und ganz uugefleckte Bd. IV. Abbandl. gl 6^2 nr. n.A.piiiiiprii: Flügel, an denen namentlich auch die Wimpern des Randes ohne Flecke sind, leicht zu unterscheiden. Die Schwinger sind wie bei der vorerwähn- ten Art milchweiss. Tipnlariae fl orales Latr. 1. Lohogaster^) Pli. Caput thorace brevius et augustius. Oculi longe hirsuti. OceUi... Anten nae"^caput cum thorace fere bis aequautos, filiformes, 12 articu- latae ; articulus primus cylindricus, brevis, longe hirsutus; secundus cya- thiforrais, brevissimus; reliqui subaequilongi, cyliiidrici, sensini angustiores, pilis breyissimis hirtelli. Rostrum capite brevius; palpi quadriarticulati, rostrum aequantes, Abdomen elongatuni, segmentis Septem (saltera iu (J) quarto, quinto et sexto utrlmque foliaceo-dilatatis, septimo deprosso, mar- ginato, sed multo angustiore, Alae cellulis duabus basalibus, cellula discoidali, cellulis posterioribus quinque, apertis, sessilibus. Pedes teuui's; tibiae calcaratae. Diese Gattung ist sehr ausgezeichnet durch die langen, walzen- förmigen Fühler uud die lappenartig verbreiterten Hinterleibsringe, und scheint auf den ersten Blick eher ein Hymenopteron als eine Fliege zu sein. Die FLügeladeru stimmen am besten mit Rhyphus übereiii. LtOboffaster paradoxus Fh. L. capite, autennis, thorace, basique abdominis iitris; reliquo abdomine ob.^cure rufo ; aus antice flavis, apice et postice nigresceutibus; pedibus luteis, apice tarsorum nigro. Long, fere 8 liu., exteus. alar. 14% liu. Specimeu in coli. oru. Ferd. Paulsen vidi. Die Augen sind dunkelbraun, mit langen schwarzen Haaren be- kleidet. Stirn und Scheitel sind beim Männchen schmal, liuearisch oberhalb der Fühler durch eine Querfurche abgetheilt, und tragen iu der Mitte drei Punktaugen; oberhalb derselben stehen ein paar Börstchen, sonst sind diese Theile kahl. Die Fühler sind iu der halben Höhe der Augen eingelenkt. Das Untergesicht springt Avie eine Blase hervor und ist mit langen Börstchen dicht besetzt. Taster und Rüssel tragen nur kurze Härchen und erscheinen auf den ersten Blick kahl. Beide sind schwarz. Die Brust ist mit abstehenden schwarzen Härchen bekleidet, welche dem Glanz keinen Eintrag thun; namentlich sind nuch Schildchen und Hinterschildchen glänzend. Das erste Hinterleibssegment ist bei- nahe quadratisch und an den Seiten lang behaart; das zweite ist eben so lang, aber nach hinten etwas verschmälert, das dritte eben so laug, *) loßög Läppchen, r«. vittatus Pli. D. ictus Vh. M. uiger, helvolo-pictus, antenuis capi- teque nigiis, i'ostro helyolo; thorace vittis interruptis belvolis uotato; abdoiniiK' crasso, maciilis teruis triaugularibus helvolis in quovis segmeuto picto; alls ante apicem fascia abbreviata nigra oniatis; fenioribus nigris, geuubus , tibiis tarsisque flavis. Long. corp. 3 lin., cxtens, alar. 5'/^ lin. Habitat in prov. Santiago. Der Protliorax ist deutlich abgetrennt, schwarz, hellgelb gerandet, hat eine kurze Furche in der Mitte, und sein Hinterrand bildet zwei Winkel. Die Mittelbrust bildet einen mächtigen Höcker, hat im vorderen Theil vier abgekürzte, hellgelbe Striemen, von denen die seitlichen stark gekrümmt sind, | und eben so viele kürzere Striemen im hinteren Theil. Der Hinterrand des Schildchens ist gelblich. Au jeder Seite desselben sieht man einen gelben Fleck zwischen dem Kand des Mesothorax und der glasliellen Flügelschuppe. 2. JI, crassus Ph. M. thorace maxime gibboso, rufo, strigis helvolis et castaneis picto; abdomlne crasso , supra nigro-castaiieo , et in medio margiuis postici segmentorum macula parva triangulari flava notato, late- nbus potius ferrugineo , marginibus flavescentibus; alis hyalinis fusco- bimaculatis; pedibus e ferrugineo luteis. Long. corp. SVs l'ii-i extens. alar. 8y> lin. — Siehe Abbildung. In prov. Valdivia capltur. Der Kopf ist braunschwarz , der Rüssel erreicht drei Viertel der Körperlänge. Die Fühler sind hellbraun und der Höcker oberhalb der- selben weiss. Die Yorderbrust ist hell rostbraun mit weissgelben Räudern; die Mittelbrust ist von derselben Grundfarbe und mit denselbeji weiss- gelben Striemen bezeichnet wie M. pictus ^ aber in der Mitte dunkel kastanienbraun, und auf eine ganz abenteuex'liche Art in die Höhe er- hoben, das Schildchen ist dunkelkastanienbraun, mit weissgelbem Rande. Auch der Hinterleib ist dunkelkastanienbraun, mit kleinen dreieckigen, weissgelben Flecken auf der Mitte des Hinterrandes des 2., 3., 4. und 5. Segmentes bezeichnet, an den Seiten rostbraun mit hellgelben Rändern. Die Flügel haben kurz vor der Spitze eine schwärzliche Querbiude, welche bis zum Vorderrand reicht, aber in beträchtlicher Entfernung vor dem Hinterraude aufhört, und eine schwärzliche Trübung in der Mitte, Die Beine sind ganz und gar gelb, und die Schenkel kaum merklich dunkler. 3. Jfi. obesus Rh. M. rufo-castaneus ; capite antennisque nigris; thorace vittis tribus nigris, maculisque sex helvolis picto; abdomine crasso, ad medium marginum posticorum segmentorum macula parva helvola notato, ad latera immaculato; alis fusco-bimaculatis: pedibus rufo- fuscis, femoribus piceis. Long. corp. 3% lin., extens. alar. fere 9 üu. Specimen prope Corral aestate ISßVt lectum est. Der Rüssel ist gelblich, der Stirnhöcker über den Fühlern gelb- Aiilzäliliiiii; iIlt tliileüisdien Dilltoren. 64 J weiss. Von den Fleckeu der Brust stehen zwei vor dem Schildcheu , ein anderer jederseits vor dem Ursprung der Flügel, und einer jederseits vor dem Ende des Scliildchens. Der fünfte Hiuterleibsriug bat einen feiuen gelben Hinterraud, der mit den gelben Flecken in der Mitte des- selben zasammenfliesst. Der Hinterleib ist matt, die Basis sämmtlicher Ringe ist mit feineu anliegenden Härchen bekleidet, welche bewirken, dass sie bei gewissem Licht grau schimmern. Die dickste und grösste Art, und von M. crassus sogleich durch den Mangel der gelben Färbung an den Seiten des Randes der Hiuterleibsringe zu unterscheiden. Bei genauerer Betrachtung ist die ganze Färbung sehr verschieden. 4. M. gracilis Ph. M. corpore obscure brunneo; thorace quam maxime gibboso, flavo-picto; abdominis tenuis, cylindrici, apice incrassati segmeutis lateribus helvolo-margiuatis; pedum iuteorum femoribus supra fuscescentibus; alis infuscatis, immaculatis. Long. corp. Sy^ liu. , extens. alar. 7 Hn. 3^ v><,<.-»^ e-t'^A^^-^*«- v-^-f< >^-. '»-^^^i, ^.t X*^, Provinciam Valdiviam inhabitat. Die dunkelbraunen Augen sind weiss behaart, die Fühler braun, der Stirnhöcker oberhalb derselben weissgelb, der hellgelbe Rüssel kaum halb so lang wie der Leib. Die Brust ist braun, namentlich vorn mit gelblichen Härchen besetzt und mit blassgelben Zeichnungen verziert. Die Vorderbrust hat einen gelben Rand, die Mittelbrust ist oben mit vier abgekürzten gelben Striemen , mit zwei abgekürzten gelben Striemen über dem Schildchen und einer gelben Strieme auf jeder Seite be- zeichnet, welche hinter dem Ursprung der Flügel anfängt. Das Schildchen ist oben ungeÜeckt, braun , aber der untere Theil desselben ist gelblich. Der Hinterleib ist sehr dünn, cylindrisch, nach hinten verdickt; der zweite Ring ist so laug als breit, hinten verschmälert, das dritte Glied wenigstens 1 '/^mal so lang als breit, das vierte ebenso , das fünfte von derselben Länge, aber nach hinten verdickt, das sechste Glied klein, nach unten gerichtet, von oben nicht zu sehen. Die Farbe ist auf dem Rücken dunkelbraun, an der Seite hat jedes Segment einen gelben, nach hinten breiter werde)idenFlecki; das vierte und fünfte haben oben in der Mitte am Hinterrande einen kleinen gelben Fleck, der am fünften Segment mit dem (ebenfalls gelben) Hinterraud zusammenfliesst. Die Bauchseite ist gelblich. Die Flügel siud getrübt, bräuulichgrau, uugefleckt. 5. ßl. tristis Yh. M. corpore nigro , subunicolore; thorace minus gibboso, flavo-punctato; abdominis gracilis segmento primo lateribus, tertio in margine postico flavis; pedibus ferrugineis, femoribus atris, basi tibiarum uigricante; alis infuscatis, uubecula centrali obscuriore. Long, corp. 3% lin., extens. alar. 6 liu. In praedio meo valdiviauo S. Juan dicto pluries cepi. Der gelbe Rüssel ist etwa halb so lang als der Leib oder nur wenig länger. Die Brust ist schwarz und ermangelt der gelben Striemen. 644 Dr.R. A. Philippi; Auch hat die Vorderbrust keinen gelben Rand, und nur die erhabenen Kanten, welche den Mitteltheil von den Seitentheilen derselben trennen, haben in ihrem hinteren Theile eine gelbe Färbung. Die Mittelbrust ist zwar immer noch sehr stark geAvölbt, aber doch nicht so abenteuerlich, wie bei M. graciUs oder M. crassus. Ueber dem Ursprünge der Flügel ist jederseits ein kleiner, kreisrunder, gelber Fleck, und vier dergleichen am Ilinterrand vor dem Schildchen, von denen die äusseren die grösseren sind. Auch die nach unten gerichtete Spitze des Schildchens ist gelblich. Der Hinterleib ist von derselben schlanken Gestalt wie bei der vorigen Art, aber ganz schwarz mit Ausnahme des schmalen Hiuterrandes des fünften Segmentes, welcher gelb ist; am dritten und vierten Segmente ist nur die untere Hälfte des Hinterrandes gelb, und am zweiten Segmente ist die ganze Seite lebhaft hellgelb. Der letzte Abschnitt ist ebenfalls mit einem gelben Hinterrande verschen. Die Beine sind im Allgemeinen dunkelbraun, die Schienen heller, die Schenkel tiefschwarz, am unteren Ende mit einem gelben Ringe; auch das Ende der Schienen ist gelblich. Die Flügel sind bräunlich getrübt und haben ein dunkles Wölkchen in der Mitte. — Auf den ersten Blick könnte mau diese Art für eine Farbenvarietät von M. gracilis halten, allein der Höcker der Brust ist sehr verschieden etc. 6. 31. subcylindricus Ph. M. niger, margine prothoracis, vittis ijiter- ruptis mesothoracis, margine posteriore lateribusque segmentorum abdo- niinis cylindrici, crassiusculi tlavis; alis infumatis; pedibus luteo-ferrugineis, femoribus nigris. Long. corp. ^y^ lin., exteus. alar. 4% liu. Una cum priore inveni. Der Kopf ist schwarz, Stiruhöcker und Rüssel gelb. Die Vorder- brust hat einen gelben Hinterrand und bisweilen ist ihr Vorderrand gelbbraun. Die Mittelbrust ist für dieses Geschlecht massig gewölbt, etwa wie bei 31. tristis., und hat vorn vier abgekürzte gelbe Striemen und vier dergleichen am Hinterrande. Der Ro,nd des Schildchens und die Seiten- theile des Metathorax sind gelb. Der Hinterleib ist bei weitem nicht so schlank wie bei M. gracilis und tristis , aber weit dünner als bei ilf. pictus und crassus'^ das erste Glied ist deutlich zu sehen, das zweite breiter als die folgenden, aber mit diesen von g-leicher Länge, das dritte, vierte und fünfte ziemlich so breit als lang. Seite und Hinterrand aller dieser Glieder ist gelb, und letzterer tritt in der Mitte des Rückens in Gestalt eines Dreiecks nach vorne vor. Die Flügel sind getrübt, ungefleckt, doch lässt sich in der Mitte ein duukleres Wölkchen erkennen. Die Beine sind dunkel wie bei M. triatis. Aufzalilmi"; der fliilciiisrlion nipteren. 645 llolops n Pli* uoinm geniis. Der Kopf ist klein, kugelig-, und bestellt fast allein aus den Augen; der sehr kleine Scheitel zeigt 2 (?) Punktaugen. Die Fühler entspringen in der halben Höhe des Kopfes, sind kurz und nur zwei- gliedrig; das erste Glied ist walzenförmig, das zweite eiförmig und in eine lange Borste auslaufend. Die Mundüffnung ist sehr klein, der Rüssel sehr kurz, zusammengedrückt, eiförmig, beinahe lamellenartig. Die Palpen . . . Die Brust bildet einen auffallenden Buckel; der Hinterleib Ist beinahe kugelig; beide sind mit kurzen Härchen dicht bekleidet. Die Flügeladern verlaufen fast wie bei Panops, allein die hinteren, dreieckigen Zellen erreichen nicht die Spitze. Die Füsse sind einfach und haben drei Haftlappen. — Von Panops, Cyrtus, Philopota, Megalybus durch den kurzen Rüssel, von Astomella durch zweigliedrige Fühler, von Oncodes und Acrocera durch die Insertion der Fühler in der halben Höhe des Kopfes etc. verschieden. Ich fand die erste Art im Sommer 1859 in zwei Exemplaren am Fenster meines Hauses In S. Juan; sie flog träge und Hess sich leicht fangen. 1. HolojiS cyaneus Ph. H. capite, pedibus, antcnnis nigris; thorace abdonilneque azureis, nitidls; alls infumatls. Long. corp. fere 4 lin., extens. alar. 8 lin. (Siehe Abbildung.) E prov. Valdivia attuli. Die Augen sind dicht mit schwarzen Härchen bekleidet, die Flügel wenig getrübt. Die Schienen sind dicht mit weissen Haaren bekleidet, und sogar die Schuppen, welche die Schwingkölbchen bedecken, sind stark behaart: 2. IT. inanis Ph. H. capite antennisque castaneis; thorace abdo- mineque luteis, pellucidls, pilLsque brevibus luteis obtectis; alarum margine antico apiceque Infuscatis; pedibus flavis. Lojig. S'/^ lin. Unicum speciraeu In prov. Valdivia loco dicto et Roble ab ornat. Jos. Röhner captum mihi Innotuit. Zu der Diagnose wüsste ich nichts hinzuzusetzen, da diese Art leicht dadurch zu erkennen sein wird. Sie ist so durchsichtig wie manche Volucellen. Die Mundöffnung ist dreieckig und habe Ich keinen Rüssel sehen können, vermuthlich war er stark zurückgezogen. ^) öXoq ganz, 001/; Auge. 646 Dr.R.A. Pliilippi: Spliaerops Pli, i) n. ^. Caput g-lobosum, fere solis oculis for- uiatum. Oculi glabri. Antennae immediate infva verticem sitae, biarticulatae ; articiilis duobus brevibus , secuudo globoso seta elon- gaia terminato, P r o b o s c i s rudimentaria? inclusa. Alae cellulis subinargiualibus duabus, jiosticis tribus; duabus priinis nervo traiisverso, marg-iiii parallelo, clausis ; tertia aperta. — Differt ab Oiicode autenuis parum infra A'erticem insertis, ab Acrocera cellulis alarum long-e diyersis, ab Holope iusertioue autenuaruni et alarum venis distinctis. Sj)haerops appendkulata Ph. Sph. onniiuo nigra, partibus oris, in- cisurisque ventris flavis; abdoiuine appondiculato. Long. corp. f^/^ lin., extens. alar. 5 lin. Habitat prope Santiago rarissima. Den 2. Oktober fing ich ein Exemplar in einem Garten Santiagos auf dem Kleide des Gärtners; es scheint ein träges Thier zu sein, das sich ungern bewegt. — Der Kopf ist rollkommen ku^-elig und wird fast ganz von den Augen gebildet, die kahl sind. Auf dem dreieckigen Scheitel stehen die Punktaugen, und unmittelbar darunter die Fühler, an denen ich nur zwei Glieder sehe. Das erste Glied ist walzenförmig, so breit als lang; das zweite so dick wie das erste, aber kugelförmig-, mit einer End- borste, die den halben Durchmesser des Kopfes erreicht.,. In der kleinen Mundhöhle ragt ein warzenförmiger, hellgelber, in der Mitte getheilter Körper hervor, welcher der Rüssel oder das Rudiment des Rüssels ist. Der Hinterkopf ist mit weisslichen Härchen bekleidet. — Die Brust ist stark gewölbt, zweimal so lang als der Kopf, glänzend schwarz, in's Violette ziehend, aber dicht mit aufrechten, weisslichen Härchen bekleidet. Die ersten drei Hinterleibsringe sind zusammen nicht viel länger aber breiter als die Brust und kugelig; die beiden folgenden Glieder sind schmal und kurz; das letzte erweitert sich beinahe kugelig,, ist nicht viel kleiner als der Kopf und hat ein nach oben gebogenes Spitzchen. ])er ganze Hinterleib ist wie die Brust behaart, aber dennoch ziemlich glänzend schwarz: unten aber sind die ersten vier oder fünf Einschnitte des Rauches hellgelb. — Die Flügel, s. die Figur, sind fast wie bei Cyrtns gibbus (Macq. t. IX. f. -2') gebildet, d. h. es sind zwei Submarginalzellen vorhanden und drei hintere Zellen, von denen die erste und zweite jede durch eine dem hinteren Rande parallele Ader geschlossen oder in zwei getheilt ist; hinter der Analzelle, die kurz vor dem Rande geschlossen *) acpctiQU Kugel, wi/;g Auge, Gesicht. Aiifziilituiig lier cliilenisclipii Dipteren. 047 ist, folgen keine Adern. Die glasartigen Flügelschuppen haben einen schwarzen, mit weissen Härchen dicht gewimperten Rand. — Die Beine sind schwarz, weiss behaart und tragen zwei lange Krallen und drei Haftlappen. Panops Lamk. JyyM. £c*a^ In der chilenischen Zoologie von Gay führt Blanchard drei Arten Panops auf. 1. Panops nigritarsis Bl. sei von Coquimbo. Diese prachtvolle Fliege ist nicht selten in der Provinz Valdivia; sie fliegt ungemein rasch, wie die andern ihres Geschlechtes und summt dabei so stark wie eiue Brummhummel; vorzugsweise in die Blumen der Alstroemeria aurantiaca senkt sie ihren langen Rüssel, und ist dann leicht zu erhaschen, wenn sie gerade mit Saugen beschäftigt ist. 2. /*. ocelliger Wied. soll in Coquimbo etc. gemein sein. — Die -^ Fliege, welche ich dafür halte, findet sich in Valdivia. Ihre Beine sind ^/^^ braun, mit braunrothen Haaren bekleidet, nicht pollide ßavi, wie es in \;;^_ der Diagnose, oder löweugelb , wie es in der spanischen Beschrei- y^^ bung heisst. ii^-&,tM^ '\cyi-^^^-^^,i_.^ 3. P. rufovestitus Blanch. soll eben daher sein. — Ich fing sie nur ein Mal in der Provinz Valdivia bei Cudico in drei oder vier Exem- plaren in den Blumen der Copigue {Lapageria rosea)^ in welche sie sich wegen eines schwachen Regens verkrochen hatte. Von dem merkwür- digsten Kennzeichen der Art sagt Blanchard kein Wort. Dafür halte ich die Fühler, welche auffallend breit und zusammengedrückt, fast wie eine Messerklinge sind. Blanchard muss ein abgeriebenes Exemplar vor Augen gehabt haben, denn er sagt: „Hinterleib glatt (liso), nur mit einigen spärlichen Haaren au den Seiten und besonders an der Spitze." Bei frischen Exemplaren ist der Hinterleib dicht mit schwarzen, kurzen, anliegenden Haaren bekleidet. Ausser diesen drei Arten besitzt das Museum in Santiago noch fol- gende 5 Arten aus Chile: 4. P. aeneus Ph. P. thorace viridi-aeneo, pilis albidis, erectis valde hirsuto; abdomine fusco-aeneo, pilis albidis, subappressis sericeo; antennis nigris; proboscide nigra, basi viridi-aenea; pedibus pallide testaceis s. riifis: aus hyalinis. Long. corp. 4V2 Hn.; variat thorace coeruleo, abdomine cupreo. E prov. Santiago. Diese schöne Art habe ich fast in jedem Jahre bei Santiago am Fusse des Cerro S. Cristoval im Monate November auf den Blüthen des Silybum Mariamim gefangen. Der Körper ist unten prachtvoll azurblau, und die Brust, namentlich aber der Bauch fast kahl. Bil. XIV. AUiaiitll. g3 648 Dr. H.A. Philippi: {i. /*. corhonnriua Pli. P. totiis violaceo-ater, pilis nigris deiise ve- stitus , praesertira in thorace; capite, antennis, pedibusque atris. Long, corp. 5 Vi liu., exteus. alar. {"1 lin. E prov. Colchagua attulit orn. Landbeck. Die Fühler sind kurz, kürzer als der Durchmesser der Augen. Der Rüssel ist länger als der Leib, kohlschwarz, am Grunde glänzend schwarz. Der Brustrückeii ist mit aufrechtsteheiiden, kohlschwarzen Härchen dicht besetzt, und zeigt violetten Schimmer. Denselben Schimmer zeigt auch, von der Seite gesehen, der Hinterleib, auf welchem die Härchen nicht so dicht, wie auf dem Brustrückeu stehen. Die Flügel sind wasserhell mit schwarzen Adern. 6. P. rufus Ph. P. corpore viridi-aeneo, pilis rufis vestito; antennis proboscideque nigris; pedibus rufis. Long. corp. 5 liu., extens. alar. 11 lin. E prov. Colchagua advectus. Von der Seite gesehen sind die Fühler so lang wie die Augen, die mit schwarzen Haaren bekleidet sind; ihr letztes Glied ist dünn und schmal. Der Körper ist mit lebhaft fuchsrothen Haaren bekleidet, und auch die Beine sind lebhaft fuchsroth. — Von P. ocelliger unterscheidet sich diese Art durch bedeutendere Grösse und die lebhafte, fuchsrothe Färbung der Haare und der Beine, von P. aeneus , mit dem sie eher zu vereinigen wäre, durch kürzere Fühler, deren drittes Glied schmäler ist. 7. P. nigripes Ph. P. corpore cupreo, pilis rufis vestito: abdomlne apice coeruleo-aeneo; antennis, proboscide, pedibus nigris. Long. corp. 4 lin., extens. alar. ly.^ lin. In praedio meo Valdiviano unicum specimen cepi. Die Fühler sind beinahe doppelt so lang wie die Augen; diese sind mit schwarzen Härchen bekleidet. Die Grundfarbe des Körpers ist mehr kupferroth als bronzegrün, nur das Ende des Unterleibes ist blau- grün, mit lebhaftem Metellglanzt . Die Haare des Körpers sind so lebhaft fuchsroth wie bei der vorigen Art. — Von P. rufus ^ aeneus und ocelliger auf den ersten Blick durch die schwarzen Beine zu unterscheiden. 8. P. pullus Ph. P. occipite, pectoreque dense rufo-hirsuto viridibus; abdomine chalybeö, subglabro; antennis, proboscide, pedibusque nigris. Long. corp. vix 5 lin. Specimen prope Borral, Valdivianorum portum, captum vidi. Die kleinste chilenische Art. Gesicht und Scheitel sind stahlblau, die Augen schwarz behaart, das Hinterhaupt goldgrün. Der Brustrücken und da* Schildchen sind broncegrün, mit goldenem Schimmer und dicht mit röthlich gelben Haaren bekleidet; der Hinterleib dagegen ist pracht- voll stahlblau, schwach und fein behaart. Die Flügel sind etwas getrübt. Von P. ocelliger^ der ihm durch die Grösse nahe kommt, sogleich durch die schwarzen Beine und den blauen Hinterleib zu uwterscheideu. Atifzaliliiiig der cliilenisclieii Dii)leren. 64 J Bomby liai'i d-tAt- Occurrit in prov. Santiago, Valdivia etc. ^>vta*-c^ Eine sehr elegante, auf den ersten Blick kenntliche Art. — Die cn^^^^*'^ Haare, welche den Kopf bekleiden, sind sehr laug und buschig. Die ^^V»^«^ beiden ersten Fühlerglieder sind dick, das dritte schlank, am Grunde mit einem Ringe versehen; die Spitze trägt einen feinen, kurzen GriflFel. Die' Flügeladern sind wie bei B. heteroneurus^ d. h. die erste hintere Zelle ist geschlossen und die Basilarzelleu sind von ungleicher Länge. 5/"-ff. valdivianus Ph. B. cinereus, pilis flavidis vestitus; antennis ciaer/eis; i)roboscide nigra; pedibus flavis; alis fere hyalinis, vix infus- cali». Long. corp. 4 lin. ^ {(^XiJUKmL dLe^t'^AA<-^ '^ ''■'^^ ' ^^1 X>^vv^Lu^.,fr. terebratus Macq. In der Prov. Coquimbo gefunden. Ist mir unbekannt. 4. y>. fulvicornis Macq. In der Prov. Coquimbo gei'unden. Ist mir unbekannt. 5. D.chilensis Macq. Bei Santa Rosa gefunden. Ist mir unbekannt. 686 Dr. R.A.Fliilippi: 6. />. nitidigaster Macq. Vou Coquiiubo. Ich besitze sie von Santiago. "^ 7. />. hirtipes Macq. Vou Saiiliao'o. Ich besitze diese durch den grauen Fleck auf Schildohen und Hintertheil der Mittelbrust sehr ausgezeichnete Art auch von Valdivia. Das dritte Fühlerglied ist fast so breit als bei einer Laphria^ endet aber mit einem kleinen Griffel. Sie scheint weit verbreitet aber überall selten zu sein. 8. /?. Landbecki Ph. D. ater; antennis, pilis capitis, partis an- ticae thoracis, laterum segmenti tertii et ultimi abdominis, terebraque nigris; pilis scutelli, reliquae partis abdominis laterum prothoracis flavis; pedibus densissime hirsutis, femoribus supra flavido hirsutis; nervis alarum luteo-margiuatis. Long. corp. 14 lin., extens. alarum 28 lin. — Siehe Abbildung. '-^ liju^-^M^e^A^-K^ 1 "^j^f^o^ In prov. Valdivia, Colchagua, rarus. Das dritte Fühlerglied ist zusammengedrückt, ziemlich breit, spin- delförmig. Scheitel und Stirn sind kohlschwarz, und mit wenigen schwarzen Borsten besetzt; das Gesicht erscheint von vorn gesehen ebenfalls kohl- schwarz, von oben und von der Seite gesehen schillert es goldgelb. Der starke lange Bart ist ebenfalls schwarz, wie die übrigen Kopfhaare, während er bei D. terehratus, der unserer Art sehr nahe stehen muss, blassgelb ist. Die Brust ist oben fast kahl, schwarz, glänzend, indem die schwarzen, nach hinten gerichteten feinen Härchen dem Glanz keinen Eintrag thun. Um so mehr fallen die langen, ziemlich dichten, gelben Haare des Hinterraudes und des Schildchens auf. Auch an den Seiten sind solche lange, gelbliche Haare. Der Hinterleib ist dicht mit senk- rechten, langen, aber weichen Haaren bekleidet, die an den Seiten ('es dritten Ringes und auf dem siebenten Ringe schwarz, sonst goldgelb sind. Alle vier Exemplare, die vor mir liegen, stecken eine 3'4 Linien lange, glänzend schwarze, dreigliedrige Legeröhre heraus. Der Bauch ist mit ebenso langen senkrechten Haaren bekleidet, wie die Oberseite des Hin- terleibes, allein sie sind schwarz, nur die des vierten und sechsten Ringes sind gelb. Die Schenkel und die Schienen sind ringsum mit langen Haaren dicht bekleidet, welche mit Ausnahme der auf der Oberseite der Schenkel (die hellgelb sind) schwarz sind. Den Verlauf der Fliigeladern zeigt die Figur am besten. Muss wohl mit D. terehratus ein eigenes Genus bilden. 9. D. latus Ph. D. latus, omnino niger; pilis verticis baseosque antennarum albidis; thoiace in parte antica pilis ilavis appressis tecto; in postica nitidissimo, clialybeo ; abdominis dorso nitidissimo, glaberrimo, fere aeneo-micante, lateribus albido-hirsutis; alis infumatis. Long. corp. 5 lin., extens. alar. 8% lin. Ex itinere Illapelino. Anfziililiinsr ilor rliüoiiisrhi^ii ni|iti'rcn. G87 Das erste Fühlerglied ist wie Stirn, .Scheitel \md Unterkopf mit langen weissen Haare» bekleidet. Der Endgriffel scheint so dick als das dritte Glied zu sein, imd ist dcsshalb nicht mit Sicherheit zu unter- scheiden. An den Seiten der Brust, über dem Ursprung der Flügel und am Hinterrand des Schildchens stehen lange borstige Haare. Die Haare an den Seiten des Hinterleibes sind kürzer, abstehend und verlieren sich all- niälig gegen den Rücken desselben. Schenkel und Beine sind dicht mit schräg abstehenden, langen Haaren bekleidet. Die Flügeladern sind ganz wie bei D. ftmctatus. Kein Dom am Ende der Vorderschieuen. iO. />. atratus Ph. D. latus, omnino ater; abdomine glabriusculo, atroviolaceo; antennarum articxilo tertio subcylindrico, quarto haud distincto; alis paullulum nigrescentibus. Long. corp. 4 lin. , extens. alarum 8 lin. lu praedio meo Valdiviano bis cepi. , Fast so breit im Verhältniss als die vorige Art, kohlschwarz, die Brust glänzend, besonders glänzend ist aber der Hinterleib, und zwar mit violettem Schimmer. Von der Seite gesehen schimmert das Gesicht weiss; die Borsten von Gesicht und Stirn sind schwarz, die des Kinnes weiss. Die Brust ist spärlich mit langen schwarzen Härchen bekleidet, und nur ein paar solcher langer Haare stehen auf dem Rand des Schild- chens. Der Hinterleib ist oben ganz kahl. Schenkel und Schienen sind locker, mit langen, weichen, schwarzen Haaren bekleidet, und haben die der Hinterbeine ausserdem auf der Innenseite bürstenförmige, kurze, weisse Härchen. Die Flügel sind schwärzlich, aber doch hell, heller als bei voriger Art, mit schwarzen Adern; die Querader der Discoidalzelle und der geschlosseneu vierten hinteren Zelle liegen fast in einer Linie. Kein Dorn am Ende der Vorderschienen. H. /?. carhonarius Ph. D. corpore, capite, antennis pedibusque atris; facie albomicante ; vittis dxxabus thoracis angustis albidis; alis in- fumatis. Long. corp. 5 lin., extens. alar. 8 lin. Habitat in prov. Colchagua et Valdivia. Die sehr langen Haare, welche den Kopf fast gleichmässig beklei- den, sind schwarz. Der Griffel der Fühler ist sehr deutlich; ziemlich lang, zweigliedrig. Die Brust trägt auf dem Rücken lange, wenig nach hinten geneigte, schwarze Haare; die Wimpern des Schildchens sind dicht, lang, in die Höhe gebogen. Der Hinterleib ist oben beinahe kahl, sehr glän- zend; der Bauch dagegen trägt lange, büschelförmige, senkrecht abste- hende, weisse Haare; nur die letzten Bauchringe tragen schwarze und kürzere Haare. Die Beine sind mit langen, gelblichen Haaren bekleidet, und die Vorderschienen ohne Enddoruen. Die Flügel haben eine ziemlich lange, schmale, fünfeckige Discoidalzelle, die viei'te hintere Zelle ist weit offen, und die Analzelle ist ein klein wenig geöffnet. Ein Exemplar aus Kd. XV. Alihanill. gg 688 Or.ll. A. Philippi: der Prov. Colcliagua liat asclioraue Hrustseiten und ascligrauen Rauch. Kein Dorn am Ende der Vorderscliienen. Diese drei Arten ähnelu im Habitus D. Gayi^ stimmen aber durch die langhaarigen Beine \ind das langhaarige Gesicht mehr mit den fol- genden D. niicans und splendens iibereiu. 12. /?. pictus Ph. D. ater; facie, mars^ine laterali thoracis, scutel- loque flavis; abdomine violaceo, nitido; alis llavescentibus, apice fuscis; pedibus rufis, femorum basi nigra. Long. corp. 5 — 5'/^ lin., extens. alar. il — Hy? lin- In prov. Colchagua satis frequens videtur, invenit oru. Landbeck. Die Stirn ist schwarz, glänzend, mit wenigen schwarzen Borsten besetzt; das Gesicht goldgljinzend , der Knebelbart schwarz, so lang als der Rüssel. Augen und Fühler sind schwarz; letztere sind dünn, die beiden ersten Glieder beinahe gleich lang und gleich dick, das dritte Glied ist etwas länger als die beiden ersten zusammengenommen, dünn, walzenförmig, der Griffel kurz und dick. Die Brust ist massig mit Borsten bedeckt. Die Flügel sind im vorderen Theil blass rostgelb, an der Spitze grau, hinten weisslich. Die Discoidalzelle ist massig verlängert, fünfeckig, die SchW'inger schwefelgelb. Die Vorderschienen haben einen ziemlich starken Haken am Ende. Der Hinterleib ist stark glänzend, sehr kurz flaumhaarig, beim Weibchen mit weissen Einschnitten. 13. W. tricolor Ph. D. niger; antennis rufis, mystace albo; thorace supra autice, albo bivittato, postice rufe; alis flavescentibus, centro sub- fusco; abdomine nigro, albo fasciato ; pedibus riifis, basi femorum nigra. Long. corp. 6'/^ lin., extens. alar. 11% lin. Eodem loco cum priore captus. Stirn und Augen sind schwarz , der hintere Augenrand weiss, unJ von derselben Farbe sind die Borsten des Hinterkopfes. Das Gesicht ist schw^arz, nur der Augenrand neben den Fühlern w^eiss schimmei'nd; der Knebelbart ist weiss, kürzer als der Eüssel, welcher schwarz ist, mit einem gelben Flecken an der Spitze. Die Fühler sind rothbraun, die ersten zwei Glieder beinahe gleich lang, das dritte ziemlich spindelförmig, dicker als die beiden ersten, aber eben so lang als die beiden zusammen- genommen. Die Brust ist oben an den Seiten und hinten braunroth, sonst schwarz, oder wenn man will, mit drei schwarzen abgekürzten Striemen, mit zwei weissen abgekürzten Striemen im vorderen Theil; auch die Schnlterecken selbst sind weiss; sie ist mit ziemlich kurzen schwarzen Borsten im vorderen Theil bekleidet , im hinteren Theil aber mit langen weissen. Auch das Schildchen und die Seiten der Hinterbrust sind braun- roth. Das erste Glied des Hinterleibes ist ganz schwarz, das 2., 3., 4. und 5. beim Weibchen mit breiten, weissen, bis an den Hinterrand reichenden, in der Mitte beinahe unterbrochenen Querbinden verziert, beim Männchen fast ganz schwai'z; er ist mit diclit anliegenden Härchen bekleidet. Die Aurzaliluiig der clilIciiisclR'n Dipleri;!!. 6S'J Flügel haben eine verlängerte, fünfeckige Discoidalzelle, sijid vorn rost- gelblich und in der Mitte bräunlich getrübt. Schwinger rostgelb. Beine rostgelb bis auf die Hüften und das erste Drittel der Schenkel, die schwarz sind, auch ist die Spitze der Klauen schwarz. Die Vorderschicnen haben am Ende keinen Haken. 14. />. iugens Ph. D. ater, antenuis apice rutis; facie argeutea; niystace fasciisque abdominis in ^ albis; alis basi nigricantibus. Long corp. 7 lin., exteus. alar. 13 lin. Et haec species ex itinere Colchagiiense orn. Land b eck proveuit. Stirn und Stirnborsten sind schwarz, die Borsten des Hinterkopfes weiss. Die beiden ersten Fühlerglieder sind beinahe ziemlich gleich lang und schwarz, das dritte stark spindelförmig, so lang als die beiden ersten zusammengenommen, roth, mit schwarzer Basis und Spitze, der Endgrifl'el ist kurz und schwäi'zlich. Die Brust ist schwarz, hat vorn eine bogen- förmige, in der JNlitte unterbrochene, weisse Querbinde und dahinter zwei weisse Fleckchen, vorn schwarze Härchen, hinten weisse Borsten. Der HiiJterleib ist ganz wie bei der vorigen Art beschaffen. Die Flügel sind am Grunde und vorn schwarz, nach hinten allmälig heller, zuletzt wasser- hell, und haben eine ziemlich breite, fünfeckige, oder vielmehr sechseckige Discoidalzelle. Die Schwinger sind gelblich; die Beine schwarz, mit weissen Borsten; Schienen und Tarsen zum Theile mit fuchsrothen Härchen besetzt, die Hinterschenkel innen gegen das Knie mit einem silberweissen Fleck. Die Vorderschienen sind ohne Haken am Ende. i'6. Iß. venustus P h. D. ater; facie et mystace argenteis; autennis rubris; vittis duabus antice junctis thoracls, scutelloque albidis; abdomine albo fasciato; alis antice fulvis, medio nigris, postice hyalinis; femoribus partim, tibiis tarsisque omnino rufis. Long, corp. 7 lin., exteus. alar um 14 lin. Semel px'ope Santiago cepi. Schliesst sich zunächst an D. pictus an. Stirn und Scheitel sind schwärz, schwarzborstig, ebenso der Hinterkopf, aber der hintere Rand der Augen ist weiss. Der Rüssel ist weit länger als der Knebeibart. Das dritte Fühlerglied ist fast zweimal so lang als die beiden ersten zusam- mengenommen, cylindrisch; am Ende ist ein fast kugeliges Stückchen abgeschnürt, als kurzer dicker Griffel. Die Brust ist mit kurzen schwarzen Haaren, und nur in einer Linie jederseits mit langen weissen Borsten besetzt: der Hinterrand des Schildchens trägt kürzere schwarze Wimpern. Der Hinterleib ist breiter als bei D. tricolor und Iugens., und selbst noch etwas breiter als bei D, pictus., flaumhaarig. Der zweite, dritte und vierte Ring haben am Ende ein weisses Band , das beim vierten sehr schmal ist. Die Discoidalzelle ist massig lang und weit, fünfeckig, die vierte hintere Zelle ist etwas offen. Die Vorderschenkel sind ganz braunroth, die mittleren oben grosstentheils schwarz , unten mit einem schmalen 88* f- • r ^ i 1 -'■ ■ i ^ ^ t/ 6i)ü Itr.K.A. IMiilippi: schwarzen liiug', die Ilintersclicnkel nur oben sclnvarzgefleckt. Die Vorder- sihicueu haben keinen Haken am Ende, Schwinger braunrot!». Diese vier Arten stinimeu im Habitus mit />. nitidiyaster überein ; und haben namentlich auch didit anliegende, seidenglänzende Härchen im Gesiclit. Die beiden folgenden Arten erinnern durch den breiten Körper au Gayi^ latus, carbonarius, atr-atus, und haben wie die drei letzten Arten keinen besonderen Knebeibart, sondern das ganze Gesicht mit langen Borsten bedeckt. Ich hatte sie desshalb als eigenes Genus Euthrix mihi, aufgeführt. "^ / IG. Jß . ndcans V\\. D. corpore atro-caerulco, metallice micante, dense' pubescente; piiis griseis, in segmentis tribus ultimis abdominis vero aureis; autenuis pedibusque nigris, pilis densis brevibus in parte inferiore ti- biarum anticarum flavis; alis paullulum infumatis. Long. corp. 4 liu., extens. alar. G'/^ lin. Prope Santiago, rarus. Der Körper ist im Verhältniss so breit wie bei D. latus. Die laugen, borstenartigen Haare der ei-sten Fühlerglieder, die an Stiru , Hinterkopf und Unterkopf sind weiss, die des eigentlichen Gesichtes schwarz^ die inuereu Räuder der Augen schimmern weiss. Das dritte Fühlerglied ist so lang, als die beiden ersten zusammeugeuommeu, nicht dicker, uach der Spitze allmälig dünner; der Eudgriifel beinahe halb so lang, cvllndrisch, abgerundet au der Sj)itze. Siehe Abbildung. Die Härchen der Brust und an den Seiten der ersten drei Hiuier- leibsriiige stehen aufrecht, die auf dem Rücken des Hinterleibes liegen dicht an. Die Wimpern des Schildcheus sind laug, dicht und fein. Die Beine sind sehr dicht und lang behaart wie bei latus., carhonarius und atralus^ die Haare greis; die Schienen haben aussei-dem längere schwarze Borsten, und die Innenseite der Vorderschienen, sowie die Unterseite der Tarsen, dichte, kurze, gelbe Bürstenhaare, wie die genannten drei Arten- Die Vorderschienen haben keinen Haken am Ende. Die Flügel haben eine vollständig geschlossene, mit einem Stiel auf dem Hinterrand aiifsitzende dritte Hinterzelle, wie D. latus und atratus., während sie bei carhonarius die gewöhnliche Bildung zeigt. Schwinger weiss. 17. Iß. splendens l'h. D. ater ; setis faciei nigris; thorace et abdo- miue pulcherrime chalybeo-caeruleis, hoc pilis flavis vel aureis appressis tecto; illo dorso fere glaberrimo, lateribus primorum segmentorum ilavo- ultimorum uigro-hirsutis; alis valde infumatis. Long. corp. 5 lin., extens. alarum 8'/^ lin. Ex itinero Ilhvj)elino. Die Fühler sind kohlschwarz, das erste Glied ist dicht mit gold- gelben oder weissgelben Horsten besetzt, das dritte Glied so lang als die beiden ei'sten zusammeugenoiunien, kaum etwas spindelförmig, das End- Aiifziililiiii? iler cliileuisclicii DiiHeren. 691 glicd beinahe kugelig, so dick als das dritte. Das Gesicht ist mit gelben oder weissen anliegenden Härchen und langen schwarzen Borsten be- kleidet. Das Ilalsschild hat in der vorderen Hälfte besonders dicht anlie- gende, goldgelbe oder blassgelbe Härchen, an den Seiten, sowie das Scliildchen lange gelbe Haare. Der Hinterleib ist auf dem Rücken fast kahl, prachtvoll glänzend; an den Seiten tragen die ersten vier oder fünf Segmente längere gelbe, die letzten aber schwarze Haare. Die ganze Unterseite, auch des Kopfes ist gelblich oder weisslich behaart. Die Beine sind lang, dicht und schwarz behaart, die bürsteuförmigen Haare der Unterseite der Vordersehienen sind wie bei allen andern Arten rothgelb. Die Flügel sind noch etwas dunkler als bei der vorigen Art, der Adern- verlauf ist derselbe. Schwinger ebenfalls weiss. 18. I^. sericeus Ph. D. ater; abdomine satis angusto, lineari, caeru- leo-micante, in basi segmentorum pilis appressis, flavescentibus, pulcher- rime sericeo-micantibus vestito; alis apicem versus infuscatis; autenuis teuuibus. Long-. Sy^ liu., extens. alar. 6 lin. Mecum commun. orn. Ferd. Paulsen. Das erste Fühlerglied ist lang, das dritte nicht dicker als die ersten, etwas länger als beide zusammengenommen, mit kurzem, dicken Griffel am Ende. Der ganze Kopf ist ziemlich dicht mit langen, kohlschwarzen Haaren bekleidet. Die Brust trägt oben spärliche, ziemlich lange, schwarze Haare, ebenso das Schildchen. Vor den schwefelgelben Schwingern stehen lange, weisse, dünne Borsten. Auch die langen Haare an den Seiten der ersten Bauchringe sind weiss. Die Schienen sind mit sehr langen, abstehenden, weichen, schwarzen Borsten bekleidet, und ausserdem flaumhaarig; die Vorderschienen haben keinen Haken. Steht Z>. atratus nahe, dem jedoch die prachtvoll seidenglänzenden Härchen des Hinterleibes fehlen. Wegen Grösse und Färbung- auch wohl bei oberflächlicher Betrachtung der Laphria modesta ähnlich. 19. Iß. rufiqjes Ph. D. ater, facie, margine laterali thoracis, scutel- loque e flavo cinereis; abdomine atro, nitido; alis ad mai'giuem anticum flavescentibus, vix infuscatis; antennis pedibusque omuino rufis. Long. 6'/j lin., extens. alar. 12 lin. In coli. orn. Ferd. Paulsen exstat. Das Exemplar ist ein Männchen. Dem D. pictus sehr ähnlich, viel- leicht bloss das andere Geschlecht? Das Gesicht,, die Seiten der Brust, das Schildchen sind nicht so gelb, sondern eher grau; die Fühler roth, nicht schwarz; die Beine länger, schlanker, vollkommen roth; die Flügel weit schwächer getrübt. An der Spitze der Vorderschienen ist kein Haken; die Fühler sind nicht bloss anders gefärbt, sondern auch anders gestaltet; nämlich das dritte Glied wohl doppelt so breit, von der Mitte an -allmälig verschmälert, nicht linearisch oder walzenförmig. 692 Dr.R.A.PLilippi: Dusypeciis i) Ph. Corpus satis latum, depressum villosiim. Caput valde trausversum. Autenuarum articuli prirai satis elongati, tertius autecedentes siiuul sunitos aequans, seusira augustatus; Stylus terminalis diuiidiuni articulonim aequaus. Alaruui cellula basalis prima eloiigata, posteriores qiiatuor, quar um trcs clausae; secunda et tertia a margiue reuiotae. Pedes ro- busti, sat breves. deuse hirsuti. Pulvilli. Durch seiue dichte Behaarung und deu Aderverlauf der Flügel sehr ausgezeichnet. Ttasypecns heteroneurus Ph. D. corpore nigro; pilis faciei albis-, proboscide testacea; autenuis uigris; segmeiitis abdominis 3, 4,5, 6 postice luteo-margiuatis; alis hyalijiis^ pedibus fulvis , geuubus nigris. Long. 4 lin., extens. alar. 7 lin. E coli. orn. Ferd. Paulsen. Die Augeu sind rothbrauu, kahl. Der Scheitel ist schwarz und mit gelblichen Haaren bekleidet, die Stirn weiss. Das ganze Gesicht, sowie der Hinterkopf sind dicht mit senkrecht gestellten, ziemlich feinen, weiss- licheu Haaren bedeckt. Aehnliche Haare stehen auf Brust und Hinterleib, nur sind sie etwas kürzer und weniger dicht auf dem Rucken; au din Seiten dieser Theile sind sie aber wiederum sehr lang. Das Schildchen ist am Rande mit aufrechtstehenden Haaren besetzt. Die Vorderschieuen haben keinen Dorn am Ende. Schenkel, Schienen und Tarsen sind leb- haft rothgelb, mit Ausnahme der Spitze des Schenkels, welclie schwarz ist; auch das letzte Tarsenglied ist schwärzlich. Die Klauen sind schwarz mit gelbem Grunde ; die Haftlappen sind weiss. Die Schwinger sind eben- falls weiss. Erax. Scopol!. Blanchard führt bei Gay VH. p. 368, 69, zwei Arten auf. 1. EruOB griseus Giierin Voy. de la Coq. Asilus. (Ich habe in dem Werk nichts der Art finden können.) Tab. 3. f. 2 bei Gay. Die Figur des Fühlers 2 b ist ganz falsch; das dritte Glied ist kurz, beinahe kugelig!! Soll von Concepcion sein, und Blanchard war nur das Männchen bekannt. 2. JE. chilensis Macq. „Aus Chile nach Macquart, wir glauben aber, er stamme aus Bolivien." Es ist mir nicht möglich, nach den von Blanchard bei Gay ge- gebenen generischen Kennzeichen die Weibchen dieses Geschlechtes von Asilus zu unterscheiden. Folgende drei Arten möchte ich hieher rechnen: ') daavs dicht bewachsen, ni^og Wolle. p AiilziiLlung der rliilonisclieii Diptpren. 693 ^/ 3. K. s^peciosvsW. E. uiger, facie, capite inferiore, pectorcque pilis longis flavis obsitis; pilis frontis, anteunisque uigris; thorace supra ciuereo- C^ flarescente, ad latera ciuereo; scutello pilis flavis erectis deuse yestito; ^ abdoininis segmeiitis duobus primis atris, primo ad latera deiise flavo -itf hirsuto, reliqiiis laete rubris. Long. corp. § 15 liu., extens. alar. 27 liu. i. Siehe Abbildung. In prov. Colcliagua prope Llico specimen cepit orn. Landbeck. J Die Augen sind schwarz, kahl, überaus fein facettirt, hinten und unten mit langen, gelben Haaren eingefasst. Stirn und Scheitel sind schwarz, jederseits mit schwarzen Haaren eingefasst, die so laug als die beiden ersten Fühlerglieder sind. Das dritte Fühlerglied endigt allmälig in eine feine Borste, die fast so lang als der übrige Fühler, und kurz vor der Spitze etwas verdickt ist; das erste Glied ist zweimal so lang als das zweite. — Eine schmale Querbinde dicht unter den Fühlern und der innere Augenrand sind kahl, graugelb, den Rest des Gesichtes nimmt ein dichter, hellgelber Bart ein, der so lang ist als der schwarze Rüssel. Die Brust ist grauschwarz und die Unterseite derselben ebenfalls mit gelben Borsteuhaaren dicht besetzt; ähnliche finden sich auf dem ersten Hintei'- leibssegment an jeder Seite oben und auf dem Schildchen, wo sie aber aufgerichtet sind. Die Oberseite der Brust erscheint grösstentheils grau- gelb, die Seiten sind aschgrau und ziemlich dicht mit schwarzen Börstchen bekleidet, ebenso der hintere abschüssige Rand; der Rücken selbst tragt weit kürzere und entferntere Börstchen, Das zweite Hinterleibssegment trägt an den Seiten dichte, massig lange, schwarze Haare. Die rotheu Segmente sind oben fast vollkommen kahl; das 3. und 4. Segment scliim- mern au den Seiten aschgrau. Unten ist auch nur das erste Segment behaart, und zwar mit langen, feinen, weisslichen Härchen. Das letzte Segment (das 9.) ist mit zwei Längsreihen Dornen besetzt, die schräg nach aussen stehen, und trägt senkrechte, röthliche Härchen. Die Flügel sind glashell, mit schwarzen Adern, am Aussenrand nicht erweitert und die zweite Marginalzelle ist geschlossen. Schwinger schwarz. Die Beine sind schwarz, schwarzborstig; die Unterseite sämmtlicher Schenkel und die Lmenseite der Hinterschienen mit feinen, gelblichen, dichten Härchen. Siehe die Abbildung. 4. E. cinereus Ph. E. omnino cinereus; mystace et pilis inferioris corporis partis albis, setis partis posterioris thoracis nigris, cum pilis albis mixtis; alis hyaliuis. Long. corp. 12 lin., extens. alar. ISy^ liu. Prope Santiago sera aestate satis frequeus, prov. Colchagua etc. Die Grundfarbe des Körpers ist wohl grauscliAvarz, doch ist derselbe mit anliegenden weissen Härchen so dicht bekleidet, dass er ganz asch- gi'au erscheint, selbst Schenkel, Schienen und Tarsen, Die inneren Augen- rander, das Untergesicht, die Borsten des Kopfes, die unteren Fühler- glieder und der Schnurbart sind weiss. Die Fühler sind schwarz; der 694 Dr. H.A. Philippi: dickere Theil des letzton Gliedes ist kaum so langr als das erste, und läuft plötzlich in eine feine Borste aus, die so lang ist als die beiden ersten Glieder zusaniraengenommen. Eine Querreilie Borsten auf dem Scheitel i.st schwarz. Der Bru.strückcn zeigt undeiitliche braune Striemen, und ist mit kurzen schwarzen Börstchen bedeckt, der hintere Theil da- gegen trägt lange, weisse, weiche Haare, vermischt mit langen .schwarzen Borsten, und ebenso das Schildchen. Die drei ersten Hinterlcibsringe sind an den Seiten mit abstehenden, feinen, weissen, langen Härchen beklei- det. Was den Zangenapparat des Männchens betrifft, so bemerkte ich, dass die beiden oberen gewölbten Platten schwarz, mit langen, weissen Haaren besetzt sind, spitz zulaufen und auf dem oberen Rande zwei grosse Zähne zeigen. Die Beine sind weissborstig, die Tarsen haben aber unten jederseits eine Reihe schwarzer Borsten und schwarze Klauen. Die Hinterschienen sind bei dem Männchen schwach gekrümmt; sie haben keine dichte Behaarung auf der Innenseite. Der Vordertheil der Flügel ist beim (S stark verbreitert. 5. JE. murinus Ph. E. griseus; thorace fusco vittato; abdominis fusco-grisei incisuris griseis; alis versus apicem subinfumatis ; parte dila- tata raarginis antici fusca; pedibus anterioribus griseo-rufesceutibus; posticis nigro-cinereis. Long. corp. 9 lin., exteus. alar. ISVj lin. Prope Santiago marem cepi. Gesicht beinahe weiss. Die Haare des Hinterkopfes und des nicht besonders dichten Knebelbartes sind schwarz mit weiss untermischt, die der Fühlerwurzel schwarz. Die Fühler sind schwarz. Die Brust schimmert an den Seiten aschgrau ; hinteu ist sie wie das Schildchen mit langen schwarzen Haaren bekleidet. Die Behaarung an den Seiten der ersten Hiuterleibsring-e ist weit spärlicher als bei der vorhergehenden Art, dafür stehen aber auf jedem Ring an der Seite des Hinterrandes ein paar schwarze Borsten. Die beiden oberen Zangen am Ende des Hinter- leibes sind aussen schwarz behaart, am Ende durch eineu tiefen runden Busen getheilt und die untere Spitze stark einwärts gebogen. Die Beine haben sehr lange, starke, schwarze Borsten, und Vorderschenkel und Vorderschienen ausserdem lange, feine, weisse Haare. Die erste Marginal- zelle und ebenso die letzte hintere Zelle sind geschlossen. Lycomyin. Bigot. Lycomyia Germaini Bigot Ann. Soc. F^nt. p. 290. t. VI. f. 2. Von Germain mitgetheilt, und zwar nach dessen Mode ohne Fund- ort, doch ist wohl nicht zu bezweifeln, dass das a. a. 0. beschriebene Weibchen aus den mittleren Provinzen oder von Concepcion stammt, da Germain dazumal nur an diesen beiden Orten gesammelt hatte. Ich besitze beide Geschlechter von V^aldivia. Die oberen Zano-en des Mann- AiirziililiMitr ilor cliilonisflion PipliMTii. 095 chens sind von derselben lebhaft rothg-elbeu Farbe wie der HIntei'leib. Doch finde icii folgende Verschiedenheiten. Die Borsten des Brustrückens sind an den vier Exemplaren, die vor mir liegen, nicht schwarz, wie Bigot sagt, sondern rothgelb; die Hinterbeine und die Schienen der vorderen Beine sind schwarz, und nur die vorderen Schenkel unten gelb, M-ähreud Bigot diess im Allgemeinen, also von allen Beinen, sagt. Auch ist zu bemerken, dass die untere Seite der Vorderscbienen und die innere Seite der Hinterschienen, sowie die untere Seite der Tarsen dicht mit kurzen, rothgelbeu Härchen bedeckt sind. Asiliis. L. Blanchard führt bei Gay VH. p. 370 eine einzige Art auf, das Museum besiszt deren ausserdem noch neun: v^l. AsilifS Gayi Macq. Von Santiago, Valparaiso, Valdivia. Die Zangen des Männchens sind beinahe halbkugelig. 2. A. spectahilisVh.. A. facie, mystace, barbaalbis; anteunis nigris^. thorace scutelloque nigro-fuscis; abdomine atro, albo fasciato; alis hyall- nis: pedibus nigris. Long. corp. 9 lin., extens. alarum 14% liu- Santiago (Paulsen), Illapel (Landbeck). Kurz und gedrungen und dadurch sehr abweichend von allen an- deren chilenischen Arten, und sich an Anvpenus u. s. w^. anschliessend. Die Stirn hat weisse und schwarze Haare unter einander gemischt; die des Hinterkopfes sind schwarz. Die Fühler sind grauschwarz; die ersten beiden Glieder sind mit kurzen, schwarzen Börstchen besetzt; das dritte Glied ist zweimal so lang als das zweite, eiförmig, seine Borste etwa iVjmal so lang, cylindrisch, mit einem feinen Grifl'el endend. Der Rücken der Brust zeigt Andeutung von Striemen, und ist grösstentheils mit kurzen, schwarzen Börstch.en, in dem hintern Theile aber wie das Schild- chen mit langen, schAvarzen Haaren bekleidet. Der Hinterleib hat auf den Seiten und theilwelse auch auf dem Rücken der drei ersten Ringe ziemlich lange, weisse Haare, sonst erscheint er kahl; von oben gesehen haben der erste, zweite und dritte Ring eine breite weissgraue bis zum Hinterrand reichende Binde; bei den drei folgenden Ringen ist der Rand selbst silberweiss, der siebente Ring ist ganz silbergrau; auch die Seiten schillern silbergrau. Die Spitze des Hinterleibes ist beim ^ glänzend schwarz, der Bauch schwarz und kahl. Der Hinterleib des (j" ist etwas stärker behaart und endet mit einer sehr langen, aussen stark behaarten Zange, die bis au die Mitte in zwei Zipfel getheilt ist. Die Beine sind mit feinen, weissen Härchen bekleidet und ti-agen schwarze Borsten. Die Flügel haben eine geschlossene zweite Marginalzelle, und auch die vierte hintere Zelle ist geschlossen. lld.IV. Alihandl. 39 696 Dr. )i. A. IMiilippi: 3. A. nitjriv^'ntris Vh. A. iiiß,-er; pilis capitis anteniiiwque atris; tliorace atro aiit subciiiereo, luaculis fulvo niicaiitibus picto; abdomine atro, pilis albis hirsuto; alis hyalinis, celiulis apicalibus et posticis medio infumatis; pedibus atris; tibiis ferrugineis, apice atris. Long. corp. G'/j liu., exteus. alar. fere 12 lin. Der hiiitei'e und untere Aug-enrand sind Aveiss; der Backenbart i^t Aveiss, und unter dem schwarzen Knebelbart stehen auch einige weisse Borsten; eine Querbinde dicht über dem Knebelbart schimmert gelb. Die ersten beiden Fiihlerglieder tragen lange, schwarze Borsten, das letzte ist dünn und geht allmälig in eine kurze», dicke Borste über. Die Brust ist mit lungeren, weicheren Haaren bekleidet, und so ist auch der ganze Hinterleib mit abstehenden, Aveissen, ziemlich langen Härchen bekleidet. Die Beine sind schwarz beliaart und schAvarz bedornt. Die Vertheilung der FlügelnerA'en Avie bei der vorigen Art. Schwinger Aveisslich. Die Zangen des Männchens sind klein und fallen nicht auf. 4. A. occidentalisVh. A. nigro-cinereus; my.stace, pilis occipitis thora- cisque longis moUibus, nigris; pilis in parte inferiore capitis albis; pedibus omnino nigris, concoloribus, sed Aa'llere appresso in latere interiore tibia- rum et sub tarsis rufo-fulvo; alis in parte postica paullulum infumatis. Long. corp. 5 lin., extens. alarum 10 lin. E prov. Valdi^äa. Die Gegend zAAäscLen Fühler und Knebelbart schimmert goldgelb. Die Brust ist oben mit langen, aufrechten, scliAA^arzen Haaren bekleidet. Dieselbe Farbe haben die paar aufrechten "Wimpern des Schildcheiis, AV'ährend der Hinterleib mit langen, Aveisslichen Haaren besetzt ist. Die feinen, anliegenden, sehr locker gestellten Härchen der Beine, ebenso die langen, abstehenden Borstenhaare derselben sind AA^eiss, aber die Schienen tragen auch scliAvarze Borsten. Die hinteren Zellen der Flügel sind schwach getrübt, doch sind die Adern mit einem Avasserhellen Saum ein- gefasst. Der Aderverlauf zeigt nichts besonderes. ScliAviuger Aveiss. Auf der Brust schillern Striemen. 5. A. valdivianus Ph. A. nuirinus; mystace, pilis occipitis, thoracis- que longis, mollibus, nigris; partis inferioris capitis i)allide fuscis; pedibus nigris, til)iis ferriigineis ajjice nigris; alis apice et postice paullulum in- fumatis. Long. corp. 7 ün., extens. alar. ii lin. In prov. Valdivia satis frequens. Ganz mäusegrau, doch sieht man braune Striemen auf der Brust schimmern, und die Mitte des Hinterleibes ist dunkelbraun. Die Fühler sind wie bei den beiden vorhergehenden Arten beschaffen , sehr dünn, schwarz. Das Gesicht schillert gelb. Die Brust ist ebenfalls dicht mit langen, schwarzen Haaren bekleidet, aber der Hinterleib hat oben nur anliegende Haare, und die abstehenden, langen Härchen, Avelche ihn Aiirzlililiiiicr iler rliili'iiisciu'ii Diiilcreii. nl)/ unten bekleiden, sind wie die des üutergesichtes nicht weiss, sondern liellbräunlich. 6. A. poecilopus Pli. A. muri aus; facie albida, mystace anteunisque nigris; thorace fusco - vittato , setis mollibus, auticis brevibus, nigris yestito; fenioribus plerumque cinereis, tibiis tarsisque ferrugiueis. Long. T/j lin., extens. alarum 13 liu. Valparaiso. Illapel. Dem A. valdivianus sehr ähnlich und auf den ersten Blick leicht damit zu verwechseln \ allein durch folgende Merkmale leicht zu unter- scheiden : das dritte Fühlerglied ist länglich, viel breiter als bei der vor- hergehenden; Backenbart und Haare des Hinterkopfes rein weiss; die Brust heller; die Striemen aber deutlicher, die Seiten hellgrau; die Be- liaarung kürzer , sparsamer und namentlich die erste Hälfte der Brust mit kurzen, schräg nach hinten gerichteten Borsten, nicht mit langen, dichten, weichen Haaren bedeckt; die Tarsen so wie die vorderen Schie- nen gelb, die Hinterschienen am Grunde gelb, an der Spitze grau; die vorderen Schenkel gelb, oder nur mit grauem Ring, die Hinterschen- kel grau mit gelber Basis. Der Hinterleib ist mit kürzeren, dicht anlie- genden schwarzen Härchen bekleidet, bei einem Exemplar mausgrau mit drei braunen Stiüemen, beim anderen schwärzlich. Beide Exemplare sind 9- 7. A. incomptus Ph. A. niger, mystace anteunisque nigris; facie et barba albis; thorace griseo , nigro- vittato, nigro-hirsuto; alis hyalinis; pedibus nigris, tibiis partim rufis. Long. 6y^ lin., extens. alar. 9*/» lin- Locum ignoro, e Valdivia advectum suspicor. Ein Männchen. Das dritte Fühlerglied ist sehr schlank. Die inneru Augenränder und der Raum zwischen den Fühlern und dem buschigen Kiiebelbart schimmern gelbweiss; der Backenbart ist rein weiss; die übrigeuHaare des Kopfes sind schwarz. Der Thorax ist oben dicht mit lan- gen schwarzen Haaren bekleidet, an den Seiten desselben stehen aber lange weisse Härchen , und ebenso an der Unterseite des Hinterleibes, und an den Seiten der ersten Ringe desselben. Auch die Härchen auf der Oberseite des Hinterleibes sind weisslich , und die Seiten desselben schimmern auf den hintern Segmenten grau. Die Vorderschenkel tragen lange weiche Härchen, die auf der oberen Seite derselben schwarz, auf der unteren weiss sind, und die Vorderschienen tragen eben solche Här- chen von weisser Farbe und zweizeilig gestellt , und ausserdem die ge- wöhnlichen Bürstenhaare. Die Zangen sind klein und fallen nicht auf. V^on A. eritrichiis sogleich durch die Farbe der Beine, von A. niyrivdntris durch grauschwarze, nicht tief blauschwarze Färbung, grauen Thorax, weissen Bart, weisse Behaarung der Unterseite des Körpers verschieden. 8. A, megastylus Ph. A. cinereus, facie alba, mystace albo vel cum setis paucis nigris mixto; antennarum nigrarum seta elongata; thorace fusco-vittato, autice pilis brevibus, postice longioribus nigris vestito; ab- 8y * 698 Dr. K.A. Pliilipiii: doiniue glabriusculo; pedibus cliiereis, tibiis tarsisque plus niiiius fcrru- giiieis. J.oiig". G liii., exteus. alarum 9 lin. Prope Santiago cepi, et et itiuere Illapeliuo attiilit orn. Landbeck. Die Behaarung der Brust ist fast ganz wie bei A. foecilopus^ die Farbe ist aber weniger braun, mehr aschgrau. Der Hinterleib hat an den Seiten der hinteren Ringe keine oder nur kurze Borsten. Der Kue- belbart ist nicht schwarz wie bei j;^oec lin. Feuiina in prov. Colchagua reperta suppetit. Die schwarzen Fühler sind wie bei der vorigen Art beschaifen, das dritte Glied ist kurz, eiförmig, der Griffel lang dünn, am Eude ange- schwollen. Die Brust ist in der grösseren Hälfte schwarz , und bereits von vorne an mit längeren schwarzen Borsten besetzt, die nach hinten zu immer dichter und länger werden. Diese Beschaffenheit der Brust unterscheidet die Art sogleich von A. megastylus. So wie die Flügel, so scheinen mir auch die Beine im Verhältniss kürzer. Die Schenkel sind dunkler, beinahe schwarz. 10. A. eritrichus Ph. A. niger, pilis longis nigris undique hirsuto ; facie argenteo-micaute; thorace utrinque vitta albo-micante ornato; pilis abdomis partisque inferioris capitis albis; pedibus pallide fuscis, fere testaceis. Long. corp. 472 l'"^-? ^^^- ^l- 9 Vi li'^- Die lang-en scliAvarzen Haare, welche Gesicht und Brust bekleiden, und die schwarze Farbe erinnern stark au A. nigriventris Nr. 3, von dem sich unsere neue Art aber sogleich durch die hellen Beine und den schneeweissen Backenbart unterscheidet. Die Füsse sind ebenfalls ausser den gewöhnlichen Borsten mit langen, weichen, weisslichen Haaren besetzt. Die Fühler sind wie bei der genannten Art, das letzte Glied dünn, all- mälig in die Borste übergehend. Aiifzülilmig iler cliilenisclicn DiiUtren. n-'J €lavator Ph. i) Anteuuae capite longiores; articuli duo basales subcjliudrici , ci'assi, subaequales , tertius antecedeutes coujuuctos superaiis , basi aiigustatus, iiuo petiolatus, deiude lere ovoideus, stylo crasso brevi, uniarticulato ter- miuatus. Caetera geueris Asili. Der Habitus, die graue Farbe , die Flügeladeru, die starkborstigeu Beiue , der Knebelbart sind ganz wie bei Asilus , der kurze Griüel am Ende des breiten dritten Fühlergliedes ist aber eher wie bei DasypOijon. Das Gesicht zeigt bald einen vorspringenden Höcker bald nicht; die Bor- sten des Knebelbartes sind bald abstehend, weich, buschig, bald steif, uiedergesenkt. Der Stiel des dritten Fühlergliedes ist bald sehr kurz, bald sehr lang. Die Beine sind immer kurz, und Schienen und Schenkel lang und kräftig bedornt. \. Vlttvator punctipennis Ph. Cl. § fusco-cinereus; facie albo- micaute, prominente; mystace longo, blando, nigro; tertio antennarum ar- ticulo longe petiolato; pedibus gracilibus, alis ad nervulos transversos fusco-maculatis. Long. corp. 5 lin. ; extens. alarum 8 lin. Siehe Abbild. Sub finem hyemis (Augusto 1862) feminam cepi. Fig. 4. Stirn und Scheitel sind grau- ^ braun; die Fühler schwarz, ihre Ge- stalt zeigt die Figur. Die beiden ersten Glieder tragen feine, lange, borstenartige , weisse Haare. Auch der ganze Kopf ist mit langen, weichen Borsten bedeckt, die der Stirne und des Kuebelbartes sind schwarz , doch hat letzterer unten einige weisse, Borsten. Der Backenbart und die Haare des Hinterkopfes sind weiss. Die Brust ist graubraun, doch schillern dunkelbraune Strie- men und Flecke darauf; sie ist mit massig langen, ziemlich weichen, und nicht sehr dicht stehenden schwarzen Borsten bedeckt. Aehnliche und längere stehen am Rand des Schildchens aufgerichtet. Der Hinter- leib trägt nur kurze, ziemlich anliegende Börstchen, und seine Ein- schnitte, so wie die Seiten schillern aschgrau. An den Flügeln bemerkte ich, dass sämmtliche hintere Zellen weit offen sind. Dieser Um- stand und der lange Stiel des dritten Fühlergliedes zeichnen diese Art vor den folgenden aus , und begründen eine Unterabtheilung. Schwijiger braun. Die Borsten der Beiue rotbgelb , die ebenso langen , zahlreichen, feijien Härchen weiss. Ein im September desselben Jahres bei S. Fernando gefangenes qJ" ist 7 Lin. lang, und unterscheidet sich durch folgende Merkmale: die *) Ciavator Keulenträger. 700 Dr. R. A. Philippi: Fühler sind braun; die ersten drei Hiuterleibsiino-e sind dicht mit aut'g-e- ricliteten, weissou Härchen besetzt , auch die l Jiterseite trägt ziemlich lange abstehende, weisse Haare , und überliaupt ist die Beliaarung des Hinterleibes sehr viel stärker. Die Beine sind weit robuster und grau. 2. VI. nigribarbifi'Ph. Cl. fusco-cinereus ; facie albo micante, inferiiis paullo prominente; luystace nigro, cum pilis albis mixte: antcnnis rubris, articulo tertio oblonge brevissime petiolato; alis paulliilum iiit'umatis, cellula postica tertia clausa. Long. corp. 8'/^ lin. , extens. alarum 13 lin. Ex itiuere lUapelino marem et feminam accepi. Fig. 2. Die Gestalt der Fühler ist aus der Figur zu erselien. Die Basis des letzten Gliedes und der Endgriffel sind fast braun. Die Haare des Backen- bartes sind weiss , lang und weich. Die Brust ist ebenfalls fast zottig von langen , aufgerichteten , schwarzen Haaren. Der Hinterleib ist wie bei der vorigen Art , unten schwarz und grau schillernd, beim ^ sehr kurz beim c? länger behaart. Die Schwinger sind beim erstcren braun , beim Männchen weiss. Die Beine sind bei beiden Geschlechtern gleich robust, grau. Dornen und Haare wie bei der ersten Art. Von Valdivia habe ich ein nur 5 Linien langes 5, mit ganz schwarzem Hinterleib, dessen nach unten umgeschlagene Ränder in der vorderen Hälfte lebhaft roth sind. 3. Vi. rubricornis Ph. Cl. fusco - cinereus; facie alba, prominente, mystace albo-sctoso; antennis rubris, articulo tertio brevissime pedicellato; pilis thoracis albis, partis anticae brevissirais-, alis vix infumatis , cellula postica tertia clausa. Long. corp. 7 lin., extens. alar. 12 lin. Prope Santiago ^ cepi. Die Fühler sind wie bei der vorigen Art gestaltet. Von der Seite gesehen erscheint der Gesichtshöcker braunroth; sänimtliche Haare des Kopfes sind weiss , und man sieht nur auf der obern Seite der Palpen ein paar schwarze Borsten. Die Beine sind aschgrau, stark in"'s Braun- i'othe ziehend; sänimtliche Dornen und die Börstchen, die sie bekleiden, sind weiss, nur auf den Hinterschienen und Tarsen stehen einige schwarze Dornen. Auch die Hinterschenkel zeigen Dornen. Ein Weibchen aus Valdivia hat braune Fühler und ist auf der übern Seite mehr grau, auch die Beine sind mehr grau. Schwinger weiss. 4. VI. brevicornis Cl. Rh. fusco-cinereus; facie albo-micante haud prominente; mystace albo-setoso , declinato; antennis rubris articulo tertio subovato vix pedicillato; alis vix infumatis, alarum cellula postica tertia clausa. Long. (^ 4'/j lin., extens. alarum 6 lin. Fig. 3. Santiago. lUapel. Die Gestalt der Fühler zeigt die Figur. Der Knebelbart besteht aus steifen, abwärts gerichteten Borsten. Sämmtliche Haare und Borsten des Köi'pers, auch die Dornen der Beine sind weiss. X/ ö. Vi. rufesccns Ph. Cl. rufo-ciuereus; facie pilisque ejus albis; an- Aiirziililims: der rliilcnisflipn Dipteren. ,701 teniiis rutis; abdoniine albo, fusco- et (ad latera) rufo-tessellatim micaute; alifi hyalinis; pedibiis rufescentibus. Long. 9 Jiii., exteiis. alar. i'2 liu. E collect, oniat. Ferd. Paulseii. Ein Weibchen. Die beiden ersten Fühlerg-lieder sind , so wie das Gesiclit, Aveissborstig, das dritte Glied hat dieselbe Gestalt wie bei Cl. nigribarbis. Auf der Brust schimmern rothbraune Striemen; dieselbeträgt feine, weissliche Härchen, und im hintern Theil vier Längsreihen schwar- zer Borsten. Der Hinterleib ist mit enganliegenden, weisslichen Härchen l)ekleidet, und seine Seiten erscheinen bei gewissem Lichte ganz braun- roth. Von oben gesehen sind die Schenkel und Schienen blass braunroth, die Unterseite derselben ist grauschwarz; sämmtliche Härchen und Bor- sten derselben sind weiss; die Klauen sind schwarz mit rotheni Grund. Die Flügel sind wasserhell, die ersten Adern bräunlich. Folgende Raubfliege liat einen so eigenthümlichen Habitus, dass ich sie zu einem eigenen Genus erheben muss, welches ich Dasi/cyrton nenne. Dasycyrton Ph. i) Caput corpore latius. Frons concava, mystax, proboscis Asilicorum. Facies haud prominens. Antennarum articuli primi cylindrici barbati, primus multo loiigior , tertius antecedentes simul sumpta aequans, tenuis, cylindricus , stylo rix tenuiore diniidiae longitudinis terniinatus. Thorax valde gibbosus et valde compressus. Abdomen falcatum compressum. Alarum cellnla discoidalis latiuscula, posteriores omnes apertae. Tibiae longe hirsutae, haud spinosae. Dasycyrton gibhosus Ph. D. omnino niger, nitidus; thorace valde hirsuto; abdominis dorso carinato, subglabro. Long. corp. 3 lin., exteus. alar. fere 7 lin. V tab. H. f. 3. In prov.' Santiago et Aconcagna. rarissimus. Im September i861 fing ich ein Weibchen in der Hacienda Catemu Prov. Aconcagua. Der stark zusammengedrückte Körper fiel mir nachher sehr auf, allein ich fürchtete, das Thier beim Fangen zusammengedrückt zu haben, so wunderbar kam mir dieser Umstand vor. Später bekam ich ein vom jungen Hornecker bei Santiago im Januar 1864 gefangenes Exemplar, genau ebenso beschaffen, und zweifle nicht länger, dass der stark zusammengedrückte Körper normal ist. Der buschige, abstehende Knebelbart, die Borsten des Kopfes, und die des borstigen Brustrückens sind schwarz , doch mischin sich unter letztere einige gelbliche Borsten. Die Wimperu des Schildchens, die feinen, ziemlich langen, abstehenden Härchen an den Seiten des Hinterleibes und am Bauch, die langen feinen Härchen der Schenkel und Schienen und zum Theile der Tarsen sind ^) 8aavs rauh, kvqtcov ein Buckliger. 702 Dr. H.A. l'liilipiii: weisslich; die Vorderscliiene endet nicht in einem Haken. Die Fliio;el sind wasserhell mit feinen schwarzen Adern. Die Schwinger hellbrann. Attypeuiis Pli. i) Caput setis et mystace destitutum. Auteunae brevissimae; articuli primi aequales, setigeri, tertiiis antecedentes simul siimtos aeqnans, cllip- ticus, ovoideus, stylo brevissimo, mastoideo terminatus. Proboscis brevis, porrecta, anteunas subnequans^ palpi lati , fere foliacei, oblong'i, obtusi. Alarum cel!ulae illis Midasioruni siniiles, quarta clausa. Pulvilli duo. Von dieser durch den gänzlichen Mangel von Bart und Borsten am Kopf, so wie durch die Kürze der Fühler und die Fliigeladern höchst ausgezeichneten Gattung, kenne ich zwei Arten. / \. Anypenits brevicomis Ph. A. capite, anteunis, palpisque albidis; thorace griseo, fusco-vittato; abdomine ex albido et jiigro-variegato, seg- mentis 5. et 6. oninino albis; pedibus griseis. Long. In prov. Santiago inrenit orn. F. Paulsen, mecumque -teu der Kopf und die Unterseite der Brust. Dem dritten Fühlergliede kann man keinen Zahn zuschreiben, die untere Hälfte ist aber doch breit, länglich eiförmig. Die glänzend schwarze Stirn bildet im unteren Drittheil einen vorspringenden Höcker. 26. T. ? hirtuosus Ph. T. niger, dense hirsutus; pilis thoracis abdomi- nisque flavis; antennarum nigrarum articulo ultimo haud dentato, angusto, a basi inde attenuato et annulato; alis subhya'inis, cellula antica, nervis- que uonnullis longitudinalibus testaceis; pcdibus testaceis. Loug*. 5 lin., extens. alar. iOy.j lin. Santiago. Ich besitze zwei Männchen. Die Härchen der Augen sind schwarz, ebenso die langen weidien Haai'e der beiden ersten Fühlerglieder. Der Hinterkopf ist hellgrau, dieselbe Farbe scheint das Untergesicht zu haben, ist aber dicht mit weissen abstehenden, ziemlich laugen Haaren beklei- B«l. XIV. Abhaudl. 92 720 Dr. n.A. Philippi det. Auch die Palpen sind ausneliineiul lang' und diclit — beinahe borstig; — behaart. Der Rücken der Brust nnd des Hinterleibes sind dicht mit gelben, aufrecht stehenden, weichen, ziemlich langen Härchen bedeckt. Die Beine sind hellbraun, die Hüften und Kniee scliwarz. Die Unterseite des Körpers dunkelgrau. Auf dem Rücken des Hinterleibes eine Andeutung von weiss- lichen Flecken auf der Mitte der Hinterränder der Segmente, "27. ZI? ohscuratus Ph. T. cinereo-niger, facie pallide cinerea, pilis albis hirsnta; antennarum articulis basalibus pallide testaceis paruni setosis, ultimo haud dentato, a basi inde attenuato et annulato; thorace parum liirsuto; abdoniiiie supra pilis appressis tecto, raargine segmentorum albo; vitta mediana alba obsoleta; alis subhyaliuis, cellula aiitica nervis- qne numiuUis longitudinalibiis infuscatis; pedibus testaceis. Long. 5 lin., extens. alariim 10 lin. Prope Santiago ce^ji. Zwei 9, vielleicht das andere Geschlecht von T. hirtuosus, denn die Fühler bis auf Farbe und Behaarung der ersten zwei Glieder, Flügel, Beine und Grösse stimmen ganz überein, und die Verschiedenheit liegt nur in der Behaarung, die nicht nur bei T. ohscuratus weit kürzer, sondern auch anders gefärbt ist, und der blasseren Farbe des Körpers. Die Brust ist oben mit ganz kurzen, anliegenden, weisslichen, und etwas längeren, abstehenden, borstenähnlichen, schwarzen Härchen spärlich bekleidet; ebenso sind die Härchen des Hinterleibes anliegend, selbst au den Seitenrändern. 28. T. melanostoma Ph. T. nigro-cinereus, modice hirsutus; palpis nigris, longe hirsutis; antennarum articulo tertio basi rufo; abdomine fere atro, margine postice segmentorum, vittaque iuterrupta albis; alis in- fumatis, macula stigmaticali obscuriore. Long. corp. Sy^lin., extens. alarura llVa iiu- Prope Santiago (^ cepi. Die Augen sind mit schwarzen Härchen bekleidet. Das dritte Füh- lerglied ist ungezähnt, breit eiförmig, dunkel braunroth, am Grunde und au der Spitze schwarz; die folgenden Ringe, sowie die beiden ersten Glieder schwarz. Man erkennt nur bei sehr gutem Willen hellere Striemen auf der Brust; dieselbe ist mit abstehenden schwärzliehen Härchen locker bekleidet. Achnliche finden sich auch auf dem Rücken des Hinterleibes, dessen Seiten längere Haare tragen, abwechselnd schwarz und weiss. Seine Färbung ist ähnlich wie bei T. tephrodes und T. ohscuratus, seine Unterseite ist schwarz, mit weissen Rändern der Segmente und lang be- haart. Brust, Untergesicht und Palpen sind grau behaart. 29. T. nigrifrons Ph. T. labis, fronte, oculis. parte superiore cor- poris uec non pectore nigris, pilis . . . .; antennis nigris, basi albidis; facie, palpis, veutre albidis; lateribus baseos abdominis luteis; alis hya- Aiirzaliluiig (lor cliiloiiisclien Plplcrcii. 7 -C l Jiiiis; pedieus testaceis, apice foiuoruin, tibiarum, tarsoruiiuiue uigris. Long, coip. 3% liu., exteus. alar. 8*/^ liu. Iiiter lacus Todos los Sautos et Nahuelhuapi invenit orii. Cox. Ich bekam zwei Exemplare, die in Spiritus aufbewahrt waren, so dass von der Behaarung nichts zu erkennen ist. Es ist die kleinste chile- nische Art, so gross wie gagatinus, der damit uiclit zu verwechseln ist. Die gelben Beine sind wie bei T. hirtus und T. obscuratus. Das dritte Fühlerglied ist ziemlich breit, und zeigt eine Andeutung von Zahn. Bemerkung. Macquart sagt (bist. uat. des ins. dipt. I. p. 197) von Tabanus: „Point d''ocelles." Ich finde Ocellen bei den (^ von T. coracinus, T. hirtuosus, T. mela- iiustoma T. carba und bei folgender Art; 30. y. ? annulicorn'is Ph. T. nigricans*, articulo tertio antennarum igneo, suborbiculari, styium nigricantem gereute; abdomine serie macu- larum albo-pilosarum notato; alis infumatis , nervis nigris , transversis fusco-limbatis. Long. corp. fere 4jllin., extens. alarum 6 lin. Ex itinere lUapellino ornat. Landbeck (^ attulit. Die Augen, deren gelbliche Härchen schwer zu erkennen sind, stossen zusammen, lassen aber doch einen kleinen dreieckigen Scheitel, auf welchem deutliche Ocellen stehen; die Facetten der unteren Hälfte sind weit feiner als die der oberen. Die Fühler sind auf den ersten Blick ziemlich abweichend; das erste Glied ist dick, cylindrisch, fast so dick als laug, das zweite sehr kurz, uapfförmig; das dritte hat eine fast kreisrunde untere Hälfte, deren Läugendurchmesser dem ersten Gliede gleichkommt, und trägt einen dünnen geringelten Griflfel, der beinahe eben so lang ist. Das Untergesicht ist dicht mit ziemlich langen, schwarzen, borstenartigen Haaren besetzt, und ebenso sind die Palpen ungemein dicht mit langen borstenartigen, theils weissen, theils schwarzen Haaren bekleidet. Die schwarze Brust ist massig mit weissen, etwas abstehenden Haaren bekleidet, ebenso das Schildchen. Der Hinterleib ist schmäler und spitzer als gewöhnlich, kohlschwarz, die Ränder der Segmente an den Seiten weiss behaart , und in der Mitte mit einem dreieckigen, weiss behaarten Fleck. Unten ist die ganze Fliege nebst den Beinen kohl- schwarz. Ich hatte aus diesem Thierchen ein eigenes Genus Chaetopalpiis gemacht, und dasselbe durch die Gestalt der Fühler, die borstigen Palpen und kahlen Augen unterschieden, als ich aber die feinen gelblichen Härchen derselben entdeckte, habe ich es für rathsamer ci'achtet, es wieder zu Tabanus zu bringen, wo ja die Gestalt der Fühler auch sehr veränderlich scheint, und ebenfalls langbehaarte, borstige Palpen vorkommen. 31. J\ Pauiäcni Ph. T. capite albido-cinereo; antennis basi pallide 92* 722 r»r. H. \. riiilippi: fiiscis, apice nii^ris: tliorace nigro, albovittato; scutello albiilo vitta nigra oriiato; abdomiais segmeatis plerisque roseo-ciuereis, tiiaculisque duabus übliquis tiiaugulum albiduin includeiitibus ornatis; alis subhyaliais, uervulis traasveisis augustissime iiigi'o-linibatis; pedibus pallidis, roseo-ciuereis. Loug. 6V3 lin., extens, alar. 15 Hu. E coli, ornat. Ferd. Paulsen. Ein Woibchen, auf den ersten Blick mit T. anachoreta zu verwech- seln. Allein das Gesicht ist fast ganz weiss; ein dreieckiger Fleck auf dem Scheitel und vollständig davon getrennt, ein viereckiger über deu Fühlern, kahl, hellbraun. Die Augen sind mit weit kürzeren Härchen besetzt als bei T. anachoreta. Die Härchen der Brust sind rein weiss. Das erste Hinterleibssegnicnt ist aschgrau, mit einer kurzen, gebogenen, schwarzen Querbinde vor dem Hinterrande , die folgenden haben in der Mitte eine spar renför 111 ige, schwarze Zeichnung, an deu Seiten sind sie grau. Die Palpen sind heller als bei T. anachoreta. Der schw^ärzliche Saum der Quernerven der Flügel ist schmäler. Die übrigen Unterschiede ergibt die Diagnose. Von T. andicola unterscheidet sich gegenwärtige Art sogleich durch lebhaft gefleckten Hinterleib, lebhaft gestriemte Brust und Schildchen. Sie hat wie die beiden erwähntenArten keine Punktaugen. 32. T. obscuripennis Ph. T. facie grisea, caeterum niger, sub- nitidus; thorace glabriusculo; antennis basi testaceis, apice nigris; alis oüiiiino infumatis. Long. 5'/^ lin., extens. alar. 12 lin. E collectioue Paulseni. Ein Weibehen. Stirn und Scheitel sind kahl, glänzend schwarz, das Untergesicht mäusegrau; ein kahler, glänzender, schwarzer Fleck unter den Fühlern. Diese haben die ersten Glieder hellbraun, das dritte ohne alle Spur von Zahn, nicht dicker als die beiden ersten, geringelt wie bei Pangonia^ aber der Rüssel und die Taster sind von Tabanus. Rüssel, Taster, Beine, Härchen sind schwarz, aber der Brustrücken ist nur mit kurzen Härchen bekleidet; er zeigt drei Längsgrübchen, die alle hinten breiter sind und vorn allmälig in eine feine Spitze auslaufen; dieselben erreichen hinten beinahe das Schildchen, vorn nicht die Mitte der Länge. Von T. infumatus sogleich durch die Aveit schwächere Behaarung, nament- lich des Gesichtes und Brustrückens zu unterscheiden, sowie durch die stark geschwärzten Flügel. Punktaugen deutlich. 33. T. pullus Ph. T. supra niger, subtus albidus; pilis in dorso thoracis flavidis; margine segmentorum abdominis albido; alis hyalinis, in regioue stigmatis lineola fusca notatis. Loug. 5 lin., extens alarum 9% lin. Ex eadem collectioue. Ein Männchen. Der Kopf ist bedeutend breiter als der übrige Körper, welcher auffallend linearisch ist. Keine Punktaugen. Die Augen sind weiss behaart, die Fühler schwarz und ihre ersten Glieder schwarz- Aiilziililung lior cliilenisclicn Pipieren. / 23 borstig, das dritte mit eiuem deutlichen, weniig'leich stumpfwinkeligen Zahn. Das Untergesicht ist fast weiss, in der oberen Hälfte mit schwarzen, in der unteren mit weissen Härchen bekleidet. Die Taster sind fleisch- farbig, der Rüssel schwarz. Am oberen Augenrande stehen ziemlicii lange, aufgerichtete Haare. Die gelblichen Härchen des Brustrüekens sind ziemlich laug und dicht, ohne der schwarzen Grundfarbe Eintrag zu thuu. An den Seiten der Brust stehen schwarze, unten, sowie am Bauch weisse Haare. Der zweite nervus submarginalis ist wo er den Rand er- reicht hinten mit einem schwärzlichen Strich eingefasst. Die Beine sind schwarz, die mittleren Schenkel aber in gewissem Lichte röthlich, 34. T. rubricornis Ph. T. murinus, basi articuli tertii antennarum crassa, rotundata, rubra; thorace fusco-yittato ; margine segmentorum ab- dominis yittaque mediana interrupta albo-pilosis, alis subhyalinis, nervis transversis fusco-limbatis; pedibus pallide fuscis. Long, i'/j l'H-i extens. alarum 9 lin. E collectione Ferd. Paulsen. Ein Weibchen. Deutliche Piuiktaugen auf einem erhabenen braunen Fleck des Scheitels. Ein viereckiger, dunkelbrauner, glänzender Fleck unterhalb der Mitte der Stirn. Die ersten Fühlerglieder sehr kurz, graulich, das zweite oben mit schwarzer Spitze ; die untere Hälfte des dritten gross, fast kreisförmig, lebhaft roth , die andere Hälfte ein allmälig zu- gespitzter schwarzer Griffel. Die Palpen röthlich grau. Die Kopfhärchen greis. Der Brustrücken ist so wie das Schildchen mit kurzen greisen Härchen bekleidet, und die Härchen des Hinterleibes sind anliegend. In der Mittellinie bilden sie in gewissem Lichte eine Reihe dreieckiger Flecken, deren Basis mit dem weiss gewimperten Hinterrand der Seg- mente zusammenfällt. Gehört oflenbar mit T. nnnulicornis zusammen, welcher sich sogleich durch schwarze Färbung des Körpers, der Härchen und dunkle Flügel unterscheidet, und schwerlich das Männchen dieser Art ist. 3o. T. fulvipes Ph. T. capite pallidissime rufo, albo-hirsuto; anten- nis nigris, basi albidis; thorace nigro, rittis pallidis obsoletis, scutello nigro; abdomine medio nigro, lateribus fulvo; margine segmentorum et macula triangulari eorum albidis; alis hyaliuis; pedibus fulvis, basi femorum, apice tibiarum, tarsisque nigricantibus. Long. corp. 6 lin., extens. alar. 10 lin. Prope Illapel inrenit orn. Landbeck. Säramtliche vier vorliegende Exemplare sind ^^ eibchen. Die Augen sind mit sehr kurzen, weisslicheu Härchen besetzt. Keine Punktaugen. Die Stirn ist braungelb, der braune Scheitelfleck sehr klein, rudimentär, dagegen die kahle, dunkel gelbbraune Binde über den Fühlern sehr gross. Die beiden ersten Fühlerglieder sind, wie das Gesicht, hell rosen- roth, ins Grauliche fallend, das dritte schwarzbraun, mit deutlichem. 724 nr.R.A. Piiiiippi: wiewohl stumpfen Zahn. Die Taster sind weisslit-h, der Rüssel schwarz. Die ganze Unterseite des Körpers und die Seiten der Brust sind weisslich, weiss behaart, und die helle Bi)ide, welche jederseits vom Kopf bis zum Ursprung der Flügel reicht, ist vorn gelb. Der Brustrückeu trägt schwarze Härchen. Die hinteren Hinterleihsrlnge werden auch an den Seiten schwärzlich , so dass zuletzt nur zwei gelbe Flecke auf jedem übrig bleiben. Die Hüften sind von der Farbe des Bauches, aber die Troehan- tereu sind schwarz; die schwarze Färbung der Spitze der Schienen und der Tarsen ist an den Vorderbeinen am meisten entwickelt. Die Schwinger sind schwarz. Steht dem T. ayidicola am nächsten, und ist vielleicht mit diesem zu vereinigen; mindere Grösse, die gelbe Färbung der Seiten des Hinter- leibes und die gelbliche Färbung der Beine unterscheiden ihn jedoch leicht davon. Chrysops ]}leig;en. Blanchard führt bei Gay uur eine Art auf, ich kenne eine zweite chilenische. \. Chrysops trifaria Macq. „Von Serena in der Prov. Coquimbo etc." Findet sich bei Santiago in der Nähe vou kleineu am Ufer mit Binsen, Schilf und Rohrkolben bewachsenen Seeen. 2. C/w. merulaPh. Chr. omuino atra; alis basi, fascia et limbo antico uigris. Long. corp. SYz ün., extens. alar. T'/j liu. Prope Llico in prov. Colchagua specimen invenit orn. Landbeck. Diese Art ist ohne weitere Buschreibung zu kenneu. Die Flügel sind wie bei der andern Art. Trichopalpns Pli.i). Caput semiglobosum, imberbe, vertice planum. Oculi in § pilosi, distantes, in (^ contigui; oeelli. Antennae breves, porrectae, triarticu- latae; articuli longltudine subaequales, sensim crassiores; prinuis subcy- lindricus, secundus subconicus, tertius globosus, seta teruiinali antennam paruni supcrante. Proboscis porrecta, caput sesquies aequans, aut brevior, capite minor, satis crassa; palpi porrecti, aiitennas aequantcs, biarticulati^ valde hirsuti. Thorax parum convexus, fere glaber. Scutellum muticum. Abdomen ovato-oblongum, subdepressum, segmeutorum sex. Pedes nor- males, pilis tenuibus vestiti; tibiae calcaratae; pulviili tres, unguibus uiinutis breviores. Alae longae cellula margiuali distiiicta, submarginali- bus duabus, posticis quijique, anali apcrta. 'J ^Qt,^, T^tJKo's, Haar, palpus. Aiifziililiing der chilonisrlipn Dipteren. 7pr, 1. Triehopalpns obscxirns Ph. Tr. capite, thorace, antcnnis, pro- bosclde, pedibusque uigris; abdomine atro-caeruleo; alis iufumatis, iiiacula stipfuiaticali uigra. Long. corp. V^/.^ lin., extensio alarum 7*/^ lin. Frequeus iu prov. Valdiria, mensibus Decembri et Jauuario, avide sauguiuem rostro petit. Der Kopf und die ersten Fühlerglieder sind mit massig kurzen Haaren bekleidet; die Haare des Untergesichtes, der Brust und des Unterleibes sind ziemlich laug, fein und weich, die äusserste Hälfte der Marginalzelle ist schwarz. 2. Tr. foecilogaster Ph. Tr. corpore, antennis pedibusque uigris; abdomine luteo, yitta mediana segmentorum 3 et 4, apiceque nigris; alis infuscatis, margine autico nigri«. Long. corp. 3 liu., extens. alar. ly.^ ^"i. Siehe Abbildung. In proT. Valdivia non Valde rarus. Diese Art ist aus der Diagnose sogleich zu erkennen, und mit keiner andern zu verwechseln. 3. Tr. fuivus Ph. Ti". capite, basi anteunarum, palpis, thorace, ab- domine praeter apicem nigrum luteis; oculis, proboscideque uigris; pedi- bus fuscis; alis flarescentibus. Long. corp. 2^2 liu-j extens. alar. 6 liu. Semel in praedio meo raldiviano cepi. Das Exemplar ist ein Weibchen, das dritte Fnhlerglied fehlt dem- selben. Auch diese Art ist so auffallend verschieden, dass es überflüssig scheint, sie weitläufiger zu beschreiben. 4. T. einer ascens. Tr. cinereus ; articulo tertio anteunarum in (^ nigro, in ^ testaceo; foeminae abdomine margine segmentorum fascia lata luteo-ferruginea, medio interrupta ornato; maris abdomine aurantio, basi apice et vitta mediana uigris; alis parum infuscatis, striga basilari, fas- ciaque mediana irregulari nigricantibus; pedibus testaceis. — Long. corp. 2% lin. ■ Feminas duas in prov. Santiago, marem in prov. Aconcagua cepi. Das Gesicht ist heller grau, als der übrige Körper, das Unter- gesicht mit langen weissen Haaren bekleidet. Thorax und Schildchen sind mit schräg gestellten, der Rücken des Hinterleibes mit anliegenden weiss- lichen Härchen bekleidet. Bei den beiden Weibchen zeigt der Hinterrand der Hinterleibsringe eine schmutzig orangegelbe in der Mitte unter- brochene Querbinde, bei dem Männchen sind die ersten drei Hinterleibs- ringe grösstentheils rothgelb und nur die Basis des ersten, Flecke auf der Mittellinie nahe dem Hiiitenande, und je ein kleinerer an den Seiten schwarz. Auch ist das dritte Fühlei'glied schAvarz. Sollte das Männchen eine eigene Art sein? 7^Q Dr.R A. Philippi: 8icaria Latreille. Coenomyidae Big. Coennra Bi^ot. Ann. Soc. eiitoin. 3. Ser. tome V. p. 286. 1. Coennra longicauda Big. 1. c. Bigot hat nur ein Weibchen, von Germain wie gewöhnlich ohne Angabe des Fundortes erhalten, beschrieben. Das Museum besitzt zwei Männchen voa Parrat iu der Prov. Colchagua, die einen ganz gewöhn- lichen Hiiiterleib haben und scheint die Verlängerung des Al'tersegmentes zufällig gewesen zu sein. Meine Exemplare haben nicht nur auf dem Bauche, sondern auf dem Rücken an den Seiten weisse oder atlasgraue schillernde Flecke. 2. C. xanthopleura Ph. C. atra, vittis duabus thoracis pilisque ad latora ejus flavis; maculis orbicularibus albis ad latera dorsi abdominis; alis pallide rufis. Long. 9 lin., extens. alar. 18 lin. In prov. Valdivia Uecembri 1859 feminam cepi. Vielleicht blosse Varietät der vorigen Art; doch sind die Haare des Untergesichtes und vielleicht der Vorderbrust, so wie die an den Seiten der Brust, welche bei der vorigen Art kohlschwarz siud, bei dieser gelb, und die atlasgrau schillernden Flecke oben an den Seiten des Hinterleibes sind kreisrund. 3. C biguttata Ph. C. atra, vittis duabus thoracis pilisque ad latera ejus flavis; margine postico scutelli flavo ciliato; segmento quarto abdo- minis supra maculis duabus transversis albis uotato; alis autice pallide rufis, postice et apice infumatis. Longit. corp. T/i ü"- •> extens. alar. fere 16 lin. In prov. Valdivia habitat. Auf einem Waldwege zwischen Santo Domingo und Futa schwebten diese schönen Fliegen zwei bis drei Fuss über dem Boden lauge Zeit ohne sich zu setzen, flogen pfeilschnell davon, wenn ich mich ihnen nahte, und kamen dann wieder auf dieselbe Stelle zurück. Audi diese Art ist kohlschwarz, Brust und Schildclien sammtartig und' ersteres mit zwei hellgelben Striemen verziert. Die Seiten der Brust und das Untergesiclit sind noch reichlicher mit gelben Haaren bekleidet ais bei C. xanthopleura., und auch der Hinterrand des Schildchens trägt sehr dichte, gelbe, abwärts gerichtete Härchen. Der vierte Hiuterleibsring hat oben eine weisse, in der Mitte unterbrochene Querbinde, die sehr auffällt und der Bauch drei atlasgraue Querbinden, von denen die beiden vordersten in der Mitte breit unterbrochen sind; die dritte schliesst sich an die unterbrochene Querbinde der Oberseite an. Das Gesicht ist grau wie bei der fol- genden Art. Aufzählung (lor chilenischen Dipteren. 727 4. C elegans Ph. C. atra^ thorace flavo-bivittato, ad latera aureo- fulvo-hirsuto; abdoniine supra maculis sex albis biseriatis oruato; alis antice pallide rufis, postice et apice iuf'umatis. Long. corp. 8 lin. , latit. tborac. 3 Hu., exteus. alar. iQYi ^i"- Prope Llico specimeu uactus est oru. Laudbeck. Auch diese Art hat ein graues Gesicht und eine reichliche gelbe Behaarung an dem Untergesichte, dem Praesternum und den Seiten der Brust, aber die Wimpern am Ende des Schildchens sind gelbweiss, und der zweite, dritte und vierte Hinterleibsring haben zwei querovale weisse Flecke; auf dem vierten Ringe erstrecken sie sich bis zum Seitenrande und bilden so eine in der Mitte unterbrochene Querbinde wie bei der vo- rigen Art. Der zweite und dritte Ring haben am Rande selbst ein kleines weisses Fleckchen. Der Bauch hat dieselben drei atlasgrauen Querbinden wie C. bignttata, sie sind aber breiter und weniger unterbrochen. Die Flügel sind dieselben. Bemerkung. Wenn die Spitzen der Kiefer etwas über die Unter- lippe hiuaussteheu, so sieht der Rüssel ganz wie ein Aderlassschnepper aus. Xylophag^ia Hleig. Heteroslomns Bigot. Ann. Soc. entom. Ser. 3. tom. 5. p. 285 1. Heterostomns curvipalpis Big. 1. c. p. 285. Ich habe diese schöne Fliege nur ein Mal am Fusse der Cordilleren von Santiago gefangen. Xylopha^as Neig. 1. Xylophagns carbonarhis Ph. X. omnino fusco-niger; basi fe- morum fusca; alis valde iufuscatis. Long. corp. 7 Vi üu., exteus. alar. 14 lin. Prope Corral invenit indefessus Krause. Zwei Weibchen. Die Fühler sind kürzer als der Kopf, das dritte Glied so lang als die beiden ersten zusammen und deutlich geringelt, ab- gestutzt, mit einem Büschel Härchen endigend. Die Seiten der Brust, die vorderen Ecken, die Streifen jederseits vom Ursprünge der Flügel bis zum Schildchen , die Seitcuränder des Schildchens siud hellbraun. Der schmale Rand der Hinterleibsringe orangegelb. Hd. W. Abliandl. 93 728 »r. R.A Philippi: Hyloriisi) Ph. Caput subglobosum. Oculi in c;^ magiii, contigui, in ^ mediocres, distantes, glabri. Ocelli... Auteiinae capite breviores, in media ejus altitudine iiiserti, triarticulati. Articuli duo primi breves, aequales, cylin- drici, subnudi; tertius antecedeutes aequans, subcjlindricis ex octo aunulis constaus, primo magno, apice fasciculuni pilorum brevium gei'eus. Facies recedens, pubescens. Os parvuni; proboscis et palpi vix apice exserti. Thorax modice convexus, in ^ capite multo latius. Scutellum inerrae. Abdomen Septem anuulis formatum, in (^ lineare, depressum, in § couicum. Alae margine autico convexo ut iu Xylophago^ sed nervi ut iu Beride. Pedes simplices, satis tenues; tibiae iiiermes, ecalcaratae^ tarsi tibias fere bis aequautes; pedes postici longiores, anticos sesquies aequan- tes; tarsi eorum latiores; ungues parvae; pulvilli tres. Durch die zusammenstossendeu Augen des Männchens sogleich von JCylophagut^ verschieden. Jfylortffi Krausei Ph. H. corpore e flavesceuti fusco^ thorace fusco strigato; alis hyalinis, fusco subbifasciatis; pedibus pallide fuscis. ^ long. corp. 7 iin., extens. al. 16 lin. Prope Corral, puertum Vaidiviae ins. oruat. Krause. Der Körper hat zur Grundfarbe ein blasses, gelbliches Braun, und ist mit kurzen, weissllciien Härchen bekleidet, die meist anliegen. Die Augen sind dunkelbraun. Die Brust hat braune Striemen, nämlich in der Mitte eine b.eite, getheilte Linie, dicht daneben jederseits eine schmale, braune Linie, und mehr nach der Seite hin eine braune, in der Mitte unterbrochene und den Vorderrand nicht erreichende Strieme. Die Basis der Flügel ist wasserhell, dann folgt eine breite, graue Querbinde; die Discoidalzelle ist wasserhell, so wie der äussere und liintere Theil des Flügels, abc;r Marginalzelle und Mediastinalzelle sind braungrau. Das Knieende der Schenkel ist dunkelbraun, sonst sind die Beine hellbraun und die Tarsen kaum dunkler. Lagarns 2) Ph. Caput transversum, frons long'itudinaliter sulcata. Oculi distantes, parvi, pilosi. Ocelli tres. Antennae in media oculorum altitudine in- sertae, breves, triarticulatae; articulus primus sat longus, cyliudricus; secuudus brevior; tertius antecedeutes conjunctos aequans, oblongiis, ob- tusus, pilüsus, obsolete annulatus. Proboscis inclusa. Scutellum inerme. *) vXtagdq in Wäldern lebend. *j XaydQÖq^ dünn, schmächtig, weich. Aiifzäliluug der cliilfuisclieu Dipteren. ^ ~J Abdomen segiueutorum septem. Alarum cellula costalis brevis; margiualis perbrevis, louge ante apicem alae tei-miuata; submargiiialis usque ad apiceni alae extensa; cellulae posticae quatuor, secuuda petiolata, omues apertae; cellula analis clausa-, cellula discoidalis iiulla. Pedes teuues, simjjlices, ineruies; tiblae ecalcaratae; ungues breres ; pulvilii tres. Von deu übrigen Gattungen dieser Familie sogleich durch die kurzen Fühler und den Mangel der Discoidalzelle zu unterscheiden. L>af/a/'HS Paulseni Ph. L. omnino testaceus; articulo tertio anten- narum abdomineque ciuereis; alis pallide fuscis. — Long, sy^ lin. , ext. alar. 1'^/^ lin. E coli, oru Ferd. Pauls en. Die Augen sind dunkelbraun, weisslich behaart; jedes nimmt deu dritten Theil der Breite des Kopfes ein. Von jedem Auge verläuft auf dem Scheitel eine Furche schi-äg nach hinten und innen und verlängert sich nach vorn, bis sie vor den Puuktaugen in einem Winkel zusaninien- stossen; von diesem Winkel senkt sich eine Furche bis zur Mundhöhle. Der ganze Kopf ist mit kurzen feinen Härchen dicht bekleidet. Noch kürzer ist die Behaarung der Brust, die keine deutlichen Striemen zeigt, des Hinterleibes und der Beine. Beris Latr. Blanchard beschreibt bei Gay eine Art, ich kenne deren 5 mehr. 1. Berts maculipennis Bl. Gay VII. p. 400. „Von Coquimbo." Das Museum besitzt sie von lUapel, aus der Prov. Santiago und auch aus der Prov. Valdivia, sie scheint also über den. grössten Theil Chiles verbreitet zu sein. 2. jB, lucti/era Ph. B. omnino nigra, nigro-pubescens; scutello quadrispinoso ; tarsis subtus atro-villosis; femoribus posticis basi tar- soruraque posticorum articulo primo albis; alis hyalinis, ad apicem in- fuscatis , macula stigmaticali nigra. Long. corp. 5 lin. , extens. alar. fere 9 lin. Prope Corral ab ornat. Krause inveuta. Das Thier ist fast ganz schwarz. Die Augen sind stark behaart, die Stirue ungefurcht, die Gegend über den Fühlern silberweiss schim- mernd. Die Fühler sind ganz schwarz, die beiden ersten Glieder behaart, das erste verlängert, fast doppelt so lang als das zweite, das dritte an der Basis stark verdickt. Der Rüssel ist an der Spitze weisslich, die Taster sind schwarz. An den Seiten der Brust vor dem Ursprung der Flügel stehen längere schwarze Haare, z. Th. mit weissen gemischt. Die Dornen des Schildchens sind sehr langhaarig. Die Flügel haben fünf vollständige hintere Zellen. Schwinger weiss. Die Unterseite der Brust ist mit weissen Haaren besetzt. Die Hinterbeine sind verlängert und verdickt; die Schienen schimmern z. Th. weiss, noch mehr die Tarsen. 93';' 730 Dr. K.A. Pliilippi: 3. B. trichonota Ph. B. capite corporeque atris; tliorace scutelloque albo-villosis; scutello decemspiiioso; aus Lyaliiiis, apice f'usieseeiitil)us, macula mag-na, stigmaticali nigra; pedibus Üavis. Long. corp. 3'/^ ün., exteus. alar. 6'/^ lin. Prov. Valdiviam inhabitat. Die Fühler sind so lang als der Kopf-, das erste und zweite Glied dunkelgelb, das dritte Glied schwarz und stuujpflich. Der Hinterleib ist breit und im trockenen Zustande mit schneidenden Rändern. Alle Fliigel- adern sind schwarz, die Costalzelle auffallend breit. Ausser dem schwärz- lichen Stigmafleck ist vor der Spitze noch ein kleiner dunkler Pleck am Rande und der Raum zwischen beiden wasserhell. Die Beine sind alle so ziemlich von gleicher Länge. 4. ß. modesta Vh. B. capite, antennis, corpore omnino nigris; spinis scutelli quatuor albidis; abdomine angusto; alis macula stigmaticall nigrescente; pedibus anterioribus albidis; posticorum femoi'ibus nigro biannulatis, tibiis apice nigris; tarsis omnibus apicem versus nigricantibus. Long, corp. 2'/j lin., extens. alarum 5 lin. In prov. Valdivia loco dicto „los Ulmos" semel cepi. Der Körper ist ganz schwarz mit violettem Schimmer, nur der untere Theil der Stirne schimmert weisslich. Die Fühler sind ganz schwarz, so lang als der Kopf. Der Hinterleib ist schmal und zlimÜch stark mit weissHcheu Haaren bekleidet. Die vier Dorne des Schildchens sind lang, etwas in die Höhe gebogen und weisslich. Der Rüssel ist weisslich , die Spitze der Palpen schwarz. Nur vier hintere Flügelzellen. Weisse Schwinger. 5. JB. thoracica Ph. B. lutea; thoracis dorso coeruleo; scutello coeruleo, spinis sex luteis armato; abdominis elongati segmentis duobus priuiis omnino, reliquis medio violaceo-coeruleis; tibiis posticis apice in- fuscatis; alis hyalinis, macula stigmaticall fusca ; antennis capite sub- brevioribus. Long. corp. 4'/2 liii-i extens. alarum 8% liu. Prope Corral occurrit. Die Stirne ist oben violett und hat zwei Längsfurchen, unten hat sie eine Querfurche und schimmert graugelb. Die Augen sind braun. Die Fühler kaum so lang" als der Kopf; die beiden ei'sten Glieder sind gleich- lang, braungelb, das dritte ist schwarz und läuft allmälig in eine feine Spitze aus. Rüssel und Palpen sind hellgelb. Von den sechs Dornen des Schildchens bilden zwei die Verlängerung des Voi'derrandes und sind blau, die andern sind länger und gelb, die mittelsten am längsten. Die Flügel sind ziemlich wasserhell, die vorderste Ader bis zum Flügelmal gelb, die übrigen schwarz; das Flügelmal ist schwarzgrau; die dritte hintere Zelle am Rande der Discoidalzelle mit einem Ansatz zur Theilung. Die vorderen Beine sind hellgelb, die Hinterbeine verlängert, verdickt, dunkelgelb, die letzte Hälfte der Schienen fast schwarz, was stark mit den hellen, bei- Aufziihlimg der chilenischen Dipteren. 731 uahe weissen Tarsen contrastirt. Ein sehr feiner kurzer Flaum bedeckt Brust, Scliildcheu und Hinterleib, ohne dem Glänze Eintrag zu thun; die beiden ersten HInterleibsseguiente sind an den Seiten mit längeren abste- henden Haaren bekleidet; die Beine fast kahl. 6. B. lonyicornis. B. gracilis, lutea, vix puberula; maciila in parte posticali thoracis ante scutellum, aliis in lateribus segmeutorum prlmorum abdominis, fascia latissima posteriore atro-violaceis; scutello quadrideu- tato; alis flarescentibus, fascia fusca, in regione stigmatis fere nigra; an- tenuis capJte multo lougioribus nigris. Long. corp. 5 lin., latit. 1 lin., ext. alar. 9 lin. In prov. Valdivia; primus comm. orn, Landbeck. Der vorigen Art sehr ähnlich, jedoch sogleich durch die sehr viel längeren Fühler, den bis auf einen kleinen Fleck ganz gelben Rücken der Brust, die andere Vertheilung der blauen Farbe auf dem Hinterleib und die ganz gelben Hinterschienen zu unterscheiden. 7. jB. luteiventris Ph. B. thorace scutelloque quadrispinoso pulchre viridi-coeruleis; abdomine luteo lateribus nigro-marginato; alis hyaiinis macula stigmaticali nigra notatis; pedibus anterioribus pallide flavis-, posticorum elougatorum femoribus fuscis, iiavo annulatis, tibiis fuscis, basi flavis. Long. 3 lin., extens. alarum fere 6 lin. E coli, oruat. Ferd. Pauls en. Stirne und Scheitel sind dunkelblau, aber der Raum unmittelbar über den Fühlern ist weiss; das Untergesicht ist schwarz. Die Fühler sind braunroth mit schwarzer Spitze. Die Dorne des Schildchens sind hell- gelb. Der bräunlich gelbe Hinterleib wird gegen die Spitze dunkler und ist an den Seitenrändern schwärzlich eingefasst; auch die Hinterränder der Segmente sind schwärzlich. Die Hinterschenkel sind, wenigstens beim Männchen, nicht bloss verlängert, sondern auch verdickt. 8. JB. mridiventris Ph. B. thorace cum scutello quadrispinoso ab- domineque coeruleo- seu viridi-aeneis; antennis nigris, basi testaceis; alis hyaiinis, macula stigmaticali fusca; pedibus pallide flavis, posticis elon- gatis, incrassatis. Long. S'/s lin., extens. alar. 7 lin. E collect, orn. Ferd. Paulsen. Diese Art hat die Gestalt, Grösse, verlängerten Hinterbeine der vorigen Art, von der sie sich aber sogleich durch den ganz broncegrünen Hinterleib unterscheidet. Die Stirne ist violett mit dem gewöhnlichen weissen Flecke über dem Ursprünge der Fühler. Die Hinterbeine sind heller und die braunen Ringe kaum angedeutet. 732 Dr.R.A.lMiilipiii: Stratiomydes Latr. Odontomyia Latr. i. Odontomtßiu eUganc Mac-q. Gay VII. p. 401. „Sauta Rosa etc." Bei Santiago, iu Valdivia etc. 2' O. cruciata Macq. Gay VI[. 402. „Coquimbo etc." Laudbeck fand sie bei lUapel, ich selbst liug sie am Kouco-See in Valdivia. 3. O. fascifrons Macq. „Coquimbo." \\'ir besitzen sie von Illaiiel. Cyclogaster Macq. i. Cyclogaster Faulseni Ph. C. niger; vittis quatuor griseis in tliorace; macula rotunda, albo-pilosa in utioque iatere segmentorum 2. 3. 4. abdoniinis; aus hyalinis. Long. corp. 3'/^ lin., extens. alar. 7 lin. Ad radicem Andium prov. Santiago invenit orn. Feid. Paulsen. Es liegt ein Männchen vor. Dasselbe ist glänzend schwarz, bis auf die Augen, welche rothbrauu und mit schwärzlichen Härchen besetzt sind. Das Epistom tritt nicht hervor, es ist also das vortretende EpistoDi kein wesentlicher Charakter des Genus. Die Basis des dritten Eiihlergliedes schimmert bei gewissem Lichte roth. Die Brust trägt auf- recht stehende, schwärzliche Härchen; die giauen Striemen derselben werden durch anliegende Härchen hervorgebracht. Der Hinterrand des Schildchens trägt ebenfalls graue Härchen, die wenig auffallen. Längere, anliegende, weisse Härchen bewirken die kreisrunden Flecke auf den Seiten des kreisförmigen, in eine Spitze auslaufenden Hinterleibes. Die Schwinger sind weiss. Die Beine sind ganz schwarz, selbst die Tarsen. 2. C rubriceps Fh. C.ater; capite laete rubro; thorace cinereo- vittato; maculis rotundis albo-sericeis in segmentorum 2. 3. 4. lateribus; alis hyalinis. Long. 4 lin., extens. alarum 8'/^ lin. E coli, ornat. Ferd. Paulsen, qui in Prov. Santiago cepit. Das Epistom tritt eben so wenig hervor als bei der vorigen Art. Der Scheitel ist so weit er die drei Punktaugen trägt, glänzend schwarz. Die Augen sind behaart, also wohl eiu Männchen. Cyanauges i) Ph. Frons lata, sicut totum animal nitidissiraa. Oculi glabri. Antennae iriarticulatae; articulis duobus primis brevissimis, tertio elongato, fere ^) Kvavavyijs glänzend blau. Aiifziihliiiifr ilt^r chilenisrhen nipteren. 733 lanceolato, sexanuulato, in stylura brevem obliquum tereteni desineiite, qui apice setulam niiiiimam gerit. Proboscis horizontalis vix prominens. Scutellum sex- vel potius octo d enta tum. Abdomen breve, depres- sum, suborbiculare, quadriannulatum, margine acuto. Alae incumbentes; nervo mediastiuo rectiliueari, mox cum costali confuso ; nervo marginal! ramiim obliquüni, sat crassum emittente; iiervis reliquis plerisque tenuibus, subbyalinis; celluHs posticis tribus. Pedes mediocres, tibiae inermes, pul- villi duo. Durch die Zahl der Dornen des Schildchens sogleich von den andern Gattungen dieser Familie zu unterscheiden; es sind acht Dornen vor- handen, aber die äussersten bisweilen klein, und an kleinen Exemplaren zu übersehen. Cyananges valdivianus Ph. C. obscure caeruleus, nitidus, etsi sub lente puberulus ; antennis pedibusque nigris, ultimo antennarum articulo interdum obscure rufo; alis hyaliuis. Long. corp. 3 lin. , extens. alar. TA lin. In prov. Valdivia satis frequens, in prov. Santiago rarissimus. In Valdivia fange ich die Fliege öfter im Zimmer an den Fenstern, nur ein- oder zweimal habe ich sie auf Blumen angetroffen. Der ganze Körper ist von einem prachtvollen Kornblumenblau, die Flügeladern hell- braun, die SchAvinger weiss. Syrphica Meig. Aphritis Latr. .' Aphritis violaceus Macq. Gay VII. p. 404. „Coquimbo". Santiago, lUapel, Colchagua, Valdivia, selten. Die blaue Farbe fällt vielleicht eben so oft ins Grüne, wie ins Violette. Yolucella (leoffr. '^ i. VoltfCeiia scutellata Macq Gay. VII. p. ^05. „Coquimbo, Santa Rosa". Santiago, Colchagua, ziemlich häufig. ^ 2. y. concinna Ph. V. capite pallide flavescente , antennis nigris; thorace fusco; scutello flavescente; abdomine luteo, pellucido, linea mediana in segmentis 2. et 3., margine segmeuti 3., apiceque nigris; femoribus nigro- fuscis, genubus, tibiis, tarsisque rufis; alis hyaliuis. Long. 7 lin., extens. alar. 16 lin. In prov. Santiago et Aconcagua, priore multo rarior. Das Gesicht fällt senkrecht in gerader Linie herab, reicht welter nach unten als bei V. scutellata, und ist daselbst spitzer. Ueber dem Ur- 734 Dr.K.A. l>liili|i|ii: spruug der Füliler ist beim (^ ein sehr auffallender Kanira oder Wulst von schwärzlichcu, aufgerichteten Härchen gebildet. Auf dem mit aufge- richteten, greisen, sehr feinen, weissen Härchen, und einzelnen, stärkereu schwarzen Härchen bekleideten Rücken der Brust, schimmern nur bei ge- Avissem Licht weissliche Striemen. Uas Schildchen trägt ausser seiner greisen Behaarung am Hinterrande eine Reihe schwarzer langer Bür^teu; die erste Hälfte des dritten Hinterleibsriuges schimmert graalich; das vierte Hinterleibssegment hat eigentlich eine spornförmige schwarze Binde, allein der dreieckige gelbe Fleck, den diese frei lässt, ist sehr klein, und fällt wenig in die Augen. Der Bauch ist hellgelb , glänzend, fast kahl, und jeder Ring hat in der Mitte einen grossen schwarzen Fleck, ebenso hat der umgeschlagene Rand der Rückeusegmente in der hinteren Hälfte einen grossen schwarzen Fleck. Der Hinterleib ist länglich, kaum breiter als die Brust. w 3. l\ azurea Ph. V. capite corporeque obscure caeruleis, nitidis ; antennis pedibusque atris; abdomine suborbiculari , thoracem latitudine superaute; alis hyalinis, macula nigra in medio ad margiuem anticum uotatis. Long. 7 lin., latit. thoracis 3 lin. , extens. alar. 15 lin. Frope Llico in prov. Colchagua ornat. Landbeck specimiua tria (5" cepit. Gesicht , Brust und Hinterleib sind prachtvoll stahlblau und glän- zend. Das Gesicht erscheint unter den Fühlern ausgehöhlt und tritt dann horizontal hervor , um senkrecht und in einer schwach coucaven Linie nach der Mundöö'nung abzufallen; es ist mit sehr feinen Härchen besetzt. Die Stirne und die Augen sind ziemlich lang behaart; der Haarwulst quer über den Fühlern, welchen die beiden vorhergehenden Arten im männlichen Geschlecht besitzen , fehlt. Die Brust ist dicht und ziemlich lang behaart , mit schwärzlichen Haaren. Die Borsten am Rande des Schildchens fallen weuig auf. Der Hinterleib trägt auf den beiden ersten Segmenten sehr kurze, dicht anliegende Härchen, auf den folgenden län- gere. Der Bauch ist kahler, glänzender, prachtvoll blau. Die Beine haben wenig Glanz. Der tief schwarze, scharf begränzte Fleck der Flügel ist beinalie viereckig , und iiimmt sicli auf der wasserhellen , mit feinen schwarzeji Adern durchzogenen Membran sehr hübsch aus. Plialaci'omyia Roudani. ^' 1. Phalncromyia nigt-ipes Bigot. Ann. Soc. ent. Ser. 3. tom. V. p. 296. „Chile". Vermuthlich aus den mittleren Provinzen. Herr Germain, [ von dem die von Bigot beschriebeneu chilenischen Fliegen herstammen, war nie dahin zu bringen, den Fundort zu bemerken. Ich habe diese Art Aufziililimpr «liT rliüpnisrlienniplprpn. /.)5 noch nicht gefunden, die durch ihre kupferrothe Farbe sehr ausgezeichnet sein muss, wohl aber eine andere. 2. PIt. rufnscutellaris Ph. Ph. corpore nigro; facie, antennis scutelloque aurantio-rufis; alis hyalinis cellula raediastina int'uscata et macula stig- maticali mtata; pedibus nigris. Long, corp, 4 lin. , exteus. alar. 10'/^ Hn. Habitat in pror. Santiago. Die Augen sind mit greisen Härchen bekleidet, der Scheitel ist dunkel braunroth; das Gesicht hat einen Höcker in der Mitte zwischen der vor- springenden Stirne und dem Munde, ganz wie die vorige Art. Die Här- chen des Kopfes sind schwarz, und stehen auf Stirne und Scheitel dichter. Das dritte Fühlerglied ist vielleicht doppelt so breit als bei jener Art (nach der Abbildung), nämlich nur l'/jmal so lang als breit. Die schwarze Borste ist in der letzten Hälfte fast vollkommen kahl. Brust und Schild- chen sind mit ziemlich langen , aufgerichteten schwarzen Härchen , der Hinterleib mit kürzeren , dichteren besetzt. Die Borsten am Ende des Schildchens sind feiner, nicht so dornenartig wie bei Volucella scutellata Macq. Die Flügel haben eine offene Marginalzelle. Schwingkölbchen weiss, Stiel schwarz. 3. PIt. concolor Ph. Ph. corpore, etiam scutello, nigro; facie et an- tennis aurantio-rufis', alis hyalinis, cellula mediana infuscata et macula parva stigmaticali notata; pedibus nigris. Long. corp. BYj lin. extens. alar. l^Vj lin. E prov. Santiago. Die Behaarung der Augen ist schwarz , nicht greis , wie bei der vorigen Art, der sie sonst, mit Ausnahme der Farbe des Schildchens, voll- kommen gleicht. Der ganze Körper hat einen blassblauen eigenthüm- lichen Schimmer. Eriophora i) Ph. L/-tA^ Corpus crassum, dense villosum. Facies inferius perpendlcnlariter producta, sub prominenda autennifera transversim concava. Antennarum articuli duo basales breves , tertius ovatus, latior quam longus , seta fere basaii, nuda terminatus. Alar um cellula submarginalis haud petiolata, aperta; nervus submarginalis rectus; cellulae porticae prima et secunda nee non analis clausae. Pedes satis tenues, tibiae posticae arcuatae , versus apicem sensim incrassatae. Von Eriorrhina und Mallota durch das senkrecht nach unten ver- längerte Gesicht, welches an Volucella erinnert, verschieden, von Pele- cocera , welches dieselbe Kopfform hat, durch die dünne, lauge Borste der Fühler, der breiten Leib. ^) ^Qtov Wolle und (psQSLV tragen, Dd. XV. Abhandl. 94 736 nr. R. A. Pliilippi: Eviophora aureo-rufa Ph. E. siipra rufo-aiirea; facie aurea, sericea, genis glabris iiigris, ultidis; aus lutescentibus, ad apicem infumatis; pedi- bus nigris, apice femorum , basique tibiaiiim luteo-riifis. Long. corp. 1^/^ lia., exteiis. alar. 17 liii. lu pror. Valdivia rara. Die Augen sind vollkommen kahl, braun, und stossen beim (^ zu- sammen; beim ^ wird die ziemlich breite Stirn nach oben allmälig etwas schmäler. Auf Stirn, Scheitel und Hinterkopf stehen kurze aufgerichtete gelbo Härchen. Die Fühler sind rotligelb, die Borste braun, ziemlich lang, unter der I.upe ungegliedert. Der Brustrücken lässtdrei feine genäherte Ijängslijiien in der Mitte, und jederseits eine breitere Strieme yon hellgrauer Farbe dui'chsciiimmern. Die ersten Hinterleibsringe haben kürzere, mehr anliegende Härchen. Die Brust erscheint unten graulich, ist aber eigent- lich schwarz, mit hellgelben Härchen bekleidet. Der Bauch ist fast kahl, kohlschwarz, glänzend. Die Beine sind dicht mit ziemlich kurzen, meist anliegenden Härchen bekleidet, welche zum Theile, besonders auf den Tarsen, die eigentliche Farbe verdecken. Stilbosoma i) Pli. Corpus latum , glaberrimum. Oculi glabri , etiam in mare separati, Prominentia autennifera valde producta. Facies infra producta, labro tridentato. Autenuarum articuli basales, breves , tertius suborbicularis, latior quam longus, ad originem setae elongatae subangulatus. Alar um cellula submai'ginalis aperta, nervus subniarginalis rectus, cellula basi- laris prima appendiculata. Pedes postici multo majores, femora incrassata, ante apicem bidentata; tibiae arcuatae. Durch den hohen Höcker , welcher die Fühler trägt sehr ausge- zeichnet. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äusserlich nicht, oder ich besitze lauter Weibchen von allen drei Arten. \. StUbosoma cyanea Ph. St. capite, corpore, pedibusque atro- cyaneis nitidis; antennis nigris; alis uigricantibus, ad marginem anticum nigris. Long. corp. 5 lin., extens. alar. iO'/. ün. Prope Santiago et in prov. Valdivia occurrit, nullibi frequens. Stirn, Scheitel und Hinterkopf sind mit aufgerichteten , schwärz- lichen Härchen sparsam bekleidet, das Gesicht und der Fühlerhöcker sind kahl. Die Brust trägt an den Seiten , das gerandete Schildchen am Rande schwarze borstenähnliche; die ersten Hinterleibssegmente an dea Rändern weisse Haare, auch das Untergesicht trägt weisse Hajire. Die Flügeischuppen sind weiss, schwarz gerandet , und schwarz gewinipert. Die Härchen, welche Schenkel und Schienen bekleiden, sind schwarz, ^) ariXßog glänzend und oäfia Körper. Aiifzaliliiiig der cliiliiiiäclicii DipUTi.'» i oi die dichten bürsteiiförinig-eu Ilärcheiv der Unterseite der Tarsen weiss; Aveiss sind auch die Haftlappeu und die Klauen bis auf die schwarze Spitze, was sehr auffallend aussieht. 2. Si. niyrinervis Fh. St. capite, corpore, pedibus cyaneo-atris , an- teiinis uigris; alis subliyalinis , iiervis omnibus fusco-uiarginatis. Long. 6 lin., cxtens. alarum 13'/.^ lin. Valdiviae specinieu cepi. Mehr scliwarzblau als die vorige Art, und durch die Färbung der Flügel yerschiedeu. Sonst kann icli keinen Unterscliied entdecken. 3. Sf. ruhiceps Ph. St. tliorace, abdoniine pedibus atro-cyaneis; capite hiete rubro; anteiinis alisque uigris. Long. 5'/, lin., extens. , alar. \% lin. E prov. Santia.u'o. Ausser der lebhaft rothen Farbe des Kopfes kann ich keiuen Un- terschied von St. cuanea angeben. Steiphiisi) Ph. Corpus lineare, sed satis latum depressum, pubescens. Ocuü glabri, luaris contigui. Frons producta, apice antennifera. Facies perpendicularis, ore haud producto, conyexa. Anteniiarum articuli basilares breves, tertius suborbicularis , inferius paullo productus; seta simplici glabra armatus. Alarum cell ula submargiualis aperta, ueryus submarginalis parum flexuosus, fere rectus, cellula postica prima sinuata. Pedes postici multo longiores ; femora paullulum incrassata, subtus setis crassioribus densis brevibus ar- mata, tibiae parum arcuatae, ungues et pulvilli longi. Steht wohl PWomerwß M a c q. nahe, die Seitenansicht des Kopfes ist durch den oben w^eit weniger geneigten Vorsprung der Stirn ziemlich ab- weichend, und die Hinterschenkel sind unten nicht gesiigt. Leider sagt Macq. (hist. nat. des ins. Dipteres 1. p. 5H) nicht, ob die Submarginal- ader geschwungen oder gerade ist. i. Sterp/nts antennalis Ph. St. atro-cyaueus nitidus; facie aureo- rufa, nitida; auteunis , tibiis, tarsis , alis nigris. Long. corp. 7 lin., latit. 2V4 lin., extens. alar. 14. In prov. Valdivia sub finem aestatis frequeus. Schwebt lange an derselben Stelle in der Luft , und fliegt dann pfeilschnell davon. Der Kopf ist beinahe noch breiter als die Brust , der kleine dreieckige Scheitel der Männchen, der Scheitel und der grüsste Theil der Stirne bei dem Weibcheu sind schwarz mit Bronceschimmer, bei dem Männchen ist der ganze obere Theil des Stirnhöckers ebenso roth- gelb und metallisch glänzend wie das Gesicht, bei den Weibchen nur der Theil unmittelbar über den Fühlern. Scheitel und Stirn sind mit langen ^J GTiQrpoi^ eine Art Mücke oder Fliege bei den Alten. 738 Dr.K. A. i'liilippi: schwarzen Härchen, das Uutergesicht mit weisseu bekleidet. Aufgerichtet schwarze Härchen bikleideu auch die Brust, utid uoch mehr das Scliild- cheu , das stark verlängert ist. Die Hinterräuder der Vorderbrust sind von oben gesehen silberweiss , und auf der Mittelbrust scliimmeru vier Striemen glänzender als die übrige Brust. Der Hinterleib ist prachtvoll blau, oben mit kurzen , anliegenden schwarzen Härchen , an den Seiten mit längeren, weichen Haaren bekleidet, die in der ersten Hälfte der Segmente weiss, in der zweiten schwarz sind , was besonders beim vier- ten auffällt. Der Bauch ist beiuahe blaugrau , und ebenso glänzend wie der Rücken, Sclienkel und Beine sind mit schwarzen, die Tarsen unten mit weissen, bürstenartigen Haaren bekleidet, wie bei Stiliosoma und ebenso sind die Haftlappen und die Basis der Klauen weiss, 2. St.? cijanocejihalus Ph. St. obscure cyaneus , violacescens , niti- dissimus, facie coneolore; autennis, tibiis, tarsis, aus nigris. Long, ü'/i lin., extens. alarum 10'/^ lin. Specimen prope Santiago lectum servo. Prachtvoll dunkelblau mit violettem Schimmer, lebhaft glänzend, das Gesicht von derselben Farbe. Die Härchen an den Seiten des Hinter- leibes sind weit kürzer als bei der vorigen Art, und bilden keinen auf- fallenden Saum darum. Die Flügel sind noch schwärzer, aber die Schwin- ger rein weiss, während sie bei St. autuntnalis schwarz sind. Die Tarsen sind unten schwarz behaart. Die Klauen weit kleiner, schwarz, die Haft- lappen aber weiss. Hinterleib und Beine sind etwas kürzer, das Gesiclit ist ausgehöhlt, und der Mundrand stärker vorstehend, fast wie bei Stil- boäoina. Der die Fühler tragende Höcker, die einfachen Hinterschenkel, die schwachen, fast geraden Hinterschienen sind wie bei Sterphus. 3. St.? flavipes Ph. St. ater metallice nitens, subcaerulescens; au- tennis atris; pilis capitis, oculorum, thoracis, scutelli, ultimorum abdominis segmentorum atris, primorum segmentorum aurantiis; alis basi et antice flavesceutibus, postice et apice infumatis; pedibus praeter basiu nigrara femorura aurantiacis. Long, ö lin., extens. alar. 10 lin. An Cheilosia aurantipes Bigot.? Ann. Soc. entom. etc. Ser. 3. tom. V. p. 298. E coli. orn. Ferd. Pauls en. Die Beschreibung, welche Bigot a. a. 0. von seiner Cheilosia auran" tipes gibt , passt bis auf folgende Verschiedenheiten auf vorliegende Fliege: 1. die ersten beiden Fühlerglieder sind nicht röthlichbraun , das dritte nicht dunkelbraun, sondern alle drei sind tief schwarz; i. das Gesicht ist nicht mit grauen, sondern mit schwarzen Haaren bekleidet; 3- die Oberseite des Körpers zeigt keinen kupferrothen Schimmer „reflets d'un cuivreux rougeatre" sondern schimmert eher blassblau; 4. wenn „flaues ä poitrine lisses" durch kahle Seiten und kahle Brust zu übersetzen ist, so ist zu bemerken, dass bei unserer Fliege diese Theile mit schwarzen Aufzaliliiiig iltT cliileiiiädicn DiiiliTrii. 739 Härcheu dicht bedeckt sind. Von der Behaarung des Hinterleibes sagt Bigot kein Wort; unsere Fliege hat auf den ersten zwei Segnieuten roth- gelbe, dichte Härchen, die au den Seiten recht lang sind , auf den fol- genden Segmenten schwarze Härchen. Meine Fliege kann nach Mac quart hist. nat. des Dipt. I. p. 555 keine Cheilosia sein, denn das Gesicht hat keinen Vorspruug und sieht ganz anders aus als die Abbildung des Ge- sichtes vou Cheilosia bei Macq. t. ii. f. 14, auch ist die Fühlerborste vollkommen kahl. Die B ig o tische Art scheint indess auch keine Cheilosia zu sein, denn ihr Gesicht hat auch keinen Vorsprung. Von der Fühler- borste sagt B. nichts. Die Submarginalader ist bei meiner Fliege voll- kommen gradlinig, wesshalb sie nicht zu Eristalis gebracht werden kann. Von Sterphus unterscheidet sie sich durch ihre Behaarung und die ganz gerade Submarginalader, von Macrometopia durch das schwach concave Ge- sicht. Wohin? Priomerns? Nacq. i. Priomerns? luctuosusVh.. Pr. freute et fascia sub antennis albi- dis*, facie valde tuberculata nigra nitida; antennis aurantiacis; thorace nigro , griseo vittato , abdomine pedibusque atris , nitidis, alis hyaliuis. Long. corp. 5 lin., extens. alar 10 lin. Ad radicem Andium cepit orn. Ferd. Paulsen, mecumque com- municavit. Sieht auf den ersten Blick einer Sarcophaga ähnlich. Das Unter- sicht zeigt, von der Seite gesehen, drei vorspringende Höcker, (der untere '"st aber nur der nach unten vorspringende Mundwinkel), ist ganz kahl, schwarz und glänzend; der untere Abhang des Fühlerhöckers und die Stirn sind graulich oder gelblich weiss , der Scheitel trägt schwarze Borsten, auf dem Fühlerhöcker stehen etliche weisse Borsten, der Hinter- rand des Kopfes trägt kurze weissliche Härchen. Die beiden ersten Füh- lerglieder sind kurz, das erste braun, das zweite nur an der Basis braun, sonst lebhaft rothgelb wie das dritte , welches nahezu kreisförmig ist. Brust schwarz, mit vier hellgrauen Striemen , und hellgrauen Fleckchen der Vorderbrust. Sie ist mit sehr kurzen schwarzen Härchen besetzt. Schildchen ziemlich verlängert, schwarz gerandet, matt. Hinterleib glän- zend schwarz, mit weisslichen Härcheu bekleidet , die au jeder Seite an den vorderen Winkeln der Segmente ein Aveissschimmerndes Fleckchen bilden. Bauch schwarzgrau, matt. Beine schwarz behaart; die Hinter- beine nicht sehr viel länger und dicker; die feinen borstenartigen Härchen der Unterseite der Tarsen gelblich; Haftlappen bräunlich, Klauen schwarz. Die Mediastiualzelle bräunlich; Marginalzelle offen, Submarginalzelle pedi- form, Submarginalader nicht geschwungen , die Unterseite der Schenkel scheint mir mehr mit kurzen , dicken Borsten, als mit wirklichen Zähn- chen besetzt zu sein. 740 Dr. U. A. l'liihpl'i' Sollte diese ArtB i go t's Hflophilus hictiwsu.s Ann. Soc. eiit. ser. .'}. toiii. V. j). 296 sein? Seine Beschreibung passt vollkommen, bis auf folgciule l'unkte: 1. spricht er nicht von der weissliclien Querbinde uniuittelbar unter den Fühlern; 2. nicht von den Dornen oder kurzen Borsten auf der Unterseite der Hinterschenkel; 3. erwähnt er nicht, dass die Submarginal- ader gerade verläuft, während sie bei Helophilus geschwungen ist, so dass unsere Art auf keinen Fall ein Helopliilus ist. 2. /*. ? haemorrhoidalis Ph. Pr. facie praeter tuberculum supra os et margines laterales oris nigros , cinereo-argentea; antennis aurantiacis; thorace nigro , griseo- vittato; abdomine nigro, uitido, apice rufo - ferrugineo; pedibus nigris, tibiis tarsisque rufescentibus. Long. 4 lin.; extens. alar. 9*/^ liu. Prope Santiago, in floribus Conii atr. , non frequeiis. Der vorigen Art ähnlich, aber kleiner, die Brust mehr hellgrau, mit weisslichen Härchen bekleidet, auch die Beine sind mit weisslichen Här- chen bekleidet, die Hinterschenkel bedeutend dicker, mit einer Eeihe im Verhältniss stärkerer, schwarzer Dornen; die zweite Hälfte der Hiuter- schieuen, und die beiden ersten Glieder der Hintertarsen biaungelb. 91acrometopius. Feniora postica tenuia, inermia, tibiae posticae paulluluni arcuatae. Von voriger Gattung durch beinahe kahlen Körper, kahle Au- gen, den Höcker des Gesichtes verschieden. Die falsche Ader fehlt gänzlich. Pia cyanea Ph. D. azurea; facie flava, dense pubescente, praeter proemineutias atras, glabras , nitidissimas: autennis aurantiacis; alis vix infumatis, cellula stigniaticali flavesceiite; corpore subtus pedibusque nigris. Long. corp. 3y, liii., extens. alar. 8 lin. Ex itinere Illapelino attulit orn. Landbeck (^. Scheitel und Hinterkopf sind blauschwarz, glänzend, mit schwarzen nach vorwärts gerichteten Borsten besetzt. Das Gesicht ist blassgelb, auf dem Stirnhöcker mit einigen abstehenden weissen Börstchen , sonst mit feinen anliegenden Härchen bekleidet , bis auf die Höcker unter den Fühlern und den Mundrand , welche schwarz , kahl und glänzend sind. Die Wangen sind schwarz, und wie das Untergesicht mit weissen Härchen spärlich bekleidet. Brifstrückeji, Scliildchen und Hinterleib ungemein glän- zend , prachtvoll stahlblau , wenn auch mit aufgerichteten schwarzen Härchen bekleidet; auf der Brust zwei schmale graue, vorn genäherte, hinten divergirende Striemen, die kaum die halbe vordere Länge ein- nehmen. Hinterleib breit, länglich-eiförmig. Flügeladeru schwarz. Gegend des Stigma gelb. Schenkel mit ziemlich laugen weissen Härchen beklei- det, Schienen und Tarsen mit eben solchen, anliegenden. Klauen klein, schwarz, Schwinger schwärzlich. Eristalis Latr. Blanchard beschreibt bei Gay folgende drei Arten; ich kenne deren zM-ei mehr. 1 . Eristalis elegans M a c q. „Von Coquimbo etc." Von Santiago bei Valdivia. 2. E. quadraticornis Macq. „Von Coquimbo etc." Von Santiago bis Valdivia, häufig. *) Eigenname. Aiifzälilimi; ilor ihilcnisrlicii OiiilonMi. 743 3. E. testnceiscutellatus Macq. „Von Coquirabo etc." Von Santiago bis Valdivia häufig. 4. A\ chilensis Pli. E. vertice, antennis , niarg-ine oris nigris, facie omniiio fulva; thorace nigro , haud vittato; scutello fulvo, uuicolore; a.b- domine nigro , pilis breribus albis hirto, (marginibus segmentorum albis nullis), in segmento secuudo utrinque flavo niaculato. Long. corp. öV^ lin., extens. alarum. 10 lin. Semel prope Santiago cepi. Das Gesiebt ist rothgclb , selbst der Höckei*. Auf dem die Fühler trageuden Stiruhöcker steheji schwarze, auf dem Hinterkopf, Brust und Hinterleib dicht aufgerichtete weisse Härchen. Der dritte und der vierte Hiuterleibsriug haben am Grunde eine in der Mitte unterbrochene kahle, metallisch glänzende Querbinde, die Unterbrechung und die hintere Hälfte der Segmente sind dicht behaart. Die Flügel sind etwas gelblich. Die Schenkel sind schwarz, ebenso mehr oder weniger die Spitze der Schienen, sonst sind Schienen und Tarsen gelb. Die Augen sind kahl. 5. JE. concolor Ph. E. aeneus; oculis glabris, rufis , nigro-punctaJtis^ aus hyalinis; pedibus nigris, basi tibiarum oninium et articulo primo , tarsorum anteriorum luteis. Long. corp. 5 lin., extens. alar. fere 10 lin. "> Specimen prope Valparaiso lectum ornat. Dct. Hartwig debeo. ^ Scheitel und Stirne sind dunkel broiicegrün , mit braunen Längs- ^ streifen, und mit ziemlich langen gelblichen Haaren bekleidet. Das Unter- gesicht ist weiss, mit weissen Haaren besetzt, nur der Höcker im Centrum ^ desselben ist kahl, schwarz und glänzend. Augen hellbi'aun, mit schwär- xj zen Funkten, die nach oben zusammenfliesseu. Brust und Hinterleib sind ^ ziemlich dicht mit gelblichen Härchen bekleidet. Flügel wasserhell, Aderu ^ braun; die4)tellula mediastina ist kaum länger als die marginalis. Die 'C Spitze der'Schcnkel ist hellgelb, ebenso die erste Hälfte der Schienen an '' den Torderen Beinen; an den Hinterbeinen ist nur etwa der vierte Theil der Schienen gelb. Helophüns 91 ei^. A. Helophilns luctuosus Bigot Au. Soc. entom. Ser. 3. tom. V. p. 296. Ohne Angabe des Fundortes. Ist mir unbekannt, wenn es nicht mein l*rio)iierus luctuosus ist. t. //. 2>ictus Ph. H. fronte et facie luteis; antennis nigris; thorace nigro, albido-quadrivittato; scutello lutescente; abdomine uigi-o, guttis bis tribus flavis albidisve ornato; pedibus nigris, genubus fulvis. Long. 5 üu., extens. alar. 11 lin. CoUectio Ferd. Paulsen. Ein Weibchen. Der dunkelbraune Scheitel setzt gegen die bräun- lich gelbe Stirn scharf ab, und ist wie diese mit scliwärzlichen Haaren Uli. XV. Abhandl. (,r^ 744 nr.R. A. Philipfii: besetzt, wäliroid die Haare des Hinterkopfes blassgelb sind. Die Augen sind kahl, der Backenbart weiss, der Gesichtsliöcker springt ziemlich stark vor, und das Gesicht ist ziemlich nach unten in eine Spitze verlängert. ])ie atlasgrauen Striemen der Brust sind an den Seiten weniger deutlich als in der Mitte. Brustrücken und Scliildchen sind mit gelblichen, ziem- lich langen, aufgerichteten, der samintschwarze Hinterleib nur mit sehr kurzen Härchen bekleidet. Derselbe hat auf dem zweiten Segmente zwei gelbe, auf dem dritten und vierten zwei weisse, quere Tropfen, nahe am Seitenrand. Die Hinterschienen sind stark gekrümmt aber ohne Dorn am Ende^ die zwei oder drei letzten Glieder der Vorder- und Mittel- tarsen sind gelb. Doliclio^yua Macq. Itolichof/yna fasciata Macq. Gay VH. p. 408. t. 4. f. 8. „Scheint gemein bei Coquimbo." Gemein bis Valdivia. In der Abbildung von Gay fehlen die gelben Striemen des Brust- rückeus. Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch Färbung; die gelben Flecke des Hinterleibes sind bei den (^ grösser, lebhafter, der Hinterleib stärker behaart; bei den § sind die Flecke weisslichgelb. Tropidia Meig. 1. Tropiilin nihricomis Vh. Tr. facie albida; antennis rubris; tho- race nigro; abdomine nigro, segmeutis prinio et secundo utrinque macula magna lutea notatis, margiueque segmentorum omiiium luteo ; tibiis luteis, posticis nigro-annulatis. — Long. 3% lin., extens. alar. fere 6 lin. Specialen in prov, Colchagua lectum servo. Es ist ein Männchen. Die kahlen Augen stehen dicht beisammen. Der fühlertragende Stirnhöcker springt stark vor, und vor demselben senkt sich ein geradliniger Kiel bis zur Mundöffnung, welche nicht vorspringt und sehr schmal und eng ist. Die Fühler sind kurz, nur halb so lang als das Gesicht, das letzte Glied beinahe breiter als lang. Der Körper ist heinahe kahl, mit äusserst kurzen Börstcheu besetzt, so dass er bei ober- flächlicher Betrachtung puuktirt erseheint. Der Hinterleib ist schmal, liucarisch. — Der nervus submargiualis der Flügel ist kaum etwas ge- schwungen; die erste hintere Zelle erreicht mit ihrer Spitze beinahe die Flügelspitzc. Die vorderen Schenkel sind bis auf die gelbe Spitze schwarz, die Schienen und Tarsen gelb. Die Hinterschenkel sind sehr verdickt, oben stark gebogen, unten mit einem vorspringenden grösseren und meh- reren kleinen Zähnen versehen, ganz schwarz; die Hinterschienen etwas gekrümmt, braiingelb, mit einem schwärzliclion Ring im oberen Drittheil und mit schwärzlicher Spitze, die Tarsen oben bräunlicli, unten gelb. Aiifziililmif,' iltT cliilcniffhen Dillkren. <'45 2. T. nigricornis Ph. Tr. facie argeutea; auteniiis et carina faciali nigris; thorace et scutello uigro-aeneis; abdomiiiis segnientis priinis luteis, quarto nigro-aeneo postice albo-maigiiiato; pedibus atris. — Long", coip. 4 liu., exteus. alar. T'/j lin. Ad radiceni Audiuni prov. Santiago cepit orn. Ferd. Paulsen luc- cunique commuuicavit. Ein Mäuncbeu. Das Gesicht ist silberweiss, aber der Kiel kalil, schwarz und glänzend. 3. T". ß'wimana F h. Tr. facie pallide flava; anteunis rufo-fulris; cor- pore nigro; abdomine maculis quatuor flavis ornato; alis paulliilum iufus- catis; pedibus anticis omnino flavis, reliquis luteo- et castaneo-ajinulatis. — Long. 3V2 l'ii-i exteus. alar. G lin. In prov. Santiago rara. Ich besitze nur ein Männchen. Die Fühlerborste ist dunkelbraun. Das Schildchen ist gelb gesäumt. Der erste Hiuterleibsriiig ist schwarz, der zweite hellgelb, sein Vorderrand, sein Hinterrand und ein Längsstreiten in der Mittellinie sind schwarz, so dass zwei hellgelbe Flecke entstehen; der dritte Ring ist ebenso, nur ist der Vorderrand nicht schwarz und der Hinterrand hat einen schmalen, gelben Sauin ; der yierte ist schwarz mit gelbem Hinterrand; der fünfte ganz schwarz. (_Der Hinterleib ist also wie bei Xnlota pijnens.) Die Vorderbeine sind ganz gelb; die Mittelbeine gelb mit einem schwarzbraunen Ring am Schenkel und einem schwarzen Fleck- chen an der Schiene; die Hinterschenkel sind schwarz mit gelber Wurzel, die Hinterschieneu braun mit gelbem Ringe in der Mitte, die Hintertarsen braun. — Das Gesicht ist kurz, mit schwachem Läugskiel. Das letzte Drittel oder Viertel des Hiuterschenkels springt unten in Gestalt einer zusammeuged rückten Lamelle dreieckig hervor, welche mit nach hinten gerichteten Dornen besetzt ist. Der Submarginalnerv ist ziemlich gerade. Die Schwinger sind weiss. SyrpUas L. Blancliard hat folgende neun Arten, von denen mir zwei unbekannt sind; ich kenne deren vier mehr. 1. Sl/rplnis Gayi Macq. {testaceicornis Ejusd.) Gay VII. p. 409. „Coquimbo", geht bis Valdivia, ist nicht häufig. 2. S. similis Blanch. Gay 1. c. p. 410. „Santa Rosa." Von Santiago, sehr selten. 3. iS. tnelanostomn. Macq. (latefascies Ejusd.) Gay p, 410. „Coquimbo." Bis Valdivia häufig. Ich kann an keinem Exemplare finden, dass die Seiten der Brust blassgelb sind, sie sind so broncegrün wie der Rücken. 4. S. sexmaculatuä Macq. Gay VII. p. 411. 95* 746 lir.l! A IMiilippi: „Walirsclieinlicli auch von Coquiiiibo." Ist mir uixbekauut. ö. Ä. Macquarti Blau eh. Gay Vll. p. 411. „La Serena." Geht bis Valdivia. 6. aS^. calceolatus Macq. Gay VII. p. 4H. „Coquimbo und anderwärts." Scheint in ganz Chile gemein zu sein. 7. S. productus Macq. Gay VII. p. 412. „Von Coquimbo." Es ist keine Grösse angegeben und scheint nur das (^ beschrieben zu sein. Dieses ist 4 Linien lang mitT'/^iiu- llügel- spannuug. Ich besitze diese Art auch von Valdivia. Als Weibchen rechue ich dahin eine Fliege mit kurzem, länglich eiförmigem Hinterleib und drei Paar weit grösseren gelben Flecken, auf welche freilich der Name productus nicht passt. 8. S. auropulveratus Macq. Gay VII. p. 412. „Von Santiago etc." ist mir durchaus uubekaunt. 9. »Si. fenestratus Macq. Gay VII. p. 413. „Umgegend von Santiago." Sehr gemein bis Valdivia. Die atlas- grauen Querbinden des Hinterleibes sind in der Mitte unterbrochen, was a. a. 0. nicht augegeben ist. 10. S, poecilogast&r Ph. S. facie rufa, vertice virescente; autennis fuscis; thorace viridi-aeneo; scutello flavescente; abdomine supra nigro, guttis sex luteis ornato, apice nigro; pedibus fulvis, coxis femorumque basi nigris; alis vix infuscatis. — Long. iYi li»"» extens. alarum 10 lin. In praedio nieo Valdiviano cepi. Es liegen zwei Weibchen vor. Der Körper ist mit weisslichen Här- chen bekleidet, nur die Stirne trägt, wie gewöhnlich, schwarze Härchen. Von S. Gayi unterscheidet sich diese Art leicht durch die dunkleren Fühler, die weissliehe nicht gelbe Behaarung, die geringe Grösse der gelben Flecken des Hinterleibes (bei Gayi nehmen sie mehr Raum ein als die schwarze Grundfarbe) und die ganzschwarze Spitze desselben. Näher scheint S. sexmaculatus zu steheu; dieser soll einen hellgelben (flavus) Kopf, grosse gelbe Flecke und braunrothe Spitze des Hinterleibes haben. Von einer broucegrünen Farbe der Stiru und des Scheitels ist bei sexmaculatus auch keine Rede. 11. Ä^. hortensis Ph. S. facie flava, vitta nigro -aeuea a vertice usque ad os producta; thorace viridi-aeneo, lateribus flavo; scutello flavo; abdomine lineari, nigro; guttulis duabus flavis in segmentis quatuor abdo- minis; pedibus luteo-ierrugineis. — Long. 3^2 li'i-i extens. alar. 7 lin. In hortis Santiago etc. usque ad Valdiviam frequens. Der Körper ist mit weisslichen Härchen, die Stirn, wie gewöhnlich, mit schwärzlichen bekleidet. Sehr charakteristisch ist die breite bronce- grüne, lebhaft glänzende Strieme des Gesichtes. Die Fühler sind gelb, das obere Drittel des letzten Gliedes aber braun. Die gelbe Strieme an deu Seiten der Brust reicht vom Vorderrand bis au die Flügelwurzel. An Aiilzaliliint! der cliili'iiischen OiptiTen. 747 den Seiten sind ein paar hellgelbe Flecke. Die beiden ersten gelben Flecken des Hinterleibes sind quergestellt, die folgenden stehen schräg und berühren sich bisweilen. Die Hinterschieneu haben in der Mitte einen hellen Fleck. Ich besitze eine Varietät , ein ^ , bei welchem die broncegrüne Strieme über den Fühlern durch eine gelbe Querlinie unterbrochen ist, und sich dann in Gestalt einer schmalen Linie nach unten fortsetzt. Es fehlen die schwarzen Striemen zwischen Auge und Mund und die Beine sind ganz hellgelb. Doch möchte ich sie Tor der Hand nicht als eigene Art betracten. 1"2. S. chalconotus Ph. S. capite aeneo, facie albo-mlcante; antennis rufo-fuscis; thorace scutelloque aeneis; abdomine nigro, maculis bis qua- tuor luteis ornato; pedibus luteis, tarsis nigrescentibus. — Long. corp. 3-/3 lin., extens. alar. 8 lin. Semel prope Santiago cepi. Scheite), Stirn und Gesichtshöcker dunkel broncegriin, das Gesicht unter der Lupe weiss mit zahlreichen kreisrunden dicht gedrängten, bronceuen Fleckchen. Die ersten Fühlerglieder dunkelbraun, das letzte braunroth bis auf das obere Drittel, welches dunkelbraun ist. Der Körper ist mit weisslichen Härchen bekleidet. Die Brust, oben und unten, und das Schildchen dunkel broncegrün, die Hüften, Schenkel nud Schie- nen sind rothgelb. Von S. melanostoma sogleich durch das dunkel bronce- grüne Schildchen und die weit g'eringere Grösse verschieden. 13. Ä. interruptus Ph. S. facie scutelloque flavis; antennis rufis; thorace aeneo; abdomine nigro, fasciis quatuor luteis med io interruptis picto; pedibus flayis. — Long. Sy» lin., extens. alar. 7 lin. Frequens ab Illapel inde usque ad Valdiviam. Anfangs habe ich diese Fliege für eine blosse Varietät von S. cal- ceolatus gehalten, allein man findet nie einen Uebergang. Zwischen (^ und § ist wie bei jener Art, vom Kopf abgesehen, kein anderer Unterschied, als dass letztere einen etwas breiteren Hinterleib hat. Die Zeichnung auf demselben ist allerliebst. Jede Hälfte der gelben Binde ist am Vorder- rande coucav ausgebogen und nach der Mitte hin vorgezogen und wie in ein Knöpfchen abgerundet; auch haben die Seiten des Hinterleibes eine schmale gelbe Einfassung, welche bei S. calceolatus fehlt. Doros Meig. Jßoros? oclyneroides Vh. D. corpore atro, opaco; antennis jjedibusque rutis; abdomine basi valde coarctato , margiue postico segmenti secundi tertiique flavo; alis striga mediana nigra, ante eam rufis, pone eam hya- linis. — Long. 6 Iru., extens. alar. H'/^ lin. Speciraiua duo prope Corral capta suppetunt. 748 Dr. U.A. riiilipi'i: Vom Sclioitel bis zur Wurzel der Fühler verläuft die Stiriie in einer Ebene, dauii ist das Gesicht etwas ausgehöhlt und der Muudrand wii-der vorspring-eud, was nicht mit Dorsos übereinstimmt, von der Macquart sagt; tete obtusement conique, face convexe ä proemineiue. (Hist. nat. de ins. Dipt. I. p. 519.) Das Gesicht und der die lühler tragende Höcker sind kahl, die Stirn mit kurzen schwarzen Härchen, der Scheitel mit schwarzen Borsten besetzt. Die Fühler sind ganz und gar rothgelb oder fuchsroth, seihst ihre Borste, welche kahl ist, der Rüssel ist schwarz, die Palpen spateiförmig, ziemlich lang. Aucb dies will nicht recht mit Doros stimmen. Das erste und zweite Hiuterleibssegment zusammen sind so lang als die Mittelbrust und genau in der Mitte der Länge eingeschnürt. — Die Schwinger sind braunroth mit gelblichem Stiel. Die Hälfte der Hinter- schicneu und die Hinter tarseu sind scliwarz. Augen kahl. Ocyptaiuus Serv. AVie bei der vorigen Art, so bin ich bei der gegenwärtigen zweifel- haft wegen des Genus. Oci/Jitanms? valdivianus Ph. O. facie alba, autennis rufis; cor- pore supra aeneo; abdomine maculis quatuor luteis ornato; pedibus lutes- centibus. — Long. 5 lin., exteus. alar. 9 lin. In prov. Valdivia, in praedio meo cepi. Die kahlen Augen stossen beim (^ zusammen. Der Scheitel ist broncegrüu und mit weissen Haaren besetzt. Das Gesicht schimmert weiss, ist unter den Fühlern ausgehöhlt und hat ein ziemlich stark vorspringendes Epistom. Die braungelben oder braunrothen Fühler stehen in der halben Höhe des Kopfes aut einem bedeutenden, kegelförmigen Vorsprung; das dritte Glied ist kreisrund, mit langer, kahler, schwarzer Borste. Der Rüssel ist am Grunde und an der Spitze hellgelb, iji der Mitte gelbbraun, die Palpen sind fadenförmig. Brust und Schildchen sind kahl, dunkel bronce- grün, die Seiten der Brust sind weiss. Der Hinterleib ist schmal, linearisch, vorn nicht verschmälert, aber gegen das Ende verdickt und abgerundet, oben kahl, broncegrüu, mit zwei Paar gelblichen Flecken geziert, das erste Paar auf dem zweiten Ring lang, schmal, seitlich gestellt, die auf dem dritten Ring kürzer, auf die hintere Hälfte beschrankt, bisweilen in der Mitte zusammenüiessend. Unten ist der Bauch gelb, mit dunkler Spitze. Die Seiten der Brust und des Hinterleibes tragen ziemlich lange weisse Haare. Die Flügel sind wasserhell mit gelblichem oder bräunlichem Stigma. Die Beine gelblich, ins Braune fallend. Beim Weibchen ist der Hinterleib kürzer, breiter, am Ende dreieckig, das letzte Segment mit gelblichen Seitenrändern. Aiifziililnnff ilor cliiliMiisrlion Diiilercn. /-IJ riieiiosia Mei^. Cheilotiia aurantipes Bigot. Ann. Soc. eutom. Scr. 3. Tom. V. p. !297. Ohne Angabe des Fundortes. Ist mir unbekannt. Baelia Fabr. 1. Bacha melanon-ldna Ph. B. corpore obscure aeneo; facie flava, niacula sub antennis nigro-aenea; dorso thoracis ÜaTido-limbato, lateribus flavo-maculatis, margine angusto scutelli maculisque paryis ad latera ab- doraiuis flavis; alis paullulum infumatis; pedibus posticis omuiuo nigris. — Long. 6 liu., exteus. alar. H liu. In praedio meo Valdiviano specimen cepi. Scheitel und Stirn bis zum Fühlerhöcker sind dunkel broncegrün, das Gesicht schwefelgelb mit dunkel broncegrünem Gesichtshöcker. Fühler schwarz, Rüssel schwefelgelb. Die Brust hat oben zwei gelbweisse Strie- men, die bis zur Flügelwurzel reichen und an den Seiten grosse weisse Flecke, die fast mehr Raum einnehmen als die Grundfarbe. Der Hinter- leib ist am Grunde nur wenig verschmälert, das erste Segment hat eine gelbe, geschwungene Längsbinde au jeder Seite; das zweite, dritte, vierte haben einen hellgelben, dreieckigen Fleck jederseits am Gruude. Die Flügel sind etwas getrübt und die Stigmazelle bräunlich. Die Schenkel der vorderen Beine sind gelb, oben schwarz; die Schienen am Grunde hell, gegen die Spitze sowie die Tarsen schwärzlich. Die Hinterbeine sind durchaus schwarz. 2. JS. flavicornis Ph. B. facie antenuisque flavis; thorace supra aeneo, lateribus omuino flavo; abdomine uigro-aeneo, lateribus flavo-ma- culato; alis hyalinis, pedibus flavescentibus. — Long. 5 liu., extens. alar. 10 liu. Pariter in praedii mei Valdiviaui nemoribus cepi. Scheitel und Stirn sind bis zum Fühlerhöcker broncegrün, aber das Gesicht, nebst dem Höcker weisslich gelb. Der Rüssel ist gelbweiss, die Fühler braungelb. Die Oberseite der Brust, Schildchen uud Hinterleib sind broncegrün, wie bei der vorigen Art. Die Flügel sind fast ganz wasserhell, nur die Stigmazelle etwas getrübt. Sämmtliche Beine sind hell, gelblich, auf der oberen Seite etwas bräunlich. Die Schwinger braun auf weissem Stiel. 3. B. luyubris Ph. B. omnino atra, thorace aeneo - micante; alis valde ijifumatis, fuscis. — Long. 6 liu., extens. alar. lO'/j Hn. l'rope Coral invenit orn. Krause. Sclieitel und Stirn sind mit schwarzen Härchen besetzt; die Seiten 750 nr.R.A. I'liilipiii: des Gesichts sind dunkelgelb, die breite Mitte dunkel schwarzgrün. Die Fühler sind klein; das letzte Glied rothbraun, Brust und Hinterleib sind durchaus grünschwarz, mit Metallglanz. Die Schenkel der vorderen Beine sind unten mit langen, leinen weissen Härchen besetzt, die der Uintir- beine sind kahl. Zwei gelbe Flecke an jeder Seite des Hinterleibes fallen wenig in die Augen, am meisten der hintere, der sich auf den Bauch fortsetzt. Im März d. J. habe ich in Corral ein Exemplar erhalten, bei dem das Gesicht au den Seiten hellgelb ist, eine gelbe, wenig in die Augen fallende Längsbinde vom Vorderrand der Brust jederseits bis zum Ursprung der Flügel reicht, und die gelben Flecke an den Seiten des Hinterleibes heller, grösser und sehr auffallend sind, die beiden hinteren vereinigen sich auf dem Bauch zu einer Binde. Die Augen stosseu zusammen. 4. B. conopida Ph. B. nigra, facie rufo-castanea; striga abbreviata antica thoracis, scutello, basi segmenti secundi abdominis, margine angusto segmentorum 2.3. 4., genubus, basique tibiarum flavis; alis hyaliuis puncto ceutrali et stigmate elongato nigricantibus. — Long. 6 lin., extens. alar.y'/^lin. Specimen ab orn. Ferd. Paulsen captum in prov. Santiago. Der Leib erscheint auf den ersten Blick kahl, ist aber in VVii-klich- keit mit sehr kurzen Härchen bedeckt. Die Fühler sind schwärzlieh. Das zweite Glied des Hinterleibes ist sehr dünn, cylindrisch, und nimmt fast den dritten Theil der ganzen Körperläuge ein; die folgenden sind breit, birnfürmig. Die hellgelbe Strieme der Brust fängt am Vorderrand an und erreicht nicht die Flügelwurzel. Die Mediastinalzelle der Flügel ist anfangs gelblich, dann schwarz; eine abgekürzt schwärzliche Querbiude iu der Mitte der Länge am Ende der ersten Basilarzelle. 5. JB. valdiviana Ph. B. fronte, thorace, scutelloque aeneis; facie flava; abdomine aeneo, flavo-anuulato; alis hyaliuis fusco-tripunctatis, pedibus testaceis. — Long. 4 lin., extens. alar. 6 lin. In porta Cori'al sub finem Martii 1859 cepi. Die Fühler sind hellgelb, am obern Rand dunkelbraun; der Rüssel braun, die Taster hellgelb. Beim Männchen ist die Brust einfarbig, beim Weibchen zeigt sie drei gelbe Striemen, auch hat bei diesem das Schild- chen einen gelben Rand. Brust und Schildchen sind kahl, der Hinterleib schwach flaumhaarig. Von den blassgelbeu Binden des Hinterleibes haben die ersten beiden Glieder je zwei Binden, das dritte Glied nur eine am Grunde; diese Binden gehen rund um den Leib und sind auf der Baucli- seite am breitesten, auf der Rückenseite schmal. Die Beine sind schal- gelb, die Tarsen dunkler. Die Flügel sind glashell, das Flügelmal dunkler, auch die beiden Queiadern sind bräunlich eiugefasst, was beim § mehr auffällt als beim cj"; sämmtliche Läugsadern erreichen den Rand. Aufziililnnp: ilor cliilonisrlicn Diiilrrcn. '^■^1 H y h 1 i d 0 nr.R.A. Pliilippi: eben bekleidet. Die Hiiiterschenkel sind kaum länger als der Hinterleib, die Hiiitei-schieiieii Vk so lang als die Schenkel, wenig gekrümmt; die Tarsen so lang als die Schenkel. 7. P. rubripes Ph. P. corpore nigro; alis h^-alinis; pedibus rubro- ferrugincis, posticis maximis; tibiis eorum valde incurvatis, modo dimidium femoris aequantibus. Long, ä'/j lin., extens. alar. fere G lin. Valdivia. Ich besitze ein Männchen, dem das dritte Fiihlerglied fehlt: die beiden ersten sind schwarz. Der Rüssel ist schwarz, so lanji' als der Kopf, die Taster sind hellgelb. Die Brust ist flaumhaarig. DieSchwinger sind weiss. Die Beine sind rostroth, llauuiliaarig, sehr lang", namentlich die hinteren, deren Schenkel "weit über den Hinterleib hinausragen, und verhältniss- mässig gegen andere Arten sehr stark verdickt sind. Die Tarsen sind so lang als die Schienen. 8. P. fidvlpes Ph. P. capite corporeque nigris; halteribus pedibusque luteo-testaceis-, femoribus posticis abdoniine brcvioribus, tibiis eorum fere % femorum aequantibus; tarsis nigricantibus. Long. l'Vt lin. E collect, orn. Ferd. Pauls en. Der Küssel ist so lang als der Kopf. Das zweite Fusspaar hat keine verdickten Schenkel. Von P. argentata unterscheidet sich gegen- Avärtige Art durch den kohlschwarzen Hinterleib, von P. rubripes durch geringere Grösse und im Verhältiiiss weit kürzere Hinterschenkel. Rliaiuphoniyia Hfl'in^. Rhatnphomyiu tephrodes Ph. Rh. pallide cinerea; alis hyalinis, margine in regione stigmatis fusco; pedibus pallide fuscis. Long. 1-/3 lin. E prov. Santiago, ni fallor. Ich besitze nur ein Männchen. Die Fühler sind schwarz, ebenso der Rüssel, welcher etwa ly^ — lygmal so lang als der Kopf ist. Der Brustrücken hat keine Striemen. Die Beine sind sehr lang, mit langen, abstehenden, weisslichen Haaren besetzt; das erste Tarsenglied der Vor- derbeine ist verbreitert. Hilara Meig. 1. Slilura lugens Ph. H. atra, abdomiue pilis longis fulvis hirsuto; alis valde infumatis; pedibus valde hirsutis; articuio primo tarsorum au- ticorum dilatato. Long, fere 4 lin., extens. alar. 9 lin. Prope Corral in prov. Valdivia vivit. Ich besitze zwei Männchen; bei dem einen ist der Rüssel so laug* als der Kopf, beim andern fast zweimal so lang! Der Kopf ist sammt- schwarz mit einzelnen langen Härchen bekleidet. Die Fühler sind ebenfalls Aiilzalilutig der rliiloiiisclien Piplercn. ' n I tief schwarz; das dritte Glied so laug als die beiden ersten zusaiiiincn oder noch etwas länger; der Griffel etwa den dritten Theil so lang als das vorhergehende Glied, cylindrisch, mit ganz kleinoni, dünneu Endglied. Die Brust ist grauschwarz mit sammtschwarzen Striemen, oben mit kür- zereu, au den Seiten mit läug-eren Härclien besetzt. Das Scliildchen ist oben glänzend si-hwarz, wie lackirt, mit laugen schwarzen Borsten ge- wimpert. Der Hinterleib ist saramtschwarz, die Ränder seiner Segmeute mit langen, rothgelbeu Haaren besetzt. Die zweite Subraarginalzelle ist nicht viel länger als bei Empis. Die Haare am untern Theil der Vorder- schieneu und auf dem verbreiterten ersten Tarsengliede der Vorderbeine sind kaum länger als die übrigen Haare der Beine, stehen aber weit dichter, auch das erste Glied der Mitteltarseu ist verbreitert, aber nur halb so gross als das entsprechende Glied der Vordertarsen. Der Ge- uitalapparat ist zus;iainiengedrückt , aber nicht wohl mit ein paar Worten zu bescli reiben. t. H. griselventris 1' h. H. uigra, thorace autice griseo-vittato; alis hyaliuis, ad marginem anticum vix infuscatis; ventre griseo; pedibus fuscis. Long. extens. alarum 5'/^ lin. Valdivia. Die Flügel sind so dunkel als bei J3r. leptidea. Die Behaarung ist dieselbe wie bei den andern Arten, von denen sie leicht zu unterscheiden ist, schon durch den schwarzen längereu Rüssel. 5. Br. stigmatica Ph. Br. basi antenuarum, thorace, pedibusque testaceis; tertio antennarum articulo, capite nee non majore abdominis 7fif Pr..V. R. Pliiüppi: parte cinereis; alis hyaliiiis, uiacula stigniatica fusca A-alde conspicua, uei'vis luteo-tuscis. Long. corp. "ü'/i li». E praedio meo S. Juan. Der Rüssel ist kürzer als der Kopf, blass^elb. Die Behaarung ist dieselbe wie bei den andern Arten, von denen sie auf den ersten Blick durch ihre Flügel zu unterscheiden ist. Die zweite Längsader ist auffal- lend wimperig bedorut. Subgenus: Helerophlebus Ph. Xervulus prinius trausversus, cellula secundum submargiualem formaus, non cum uiargiiie alae sed euiu nervo autecedente juuctus. 6. B/'. rnelanogastra Ph. Br. capite anteunisque iiigris; tliorace testaceo, fusco-vittato; abdoiuine supra nigro, subtus testaeeo; pidibus testaceis; alis fuscescentibus macula stigmaticali parum distiucta. Long. 3V2 liu. In prov. Valdivia reperitur: Corral; S. Juau. Der Rüssel ist blassgelb, kürzer als der Kopf. Der Rücken der Brust ist beinahe braunroth; indem die brauneu Striemen mehr Raum einnehmen als der Grund. Die Behaarung mit schwarzen Borsten ist wie bei den andern Arten. Es liegen zwei Weibchen vor. 7. Bl'. thoracica Ph. Br. capite anteunisque cinereo-nigris; tlio- race e ciuereo-fusco, concolore; abdomiue supra fusco, subtus basi testa- ceo; pedibus fusco-testaceis; alis fuscescentibus, macula stigmatica parum conspicua. Long. ^Vs üu- E pi'acdio meo S. Juan. Ein Männchen, Von voriger Art sogleich durch geringere Grösse und dunklen, graubraunen Thorax, dem die Striemen fehlen, zu unter- s -Jieiden. Rüssel kürzer als der Kopf, blassgelb. S. Br. aiuhiyua Ph. Br. capite anteunisque cinereo-nigris; tho- race fulvo, vittis tribus fuscis ornato; abdomiue supra fusco, subtus cum pedibus testaceo; alis fuscescentibus, nervis rufo-fuscis. Long. i% liu. E prov. Valdivia. Von der vorigen Art durch den blass rothbraunen oder gelben Brustrücken, der deutlich drei braune Striemen zeigt, von denen die seitlichen kürzer sind , zu unterscheiden, von Br. nigricornis durch die Flügeladern etc. 9. Bf. nemoral/s Ph. Br. capite cinereo; antennarum artieulis primis proboscideque testaceis; thorace supra fusco-bivittato ; abdomiue supra uigricante; alis pauUulum iufumatis; cellula submarginali uuica; macula parum distiucta stigmatica in cellula marginal!. Long, f^/^ liu., extens. alar. fere 6 lin. In prov. Valdivia cepi. Das erste Fühlerglied ist fast so lang als die beiden folgenden zu- sammengenommen, das zweite ist kurz, wie gewöhnlich, das dritte nicht AulViililiinpr der cliilenisclien Dipteren. 705 viel länger als das zweite, zwischen dreieckig und kreisförmig, fein flaumhaarig; die Borste entspringt auf dem Rücken, ist 2Vamal so lang als der Fühler selbst, dicht und kurz behaart. Das Dreieck, auf welchem die Punktaugeu stehen, tragt zwei schwarze Borsten; eine Reihe solcher Borsteu steht auf dem Hinterkopf, und auch auf dem Rücken der Brust und des Hinterleibes stehen schwarze Borsten. Die Submarginalzelle ist ungetheilt. Die Beine sind fein behaart, und die Schienen mit einzelnen Dornen besetzt. Sieht dem Br. (Heterophlebus) amhiguvs ähnlich, von dem ihn sogleich die einfache, uugetheilte Submarginalzelle unterscheidet. 10. Br. vittigera Ph. Br. testacea, capite antennisque nigris; tho- racis dorso laete fulro, fusco univittato; alis fuscescentibus. Long. 3 liu., extens. alar. 7'/^ liu. E prov. Valdivia attuli. Rüssel und Taster sind hellgelb; das dritte Fühlerglied ist breit eiförmig und geht plötzlich in eine feine, lange Borste über, während es bei der sehr älinlicheu Br. testacea schmal uud allmälig zugespitzt ist. Der Brustrücken ist weniger behaart als bei der geuauuteu Art, glän- zender, lebhafter rothgelb und die dunkelbraune Strieme derselben fällt sehr iu die Augen. Sonst sind beide Arten sehr ähnlich. Ceratomerus i) Ph. Caput globosum. Anteunarura articulus primus elongatus, caput aequans, secundus brevis, obconicus, tertius longitudine priores simul sumtos aequans, ovato-lanceolatus, seusim in setam dimidiam articuli ipsius lougitudiuem aequantem termlnatus. Prob ose is perpendicularis, caput saltem bis aequans; palpi in cavitate buccali iuclusi. Alae cellulis submarginalibus duabus , posticis tribus, basali prima brevissima, anali nuUa. Abdomen cyliudricum, ante apicem atteuuatum , apice ipso in mare inflato. Pedes saltem (^ valde siugulares, graciles; femora antica basi uncinato-deiitata; tibiae anticae in latere interiore paullo infra genu tuberculo muuitae, infra id ciliatae; tarsorum articulus primus, sicut etiam in posterioribus, tibiam aequans, imo superans, reliqui articuli simul sumti primum aequantes; femora intermedia in latere superiore paullo ultra medium coruu magno, antrorsum verso, apice bispinoso armata, subtus pilis fasciculatim dispositis, setisque tribus niunita; tibiae primum paullo incurvae, iutus paullo infra genu submarginatae, deiude biseriatim sc-d breviter ciliatae; femora postica paullulura incrassata, caeterum sim- plices; tibiae elougatae, rectae, versus apicem dilatatae et ultra inser- tiouem targi in lobum productae, puberulae, non ciliatae. Pedes feminae . . . *) xi^ag, xE^cKTOg Hörn und iirjqöq Schenkel. 7Bfi Dr. H. A.Philippi: Dor Verlauf der Flügeladeni und die Fiililerbildune: sind sehr eigentliiimlic'h, abgesehen von der ganz abenteuerlichen Bildung der Beine, die vielleicht beim Weibchen einfacher ist. Cernfftniertts paradoxus V\i. C. capite, antennis, parte dorsali thoracis abdominisque fuscis; pectore, coxis, parte inferiore femorura testaceo-flavis; tibiis versus apicem tarsisque nigrescentibus; alis infu- matis. Long. corp. 2*/^ liu. Siehe Abbildung. In oppido Vsildivia Aprili 1859 qj" cepi, ^ mihi ignota. Fig. 2 a. stellt den Fühler, Fig. 2 b. den Mittelschenkel und Tro- chanter vor. )-t*y'-|6>. K^./Xi^fh, Henierodroiuia Ufmsg^. Von diesen kleinen Fliegen ist bisher noch keine Art aus Chile be- kannt gemacht, das Museum besitzt folgende Arten: 1. Hemerodi'omia flavipes Ph. H. capite antennis et abdomiiie nigris ; thorace cinereo; pedibus et halteribus flavis. Long. 1^/4 lin. Prope Santiago legi. Es sind zwei Submarginalzellen und eine DIscoidalzelle vorhanden. 2. jff. semilugens Ph. H. capite, thorace, abdomiue aterrimis; an- tennis, proboscide, pedibus albidis. Long. 1 '/^ lin. Prope S. Fernando cepi. Von der vorigen Art sogleich durch die kohlschwarze Färbung des Körpers , welche auch die Brust einnimmt , uud die hellen Fühler zu unterscheiden. 3. M. pratincola Ph. H. cinerea; thorace fusco, univittato; ab- domiue apice atro; antennis pedibusque pallide testaceis; alis hyalinis, macula stigmaticali pallide fusca. Long, fere 2 lin. In prato humido prope Santiago cepi. Zwei Submarginalzellen, eine Discoidalzelle. Dor Hinterleib schim- mert bei gewissem Licht sammtschwarz mit grauen Rändern. 4. I£. pal.lida Ph. H. capite corporeque griseis; antennis, rostro pedibusque pallide testaceis; alarum cellula postica secunda petiolata. Long. \^/i lin. Ad radicem Andium prov. Santiago. Kopf, Brust und Hinterleib sind hellraäusegrau, der After hellbraun. Von H. flavipes durch hellgrauem Kopf und Hinterleib und durch die ge- stielte zweite hintere Zelle verschieden. Zwei Submarginal- und eine Dis- coidalzelle, wie bei den vorhergehenden Arten. 5. U. bivittata Ph. H. antennis, proboscide, pedibus, veutre albis; capite prothorace, postscutello , dorso abdominis atris; scutello et moso- thorace fulvis, hoc atro bivittato. Long. 1 Yj lin. E praedio meo Valdiviano. Aufzüliliing der cliilcnischeii Oiptoron. '6/ Das Untergesicht schimmert weiss. Die glänzend scliwarzeu Strie- men des Brustrückeus beginnen von den Ecken des Schildchens und neh- men etwa zwei Drittel der Länge der Brust ein. Zwei Submarginalzellen; keine Discoidalzelle ; die zweite Basilarzelle ist so weit verlängert, dass sie mit ihrer Spitze die zweite hintere Zelle trifft. Die Adern sind gelb, nur die, welche die Submarginalzellen von der ersten hintern Zelle trennt, ist schwarz. 6. AT. hicolor Ph. H. antennis, proboscide, pedibusque albidis ; meso- thorace et scutello fulvis; capite, prothorace, postscutello, abdomiueque etiam infra atris. Long. lYj lin. Santiago? Schon auf deu ersten Blick von H. hivitatta durch den Mangel der schwarzen Striemen auf der Brust, so wie durch den schwarzen Bauch verschieden. Zwei Submarginalzellen, eine Discoidalzelle; alle Adern gleich. Stirn und Untergesicht schimmern weiss. 7. JFf. nigrimana Ph. H. capite et thorace muriuis, hoc fusco lineato^ . abdomine uigricante; pedibus flavis; femoribus anticis valde incrassatis, tibiisque apice nigris. Long. 1% lin. Patria: Illapel? Ein Männchen. Die Eühler sind abgebrochen. Auf dem Brustriickeu erblickt man fünf braune Längslinien, von denen die mittelste die schmälste, die äussersten die breitesten sind. Die Vorderhüften und Trochanteren sind nebst den Schenkeln schwarz, doch ist die äusserste Spitze der letz- teren gelb. Die Flügel haben eine Discoidalzelle und ein blassbrauues Kandmal. Der Hintei-leib endet mit einer grossen , inwendig stark ge- zähnten Zange. Platypaipns Macq. 1. Plafypalpus chüensis Ph. PI. capite, antennis, abdomine atris; pectore nigro-aeneo; halteribus pedibusque flavis; nervis alarum flavis. — Long. 1 lin. Prope Santiago inveni. Auf dem Scheitel stehen ein paar lange, nach vorn gerichtete Bor- sten; Hinterkopf xind Unterkopf sind mit kürzeren Börstchen besetzt; am Rande des Schildchens stehen lange Borsten; sonst ist das Thierchen kahl. 2. P, testaceus Ph. PI. rufo-testaceus; capite, articulo secundo an- tennarum , rostro , nigris; abdominis dorso saepe nigrescente; femoribus anticis parum incrassatis. Long. 1 lin. Ad radicem Andium prov. Santiago cepi. Die Flügel sind wasserhell mit hellbraunen Adern. Die Vorder- schenkel sind kaum verdickt, ohne Zähuchen oder Borsten am Rande, Bd. IV. Abhandl. 9g 7fi8 Dr.R. A.Philippi: und offenbar nicht zum Creifeu geschickt; hiezu dient das zweite Fuss- paar, dessen Schenkel am Rande gezähnt sind. 3. P. Pauheni Ph. PL capite griseo; antennis nigris, basi testaceis; thorace laete rubro; abdomiue atro; pedibus fiilvis , t'emoribiis mediis niaxime incrassatis. Long. iVi l'"- E collect, oru. F. Paulsen. Der Rüssel ist schwarz. Von PI. testaceus durch die lebhaft rothe Färbung der Brust und noch lebhaftere Färbung der Beine verschieden*, vielleicht blosse Varietät. Drapetis Megerle. \. Ifrapetis valdiviana Ph. Dr. facie nigro-cinerea; corpore atro; alis hyalinis, uervis praeter secundum tenuissimis; pedibus halteribusque fuscis. Long. 1 lin. In prov. Valdivia habitat. Die Augen meines Exemplares sind zusammengefallen, so dass ich nicht sehen kann, ob sie behaart sind. Die Gegend des Stigma ist ver- dickt, und am Rande mit längeren Borsten gewimpert als der übrige Theil des Vorderrandes. Der Kopf ist borstig. Bei 90 maliger Vergrösse- rung zeigt die Borste der Fühler am Grunde zwei kurze Glieder. 2. />. ohscuripennis Ph. Dr. fusca; pedibus pallidioribus; alis valde infumatis. Long. 2 lin., extens. alar. i^/^ lin. Cum priore habitat. Auf dem Scheitel s'ehen vier lange, nach vorwärts gerichtete schwarze Borsten. Die Fühlerborste ist so lang als der Kopf. Die Brust ist mit einzelnen, nach hinten gerichteten Borsten bekleidet. Die erste Basalzelle ist so kurz, dass man richtiger sagt, es sei gar keine vorhan- den; die Schwinger sind bräunlich weiss. Cyrtoiiia Meig. Cyrtoma? coUlna Ph. C. uigra; uervis alarum flavis; pedibus testaceis s. pallide fuscis. Long. 1 lin. In colli S. Cristöval prope Santiago cepi. Der Rüssel ist den vierten Theil so lang als der Kopf, schwarz. Das zweite Fühlerglied ist eiförmig-kegelförmig, stark behaart, wie die eben so lange Borste. Die Flügel haben zwei Basilarzelleii und eine ge- s<-hlossene Analzelle, sowie drei lange hintere Zellen. Alle Schenkel sind j dünn; das erste Tarsenglied der Hinterbeine ist dünn, fast so lang als ' sein Schienbei«. Vielleicht ein eigenes Genus? Aufzählung ilcr cliilcnisclicn Dipteren. ^()1^ Xylotomae Illeig. Thereva Lalr. Blau eil ard führt bei Gay drei Arten auf. i. Thereva notabiUs Macq. Gay Vll. p. 416. „Voii Santiago." Ich selbst habe sie noch uicht gefunden, wohl aber Herr F. Faulsen. 'VH-cO/'^ 2. T/i. lugubris lltefg. Gay VII. p. 417. t. 4. f. 4 mala, pedes uiniis breves. „Von la Sereua, Santiago etc." Sehr gemein in den Häusern an deu Fenstern in ganz Chile , wenigstens bis Valdivia , sehr selten im Freien auf Blumen. Im Leben sind die Augen lebhaft ziegelroth. 3. Th, chilensis Macq. „Von Santiago". Ich besitze noch folgende Arten. 4. T/t. luteiventris Ph. Th. facie alba, albosetosa; thorace paliide cinereo, fusco - vittato; abdominis primo segniento nigro, reliquis luteis; femoribus nigris albo-hirsutis ; tibiis tarsisque paliide testaceis ; alis hya- linis, macula stigmatica fusca. Long. 4 liu., extens. alar. Trope Santiago capta. Die Augen sind dunkelbraun, kahl. Die Fühler sind kürzer als der Kopf; das erste Glied doppelt so lang als das zweite , und beide mit starken, dicken Borsten besetzt; das dritte kaum länger als die beiden ersten zusamuieugeuommen , länglich eiförmig, der Endgriifel kurz und dick. Hinterkopf und Unterseite des Kopfes sind mit weissen Haaren be- setzt. Die hellasehgraue Brust zeigt oben drei breite , hellbraune Strie- men , wenige weissliche Haare und einzelne, schwarze Borsten; an deu Seiten und unten lauge, weisse, büschelförmig gestellte Haare. Der Hin- terleib ist beinahe kahl; der erste Ring ist ganz und gar, der zweite oben zur Hälfte schwarz. Die Schenkel sind mit anliegenden weissen Haaren, die Tarsen und Schienen mit ziemlich kurzen schwachen Borsten besetzt. Der zweite Längsnerve der Flügel ist gelb. 5. Th. vittata Ph. Th. aibo-grisea, nigro-vittata; abdomine sub- glabro, nigro, praesertim ad latora argenteo-micante; alis hyalinis, macula stigmaticali obsoleta. Long, ö'/j lin., extens. alar. 10 lin. Orn. Ferd. Paulsen specimen deboo. Die Stirn ist grau und so wie der Scheitel dicht mit schwarzen Borsten bekleidet; auf dem Scheitel ist ein kahler schwarzer Fleck, auf dem die drei sehr kleinen Punktaugen stehen. Die ersten Fühlerglieder sind schwarz , und mit schwarzen Boi-sten besetzt, das dritte fehlt in meinem 98* 770 r)r H A. Pliilippi: Exemplare. Der Hinterkopf ist grau, das Uiitergesicht weisshaarig-. Auch die ganze Unterseite des Körpers ist grau. Die Oberseite der Brust ist grau, mit drei breiten, braunschwarzen Striemen, die mehr Raum eiunehmeu als die Grundfarbe, sie ist vorne mit kurzen schwarzen Härchen , an den Seiteu und hinten mit schwarzen Borsten besetzt. Das Schildcheu ist schwarz, ringsum hellgrau eingefasst. Der Hinterleib erscheint auf den ersten Blick kahl, ist aber mit feineu, weissen Härchen bekleidet; das Schillern desselben kommt indessen nicht von diesen Härchen. In der Gegend des Stigmas hat die hintere Randader eine sehr schmale, bräunliche, leicht zu übersehende Einfassung. 6. Th. alhiventris P h. Th. (^ nigra; facie alba, albo-hirsuta; tliorace griseo ; abdomine pilis mollibus , longis, appressis , argenteo-albis vestito; segmentis posterius carneis, albo-marginatis; alis hyalinis, macula stigraaticali nigra. Long-. 3Vj lin., exteus. al. 6 lin. Prope Santiago semel cepi. Die Fühler sind braun , das dritte Glied rothbraun mit braunem Griffel; die Borsten der ersten Glieder, so wie des Scheitels sind schwarz, sonst ist das Gesicht weiss und weisshaarig. Die Brust ist oben mit kur- zen weisslicheu Haaren , an den Seiten und am Hinterrande , so wie der Hinterrand des Schildchens mit schwarzen Borsten bekleidet. Die Brust- seiten, die Unterseite der Brust, der Bauch , und der Rücken des Hinter- leibes sind mit langen, weichen, weissen Haai'en bekleidet. Die Schenkel sind dunkelbraun, unten mit eiaizeluen schwarzen Borsten, oben mit feinen, weissen, anliegenden Härchen bekleidet, namentlich die Hinterschenkel; die Schienen sind hellbraun, die Tarsen gegen die Spitze schwärzlich; beide sind schwarzborstig. Die Flügel sind an allen Queradern mit einem schmalen , bräunlichen Saume eingefasst; die vierte hintere Zelle ist geschlossen. Denteragonista 1) Ph. Caput breve, transversura. Oculi glabri, maris contigui. Anten- nae caput vix superantes; articuli duo basales subaequales, tertius elon- gato-conicus; anteriores simul sumtos bis aequans; Stylus terminalis, di- midlam lougltudineni ai'ticuli tertii superans, triarticulatus , articulus priraus brevissimus, secundus elongatus, cylindricus, tertius setula brevis- sima. Proboscis brevissima , perpendicularis; Palpi horizontales spa- thulati. Abdomen conico - depressum, articulorum sex. Alarum cellulae submargiuales duae , posteriores quatuor , basilares sat breves , analis clausa, brevissima. Pedes normales; tibiae apice haud calcaratae; ungues mediocres, pulvilli duo. schaffe mi ^~) 8iv%iQaymviaT£iV eine Nebenrolle spielen, wegen der Verwandt- 'fe mit Thertva, Chiromyza, RüppelUa und JSmpis. Ani'zalilmis;: der rliilenisclieii Dipteren. 77 1 Der Habitus ist von Thereva^ doch g-edruugeuei" der Uuistaud, dass nur yier hintere Zellen vorhanden sind, erinnert an Chlromyza, der drei- gliederige Griflfel an Rüppellia\ Flügeladei'n und Fühler erinnern auch an JEmpis. Deuter agotiista bicolor Ph. D. thoracis lateribus rufo-fulvis, dorso griseo, nigro-bivittato; scutello rufo-fulvo; abdomine albo-ciuereo, incisuris albis; pedibus fuscis. Long. 3Vj lin., extens. alar. S'/j lin. Mas a Krauseo prope Corral captum suppetit. Der Scheitel ist dunkelbraun , kahl , und trägt drei Punktaugen. Das Untergesicht ist zwar schmal aber etwas breiter als die Stirn , und liegt in derselben Wölbung wie die Augen. Die Fühler sind schwarz, ebenso der Rüssel. Die Augen haben einen Einschnitt der von den Füh- lern ausgeht. Der Brustrückeu ist mit ziemlich feinen Borsten besetzt, nur die Borsten an den Seiten vor den Flügeln , und ebenso eine Reihe auf dem Schildchen sind länger. Der Hinterleib ist so lang als die Brust , zweimal so lang als breit. Oben ist das erste Glied vorne schwarz, in der Mitte weiss, hinten dunkel atlasgrau; das zweite bald hinter seiner Basis scheinbar quergetheilt, im vorderen Theil schwärzlich, mit zwei Querreihen schwarzer Punkte , im hinteren Theile , so wie die folgenden Segmente , hell atlasgrau, mit weissem Rande, und auf dem grauen Theil mit schwarzen Punkten , die Börstchen tragen. Die Unter- seite ist schwärzlich. Das männliche Glied ist zusammengedrückt, und in die Höhe gerichtet, und steht unten mehr hervor als oben. Die Flügel sind schwach getrübt mit braunen Adern; die Basis und das Randn>al sind gelblich. Die Beine haben nichts Ausgezeichnetes, sind massig lang, die Schenkel massig dick , die Tarsen sind länger als die Schienen , ihr erstes Glied ist dicker als die andern , länger als der dritte Theil der Schienen; das letzte Glied so lang als das dritte. Dasyomnia 9Incq. Dasyonima caerulea Macq. Gay VII. p. 418. Tab. 4. fig. 3. „Ziemlich gemein bei Santiago etc." ist mir noch nie vorgekommen. L e p t i d e s Meig. Es scheint bisher keine Fliege dieser Familie aus Chile bekannt geworden zu sein; ich kenne folgende Arten: Leptis Fabr. 1. I^eptis suhannulata Ph. L. pectore scutelloque nigris; abdomine subius lateribusque segmentorum priorum fulvo, caeterum nigro; alis in- 7r2 Dr. R.A. l'liilipiii: fuiuatis; pcdibus fulvis , tibiis tarsisque posticoruiu nigris. Long. 4'/^ Hu., extens. alar. 8'/^ Hn. In prov. V^ildivia ueiuoribus plus semel cepi. Der Scheitel ist kohlschwarz; der Hinterkopf tragt blasse, fast kamiuartige Haare. Die Fühler siud schwarz; das Gesicht schwarz und kahl. Auch der Rüssel ist schwarz, aber die Palpeu blass, bräunlich uud mit langen , weisslichen Haaren gevvimpert. Der nervus marginalis der Flügel ist behaart, die Analzelle vollständig geschlossen. Die Schwinger sind gelb. Die gelben Flecken an den Seiten des zweiten, dritten uud vierten Hiuterkibsegmeutes sind rundlich, und bilden unterbrochene gelbe Ringe. Die Flügel siud ziemlich dunkelbraun. i, h. nemoraliä Ph. L. capite thoraceque nigris; abdomiue basi fulvo, uigro univittato , deinde iiigro; subtus ouinino luteo; alis hyaliuis, cellula mediastinali pallide fusca; coxis femoribusque anterioribus albidis, coxis posticis nigris; tibiis tarsisque fuscescentibus. Long. corp. 3 lin., extens. alarum 6y^ lin. Pariter nemora prov. Valdivia inhabitat. Scheitel und Stirn sind kohlschwarz , und ebenso die Hao.re des Hinterkopfes, der Rüssel und die Taster. Die Fügeladern sind wie bei der vorigen Art braun , und die Analzelle kaum geschlossen. An deu mitt- leren Beinen ist Hüfte und Trochanter schwarz, die Schenkel am Grunde gelblich, au der Spitze schwarz. 3. Ij. praefica Ph. L. ouinino nigra; margine postico segmentorum abdomiiiis, pectore ventreque pallidioribus; alis antice fuscis; tibiis tarsis- que fuscis. Long. 3'/^ lin. Prope Santiago inveni. Die beiden ersten Glieder der Fühler und namentlich die Palpeu sind dicht mit langen schwarzen Haaren besetzt. Die Haare des Brust- rückens sind aufrecht, lang, schwarz, die des Hinterleibes gelblich, kürzer und schräger gestellt. Die Unterseite des Körpers , die Seiten und die Räuder der Hinterleibssegmente siud grau, mit schwarzen Punkten. Brust uud Hüften sind grau, Trochanter und Schenkel tief schwarz; Schienen und Füsse dunkelbraun. Die Flügel sind vorne dunkelbraun, sonst massig getrübt; die Schwinger dunkelgelb. 4. //. nijrata Ph. L. capite corporeque omnino nigris; articulo ultimo antennarum globoso , abrupte in setam coiitinuato; alis hyaliuis, macula stigmaticali nigra uotatis; coxis trochanteribusque nigris; femoribus luteo-testaceis; tibiis tarsisque nigris. Long. 3y^ lin., extens. alar. 7'/^ lin. Prope Corral legi. Von der vorhergehenden Art sehr leicht durch den ganz schwarzen Hinterleib, die hellen Flügel mit schwarzem Randmal, die gelben Schen- kel, die Gestalt des dritten Fühlergliedes zu unterscheiden.' o. //. claripennis Ph. L. capite corporeque ciuereis; abdoniine Aufzahliin? der rliilenisrlion Diploron. <■ / o supra nrg;ro, sogmentis duohiis primis laterilms luteis; alis omniuo hyaliiiis etiani absque macula stigmaticalis; femoribus anterioribus testaceis, posticis testaceis, apice uigris; tibiis tarsisque omnibus nigris. Long. corp. S'/j lin., exteus. alar. 7'/^ liii. E prov. Valdivia (Corral) attull. Der Kopf ist graulichgelb, der Scheitel grau , mit schwarzen Bor- sten , das Untergesicht mit weissen Borsten besetzt. Die Fühler sind schwarz; das dritte Glied ist nicht dicker als die vorhergehenden, ei- förmig , spitz. Auf der Brust erkennt man drei braune Striemen. Die Flügeladern sind braungelb, die Analzelle geschlossen. Von L. nemoralis sogleich dnrch den hellgrauen gestriemten Brustrücken zu unterscheiden. 6. L>. setosa Ph. L. cinerea, thorace fusco-tririttato; segmentis 2. 3. 4. abdominis medio macula triangulari fusca, et utrinque lineola ob- liqua fusca pictis; alis parum infuscatis. Long-. SVj lin., ext. alar. 8 lin. Ad radicem Andium prov, Santiago (Valle de S. Ramon) cepi. Der ganze Körper ist mäusegrau, mit schwarzen Haaren bekleidet, der Scheitel bräunlich. Die Fühler sind stärker borstig als bei anderen Arten, und der Endgriffel ziemlich dick und laug*. Rüssel und Taster sind hellbraun, und letztere ebenfalls sehr borstig. Die Striemen der Brust sind schmal und reichen nicht bis zum Hiuterrand. Brust und Schildcheu sind mit laugen, aufgerichteten Borsten bekleidet. Die Flügel sind bräun- lich getrübt , mit brauuen Adern und gelblichem Randmal. Auch die Schienen sind stacheliger als bei andern Arten. 7. JL. lugens Ph. L. corpore omniuo nigro; alis infumatis, cellula marginali omnino nigra; femoribus luteis, apice nigris; coxis tibiis tarsis- que nigricantibus. Long. 3-/3 liu., extens. alar. 8V3 liu. E prov. Valdivia. Der Kppf fehlt bei meinem Exemplare. Die Vorderbrust ist mit weissen Borsten besetzt; die Mittelbrust und Hinterbrust mit langen, schwarzen, steifen Haaren ; der Hinterleib mit langen, weichen, gelblichen Haaren. Die Flügel sind bräunlich , so dunkel wie bei L. praefica^ die hinteren Adern braun, die vorderen schwarz; die Marginalzelle ist dunkel- schwarz. Die Schwingkölbchen sind schwarz, auf bräunlichem Stiel. 8. £/. hasalis Ph. L. corpore omnino Jiigro; alis basi infumatis, caeterum hyalinis; pedibus pallide fuscis. Long. S'/j lin., ext. alar. 8 lin. E coli. orn. Ferd. Paulsen. Fühler, Palpen, Rüssel sind schwarz, und erstere beide Organe mit langen, schwarzen Borsten besetzt. Auch die Borsten des Hinterkopfes sind schwarz, die der Kinngegend aber weiss. Wie bei L. lugens ist die Brust mit schwarzen steifen, der Hinterleib mit weichen, gelblichen Här- chen bekleidet. Die Basis der Flügel und die Costalzelle sind bräun- lich, sonst .sind die Flügel glashell mit bräunlichen Adern. Die Schwinger sind gelb. 774 nr.n.A.Philippi: 9. Ij. gri.iea Ph. L. omuiuo grisea, vittis tlioracis uuUis; alis parum infuscatis; pedibus pallide fuscis, tarsis nigricantibus. Long. SVj lin. , ext. alar. 6^/4 lin. In praedio meo S. Juan Jauuario 1864 cepi. Auch der Rüssel, die Palpen und die ersten Fühlerglieder sind grau, das dritte nebst der Borste dunkelbraun. Die Brust trägt ebenso lange schwarze Borsten wie L. setosa , auch die Schienen sind sehr stachelig. Ueberhaupt sind beide Arten einander sehr ähnlich, allein grisea unter- scheidet sich sogleich durch den gänzlichen Mang'el von Striemen auf der Brust, helle, röthlichbraime Schenkel, geringere Grösse. Anmerkung. Sämnitliche neue Arten haben eine geschlossene, oder fast geschlossene Aualzelle und weichen hierdurch von Leptis ab; die Taster sind schräg geneigt, weder aufsteigend, noch dem Rüssel an- liegend. Chrysopila Macq. Vhrysopila valdiriana Ph. Chr. corpore nigro , sericeo, aureo- micante; alis hyalinis, macula stigmaticali lutea; femoribus albidis, tibiis tarsisque nigricantibus. Long. Sy^ lin., extens. alar. fere 8 lin. Anno 1861 in prov. Valdivia ^ cepi. Der Scheitel ist breit, flach, braun, sammtartig glänzend, fast ganz kahl, scharf von der grauen Stirne abgegränzt. Die Fühler sind sehr kurz; das Untergesicht tritt blasenartig hervor; der hintere Rand der Muudöffnung ist mit langen, weissen Haaren besetzt. Brust, Schildcheu und Hinterleib sind schwarz, dicht mit anliegenden, braungelben Härchen bekleidet, seidenartig glänzend. Die Querader , welche die zweite Sub- marginalzeile abtreunt, ist stark nach hinten gekrümmt. Die Beine sind sehr laug und dünn, kahl , namentlich ohne Spur von dornigen Haaren au den Schienen, aber Mittel - und Hinterschienen enden mit zwei Dor- nen. Die Klauen und die drei Haftlappeu sind ausserordentlich klein. Dolichopoda Latr. Bei Gay sind nur zwei Arten aufgeführt; ich kenne folgende chi- lenische Arten dieser Zunft. Rliapliiiim Meig[. Hhajthimn Paulseni Ph. Rh. cinereum; facie argentea , vertice atro-velutino; dorso thoracis abdominisque viridi-aeneis; femoribus, prae- sertim anticis , viridi - aeneo micantibus; alis paullulum infuscatis. Long, corp. 2 Hu. Aiirzaliliing der cliilenisciien Diiitereii. ' ' •"> In plaiiitie prov. Santiago cepit orn. F. Paul seil, mecuiiu[ue ^ comrauuicavit. Die Augen sind braun, mit dichter weisslicher Beliaarung; Gesicht und Scheitel kahl , der Hinterkopf mit langen, schwarzen Haaren be- kleidet; die Taster grau, die Fühler schwarz. Der Thorax und der obere Theil des Hinterleibes tragen kurze Härchen; die Schenkel ebenfalls kurze, entfernt stehende, die Schienen längere. Die Schwinger sind weiss. Das Untergesicht hat jederseits einen Höcker. Chrj'sotus Meig. 1. Chrysotus baxalis Ph. Chr. obscure aeneus; antennis nigris; lateribus pectoris cinereis; femoribus nigris, basi testaceis; halteribus flavis. Long, i % lin. In prov. Valdiyia cepl. Der Scheitel ist dunkelbraun mit broncegrünem Schimmer, das Ge- sicht schwarz. Die Schienen der vorderen Beine sind weisslich, die der Hinterbeine, so wie sämmtliche Tarsen bräunlich. i. Chr. thoracicua Ph. Chr. thorace pedibusque testaceis, abdoinine fusco. Long, ly^ lin. Pariter in prov. Valdivia occurrit. Fühler und Scheitel sind blassbraun , aber doch dunkler als die Brust, die Tarsen sind dunkler, braun zu nennen. Man muss wenigstens eine dreissigmalige Vergrösserung anwenden, um die Härchen der Fühler- borste zu sehen. Psilopns Qlegeii. \. Psiloptts nigripes Macq. Gay VII. tab. 4. f. I. „Bei Santiago gefunden". Die Figur ist sehr auffallend durdi kurze Beine. Dolichopns Latr. 1. Dolichopus bipunctatus Macq. Gay. VII. p. 41 ö. t. 4. f. f. „Bei Santiago." Die Exemplare, welche ich zu dieser Art rechne, haben zwei , nicht drei glänzende grüne Striemen auf grauer, kupferig schillernder Brust. 2. /?. ? horticola Ph. D. thorace aeneo-micante; abdomiue gracili viridi-aeneo; antennis nigris; pedibus gracilibus coxisque anticis pallide flavis, tarsis posticis nigricantibus. Long. V/^ lin. In hortis urbis Santiago. Bd. IV. Abhandl. 99 770 Hr. R AlMiilippi: Die Augen sintl beliaart, im Lebe» lehliaft groUlgriiii, spjit<'r biniin- roth, sie stosseu unterhalb der Kühler dicht zusammen. (Bei Dofichopus ist nach Mac qua rt das Gesicht des ^ ziemlich breit.) Die graue Stirn trägt vier lauge schwarze Borsten , der Rand des Scheitels eine Reihe kürzerer Borsten. Das dritte Fühlerglied ist ziemlich herzförmig , die Borste entspringt auf dem Rücken in der unteren Hälfte, ist eingliederig, schwach flaumhaarig. Die Brust ist oben broncegrün, mit grauem Schim- mer, und einer dunkleren Mittellinie, auf welcher im Anfang eine dichte Reihe kurzer Borsten steht, sonst ausser den grösseren Borsten kahl. Der Hinterleib ist schlank, wie bei Psiloptis, broucegrüu, die Basis der Seg- mente jedoch brauu. Das Copulationsorgau ist bei beiden vorliegenden (^ zurückgezogen. Die Beine sind laug und schlank wie bei Psilopiis: die Hüi'tm der Mittel- und Hinterbeine wie die Brustseiten grau, die Hinterhüfteu tragen eine lange nach hinten gerichtete Borste. Die Vorder- schienen sind unbewehrt , die Mittelschieuen tragen 4 — 5, die dickeren und längeren Hinterschienen 6 — 7 lange Borsten. Das erste Tarsenglied ist fast so lang als die folgenden zusammengenommen, dünn und schlank. Der nervus externo-medius der Flügel ist fast ganz gerade. Dieser Umstand und die Gestalt des dritten Fühlergliedes erlaubt nicht diese Fliege zu Psilopiis zu bringen, der nicht gegliederte Fühlergriffel entfernt sie von Mcdetems^ wohin also? 3. Iß. ? lamprostethus Ph. D. antennis basi flavis, apice nigris; thorace pulcherrime aeneo- et chalybeo-micante; abdoniine aeneo, inci- suris blaucis; coxis pedibusque gracilibus paliide flavis. Long. 2V3 lin. E prov. Valdivia ^ attuH. Die Stirn ist atlasgrau, das schmale Gesicht silberweiss. Auf dem Scheitel stehen zwei lange Borsten; eine Reihe kürzerer am Hinterrand. Die Augen sind kahl. Der Brustrücken ist ausser den langen schwarzen Borsten dicht mit halb so langen Haaren bedeckt. Die Beine eben so lang und dünn als bei der vorigen Art, die Dornen der Schieuen schwächer, kürzer, weniger zahlreich, was vielleicht beim cT anders ist. Die Flügeladern ebenso. Das dritte Fühlerglied erscheint noch spitzer. Die Legeröhre ist blassgelb. Die Seiten der Brust sind pracht- voll atlasgrau. 4. />.? duMosus Ph. D. corpore abdomineque griseis, aeneo-micauti- bus; antennis nigris; pedibus gracilibus flavo-testaceis, tarsis obscuriori- bus. Long. 2 lin. E prov. Valdivia § attuli. Obgleich das dritte Fühlerglied bei meinem Exemplare fehlt, so zeigt sich, dass diese Art offenbar den beiden vorhergehenden ganz nahe steht und das Schicksal derselben theilen muss. Die Seiten der Brust und die Vorderhüfte sind grau. Die Stirn ist dunkelgrau; das Gesicht hell- grau, die Palpen weisslich, der Rüssel braun, die Augen behaart. Die Aufzahlung der chilenischen Dipteren. 777 Struktur der Beine und der Flügel ist gauz wie bei den beiden vorher- gehenden Arten. 5. />. ? nemoralis Pli. D. viridi-aeneus, thorace obsolete fusco- vittato; antennis nigris; pedibus testaceis, basi femorum anticorum, lineola dorsali posteriorum tibiis posticis, tarsisque omnibus nigricantibus. Long, i 11 n. Valdiviae raareui bis cepi. Die Augen sind behaart und stosseu unten zusammen, unmittelbar unter den Fühlern bleibt ein ganz schmaler silberweisser Streifen vom Gesicht frei; die Stirn ist braungrün. Das dritte Fühlerglied ist wie bei den vorhergehenden Arten herzförmig , dreieckig, ziemlich spitz. Die Brust lässt bei gewissem Licht bräunliche Striemen erkennen, und ist abgesehen von den grossen Borsten kahl. Die Beine sind immer Jioch lang genug, aber doch kürzer als bei den drei vorhergehenden Arten; die Hüften atlasgrau; die Mittelschienen haben wenige, entfernte Dornen; die Hintertarsen haben das erste Glied nur halb so lang als die folgen- den vier Glieder zusammengenommen. Die Vordertarsen sind schlank. Die Copulationsorgane sind nicht sichtbar, so wenig wie bei U. horticola. 6. /i. concolor Ph. D. oniniuo obscure aeneo-viridis; antennis, tibiis tarsisque nigris. Long, ly^ lin. Prope Santiago cepi, uec non in prov. Valdivia. Ein Männchen. Die Augen sind behaart. Das Gesicht zwischen denselben ist schmal, silberweiss; die Stirn ist schwarz. Das dritte Fühlerglied ist wie bei der vorigen Art gestaltet, die Borste ist bald über dem Ursprung geknickt und wohl zweigliedrig. Die Brust ist sehr dicht mit Borsten besetzt, und auch der Hinterleib ist borstig zu nennen, wenn gleich die Borsten weit kürzer sind. Die Seiten der Brust und die Hüften sind dunkelgrau. Die Beine sind kurz wie bei Z>. bipuncta- tus^ unyuilatus etc., und die Hinterschieneu, wie bei diesen Arten, stark bedornt; die Tarsen der Vorderbeine sind nicht verdickt. Die Copulations- organe sind fadenförmig. 7. />.? ßavifrons Ph. D.? fronte lata, flava; antennis basi flavis, apice nigris; thorace nigro utrinque flavo-vittato; abdomine uigro; pedibus flavis, brevibus, tarsis nigricantibus. Long. IV3 ün. In prov. Valdivia 18ü9 cepi. Stirn und Untergesicht sind auffallend breit, sowie die beiden ersten Fühlerglieder heilgelb. Der Scheitel zwischen den Punkt- augen braun, wie gewöhnlich mit ein paar Borsten besetzt. Die Augen sind kahl, kleiner als gewöhnlich, so dass ein guter Theil des Kopfes unterhalb derselben sichtbar ist. Das dritte Fühlerglied ist eiförmig, nicht Hreieckig-herz- formig, die flaumhaarige Borste entspringt in halber Höhe. Die hell- 99* 778 / Dr. RA. Pliilippi: gelben Striemen an den Seiten der Brust reichen von vorn bis zum T^r- spruiig der Fühler. Die Beine sind für eine Dolichopide autfaliend kurz; die Hinterschenkel reichen etwa bis '/; des Hinterleibes; die Schienen sind so lang als die Schenkel ohne Borsten; das erste Tarsenglied nimmt nicht viel mehr als den dritten Theil der Tarsen ein, und ist an den Vordei'beinen nicht verdickt. Die Klauen sind im Verhältniss gross. — Diese Abweichungen von der bei Dolichopus gewöhnlichen Bildung recht- fertigen vielleicht die Aufstellung eines eigenen Genus, welches mau wegen der kleinen Augen JUicrmnma nennen könnte. 8. /?. exilis Ph. D. omnino aeneus; facie, fronte et thorace saepius chalybeis; antenuis, tibiis tarsisque nigris. Long, vix d lin. In horto quodani Santiagino Novembri 1858 cepi. Auch das schmale Untergesicht der Männchen ist wie die Stiru prachtvoll stahlblau oder broncegrün. Die Fühler haben die gewöhnliche Gestalt. Die Augen sind kahl. Der Scheitel scheint borstenlos, und auch der Rücken der Brust und des Hinterleibes sind im Verhältnis» schwächer behaart als bei den meisten Arten. Die Beine sind ziemlich laug und kräftig, und die Schienen borstig bedornt. Die Schwinger sind, wie gewöhnlich, gelb. 9. /?. ? longipes Ph. D. viridi-aeueus; pedibus longissimis, tibiis tarsisque anteriorum pallide fuscis, posticorum tibiis multisetosis tarsisque uigris. Long. 2 lin. Prope Corral Martio 1859 c^ cepi. Die Augen sind behaart, rothbraun und stossen unten zusammen; unterhalb der Fühler bleibt ein schmaler silberg-rauer Raum frei. Der Scheitel ist grau, aber broncegrün schimmernd , und die Stirnseiten mit Borsten besetzt. Die Fühler sind braun oder schwarz, so lang als der Kopf, das dritte Glied in Gestalt eines verlängerten Dreieckes, mit einem Absatz im ersten Drittel der Länge, von welchem die Borste entspringt. Diese ist fast so lang als die Brust, zweigliedrig, das erste Glied kurz, so dass es bei Weitem nicht die Spitze des Fühlergliedes erreicht, das zweite Glied ist besonders gegen die Spitze hin behaart. Die Brust ist broncegrün, mit drei brauneu Striemen, und mit einzelnen, langen, schwarzen Borsten besetzt, sonst kahl. Der Hinterleib ist schlank. Alle Beine sind auffallend schlank und dünn; die Hinterschenkel erreichen beinahe das Ende des Hinterleibes, ihre Schienen sind ein klein Aveiiig länger als die Schenkel, weit dicker als die vorderen Schienen, auf der hinteren Seite mit ziemlich langen, zahlreichen Borsten besetzt. Auch die Tarsen sind bedeutend dicker als an den vorderen Beinen, und ihr erstes Glied fast so lang als die folgenden vier zusamrafengenoramen. Diess Verhältniss findet auch an den vorderen Beinen statt, an denen kein Glied verdickt ist. Die Schwinger sind weiss, die Anaiader hinter der Aufzählung der chilenischen Dipteren. 779 Querader etwas gekrümmt, mit der Convexität nach iimeii oder hinten gerichtet. 10. It. inornatus Ph. capite thoraceque cinereo-fuscis; abdoraine vivae testaceo, mortuae rufo, iucisuris uigris, subtus pallido; pedibus testa- ceis; alis infuscatis. Long. iVs ÜQ- Valdiyiae Aprili 1859 9 cepi. Die Fühler sind schwarzbraun , die Schwinger im Leben beinahe weisslich, jetzt blassbrauu. Keine Spur von metallischem Schimmer. 11. />. punctigcr Ph. D. corpore ciuereo, supra aeneo-micaiite*, alis infuscatis, metallice iridescentibus; pedibus fusco-testaceis; femoribus posticis viridi-aeneis. Long. lYg lin. Valdiyiae, cum priore legi. Beim lebenden Thier sind die Augen prachtvoll broncegrün, das Gesicht grau, die Fühler schwarz. Der Hinterkopf trägt weisse Haare. Die Schwinger sind gelb. Der Hinterleib ist dunkler, trägt anliegende schwarze Härchen, die Brust wie gewöhnlich einzelne, aufgerichtete Borsten. Die Eückenplatten des Hinterleibes zeigen an jeder Seite etwas oberhalb des Randes eine Reihe von vier schwarzen Punkten, die beim lebenden Thier sehr auffallen, bei dem eingeschrumpften Hinterleib des todten aber nur mit Mühe zu sehen sind. Die Brust zeigt oben drei schmale braune Striemen. 12. It. collinus Ph. D. corpore cinereo, absque nitore aeneo; alis vix infuscatis, pedibus oninibns pallide testaceis. Long. IVg lin. In colli S. Cristoval dicto cepi. Kürzer und gedrungener als die vorige Art, ohne allen Metall- glanz; die Flügel heller, im Verhältniss kürzer und breiter. Bei allen diesen Arten ist das dritte Fühlerglied nicht kreisrund, sondern in eine stumpfe Spitze vorgezogen, und die Behaarung der Borste nur bei starker Vergrösserung sichtbar. Bydatostega 1) Ph. Oculi pilosi, in ^ satis distantes. Labrum linea transversal! elevata distinctum. Antennae supra mediam altitudinem capitis insertae, triarticulatae; articulus tertius ovatus, paulo infra apicem stylum cras- sum , triarticulatum , articulum tertium bis aequans gerens; articulus primus stjli satis longus, secundus major, tertius setula tenuis. A lae ut in genere Dolichopode, i. e. nervus externo medius pauUulum incur- vatus. Pedes antici raptatorii, femora satis incrassata, subtus serie duplici setarum armata, tibiae inflexae serie spinularum confertarum apice *) vSciTOctiyrjs wasserdicht. rso Dr. R.A.Philippi: raajorum intus armatae; tarsi et teliqui pedes normales, feniora poste- riora teuuia, seric duplici setarum distautium sicut tibiae ariuata. Hytlatosleija polioa38r5ce Tiiii.xmr. n-MAJInlipp, tht/ />..^.f/-of/ti(/ SlaM,.1f lab. a\> iL . 37 a JS a 3 ff ■f^^ ■^r 3fi b ■^t b ''/^ a, ■'i-'i a, ^1^ b n.j HkUififi ,>t o'.-j >•' 1 VV\'III D'JxA.l'ln/in/'i . i'i a ■"//,/ >,'/>, ,M OfJ hJ Ptijrrt,^-/ Sl.tdl, Maria Slifge . Si^nrlfrlffHftrr ^ctifvtF £d jv mö I JJ^ IJ ^ \\\\ ^ Neue ^{-/fnisrif ßif/er^n 37 a tftd hjt/'/fiertufi Stadt Jfart^ Sttefe SonrvenUither jeulpj' I N D E X page pag Acantnocnemi s 6Ö6 Cyrtonia 768 Agaricobia 626 Cyrtophorus 652 Anopheles 697 Anthrax 66S Dasycyrton 701 Anypenus 702 DasyoüUiia 771 Apalocnemis 752 Dasypecus 692 Apiiritis 7S3 Daa/pogon 685 Apiophora 682 Deroiayia 705 Aplomera 7Ö8 Deuterugonista 770 Asilus 695 Dilophuö 635 Dolicxiogyna 744 Tiacha 749 Dolichopoda 774 3eri8 729 Dolicüopus 775 JOiabylius 649 Doms 747 Bracnystoiiia 762 Drape tis 768 Cecidoiiyia 628 Einpis 753 Gentrocneiais 619 Brax 692 Cepiialocera 680 Eriopnora 735 Ceratoiaeinis 765 rrioptera 616 Ceratopogon 601 Erl stall s 742 Geroplatus 618 Eutnrix 690 Chaetopalpus 721 Exoproüopoa 679 Cheilosia 749 Ghironohiuß 598 Creron 654 Chrysopila 774 Jnoriöte 620 Chrysops 724 Chrysotus 775 Helopiiiluö 743 Clavator 699 Heiiierodrouia 766 Cnephaeopiaila 618 ilepi^agyia 635 Coenura 726 lieterostouius 727 Comptosia 675 Hir.aoneura 655 Ctedonia 602 Holops 645 Culex 595 Ho.ialocne.iis 752 Cyanauges 732 llybotidae 751 Cyclogaster 732 Hydatoste^^a 779 Cylindropiiora 704 Hylorus 728 CylincLratoua 614 Cyllenia 652 Idioneura 615 ..achnocera 615 P Sil opus 775 Lagarus 728 Psycxxoda 631 Laphria 684 P sycnophaena 628 Lasioptera ö^O Leia 62S Rhamphomyia 760 Leptia 771 RhapiiiUij 774 Leptoejc^ster 705 Riiypiius 633 Lestreiuia 628 Lliiinobia 612 bcutüpse 640 Liauiophila 610 5celolabes 751 Lobogaster 652 ociara 627 Lycoiüyia 694 bciophila 623 üericosoiiia 652 Macrocera ol7 biauliiim 633 iÄacroinetopia 7^0 opaniatoaa 629 iiegalybus 641 Sphaerops 646 Megsscelus 682 ophicosa 751 ilegistocera 617 ^jterphus 737 Mi das 6ÖO Stilbosüiaa 736 LJycetobia 626 Syrpxius 745 Uycetophila 621 3y&tropus 654 Ittycteromyia 712 Taoanuö 713 Ocyptamus 748 Tanvderus 780 Odonto .lyia 7o2 Tetraphora Tnereva 630 769 Pacn,y7aeria 753 Tipula 60 •* Pachyrraiza 703 Tricxiopalpus 724 Paiii^onia 707 Tropidia 7^*4 Panops 647 Peniuin 7-tl Volucella 733 Pentaneura 62.^ Pentnera 639 Xylophagus 727 Phalacromyia 734 Phthiria 652 Pia 7^2 PlatvBfxlpus 767 Platyura 620 Plettusa 597 Podonouus 601 Polyiüoria 608 Prioiaerus 739 ^01277 {p