FOR THE PEOPLE FOK EDVCATION FOR SCIENCE LIBRARY OF THE AMERICAN MUSEUM OF NATURAL HISTORY Beiträge zur Vogelfauna der Mark Brandenburg Materialien zu einer Ornithologie der norddeutschen Tiefebene auf Grund eigener Beobachtungen und darauf gegründeter Studien Herman Schalow Mit 1 Photogravure und 13 Lichtdrucktafeln -■=0®«=- Berlin Deutsche Ornithologische Gesellschaft 1919 Druck von A. Hopf er in Burg b. M. Dem Andenken meiner Frau Vorwort. Die Liebe zu meiner märkischen Heimat und ein Gefühl der Dankbarkeit für die ersten wissenschaftlichen Anregungen, die ich in der Jugend hier empfangen, haben mir die Feder für dieses Buch in die Hand gegeben. Die Arbeit enthält meine eigenen Beobachtungen über die Vogelfauna der Mark Brandenburg, die sich über einen Zeitraum von mehr denn fünfzig Jahren erstrecken; sie bringt ferner mündliche und schriftliche Mitteilungen heimischer Ornithologen; und sie enthält schließlich die Ergebnisse hierauf gegründeter Studien. Soweit ich die deutsche vogelkundliche Literatur zu über- blicken vermag, habe ich in diesem Buche zum ersten Male den Versuch gemacht, Mitteilungen bibliographischen, folkloristischen, historischen und biographischen Inhalts, soweit sie märkisch- ornithologisches Material enthalten, dem faunistischen Teil der Arbeit anzugliedern. Für die genaue Erkenntnis eines kleinen Gebietes halte ich eine solche Form weiterer Darstellung für erlaubt, nützlich und mit dem rein tierkündlichen Material durchaus vereinbar. Sie ist für ein deutsches Gebiet ein Novum. Versuche ähnlicher Darstellung, wenn auch nicht in dem vollen Umfange der hier gewählten Form, linden sich mehrfach in den lokalen Veröffentlichungen englischer Zoologen. Dort haben sie bei den Fachgenossen allgemeine Anerkennung gefunden. Sollten meine deutschen Freunde meine Ansichten hierüber nicht teilen und eine Vereinigung scheinbar durchaus heterogenen Materials verwerfen, so werde ich ihnen auf ihren Einspruch erwidern: Gut, macht es anders, aber laßt mir, vom Gesichts- punkt allgemein örtlicher und nicht rein faunistischer Darstellung, meine Auffassung von der Wesensgleichheit und von dem inneren VI Vorwort. Zusammenhang der behandelten Dinge. Sollten sie aber auch die Geringfügigkeit und Unvollständigkeit des von mir bei- gebracliten faunistischen und anderen Materials tadeln, die Um- grenzung meines Gebietes für eine solche Darstellung als zu eng erachten und den Vorwurf erheben, noch im Alter einen Gegenstand behandelt zu haben, der nur in der Jugend Tagen bearbeitet zu werden innere Berechtigung hat, so werde ich ihnen mit den Worten Alfred de Mussets antworten: Ich weiß das alles wohl! Mon verre n'est pas grand, Mais je bois dans mon verre! Steinbergen im Weserlande, Juli 1919. Herman Schalow. Inhalt. Seite Vorwort V Einleitung 1 Versuch einer Geschichte der faunistischen Ornithologie in Brandenburg 19 Bibliographie 46 Systematisches Verzeichnis der Arten und Formen 138 Faunistischer Teil 159 Geschichtliche Notizen 427 Märkische Sammlungen 440 Folkloristische Mitteilungen 457 Biographische Versuche: Johann Leonhard Frisch (l(i66 — 1743) 507 Johann Heinrich Schulz (1799 — 1869) 525 Adole Walter (1817 — 1899) 531 Carl August Bolle (1820-1909) 543 Bernard Altüm (1824—1900) 555 Georg Alfred Hansmann (1830 — 1875) 569 Theodor zur Linde (1831 — 1905) 578 Max Krüger- Velthüsen (1849—1898) 583 Waldemar Hartwig (1851—1901) 586 Alexander Bau (1853) • 589 Index 595 Verzeichnis der Abbildungen. Seite Nistplatz von Anser anser 203 Nistplatz von Megalornis grus grus 230 Horst von Ciconit nigra 238 Porträts von Johann Leonhard Frisch 507 Adolf Walter 531 Carl Bolle 543 und 552 Bernard Altum 555 Alfred Hansmann 569 Theodor zur Linde 578 Max Krüger- Velthüsen 583 Waldemar Hartwig 586 Alexander Bau 589 Einleitung. Die nachfolgenden Aufzeichnungen über die Vögel der Mark Brandenburg wollen nicht — was hier ausdrücklich betont sei — den Anspruch erheben, eine bis zum heutigen Tage abgeschlossene Avifauna unserer Provinz zu sein. Sie sind nicht mit den umfang- und inhaltreichen Veröffentlichungen Kollibay's über Schlesien, le Rot's über die Rheinlande oder gar mit der muster- gültigen Arbeit Tischlee's über Ostpreußen zu vergleichen. Sie wollen lediglich als vorläufiges, loses Material für eine spätere Vogelfauna meiner Heimatprovinz, die heute noch ungemein lückenhaft erforscht ist, betrachtet sein. Dezennien werden noch darüber hingehen, ehe eine in allen Teilen einheitliche und in sich abgeschlossene Durchforschung des Geländes der Mark es ermöglichen wird, ein vollkommenes ornithologisches Bild des gesamten Gebietes und der genauen Erkenntnis der dasselbe bewohnenden Formen zu geben. Wenn auch heute bereits für einzelne Teile des Geländes, wie u. a. für die Mittelmark, bzw. für das Gebiet des mittleren Spreetales, brauchbare Beiträge vorliegen, so sind aus anderen Gegenden, so z. B. der östlichen Uckermark, der Neumark und der südlichsten Lausitz, kaum erst leise Anfänge unserer Erkenntnis der örtlichen Zusammen- setzung der dortigen Vogelfauna zu verzeichnen. Und gerade diese Gebiete der Mark sind wegen ihrer geographischen Lage für die Beurteilung der Fauna unserer Provinz von nicht unwesentlicher Bedeutung. Wenn nun auch die nachfolgenden Aufzeichnungen, die mehr denn fünfzig Beobachtungsjalire umfassen, hinsichtlich des gesamten Gebietes der Mark nur lückenhafte sind, so glaube ich sie dennoch von dem Gesichtspunkt aus hier zusammenfassen zu dürfen, daß sie mancherlei brauchbares Material enthalten, welches für spätere Arbeiten nutzbringend verwertet werden kann. Die folgenden Mitteilungen gehen von den Beobachtungen aus, welche wir, mein alter Jugendgenosse Alexander Bau und ich, in unserer gemeinsamen Arbeit „Materialien zu einer Vogel- fauna der Mark Brandenburg" vor mehr denn 40 Jahren ver- 1 2 Einleitung. öffentlicliten. Weitere eigene Erfahrungen und umfangreiche und kleinere Mitteilungen anderer Beobachter wurden unter Wahrung sorglichster Kritik angereiht. Den Ansichten, welche Mayhoff und Schelcher (0. M.S. 1915, 271) ausgesprochen haben, daß man faunistische Angaben nur nach eigenen Beob- achtungen bzw. nach vorhandenen Belegstücken geben dürfe, Aussagen anderer Gewährsmänner aber ausschalten solle, möchte ich doch nur bedingt beipflichten. Oft ist es bei faunistischen Arbeiten nicht zu umgelien, Mitteilungen fremder Beobachter wiederzugeben, ohne damit natürlich eine Gewähr für die Rich- tigkeit derselben übernehmen zu können. Sollte die Frage aufgeworfen werden, ob denn die Mark Brandenburg nicht ein zu kleines und zu eng begrenztes Gebiet innerhalb der norddeutschen Tiefebene sei, um vom faunistischen Standpunkt aus eine eingehendere Behandlung desselben gerecht- fertigt und lohnend erscheinen zu lassen, so möchte ich darauf erwidern, daß auch die an Brandenburg grenzenden Gebiete nur lückenhaft erforscht sind, so daß unter Hinzuziehung der- selben kaum ein vollständigeres Bild der östlichen mitteldeutschen Vogelfauna gegeben werden könnte, als es Brandenburg für sich allein darbietet. Als ein weiteres Moment für eine Einzel- darstellung der ornithologischen Verhältnisse der Mark ließe sich ferner geltend machen, daß unsere Provinz einen aus- gesprochen zentralen Flachlandcharakter ohne Beimischung litoraler Brutformen, ohne das Auftreten westlicher bzw. öst- licher differenzierter Brutvögel und ohne das Vorhandensein jeglicher Bergformen zeigt. Die Mark besitzt diesen Tjqi des norddeutschen Flachlandes vielleicht reiner und geschlossener als irgend ein anderes Gebiet unserer deutschen Tiefebene. Entgegen der Ansicht, daß eine Betätigung auf dem Felde der Erforschung einer kleinen Landesfauna minderwertig sei, möchte ich der Ansicht Franz Leydig's beipflichten, der stets an der Meinung festhielt, „es gehöre zu den würdigen Aufgaben unserer Wissenschaft, die Tierbevölkerung auch von Landstrichen, die der Fläche nach wenig ausgedehnt sind, kennen zu lernen". Betrachten wir die Provinz Brandenburg in ihrer Boden- konfiguration, ihrer Pflanzenbedeckung und in ihren klimatischen Verhältnissen, soweit dieselben für das Vorkommen und die Verbreitung der Vögel in Betracht gezogen werden müssen. Die heutige Mark ist ein Produkt -nacheiszeitlicher Um- bildungen, das sich in reichem Wechsel von rundkuppigen Hügeln und tiefergelegenen langgedehnten Talniederungen, den Resten gewaltiger Urstromtäler, gebildet hat. Das Gebiet zeigt, allgemein gesprochen, eine wellige, einförmige Gestaltung, die aber eines eigenen Reizes nicht entbehrt. Sie stellt eine weite, sich wenig über den Spiegel der Ostsee erhebende Ebene dar, über welche zerstreut oft große Mengen erratischer Gesteine der oberen Erddecke eingelagert sind. In den höhergelegenen Einleitung. 3 Teilen der Provinz gehört der Boden fast völlig; dem Diluvium, in den Niederungsg-eländen dem Alluvium an. Von den Sand- und Mergelmassen des Diluviums werden keine größeren Er- hebungen geschaffen. Oft zeigen sich, wie z. B. an der Steilen Wand bei Frankfurt a. d. Oder, bei Buckow und an vielen anderen Orten, Abstürze mit schluchtenartigen Eandungen, die jäh und unveimittelt auftreten; oft auch finden wir in ver- schiedenen Gebieten jene Rommelbildungen — mächtige Kon- kretionen mit nordischen Geschieben aus diluvialer Zeit — , bei denen nach starken Wolkenbrüchen die Steinpackungen der Endmoränen bis auf große Tiefe freigewaschen und zum Teil wild durcheinandergeworfen worden sind. Für die Schaffung von Brutplätzen für Erd- und Höhlenbrüter sind auch jene eigenartigen Verwerfungen zu nennen, wie war sie z. B. in der Nähe der großen Ziegeleigruben bei Silberberg am Scharmützel- see im Kreise Beeskow-Storkow, im Senftenberger Gebiet im Kreise Kalau und an anderen Stellen der Provinz antreffen. Der Boden der Mark Brandenburg flacht sich im allgemeinen von Südosten bzw. Osten gegen Nordwesten hin ab mit einer starken muldenförmigen Einsenkung, welche heute das Flußbett der Havel bildet. Von großen Höhenunterschieden kann im ganzen Gebiet kaum gesprochen werden. Während der Frankfurter Ee- gierungsbezirk mit wenigen Ausnahmen nur unwesentliche Er- hebungen zeigt, so daß seine Waldbestände fast durchweg als der Flachebene angehörige betrachtet werden müssen, treffen wir im westlichen Teil der Provinz, z. B. im Fläming, dessen Hauptmasse durchweg vom Diluvium gebildet worden ist, geringe Höhen an. Der Golmberg bei Baruth weist eine Erhebung von 178 Meter auf. Westlich davon, an den Ausläufern des Fläming, steigt der Hagel- berg bei Beizig bis 201 Meter. In den Gebieten von Eauen und Freienwalde finden wir Bodenerhebungen von rund 150 Meter. Die höchste Kuppe der Provinz zeigt der im südöstlichsten Zipfel der Mark bei Sorau gelegene Eückenberg mit 228 Meter. Die übrigen Erhebungen bleiben stark unter 150 Meter zurück. Es ist selbstverständlich, daß diese geringen Höhen mit den an- schließenden, abflachenden Hügelansätzen für das Vorkommen der Vögel innerhalb der Provinz keine Verbreitungshemmnisse bedeuten. Die Eigenart der obengenannten Eommelbildungen ist für das Vorkommen einzelner Arten, die steiniges Gelände mit Erd- höhlen für das Brutgeschäft brauchen, von Einfluß. Für diese Vogelformen kommen auch die Kalkablagerungen von Eüdersdorf, die Gipsflöze bei Sperenberg, deren Abbauten die Gestalt des Bodens wesentlich beeinflussen, die Kreidegelände in der Ucker- mark (Potzlow), die verschiedenen Lehm-, Ton- und Geschiebe- mergelablagerungen wie schließlich die im Tagbau betriebenen Braunkohlenlager einzelner Gegenden der Provinz in Betracht. In den Senkungen der Elbe, Oder, Warthe und Netze findet sich 1*= 4 Einleitung. hin und wieder in bedeutender Ausdehnung", meist aber in ge- ringer Mächtigkeit, ein weiter Niederungsboden. Durch starke Schlickablagerungen bedingt, zeigen sich in den Flußgebieten der Spree und Havel Bodengelände von vorzüglicher Beschaffen- heit für den Waldbau. Oft treten in den flachwelligen Gegenden blendend weiße Dünenzüge mit ihrer charakteristischen Vegetation, häufig sogar inmitten ausgedehnter menschlicher Siedlungsan- lagen, auf. Der Einfluß der klimatischen Verhältnisse in der Provinz auf die Entwicklung der Vegetation und damit auf die der Vogel- welt darf als günstig bezeichnet werden. Der Waldbau ist bis auf rein sandige Gebiete, denen es an ergiebigen atmosphärischen Niederschlägen fehlt, die für das Gedeihen der Kulturen not- wendig sind, weithin ausgedehnt. Hin und wieder treten Spät- fröste ein, die die Laubanpflanzungen schädigen. Dem Acker- land sichern die klimatischen Verhältnisse unserer märkischen Gelände im allgemeinen ausreichende Erträge. Von der Gesamtbodenfläche der Mark von rund vier Millionen Hektar nimmt der Wald ungefähr ein Drittel ein. Von diesem Drittel besetzt die Kiefer ungefähr neun Zehntel des Geländes. Die Wälder dieser Baumart variieren ungemein in ihrem Charakter und in dem Typus ihrer Erscheinung. Die Kieferbestände des Ostens unterscheiden sich Avesentlich von denen des sandigen Westens; die Forsten in den Gebieten der Havel und der Oder zeigen ein anderes Bild als diejenigen des hohen Fläming. Auf besserem Boden finden sich innerhalb der Pmz^s-Bestände Eichen -- meist alte, knorrige, prächtige Überreste früherer Wälder — , Buchen, in vereinzelten Exemplaren, und vielfach an den Eändern mehr oder Aveniger dichtstehende Birken. In den Wäldern der südlichen Teile des Frankfurter Bezirkes sind Fichten und ver- einzelt Tannen eingesprengt. Herrliche Kieferwälder mit präch- tigen Althölzern treffen wir in den neumärkischen Kreisen Lands- berg und Friedeberg. Vielfach sind infolge der gleichmäßigen Beschattung des Bodens die Kieferbestände ohne jedes Unterholz. Hin und wieder trifft man in ihnen ausgedehnte Horste wilder Brombeeren und Farne. Wo die Kiefernforsten an Wiesen und Seen heranreichen, besitzen sie an den vielfach ansteigenden Rändei'n, wie in der Mittel- und Neuniavk, stark entwickelte niedere Krautfloia und Wacliolderbestände. Letztere finden sich in größeren Mengen in verschiedenen Teilen der Uckermark, in denen sie oft das Vegetationsbild völlig bestimmen. In der Mittelmark ist der Wacholder in vielen Gegenden stark zurückgegangen. Wo die Kiefer bei besserem Boden schütter steht, begegnen wir stärkerem Buschunterholz von Ebereschen, wilden Rosen, Kreuzdorn, Eschen, Ginster, bei starker Entwicklung der Staudenflora und mit üppigen Brombeer- und Farndickungen. Diese Vegetationsform wie die in den Wäldern liegenden stillen Waldseen und ausgedehnten Sumpfgebiete sind von nicht uuAvesentlicher Bedeutung für das Einleitung. 5 Brutvorkommen einzelner Arten. Oft trifft man in den Talsenken der Wälder, vor den geschlossenen Kieferbeständeii, Bruchgebiete mit üppigster Vegetation oder verfeniite Seestellen, die sich durch dichten Erlenrandbestand kennzeichnen. Vielfach sind sie durch- setzt von alten phantastisch ausschauenden, im Sumpfe stehenden abgestorbenen Erlen, die sich einsam erheben und den Höhlen- brütern willkommene Nistgelegenheiten bieten. Wesentlich anders erscheinen meist die Kieferwälder des Westens. Der Sand bestimmt den Charakter und Aufbau der mageren Stangenhölzer, an deren Rändern sich verkrüppelte, durch Wind niedei-gedrückte, Kiefernbüsche und dürftige Birken hinziehen und an deren weithinleuchtenden, sandigen Abhängen das Heidekraut nur noch eben vegetiert. Der Buchenhochwald umfaßt rund ein Zehntel des ganzen Waldbestandes der Mark. Teils tritt er gemischt mit Birken und — wenn Fließe und tiefer geschnittene Gräben ihn durch- ziehen — mit Erlen und anderen Laubformen, seltener mit Eichen, teils aber auch, vornehmlich in neumärkischen Revieren, in reinen Beständen auf. Gemischte Buchenwälder von aus- gezeichnetem Wuchs finden wir im Potsdamer Regierungsbezirk im Jüterbog-Luckenwalder, Beiziger und Oberbarnimer Kreise, in der Uckermark und Priegnitz, im Frankfurter Bezirk, im Friedeberger, Landsberger und Sternberger (Lagow) und Frankfurter Kreise. Da die Buchen wesentlich höhere An- sprüche an den Boden als die Kiefern stellen und der Wasser- bedarf derselben, der dem Untergrund entnommen wird, ein sehr hoher ist, so kann in erster Linie eine starke Entwicklung von Unterholz und in zweiter eine solche stäi'kerer Kraut- vi'getation nicht stattfinden. Die ausgedehntesten Waldbestände treffen wir in der Provinz in der nordöstlichen Neumark, der Uckermark und in den großen fiskalischen Forsten längs der mecklenburgischen Grenze. In den Elb- und Oderniederungen findet sich Eichenmittel- und Schälwald von geringem Umfange, vermischt mit Eschen, Rüstern, Zitteipappeln und den vielen, dem Aucharakter eigentüm- lichen Straucbarten. Eine größere Gesamtfläche nehmen noch die in einzelnen Teilen der nördlichen Neumark, im Frankfurter Bezirk und im sogenannten Spreewald befindlichen Erlenbruch- waldungen ein, die im zeitigen Frühjahr meist unter ^\'asser stehen. Sie sind mit Laubhölzern aller Art durchsetzt, mit oft undurchdringlichem Gestrüpp und Pflanzengewirr bedeckt und von Gräben und Wasserlachen überall durchzogen. An der Elbe und im Odergebiet begegnen wir vielfach vorzüglichen Weiden- hegern, im ersteren Gelände größeren, im anderen solchen von geringerer Ausdehnung. Die meist dem bäuei-lichen Besitz gehörenden Heiden mit schütter stehenden, elenden Stangenkiefern, meist ohne Boden- vegetation und nur hier und da mit wildem Brombeergerank 6 Einleitung. besetzt, liegen einzeln und zerstreut in den Feldmarken. Oft gehen sie in dürftige, mit niediigen Kusseln bestandene Blößen über, die sich ausgelaugten Sauden auflagern. Flimmernd steht die heiße Luft über solchen Flächen. Außer Düiiengräsern, Flechten, Calluna, Kosmarin und Tiiymian findet sich keine andere Vege- tation. „Im Hochsommer knackt es hier unter den Füßen des Wanderers; öfter ist es nur die bedürfnislose Renntierflechte, die hier noch ihr Dasein fristet." Solche Heiden trifft man im ganzen Gelände der Provinz. Einzelne Vogelformen finden hier ihre Wohngebiete. Rund GO '*/„ unseres märkischen Bodens ist mit Getreide, Hackfrüchten und Gemüsen bestanden. Zwischen den bebauten Flächen trifft man vielfach leicht bewegte, sonnige, mit reichem Buschwerk von Schlehen, Dornen und wilden Rosen besetzte Hügel, oft als Randerhebungen kleiner, munter dahinfließender Bachläufe. Vereinzelt finden sich in den Feldern nach allen Richtungen frei entwickelte, prachtvoll gebaute, isoliert stehende alte Birnbäume, Kiefern und Eichen, letztere oft in der Neu- mark, im Zauch-Belziger Kreise, in der Priegnitz und Uckermark. Die menschlichen Siedlungen liegen meist im Grün reicher Obst- und Strauchobstgärten. Die einzelnen in den F'eldern zerstreuten Gehöfte und Vorwerke sind iu den Schutz alter hoher Linden, Pappeln und Rüstern gestellt. Vielfach sind die Baulichkeiten von dichtem Buschwerk rankenden Lyciums um- geben. In den Dörfern, deren Straßen mit oft prächtigen, alten Kastanien, Ulmen und Walnußbäumen besetzt sind, und zu denen schattige Lauballeen oder mit Kopfweiden, alten Kirschbäumen und Ebereschen bepflanzte Sandwege führen, treffen wir mehr oder minder ausgedehnte, mit Busch und Weiden umgebene Dorfteiche. Die meisten der kleinen märkischen Ackerstädte besitzen reiche Garten Vegetation, alte, oft verwilderte, mit schönen Laubbäumen bestandene Kirchen- und Friedhofanlagen und zu Promenaden und Parke umgestaltete Stadtwälle. Eine in der Mark besonders reich entwickelte Landschafts- form bilden die Wiesen und Wiesenmoore mit ihrer dichten Grasvegetatiou. Oft sind sie von vereinzeltem Buschwerk durch- setzt und von träge fließenden mit Erlen und alten Kopfweiden eingefaßten Gräben durchzogen. Mannigfach zeigen sich Relikten- sümpfe mit leicht abfallenden Ufern, von Laubbäumen umschattet. Die Wiesen leiten vielfach zu den alten Urstromtälern hinüber, die heute mit Moor und Torf eifüllt sind und ausgedehnte Sümpfe und Luche bilden. Oft sind letztere ältere Stromläufe, wie z. B. das Gebiet des Havelländischen Luchs, welches das alte Bett des Oderstromes bildete. Hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Verbreitung der Vogelwelt sind die märkischen Luche A'on niemandem besser geschildert worden als von Erich Hesse. Die von dem Genannten für das Havel- und Rhinluch gegebenen Beschreibungen sind bezeichnend für die gesamten Gebiete Einleitung. 7 gleicher märkischer Landschaftsfornieii. „Die Brücher erstrecken sicli in den beiden genannten Luchen hauptsächlich über deren mittlere Zonen ; die Randgebiete sind mehr von Wiesen, Weiden (Koppeln) und Feldern eingenommen. Die typische Facies dieser Brucher ist das Seggenbruch, das Caricetum, am ausgedehntesten und reinsten entwickelt im mittleren havelländischen Luch. Überall glitzert zwischen den einzelnen Seggenkufen das Moor- wasser. Charakteristisch sind ferner weitläufiger oder dichter stehende Weidenbuschhorste, die jedoch kilometerweit auch fehlen können. Ab und zu treten mehr oder weniger große Eohrbestände auf, weiter eine Mischformation, das Phragmiteto- Caricetum. Außer den vorgenannten Pflanzengemeinschaften, die sich in dem sich selbst überlasseneu Gelände in üppiger Fülle von neuem ansiedelten und unter denen namentlich enorme Eohrwälder hervortraten, wären vielleicht noch die Stratiotes- Dickichte zu nennen, die sich, teilweise mit Nymphea und Nuphar vergesellschaftet, in den tieferen Ausstichen ausbreiten und im Sommer, mit den schneeigen Blüten übersät, die seltene Eigenartigkeit des Vegetationsbildes noch erhöhen." Kanäle, Gräben und Dämme durchziehen die Luche, letztere oft mit Weiden und Pappeln besetzt. Diese herrlichen Gebiete, für welche Hesse noch im Jahre 1914 eine Vogelfauna von rund 200 Arten nachweisen konnte, werden nicht mehr lange bestehen. Die bereits vor nahezu 200 Jahren unter Friedrich Wilhelm L begonnenen Meliorationsarbeiten, die etwa 200 000 Morgen Kultur- land schaffen sollen, sind jetzt wieder energisch in die Hand genommen worden. Durch Heranziehung von etwa 1 00 000 Kriegsgefangenen wurden die Arbeiten in den Luchgebieten ungemein gefördert. Lange wird es nicht mehr dauern und ,.das Luch in seiner Gesamtheit mit seinen endlosen Moorbrüchen ist für immer dahin". Ob aber ein völliges Verschwinden der Luche im Interesse des Landes sei, ist eine Frage, die wohl erörtert zu werden verdient. Nicht nur, daß unsere Torf- produktionsgebiete verschwinden, auch wichtige Wassersammler- und Feuchtigkeitsreservoire, die für die umgebenden Felder von Bedeutung sind, gehen verloren; von der völligen Vernichtung eigenartigen Tier- und Pflanzenlebens gar nicht zu sprechen. Mit Kecht hat daher auch die im Dezember 1915 in Berlin stattgehabte siebente Jahreskonferenz für Naturdenkmalpflege, in der ]\[änner wie Conwentz, Keilhack, Keüger, Pax u. a. ihre warnende Stimme erhoben, nachdrücklich gefordert, daß bei allen Meliorationen Sachverständige der Vereinigungen für Naturdenkmalpflege zugezogen werden sollten, um wenigstens einzelne Moore den Provinzen zu erhalten. Die Mark besitzt 122 000 Hektar Wasserfläche, d. h. 3 "/„ des gesamten Bodens der Piovinz wird von Wasser bedeckt. Nur West- und Ostpi-eußen übertreffen Brandenburg nach dieser Richtunfi-. Um Potsdam bedeckt ein Viertel des Bodens Wasser; g EinleituDg. im Beeskow-Storkower Kreise steigt diese Zahl auf H"/u, im Angerraünder auf 6,7 "/o; i"i Templiner Kreise sinkt sie auf 5,6 "/„ herab. In den Gebieten von Beizig, Jüterbog und Lucken- walde finden wir kaum nennenswerte Wasserflächen. Von den Flüssen, die die Mark durchströmen oder einzelne Teile derselben berühren, der Elbe, der Schwarzen Elster, der Oder, Warthe und Netze, des Bober und der Ucker verdient für die Verbreitung der Vögel die Havel, die mit ihren Nebenflüssen, dem Rhin, der Dosse, der Spree und der Nuthe, eine fortgesetzte Kette von Seen bildet, besondere Beachtung. Samtek führt in einer die märkischen Seen behandelnden Arbeit (Brandenburgia XVII, 1908 09, 423 bis 434) 191 Seen auf, die hinsichtlich ihrer Tiefenverhältnisse untersucht worden sind. Von diesen besitzen rund 100 eine Tiefe von weniger als 10 Meter, während dieselbe bei den restlichen 90 zwischen 10 und 60 Meter schwankt. Die Größenverhältnisse der märkischen Seen variieren zwischen 1,50 und 1900 Hektar. Viele Wassergelände weisen kahle, sandige oder kiesige Ufer auf, andere zeigen an den Eändern Versumpfung und Vertorfung, Flache, sich überlassene Wasserbecken können ganz verlanden und zum Flachmoor werden, aus dem sich dann die für unsere Mark charakteristischen Hochmoore mit ihrer Moos- und Sphagnum- Vegetation entwickeln. Oft fassen breite Rohrgelege, durchsetzt mit üppigster Uferbruchflora, die Ränder der Seen ein, in deren stillen und ruhigen Buchten und unzugänglichen Winkeln sich eine dichte, schwimmende Pflanzendecke ansiedelt. Oft begegnet man an den Rändern großer Seen sich steil erhebenden, mit Eichen, Kiefern und dichtem Unterholz von Erlen, Rüstern, Haseln, Dornen und Hopfen besetzten Uferböschungen, deren unterer, am Wasser aufsetzender Teil, vom Frühlingswasser unterwaschen und abgespült ist. Weithin sind dann die Wurzeln der Bäume, meist Kiefern und Erlen, in bizarren Formen freigelegt. Vielfach schieben sich zwischen Böschung und Seeufer schmale Wiesengelände ein. Steilufer, wenn auch nicht in gleicher Entwicklung wie an den Seen, finden sich auch an den Flüssen, die dort, wo solche Ufer fehlen, in ihren Überschwemmungsgebieten weite Naturwiesen bilden können. Flachrandige und andererseits wieder tief ein- geschnittene, durch Wiesengelände träge dahinfließende oder am Rande der Waldungen durch sumpfiges Vorland sickernde Bäche und Gräben durchziehen das Gelände. Oft sind deren Ufer- böschungen kahl, oft mit üppiger Strauchvegetation besetzt, die das dahinfließende Wasser überdacht. Schnell strömende Bäche, wie wir sie in allen Teilen der Mark finden, mit großen und kleinen Steinen und Geröll im Bachbett und mit kiesigem Grunde tragen den Charakter der Forellenbäche des deutschen Mittel- gebirges. Betrachten wir nun die artliche und individuelle Zusammen- setzung unserer märkischen Vogelfauna gegenüber der außer- ordentlichen Mannigfaltigkeit des soeben geschilderten Bodens Einleitung. 9 der Pi-ovinz, der, abgesehen von mittleren Erhebungen, alle Ge- ländeformen umfaßt, die als Wohn- bzw. Nahrungsgebiete der Vögel in Betracht kommen könnten. KxöPPLi hat in einerlesenswerten Untersuchungüber heimische, d.h. schweizerische Vogelgesellschaften (Ornitli. Beobachter 1915, Heft 3/4) von neuem auf die längst gewürdigte Tatsache hin- gewiesen, daß die Vogelfauna eines Gebietes von der äußeren Beschaffenheit des Geländes abhängig sei, und daß es geologische, klimatologische, botanische und nicht zuletzt kulturelle Faktoren sind, welche die Zusammensetzung der Faunen bedingen. Unter Aus- schaltung des geologischen Momentes, w^ekhes für unsere heimische Provinz nicht in Betracht kommt, ist Knöpfli's Ausführungen durchaus beizupflichten. Der Arten- bzw. Formenreichtum eines Gebietes ist durch die Mannigfaltigkeit der Bodenkonfiguration und durch die von derselben abhängige Zusammensetzung der Vegetation bedingt. Die Anzahl der in einem Gelände lebenden Individuen dagegen ist von der Ausdehnung und der Ergiebigkeit der vorhandenen Nahrungsquellen wie von der Dichtigkeit der menschlichen Siedhingen in demselben abhängig. Je einheitlicher in seinem Aufbau und seinen Vegetationsverhältnissen die Wohn- gebiete eines ausgedehnten Distriktes sind, um so mehr sinkt die Zahl der dasselbe bewohnenden Arten und Formen, ohne daß damit eine niedrige Individuenmenge Hand in Hand zu gehen braucht. Im Gegenteil. „Die Einförmigkeit der Landschaft und des Pflanzenwuchses bedingen meist eine an Individuen reiche, aber an Arten arme Ornis." Und umgekehrt. Kleinere Gebiete mit verschiedenartigster Bodengestaltung und Pflanzenbedeckung können eine relativ sehr große Arten- und Formenzahl, verbunden mit geringerer Individuenmenge, aufweisen. Letztere dann be- dingt durch das Fehlen ausgiebiger Nahrungsmöglichkeiten. Für die meisten Gebiete der norddeutschen Tiefebene dürften die obigen Sätze Geltung beanspruchen. Hinsichtlich der Individuen- menge einzelner Arten tritt vielleicht in denjenigen Geländen eine Änderung ein, welche sich in ihren nördlichen Grenzen dem Nordsee- bzw. Ostseelitoral, unabhängig von Größe, Lage und Zusammensetzung, nähern und angliedern. Was die Zahl der Arten und Formen, die für Brandenburg nachgewiesen ist, an- geht, so werde ich auf diese im Vergleich zu der der Nachbar- gebiete an anderer Stelle dieses Buches zurückkommen. Nur darauf möchte ich bereits hier hinweisen, daß die für die Mark nachgewiesene Anzahl von 293 Arten und Formen, von denen 129 Brutvögel sind, sich ungefähr in dem Rahmen der Arten- zahl der die Mark umgebenden Gebiete bewegt. Wenn auch einige der Arten seltener geworden sind und andei-e als Brüter z. Zt. nicht mehr im Gebiet voikommen, .so sind doch im all- gemeinen die oben genannten Zahlen fast unverändert in den letzten Dezennien geblieben und haben sich nur durch den Nach- Aveis vereinzelt vorgekommener Arten und Formen gegen früher 10 Einleitung. etwas erliöht. Und gleiches wird auch feruerhin der Fall sein, ohne daß hierauf besonderer Wert zu legen wäre. Man muß dem Ausspruch des bekannten Botanikers Georg Volkens völlig recht geben, wenn er sagt, daß es oft mit einer etwas allzu reichlich aufgetragenen Anerkennung gepriesen wird, wenn eine im Kreise oder in der Provinz noch nicht verzeichnete Art oder Form für das betreffende Gebiet neu nachgewiesen wird. Wie artenreich im allgemeinen die Gelände der Mark noch heute sind, will ich an einigen Zahlen nachweisen, die früher bereits an veischiedenen anderen Stellen mitgeteilt worden sind, die ich aber hier noch einmal wiedergeben möchte. Im Mai 189(3 notierten wir in dem Gebiet von Nedlitz, Fahrland, Uetz und Leest (bei Potsdam) bei schlechtem Wetter an einem Nach- mittag 73 Arten. Im darauffolgenden Jahre fanden wir in dem gleichen Gebiet deren 65. Beckel verzeichnet im Mai 1915 im Golmer Luch an einem Nachmittag 44, wir trafen in der- selben Gegend im Mai 1916 51 Arten. Helfee stellte an zwei Junitagen 76 Arten und F'ormen am Werbellinsee fest. Das sind immerhin stattliche Zahlen, die nicht gegen solche aus dem Süden — aus dem Norden sind mir keine zum Vergleich zur Verfügung — zurückstehen. Vallon verzeichnete z. B. in einem sehr günstigen Gelände um Friaul an einem Julitage 6U Spezies (Riv. Ital. di Ornit. III, No. 1/2, Jan. 1914, 16). Was die Individuenmenge der märkischen Vögel bzw. deren Abnahme im Gebiet angeht, so sind die Meinungen hierüber ungemein geteilt. Walter, Krüger- Velthusen, zur Linden, Hocke u. a. vertraten die Ansicht, daß eine Verminderung der Individuenmenge innerhalb der letzten sechs Dezennien nicht eingetreten sei. Einige Arten seien häufiger, andere vielleicht minder zahlreich geworden, aber immerhin sei noch eine reiche Individuenmenge im Gelände vorhanden, auch unter dem Gesichts- winkel betrachtet, daß diese oder jene Art für einige Zeit ein- mal seltener auftritt, um dann, ohne recht erkennbaren Grund, in anderen Jahren wieder in größerer Individuenmenge zu er- scheinen. Nach der heutigen Bodenkonfiguration, der Pflanzendecke und den Siedlungsverhältnissen, die vielleicht in der Umgebung der größeren Städte, nicht aber auf dem platten Lande Ver- änderungen herbeigeführt haben, müßte man auch heute noch eine an Individuen reiche Vogelwelt erwarten. In dem be- schränkten Raum unserer Provinz haben sich in den verflossenen Dezennien keine Änderungen vollzogen, die einen nachhaltigen Einfluß auf das Dasein der Vogelwelt hätten ausüben müssen. Kaum ist ein Mehr in der geordneten Forstwirtschaft eingetreten, das dem Pflug unterworfene Gelände hat sich nicht wesentlich vermehrt, die dörflichen Siedlungen zeigen noch immer den alten Charakter und starke Entwaldungen sind nicht vorgenommen worden. Und doch weisen meine persönlichen Erfahrungen und die Beobachtungen anderer Ornithologen darauf hin, daß die Einleitung. n Individuenmenge auch unserer Vög-el, abgesehen von lokal be- gründeten Ausnahmen, leider zurückgegangen ist. Vor vierzig Jahren habe ich die Ansicht vertreten, daß nur die größeren Arten durch den Einfluß der menschlichen Kultur und deren Folgeerscheinungen langsamer Verminderung entgegengingen, die kleineren dagegen in ihrem Bestand auch für die nächste Zukunft gesichert wären. Durch die Macht der Tatsachen habe ich mich aber zu einer anderen Auffassung bekehren müssen. Wenn Feitz Braun sagt (Schriften der Naturf. Ges. in Danzig, Neue Folge, XIV. Band, IV^lö, 106): „Gerade bei Graudenz erkennen wir, wie wenig man denen beipflichten darf, die von vornherein des Glaubens leben, die Ornis eines bestimmten Ge- bietes müsse durch die Kultur notgedrungen verarmen", so mag dies örtlich für die Artenzahl vielleicht, nicht aber für die Individuenmenge Geltung haben. Die fortschreitende Kultur übt zweifellos einen großen Einfluß auf die Menge der Einzelwesen unserer Vögel aus. Aber sie nicht allein. Wie oft durchschreitet man Aveite Gebiete, die den 1^'orderungen des Wohnens und der Er- nährung der Vögel voll entsprechen; wie oft wandert man durch Gegenden, die von Menschen nicht häufig beschritten werden; wie häufig findet man Gebiete, in denen keine Beunruhigung der Vogelwelt stattfindet, um dann nach stundenlanger Wanderung eine außerordentliche Individuenarmut festzustellen. Für Luche und Heiden, für Forsten und Wälder gilt dies ebenso wie für Parkanlagen und Gärten kleiner Landstädte, für Flußumgebungen und stille dörfliche Siedlungen. Woher kommt nun diese Er- scheinung, worin ist der Grund für den Rückgang der Indi- viduenmenge unserer heimischen Vögel zu suchen? Die Antwort ist schwer. Eine allseitig befriedigende Erklärung dafür ist überhaupt nicht zu geben. Daß bei dem Verschwinden größerer Arten die Kultur wesentlich mitspricht, unterliegt keinem Zweifel. Bei der Verminderung der größeren Vögel — ich denke an unsere Tagraubvögel. Eulen und den Storch — spricht die Schießwut der um ihre Fasanerien besorgten Jäger und Grund- besitzer Avie die Gewährung von Prämien für die Jagdbeamten wesentlich mit. Clodius (Arch. d. Ver. d. Freunde d. Naturg, in Meckl. 67. Jahrg. 1913, 168) möchte die Abnahme besetzter Horste des weißen Storches in dem benachbarten Mecklenburg, die im Laufe von 12 Jahren von ;^Ü94 auf 1072 herabging, allein auf die Eingriffe der Jäger zurückführen. Oft werden bei einer Fasanentreibjagd 300—400 dieser Vögel an einem Tage zur Strecke gebracht, dem Storch aber, diesem herrlichsten Naturdenkmal unserer Fauna, wird unweigerlich das Lebenslicht ausgeblasen, weil er einige junge Fasanen zur Ernährung seiner Jungen raubt! Bei der kleineren Vogelwelt mögen hinsichtlich der Ver- minderung derselben mannigfache, aber nicht immer in die Augen fallende Faktoren mitsprechen. Unsere veränderte Waldwirt- 12 Einleitung. Schaft greift wahrscheinlich in die Lebensbedingungen vieler unserer Vögel stärker ein, als wir annehmen. Dasselbe gilt von den neuen Betiieben der modernen Landwirtschaft, wie sie mehr und mehr Platz greifen, wenn auch zugegeben werden muß, daß auch bei unverändert gebliebenen Bodenkulturverhältnissen oft ein Rückgang der Individuenmenge in der Vogelwelt nachzu- weisen ist. Wenn auch nach meiner Überzeugung keine direkte Gefahr vorhanden erscheint, daß einzelne Arten in ihrem Be- stände derartig zurückgehen, daß ein Verschwinden derselben aus unserer Fauna zu befürchten ist, so haben wir doch allen Grund, auf die Erscheinung der stetigen Verminderung sorgsam zu achten und da, wo es notwendig ist, vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Denn von schneller, stetiger Abnahme ist, wie Leo VON BoxBERGER (Blätter für Naturschutz, V, 1914, Nr. 2) nach- drücklich ausgeführt hat, bis zum völligen Erlöschen oft nur ein Schritt. Alles bleibt in unserer Mark noch auf dem Gebiete der Zug- beobachtungen zu tun. Nur wenige exakte und sehr vereinzelte Mitteilungen über einige Arten liegen vor. Es ist ein völlig jungfräuliches Gebiet, welches in unserer Provinz noch mit Nutzen beschritten werden kann. Dabei wird es ein Gegenstand sorg- fältiger Beobachtungen sein müssen, den Einfluß zu untersuchen, welchen die beiden Hauptflüsse unseres Gebietes, die vornehm- lich in fast nordsüdlicher Richtung, beide mit geringer Ab- weichung nach Ost, die Mark durchfließen, auf den Zug der Vögel ausüben. Zweifellos wird sich die Oder mit ihren alten Flußläufen als eine Zugstraße erweisen, die in unserer Provinz noch heute viel benutzt wird. Einige wenige, aber nicht abschließende Beob- achtungen Eck.stein's liegen hierfür vor. Nur für vereinzelte Arten, wie Micropus a. cqnis, Scolojmx rusticola, A7iser fahalis u. a. sind für unsere Provinz Zugdaten in der Literatur vorhanden, diese wenigen aber meist nur von einem Ort und aus einzelnen Jahren. Eine Ausnahme bilden die Frühjahrreiheubeobachtungen H. Auel's, welche einen Zeitraum von 20 Jahren (1896 — 1916) umfassen. Die Mitteilungen des Genannten behandeln 1 6 Arten, u. a. Fitislaubvogel, Rauchschwalbe, Nachtigall, Kuckuck. Mauer- segler, Pirol, Rotschwanz, Wendehals und Weidenlaubsänger, also typische Sommervögel. Sie beziehen sich auf die Umgegend von Potsdam, auf ein Gebiet, welches für Zugbeobachtungen und für die Behandlung damit in Verbindung stehender Fragen in der Mark nicht besonders günstig gelegen ist. In den Mit- teilungen Auel's fehlen alle phänologischen Angaben, welche sich für vergleichende Daistellungen im Sinne der mustergültigen Arbeiten der Königlichen Ungarischen Zentrale als durchaus not- wendig erweisen. In seiner Veröffentlichung (J. f. 0. 1917, 87 — 92) hat der genannte Beobachter nur Ankunftsdaten gegeben, den frühesten und spätesten Termin derselben verzeichnet und die mitt- Einleitung, ]^3 leren Ankunftszeiten berechnet. Interessant ist sein Hinweis, daß die von ihm beobachteten Sommervögel sich in der Ebene Potsdams früher einstellen als auf dem ganz nahegelegenen, nur ca. 50 m höheren Brauhausberg. Ferner danken wir Helfer eine Eeihe von Mitteilungen aus der Umgebung von Berlin. Sie enthalten die Ankunftsdaten bzw. Beobachtung des ersten Gesanges von 39 Arten aus den Jahren 1914—1916. Auch RtJDiGEE hat eine Reihe von Ankunftsdaten früherer Jahre aus den nördlichen Ge- bieten der Mark veröffentlicht. Seine Mitteilungen behandeln 4b Spezies. Auf die für die Zugerscheinungen einzelner Arten vorliegenden Beobachtungen werde ich in dem faunistischen Teil dieser Arbeit zurückkommen. In der in letzter Zeit mehr denn je umstrittenen Anwendung der Nomenklatur wie der Auffassung und Begrenzung der Arten und Formen bin ich vornehmlich dem Vorgange Hartbrt's und seiner Mitarbeiter in der Hand-list of British Birds (London 1912) gefolgt. Einige Änderungen der HARTEET'schen Namen habe ich nach dem Hellmaye und LAUBMANN'schen Nomenklator der Vögel Baj^erns TMai 191H) und dem Reichenow- und HEssE'schen Ver- zeichnis der Vögel Deutschlands (Juli 191(j) angenommen. Haeteet, Hellmaye, Laubmann und viele andere Ornitho- logen stehen bekanntlich auf dem Standpunkt der Befolgung striktester Priorität und der Annahme geographischer Formen, die sich lokal vertreten und in ihrer Gesamtheit die Spezies, die sich aus dem Bündel geographischer, ternär benannter Formen zusammensetzt, ausmachen. Binär bezeichnet bleiben nur die- jenigen wenigen Arten, welche keine geographischen Formen ge- bildet haben oder von denen solche bis heute noch nicht be- kannt geworden sind. Natürlich kann hier das persönliche „Artempflnden" des einzelnen eine weitgehende Rolle spielen. Reichenow, Gi'af von Beelepsch und andere Forscher stehen auf anderem Standpunkt als Haeteet und Genossen. Sie ver- treten die Ansicht, daß die binär benannten Spezies als niederste systematische Einheit als unveränderlich angesehen werden müssen. Dieser Spezies sind dann die geographischen Formen als ternär benannte Konspezies — ein von Reichenow geschaffener Aus- druck — anzugliedern. Es scheint mir natürlich, daß bei der Anwendung der REiCHENOw'schen Nomenklatui-, wie ich sie hier kurz nennen will, bei jedem wenige)* mit der Materie Vertrauten leicht der Eindruck hervorgerufen werden kann, es mit zwei verschieden bewerteten Lebewesen zu tun zu haben: ein höheres, binär benanntes und ein untergeordnetes, ternär bezeichnetes. Auch scheint mir bei dieser Auffassung mehr als bei der HAETEEx'schen die Möglichkeit gegeben. Formen als binär benannte Arten an- zusehen, welche von der anderen Nomenklaturlichtung eben nur als geographische, zu einer Art gehöi'ende, sich lokal ersetzende Formen angesprochen werden. Ich finde, daß Steesemann eine ausgezeichnete Definition für die Subspezies gegeben hat, wenn j[4 Einleitung. er sagt (Verh. d. Ornith. Ges. in Bayern, 1916, Bd. 12, Heft 4): „alle diejenigen Arten oder Formen sind als Snbspezies [ternär benannt] einer Gruiipe zu bezeichnen, die sich zwanglos aus ge- meinsamer Wurzel ableiten lassen und sich geographisch ver- treten — ohne Rücksicht darauf, ob sie durch Übergänge mitein- ander verbunden sind, oder aber auf Grund räumlicher Sonderuug mehr oder weniger ausgeprägte Eigentümlichkeiten erworben haben." Bei der Erörterung dieser Nomenklaturfragen möchte ich mich auf den Standpunkt Victoe von Tschusi's stellen, „daß auch die Stammform [!] logischerweise ternär benannt werden müsse, wie die von ihr abzuzweigenden Formen, da auch sie eine solche darstellt, was bei ihrer binären Bezeichnung nicht zum Ausdruck kommt". Der Begriff der Stammform ist nach meiner Auffassung künstlich von uns in die Nomenklatur hineingetragen worden. Stammformen in dem hier gebrauchten Sinne gibt es nicht, Fringilla coelehs ist nicht die „Stammform" von Fring'üla coelehs spodiogengs, moreleti, pahnae, mader ensis usw., sondern eine den genannten Subspezies verwandte, aber völlig gleich- zuwertende Form, die zufällig zuerst beschrieben wurde. Ebensogut hätte irgendeine andere Fringilla coelehs-¥ o\m. in die Hände von LiNNiß gelangt und von ihm zuerst gekennzeichnet sein können. Dann wäie eben diese die „Stammform" geworden. Im Kern sind die beiden obigen von mir charakterisierten Nomenklaturrichtungen schließlich gar nicht so weit voneinander entfernt, wie oft angenommen wird. Beide Eichtungen sind der Ausdruck subjektiven Empfindens, für deren Richtigkeit wieder von der einen noch von der anderen Seite Beweise zu erbringen sind. Ob die ternäre Nomenklatur, die heute im Prinzip überall angenommen ist und sich allgemein eingebürgert hat, die ich in meinen früheren Arbeiten wie auch in diesem Buche gleichfalls angewendet habe, das Ende der Dinge bezeichnet, darüber könnte diskutiert werden. Jedenfalls wird, w'as die Priorität angeht, der groteske Gedanke, den ich vor kurzem ausgesprochen gefunden habe, niemals ernste Beachtung finden, daß durch einen inter- nationalen Kongreß beschlossen werden solle, „daß im Falle des Gleichklangs von Art- und Gattungsnamen nicht der älteste, sondern der Zweitälteste Gattungs- oder x^rtname zui- Verwendung zu gelangen hätte" (Flöricke), Der Einwurf, den man der Anw^cndung des Prioritätsgesetzes und des Gebrauchs ternärer Namen oftmals macht, daß durch sie das Gedächtnis unnötig belastet sowie die Übersicht über die Welt der Arten verloren ginge, ist von der Hand zu weisen. Daß ältere Ornithologen sich an die neuen Namen nicht mehr gewöhnen wollen, ist bedauerlich; die jüngere Generation aber wird sie von Beginn ihrer Arbeiten an benutzen. Als Reichenow 1889 begann, „alte Namen auszugraben", erhob sich ein großes Geschrei. Und heute? Kein Ornithologe denkt jetzt Einleitung. ]^5 noch daiaii, den Grauammer Emheriza miliaria zu nennen und anderes mehr. Wer in unserer Zeit die ternäre Nomenklatur und die An- wendung des ersten Namens verwirft, wird trotz Cabanis, Shaepe, ScLATEß, Ogilyie Geant u. a. in den Ruf ornith ©logischer Rück- ständigkeit kommen. Bei dem Gebrauch der ternären Namen muß immer wieder betont werden, daß es in der Natur nicht, wie oben bereits bemerkt, Lebewesen erster und zweitei- Be- wertung, nicht Arten und Unterarten, gibt. Alles das sind künst- liche Begriffe, die sich der Mensch gemacht hat, um die Menge der Formen zu gliedern, zu ordnen und aneinander zu reihen. Alle Lebewesen, mögen sie nun größere oder geringere Diffe- renzierungen Verwandten gegenüber aufweisen, sind heute unter- einander völlig gleichwertig. Ob sich später einmal aus diesen „subspezifischen" P'ormen differenzierte Arten im Sinne heutiger Auffassung entwickeln und frühere Formen verscliwindeu werden, kann uns, wenn es überhaupt der Fall ist, im Augenblick gleich- gültig sein. Die Beschreibung geographischer Formen mit ternärer Be- nennung kann leicht der Willkür Tür und Tor öffnen. Was dem einen eine Art ist, erscheint dem andern als Unterart, Sub- oder Konspezies. Eine Summe von Unklarheit und Ver- wirrung kann um so eher daraus hervorgehen, als auch Unberufene, die nicht den notwendigen Blick besitzen und denen größere Reihen von Individuen nicht zur Vergleichung zur Verfügung stehen, dem Metier der geographischen Formenbeschreibung obliegen. Die ternäre Nomenklatur beruht auf subjektiver Auffassung des betreffenden Autors. Der eine erkennt geringe Differenzen mit geübtem Auge, der andere sieht sie überhaupt nicht oder legt ihnen nur den Wert zufälliger Abänderungen, die ihm belanglos erscheinen, bei. „Solange nicht eine bestimmte Summe Kennzeichen von einem gewissen Grade als für eine Art nötig anerkannt worden ist, muß man es fast dem Ermessen eines jeden einzelnen überlassen, was er eine Art und was er eine Unterart nennen will. Die Art ist eben kein Konkretum, keine wirklich in der Natur existierende Sache; die Natur kennt nur Individuen, von denen kaum zwei sich einander völlig gleichsehen. Arten und Gattungen sind nur wie die Kästen und Schiebladen einer Sammlung, zu Bequemlichkeit des Forschers, dem sonst eine Übersicht unmöglich ist." Mehr und mehr wird die Überzeugung durchdringen, daß auch die Vögel, wie andere Landtiere, herrschenden Lebens- bedingungen angepaßt und geographischer Scheidung unterworfen sind, wenn es auch gerade in dieser Klasse ungemein schwierig ist, diese Verhältnisse klarzulegen und zu erkennen. Es gehöit zur richtigen AVertung einer jeden Tierform die Abstraktion aller der Charaktere, die sich durch den Einfluß der Umwelt verändern können. Ein sehr großer Teil der beschriebenen ternär 16 Einleitung. benannten Subspezies wird sich vielleicht als biologische Reaktious- formen herausstellen. Um das Tier an sich kennen zu lernen, müssen alle die durch den Einfluß der Umgebung bedingten Formenveränderungen, die oft schwer zu erkennen sind, von seiner Gestalt abgezogen werden. Ob bei diesem durch Feanz Haas angeregten Gedankengange die ternäre Namengebung in heutigem Umfange und in heutiger Form bestehenbleiben wird, muß die Zeit erweisen. Jedenfalls darf aber der Ansicht Aus- druck gegeben werden, daß die frühere Sj^stematik mit ihrom weiten Speziesbegriff nicht zu der nachhaltigen Erkenntnis kommen konnte, daß sich in benachbarten Gebieten unter ver- schiedenen biologischen Bedingungen bestimmte Formen ent- ■\vickeln mußten, die sich gegenseitig vertreten und in innigen verwandtschaftlichen Beziehungen zueinander stehen. Das Vor- kommen solcher Formen ist natürlich mit dem Vorhandensein bestimmter klimatischer oder geologischer Faktoren, deren Zu- sammenhang und Nachweis, wie bereits oben bemerkt, bei den Vögeln mehr denn bei allen anderen Lebewesen ungemein schwierig ist, in enge Verbindung zu bringen. Aus den vorliegenden drei Listen von Haeteet, Reichenow und Hellmate ersieht man, daß ein jeder der Genannten seine eigenen Wege geht, die dann von den Anhängern dieser oder jener Richtung weiter beschritten werden. Viel läßt sich dar- über sagen und streiten. Der Gedanke einer einheitlichen Nomenklatur scheint mir unter diesen Umständen für Deutsch- land leider noch in sehr weiter Ferne zu liegen. Daß wir noch nicht am Ende dieser Dinge sind und die Ansichten, die ich ausgesprochen, durchaus berechtigt erscheinen, beweist mir die vor kurzem veröffentlichte Ornis germanica von Kleinschmidt (Beilage zu Falco, Mai 1919, 10 S.), die bei der Zusammen- stellung der Liste deutscher Vögel eine Nomenklatur anwendet, welche von ganz anderen Gesichtspunkten ausgeht, als sie bisher mehr oder weniger allgemeine Geltung gefunden haben. Während sich Kollibat, le Roi und Tischler bei ihren faunistischen Arbeiten auf eine sehr große Zahl geschulter und zuverlässiger Mitarbeiter stützen konnten, sind mir für die nachfolgenden Aufzeichnungen über die Vögel der Mark leider nur wenige direkte Mitteilungen zur Verfügung gewesen. Um so aufrichtiger möchte ich aber meinen Dank für allzeit liebens- würdige Auskunft diesen wenigen meiner Mitarbeiter zum Aus- druck bringen: Die Herren Förster Wilhelm Rüdiger in Eisenhammer und J. Will, Lehrer an der Forstlehrschule in Steinbusch, haben mir ihre reichen Erfahrungen aus dem nordöstlichen Teile der Neumark, der bis jetzt so gut wie unerforscht war, mit der größten Bereitwilligkeit zur Verfügung gestellt. Ich danke ferner für Mitteilungen ihrer Beobachtungen den Herren: Einleitung. \ fügt hat, dürften sich liinsichtlich des Vorkommens fast ausschließlich auf Pommern beziehen. Der 7. Band der Übersetzung (Berlin 1781 bei Joachim Pauli) bringt ein Bild von Bernh. Chr Otto. Desgl. der 9. Band der Allgemeinen Geschichte der Natur von F'r. Höh. Wilh. Martini (Berlin 1790). teste Seilkopf. (Teschichte der fauuistischen Ornithologie in Brandenburg. 27 Johann Leonhaed Frisch, der berühmte Polyhistor, der im Jahre 16y8 nach Berlin kam und bis zu seinem im Jahre 1743 erfolgten Tode hier gelebt hat. Ehe er in der Mark festen Fuß faßte, hatte er einen großen Teil Deutschlands auf seinen Wanderungen kennen gelernt. Bei seinem lebhaften Interesse für die Erscheinungen in der Natur dürfte er in der Reihe der Jahre auch mannigfache ornithologische Beobachtungen in sich aufgenommen haben, die er später in seinem großen Werke niedergelegt hat. In dem biographischen Teil des vorliegenden Buches habe ich einen Abriß des Lebens dieses hervorragenden Gelehrten zu geben versucht. Ich glaube darin nachgewiesen zu haben, daß die meisten seiner Mitteilungen in der „Vorstellung der Vögel Teutschlands" sich auf die Avi- fauna der Mark Brandenburg beziehen. Es darf als erwiesen angenommen werden, daß er viel in der Umgebung Berlins ge- sammelt und beobachtet hat. Aus seinem in der Staatsbibliothek in Hannover befindlichen Briefwechsel mit Leibniz erfahren wir, daß er zum Zweck der Einführung des Seidenbaues bei uns auch die weitere Umgegend von Berlin vielfach besucht hatte. Sicher- lich hat er bei diesen Wanderungen Beziehungen mit Männern angeknüpft, die ihn mit lebendem wie totem Material für sein Werk versorgten. Aus einigen in seinen Schriften befindlichen Notizen läßt sich dies mit Sicherheit schließen. Wir wissen ferner, daß er lebende Vögel in Gefangenschaft hielt, die von ihm beobachtet und nach dem Tode konserviert wurden. Vieles von diesem Material dürfte ihm von seinen märkischen Freunden zugegangen sein. Bei den damaligen sehr schwierigen Verkehrs- verhältnissen darf wohl ohne weiteres angenommen werden, daß ihm kaum größere Sammlungen für sein Werk weither aus Deutschland gesandt worden sind, daß dieselben vielmehr in der Hauptsache aus der Mark Brandenburg stammten. Nie ist dies ausgesprochen worden. Den Anschauungen seiner Zeit folgend, die auch später noch lange die maßgebenden waren, legte Frisch absolut keinen Wert auf die Provenienz der einzelnen Stücke. Er hatte das Exemplar im Fleisch besessen, untersucht, hatte es nach dem Tode abgebildet und beschrieben. Das ge- nügte ihm vollkommen. Seine Mitteilungen über das Vorkommen sind ganz allgemein gehalten oder fehlen übei'haupt. Hin und wiedei', aber sehr selten, wird einmal ein örtliches Vorkommen verzeichnet. „Anno 1722, medio Augusto inventus est in Marchia Bi"andenburgia haud procul ab urbe Berolino in arundineto [?], nidus halcyonis" lesen wir einmal in dem 2. Bande der Miscellanea Berolinensia. Aber solche Angaben sind, wie gesagt, völlig ver- einzelt. In dem 6. Bande der vorgenannten Veröffentlichungen der Königl. Sozietät der Wissenschaften vom Jahre 1740 bringt Frisch einen Beiicht über einen in der Mark eilegten Kormoran. Aber es fehlt jede Andeutung, woher er das Tier erhalten hatte. 28 Geschichte der faunistischen Ornithologie in Brandenburg. Wir dürfen Johann Leonhard Frisch als den ersten Orni- thologen bezeichnen, der in der Mark über die Vögel der Mark geschrieben hat. Seine Mitteilungen sind zweifellos wertvoll, wenn sie auch im Licht damaliger Auffassung von dem Wert bzw. Unwert des Vorkommens und der'Herkunft betrachtet sein wollen. Das Werk enthält, worauf schon der alte Jon. Matthäus Bechstein hingewiesen, eine Anzahl von Irrtümern und Fehlern, aber es spiegelt sich in ihm bereits das Licht einer neuen Zeit und einer freieren Auffassung naturwissenschaftlichen Empfindens. Wissenschaftliche Einwendungen im einzelnen, diktiert von den Anschauungen und dem Wissen unserer heutigen Tage, sollen uns die Freude an der Arbeit dieses hervorragenden märkischen Forschers nicht trüben. Bei Johann Matthäus Beckstein, dessen ich soeben er- wähnte, findet sich in der zweiten Ausgabe seiner Gemeinnützigen Naturgeschichte Deutschlands (1801 — 1808) über das Vorkommen einiger Arten im „Brandenburgischen" eine Eeihe von Mitteilungen, die in der ersten Ausgabe genannten Werkes (1789 — 1795j noch fehlen. Beckstein ist nur einmal und ganz vorübergehend in Brandenburg gewesen. Im Jahre 1785 verweilte er bei dem Domherrn von Rochow in Rekahn, im Kreise Zauch-Belzig. Sein Biograph Ludwig Bechstein'-) schreibt über diesen Besuch (S. 12): „ und weilte mit von Rochow sieben Wochen zu Rekahn, wo er nun eine vortreffliche Jagd fand. In jenen fiachen Gegenden fand er namentlich viele Sumpf- und Wasservögel und erforschte ihre Lebensart, wozu außer einigen nahen großen Teichen und entfernteren Seen die Ufer der auf weite Strecken seebreiten Havel volle Gelegenheit boten, und wo er Vögel ent- deckte, die in seiner heimatlichen Gegend niemals oder doch nur höchst selten an einigen größeren Teichen und dem jetzt aus- getrockneten Schwanensee vorkamen." Die meisten Angaben Bechstein's beziehen sich allerdings auf brandenburgische Sumpf- vögel, doch ist es nicht recht verständlich, warum er seine in Rekahn gemachten Beobachtungen nicht schon in dei- ersten Aus- gabe seines großen Werkes verwertet hat. Wahrscheinlicher ist. daß ihm die Angaben über Vorkommen einiger Arten „im Brandenburgi- schen" später von jüngeren Forstleuten gemacht worden sind, die die Forstakademie Dreißigacker besucht haben. Schließlich könnten Bechstein's Mitteilungen auch der Literatur entnommen sein. Für letzteres habe ich jedoch keinen Anhalt in den Veröffentlichungen jener Zeit finden können. Übrigens sind die BECHSTEiN'schen Mit- teilungen über das Vorkommen einzelner Arten, wie bei allen Autoren jener Anfangsperiode faunistischer Forschung, mit großer Vorsicht aufzunehmen. ") Dr. Johann SIatthäüs ßECHSTEm und die Forstakademie Dreißiüf- acker. Ein Doppeldenkmal von Ludwig BechstbIn. Meiuingeu 1855, gr. h", 420 Seilen mit Forträt. Geschichte der faunistischeD Ornithologie in Brandenburg. 29 Allgemein gilt die Tatsache, daß das Interesse für die Natur und die Beschäftigung mit den Lebewesen derselben in der Heimat geweckt wird. In dieser werden die Fäden geknüpft, die sich später, in der Liebhaberei oder in dem Beruf, über die engen Grenzen des Anfangs hinaus, weiterspinnen. Da ist es denn natürlich, daß die ersten Jugendarbeiten meist den Tieren und Pflanzen der Umgebung des Wohnortes, bzw. in weiterem Um- fange der engeren Heimat gewidmet sind. Erst später werden andere Gebiete herangezogen, und allgemeinere Ausblicke treten in den Kreis der Betrachtung. Der Formenreichtum der engeren Heimat lehrt das Auge sehen und unterscheiden. Er bildet die Grundlage für die Erkenntnis der einzelnen Lebewesen, die dann allmählich zur Forschung auf andere Faunengebiete hinüberleitet. Im Werdegang unserer Faunisten vermögen wir fast überall diese Erscheinung zu beobachten. Bei vielen Ornithologen, die sich im Laufe ihres Schaffens als hervorragende Forscher auf irgend- einem Spezialgebiet einen Namen erworben haben, finden wir, daß ihre ersten Arbeiten den Vögeln der engeren Heimat galten. Aber es gibt auch Ausnahmen. Unsere Mark Brandenburg nennt eine Anzahl hervorragender Vogelkundigen ihre Söhne. Aber viele derselben, die im späteren Leben der Ornithologie neue Bahnen der Erkenntnis gewiesen und unbekannte Gebiete erschlossen haben, sind jenen Weg natür- licher Entwicklung nicht gegangen. Wenigstens besitzen wir von ihnen keine Mitteilungen über die heimatliche Vogelwelt. Petek Simon Pallas z. B. wurde im Jahre 1741 zu Berlin geboren. Hier studierte er. Nach dem Besuch von Holland und England kehrte er wieder in seine Heimatstadt zurück, wo er die Herausgabe seiner „Spicilegia zoologica" (Berlin 1767 — 1780) überwachte. Später, im Jahre 1768, wurde er nach Petersburg berufen, machte seine großen asiatischen Reisen, beschrieb seine Sammlungen und kehrte dann 1810 nach Berlin zurück, wo er im siebenzigsten Lebensjahre am 8. Sept. 1811 gestorben ist. Auf dem Kirchhof vor dem Halleschen Tor wurde er beerdigt. Wenngleich Pallas bereits als Knabe eifrig Ornithologie ge- trieben hatte — RuD0LPHii3) führt ein System der Vögel an, welches Pallas im 18. Jahre entworfen hatte — , so scheint er sich doch nie mit der Avifauna seiner Heimat beschäftigt zu haben. Nach seiner Rückkehr aus Holland schrieb er eine Fauna Insectorum Marchica, die aber nicht veröffentlicht wurde, weil sie, wie er auf einem hinterlassenen Zettel bemerkte, nicht wert '*) Vgl. Beyträge zur Anthropologie und allgemeinen Naturgeschichte von D. Karl Asmünd Rudolphi. Berlin, bey Haude und Spenkk 1812. 8". I. l^ETER SiMO.v Pallas. Ein biographischer Versuch. Vorgelegt der Kgl. Akademie der Wissenschaften am 30. Jan. 1812, 1—78. Mit dem nach einem Gypsabguü in Kupier gestocheneu Bildniß des Kais. Russ. Etats-Raths P. S. Pallas. 30 Geschichte der faunistischen Ornithologie in Brandenburg. gewesen sei, bekanntgemaclit zu werden. Das Manuskript dieser Arbeit blieb in den Händen seines Freundes Sandifoet in Leyden. Eduard Friedeich Eversmann wurde am 2:5. Januar 1794 zu Hagen geboren, kam aber in sehr frühem Kindesalter nach Berlin, wo er erzogen wurde, die Schule besuchte und studierte. Später ging er nach Rußland, machte dort größere Reisen und erhielt eine Professur für Naturwissenschaft in Kasan. Nach Berlin zurückgekehrt, starb er hier am 26. April 1860 und wurde auf dem alten Dreifaltigkeitskirchhof, der heute den Eingang zum Potsdamer Bahnhof verunziert, begraben. JoH. Feiedeich von Beandt, am 25. Mai 1802 zu Jüterbog geboren, studierte nach Besuch des Lyzeums in Wittenberg an der Berliner Universität. Da er sich in Deutschland keine Existenz zu schaffen vermochte, nahm er einen durch Alexander von Humboldt vermittelten Ruf nach Petersburg an, wo er bis zu seinem am 15. Juli 1879 erfolgten Tode lebte und für die Wissen- schaft in hohem Grade segensreich gewirkt hat. Er war der Schwiegervater Gustav Radde's. Jean Cabanis, der genialste deutsche Ornithologe des neun- zehnten Jahrhunderts, hat, mit Ausnahme einer nach Süd-Karolina unternommenen Sammelreise, Berlin nie verlassen. Er wurde hier am 8. März 18 1 6 geboren und starb am 21. Februar 1906 zu Friedrichshagen nach Vollendung seines neunzigsten Lebens- jahres. Von ihm wie von Anton Reichenow (geboren am 1. August 1847 zu Charlottenburg), dem Verfasser des monumentalen Werkes: Die Vögel Afrikas (Neudamm 1900—1905), besitzen wir nur einige wenige kleinere Mitteilungen und Notizen, die sich in der nachfolgenden Bibliographie verzeichnet finden. Umfangreichere Arbeiten über die Vögel ihrer Heimatprovinz haben uns diese beiden wie auch die vorgenannten Forscher nicht gegeben. In dem Werke Johann Feiedeich Naumann's über die Vögel Deutschlands (1822 — 1844), eines großen Mannes geniale Arbeit, um deren Besitz andere Nationen die deutsche Vogelkunde mit Recht beneiden, finden sich bei einzelnen Arten Hinweise über das Vorkommen in Brandenburg bzw. in der Umgegend von Berlin. Aus der Literatur kann Naumann diese Angaben nicht geschöpft haben, da es damals eine solche über den Gegenstand nicht gab. Man muß also annehmen, daß ihm wie auch Bechstein direkte Mitteilungen hierüber zugegangen sind. Mit Hilfe der reichen, im Naumann-Museum in Cöthen befindlichen Briefsamm- lungen ist es mir nicht möglich gewesen, den märkischen Korre- spondenten Naumann's ausfindig zu machen. Von dem Bergamts- kassierer Fehemann in Berlin rühren die Angaben nicht her. Wie aus den an anderer Stelle dieses Buches abgedruckten Briefen des Genannten hervorgeht, hat dieser mehrmals vergeblich versucht, eine Korrespondenz mit Naumann anzuknüpfen. Auch des alten Ludwig Brehm muß ich an dieser Stelle gedenken. Nicht, daß er eine Arbeit über unsere Provinz veröffentlicht Geschichte der faunistischen Oroithologie in Brandenburg. 31 hätte, die hier registriert zu werden verdient. Aber es findet sich in seinen Veröffentlichungen ein Hinweis auf die Vogelwelt der Mark, der insofern von Bedeutung ist. als er über eine völlig verschollene, reichhaltige Sammlung märkischer Vögel berichtet. Während eines Aufenthalts in Berlin (Okens Isis 1834, St. 1) besuchte Beehm seinen alten Tauschfreund Fehkmann, dessen ich oben bereits erwähnte. In dessen Sammlung märkischer Vögel befand sich eine große Zahl seltener Stücke, über welche Brehm a. a. 0. berichtete. Leider hat sich über den Verbleib dieser Sammlung bzw. einzelner in derselben befindlichen Exem- plare nichts feststellen lassen. Sie ist spurlos verschwunden. In das Jahr 1845, in welchem Johann Heinrich Schulz seine „Fauna marchica" veröffentlichte, ist der Beginn stetiger ornithologischer Erforschung der Mark Brandenburg zu setzen. Ohne auf frühere Angaben zurückgreifen zu können, hat Schulz in dem genannten Buch zum erstenmal, nach eigenen Beobach- tungen und Erfahrungen, eine Übersicht der Vögel unserer Provinz zu geben versucht. Er führt in derselben 220 Arten auf, d. h. 74 weniger, als wir heute für das Gebiet annehmen. Die An- gaben in seinem Werke über das Vorkommen und die Verbreitung in Brandenburg sind allgemein gehalten und oft recht dürftige. Nur von selteneren Arten, die ihm von Freunden für seine Samm- lung zugingen, werden bestimmte Fundortangaben mitgeteilt, die wohl als zuverlässige zu betrachten sind. Die von ihm gewählte, nicht in Einzelheiten der Darstellung gehende Behandlung der örtlichen Verbreitung der Vögel findet sich ganz allgemein in den faunistischen Arbeiten jener Zeit. . Wir brauchen nur die Veröffentlichungen von Ebel (1823), Gloger (1833), Landbeck (1834), Schwab (1854), Zander (1847) u. a. durchzusehen, um gleicher Darstellung zu begegnen. Man hatte damals noch nicht das Empfinden von der Notwendigkeit, die lokale Verbreitung der Arten in einem Gebiet genauer festzulegen. Der damaligen Zeit genügte vollkommen der einfache Hinweis des Vorkommens, das sich oft nicht einmal auf eigener Beobachtung gründete, sondern einer verwandten Arbeit aus anderen Teilen Deutschlands entnommen war. Der Gedanke, daß in einem angrenzenden Gebiet die Vei'breitung der Arten aus lokalen Gründen eine ganz andere sein könne und vielleicht sein müsse, beunruhigte die älteren Faunisten wenig. Die Forderung der genauen Festlegung des Vorkommens und der Verbreitung der Arten ist erst in spätei-er Zeit erhoben worden. Daß sich in dem Werke von Schulz, das ohne Vorgänger das faunistische Material für die Mark zum erstenmal zusammentrug, mannigfache Irrtümer vorfinden, ist begreiflich, aber entschuldbar. Angaben, die wir heute nicht mehr bestätigen können, sind vielleicht für jene Zeit, in der das Werk geschrieben wurde, richtig gewesen, und es haben sich in der Verbreitung und in dem Vorkommen der Arten Änderungen in den verflossenen 70 Jahren vollzogen. 32 Geschichte der faunistischen Ornithologie in Brandenburg. Aus den zehn Jaliren, die dem Erscheinen des ScHULz'schen "Werkes folgten, ist wenig zu berichten. Jean Cabanis, der. wie ich bereits oben bemerkte, leider nichts Zusammenhängendes über die Mark geschrieben, biachte mehrere kleine Mitteilungen über verirrte Arten, wie z. ß. über Turdus auroreus Pall und A'ix sponsa (L.), die ihm in seiner Museumstätigkeit durch die Hände gingen. Ferner schrieb er auf (Trund der bei Berlin gefangenen, in den Besitz des Fürsten Radziwill gelangten Exemplare von Fhylloscopus hicmei i^raemium (Gm.) eine umfangreichere Arbeit über den genannten asiatischen Laubsänger, der eine ausgezeichnete Tafel von Johann Feiedrich Naumann beigegeben war. Mit dem Jahre 1856 beginnt dann für die Mark jene Epoche ornithologischer Erforschung, welche sich an die Namen Cakl Bolle's und Alfred Hansmann's knüpft. Bei dem erstgenannten der beiden Jugendfreunde dauerte das lebhafte Interesse für die Vogelwelt seiner Heimat bis zum Jahre 1896, umfaßte mithin einen Zeitraum von mehr denn 40 Jahren. Bei Hansmann er- losch es weit früher. Seine letzten Arbeiten über die Mark datieren bereits aus dem Jahre 1859. In den nachfolgenden biographischen Skizzen habe ich versucht, der Bedeutung dieser beiden Männer für die Entwicklung und Förderung der Vogel- kunde in Brandenburg gerecht zu werden. Die meisten ihrer Arbeiten tragen nicht ausgesprochenen faunistischen Charakter, aber sie enthalten in den vielen örtlichen und biologischen Mit- teilungen wertvolles Material für die Kenntnis der Verbreitung der Vögel in unserer Provinz. Beide Männer beschritten auch als erste — und es muß leider hinzugefügt werden, bis heute als einzige — das durch die eigenartigen Siedlungs Verhältnisse der Mark interessante folkloristische Gebiet in ihrer Veröffent- lichung über abweichende, in der Provinz übliche Provinzialnameu der dort vorkommenden Vögel. Dem Freundeskreise, welcher sich im Anfang der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts um Bernard Altum, der damals Assistent bei Lichtenstein war, in dem von diesem be- gründeten ..Ornithologischen Klübchen" scharte, gehörte auch Carl Vangerow an. Über seine Persönlichkeit habe ich nichts in Erfahrung bringen können. Nach Schulz verdanken wir ihm die zweite umfassende faunistische Darstellung der Vögel unserer Provinz. Sie wurde im Jahre 1856 veröffentlicht. Abgesehen von einer Reihe von Berichtigungen der ScHULz'schen Angaben hinsichtlich des lokalen wie des Brutvorkommens und ferner von der Hinzufügung weiterer viei'zehn Arten für das Gebiet, steht Vangerow völlig auf den Schultern seines Voi'gängers. Ohne Anführung der Quelle werden dessen Angaben oft wörtlich über- nommen. In der Einleitung zu seiner Arbeit dankt Vangerow seinen ornithologischen Freunden A. Günther und Theobald Krüper für deren Unterstützung, während er Bolles, Altums und Hansmanns, die damals vornehmlich für die ornithologische Er- Geschichte der faunistischen Ornithologie iu Brandenburg. 33 forscliung der Mark tätig- waren, nicht erwähnt. Unter den von ihm für das Gebiet neu nachgewiesenen Arten befinden sich übrigens auch solche, auf welche bereits Schulz in Anmerkungen hingewiesen hatte. Im allgemeinen dai'f wohl ausgesprochen werden, daß die von Vangeeow als Versuch einer Übersicht der märkischen Vögel veröffentlichte Arbeit über Schulz hinaus wenig zur Erweiterung unserer Kenntnis beigetragen habe. Das Interesse Vangeeows für die Vogelkunde scheint im übiigen nur ein vor- übergehendes gewe.vl I 5>on Aalten ^Bannen / 93Jinerifcf)eu unb 9JletaIt[d)en / ^-ffiaüern lampt ber ^erflleicfiunfle / ber Plantarum ünb (Srbflc/ roed)fen 10 'M&vx: I I^ur* / ßeonbart Jburiieiffer jum / Jliuru mit flroffer mül)t üiib / arbeit aemeiiiem 9htl} / ju flut nii tafl fleaeben. / SJiit diöm. ,\tax). maQ. I frei)l)eit auf)f JO / ^ar / — / 1572 / ß. X. B X. / ©ebrurft ju T^rmd- fürt an ber Ober Mird) / 3o(wn Gic^bom. Das Privilegium und Vorrede oiine Paginierunir (IG Seiten) und ÜCCCXX Seiten und Errata, 8 Seiten und Register 46 Seiten, davon 11 Seiten mit Namen der aufgeführten „Kreutter". Stalitsbibliotheit Berlin. Schöner alter brauner Lederband mit gepreßten Figuren und Arabesken. Die silbernen Schließen sind herausgebrochen. Auf ilem ersten Blatt befindet sich eine handschriftliche Einzeiehnung in den Frakturtypen des Druckes: ^em ®urd)lauc{)fifli[ten, Iiodlflebornen, ■gürften nnb A^errn, $errn 3oöann ^corflen ai^arnaraffen ^ur Öraiibenburg, beff beiüßen ^)fötnifd)eii ))k\di^ (Srs (^amarcr, unnb (5burfür[tenn, jur Stettin, i^ommeren, ^nii ^5dileiien ,uir (Srofien, ber t^'affuben unb SBenben öfriog, nnnb iöiiraßraffeii jur Ofürenbera, ?fürl"ten jur ^)tüflen, jeinent flnebtflfteii dürften Dmib .^errn, uerebret (^conbarbtSbuvnetljer 511m 3:burn, unbertbentflift btfe ^ue(i}. Üb diese Eintragung von der Hand ThurneissersV Ich möchte es an- nehmen. Bibliographie. 47 eine bibliophile Seltenheit ersten Eanges. Das „Grawe Kloster" in Berlin, in welchem Thueneisser nach dem Tode des letzten Franziskaner Mönches löTl seine Wohnung aufschlug und seine berühmte Druckerei einrichtete, besitzt kein Exemplar dieses seltenen Werkes in seiner Bibliothek. Ich habe sowohl das im Besitz der Staatsbibliothek in Berlin befindliche Exemplar als auch dasjenige der von Jon. Rud. Saltzmann 1.612 besorgten, in der Leopold - Sophienbibliothek der Stadt Überlingen am Bodeusee vorhandenen zweiten Ausgabe einsehen können'-). Beide Ausgaben enthalten keine ornithologischen Mitteilungen. In der nachstehenden Bibliographie sind von mir alle orni- thologischen Arbeiten aufgeführt worden, w^elche, im Titel erkennbar, sich auf unser Gebiet beziehen. Ferner wurden die- jenigen Veröffentlichungen verzeichnet, welche andere Gegen- stände behandeln, aber zugleich auch umfangreiche, eigene Ab- schnitte über die märkische Vogelwelt enthalten. Werke, wie Beehms Tierleben, Glogees Handbuch, Feideeichs Naturgeschichte u. a. siud von mir nicht aufgenommen worden. Die sich in diesen findenden vereinzelten Mitteilungen über das Vorkommen seltenerer Arten u. dgl, in der Mark werden mit Angaben der Quellen im faunistischen Teil erwähnt. Zeitschriften, wie „Natur und Haus", Mitteilungen des Fischereivereins für die Provinz Brandenburg, die Veröffentlichungen der verschiedenen Vereine für Heimatkunde und ähnliche wurden nur vereinzelt zitiert. Die Jagdzeitschriften sind mit Auswahl und Vorsicht benutzt worden. Hesse will deren Veröffentlichungen — und er hat darin nicht ganz unrecht — nur dann verwendet wissen, wenn die Angaben nachgeprüft und in die ornithologische Literatur übergegangen sind. Ich möchte nicht so weit gehen. ]\Ieist ist es unmöglich, die in den genannten Zeitschriften veröffentlichten Angaben nachzuprüfen. Ich glaube daher solche Mitteilungen, die von bekannten Autoren herrühren, deren Namen die be- treffenden Angaben verbürgen, ohne Prüfung des Gegenstandes übernehmen zu können. Jeder wird mir darin recht geben, daß ein gewaltiger Unterschied darin besteht, ob eine Beobachtung von Altum, Neheing, Schaff, Eckstein u. a. oder von einem unbekannten Kontribuenten oder einem Anonymus herrührt. ^) 3e()en 33iid)er / oon / .Stalten, SBarmcn / 9[>iinerifcf)en unb DO^etaliidien Söafjern. / ©ampt bereu iserjileicbunci mit bcn Plaii,tis ober (>Tbßeiüä(t)ii'n. / ^urd) / Leonhart Thunieißerii ziun Tliurn mit c^ioijer / 3Jciil)e unb ^ilrbeit, flemeinem dln^ ^u fliit / an las (leflcben, / ^l^imbt / 3lber onff^ neiü biird)= iel)cn an uielen Orten, ^i>o(b obn / ÄAmeleniurt ^eö 3Uiil)oriö Xtj.-ie coriinirt unb / uerbfffcrt. Tem ein turtle i^efcbreibunfl beä eelbocber ^^^ninnenö / ober iöabtö / Samt etlidien Ainflf" i^i^m «Sauenbrnnncn binuUV-tf"i"- / "Srnidi Joanrieni Ru(lol|>hiim Saltzinann, Med. Doct. ju igtrafUnUß. / i^n $l^erle(\nI'l^ iiaaari äetjners / Anuo MDCXII. / 4». Be\ MoEHSEN, Beitr. z. Gesch. der AVissenschafteii in der Mark Branden- burg (Berlin 1783), S. 190, ist der Titel ungenau angegeben. 48 Bibliographie. Die erste Bedingung- für eine zuverlässige Bibliograpliie: die eigene Prüfung- der betreffenden Stelle, habe ich sorglich zu erfüllen gesucht. Nur die wenigen mit einem * versehenen Arbeiten sind von mir ohne persönliche Einsicht übernommen worden. Vielfach sind in dem nachstehenden Vei'zeichnis den Angaben der einzelnen Werke Bemerkungen angefügt worden, die auf den Wert und die Bedeutung derselben für die ßibliophilie hinweisen, Bemerkungen, die sich auf die äußere Ausstattung, auf Tafeln und Abbildungen, auf bibliophile Seltenheit, Verschiedenheit der einzelnen Ausgaben, Entstehung und Schicksale derselben usw. beziehen. Bei jedem selteneren Buche sind die Namen der Bibliotheken, in denen sich die von mir benutzten Exemplare befinden, verzeichnet. Am Ende dei- märkisch-ornithologischen Bibliographie findet sich eine alphabetische Zusammenstellung der Autoren sowie eine Übersicht der geographischen Verteilung der einzelnen von mir aufgeführten Arbeiten über das gesamte Gebiet der Mark Brandenburg. B. = Brandenburgia. Monatsblatt der Gesellschaft für Heimat- kunde der Provinz Brandenburg zu Berlin. D. J. Z. = Deutsche Jäger-Zeitung. D. Z. = Danckelman Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen. F. = Falco. G. W. = Gefiederte Welt. J. f. 0. = Journal für Ornithologie. M. D. V. = Monatsschrift des Deutschen Vereins zum Schutze der Vogelwelt. M. S. V. = Monatsschrift des Sächsisch-Thüringischen Vereins für Vogelkunde. M. d. A. D. J. = Monatsschrift des Allg. Deutschen Jagdschutz- Vereins. M. 0. V. W. = Mitteilungen des Ornithologischen Vereins in Wien. N. = Naumannia. N. F. = Sitzungsberichte der Ges. Naturf. Freunde in Berlin. 0. = Ornis. 0. C. = ürnithologisches Centralblatt. 0. J. = Ornithologisches Jahrbuch. 0. MB. = Ornithologische Monatsberichte. 0. MS. = Ornithologische Monatsschrift. W. = Der Waidmann. Z. G. = Der Zoologische Garten (bzw. Zoolog. Beobachter). Z. f. 0. = Zeitschrift für Oologie (Herausgeber G. Keause). Z. f. 0. u. 0. H. = Zeitschrift für Oologie und Ornithologie (Her- ausgeber H. Hocke). Z. f. 0. u. 0. G. = Zeitschrift für Oologie und Ornithologie (Her- ausgeber Grote). Z. f. 0. u. 0. R. = Zeitschrift für Oologie und Ornithologie (Her- ausgeber W. Rüdiger). Bibliographie. 49 1645. CoLEEUs, JoH., Oecoiiomia rvralis et domestica. / ®q§ ift: / ©in ©el)r 3'tul3/licl)eci 5lUc]emeine^o i^aufe=Sud) / nnb fur^e 23c= jd)reibuiu] üoin ^luifeljulten / iBeiit= / 5lder= ®ürlen= iölumen üiib ^-elb^ baiü. / %nä:} 28ilb= ümib '-i^öi]elfaiuj / ÜBeibe-- / luerrf / 5if(^eret)eii / Sie[)= ^udjt/ ^ülljUiUinuieii / unb fünften / uon allem luac- ^^u '^efteüung Dnnb 9^ei]ierun(] eine^S iüül)llieftellten / S)iai)ei1)üffi5 / isionberei) / tjenieinen '^dh' ünb ^'"^"B^ufi^»'^ niujlid) üub / uünnötl]en fel)n mödjle. / Sampt belj= gefügter einer experimeiitalisclien ipaufe Hpü/terfen onb !ur^er SBuub* argenel) Stunft / rate bann auc^ / eine§ Calendarii perpetui, / 2)ar= burc^ ünb barinnen / luie nidit allein / 9}(enfd)en / 3Lsiel) / ^-Blumen* ©arten ünb g'elbgeiünd)fen, mit geringen 3[>n/foften mit ber S^üli] @ütte§ 3it= l^elffen, unb uom Unge,^ieffer ju praeservieren, unb ^n fäii/bern, fonbern aud) lüie nad] bcn inÜuentiis beü (SJeftirnö Sonn ünb Ültonbö / 5U / rechter ':ßdt, bent Siedit nad) / ju bnngen, fäen, pflanzen, ernbten, unb gu / baiüen / fet), ju finben. / 3Sor allerl)anb S^anff- ünb ^'^anbelSleut / Slud) Doctoren, ^auöiiättern, 5lpütedern / Laboranten, ä^albierern, 5J?al)lern / (^3i)lbfd)mib / 'DZünt^nteiftern / "^^Iderlent, ©ärtnern, ^-8iel)l)änb/ lern / Sögern, ^M^ji'rn, i^oglent / unb allen jeben, fü mit ^anbel unb ^^anbel umb ge/t)en, ünb il)re öiefc^äfft / 9?al)rung ünb ©eraerb / treiben / ^iebe üorn uon / M. Joanni Colei'O, jmar befd)rieben / Sei^o aber / auff ein Sterne» in üielen !iMid}eren merflid) / corrigirt, uermel^rt ünb üerbeffert / in ß'iBS?) ^.*p(S32 abgetl)eilt ünb ^um / (£rften mal)l mit fd)önen SUipffeiftüden / öampt üoÜfommcnent 9vegifter in / Xrud üer- fertiget. / Cum gratia et Privilegio Sac, Caesar. Majestatis. / ®rurf= ^eic^en / (^ebrndt ünb ^iserlegt in ber (5l)urfürftlid)en ©tatt / 9J?al)n^ / S)ur(^ SÜcolaunt ,S~-^eljl / (5l)urfürftl. SJ('at)nl3tfd)em i>üff-- / ünb '-^niüerfitat 53ud)truder. / — / Anno MDCXIV. öir. ^ol. IV -j- 732 ©. Dtegifter 36 (Seiten. Staatsbibliothek, Berlin. Satzspiegel 15,5 -(-^8 cm. S. 606 eingedruckter Stich: verschiedene Arten des Vogelfanges auf der linken Seite des Vignettenbildes, auf der rechten, unvermittelt an- schließend, eine biblische Darstellung, Joseph von seinen Brüdern in die Grube geworfen. Eine ähnliche Dar- stellung findet sich in: Oeconomiae das sechzehende Buch Hallicuticus genandt: Links in dem Bilde alle Arten des Fischfangs mit Reusen, Angel und Netzen, rechts, an demselben Wasser, die Tochter Potiphars mit ihren Frauen, wie sie Moses auffindet. Zwölf Holzschnitte mit Vogeldarstellungen in den einzelnen Kapiteln. Oeconomiae, Das Fünffzehende Buch, Ornithiacus Ge- nandt, S. 605—638 behandelt in 45 Kapiteln die Vögel: Vogelfang, Abrichtung, Krankheiten, Eigenarten der wichtigsten Arten. Mannigfache Trivialnamen, Aber- glauben usw., aber kaum bei der einen oder anderen Art eine Angabe über das Vorkommen. Immerhin finden sich vereinzelte Notizen über Brandenburg. In der vorstehend aufgeführten Ausgabe, welche von dem bekannten Buch- drucker Nicolaus Heyl 1645 in Mainz herausgegeben 4 50 Bibliographie. wurde, ist das Calendariiim perpetuum oeconomicum mit dem sogenannten Hausbucli vereinigt worden. Bereits 1609 und dann später 1682 (als zweite Auflage) erschienen zu Wittenberg, dem ersten Druckort der CoLERus'schen Schriften, Ausgaben in obiger Anordnung unter Zusammen- fassung des Stoffes. Die erste Edition des .Calendarium allein erschien in zwei Teilen zu Wittenberg in den Jahren 1592—1606 in Quarto, später, gleichfalls in vorgenannter Stadt, 1662, in Folio. Das Hausbuch wurde in erster Ausgabe in Wittenberg von 1595 — 1602 in 6 Abteilungen, in Folio, veröffentlicht. Spätere Ausgaben erschienen, sämtlich in Folio, 1672,^ 1684 und 1690 in Frankfurt a. M., und 1680 in Wittenberg. Die letzte Ausgabe, welche erschienen sein dürfte, ein „verbesserter Colerus", die das Calendarium nach der Wittenberger Ausgabe von 1592 benutzte, wurde 1711 in Leipzig gedruckt. Die meisten der vorgenannten Ausgaben, besonders^ diejenigen von 1592, 1609, 1672 und 1680, sind selten und von Bibliophilen geschätzt. Ein sehr schönes Exemplar der Frankfurter Ausgabe von 1672 befand sich in der Bibliothek von Paul Leverkühn in Sofia i). 1727. Frisch, J. L., Observationes, quae Descriptioni Ispidae sive Halcyonis, in diversorum auctorum libris addi possunt; Mi- scellanea Berolinensia ad incrementum scientiarum ex scriptis societati regiae scientiarum e-'Hibitis ' -ata. Continuatio II, Berolin. 1727, 40—42. Notizen über junge Eisvögel. *) In der von mir früher veröffentlichten Bibliographia ornithologica marchica (J. f. 0. 1890, 42 — 74) wurde das nachstehende Buch, welches ich s. Z. nicht einsehen konnte, aufgeführt. Ich fand es mehrfach, zoologische Mitteilungen enthaltend, zitiert: 1697. ©rofeer 33erlinifd)er / 9Uter, Steuer, D^ömif*, ßonb; Jpaufe; / ^od)-- Kräuter; unb / Si^etter^Äalenber / 3luf ba§ 3af)r nach unsers Heil. Geburt / MDCXCVII, continuiret uon / M. David Schurero, / ad Div. August. Beet. / auf ben Ober; unb 9üeber;®äd)(tfd); / 3Diärcftfd);^4^omuiertfd^en unb umbließenben ßäm/bcrn unb ©täbte .C)oitiont mit i^leife flercd)net / cum Seren. Elect. Brandenb. Privil. / ^.Berlin unb ^^roncffurt an ber Ober / 5'erleflt i)on ^Kupert 5BöIcfern, Sucfe^änblern. / Hl 4«, 52 ©.©. [unpafltniert]. Staatsbibliothek. Berlin. In der vorgenannten Veröffentlichung sind nur wenige botanische, aber keine zoologischen Angaben enthalten. Das gleiche gilt von dem von mir oft zitiert gefundenen ScHüRER'schen Kalender für 1700. Schließlich sei auch noch hingewiesen auf den: Curiositäten Calender auf das Jahr 1704, auf Seiner Maj. in Preußen, Lande gerichtet. Herausgegeben von S. Maj. gestifteten Brandenburgischea Sozietät der Wissenschaften. Colin a. d. Spree 1704. 4*^. Auch dieser enthält keine zoologischen Angaben. Bibliographie. 51 1727. Feisch, Joh. Leonh., De taeniis in anserum intestinis; Miscellanea Berolineiisia, ad iiicrementuni scientiarum ex scriptis soc. reg-, scient. exhib. edita, Continuatio II, Berol. 1727, 42. 1727. Frisch, J. L., Vestigia geuerationis taenianim sive vermium latorum in piscibus et avibus, item De lumbricis et taeniis in superficie liepatis piscium et murinum; Mise. Berolinensia ad increm, scientiarum ex Script. Soc. reg. scientiarum exhibitis edita. Continuatio II, Berolin. 1727, 44—46. Beobachtungen über die Blaurake. *1730. RicHTEE, J. G. 0., Einige Nachrichten von Cottbus in der Nieder-Lausitz sowohl die Policey-, Kirchen-, Natur- als Ge- lehrten Historia betreffend aus Msctis hier und dort colligieret von J. G. 0. RicHTEEN. gr. 4°. 130 S. Das Manuskript befindet sich jetzt in der Universitäts- bibliothek zu Breslau, wohin es mit anderen Manuskripten aus der aufgelösten Universitätsbibliothek zu Frankfurt a. d. 0. gekommen ist. Da es nicht verliehen wird, habe ich es nicht benutzen können. Soll vereinzelte Angaben über einige wenige gewöhnliche Arten enthalten. 1733/ — 1763. / Feisch, Johann Leonhaed, ^^orftellung / ber / SSögel / 2)eutid)Ianb'S / unD / betjläufig aurf) einiger / gremben; / nad) \i)im (£igenjd)Qfteu bejc^rieben / üon / 3ü()auit Seonljarb ^^-rifc^ / ä^ector beö @l)mnani 5um grauen Slloüer in 'Berlin uub SDÜtgliebe ber SButgL / Slfabemie ber 2Bi[feiif(i)aften, / in Stupfer gebrncfit, / unb naä) il)ren natürüdjen 5'^'^t'^" bargefteüt / oon / gerbinanb i^elfreic^ i^njd) / ^upferftec^er in Berlin. / / — / 33erlin, / gebrurft bei) griebr. Sßilt)elm Sirnftiel, Slönigl. priuil. S3ud)brurfer, 1763. gr. fül. / Sa^fpiegel 17,5X30,7 ctni / 255 Kofeln, 13 5lbteilimgeii Ze^t mit 132 ögel bte mit il)ren birfen (Schnäbeln ^anff=Äörner aufbeißen fönnen, 3n brel) ?{b= tl)eitungen. / 2)ie *3(rten ber ginfen, ber Slnimern unb Sperlinge, 52 Bibliographie. 4^Qnfnnc(e / iiiib ber ülnii]cu flcincu 'iVöc\cl uüii bictfii Scfinabeln. / iiäiujv lsu3nctten)"ti icl) / ii3erlin, bei) öcö Auctoris 8ül)n, g.i^. ^n\(i). Tat". 1. Fringüla und Carduelis. T. 2. Fringilla ruhecula und l'ireo. T. 3. Fringilla subcana und K 2. Vorblatt: [wie voisteliend bis]: ^sft bie[eö / ^er Srften Glafie / yccmlid) ber fleinein )l!>ö\]d. luelc^e mit il)ren ©c^näbeln .S^aun-ilür/neu aiifbeifii'u füiineii, / Vliibere^Jtblljeiluni^, / S)aö ift / ^le l'lrtcn ber ^Jünmeru unb ^peiliiuje. / — / Berlin bei) bem Auetore 1734 /. Taf. 4. Enucleator indicus und Coccothraustes. T. 5. Miliaria lutea und ilf. pinguescens. T, 6. Miliaria nivis und If. cana. T. 7. Passer atricapillus und P. sylvestris. T. 8. P. domesticus und P. barhatus indicus. 'S. Vorblatt: [wie bei Vorblatt 1, dann:] S[t biefe-5 / 2)er (iTi'ieu ©laije / ^temlidi bec fleiuereu ^^söiiel, ii)eld)e mit il)ren biden v£d)uäbelu ipanff /fijrner iutfbci[jeu fönnen. / "^litU 51bil)eihuuj, / m'l)mlic^ / S)tc '.Hrtcu ber ^"^Qnfltniie / Unb ber übiujeu fleiuen ^-^ütjel uun bicfen Sdjuabeln. / — / iöerlin bei) bem Auetore, 1735. / Taf. 9. Linaria rubentibus maculis in pectore und Linaria. T. 10. Linaria pectore subluteo und L. vertice rubro. T. 11. Linaria viridis und Loxia. T. 12. Passer canariensis und 4 Canarienvögel und Bastarde. Es folgen: 11 Seiten [unpaginiert]: Slurtje / ^Jkd)rtd)ten / gu ben / ,vuölff ©(QJjen, / 'Worein alle ^ogel fönnen eingetl)eilet iDcrbeii. / Unb jiuar bifsmal)! / äu ber eri'ten Glafie / unb il)ren / ®reij ^^tbtl)eUuni]en, / !föeld)e bie)enic]en {(einen isöijel ent()alten, / ®ie mit il)ren etiuad ftärfern 3d)näbeln i^nnf4iürner üufbeiifen / fönnen. / 3« ti"^''^^ 1'^"^^ ben illuniinirten ilnpfern / in ^-Berlin, be^ bem 'Bo{)\\ be§ Autoris / g-erbinonb .pel[reic§ g-rifc^. / — / ^-ÖLi'^lilCs'Jt, / i]e:Tiirft bei) (i;i)n[ticin iUibemii] STunft, .SUinitjl. privil. ^-üuc^br. 1739. Öchlußvignette. 4. Vorblatt [wie bei Vorblatt 1, dann:] %\i bicjev / bie 3;i3eite (£la|fe obei il^aupt '?ht bei ^^öiiel, / i)temlid) ber f leinen ^-8öi]el mit il)ren buiuien 3d)iiabelii. / ^n %m\\\ ';?lbtbeilunt]en, / I. Sie Vlrtcn ber ÜÜuujen. / II. Xie ^Jlrten ber \.'erd)en. / III. 'S)ie ^Hrten ber öd)malben. / IV. Tie rutl) i]e5eid)neten glie(]en n. (ikiuiirm /isöijel. / V. ^\e. iibni]cn ,3Uenen= unb ^emürm^^lsößel. / — / :^erlin, bei) bem Auetore 1740. / Taf. 13. Parus inajor und P. minor und P. cinereus. T. 14. P. caeruleus, P. cristatus und P. longa cauda. T. 15. Alauda arvorum, A. sylvestris und A. novalium. T. 16. A. hyemalis, die Piep-Lerche und .1. alba. T. 17. Apus und Hirimdo urbica. T. 18. Hirundo rustica Bibliographie. 53 und H. riparia. T. 9. Ruhecula gulla nigra, Rubecula, Phoenicurus pedore coeruleo und pullus. T. 20. Phoeni- curus ruhicilla, Ph. inferiore parte cauda nigra, Ph. media penna caudae suhnigra und Ph. pedore rubris maculis. T. 21. Luscinia m\d Curruca cantu Luscinia und C. fusca. T. 22. Curruca major, C. major altera und C. fusca, C. suhfusca. T. 23, C. atricapilla, C. vertice subrubro, Motacilla lutea und Motacilla. T. 24. Muscipeta minimus, Curruca tergo nigro, Passer troglo- dytes, Trochilus cristatus und Passer muscatus. Es folgen: 11 Seiten [unpaginiert]: Äiirt3e / 9cad[]nc^ten / ßu ber / ßii^ei'fi^ lU'Lil'jen Glafje ber ^-lHH]el inib il]ren / ^ünf 5tbt()eihini]en. / SBorinnen bie Üetnen i<ö(\e[ mit bünnen ©c^uabetn / bei^riffen [iiib. / 5. Vorblatt [wie bei Vorblatt l, dann:] ^ft biefeS bte S)ntte, / ytemlid) / 5!.uin beit '^^roffelu unb 5liiiieln uub tt)rer S(rt. / Sit ßmei 5(btl)rilinuien, / I. ^ie 'iHrten ber ^roffeln. / IL 2)ie ^(rten ber 5(ml'eln. / — / ^crtin, bei) be^o Auctoris 6ot)n 1740. Taf. 25. Turdus viscivorus. T. 26. T. medius. T. 27. T. miisicus. T. 2>s. T. minimus. T. 29. T. merula. T. 30. T. torquata. T. 31. T. Zw^ews, ad 31 Nest vom Widewal. T. 32. T. cristatus und T. ruher. T. 33. Turdi albi. Es folgen: 11 Seiten [unpaginiertj: Shtiije / 9iacf)rtcf)ten / ju ber britten / üoit brn sinölr ©(äffen aüer ^l^öiiel / Sn / 3roet) 5(bt()eihnu^en, / 2>3oriiinen ,yui(etd) / etiim-^ ciröBere ^ßögel norfoniiiien, als? in ben ^wct) / UL")rl)erfie()enben c^eiuefen finb, / nemlid) / bie 1)roffeln u. 'i'tnifeln / Anfangsvignette: auf- gehende Sonne, umgeben von Rankenwerk. 6. Vorblatt [wie bei Vorblatt 1, dann:] Sft biefeä aüfiier / Sie '-isierte klaffe, / Üson ben ©pecfiten u. (Specf)t^ Wirten. / Sn -Örel) '?lbtboiliiiii]en, / I. ^ie eiiientlid)en u. c^roffen ©pedite. / IL ©ie itleinern, nebft beni Stnducf u. 3yiebel)opf. / III. ^^Mipai^at)en, üon unterfd)iebener 5lrt. / — / 33erltn, bei) he§ Auctoris (Boijn. / Taf. 34. Picus niger. T. 35. P. viridis. T. 36. P. discolor. T. 37. P. discolor minor. T. 38. Jynx torquilla. T. 39. Certhius minor, C. major und Picus cinereus. T. 40. Cuculus. T. 41. Fig. 2. T. 42. Fig. 3. T. 43. Upiqm. T. 44—54. Psittaci sp. Es folgen 11 Seiten [unpaginiertj: ^-ortfe^unii / einer fur5en / 9Jnd)rid)t, / 3"^ ^^crten luui ben ßiuölf CSlaffen / oQer ^ßÖQel, / Si^orin einic^e / nadi it)ver nnlürliriicn öirbnc abciebilbet, bei) anbeni aber / ba'5 Maa\] anf ben '"^slatten bentcrfct morben, / nemlid) / Sie 8ped)te, @|.ied)t= Wirten, Shidnf nnb '^nipaiviljen. / 54 Bibliographie. — / S3S9i2o9?, / gebrudt bei) Subetrin Slunft, .^önicjl. privil. 93ud)bruder / 1743 /. Am Anfang und Ende größere Vignetten: Taube über den Wassern mit Ölzweig und Früchten. 7. Vorblatt [wie bei Vorblatt 1, dann:] 9(uü feinem / 2)et5Uiec]en Uüii nieleu Snl)ren l)er (^eiaiunileten, / burdi zeitigen ^-öefil^er aber, / >oxa. Wait[)än4 ^•rei)l)erru uon ^^erne^obre, / roeit uernielirteu / 5>Di]el--Cabinet. / l^m ^serbefferimg etc. btö SSoriii alle i^ö(■^el fönnen Cietlieilet lueroen, tnie oben] Sft biefe^? / 'Die fünfite (ilaffe, 5.^on .V>e'.]ern nnb ^lelftern. / Sn ,VDf^) 5^b= tl)eilunc]en, / I. 2)rel)erlei "?Irten .'öe()er. / IL ^^ieredel) ?(rten '^lelftern / — / S3erlni, bei be§ Auctoris SüIju, ^. §. g^fc^- / Taf. 55. Pica glavdaria. T. 56. P. abietum. T. 57. Garrulus coeruleus. T. 58. Pica varia. T. 59. Lantus major. T. 60. L. medius. T. 61. -L. minor. T. 62. P/>r^ r")vcricana cristata. Es folgen 11 Seiten [unpaginiert]: 5ort[e^unc| / einer furj^en / 9iad)iidit, / ßur ^^ünfiien / t)on ben / ^wvi'i (klaffen / aEer ^i^ögel, / SKorin / bie meifien nad) i()rer nnt'irlii^en ®rö[fe abgebiibe', bet) / ber %kV\ia aber ha^j Wiaa'\^ auf ber 'platten bemer=^/det loorben, / nemlid) ®ie §et)e'- iinb ^lelftern. / Vignette am Anfang wie vorher, am Ende Arabesken. 8. Vorblatt [wie bei Vorblatt 1 unter Fortlassung von: auy feinem bis 33o(]ef=Cabinet. dann weiter:] Sft biefe§ / ®te ©ed)Cne ßlaffe, / Sn "Srelj '^(btf)eil-.inc]eu, / nemücf) / 'I)ie 9?aben, Striilien, unb Sollten / 'i^ignetienftrid^ / Berlin, bei) be§ Auctoris ©o^n, ^. §. grifc^. / Taf. 68. Corvus major. T. 64. C. minor. T. 65. Cornix. T. 66. C. varia. T. 67. Monedula. T. 68. Monedula nigra. Es folgen 5 Se'ten [unpaginiert]: wie nach Taf. 62 schließend, nämlich: / 2)ie 9iabfn, Strö(}en u. 5)oli(en. / An- fangsvignette wie vorstehend, Schlußvigneite Blumen. 9. Vorblatt [wie Vorblatt 8, bis:] Sit biefeS / ®ie ©iebenbe ßlaffc, / Sn ^i^nff ?lbUieiIungen, / nemlirf) / 'Die 5(bler, ^^abigt, (^et)er, galcfen. unb Sperber. / ^ic3nettenftrt^ / öerÜn, bei) be§ Auctoris @ot)n, %. ,Sj». i^nfd^.) Taf. 69. Aquila melanaetiis. T. 70. A. j^ygargus. T. 71. Buteo. T. 72. Milvus s. Ästur. T. 73. Acci- inter stellarius. T. 74. A. fuscus. T. 75. Vultur subluteus. T. 76. V. pygargus. T. 77. 7. fuscus. T. 78. V. lanarius. T. 79. Laniarius cinereus. T. 80. L. albus. T. 81. Falco. T. 82. F. sagittatus. T. 83. F. fuscus. T. 84. Tinnuculus verus. ' T. 8Ö. T. alter. T. 86. Lifho-Falco. T. 87. Dendro-Falco. T. 88. P«/co m/'MS. Bibliographie. 55 T. 89. Cenchris. T. 90. Nisus striatus. T. 91. N. sagit- tarius. T. 92. N. sagittarius alter. Es folgen 11 Seiten [unpaginiert] : wie nach Taf. 68 bis: / nemltrf) / ©ie Wirten ber frummfd^näbltgen 9faub= unb ©toB'^^ögel bet) Za(\e, / al§ / bte 5lbler, |)abici^te, @et)er, ^nlcfen u. ©perber. / Anfang- und Schlußvignette wie vorher. 10. Vorblatt [wie Vorblatt 9 bis:] S[t biefe§ / ®ie 5(d)te C£(a[ie, / Sn 2)ret 9lbtt}et(ungen, / nemlic^ / j[)ie ©ulen, ber 9?at1jt^3{Qbe, unb gleber 9J?nu§. / Sßignetten]'trtd} / Serlin, bei} be^5 Auctoris @oI)n, g. i^. 5rif4 / Taf. 93. Noctua maxima. T. 94. N. major. T. 95. iV. major. T. 96. iV. wa;or. T. 97. N. guttata. T. 98. Ulula fiammeata. T. 99. Noctua minor aurita. T. 100. N. minima. T. 10]. Caj)rimulgus. T. 102— 103. Fleder- mäuse. T. 104. Felis volans. Es folgen Seiten [unpaginiert] : Äur^e / S^adörtdöt / ^\xt ?(rf)ten / üon ben / 3n)ölf ßtaffen / oller ^ gel, / SBetd^e / ®tc ^D\iiiib=^Dt]el bei) S^ac^t in ficf) begreift, / Söortnn / wenigen il)re natürlidje ®rö[fe geblieben, / bei) X^txi anbern aber "iia^ "Aao!^ \\i bemerdet worben; / al§ / S)ie ©ute, ber 9lQC^t»9^abe, bie ^•[eber=^/mau'5 unb bie fliegenbe ^a^e. / Anfangsvignette wie vorher; vor der Schluß Vignette: Ende der achten Classe. li. Vorblatt: ^üf)ann-2eDn[)arb=gri[c^ / 5]or[teIIung ber i8ögel / in Xeutid){anb, / unb bei)läuffig auc^ einiger gremben, / mit i()ren natürlicfien gerben, / '^wi / 53erbe[ferung ber biy^cr bauon l)erauÄgetDminenen ^(bbilbungen; / SSobel) / einigen i^re natürliche (tröffe gebUcben, / ^i^el) X>^n ©röffen aber \}ai 9}?aaB bemercfet / i[t: / ^o\\ ben ^luölff ©roi^en ©laffen aber, / SSorein QUe ^Sögel fönnen get(]eilet werben, / Sft biefcS / ®ie S^eunte klaffe. / nemlirf) / ?ltle SSilbe {yrembe, unb ^a^mt, ober ©enieine / .f^iiner. / SängSuigneive / 33er(in, bet) be§ Auctoris @o[)n, 5. |. g^rifct). Taf. 105. Casuarius. T. 106. Tarda, Supplement T. 106. Tarda mas. T. 107. Tetrao s. Urogallus, Suppl. T. 107. Tetrao Fömina s. Urogallina. T. 108. Kopf des Urogallus. T. 109. Tetrao minor, Suppl. T. 109. Tetrao minor Fömina. T. 110. Lagopus. T. 111. La- qopus. T. 112. Attagen. T. 113. A. americanus. T. 114. ^Tetrao perdix. T. 114B. Perdis fuscus. T. 115. P. cinera. T. 116. P. rujfa. T. 117. Cothurnix. T. 118. Paw. T. 119. P. mriMS. T. 120. P. aZ^ws. T. 121. Oallus americanus. T. 122. G^aZZo Favus. T. 123. Phasianus. T. 124. PA. mnws. T. 125. Ph. hißridus. T. 126. Gallina africana s. Numidica. T. 127. (?«7/t3rD[[e 6!n[[e / Uiorin nde ^iniiicl i-(et()eilet luorben / in il)ren / 5]ier '^dnlicilnntien / u^eldie biejcnitien ^isötiel ent= t)alten fo ("icrn nni ^iHificr ober "£?nüriditen / Oertern fid) auf= halten / ncl)nüidi / SUanidie, 3un"d)e, Sieiuer, üünifferhühner, SJt'öiuen, / unb 3d)nepfen. / 2üni]öL)it]nette / iöetlin, bei) bey Auctoiis Sül)n, %. 4"). 5'^^i*^)- Taf, 194, Grus. T, 195, Grus Balearia. T. 196. Ciconia. T, 197, C. nigra. T. 198. Ardea vulgaris. T, 199, A. vertice alho. T, 200, Platea s. Platalea. T. 201. Platea rostro laeve s. Pelecanus. T. 202. -.4r6Zea nigra. T. 203. .4, cinerea cirrata. T, 20-1, ^. fflZ&a. T, 205, ^. stellaris major s, Botaurus. T. 206. ^. stellaris minor. T. 207. ^. s^. m. altera. T, 208, Fulica fronte alba. T, 209. i^. minor fronte rubra. T, 210. Gallinula palustris. T, 211. (?, aquatica maculosa. T, 212, (r. longirostra, ad, T. 212. Ortygometra Dux coturnicum. T. 213, Vanellus. T, 214, Oinclus s, vanellus minimus. T, 215. Charadrlus s, pluvialis maximus. T, 216. Pluvialis s, Pardda. T, 217. Sturnus. T. 218. Larus major s. Sterna minor. T. 219. Larus minor s. Hirundo marina. 1\ 220, Larus minimus s, Hirundo lacustris. 58 Bibliographie. T. 221. Mero'pfi s. ispida major. T, 222. Merops apiaster. T. 223. Halcmi s. Ispida. T. 224. Rusücula arcuata s. Arquata. T. 225. Numenius s. Arcuata minor. T. 226. Rusticola s. Scolopax maxima mas. T. 227. Foemina. T. 228. Rusticola s. Scolopax media. T. 229. Rusticola s. Scolopax Ccpella coelestis dicfa. T. 2;3Ü. Rusticola alba. T. 231. RrHicola s. Scolopax miniyna. T. 232. Rusticola s. Olareola pugnax. T. 233. Foemina. T. 234. Rusticola pugnax. T. 235. desgleichen. T. 236. Olareola cinereo et a/io variejata. T. 237. Olareola ex fusco et a^io varia. T. 238. Olareola ex flavo et /msco raria. T. 239. Olareola castanea. T. 240. Olareola minor. T. 241. Rusticola minima. Es folgen 1 7 Seiten A 1 — E 1 : [^ortfeljunq / einer furzen / 9?ad)nd)t / gu Icr / ^^üölften / öon ben ä^oölf ©(offen / aller ^öi^el, / i'uj U)ren / üier 5lbt()ei(ii»u]en / fo btejenigen ^Sögel enll]alten / iDeld)e (jrö^tenteilö il)re 9?a()run(] am / SBoffer finben. / — / ^^erün, / gebrurft bei) griebrid) SBilljelm 55trnftiel, Slönigl. privil. 33uc^brurfer. / 1763 / Vignette: musizierende Engel und Schluß Vignette (Pfau). Supplementa, 6 Seiten, E2 — F: 5ßer5eid)niB / ber / in biefem ii^erfe befiiiblic^cii Vögeln / nad) i()ren jiuölf .'oaupt* (Elaffen / iinb lueiieren l'tbtl)eilungen / in ber Orbnung luic bte StnbeUeii eiuanber folgen. / © — s). / Sfegifter, / .So — S. Vignette (Lorbeerkranz auf einem Strahlenkranz mit gekreuzter Feder und Pinsel). Staatsbibliothek, Berlin. Die Vorblätter tragen meist die Nummer der ersten, die kurzen Nachrichten die der letzten Tafel der aus- gegebenen Lieferungen. Die Gruppierung der einzelnen Bände ist ganz ver- schieden. Das vorstehend bibliographisch festgelegte Exemplar der Staatsbibliothek in Berlin besteht aus zwei Bänden. Desgleichen die in Jacob Moyat's (Mainz) und in meiner Büchersammlung befindlichen Exemplare. Das Exemplar der Bibliothek des Zoolog. Museums in Berlin besteht aus einem Band Text und zwei Bänden Abbildungen. Ein zweites Exemplar der Staatsbibliothek, aus dem Besitz des Freundes und Tischgenossen Friedrich des Großen, des bekannten Obersten, späteren Direktors der Kgl. Bi- bliothek QciNTüs IciLicrs, besteht aus einem Bande. In demselben befindet sich das Exlibris des Genannten (ursprünglich Karl Theophtl Guich.^rd, 1734 — 1775): Arabeskenschild, oben Putte mit Lorbeerkranz, darinnen: Ex libris Quinti Icilii. Auf der linken Seite ein Palmen- baum, darunter Putte mit Zirkel, Pläne nachmessend. Am Boden Helm, Schild, Schwert und Leier. Bibliographie. 59 Die wiederholt sich findende Angabe, daß die Emission des vorliegenden Werkes von 1743 — 1766 — auch Dultz führt sie bei beiden Exemplaren der Graf BEBLEPscn'schen Bibliothek (Kat. 19, 1916, 24) mit diesen Jahreszahlen auf — stattgefunden habe, ist falsch. Wie ich oben gezeigt, trägt das Vorlageblatt der Tafeln 4 — 6 die Jahres- zahl 1734. Danach dürfte für die erste Lieferung, die kein Erscheinungsjahr nennt, 1732 bzw. 1733 anzunehmen sein. Johann LroNHAEO Feisch starb im übrigen schon 1743. Auf dem nach Abschluß des Werkes herausgegebenen Titelblatt figuriert 1763 als Jahr der Ausgabe. Die ein- zelneu Teile sind erschienen: Tafel 1 — 3 und Vorblatt tragen kein Ausgabedatum. Tafel 4—8 erschienen 1734. Tafel 9 — 12 im Jahre 1735. Der Text (die kurzen Nachrichten) zu den vorstehenden 12 Tafeln wie die Vor- rede für das Werk tragen das Datum des Jahres 1739. Tafel 13—33 erschienen 1740. Tafel 34—54 wurden 174.; dem Todesjahr von Jon. Leonh. Frtsch, ausgegeben. Tafel 55 — 255 [inkl. der Supplemente] und der be- gleitende Text besitzen kein Ausgabedatum. Die Jahreszahlen auf den Vorblättern wie auf den Kurzen Nachrichten variieren ungemein. In dem Exemplar von Qüjsicjs Ig jus wird für die Tafeln 1—3 das Jahr 1733 angegeben, für die zweite Klasse 1736, für die dritte 17:'>9 und für die vierte 1742. Der Tafel von Turdus luteus [Oriolus galhula] sind nach dem Eegister zwei Supplementtafeln beigegeben. Die eine mit der Abbildung des Nestes genannter Art, die andere mit dem Nest mit Jungen. Letztere Tafel besitzt nur das Exemplar von Qtjintus Ici-.tus, während die Tafel mit dem Nest diesem Exemnlar fehlt, sich aber ^'1 den übrigen von mir geseheneu Exemplaren befindet. Bis zum Jahre 1735 scheint Chr'^^.tian Lude\\j.g Kunst den Druck besoi'gt zu haben. Erst auf dem Titelblatt von 1763 erscheint Fe'ede. Wt-^h. Biensiiel -) als Drucker. Die Voiblätter für die Tafeln wie für den Text variieren im genauen Wortlaut fast bei jeder Ausgabe. Bei den Tafeln 4—12 ist der Text der beiden Tafel vorblätter von: *) J. G. Pli. JMücHLEi?, der mit Moses Mendelssohn eine Zeitschrift, „das Chamäleon". die__nur in wenigen Exemplaren noch vorhanden, heraus- gab, schrieb bei der Übersendung einiger Mummern an G. A. von Breiten- bach über seinen Verleger Fr. \Vilh. Birnstiel: „Es sind 12 Stücke von einer angefangenen Wochenschrift, die ich aber wegen des verführerischen Betragens des Verlegers wieder aufgeben muß". (Katalog der Lessing- schen Handschriftensammlung, 2. Bd. Berlin 1915.) 60 Bibliographie. JoH. Leonh. FriscH bis iiatürliclier Farben, in Kupfer gestochen. Von den insgesamt 255 Tafeln sind nur 17 von Ferd. Heleeeich Frisch (1707 — 1758) signiert: 2 mit F. H. F. sc; 6 mit einfachem F.; 3 mit F. H. Frisch sc; 1 mit F Frisch inv. et excud.; 2 mit F. Frisch sc; 1 mit F. H. Frisch sculp. Berl.; 1 mit F. H. Frisch sc. et excud. BeroL; und scliließlich eine, die Tafel 223, mit ver- schlungenem F. H. F. 1756. Da die letzten 30 Tafeln von Johann Christoph Frisch (1737 — 1815), dem Sohne von Ferd. Helereich Frisch, nach dem Tode des Vaters, hergestellt worden sind, also beginnend mit Taf. 212, so geht aus der obigen Signierung der Tafel 223 hervor, daß einige der Tafeln nach 212 bereits von Ferd. Helf- reich Frisch fertiggestellt sein müssen. Ob von dem Text, der nach 1 / 43, dem Todesjahr von Johann Leon- HARD Frisch, erschien bereits Einiges von dem Genannten vorgearbeitet war oder ob der gesamte Text nach des Vaters Tode von dessen Sohn Jodocus Leop. Frisch, evangelischer Prediger in Schlesien^), herrührt, läßt sich aus dem Text sehr schwer sagen. Vv'ahrscheinlich ist das erstere der Fall. Unterstützt wurde der Letztgenannte hierbei von dem DanzigerNaturforscherFreiherrnFEiEDRicH August Zorn von PiiOBSHEiM (1711 — 1789). Ein großer Teil der Originalzeichnungen zu den Tafeln des Werkes befindet sich im Besitz der Bibliothek Jacob Moyat's in Mainz. Auf einzelnen der 150 Blätter (von 255), die aus dem Nachlaß Fr. Aug. Ludwig Thibne- mann's von dessen Tochter Ludovica Thienemann, Dresden, von dem genannten Naumann-Bibliophilen erworben wurden, sind handschriftliche Notizen. So z. B. bei Avis Scliied- lowiensis (Tafel 189), bei Nycücorax (Taf. 03) und anderen. Die Zeichnungen sind zum Teil schärfer in dem Detail als die Tafeln selbst. Einige weisen im Entwurf kleine Abweichungen gegen die definitiven Drucke auf. Vgl. Uhlmann-Eltz, Ornith. jMonatschr. 1881, 2r.9. Das „Verzeiclmiß der in Jon. Leonh. Frisch's Vorstellung der Vögel Teutschlands abgebildeten Säugetiere [!] und Vögel nach der 13. Ausgabe der von J. F. Gmelin bearbeiteten LiNNE'schen Natursystems geordnet". (Gr. Fol. Berlin 1819 bei Nicolai) habe ich nicht gesehen. Die Staats- bibliothek besitzt, obgleich bei Nicolai in Berlin erschienen, dieses Verzeichnis nicht. Ich finde es bei Engelmann, 1. c S. 3ö9, aufgeführt. *) Jodocus IjEOp Frisch, geb. am 29. Okt. 1714 zu Berlin, gest. 1787 zu Grünberg m Si-h!esien. Siehe: F. A. Eckstein, Ersch & Gkubrr, Allg. Encycl. 50 Teil, Leipzig 1849, 221— 22 J. \'errasser von: Das Matursyslem der vierfüß'gcn Thicre m Tabellen. 4° Glogau 1775. Bibliographie. (3 1 Die Titelaugabe bei Engelmann (Bibl. histor. naturalis, Band 1, Leipzig- 1846) ist ungenau. Vgl. auch: Deliciae Cobresianae, J. P. Cobres Biicher- sammlung zur Naturgeschichte. Augsburg 1781. 8. S. 323. („Vortrefflich illuminierte Abbildungen. Sehr geachtet.") Desgl.: Catalogue raisonne de la Collection de Livres de M. PiEEEE Antoine Ceevenna Negociant ä Amsterdam. 4°. Vol II, S. 171; und ferner Bibliotheca Regni Aniraalis atque Lapidei, seu recensio auctorum et librorum, qui de Regno Animali etc. tractunt, edita a Laueentio Theodoeo Geonovio; Lugduni Bata- vorum 1766. 4^ p. 100. Bei Johann Matthäus Beghstein behandelt der Erste Anhang zum dritten Bande seiner Gemeinnützigen Natur- geschichte Deutschlands nach allen drey Reichen (Leipzig 1793,583 — 741): Eine Vergleiclmng derjenigen Abbildungen, welche in Feisch's Vorstellung der Vögel Deutschlands und bej^läufig auch einiger Fremden enthalten sind, mit der dreyzehnten, Ausgabe von Linne's Natursysteme, welches Herr Hofrath und Professor Gmelin zu Göttingen besorgt hat, nebst einigen Bemerkungen über die von diesen Vögeln gegebene Naturgeschichte. 1740. Feisch, J. L., De mergo quodam in Marchia Branden- burg capto Tschinensium mergo piscatori, Gall. Oormoran dicto, admodum simili. Vid. Tab. VII. Cum observationibus ad Aldro- vandi et Gesneri figuras et ad descriptionem hujus avis; Miscellanea Berolinensia ad increm, scientiarum ex Script. Soc. Regiae Scien- tiarum exhibitis edita. Cont. V sive Tomus VI. Berolini 1740. 125—127. Die Angabe des Fundortes fehlt. Die beigegebene Tafel ist rechts oben signiert: Tabula VII. ad pagg. 125 u. 127; rechts unten: Feisch sc. Die Abbildung ist eine zwar ähnliche, aber doch andere als in der Vorstellung der Vögel in Teutschland (Taf. 187). In der „Neuen Zeitung von gelehrten Sachen" sollen sich in dem Jahrgang 1741 Arbeiten von J. L. Feisch befinden. Ob dieselben oinithologischeu Inhalts sind, vermag ich nicht zu .sagen, da ich die genannte Zeitschrift nicht habe einsehen können. Obgleich sie in Berlin erschienen sein soll, besitzt sie die Staatsbibliothek nicht. 1743. Feisch, Jo. Leoxh., De nido Chlorionis sive turdi lutei; Miscellanea Berolinensia ad incrementum scientiarum ex scriptis Societati regiae scientiarum exhibitis edita. Cont. VI sive Tom. VII. Berol. 1743, 358—359. Tab. VIIL Die dieser Notiz beigegebene Tafel ist signiert oben links Tom. VII, in der Mitte Tabula VIII ad pag. 358, unten 62 Bibliographie. rechts F. sc. Größe der Tafel wie die der Abbildungen in dem großen Tafelwerk. Bekanntlich fehlt in den meisten Exemplaren des letzteren die Tafel mit dem Nest des Pirols (Tab. ad 31). 1751, Bekmann, Ludwig, ^iftorifrfie ^öefc^retbuni] / ber / (S[)ur iinb 50?Qrf / 33rnnbenburij / nad) / il)rem Urlpruni], (£iinuo()neni, ^J^atür* iidjen / ^e)"d}a[[ent)eit, ©eiuäi'jcr, ßanb|c^aften, Stäten / (S)eiftltd)en ©tiflern etc. / iiiecjenteu, bereit (Staal^5= unb / 9ielit]iün§=§anb(ungen, SSopen, ©iecjel/unb 9}?ün5en, / 3BoI)(uei-bienten ®efrf)ierf)tern, / 3(beltc^en unb 33üri]eiit(^en ©tanbeö, / ?lufnQl)inen ber 3}3i|fenfff]aften uiib ilünfte / tu benfelben, / tl)eily auo jd)riftltd]eit unb auö 5trd)tüen [)ercienDmmen, ober auä) cjebrurftcn urtunben, / tt)eil!S qu§ ber erfaljruiu^ |elb[t / 5u]amnten tjetragen unb üerfaffet / uon / ^o()anit &l)vi[top[i ^-öefmonn / ireilaub ber §. @rf)rtft S). unb ^J^rof. auf ber Uninerfilät [yrantfurt, SOiitglieb ber äönigt. ©oc. ber 3.'\^ijjen|rf)aften, / ercjän^et, fortgejetU unb Ijerauögegeben / Don / 33ernt)nrb iiubung 33efiuanu, / beö S!önti]I. ^oad)im§tt)fJ. ©l^mn. ^rof. unb / 9J?itglteb ber Stönicjl. ^reu[5tjd)en 5(cnbnnte / ber SBtffen^^ fc^aften. / Srfter %\)e\l / Berlin, / 5U finben bei 6t)rtl"lian griebr. 3Soß, 1751 / gr. Snip., IV unb 1171 p.p. Staatsbibliothek, Berlin. Teil III, Kapitel 3, Abschnitt XXVIII— XXIX (805 bis 827) behandelt die Vögel. Der Chronist referiert vor- nehmlich über seltene Vögel und deren Vorkommen in der Provinz Brandenburg, wie ferner über solche, bei denen sich „Merkwürdiges zugetragen". Notizen über Albinismen, Monstrositäten usw. Die mannigfachen An- gaben über Arten wie Tetrao bonasia L., Nycücorax griseus (L.) u. a., die jetzt nicht mehr im Gebiet vor- kommen, sind sehr interessant und sicherlich auch zu- verlässig. Vgl. C. Bolle [Ornithologica marchica nach LuDwia BekmannJ; Journ. f. Ornith., 28. Jahrg. 1880, Nr. 160, 220—222; Nr. 151, 330—331. — Feiede. von Deoste- HtTLSHOFE, Aphorismen über das frühere und jetzige Vor- kommen einiger Wildarten in Deutschland; Nitzsche, Illustr. Jagd-Ztg., 1877, 80—82, 197—200, 207—209. 1765. Buchholz, Sam., ^-i^erfuc^ / einer @efc^id)te ber ßtjurmarf SSronbenburg / uoii ber / elften (£rjd)einung ber bcutfdjen ©amnonen an bis auf je^tge ßeiten / Qu§ge[eüigt / uon / ©. ^. / Berlin / bei \^v. Söill). Strnfttel / gr. 4°. 4 33be. Staatsbibliothek, Berlin. In der topographischen Beschreibung der Mark (T. 1, 45) einige unwesentliche Notizen über Vögel. *1784. Geelach . . . Beschreibung von Potsdam und Umgegend. Manuskript, befindlich auf der Bibliothek der Kgl. Reg. zu Potsdam; soll wenige Notizen über die Reiher- Bibliographie. 63 beize in der Provinz Brandenburg enthalten (nach An- gaben von Friede, von Deoste-Hülshoff).*) 1787. Seckt, Joh. Sam., SSerjud) / einer / ö)c|d)ic^te / ber Ufer- märfiid)en ^"^aupti'tabt / ^ren^lau, / uon Soljfinii Samuel ©edt. / 9{atl)= mann gu ^ren^lau, unb ber ©ele()rten ®e|eÜid)aft ^um S^u^en ber / 2öi[fenjd)aften unb fünfte *u ^-ranffurtl) a/0. Seifiger. / ßroeiter 3;l)eil. / ^^hid Urfunben unb anbern auU)enUfc^e 9?ad)ri(^ten. / ^^^ren^lau, gebruft bei) ef)ri[ttan (i^otlfüeb 9iagocjl). 1787. / 4'^, (XVI) unb 202 ©.©. Staatsbibliothek, Berlin. S. 130 — 131. Notizen über die auf dem Uker- und Blindow'schen See nistenden wilden Schwäne. Der 3. Band, welcher die Topographie usw. enthalten sollte, ist nicht erschienen. 1817. Fetsch, Johann Leonhied, S^orfteüung ber SSöcjel / in ■S^eutfc^Ianb / unb betläufiii and) / einiger freniben / nac^ i^ren (£igen= frf)aften befdjrieben / Don / Sü()ann £eonf)arb %n]^. / Su Slupfer ge= brad^t / unb / nad) if)ren natiirltd)en garben bargeftellt / uon / ger= btnanb |)e(freid) ^n\d), / ^upferfted)er in 93er lin. / — 33erUn, 1817, / in ber 9?icoIaifd^en ^ud)t)Qnbluiig. Büchersammlung Heeman ScHALOw, Berlin. „Eine Ausgabe mit neuem Titel" (Engelmann), die zu dem herabgesetzten Preise von 48 Talern gegen 80 Taler der Ausgabe von 1766 bei Nicolai in Berlin, dem Nachfolger von Fr. Wilh. Birnstiel, erschien. Format und Anzahl der Tafeln wie die Originalausgabe. In dem vorliegenden Exemplar fehlte gleichfalls, wie oben erwähnt, Taf. 31 Suppl. mit dem Neste des Pirols. Diese Tafel ist nach der in den Mise. Berolinensia von 1743 veröffentlichten Abbildung („Tab. VIII ad pag. 368"), in etwas kleinerem Format, eingefügt worden. Der größere Teil der Tafel ist unkoloriert. Dies war auch bei dem in Besitz von Paul Leveekühn befindlichen Exemplar der Fall (Max Weg, Bibl. Zoolog. VI, Nr. 104, 36). Sämtliche Exemplare dieser neuen Ausgabe, die ich gesehen habe, sind ohne Text. Das meinige stammt aus dem Besitz des bekannten Malakologen Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Reinhaed, der es von R. Steicker, dem Be- sitzer der Nicolaischen Verlagsbuchhandlung, zum Geschenk erhielt. Wahrscheinlich besaß die vorgenannte Buch- *) Wiederholt findet man Hinweise auf zoologische Mitteilungen in: 1785. Thom. Phil, von der Hagen, ^cfd^reibung ber .«'alf brücke bei) Siübtrsborf, ber ötabt 3ieu[tabt=6ber§n)albe unb be5 'J^inotuJ.HanoI«. (Sin iöei): trag jur äKärfijcben ®eid)i*te. ii^rlin 1785. ^n ber ^45auU|cfteu iöiicbljanbluun 336 ®. [Staatsbibliothek, Berlin.]. Enthält Notizen über die Bestände der Wülder, Einnahmen aus Waidgerechtigkeit u. dgl., aber nicht einen Hinweis auf das Vor- kommen von Tieren. 64 Bibliographie. handlung, die Eechtsnachfolgeriii von Fr. Willi. Birnstiel, in dessen Veilag- das AVerk von Frisch ursprünglich er- schien, einen gioßen, wenn auch nicht vollständigen Bestand der Tafeln, aus dem die neue Ausgabe unter Beifügung eines neugediuckten Titelblattes, aber ohne Neudruck des Textes, hergestellt wurde. Ich kenne kein Exemplar der Ausgabe von 1817 mit sämtlichen 255 Tafeln. 1827. Bkahts, f. C, Vögel, die in den Lausitzen vorkommen; Abhandl. d. naturf. Ges. zu Görlitz, Bd. 1, Heft 1, Nr. 4, 84 bis 117; Heft 2, 22—56. Diese Aibeit, die vornehmlich die Oberlausitz be- handelt, bringt auch vereinzelte Angaben über die Vögel der Niederlausitz. Sie enthält nur eine Übersicht der Bcqjtatores, Scansores und einiger Gattungen der Oscines. 1828. Neumann, J. G., 5lIIc]euieine Ueberfid^t / ber / Saui'iiyjdien / §au§= Sanb= unb / S5>a[feruöi]el / öon / S. ®- 9?euniann, / Sftectür an ber §ö()ern 33itrc3erid)u(e tu ßöiuenbeni, ber i^aufit3'|dieu / (^5e]cUid)Qft ber 5Bt]fenfd)afteu in ®örlit3, ber -Sd)leiifd)pii ®e)ell-/id)aft für uaterlänb. 5lultur in '.i^rec^Iau iuirf(td)ein auc-uiQrti(]en / ä)(itc]liebe, unb beö 5>ereinö für bie (^5efd)id)tc Der 'Stabt (3xo\i / ©loi^au li£1)renmiti]ltebe. / — / SIcbft einer illuminirteu ©teintafel. / — / (^örlil}, / gebrucft bei SoI)ann ©ottUeb ^renler. / 1828. / 8", VI-j-7 — 18H S.S. 2;afel: Loxia falcirostra Lath. [c]e5eid)nct Ö5. 4">eUer]. ©rudfeite: 82x157 mm. Büchersammlung Heeman Schalow. S. 7 — ir)5 Aufzählung der Arten, S. 155 — 159 Anhang, S. 1(30 — lt)3 Nachtrag und Berichtigungen, S. 161 Druck- fehler, 165— i7(; Systematisches Verzeichnis, S. 177—186 Register. Kompilation nach Temminck's Manuel sowie nach den in der Bibliothek der Naturforschenden Gesell- schaft in Görlitz betindlichen Handschriftlichen Aufzeich- nungen des Kaufmann Keetzschmae wie unter Benutzung der in Meffersdorf begründeten Sammlung des Herrn von Meyee. Enthält einige Angaben über die Niederlausitz. 1834. Beehm, Che. Ludw., Reise nach Berlin, über Ahlsdorf zurück; Isis, herausgegeb. von Loeenz Oken. Stück 1, 38 — 41. Gibt Notizen über die Sammlung des Oberbergamts- kassierers Fehemann in Berlin, welche eine große Anzahl seltener Arten aus der Umgegend von Bei-lin enthielt. 1838. Keezschmae . . ., Vögel, die in den Lausitzen vor- kommen; Abandl. Naturf. Ges. in Görlitz, Bd. 2, Heft 2, 19 — 34. Eine Fortsetzung der Arbeit von Beahts. Mitteilung über einige Oscines sowie über die Basores und Oyrantes. 1845. Schulz, Johann Heinkich, Fauna Marchica. / — / 2)ie SBirbeIt()iere / ber / 'üJunl 33rQnbenbuvc]. / — / (£in ^aiibbud^ / für / Bibliographie. 65 Sef)rer, gorftbeamte, Sanbiuirl^e, Säger, ©tubtrenbe itnb / Stebf)aber t)er 9^atiirge]"d)id)te, ; bearbeitet / Don / 3of)ann §einrtc^ ®cJ)ul5, / Oberlet)rer unb Sel)rer ber 9ktuuije[c^id)te an ber Äönigl. 9^ea[^ unb Slifabet^s fc^ule unb / Seljrer an ber ^BntgL Soui|enftiftiing p 33erlin. / — / SSerltn, 1845, / — / 95erlag ber (£ii|jenl)arbt')c^en ^uc^f)anblung / (Sau= mann unb Äu[)n). 8", XVI + 584 ©.©. -f- XVII— XXXIV (5.@. (©ü^lptegel 92 X 162 mm.) Büchersammlimg Heeman Schalow. Widmung: Seinen edelgesinnten Freunden, dem Herrn Gustav Keaatz, Landscliaftsrath, Rittergutsbesitzer auf Wintershagen in Hinterpommeru und Ritter des rothen Adlerordens vierter Klasse, und dem Herrn Feiedeich ScHEOBSDOEFF, Amtmann zu Erahne bei Magdeburg a. d. E. aus Hochachtung und Freundschaft gewidmet von dem Verfasser. Erste Abth. Säugetiere (1 — 128); zweite Abth. Vögel (129—428); Dritte Abth. Amphibien (429—481); Vierte Abth. (482—556); Register (557—584); Uebersicht der Wirbelthiere, welche in der Fauna der Mark Branden- burg, sowie in denen von Preußen, Schlesien, dem Mosel- departement und Belgien, und in Galizieu und der Bukowina angetroffen werden, zusammengestellt nach der Fauna Prassica von Bujack, der AVirbelthier- Fauna Schlesiens von Glogee, der Moselfauna von Schäeee und der Fauna der galizisch-bukowinischen Wirbelthiere von Zawadzki (XVII-XXXIV). 1846. Anon. [= 3;. (£. Siatjieburg], (Sl)l"tematif(^e§ 58er§eid)mB / ber / in ber ßöntgl. t)ö()eren g-or[tfel)ranftaIt gu 9?euftabt=®ber§= lüalbe / aufgefteflten Sammlung auSgeftopfter 5::f)iere. - — 9?eu[tabt= ^berömalbe, 1846 / ©ebrucft bei ß. müllex. 8^, IV + 46 ©. u. 9?egifter. Die zweite Ausgabe mit völlig gleichem Titel erschien 1851. 8", VI + 58 S. u. Register. Büchersammlung Heeman Schalow, Berlin. Die dritte Ausgabe mit gleichem Titel erschien 1866. 8", Bibliothek der Forstakademie zu Eberswalde. Alle drei Ausgaben sehr selten. Von letzterer wahrscheinlich nur obiges Exemplar vorhanden. 1. Auflage: Vögel, S. 2 bis 43. 2. Auflage: Vögel, S. 2 — 54. Die Verzeichnisse enthalten nur Namen, Angaben des Geschlechts und bei einigen Exemplaren Notizen über die Färbung derselben. Erlegungsorte und Daten fehlen. 1848. Maltzahn, A. VON, Verzeichniss der bis jetzt in Mecklen- burg beobachteten Vögel; Archiv. Ver. Freunde d. Naturgesch. in Mecklenburg, 2. Heft, 29—48. In einem Anhange (S. 48) werden diejenigen Arten aufgeführt, welche in Brandenburg, aber noch nicht in Mecklenburg beobachtet wurden. 6 66 Bibliographie. 1849. Cabanis, J., [Vorlage von Turdus auroreus Pall., erlegt am Anfang Nov. 1849 bei Neustadt-Eberswalde]; Sitzungs- ber. Ges. naturf. Freunde vom 20. Nov. 1849, Voss. Ztg. vom 24. Nov. 1849. Vgl. den Wiederdruck, Sitzungsber. 1912, 89. 1849. Eatzebueg, J. T. C, Die / Naturwissenschaften / als Gegenstand / des Unterrichts, des Studiums / und der Prüfung / zur Verständigung / zwischen Lehrern, Lernenden und Behörden / von / Dr. J. T. C. Ratzebueg, / Professor an der Königlich preußischen Akademischen / Forstlehranstalt, Kitter des Eothen Adler- Ordens IV. Klasse / und der französischen Ehrenlegion etc. / Mit Beiträgen / von / Hampe, Fe. Köhlee, Legelee, Lifben / NöEDLiivGEN, Phöbus, C. Rammelsbeeg, Saxesen, / F. W. Schneidee, Fe. Schulze. / Mit Holzschnitten. / — / Berlin, 1849 / in der Nicolai'schen Buchhandlung. / gr. 8" (9,3X16 cm), XVH-LXXI -j-481 S.S. Staatsbibliothek, Berlin. Widmung: Seinen theuren Freunden und Studien- genossen J. Fe. Beandt, E. Göppeet und P. Phöbus widmet diesen didactischen Versuch als ein Zeichen seiner un- veränderlichen Ergebenheit der Verfasser. S.S. III— X Vorwort; S.S. XI— XVI Inhalt; S.S. I bis LXXI Literatur; S.S. 1—3 Einleitung; S.S. 4—95 erster Teil [der naturwissenschaftliche Unterricht als Bildungsmittel für die Jugend]; S.S. 96 — 452 zweiter Teil [der naturwissenschaftliche Unterricht als Förderungs- mittelderFachstudien];S.S.453— 481 dritterTeil [Prüfungen in den Naturwissenschaften]. In dem vierten Abschnitt des zweiten Teils: Eeisen als Unterrichtsmittel finden sich (S.S. 403 — 408) zahlreiche Mitteilungen über das Vorkommen seltenerer Arten aus der Umgegend von Oderberg, Freienwalde, Liepe und Eberswalde. 1849(— 1851). Eatzebueg, E. T., [Briefe an Eugen von Ho- . meyee]; E. f. von Homeyek, Ornithologische Briefe. Blätter der Erinnerung an seine Freunde. Berlin 1881, S. 225 — 227. 1851. Eatzeeueg, J. T. siehe 1846. 1852. Boenemann,Ludw., 9uitur / unb ^ngbgemälbe. / (^efd)ilbert / öon Subwic] ^-öorneinanii.'/ Berlin J852. / 8", II -j- 120 (S.@. Bibliothek der Stadt Berlin. Boenemann, der bekannte Leiter der Königl. General- Lotteriedirektion in Berlin aus den fünfziger Jahren, be- richtet über das Vorkommen einiger seltener Vögel [Am- pelis, Pyrrhula usw.) vor den Toren Berlins. 1852. Hansmann, Alfe., [Mergus merganser Brutvogel in der Duberow]; N., 2. Bd., 2. Heft, 1852, 123—124. Bibliographie. gy 1853. Baldamus, Ed., [Eier von Nucifraga canjocatactes aus der Gegend von Neustadt-Eberswalde]; N., 1853, 426. 1853. Cabanis, J., [Bemerkung- über das bei Bellevue bei Berlin erlegte Exemplar von Anas sponsd\\ J. f. 0. 1. Jahrg. 1853, Nr. 2, 158. 1853. Cabanis, J., Zur Naturgeschichte des PALLAs'schen Laubhähnchens, Phyllobasileus superciliosus; J. f. 0., 1. Jahrg. 1853, Nr. 2, 27—96. Tafel. Vorkommen bei Berlin. 1853. Cabanis, J., [Ueber ein vereinzelt nistendes Ufer- schwalbenpaar]; J. f. 0., 1. Jahrg. 1853, Nr. 5, 367—368. 1853. KEtrPER, Th., Oologisches über Petrus coeruleus; J. f. 0., 1. Jahrg. 1853, 69. 1853. Martin, L., Ä7ias sponsa L. in der Nähe von Berlin geschossen; J. f. 0., 1. Jahrg. 1853, 156 — 158. 1853. Meibom, 0. von, [Strix hubo horstend im Lieper Revier bei OderbergJ; N., 3. Bd., 1853, 102. 1853. Rudern, E. Graf von [Nisten von Hwiantopus rufipes bei Landsberg a. W.]; N., 1853, 334. 1853. Vangerow, C, Ungewöhnliche Nistweise von Sylvia hypolais: J. f. 0., 1. Jahrg. 1853, Nr. 5, 369. 1855. Bolle. C, Berliner Correspondenz; N., 1855, 221—223 und 513—517. 1855. Bolle, C. und Alfred Hansmann, Abweichende, in der Mark übliche Provinzialnamen der dort vorkommenden Vögel; N., 1855, 317—321. 1855. Hansmann, Alfr., Einiges über Vogelstimmen. In Briefen an C. Bolle; N., 5. Bd., 1855, 96—101, 181—195. 1855. Hansmann, Alfr., Berliner Correspondenz; N., 5. Bd., 1855, 513—517. 1855. Vangerow, C, Versuch einer Uebersicht der Vögel der Mark; J. f. 0., 3. Jahrg. 1855, Nr. 14, lö2— 190; Nr. 16, 342—346. Nach Schulz die erste eingehende, aber noch außer- ordentlich lückenreiche Arbeit, in welcher 233 sp. (14 sp. mehr als bei Schulz) aufgeführt werden. Die Angaben über das Vorkommen sind in vielen Fällen unzuverlässig. Es gilt dies sowohl von selteneren, wie auch von häufigeren Arten. Sehr oft ist Schulz wörtlich benutzt, aber nicht als Quelle angegeben. 5* 68 Bibliographie. 1858. Hansmann, Alfr., Vom Berliner Vogelmarkt; N., 8. Jahrg. 1858, 340-342. 18Ö8. ViEBAHN, Georg von, Statistik , des zollvereinten und nördlichen Deutschlands. / — , In Verbindung mit den Herrn Berghauptmann von Decken, / Professor Dr. Dove, Akademiker Dr. Klotzsch / und Professor Dr. Eatzebüeg, / unter Benutzung amtlicher Aufnahmen / herausgegeben / von Dr. Georg von Viebahn, ; Geheimer Oberfinanzrath. / — Erster Teil: Landes- kunde. / — / Berlin. / Druck und Verlag von Georg Reimer. / 1858 /. gr. 8". 26 + 1120 S. Satzspiegel 1125 -j- 18 cm. Staats- bibliothek, Berlin. Der von J. T. C. Ratzeburg bearbeitete 6. Abschnitt: Die Thierwelt (S. 886—1118) enthält wenige Mitteilungen über die Vögel der Mark. Bei der Besprechung der einzelnen Provinzen (Brandenburg S. 941 — 944) finden sich einzelne Angaben über jagdliches Wild. Für den Reg.-Bez. Frankfurt a. d. Oder wird hingewiesen „auf eine beträchtliche Vermehrung des Auerwildes, denn anstatt 12 Stück sind jetzt über 200 vorhanden". 1859. Bolle. C, Seidenschwänze als Frühlingsgäste in der Mark Brandenburg; J. f. 0., 7. Jahrg. 1859, 125—128. 1860. Körte . . ., Beiträge zur Kenntniss der Fortpflanzung der Vögel in der Mark Brandenburg; Jahres-Bericht über das / Städtische Progymnasium, / Spandau. 1860. 4*^, 1 — 18. Bücher- sammlung Herjvian Schalow, Berlin. Die Arbeit enthält außer dem Titel nichts auf die Mark Bezügliches. 18G2. Bolle, C, Noch etwas über den Girlitz; J. f. 0., 10. Jahrg. 1862, 106—110. 18G3. Bolle, C, Vor nicht langer Zeit wieder beobachtetes Vorkommen von PhylJojmeuste superciliosa und Muxcicapa parva in der Mark Brandenburg; J. f. 0., 11. Jahrg. 1863, 60—61. 1863. Bolle, C, Das kirgisische Steppenhuhn (Syrrhaptes paradoxus Illig.) in Deutschland während des Frühlings 1863, ein Beitrag zur ornithologischen Tages-Chronik; J. f. 0., 11. Jahrg. 1863, 241—248. 1865. Kutter, F., Ein Beitrag zur Fortpflanzungsgeschichte von Gallinula pusilla; J. f. 0., 13. Jahrg. 1865, Nr. 77, 334—341. Beobachtungen aus der Umgegend von Kottbus. 1866. Gloger, Const., Der grosse gehäubte Steissfuss (Colymhus cristatm) in Weiss ausgeartet; J. f. 0., 14. Jahrg. 1866, Nr. 82, 285—286. Bibliographie. 69 1867. Hagen, Otto von, Die / forstlichen Verhältnisse / Preußens / von / Otto von Hagen / Oberlandforstmeister. — / Zweiter unveränderter Abdruck. / — / Berlin 1867. Verlag- von Julius Springer. / Monbijouplatz 3. 4^ (138X200 mm). VIII + 1—222 S.S. Anhang A— K, 1—84 S.S. Bibliothek der Kgl. Forstakademie, Eberswalde. Abschnitt V, Nr. 12, S. 169, Angaben über Auerwild- bestände in der Provinz (Grünhaus). In der Tabelle 18, S. 170 — 171 werden für den Reg.-Bez. Frankfurt a. d. Oder in den Staatsforstrevieren 97 Stück Auerwild als Stand- wild aufgeführt, von denen 1865 nur 8 zum Abschuß kamen. S. auch 1883 und 1894. 1867. Kutter, F., Ueber das Brutgeschäft yon Älceclo ispidah.; J. f. 0., 15. Jahrg. 1867, Nr. 85, 38—45. 1869. BoEGGEEVE, Bernaed, Die Vogel-Fauna von Nord- deutschland. / Eine kritische Musterung der europäischen Vogel- Arten nach dem Gesichtspunkte / ihrer Verbreitung über das nördliche Deutschland. / Unter Benutzung der einschlägigen Literatur und nach eigenen Beobachtungen / bearbeitet / von / Dr. Beenaed Boeggeeve, / Königl. Preuß. Oberförster und Docent an der Forstacademie zu Münden. / — / Berlin. Verlag von Julius Speingee. / — / 1869. 8", XVI + 156 S.S. Satzspiegel: 98 X 167 mm. Büchersammlung Heeman Schalow, Berlin. Widmung: Seinem Hochverehrten Lehrer u. Gönner dem Kgl. Preuß. Geh. Regierungsrath u. Ritter vieler hoher Orden etc. etc. Herrn Prof. Dr. J. T. C. Ratzebueg widmet diese kleine Arbeit dankbar und ehrerbietigst der Verfasser. S. 1 — 52 Allgemeiner Theil; S. 53—145 Spezieller Theil; S. 146 — 147 Nachträge; [Seite 149 ver- druckt!]; S. 148 — 156 Verzeichniß der im nördlichen Deutschland bisher im Freien beobachteten Vogelarten nebst Angabe einer ihrer gangbarsten deutschen Be- nennungen. 1869. Reichenow, A., Kampf einer Krähe mit einer Taube; J. f. 0., 17. Jahrg. 1869, Nr. 101, 340. 1870. Altum, B., Leucismen in der Vogelsammlnng der Königl. Forst- Akademie zu Neustadt-Ebers walde; Z. G., 1870," 374—375. Aufzählung der vorhandenen Exemplare ohne Fundbrt- angaben [doch viele aus der Mark; in litt.] 1870. Bau, A., [Picn.s> martius im Grunewald bei Berlin brütend]; J. f. 0., 18. Jahrg. 1870, Nr. 106, 319. 70 Bibliographie. 1870. Niessing, C, Ornithologisches aus der Mark Branden- burg; J. f. 0., 18. Jahrg. 1870, Nr. 104, 145. 1870. Eekhenow, A., [FaJco subhuteo noch am 28. November in Berlin beobachtet];' J. f. 0., 18. Jahrg. 1870, Nr. 103, 68. 1870. Reichenow, A., |Eier von Phyllopneuste rufa und trochilus aus der Umgegend von Berlin]: J, f. 0., 18. Jahrg. 1870, Nr. 106, 319. 1870, Keichenow, A., lieber die Bedeutung der Eiermaasse; J. f. 0., 18. Jahrg. 1870, Nr. 107, 385—392. 1871. Bau, A., [Oologisches aus der Spandauer Forst]; J. f. 0., 19. Jahrg. 1871, Nr. 111, 236. 1871. Bau, A., [Absonderliche Nistplätze aus der Mark]; J. f. 0., 19. Jahrg. 1871, Nr. 111, 237. 1871. Bau, A., [Pandion haliaetus horstend im Grunewald bei Berlin]; J. f. 0., 19. Jahrg. 1871, Nr. 111, 239. 1872. Altum, Beenaed, Der weissrückige Buntspecht (Ficus leuconotus Bechst.) Brutvogel in der Mark Brandenburg; Z. a, 13. Jahrg. 1872, Nr. 12, 369—371. Bei Neustadt erlegt ein d, Juni 1897, u. bei Chorin ad 6 u. juv., 29. Mai 1872. Beschreibung des Jugend- kleides. 1872. Bau, A., [Ueber das Brüten von Pariis palustris im Brieselang bei Spandau in der Erde]; J. f. 0., 20. Jahrg. 1872, Nr. 116, 157. 1872. Bau, A., [LocusteUa Rayi brütend in der Mark]; J. f. 0., 20. Jahrg. 1872, Nr. 119, 394. Beobachtungen aus dem Brieselang bei Spandau. 1872. Bau, A., [Oedicnemus crepitans brütend bei Tempelhof bei Berlin]; J. f. 0., 20. Jahrg. 1872, Nr. 119, 394. 1872. Bolle, C, [Ueber den Vogelmarkt Berlins]; A. E. Bkehm, Gefangene Vögel (Leipzig, Heidelberg), gr. 8**. Th. 1, Bd. 1, 113—118. Treffliche Schilderungen des alten reich besetzten Berliner Vogelmarktes. Vielfache Einzelheiten und Daten über das Vorkommen seltenerer Arten in der Provinz Brandenburg, vornehmlich aus der weiteren Umgebung von Berlin. 1872. Fkiedel, E.. [Verhalten des Pirols]; Z. G., 13. Jahrg. 1872, Nr. 3, 93—94. Über das Vorkommen im Spreewald und bei Cöpenick. Bibliographie. 71 1872. Feiedel, E., [Krähen als Nussdiebe]; Z. G., 13. Jahrg. 1872, Nr. 3, 94. 1872. GoLz, H., [Einbürgerung von Nachtigallen bei Erkner]. J. f. 0., 20. Jahrg. 1872, Nr. 117, 237—238. 1872. ScHALOw, H., [Geselliges Uebernachten von Certhia familiaris im Schlosspark von Nieder-Schönhausen] ; J. f. 0., 20. Jahrg. 1872, Nr. 18, 318. 1873. Altüm, B., Störche als Vertilger von Feldmäusen; Z. G. 1873, 24—25. Beobachtungen aus der Gegend von Liepe, Oderbruch, nach denen der Storch in einem Mäusejahr ungeheure Mengen von Ärvicola arvalis, die nach den Gewöllen festgestellt wurden, verzehrt hatte. 1873. Altum, Bernaed, [Storch und Mäusenahrung]; Z. G. 1873, 474—476. 1873. Bolle, C, [HaUalHus albiciUa auf dem Scharfenberg im Tegelersee beobachtet]; J. f. 0., 21. Jahrg. 1873, Nr. 121, 74. 1873. CoNSTANTiN [StHx nisoria bei Baruth geschossen]; Droste, Bericht XX. Vers. Deutsch. Ornith. Ges. Braun- schweig. 8", 27. 1873. Degste-Hülshoef. Feiede. Freiherr von, [Störche als Vertüger von Feldmäusen u. Verzehrer von Vögeln]; Z. G. 1873, 394—396. Beobachtungen aus der Umgebung von Neu-Ruppin und Neustadt a. d. Dosse. 1873. Deoste-Hülshofe, Friede. Freiherr von, [Ueber den Herbstzug 1873 bei Potsdam]; Z. G., 1873, 433. 1873. Fälligen. [Tetrao tetrix bei Grossbeeren]; J. f. 0., 21. Jahrg. 1873, Nr. 121, 72. 1873. Grunack, A., [Ueber Perms apivorus als Brutvogel in der Mark]; J. f. 0., 21. Jahrg. 1873, Nr. 122, 156—157. 1873. Wiese . . ., Ergänzungen zur BoEGGEEVE'schen Vogel- fauna; Geunert und Leo, Forstl. Blätter, Neue Folge, 2. Jahrg. 1873, 278—281. 1873. [Anonymi . . . Der Reiher als Feind der Karpfen- teiche [bei Peitz]; W., 4. Bd., 1873, Nr. 5, 36. 1874. Droste-Hülshüff, Fr. von, [Vogelzug bei Potsdam]; Z. G., 15. Jahrg. 1874, Nr. 1, 32—33. 72 Bibliographie. 1874. Deoste-Hülshoff, Fe. von, Ueber das mutlimassliche Vorkommen eines Jagdtalken bei Falkenhagen; Nitzsche, lUustr. Jagdztg., 1874, 35. 1874. Gensichen. R., Haubentaucher {Podiceps cristatus) in der Mark Brandenburg; G. W., 3. Jahrg. 1874, 187—188. 1874. PouETALEs . . ., Ein ornithologisches Eäthsel; W., 5. Bd., 1874, Nr. 24, 205. 1874. ScHALOw, H., Vom Berliner Vogelmarkt; Z. G., 15. Jahrg. 1874, Nr. 8, 306—309. 1874. Thiele, H.. Drei Kukukseier in einem Nest auf- gefunden; J. f. 0., 22. Jahrg. 1874, Nr. 125, 80—81. 1874. [Anonym] ... Zur Statistik des Auerwildes in Schlesien; W., 6. Bd. 1874, Nr. 13, 105-106; Nr. 14, 113—114. Enthält Notizen über das Auerwild in den Revieren der Niederlausitz. 1874. [Anonym] . . . Strich der Störche; W., 6. Bd., 1874, Nr. 1, 10. 1874. [Anonym] ... Nochmals die „heiligen" Bussarde; W., 6. Bd., 1874, Nr. 10, 78. 1875. Cabanis, J., [Hyjjolais liortensis in der Ritterstrasse in Berlin brütend]; J. f. 0., 23. Jahrg. 1875, Nr. 2, 227. 1875. Deoste-Hülshoff, Fe. von, Rosenamseln bei Beizig; Nitzsche, Illustr. Jagdztg., 1875, 177. 1875. Geothe, R., Zur Naturgeschichte des Schlangenadlers (Aquila hrachydadyla); G. W., 4. Jahrg. 1875, 401—402. Über das Horsten des Schlangenadlers, 1873 — 1875^ bei Grünau, Rathenow. 1875. Geunack, A., Die Duberow und ihre Bewohner; G. W., 4. Jahrg. 1875, Nr. 28, 240-241. 1875. Geünack, A., [Aegithalus pendulinus brütend bei Rathenow] (!); J. f. 0., 23. Jahrg. 1875, Nr. 130, 216—217. 1875, KuTTEE, F., [Aegithalus ijendulinus nicht in der Mark beobachtet]; J. f. 0., 23. Jahrg. 1875, Nr. 129, 116. 1875. ScHALOw, H., [Lanius major Fall, bei Zion ge- schossen]; W. u. R. Blasius, Bericht über die 21. Vers. D. Ornithologen-Ges. in Braunschw. Braunschw. 1875. 8^', 14. Bibliographie. 73 1875. ScHALOw, H., Beiträge zur Ornis der Mark Branden- burg; W. u. R. Blasius, Bericht über die 21. Vers. D. Ornithologen- Ges. in Braunschw. Braunschw. 1875. 8", 74 — 82. Verf. gibt eine einleitende Übersiclit, bespricht kurz die Vorarbeiten von Schulz und Vangeeow und zählt alsdann in einer Liste 258 sicher im Gebiet beobachtete Spezies auf. Bei den einzelnen Arten Angaben, ob dieselben als Brut-, Zug- oder Winterstandvögel beobachtet wurden. 1875. ScHALOw, H., [Ueber Aegithalus pendidinus als Brut- vogel in der Mark Brandenburg]; J. f. 0., "1'6. Jahrg. 1875, Nr. 130, 216—217. 1875. ScHALOw, H., [Ueber das erste Vorkommen von Lanius major Fall, in der Provinz Brandenburg] ; J. f. 0., 23. Jahrg. 1875, Nr. 130, 232. 1876. Bau, A., [Ornithologisches aus der Mark]; G. W., 5. Jahrg. 1876, Nr. 40, 382. Kleine Mitteilungen aus Berliner Gärten. 1876. ScHALOw, H., Materialien zu einer Ornis der Mark Brandenburg. In Verbindung mit Alex Bau. J. f. 0., 24. Jahrg. 1876, Nr. 133, 1—35; Nr. 134, 113—145. 259 Spezies werden in dieser Arbeit aufgeführt. Bei den einzelnen Arten genaue Angaben über die Verbreitung in der Provinz. Bei verschiedenen Spezies kritische Notizen zu den Angaben von Schulz und Vangeeow. 1876. ScHALow, Herman, Die diesjährige Frühjahrsexcursion der Allg. Deutschen Ornithologischen Gesellschaft; 0. C. 1876, 8—10. Mitteilungen über die Umgegend von Eberswalde. 1876. Schneider, L., Die Tauben im märkischen Recht; Archiv der Cypria. Zwanglose Blätter d. Ver. d. Geflügelfr. Cypria. Berlin. 4. Lieferung, 1876, 21—26. 1877. Altum, Bernard, [Beobachtungen aus der Umgegend von Eberswalde; im 1. Jahresbericht (1876) d. Aussch. f. Beobacht.- Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 25. Jahrg. 1877, Nr. 139, 278 -342. 1877. Bolle, C, Ueber den Girlitz in der Mark; 0. C, 2. Jahrg. 1877, Nr. 15, 118—119. 1877. Bolle, C, [Ueber das Vorkommen von Haliaetus albi- cilla auf dem Tegelersee im Jahre 1876]; J. f. 0., 25. Jahrg. 1877, Nr. 137, 107—108. 74 Bibliographie. 1877. Droste-Hülshoff, Fr. von, Aphorismen über das frühere und jetzige Vorkommen einiger Wildarten in Deutsch- land; NiTscHE, Illustr. Jagdztg., 80—82, 197—200 und 207—209. Enthält Notizen und Auszüge aus dem alten Beck- mann sowie einige wenige Angaben über das Vorkommen seltener Arten in der Provinz Brandenburg. 1877. Droste-Hülshoff, Fr. von, Ueber Seidenschwänze bei Potsdam; G. ^^^, 6. Jahrg. 1877, Nr. 47, 473. 1877. Friedel, E., [Trappen bei Berlin]; Z. G., 18. Jahrg. 1877, Nr. 5, 335. Notizen über das Vorkommen in der Mittelmark. Zweifelhafte Erlegung von Otis tetrax g im Kreise Teltow im Frühling 1877. 1877. Meyerinck, R. von, [Beobachtungen aus Dreilinden bei Potsdam; im 1. Jahresb. (1876) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 25. Jahrg. 1877, Nr. 139, 278—342. 1877. ScHALow, H., Krähen und Dohlen an ihren Schlaf- plätzen; 0. C, 2. Jahrg. 1877, Nr. 9, 67—68. 1877. ScHALOw, H., Aus unseren Mauern; 0. C, 2. Jahrg. 1877, Nr. 10, 73—76, Nr. 12, 89—91. Eine Intramuralornis von Berlin (67 Arten). 1877. ScHALow, H., Ein neuer Brutvogel der Mark: 0. C, 2. Jahrg. 1877, Nr. 11, 85—86. 1877. ScHALow. H., [Ueber eine Excursion nach dem Spree- walde]; 0. C, 2. Jahrg. 1877, Nr. 13, 101—102. 1877. Seegel..., Eine Staaransiedlung im Mittelpunkte Berlins; 0. C, -. Jahrg. 1877, Nr. 12, 94. 1877. Stengel, J., Der Wildentenbestand in den Provinzen Sachsen und Brandenburg; M. S. V., 2. Jahrg. 1877, 168—175. 1877. Stengel, J., Bemerkungen über die in Zehrensdorf bei Zossen beobachteten Vogelarten mit besonderer Berück- sichtigung ihrer Zu- oder Abnahme; M. S. V., 3. Jahrg. 1877, Nr. 11, 175—190; Nr. 12, 208—223. Die Arbeit behandelt 173 Arten. Da sich die An- gaben über seltene Spezies durchgängig als falsch und irrtümlich erwiesen haben, so sind auch die über gewöhn- liche Arten nur mit größter Vorsicht aufzunehmen. Leider eine ausnehmend unzuverlässige Arbeit über ein inter- essantes Gebiet. Bibliographie. 75 1877. Thiele, H., [Beobachtungen aus Cöpenick; im 1. Jahresb. (1876) d. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 25. Jahrg. 1887, Nr. 139, 278—342. 1877. Zur Vogelkunde Deutschlands. I. Jahresbericht (1876) des Ausschusses für Beobachtungsstationen der Vögel Deutsch- lands; J. f. 0. 1877, 278—342. Mit Beiträgen von: Altum (Eberswalde), v. Meyeeinck (Dreilinden), Thiele (Cöpenick). 1878. Altum, Beenaed, [üeber das Vorkommen von Cinclus aqiiaücus Bechst. bei Eberswalde]; J. f. 0., 26. Jahrg. 1878, Nr. 141, 107. 1878. Altum, Beenaeü, [Beobachtungen aus der Umgegend von Eberswalde; im 2. Jahresbericht (1877) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 26. Jahrg. 1878, Nr. 144, 370—436. 1878. Böhm, R., Die Vogelwelt des Spreewaldes; 0. C 3. Jahrg. 1878, Nr. 14, 105—107. Nach einer kurzen Charakteristik des Gebietes wird eine Liste von 98 Arten gegeben, die während mehr- maliger Exkursionen beobachtet wurden. 1878. Geunack, A., Die erste Begegnung mit dem Seggen- rohrsänger (Calamodyta aquaüca) in der Mark; 0. C, Jahrg. 1878, Nr. 14, 109. 1878. ZuE Linde, [Beobachtungen aus Gramzow, Uckermark; im 2. Jahresber. (1877) des Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutsch- lands]; J. f. 0., 26. Jahrg. 1878, 370—436. 1878. Reichenow, A., [Ueber das Häuflgerwerden von Tiirdus pilaris in der Mark]; 0. C, 3. Jahrg. 1878, Nr. 21, 162. 1878. ScHALOw, H., [Otis tetrax in der Provinz Branden- burg]; Z. G., 19. Jahrg. 1878, Nr. 1, 25—26. 1878. Schalow, H., [Vermuthetes Brutvorkommen von Nuci- fraga caryocatactes hei Berlin; J. f. 0., 26. Jahrg. 1878, Nr. 14, 103. 1878. Schalow, H., Casarca rutila Fall, in der Mark (?); 0. C, 3. Jahrg. 1878, Nr. 2, 12—13. 1878. Schalow, H., Casarca ruiila (Fall.) und Vulpanser tadorna (L.) in der Mark; 0. C, 3. Jahrg. 1878, Nr. 10, 76—77. 1878. Schotte, E., Brüten von Coluniba palumhus in Berlin; G. W., 7. Jahrg. 1878, Nr. 23, 238. 1878. Stengel, J., Eine alte Uhufamilie [bei Wunder bei Baruth]; M. S. V., 3. Jahrg. 1878, Nr. 1, 20—22. 76 Bibliographie. 1878. Stengel, J., Das Vorkommen der Graugans und der Rostente in der Mark Brandenburg; M. S. V., 3. Jahrg. 1878, Nr. 2, 31—32. 1878. Stengel, J., Fischreiher in der Umgegend von Zossen; M. S. V., 3. Jahrg. 1878, Nr. 3, 38-39. 1878. Stengel, J., Vom Nestbau der Vögel; M. S. V., 3. Jahrg. 1878, Nr. 5— G, 96—109; Nr. 7, 125—131. 1878. Thiele, H., [Beobachtungen ausCöpenick; im 2. Jahresb. (1877) d. Aussch f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 26. Jahrg. 1878, Nr. 144, 370—436. 1878. Walter, Ad., Ein Julitag im märkischen Kiefernwalde; 0. C, 3. Jahrg. 1878, Nr. 11, 83—86; Nr. 12, 92—95. 1878. Walter, Ad., [Beobachtungen aus Charlottenburg; im 2. Jahresb. (1877) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 26. Jahrg. 1878, Nr. 144, 370—436. 1878. II. Jahresbericht (1877) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1878, 370 — 436. Mit Beiträgen von: Thlele (Cöpenick), Walter (Char- lottenburg), ZUR Linde (Gramzow), Altum (EbersAvalde). 1879. Altum, Bernard, [Ueber die Vogelsammlung der Kgl. Forstakadeniie in Eberswalde]; J. f. 0.. 27. Jahrg. 1879. Nr. 146, 215—216. 1879. Altum. Bernard, [Ueber das Vorkommen von Ajiternus tridactylus in der Mark]; J. f. 0., 27. Jahrg. 1879, Nr. 146, 217. 1879. Bolle, C, Ueber die auf Scharfenberg ausgesetzten Schopf wachtein; Deutsche Acclimatisation, 1. Jahrg. 1879, Nr. 3, 10—12. 1879. Bolle, C, Noch etwas über märkische Vögel; 0. C, 4. Jahrg. 1879, Nr. 13, 93—94; Nr. 16, 117—122. Verf. gibt Beobachtungen mit besonderer Berück- sichtigung des Gebietes des Tegeler Sees. Die Arbeit ent- hält viele und bisher wenig bekannte biologische Einzel- heiten; ferner Notizen über Vulgärnamen, Volksglauben usw. Leider unvollendet. 1879. Grunack, A., Der Schlangenadler in der Mark; Z. G., 20. Jahrg. 1879, Nr. 4, 124—125. 1879. Henrici . . ., [Notizen aus der Gegend von Frankfurt a./0.]; J. f. 0., 27. Jahrg. 1879, Nr. 148, 440. -Bibliographie. 77 1879. HiLTMANN ..., UeberWachholderdrosseln; O.G., IJalirg. 1879, Nr. 12, 90. Brut vorkommen von Turdus pUai-is zwischen Lucken- walde und Dahme. 1879. HiLTMAXN . . ., Einfluss der Witterung auf den Vogel- zug; 0. C, 4. Jahrg. 1879, Nr. 13, 98—99. 187 9. Keichenow, A., [Nucifraga caryocatactes im Oct. 1878 bei Zehrensdorf beobachtet]; J. f. 0., 27. Jahrg. 1879, Nr. 146, 212. 1879. Stengel, J., Erfrorene und verhungerte Vögel [bei Zehrensdorf]; M. S. V., 4. Jahrg. 1879, Nr. 1 u. 2, 9—13. 1879. Stengel, J., Der Nussknacker, Nusshäher, Tannen- häher, Nusskrähe, Nussrabe, Nucifraga caryocatactes [bei Zossen]; M. S. V., 4. Jahrg. 1879, Nr. 3, 43—46. 1879. Stengel, J., Zur Charakteristik der Wasserralle (Rallus aquaticus) [bei Baruth]; M. S. V., 4. Jahrg. J879, Nr. 4, 67—70. 1879. Stengel, J., Früher Wegzug der Kiebitze; M. S. V., 4. Jahrg. 1«79, Nr. 8, 1^5. 1879. Stengel, J., Bemerkungen über die Nachtschwalbe (Caprimulgus europaeus) und die Erdschwalbe (Hirundo riparia) . M. S. V., 4. Jahrg. 1879, Nr. 10, 162-^164; Nr. 11/12, 189—191. 1879. Waltee, Ad., Bevorzugte Plätze beim Nestbau, zu- gleich einige Bemerkungen über den Kukuk [bei Lehnitz und Oranienburg]; 0. C, 4. Jahrg. 1879, Nr. 22, 165—167; Nr. 23, 173—175. 1880. Böhm, R., Im Sande der Mark; Zeitschrift d. Ornith. Ver. Stettin, 4. Jahrg. 1880, Nr. 3 und 4, 125—128; Nr. 5/6, 136—147; Nr. 7/8, 149—157. 1880. Bolle, C, [Ornithologica marchica nach Ludw. Beck- mann]; J. f. 0., 28. Jahrg. 1880, Nr. 150, 220—222; Nr. 151, 330-331. 1880. Bolle, C, [Ueber die Vögel in den Sagen der Wenden]; J. f. 0., 28. Jahrg. 1880, Nr. 152, 423—424. 1880. Zur Linde . . ., [Beobachtungen aus Gramzow, Ucker- mark; im 3. Jahresb. (1878) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 28. Jahrg. 1880, 12—96. 1880. Geunack, A. und C. Lehmann, Ein Versuch zur Be- völkerung der städtischen Parkanlagen von Berlin mit Sing- vögeln; 0. C, 5. Jahrg. 1880, Nr. 12, 91—93. 1880. Krüger- Velthusen, [Ueber denReiherstand beim Dorf e Nehmitz, Lehnin]; J. f. 0., 28. Jahrg. 1880, Nr. 151, 331. 78 Bibliographie. 1880. ScHALow, H., [Ueber das Vorkommen eines starken Schwarms von Ampelis garrula am 10./4. 1860 bei Alt-Geltow]; 0. C, 5. Jahrg. 1880, Nr. 11, 85. 1880. ScHULENBUKG, WiLiBALD VON, Wcndische / Yolkssagen und Gebräuche / aus dem Spreewald / von / Wilibald von Schulen- BUBG / [Verlagsvignette] / — / Leipzig / F. A. Brockhaus / 1880 / gr. 8" (103x170 mmj XXII + 312 S.S. Bücherei Heeman ScHALOw, Berlin; siehe auch von Schulenbükg 1882. 1880. Spiess, R., [Ueber das Brüten wilder Cygnus olor auf dem Strasburgersee in der Uckermark]; J. f. 0., 28. Jahrg. 1880, Nr. 151, 331. 1880. Thiele, H., [Beobachtungen aus Cöpenick; im 3. Jahresb. (1878) Beob.-Stat. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 28. Jahrg. 1880, Nr. 149, 12-96. 1880. Waeter, Ad., [Beobachtungen aus Charlottenburg im 3. Jahresb. (1878) Beob. Stat. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 28. Jahrg. 1880, Nr. 149, 12—96. 1880. Waltee, Ad., Miscellen; 0. C, 5. Jahrg. 1880, Nr. 11, 81—82. 1880. Waltee, Ad., Ueber das Brutgeschäft des Staares in der Mark]; 0. C, 5. Jahrg. 1880, Nr. 3, 17—19. 1880. in. Jahresbericht (1878) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1880, 12 — 96. Mit Beiträgen von: Thiele (Cöpenick), Waltee (Char- lottenburg), zuE Linde (Gramzow). 1881. Bolle, C, Notiz über den Berghänfling; 0. C, 6. Jahrg. 1881, Nr. 5, 35. 1881. Feiedel, E., [Der Leinfink bei Berlin]; Z. G., 23. Jahrg. 1881, Nr. 3, 94. 1881. Geunack, A., Die Bevölkerung der städtischen Park- anlagen von Berlin mit Singvögeln; 0. C, 6. Jahrg. 1881, Nr. 23, 183—184. 1881. Hocke, H., Ueber den Schwarzspecht; G. W., 10. Jahrg. 1881, 553. 1881. Meetens, R., Ornithologische Streif züge durch den Grunewald; G. W., 10. Jahrg. 1881, 196—197, 206—207,218—219. 1881. Meetens, R.. Anpassungsvermögen unserer Haus- schwalben; G. W., 10. Jahrg. 1881, 255—256, 268. Bibliographie. 79 1881. Meetens, R., Die Dubrow; G. W., 10. Jahrg. 1881, 347—348, 358—359. 1881. ScHALOw, H., Ein zweiter Beitrag zur Ornis der Mark Brandenburg-; J. f. 0., 2i). Jahrg. 1881, Kr. 155, 289—323. Mitteilungen über 109 Arten. Zum ersten Male werden für das Gebiet nachgewiesen: Ärdea alba L., Limosa melanura Leisl., Surnia nisoria Bechst. und Apternus tridadylus (L.). Eine Bibliographia ornithologica marchica führt 69 Arbeiten auf. 1881. ScHALüw, H., Notizen aus dem Spreewalde; 0. C, 6. Jahrg. 1881, Nr. 16, 121—122. 1881. Stengel, J., Der schwarze Storch; M. S. V., 6. Jahrg. 1881, Nr. 10, 224—229. 1881. Thiele, H., [Äquila fulva bei Zirkau (Kreis Luckau) geschossen]; 0. C, 6. Jahrg. 1881, Nr. 22, 174. 1881. Walter, Ad., Ornithologische Notizen; 0. C, 6. Jahrg. 1881, Nr. 9, 68—69. 1881. Walter, Ad., Sonderbare Erlebnisse auf einer orni- thologischen Excursion [Brieselang, Spandau]; M. D. V., 6. Jahrg. 1881, Nr. 8, 183—190. 1882. Bau, Armin, Die Vögel meines Gartens in Berlin; G. W., 11. Jahrg. 1882, 500—502. 1882. Bolle, C, Ornithologische Plaudereien; 0. C, 7. Jahrg. 1882, Nr. 15—16, 121—123. Beobachtungen aus Scharfenberg. Mitteilungen über das Brüten von Pyrrhula minor Br. in der Jungfernheide bei Berlin. 1882. Freese, W., Streifereien in der Mark; Zeitschr. Verb. Ornith. Ver. Pommerns und Mecklenburgs. Jahrg. 1, 1882, Nr. 1, 13—15; Nr. 2, 27—29. Beobachtungen aus der Uckermark. 1882. Martins . . ., [Beobachtungen aus der Umgegend von Neustadt a. D.; im 5. Jahresbericht (1880) Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 30. Jahrg. 1882, Nr. 157, 18—109. 1882. ScHALOw, H., Aus Berlin; 0. C, 7. Jahrg. 1882, Nr. 19 und 20, 157—158. 1882. Schulenbueg, Wh.ibald von. Wendisches Volksthum / in / Sage, Brauch und Sitte. / — / von Wiliüald von Schulen- bueg. / — / Berlin.; Nicolaische Verlags-Buchhandlung K. Stricker/ 80 Bibliographie. 1882 /. gr. 8° (108 x 174 mm) X + 208 S.S. Büchersammlung Herman Schalow, Berlin; siehe auch von Schulenburg 1880. Die beiden Arbeiten von v. Schulenburg enthalten eine große Anzahl niederwendischer Namen von Vögeln, ferner von Sagen, Gebräuchen und Aberglauben, welche mit den Vögeln zusammenhängen. 1880, Artikel 19: Thiere und Pflanzen S.S. 257—269. 1882, Neunzehnter Abschnitt: Thiere, Pflanzen S.S. 150—164. 1882. Stengel, J., Notizen; O.G., 7. Jahrg. 1882, Nr. 9/10, 75—76; Nr. 11/12, 87—88; Nr. 17/18, 138—141; Nr. 19/20, 152—155; Nr. 23/24, 179—180. 1882. Thiele, H., [Beobachtungen aus Cöpenick; im 5. Jahresb. (1880) Beob.-Stat. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 30. Jahrg. 1882, Nr. 157, 18-109. 1882. Walter, Ad., Ueber die Vermehrung und Verminderung einzelner Vogelarten in der Mark Brandenburg; 0. C, 7. Jahrg. 1882, Nr. 1/2, 6—8. 1882. Walter, Ad., Kormorane und Blaukehlchen. Kleinere Mittheilungeu aus früherer und neuester Zeit [Joachimsthal]; M. D. V., 7. Jahrg. 1882, Nr. 1, 15—19. 1882. Walter, Ad., [Beobachtungen aus Charlotten bürg; im 5. Jahresb. (1880) Beob.-Stat. Vögel Deutschlands] ; J. f. 0., 30. Jahrg. 1882, Nr. 157, 18—109. 1882. V. Jahresbericht (1880) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1882, 18 — 109. Mit Beiträgen von : Thiele (Cöpenick), Martins (Plänitz a. d. Dosse), Walter (Charlottenburg). 1882. [Anonym] . . ., Kormorane auf dem Schwielowsee; Potsdamer Zeitung vom 18. Juni 1882. 1883. Bolle, C, [Ornithologisches aus der Mark]; J. f. 0., 31. Jahrg. 1883, Nr. 161, 110—111. 1883. Bolle, C, [Ueber das Vorkommen von Arclea nyctieorax in der Mark]; J. f. 0., 31. Jahrg. 1883, Nr. 163, 334—335. 1883. Hagen, Otto von. Die / forstlichen Verhältnisse Preußens / von / Otto von Hagen / w. Oberland forstmeister. / Zweite Auflage / bearbeitet nach amtlichem Material / von K. Donner / Oberlandfoi'stmeister / — / In zwei Bänden / — / Erster Band / Verlagsvignette / Berlin. / Verlag von Julius Springer. / 1883. / gr. 8" (140 X 210 mm), 1. Band IX -f 256 S.S.; 2. Band VT + 277 S.S. Staatsbibliothek, Berlin. Bibliographie. y]_ Im ersten Band, Absclinit Y, Nr. 12, S. 204 Notizen über den Auerwildbestand im Reg.-Bez. Frankfurt a. d. 0.; im zweiten Band, Tabelle 3, S. 93 — 94 Verzeichnis der Oberförstereien, in denen sich AuerAvildbestände befinden. Siehe auch 1867 und 1894. 1883. Knesebeck, von dem, [Vermuthliches Brutvorkommen von Totanus fuscus Leisl. bei Nauen]; J. f. 0.. 31. Jahrg. 1883, Is^r. 164, 428—429. 1883. Keüger- Velthusen, \Ardea nycticorax bei Neu-Ruppin geschossen]; J. f. 0., 1883, 334. 1883. Maetin, Jul., Lasurmeisen am 22. Febr. 1883 bei Frankfurt a./O. gefangen; G. ^Y., 12. Jahrg. 1883, 123. 1883. ScHALOw, H., [Ueber das Vorkommen von Carduelis elegcms alhigularis Mad. bei Krossen]; J. f. 0., 31. Jahrg. 1883, Nr. 162, 223. 1883. ScHALOw, H., [Ueber das Vorkommen von Ardea nycticorax in der Mark]; J. f. 0., 31. Jahrg. 1883, Nr. 163, 334. 1883. Stexgel, J., Von den Spechten meiner Umgebung; M. D. V., 8. Jahrg. 1883, Nr. 1, 39—49; Nr. 3, 69—73. 1883. Stengel, J., Bemerkungen über den schwarzen Storch; M. D. V., 8. Jahrg. 1883, Nr. 7, 185—189. 1883. Stengel, J., Ornithologische Beobachtungsnotizen; M. D. V., 8. Jahrg. 1883, Nr. 9, 236—240. 1883. AValtee, Ad., Noch einige Bemerkungen und Nach- träge zu dem Aufsatze des Herrn Schacht „der Kukuk"; M. D.V., 1883, Nr. 1, 34—38. 1883. VI. Jahresbericht (1881) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1883, 13 — 76. 1883. [Anon.], [Ardea buhulcus bei Tegel geschossen]; D. J. Z. 2, 1883, 161. Verbleib unbekannt. 1884. Altum, Bernaed, [Beobachtungen aus der Umgegend von Eberswalde; im 7. Jahresb. (1882) d. Aussch. f. Beobacht.- Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 32. Jahrg. 1884, Nr. 165, 1—52. 1884. Blasius, R., Naturhistorische Studien und Reiseskizzen aus der Mark und Pommern; M. D. V., Nr. 7, 146—166; Nr. 10, 235—252. Enthält Notizen über die Sammlung der Forstakademie in Ebers walde. ü 82 Bibliographie. 1884. Bolle, C, [Ärdea huhulcus bei Lindow geschossen]; J. f. 0., 32. Jahrg. 1884, Nr. 166, 245. 1884. Maetins..., Beobachtungen aus der Umgegend von Neustadt a. D. im 7. Jahresber. (1882) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi]; J. f. 0., 32. Jahrg. 1884, Nr. 165, 1—52. 1884. Waltee, A., Eine Brutkolonie vom Krammetsvogel, Turdus pilaris, in der Mark; J. f. 0., 32. Jahrg. 1884, Nr. 166, 265—267. 1884. VII. Jahresbericht (1882) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1884, 1—52. Mit Beiträgen von: Maetins (Neustadt a. d. Dosse)^ Altum (Eberswalde). 1884. N.G., [Reiherjagd in der Dubrow]; D. J. Z., 3, 1884, 285. Enthält auch Notizen über das Vorkommen des Kor- morans in genanntem Gebiet. 131 Reiher wurden geschossen (11. Juni 1884) und 1 Kormoran. 1884. [Anon.]..., Das Vogelleben im Berliner Thiergarten; a W., 13. Jahrg. 1884, 225—226, 235—237, 258—259. 1884. [Anon.]..., Butalis grisola in einer Eispflanze in einem Topf am Fenster brütend; Anz. f. d. Havelland vom 18. Juni 1884. 1885. Altum, Beenaed, [Beobachtungen aus der Umgegend von Eberswalde, im 8. Jahresb. (1883) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 33. Jahrg. 1885, Nr. 171, 225—337. 1885. Bolle, C, Märkisches Provinzial Museum der Stadt- gemeinde Berlin. / Eintheilungsplan / der Zoologischen Abtheilung / (Abtheilung A III des Gesamtplans) /. Vögel /. Im Auftrage der Städtischen Behörden / verfasst / von / Dr. Cael Bolle /. Mitglied des Wissenschaftlichen Beiraths des Museums /. Wappen der Stadt Berlin/ Berlin 1885 / [Statt handschriftlicher Mittheilung], gr. 8°, 32 S.S. Büchersammlung Heeman Schalow, Berlin. 276 Arten werden in dem Verzeichnis aufgeführt. Bei den selteneren Arten Notizen über das Vorkommen. Viele Trivialnamen, besonders aus der Sprache der Nieder- wenden. Einzelne Arten sind noch sicherzustellen. 1885. Dallwitz, W. von, [Ueber eine Farbenvarietät von Corvus cornix aus der Priegnitz]; J. f. 0., 33. Jahrg. 1885, Nr. 171, 375. 1885. Lehmann, G.. [Staare am 23. Jan. bei Charlottenburg]; G. W., 14. Jahrg. 1885,' Nr. 5, 45. Bibliographie. 83 1885. Löfflee, M., Wilde Enten im Tliiergarten bei Berlin; G. W., U. Jahrg. 1885, Nr. 27, 277. 1885. Martins..., [Beobachtungen aus der Umgegend von Neustadt a. D.; im 8. Jahresb. (1883) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 33. Jahrg. 1885, Nr. 171, 225—337. 1885. Matthes, f., [Beobachtungen über die Nahrung der Schwalben bei Berlin]; G. W., 14. Jahrg. 1885, Nr. 34, 351. 1885. Nauwerck, W., [Vorkommen von Serinus hortulanus bei Lichterfelde]; J. f. 0., 33. Jahrg. 1885, Nr. 171, 375. 1885. Reichenow, A., [Ardea purpurea zur Brutzeit bei Nieder-Finow geschossen]; J. f. 0., 33. Jahrg. 1885, Nr. 172, 467. 1885. Schaff, E., Ueber den diesjährigen Wanderzug der Steppenhühner; Z. G., 1885, 168—177. Enthält viele Mitteilungen aus der Mark, besonders der Neumark. In der letzteren wurden die Steppenhühner in Scharen bis zu 50 und mehr Individuen beobachtet. Vorkommen zwischen 22. April und 15. Mai. 1885. ScHALOw, H., Zur Ornis der Mark Brandenburg. Ein dritter Beitrag; Madaräsz, Zeitschrift f. d. ges. Ornith., 2. Jahrg. 1885, Nr. 1, 1—44. Mitteilungen über 266 Arten. Neu für das Gebiet: Bulhulcus ibis (L.) und Äcanthis alhigularis (Mad.). Enthält viele ober- und niederwendische Trivialnamen, eine Liste der in der Provinz beobachteten Arten (267), eine Übersicht der in den Nachbarprovinzen gefundenen, in der Mark noch nicht beobachteten Vögel (62 Arten) sowie ein Verzeichnis der märkische Vögel enthaltenden Sammlungen. 1885. ScHALOw, H., [Ueber das Vorkommen von Regulus ignicapillus bei Eberswalde]; J. f. 0., 33. Jahrg. 1885, Nr. 170, 217. 1885. ScHALOw, H., [Vorkommen von Serinus hortulanus bei Plänitz a. D.]; J. f. 0., 33. Jahrg. 1885, Nr. 171, 375. 1885. VIII. Jahresbericht (1883) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1885, 225—338. Mit Beiträgen von Martins (Plänitz a. d. Dosse), Altum (Ebers walde). 1885. [Anon.] . . . [Steinadler bei Alt-Laube geschossen]; G. W., 14. Jahrg. 1885, Nr. 20, 201. 1886. Blasitjs, R, [Vorkommen des Tannenhehers im Herbst 1885 und Winter 1885/1886 in Brandenburg]; 0., 2. Heft, 4. Sep.- Abdr., 11—12. 6* 84 Bibliographie. 1886. Bock. 0., [Nuclfraga caryocatacte.s in der Nähe von Berlin erlegt]; J. f. 0., 34, Jahrg., Nr. 173, 119—120. 1886. Bolle, C, \Änas fiisca auf dem Tegelersee] ; J. f. 0., 34. Jahrg., Nr. 173, 126. 1886. Bolle, C, [Lantus major bei Eberswalde]; J. f. 0., 34. Jahrg., Nr. 173, 397. 1886. Bolle, C, [Kycthierax ulula (L.) auf dem Scharfen- berg im Tegelersee und Anser ferus auf dem Gülpsee]; J. f. 0., 34. Jahrg., Nr. 173, 401. 1886. Feiedel, E. und C. Bolle, Die / Wirbelthiere der Provinz Brandenburg / — / Verzeichniss und Eintheilungsplan / für das / Märkische Provinzial-Museum der Stadtgemeinde Berlin / im Auftrage der Städtischen Behörden / als / Festschrift für die / 59. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Berlin / verfasst / von Stadtrath Eenst Feiedel und Dr.C. Bolle /. Zweite Ausgabe / [Wappen] / Berlin 1886 /. [Statt handschrift- licher Mittheilung]. 8" (y2 X 162 mm) 67 S.S. Büchersammlung Heeman Schalow. S. 24 — 56 Vögel. 278 Arten werden aufgeführt, davon 9 domestizierte Arten, 3, welche noch bezüg-lich ihres Vorkommens sicherzustellen sind, und 2: Lärm minutus Fall, und Bideo tachardus Vieill. als neu für die Provinz. Neue Provinzialnamen und Nachträge zu dem 1885 er- schienenen Verzeichnis. 1886. Maetins..., [Beobachtungen aus Plänitz a. Dosse; 9. Jahresber. (1884) des Aussch. f. Beobachtungsstationen d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 1886, 129—389. 1886. Reichenow, A., [Ueber das Vorkommen von Anser albifrons (L.) und Oidemia nigra (L.) bei Rathenow]; J. f. 0., 34. Jahrg., Nr. 174, 402. 1886. Rudow, F., Kleinere Mittheilungen [aus der Umgegend von Perleberg]; M. D. V., 11. Jahrg., Nr. 9, 247—248. 1886. Rudow, F., Ornithologische Notizen [aus Perleberg]; M. D. V., 11. Jahrg., Nr. 11, 303—304. 1886. Stöckenius . . ., [Beobachtungen aus Luckenwalde; 9. Jahresbericht (1884) d. Aussch. f. Beob.-Stat. Deutschlands]; J. f. 0., 1886, 129—389. 1886. Waltee, Ad., [Turdus pilaris brüten^ im Spreewalde] ; J. f. 0., 34. Jahrg., Nr. 173, 124. 1886. Waltee, Adolf, [Beobachtungen aus Reiersdorf, der Uckermark und Wittenberge; 9. Jahresber. (1884) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 1886, 129—389. • Bibliographie. 85 1886. IX. Jahresbericht (1884) des Ausschusses für Beob- achtungsstatiouen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1886, 129—389. Mit Beiträgen von: Stöckenius (Luckenwalde), Martins (Plänitz a. Bosse), Walter (Reiersdorf), Walter (Witten- berge). 1886. [Anonym] . . ., Beitrag zur Kenntniss der Misteldrossel; 31. D. \., 11. Jahrg., Nr. 2, 36. 1887. Altum, B., Führer durch die / Zoologischen Samm- lungen / der / Königlichen Forstakademie Eberswalde. / — / Ebers- walde 1887 / C. Müller /. 8**, 115 S. Büchersammlung Herman Schalow, Berlin. A. Vögel, S. 41 — 92. Der Führer enthält, gegenüber dem Verzeichnis von Ratzeburg, auch genaue Fundort- angaben und Daten bei selteneren Exemplaren. Vgl. Herm. Grote, Ornith. Monatsberichte, 1905. 1887. BtTNGER, H., Luderplätze für Vögel im Winter; M. D. V., Nr. 13, 357—358. 1887. BtJNGER, H., [flaematopux ostralegus am 24. 9. 87 am Müggelsee geschossen]; M. D. V., Nr. 14, 422. 1887. Dallwitz, W. von, [Vermuthetes Vorkommen von Buteo tachardus Vieill. bei Neustadt a. D.]; J. f. 0., 35. Jahrg., Nr. 177, 94. 1887. Dallwitz, von, [Beobachtungen aus Tornow b. Wuster- hausen a. Dosse; 10. Jahresber. (1885) des Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Hartwig, W., [Turdus j)ilaris, brütend bei Cüstrin]; J. f. 0., 35. Jahrg., Nr. 177, 96. 1887.HoRNUNG, [Beobachtungen aus Brandenburg; 10. Jahres- bericht (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Jablonski, Max, [Beobachtungen aus Zion bei Stentsch; 10. Jahresber. (1885) des Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Kleist, von, [Beobachtungen aus Gebersdorf b. Dahme; 10. Jahresber. (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Kohne .. ., [Beobachtungen aus Strasburg, Uckermark; 10. Jahresber. (1885) des Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 86 Bibliographie. 1887. Krüger- Velthusen, [Turdus pilaris als Brutvogel bei Spandau und Frankfurt a. 0.]; J. f. 0., 35. Jahrg., Nr. 177, 94. 1887. Lehmann, U., [Strix nisoria bei Merenthin bei Wolden- berg, N.M. geschossen]; G. W., 16. Jahrg., Nr. 1, 7. 1887. Ludwig . . ., [Beobachtungen aus Nauen; 10. Jahresber. (1885) d. Aussch. f. ßeob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Martins . . ., [Beobachtungen aus der Umgegend von Neustadt a. D.; 10. Jahresber. (18S5) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 35. Jahrg., Nr. 180, 338—618. ] 887. Matthes, f., Eine merkwürdige Ansiedlung der Ufer- schwalbe; G. W., 6. Jahrg., Nr. 27, 269—270. 1887. Müller, Fr., [Beobachtungen aus Baruth; 10. Jahresber. (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0. 1887, 338—616. 1887. Reichenow, A., [Buteo tachardus Vieill. bei Zion, Reg. Bez. Frankfurt a. 0. erlegt]; J.f. 0., 35. Jahrg., Nr. 177, 93. 1887. RiETz . . ., [Beobachtungen aus Freyenstein, Ost- Priegnitz; 10. Jahresber. (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0. 1887, 338—616. 1887. Rudow, F., Ornithologische Notizen; M. D. V., 12. Jahrg., Nr. 3, 108—109. 1887. Rudow, F., Ein Bastard von Nebelkrähe {Corvus cornix) und Rabenkrähe (C. corone)\ M. D. V., 12. Jahrg., Nr. 7, 175—176. 1887. Rudow, F., [Ueber das Brüten von Butalis grisola bei Perleberg]; M. D. V., 12. Jahrg., Nr. 10, 286—287. 1887. Rudow, F., Was geschieht mit den alten Vogelnestern; M. D. V., 12. Jahrg., Nr. 13, 351—357. 1887. Rudow, F., [Notizen aus Perleberg]; M. D. V., 12. Jahrg., Nr. 8, 208, Nr. 13, 374. 1887. Rudow . . ., [Beobachtungen aus Perleberg; 10. Jahres- ber. (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschlands]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Schaff, E., Aus der Vogelwelt des Berliner Thier- gartens; M. D. V., 12. Jahrg., Nr. 11, 306—309. 1887. ScHALOw, H., [Strix nisoria in der Mark erlegt]; J. f. 0., 35. Jahrg., Nr. 178, 221. Bibliographie. 37 1887. Stimming . . ., [ßeobaclitungen aus Brandenburg; 10. Jahresber. (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutsch!.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Stöckenius . . ., [Beobachtungen aus Luckenwalde; 10. Jahresber. (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1887, 338—616. 1887. Waltee, Ad., [Ueber die Verbreitung von Regulus ignicainllus in der Mark]; J. f. 0., 35, Jahrg., Nr. 177, ü8 — 99, 1887. Waltee, iVc., [Beobachtungen aus Wittenberge u. Reiersdorf; 10. Jahresber. (1885) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., J887, 338—616. 1887. Waltee, Ad., [Ueber Beobachtungen aus Perleberg]; M. D. V., 12. Jahrg.. Nr. J, 21—22. 1887, Waltee, Ad., Die Benutzung der Vogelnester von Seiten der Insekten; M. D. V., 12. Jahrg., Nr, 2, 84—86. 1887. X. Jahresbericht (1885) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1887, 338 — 616. Mit Beiträgen von: v. Dallwitz (Tornow b. Wuster- hausen a. d. Dosse), Hoenung (Brandenburg), Jablonski (Zion), V. Kleist (Gebersdorf b. Dahme), Köhn (Strasburg, Uckermark), Ludwig (Nauen), Maetins (Plänitz a. d. Dosse), MtTLLEE (Baruth), Rudow (Perleberg), Stimming (Branden- burg), Stöckenius (Luckenwalde), Rietz (Freyenstein, Ost-Priegnitz), Waltee (Wittenberge und Reiersdorf). 1887, [Anonym] . . ., Bernida torquata bei Glinde (Schöne- beck) am 10. 3. 1887 erlegt; G. W., 16. Jahrg., 198. 1888. Bolle, C, [Aquila fulva, Nucifraga caryocaiades und Lanius major in der Mark]; J. f. 0., 36. Jahrg., 114 — 115. 1888. Büngee, H., Störungen der Reiherkolonien durch Krähen; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 6, 150—153. 1888. BtJNGEE, H., Zur Ornis des Berliner Thiergartens: M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 12, 315—319. 1888. Büngee, H., Notiz über Nucifraga caryocaiades in Berlin; M. D. V., 13. Jalirg., Nr. 16, 453, 1888. Eckstein, K., [Einige Drossel Varietäten aus der Sammlung der Forst Akademie Eberswalde]; Z. G., 1888, 30—31. 1888. Eckstein, K, Aus dem Vogelleben; Z.G., 1888, 373—375. Beobachtungen aus der Umgebung von Eberswalde. Erster Nachweis des Vorkommens von Serinus scrinuf^. 88 Bibliographie. 1888. Eckstein . . ., [Beobachtungen aus Eberswalde; 11. Jahresber. (1886) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1888, 313—571. 1888. Haetwig, W., [Mittheilungen aus Cüstrin und dem Berliner Thiergarten]; J. f. 0., 36. Jahrg., Nr. 182/3, 306. 1888. Matschie, P., [Aegialites minor brütend bei Schön- holz]; J. f. 0., 36. Jahrg., Nr. 182/3, 304. 1888. Riesenthal, 0. von, Die Ornis des Berliner Thier- gartens; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 4, 93—96. 1888. Rudow, F., [Ueber die Heckenbraunelle bei Perleberg]; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 6, 166—167. 1888. Rudow, F., [Beobachtungen aus Perleberg]; 11. Jahres- ber. (1886) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Dentschl.]; J. f. 0., 1888, 313—571. 1888. Schaff, E., Saatgänse auf dem Zuge am 7. .:. bei Berlin]; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 2, 79. 1888. Schaff, E., Ueber die Ornis des Berliner Thiergartens; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 18, 468. 1888. Schaff, E., Ueber den diesjährigen Wanderzug der Steppenhühner; Z. G., 29. Jahrg., Nr. 6, 168—177. Die Arbeit enthält eine größere Anzahl von Mit- teilungen über das Vorkommen in der Provinz Brandenburg. 1888. ScHALOw, H., [Ueber das Vorkommen von Lhnosa melanura bei Nauen]; J. f. 0., 36. Jahrg., 102—103. 1888. ScHALOw, H., [Neue Beobachtungen aus der Mark]; J. f. 0., 36. Jahrg., Nr. 181, 111—112. 1888. ScHALOw, H., [Vorkommen von Bernicla hrenta bei Glöwen]; J. f. 0., 36. Jahrg., 112. 1888. Snethlage, E., [Beobachtungen aus Kraatz b. Gransee; 11. Jahresber. (1886) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel DeiUschl.]; J. f. 0., 1888, 313—571. 1888. Stöckenius . . ., [Beobachtungen aus Luckenwalde; 11. Jahresber. (1886) d. Aussch. f. Beob.-Stat. d. Vögel Deutschi.]; J. f. 0., 1888, 313—571. 1888. AValter, Ad., [Ccrfhia famiUaris in Sträuchern brütend]; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. J, 29—30. 1888. Walter, Ad., Bis jetzt zu wenig beachtete Vogel- feinde; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 5, 106—112. Bibliographie. 89 1888. Waltek, Ad., Das Yogelgemüth ; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 6, 142—149. 1888. Waltee, Ad., Sonderbare Nistplätze und Nistweisen; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 7, 194—214. 1888. Walter, Ad., Auf der Suche nach Kukukseiern 1888; M. D. V., ] 3. Jahrg., Nr. 13, 357—359. 1888. Waltee, Ad., [Beobachtungen aus dem Templiner Kreise]; J. f. 0., 36. Jahrg., Nr. 181, 100—101. 1888. XL Jahresbericht (1886) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 1888, 313 — 571. Mit Beiträgen von: -Eckstein (Eberswalde), Eudow (Perleberg), Snethlage (Kraatz bei Gransee), Stückenius (Luckenwalde). 1888. [Anonym] . . .. Die wilden Enten in Berlin; M. D. V., 13. Jahrg., Nr. 1, 24—25. 1889. Dethier, [Vultur fulvus bei L3'chen am 25. Mai 1889 geschossen]; D. J. Z., 13. Bd. 1889, Nr. 21, 416. Vom Schützen als „Aasgeier" angesprochen, von der Eedaktion berichtigt. 1889. Eckstein, K., [Aus dem Vogelleben [am Finow-Kanal]] ; Z. G., 1889, 345—347. 1889. H . . . . [Trappen unmittelbar vor den Thoren Berlins]; D. J. Z., 12. Bd. 1889, Nr. 46, 858. 7. März 1889 ca. 30 Stück an der Ostbahn bei Friedrichsfelde. 1889. Hartwig, W., [Kleine Mittheilungen aus der Mark]; J. f. 0., 37. Jahrg., Nr. 185, 74—76. 1889. Hartwig, W., [Vorkommen von Bernida hrenia bei Glöwen]; J. f. 0.. 37. Jahrg., 74. 1889. Hartwig. W., [Beobachtungen aus der Mark, vornehm- lich aus dem Oderbruch]; J. f. 0., 37. Jahrg. 1889, 75—76. 1889. Hartwig, W., [Nucifraga leptorhynchus bei Biesen- thal erlegt]; J. f. 0., 37. Jahrg. 1889, 82. 1889. Hartwig, W., [Der Girlitz in der Mark Brandenburg Brutvogel]; Z. G., 1889, 278—279. Sechs Gebiete werden aus der Literatur genannt, in denen Serinus serinus als Brutvogel bekannt ist: Scliarfen- berg, Frankfurt a. d. 0., Peitz, Potsdam, Zion und Gebers- dorf b. Dahme. Diesen reiht sich das Voikonimen bei Eberswalde (s. Pxkstkin) als siebentes und nürdliclistes an. 9U Bibliographie. 1889. Hocke, H., [Züge von Lanius excuhitor bei Berlin]; J. f. 0., 37. Jahrg., Nr. 185, 85. 1889. Hocke, H., [Circaetus gallicus bei Friedriclisliagen erlegt]; J. f. 0., ;37. Jahrg., 1889, 344. 1889. Reichenow, A., [Loxia hifasciata am 31. August 1889 bei Brätz geschossen]; J. f. 0., 37. Jahrg., l889, 330. 1889. Reichenow, A., [Ueber das Vorkommen von Loxia hifasciata bei Zion]; M. 0. V. W., 13. Jahrg. Nr. 35, 436. 1889. Reichenow, A., Syrrhaptes xmradoxus in Deutschland 1888; J. f. 0., 37. Jahrg., Nr. 185, 1—33. S. 14 — 16 werden die Beobachtungen über das Vor- kommen in der Provinz Brandenburg gegeben. 1889. Rudow, F., Kurze Bemerkungen; M. D. V., 14. Jahrg., Nr. 2, 47—48. 1889. Rudow, F., [Der Tannenhäher im Sommer in der Mark Brandenburg angetroffen]; M. D. V., 1889, 4i)3. Ein junger Vogel wurde bei Perleberg geschossen, so daß die Möglichkeit vorliegt, daß er in der Provinz erbrütet wurde. 1889. Rudow, F., Weitere Beobachtungen an Vogelnestern; M. D. V., 14. Jahrg., Nr. 17, 494—496. 1889. ScHÄFE,E., Ornithologische Notizen; M. D. V., 14. Jahrg., Nr. 7, 200—201. 1889. ScHALOw, H., [Squatarola helvetica bei Nassenheide geschossen]; J. f. 0., 37. Jahrg. 1889, 338. 1889. Walter, A., [Keine Verminderung der Vögel in der Mark]; M. D. V., 1889, 236—237. 1889. Walter, A., Zur Ornis des Berliner Thiergarteus; M. D. V., 1889, 323—334, 355—359. 1889/90. Walter, A., Funde von jungen Kuckucken und Kuckuckseiern; M. D. V., 1889, 459—462; 1890, 468—474. Beobachtungen aus Reiersdorf, Uckermark. 1890. DuLiTz, E., Beobachtungen über die Vogel weit in der Umgebung von Fehrbellin; G. W., 1890, 411. Mit Vorsicht autzunehmen! Enthält u. a. die Mit- teilung über das Brüten von Hydrochelidon leiicopiera ScHiNZ. Vgl. Hesse, J. f. 0., 1914, 341. 1890. Eckstein, K., Aus der Vogelwelt; Z. G., 1890, 297—304. Notizen aus Eberswalde. Bibliographie. 91 1890. Schaff, E., Ornithologische Notizen; J. f. 0., 38. Jahrg. 1890, 157—169. Berichtet u. a. aus der Mark über Vorkommen von Gy2'>s fulvus bei Lychen. 1890. ScHALOw, H., Neue Beiträge zur Vogelfauna von Brandenburg; J. f. 0., 37. Jahrg., Nr. 1, 1—74. Enthält Mitteilungen über 203 Arten. Neu für das Gebiet: Charadrius squatarola (L.), Ardea ralloides Scop., Vultur monachus L., Nydea uliila (L.), Aquila clanga Pall., Pariis cyanus Fall., Eritkacus philomela (Bechst.). Es wird ferner ein durchgesehenes Verzeichnis der märkischen Vögel gegeben (273 Arten) und eine Biblio- graphia ornith. marchica (299 Nummern). 1891. Bolle, C, [Acanthis flavirostns auf Scharf enberg im Januar 1891]; J. f. 0., 39. Jahrg. 1891, 212. 1891. BüNGEE,H., Zutraulichkeit der Amsel {Merula vulgaris)-, M. D. V., Bd. 16, Nr. 325—326. 1891. Hartwig, W., [Ueber Nucifraga caryocatades, beob- achtet am 28. Juni bei Königs- Wusterhausen] ; J. f. 0., 39. Jahrg. 1891, 218. 1891, Hippel, von, [Großtrappen in der Mark]; D. J. Z., 17. Bd. 1891, Nr. 51, 796. Mitteilungen aus der Gegend von Großbeeren. 1891. Hocke, H., [Ueber Brüten von Fuligula nyroca und Eallus aquaticus bei Berlin]; J, f. 0., 39. Jahrg. 1891, 212. 1891. H. H. [Hocke, H.], Ueber das Brüten von Mergus merganser (L.) in der Mark Brandenburg; Z. f. 0. H., 1891, 28—29. 1891, H. H. [Hocke, H.], Vom Schreiadler ; Z. f. 0. H., 1891, Nr. 2 u. 8 [ohne Seitenzahlen]. 1891. Keause, Mergulus alle bei Frankfurt a; 0, beob- achtet; Helios, Abh. u. Monatl. Mitth. aus dem Gesammtgebiete der Naturw., 1891, Juni, 18—19. 1891. Keügee-Velthusen, [Ämpelis garrula bei Branden- burg]; J. f. 0., 39. Jahrg. 1891, 22. 1891. Maeowski, H., Kleine Kukuksgeschichten; Z. f. 0. H., 1891, 25. Enthält eine Notiz über das* Brüten von MotacUla hoarula am Wasserfall bei Eberswalde. 1891. Sachse, C, [Ueber das Brüten von Mergus merganser in verlassenen Fuchsbauten im Schönebecker Forst]; Z. f. 0. H.. 189], 36. 92 Bibliographie. 1891. ScHALOw, H., [Zwei für die Provinz Brandenburg- neue Arten]; J. f. 0., 1891, 211. Gyps fulvus (Gm.) und Circus macrurus (Gm.). 1891. U[hlmann]-E[ltz], Etwas über die Originalzeiclmungen zu dem Kupterwerke „Vorstellung- der Vögel in Deutschland und beyläufig auch einiger fremden, mit ihren natürlichen Farben von Johann Leoshard Feisch; M. D. V., 1891, 289—291. 1891. Walter, A., Noch etwas über das Leben und Treiben des gesprenkelten Rohrhuhns (Gallinula jjorzana); M. D. V., 1891, 71—75. Beobachtungen aus der Uckermark. 1891. WiNTEEFELDT, VON . . ., Notizeu aus der Mark; J. f. 0., 39. Jahrg., Nr. 196, S. 368 und 418. 1891. WiNTEEFELDT, VON, Stria uisoria in der Mark; J. f. 0., 39. Jahrg. 1891, 368. Vorkommen im Jahre 1850 im Kreise Ruppin. 1891. [Anon.], [Brüten von Tetrao tetrix bei Schmöckwitz bei Berlin]; Z. f. 0. H. 1/2, 15. Juni 1891. 1892. Altum, ß., [Schneebussarde und Schneeammern bei Eberswalde]; 0. MS., 1892, 477. 1892. Altum, B., [Ein Nachtreiher Männchen Ende Mai in Berneuchen i.d. Neumark!]; D. J.Z., 19. Bd., 1892, Nr. 22, 353—334. Zur Biutzeit geschossen. Altum läßt offen, ob es sich vielleicht um ein der Gefangenschaft entflohenes Indi- viduum gehandelt haben könne. 1892. Bolle, C, Der Schwan in der Mark; B. I. Nr. 3, Juni 1892, 42—60. 1892. BüNGEE, H., [Äpternus tridadylus q am 29. November 1891 bei Wannsee beobachtet]; J. f. 0., 40. Jahrg. 1892, 134. 1892. Floeicee, C, XII. Jahresbericht (1887) des Ausschusses für Beobachtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0., 40. Jahrg. 1892, 237—253. Enthält Beobachtungen von Stimmixg (Brandenburg), Stöckenius (Luckenwalde), Eckstein (Eberswalde). Rudow (Perleberg). 1892. Flüricke, B., [Der Zwergfliegenfänger (Muscicapa parva) Brutvogel bei Berlin]; 0. MS.. 1892, 425—426. 1892. Linde, zuE, Ad vocem Eichelhäher; 0. MS., 1892,66—71. Beobachtungen aus der Uckermark. Bibliographie. 93 1892. Linde, Theodob zue, Einiges über den Fiscliadler {Pandion haliaetus); 0. MS., 1892, 317—319. Notizen aus Gramzow, Uckermark. 1892. Maeowski, H., Das Brutgescliäft des Pirols: Z. f. 0. H., 1892, 17—19. 1892. Reichenow, A., [Oüs tetrax Anfang Januar 1892 im Spreewalde erlegt]; J. f. 0., 40. Jahrg-. 1892, 225. 1892. ScHALOw, H., [lieber das Vorkommen von Mergulus alle (L.) bei Frankfurt a. 0.]; J. f. 0., 40. Jahrg. 1892, 133—134. 1892. ViELiTz, C, [Cinclus merula wahrscheinlich Brutvogel bei Rheinshagen bei Rheinsberg]; J. f. 0., 40. Jahrg. 1892, 232. 1892. WiNTEßFELDT, VON, Notiz Über Branta hernicla (L.); J. f. 0., 40. Jahrg. 1892, 328. Beobachtungen aus Metzelthin, Kr. Ruppin, im Fe- bruar 1866. 1892. XII. Jahresbericht (1887) des Ausschusses für Beob- achtungsstationen der Vögel Deutschlands; J. f. 0.^ 1892, 237—253, 1893. Altum, Beenaed, [Ueber das Vorkommen von Circus macrurus bei Eberswalde]; O.MB., 1. Jahrg. 1893, 120. Ueber das Erlegen alter und junger Vögel der Art im Dezember 1892 und Januar 1893. 1893. Altum, B., Ueber eine Neuansiedeluug des Girlitz und Auftreten des Nachtreihers; M. D. V., 1893, 9—11. Serinus hortulanus trat etwa 1885 zuerst bei Ebers- walde auf. Nydicorax griseus wurde im Mai 1892 (dad.) bei Berneuchen, Neumark, gefangen. Im Juli desselben Jahres wurden daselbst zwei weitere Exemplare beobachtet. 1893. Altum, B., [Surnia iiisoria am 6. Dezember 1892 bei Eberswalde erlegt]; M. D. V., 1893, 40. 1893. Bolle, C, [Wintergäste am Tegelersee]; J. f. 0., 41. Jahrg. 1893, 118. 1893. Bolle, C, Sturnea. Aus dem Vogelleben der Heimat; B. II, 1893, Nr. 8, 179—180. 1893. BuGow, H., Auffallender Nistplatz von Älcedo ispida; 0. MB., 1. Jahrg. 1893, 82. Notizen vom Griebnitzsee bei Potsdam. 1893. Ganske, H., Ueber die rote Färbung unserer Raub- vögeleier; Z. f. 0. H., 1893, 33—34. 94 JSibliographie. 1893. Haetwig, "W., Der Girlitz {Serinus horiulanus Koch), seine gegenwärtige Verbreitung in Mittel- und Norddeutscliland und sein allmähliches Vordringen polwärts; 0. MB., 1. Jahrg. 1893, 1—7. Mitteilungen über das Vorkommen in Brandenburg S. 2—3 und 6—7. 1893. Haetwig, W., Zwei seltene Brutvögel Deutschlands (Muscicapa parva Bechst. und M. coUaris Bechst.); J. f. 0., 41. Jahrg. 1893, 121—132. S. 124 — 125 Vorkommen von M. parva in Brandenburg. 1893. Heck, Ludw., Wilde Papageien bei Berlin. Ein orni- thologischer Ausflug; 0. MB., 1. Jahrg. 1893, 24—26. Schilderung freilebender Bolhorhynchus monachus auf einer Domäne nahe bei Berlin (Karlshof bei Waltersdorf in der Nähe von Grünau), wo sie genistet und über- wintert hatten. [S. a. Zoolog. Garten, 1893, 63.] Vgl. Rüss, 1893. 1893. Hocke, H., [Baumfalk und Taube]; D. J. Z., 1893/94, Bd. 22, 659—660. 1893. Hocke, H., Sonderbare Brutstätten des Waldkauzes {Syrnium aluco L.); Z. f. 0. H., 1893, 30—31. 1893. Hocke, H., [Ueber das Vorkommen von Merops apiaster bei Lichtenrade] ; Z. f. 0. H., 1893, 31. Ein Pärchen soll am 19. bzw. 20. Oktober an ge- nanntem Orte geschossen sein. [!] 1893. Hocke, H., Der Eabe (Corvus corax) u. dessen Eier; Z. f. 0. H., 1893, 39. 1893. Hocke, H, Etwas von der kleinen Rohrdommel {Ar- (letta minuta)] M. D. V., 1893, 371—374. 1893. Kleinschmidt, 0., Ueber die Zwergrohrdommel Ar- detta minuta (L.); Z. f. 0. H, 1893, 13—14. 1893. Keitgee-Velthusen, [Später Aufenthalt von Bom- bycilla garrula in den Kalkbergen von Rüdersdorf]: 0. MB., 1. Jahrg. 1893, 85. Noch am 6. April wurde eine Schar von 23 Stück in vorgenanntem Gebiet beobachtet. 1893. Ludwig, C. [Ballus aquaticus im Januar bei Potsdam gefunden]; 0. MB., 1. Jahrg. 1893, 47. 1893. Mettke . . ., [Uhu am 5. 3. 1898 bei Sawische, Frankf. a. 0. gefangen]; D. J. Z., 1893/94, Bd. 22, 721. Bibliographie. 95 1893. Nauweeck, Wilh., [Cindus septentrionalis Oktober 1892 bei Bredereiche erlegt]; J. f. 0., 41. Jahrg-. 1893, 118. 1893. Reichenow, Ant., [Calcarius nivalis bei Berlin erlegt]; J. f. 0., 41. Jahrg. 1893, 118. 1893. RiETz, RuD., [lieber den Nestbau von Picus viridis. Beobachtungen aus der Priegnitz]; O.MB., 1. Jahrg. 1893, 12ü. 1893. Russ, Kael, Freilebende Papageien in der Mark Brandenburg; G. W., 22. Jahrg. 1893, 11—12, 25—27. Vgl. Heck, 1893. 1893. ScHALOw, H., [Fuligula fuligula bei Potsdam erlegt]; 0. MB., 1. Jahrg. 1893, 48. 1893. Stimming, K., [Brutplätze von Gallinula pusilla bei Brandenburg]; Z. f. 0. H., 1893, 31. 1893. Waltee, Ad., Der Fuchs als Räuber einer jungen Kornweihe; 0. MB., 1. Jahrg. 1893, 203—205. Beobachtungen vom Werbellinsee. 1893. "Waltee, Adolf, [lieber Locustella fluviatilis und Fringilla serinus bei Neustadt a. D. ?]; J. f. 0., 5. Jahrg. 18y3, 116—117. 1893. WiNTEEFELDT, VON, Notiz Über Anas penelope [am Bückwitzer See, Ruppin]; J. f. 0., 41. Jahrg. 1893, 135. 1893. WiNTEEFELDT, VON, Notiz Über Laniiis major [bei Metzelthin, Ruppin]; J. f. 0., 41. Jahrg. 1893, 152. 1893. W..., [Wildenten im Weichbilde Berlins]; D. J. Z., 1893/94, Bd. 22, 309. 1894. Bolle, Cael, Der Storch in der Mark; B., 1894, Nr. 2, 38—52. Einiges über das Vorkommen, Nachweis des Rück- ganges der Individuenzahl, Notizen über Storchnester in Berlin und Umgegend und sentimentale Reminiszenzen aus der Jugend des Verfassers. 1894. Büngee, H., [Der dünnschnäblige Tannenhäher bei Dahlewitz, Teltow, am 23. November 1893 erlegt]; 0. MB., 2. Jahrg. 1894, 8. 1894. Hagen, 0. von. Die / forstlichen Verhältnisse Preußens / von / Otto VON Hagen, / w. Oberlandforstmeister. / — / Dritte Auflage, bearbeitet nach amtlichem Material / von / K. Donnee, / Oberland forstmeister. / — / In zwei Bänden. / — / Erster Band / 96 Bibliographie. Verlagsvignette / Berlin / Verlag von Julius »Springer. 1894. gr. 8" / (140X210 mm). 1. Bd. XIIl + SlO S.S.; 2. Bd. VI + 419 S.S. Staatsbibliothek, Berlin. Im 1. Band, Abschnitt V, 12, S. 234—238: Stand von Auerwild ist vorhanden im Frankfurter Bezirke: Grünhaus, Dobrilugk. Sorau. Im 2. Band. Tabelle 13, S. 37—38 Abschuß in Brandenburg 1885/1886: 6 Auerwild, 882 Birkwild, 5197 Wachteln, 325 Trapjien, 76 Kormorane, 21 Adler, 12 Fischadler, 12026 Raubvögel (!), 10 Uhus; Wildstand und Abschuß Tabelle 31, S. 172—178: Reg.- Bez. Frankfurt a. d. 0. von Auerwild 2 (Sorau), 3 (Grün- haus), 2 (Dobrilugk). Siehe auch 1867 und 1883. 1894. Hocke, H., Geheimnisse einer Schwarzspechtbruthöhle; G. W., 23. Jahrg. 1894, 395—396, 404—405. Schildei'ungen aus der Umgegend von Berlin. Als Bewohner einer Höhle wurden nacheinander festgestellt: Baummarder, Eichkatzen, Siebenschläfer, Fledermäuse, Kauz, Schwarzspechte, Mandelkrähen, Hohltauben, Kleiber und Haubenmeisen. 1894. Hocke, H., Einige Bemerkungen über den Schrei- adler; D. J. Z., 1894, Bd. 23, 804—806. 1891. H. H. [Hocke, H.], Allerlei vom Wanderfalken; Z. f. 0. H., 4. Jahrg. 1894, 21—22. 1894. Hocke, H., Die Rohrsänger der Mark Brandenburg; 0. MS., 1894, 130—133. 1894. Hocke, H., Ein Vogelbild aus der Mark Brandenburg; 0. MS., 1894, 372—376. Aus dem Gebiet der „Buchhorst" bei Schöuwalde, Kr. Osthavelland. 1894. H. H. [Hocke, H.], [Falco aesalon in einer Colonie von Corus frugilegus]; Z. f. 0. H., 4. Jahrg. 1894, 3. 1894. Nauweeck, W., [Fringilla mont'tfringilla noch am 8. April in der Mark]; O.MB., 2. Jahrg. 1894, 93. 1894. Nauweeck, W., [Plegadis falcineUus u. Thalassidroma pelagica in der Mark]; 0. MB., 2. Jahrg. 1894, 95. 1894. Nauweeck, AV., Tetrao medius bei Sonnenfeld i. d. Mark erlegt; 0. MB., 2. Jahrg. 1894, 109—110. Sonnenfeld ist Druckfehler statt Sommerfeld. Bibliographie. 97 1894. Naüwerck, W.. CharaäriKS curonictis Gm.; 0. MB., '2. Jahrg-. 1894, 157—158. ßrutvorkommen bei Tempelhof, Berlin. 1894. Nehking, A., [Vorkommen und Mag-eninhalt eines bei Zossen erlegten Rothalstauchers] ; D. J. Z., 1894, Bd. '23. 229, 424 u. 504. 1894. Rüdiger, W., Ankunft der Zugvögel im Frühjahr 1894 in der Mark Brandenburg (nördl. von Berlin); Z. f. 0. H.. 4. Jahrg. 1894, 17—18. 1894. Schering, A., Kuckuck u. Nachtigall; Z. f. 0. H., 3. Jahrg. 1894, 42—43. Beobachtungen aus der Umgebung von Frankf. a. d. 0. 1894. Tkeskow, Arthur von, Ueber das Rütteln eines Fako subhuteo, Baumfalk; 0. MB., 2. Jahrg. 1894, 5b. 1894. WiLAMOwiTz, Graf von, [Ueber Erlegung von Cir- cnetiis gallicus, mas ad, in der Priegnitz im August 1894]; 0. MB., 2. Jahrg. 1894, 194. 1894. [Anon.], [Birkenzeisige in der Mark]; 0. MB., 2. Jahrg. 1894, 58. 1895. Baer, W., [Falco vespertinus juv. am 4. 9. 1892 bei Sieversdorf, Bez. Frankf. erlegt]; 0. MS., 1895, 76. 1895. BtJNGER, H., Neuer Fundort von Muscicapa parva in der Mark; 0. MB., 3. Jahrg. 1895, 142. Bei Lychen und Kloster Chorin. 1895. Hocke, H., Bemerkungen über den Schlangenadler {Circaetus gallicus Gm.); G. W., 1895, 41 — 42, 50 — 51. Hocke verzeichnet die folgenden Horstplätze: Rathenow (Grüthe), Dubrow (Grunack ? !), Brieselang (Ludwig), Friedrichshagen (Hocke), Joachimsthal (Hocke), Schwedt a. d. 0. (Hocke). 1895. Hocke, H., Wie alt, wie schwer und groß wird ein Nest?; G. W., 1895, 92—93, 99—100. Interessante Angaben über Nester nach Beobachtungen in der Provinz Brandenburg. 1895. Hocke, H., Ueber den Einfluß der Kälte auf die An- kunft u. Brutzeit unserer Vögel; G. W., 1895, 324—326. 1895. Hocke, H., Mitteilungen über den Wiesenschmätzer; G. W., 1895, 348-349. 7 98 Bibliographie. 1895. Hocke, H., [Ueber zahlreiches Brüten des rothalsigen LappentauchersJ; D. J. Z., 1895, Bd. 24, 98. 1895. RiEHL, 0. u. 0. Bock, [Aquihi fidva am 12. 2. 95 bei Reichenow b. Batzlow erlegt]; D. J. Z., 1895, Bd. 24, 642. 1895. ScHiJBEiiT, K., [Nyctea scandiaca am 7. März 1895 bei Wensickendorf, Oranienburg, erlegt]; 0. MB., 3. Jahrg. 1895, 78. 1895. Wllamowitz-Möllendoef, Graf von, [Ärdetta minuta am 12. März bei Gadow, Priegnitz]; 0. MB., 3. Jahrg. 1895, 77. 1895/9b. CoLLATH, Paul, [Ein alter Vogel der Schneeeule am 15. 12. 1894 bei Frankfurt a. Oder erlegt]; D. J. Z.. 1895 96, Bd. 26, 437. 1895/96. Hocke, H., [Zum Vogelzuge]; D. J. Z., 1895/96, Bd. 26, 2U8— 209. 1895/96. Hocke, H., [Unsere Vögel im Winter]; D. J. Z., 1895/96, Bd. 26, 312. 1895/96, Müller, Rudolf, [Vogelzug im Warthebruch]; D. J. Z., 1895/96, Bd. 26, 193—194. 1895/96. Neuhaus, G., [Steppenhühner am 13. 12. 1895 bei Selchow i. d. Mark beobachtet]; D. J. Z., 1895/96, Bd. 26, 437. 1895( — 1912) Teeskow, Aethur von, Oologische Exkursions- tagebücher:' Nr. 1 (1895—1897), Nr. 2 (1898—1900), Nr. 3 (1901 — 1909), Nr. 4 (1910 — 1912). Manuskripte im Besitz der Ornithologischen Abteilung des Berliner Zoologischen Museums. 1896. Bolle, C, [Ueber den Rohrsänger]; B.. 4. Jahrg. 1895/96, 208. 1896. Haase, 0., [Acanthis linaria und Sturnns vulgaris im Winter bei Berlin]; O.MB., 4. Jahrg. 1896, 25. 1896. Hocke, H., Der Kolkrabe im Aberglauben des Volkes; D. J. Z., 1896, Bd. 27, 339—342. Nur weniges aus der Mark. 1896. Hocke, H., Gallinula pusilla (Bechst.) am Brutplatz; Z. f. 0. H., 6. Jahrg. 1896, 21—22. 1896. Hocke, H., Heidelerche und Lerchenfalk; G. W., 1896, 25. Jahrg., 146-148, 154—156. 1896. Hocke, H., Unsere Rohrsänger; G. W., 1896, 25. Jahrg., 235—237. 242-241, 250—251. Bibliographie. 99 1896. Hocke, H., Allerlei über einen seltnen Voofel Dentscli- lands; (t. W., 25. Jalirg-. 1896, Mb — ;}48, 361-^-362. Ausgezeiclinete Schilderung der Lokalitäten (wahr- scheinlich aus dem Kremmener Luch), an denen versteckt Porzana parva lebt. 1896. Keicheldorf, A., [Schneeeulen und Seeadler in der Nähe von Berlin erlegt]; O.MB., J. Jahrg. 1896, 56—57. 1896. Keltger-Velthusen, Ueber das zweimalige Brüten einiger Stelzvögel; 0. MB., 4. Jahrg. 1896, 108—109. Beobachtungen aus der Umgegend von Spandau und Brandenburg über VaneJlus cristafas, Oedienemus crepitans, Scolopax ru.sticola und Scolopax gallinago. 1896. Ludwig, C, [Ueber das Vorkommen von Oti>i tetrax bei Buckow (Berlin)]; O.MB., 4. Jahrg. 1896, 115. 1890. Mährenthal, VON, [Ueber das Vorkommen Yon Erithacus philomela und E, svecicus im Mai bei Nauen]; 0. MB., 4. Jahrg-. 1896, 114. 1896. Nehring, A., [Das Wassergeflügel des Prierow-Sees bei Zossen]; D. J. Z., 1896, Bd. 27, 246—247. 1896. Nehring, A., [Thalassidroma pelagica bei Berlin (Hermsdorf) am 22. Dec. 1895 gefunden]; O.MB., 4. Jahrg. 1896, 40. 1896. Schulenburg, W. von. Schwarze Störche; B., 5. Jahrg.. Nr. 6, Sept. 1896, 2Ü6— 207. Brutplätze: Schutzbezirk Rauhbusch, Kummersdorf er Forst, bei Luckenwalde. 1896. Stimming, G., Ueber Ortygomeira parva (Scop.), das kleine Sumpfhuhn, in der Mark; 0. J., 1896, 158. Belichtet über das regelmäßige Brüten der Art bei Brandenburg a. d. Havel. 1896/97. Grimm, Paul, [Langschnäbliger Tannenhäher am 3. 11. 1896 bei Rathsdorf, Wriezen, geschossen]; D. J. Z., 1896 97. Bd. 28, 219. 1896/97. Grunow, H., [Ueber das Horsten des Uhus in Deutschland]; D. J. Z., 1896/97, Bd. 28, 830. Horstete 1887 bei Oderberg. 1890/97. Nehring, A., Nucifraga caryocatades macrorhynchun am 18. 10. 1896 bei Fürstenwerder, Prenzlau. erlegt]; D. J. Z., 1896/97, Bd. 28, 123. 1897. Altum, B., Der europäische Ibis, Plegadis falcmcllus L.' bei Eberswalde; 0. ^FB., 1897. 5. Jahrg.. 19—20. 7* 100 Bibliograi)hie. J897. Altum, B., Plegadi.^ faicinellm L. bei Eberswalde geschossen; D. Z., Bd. 29, '1897, 136. 18'.) 7. Bock, Otto, lieber das Horsten des Uhu in Deutsch- land: D. J. Z., 1897, Bd. 29, 40—41. In der Neumark wiederholt erlej^t (Forsti-at Godbeksen). 1872 in der Schorfheide. 1882 bei Joachimsthal. 1897. BüNGER, H., [Steinadler bei Senske, nahe Paulinenaue, erlegt]; 0. MB., 1897, 9. 1897. Friedel, E., [Die Schwäne und Enten in den Berliner Gewässern]; B., 6. Jahrg., Nr. 2, Mai 1897, 54—56. 1897. Hocke, H., Etwas über den schwarzen Storch; D. J. Z., 1897, Bd. 29, 348—349. 1897. Hocke, H., Ein märkisches Vogelidyll; G. W., 26. Jahrg. 1897, 20—21, 28—29. Beobachtungen über das Nistgeschäft des Schwarz- spechtes. 189 7. Hocke, H., Aus dem diesjährigen Vogelleben in Beilin und Umgebung. (Ein ornithologischer Jahresüberblick); G. W., 26. Jahrg. 1897. 309—310, 333, 338—340, 346—348, 3;j6-3.<7, 380-381. 1897. Kricheldoef, A., [Ueber einen Albino von Timmuculus alaudarius aus Berlin]; 0. MB., 5. Jahrg. 1897, 8. 1897. Kricheldorf, A., [Scoloimx rusticola in den Straßen von Berlin ergriffen]; 0. MB., 5. Jahrg. 1897, 181. 1897. Ludwig . . ., [Haliaetiis bei Friesack erlegt]; 0. MB., 1897, 47. 1897. Müller, Traugott, [Schwarze Störche]; B., 5. Jahrg., Nr. 12, März 189/, 479—480. 1896 Brutvogel in der Oberförsterei Havelberg. 1897. Paeske, [üeber Circus cyanem, erlegt im Dezember im Saatziger Kreise, Neumark]; J. f. 0., 45. Jahrg. 1897, 195. 1897. R..., Notizen aus dem Süden der Mark; Z. f. 0. H., 7. Jahrg. 1897, 22—23. Ort nicht angegeben. Locustella fluviatilis [?] wird als Brutvogel genannt. 1897. ScHALOw, H., [Ueber Massenzug von Archibuteo lagopus bei Börnecke, Bernau im Oktober 1896] ; J. f. 0., 45. Jahrg. 1 897, 192. 1897. Schering, A., Mitteilungen aus der Neumark; Z. f. 0. H., 6. Jahrg. 1897, 39—40, 42—4-1 Bibliographie. 10 [ 1897. Zache..., [Schwarze Störche]; B., 5. Jahrg., Nr. J2, März 1897, 480. Vorkommen bei Gr.-Besten (Königs- Wusterhausen), 1897. ..., [Briefliches aus Crossen]; Z. f. 0. H., 1897, 48. 1897. [Anon.], [lieber Massenzug von Archibutes lagoput< bei Bernau]; Sport im Bild, II, 1896, 687. 1897/98. Hocke, H., [Wanderfalk und Gänsesäger]; D. J. Z., 1897/98, Bd. 30, 509-510. Beobachtungen von der Havel. 1897/98. EuDOw . . ., [Eudytes arcticus und septentrmialis bei Lenzen a. Elbe erlegt]; D. J. Z., 1897/98, Bd. 30, 297. Exemplare in der Sammlung des Verfassers. 1898. Albeecht, G., [Adler in der Mark]; B., 7. Jahrg., Nr. 2, Mai 1898, 102. „Gewöhnlich werden die Adler dm-ch Sturm aus Rußland oder den südlichen Ländern nach der Mark ver- schlagen und horsten dann eine Zeitlang in den märkischen Fo]-sten." [! ? !] 1898. Flech . . ., [Brüten der Beutelmeise bei Peitz]; 0. MB., 6. Jahrg. 1898, 64—65. Das Nest, welches im Rohr gestanden haben soll, wurde nicht aufbewahrt. 1898. Fkiedel, E., [Truthahn und Perlhuhn]; B., 6. Jahrg., Nr. 12, März 1898, 522—526. Wann die Perlhühner in Brandenburg eingeführt worden sind, erscheint nicht gewiß. Jedenfalls kamen sie zur Zeit des Großen Kurfürsten vor. Beckmann erwähnt beide Arten nicht. 1898. Hocke, H., Weitere Beiträge zur Kenntnis unserer Entenarten; D. J. Z., 1898, Bd. 31, 728—731. 1898. IcKERT, H., Oologische Notizen aus der Mark; Z.f. O.H., 8. Jahrg. 1808, 1—2. 1898. Lucanus, F. von. Zur Biologie des Staares; M. D. V., 1898, 232—233. Über das Überwintern von Sturnus vulgaris in Berlin. 1898. Mäehrenthal, F. C. von, Der Balzflug der Sumpf- ohreule; D. J. Z., 1898, Bd. 31, 3!»5— 396. Beobachtungen aus Nauen. 102 Bibliogiiiphie. 18'J8. Mielki-:. P., Oologisclie Notizen; Z. f. 0. H., 8. Jalirg. 1898. 35—36. Mitteilungen aus dem Ober-Barnim. 1898. MüLLENHOFF, Kael, Ueber die ausgestorbenen und aussterbenden Tiere der Mark Brandenburg; B., 6. Jahrg., Nr. 10, Jan. 1898, ^33— 336. Der Verf. sagt, daß nach der letzten Statistik [wo?] in einem Jahre in der Provinz Brandenburg abgeschossen wurden: 206000 Rebhühner, 166 000 Krammetsvögel, 43 000 Wildenten, 12000 Falken, Habichte. Sperber, Bussarde, Weihen, 8700 Schnepfen, 5200 Wachteln, 3300 Eeiher, 920 Wildgänse, 900 Birkwild, 300 Trappen, 80 Eulen, 76 Kormorane, 33 Adler, 10 Uhus [? !j, 6 Auerwild. Ob diese Zahlen nicht der Eektiiikation bedürfen? Enthält viele Irrtümer, z. B. über das Seltenerwerden der Bartmeise (die noch nie für Brandenburg nachgewiesen wurde) und anderes mehr. 1898. Naüweeck, W., [Vorkommen des Girlitz bei Grünheide und der Blaurake bei Schlachtensee]; 0. MB., 6. Jahrg. 1898, ]30. 1898. Reichenüw, A., [ürinator glaciaUs in Wandlitz bei Bernau am 6. Nov. 1897 gefangen]; Ö. MB., 6. Jahrg. 1898, 5. 1898. ScHALOw, H., [Ueber das Vorkommen von Locustella ßuviatilis bei Baruth nach Mitteilungen Hocke's]; J. f. 0., 46. Jahrg. 1898, 138. Nach Krüger- Velthusen, der die betreffenden Eier untersuchen konnte, beziehen sich die Angaben auf L. naevia. 1898. Schulz, G., Oologische Notizen; Z. f. 0. H., 8. Jahrg. 1898, 34—35. Beobachtungen aus der Umgebung von Neustadt a. d. Dosse im Süden des Kreises Ruppin. 1898. [Anon.], [Hocke, H.], Notizen aus der Mark Branden- burg; Z. f. 0. H., 8. Jahrg. J898, 21—22, 26—28, 29—30. Beobachtungen meist nidologischer und oologischer Art aus den Kreisen Ober- und Nieder-Barnim, Havelland, Uckermark und einige wenige aus der Neumark. 1898. K. A., Fauna der Vögel eines Gartens im Centrum von Berlin; Natur u. Haus, VI, 1897/98, 295—296. Notiz über ein vorübergehendes Vorkommen des Girlitz im Frühjahr. Bibliogriii)hie. 103 181»8/99. Baumgaktel, H., [Aus dem Spree walcle] ; I). J. Z., 1898/99, Bd. 1832, 794. Notizen über das Eintreffen einzelner Arten im Frühling. 1899. Badewitz . . ., [Zwergtrappe ö im Mai 1898 bei Brusendorf, Teltow erlegt]; D.J.Z., 1899, 272. 1899. Hocke, H., Allerlei vom Storch; Natur u. Haus, VII, 1898/99, 126—128, 158— IGO. 1899. Hocke, H., Ueber das kleine Sumpfhuhn {Ortygometra parva Scop.) und seinen Aufenthalt; 0. M., 1899, 236—241. Beobachtungen aus dem Havelländischen Luch. 1899. Hocke, H., Ueber freundnachbarlich nistende Vögel; G. W., 28. Jahrg. 1899, 6—7, 11—13. 1899. Hocke, H., Ein Frühlingstag im märkischen Hochwald; G. W., 28. Jahrg. 1899, 126—127. 1899. Hocke, H., [Ueber das Brüten von Fuligula fuligula im Jahre 1899 im Havellande]; 0. MB., 1899, 113. 1899. Hocke, H.. Beobachtungen über Fischreiher; D. J. Z., 1899, 238—240. 1899. Hocke, H., Aus dem Leben der Krähen; D. J. Z., 1899, 741—744. 1899. Niemann . . ., Zur Kenntniß der Thurmschwalbe ; G. W., 28. Jahrg. 1899, 262—263. 1899. RöEiG, G., Ansammlungen von Vögeln in Nonnen- revieren; 0. M., 1899, 42—51. Enthält u. a. interessante Beobachtungen aus Branden- burg: Birkenwerder, Lehnin, Zechlin, Krossen, Reppen, Wittstock a. d. Bosse. 1899. ScHALow, H., Ueber das Vorkommen von Thalassidroma pelagica (L.) in der Mark Brandenburg; 0. MB., 7. Jahrg. 1899, 17—19. 1899. ScHALow, H., [Ueber Massenansammlungen von Störchen im Mai zwischen Falkenberg und Freien walde a. 0.]; 0. MB., 7. Jahrg. 1899, 110. 1899. Thielemann, R., Zwei Märztage 1899 in der Mark Brandenburg; 0. M., 1899, 186—192. 1899. Thielemann, R., Aus einer Reiherkolonie der Mark; Z. f. 0. R, 9. Jahrg. 1899, 1—2. 1899/1900. HoFFMANN, F., [Haliaetus bei Jühnsdorf 1899 erlegt]; D. J. Z., I899/Ii)00, 820. 104 Bibliographie. 1900. BüNdER, H., Oniitliolog-ische Erimiei'ung-eu aus der Mark 1899; 0. MB., 8. Jalirg. 190U, 54—56. 1900. Hocke, H., Aus dem Herbstleben unserer Vögel; G. W., 1900, 3—4, 10—11, 18, 26—27. Enthält viele Zeitangaben des Abzuges unserer Zug- vögel. 1900. Hocke. H., Berlin und seine Störche; Natur u, Haus, Vlir, 1899/1900, '301—302. 1900. Hocke, H., Beobachtungen über den Fisdmdler {PancUon haliaetus, L.); G. W., 1900, 90—91. Mitteilungen aus der Umgebung Berlins. 1900. Hocke, H., Am Wohngebiet des Brachpiepers {Anthus campestris, Linn.); G. W., 1900, 252—253, 259—260. Die Beobachtungsgebiete, mit trefflicher Schilderung der Lokalitäten, werden nicht genannt. 1900. Hocke, H., Ueber den Gänsesäger; G. W.. 1900, 363 bis 364, 370. Beobachtungen, besonders über das Nistgeschäft, aus dem Gebiet der Havel. 1900. Hocke, H., Beiträge zur Kenntniß unserer einheimischen Tierwelt; D. J. Z., 1900, 297—298. Vorkommen von Limosa melanura und Pormna pusilla, Brüten von Fuligula cristata im Kreise Osthavelland. 1900. Ludwig, C, [Ueber Vorkommen von Oallinula chloropus bei Küstrin im Anfang Januar]; 0. MB., 1900, Jahrg. 8, 42. 1900. Schulz, G., Notizen aus demEuppiner Kreise; Z. f. 0. H., 9. Jahrg., 1900, 37—38, 45—46; 10. Jahrg. 1901, 47—48. 1900. Thienen, H., Etwas vom Lerchen- und Wanderfalken; G. W., 1900, 250—251, 258—259. Beobaclitungen aus der weiteren Umgebung Berlins. 1900. [Anon.], Ornithologische und oologische Beobachtungen aus der Mark; Z. f. 0. H., 10. Jahrg. 1900, 9—10, 13—14, 17—18, 26—27, 29—30, 33—34, 37 und 42—43. 1900. P . . ., H., [Vorkommen des sibirischen Tannenhähers in der West-PriegnitzJ; G. W., 1900, 350. Notiz vom 14. Oktober 1900 aus Schilde. 1901. Bau. A.. Der letzte Fischadler im Grunewald bei Berlin; Z. f. 0.' H, 11. Jahrg. 1901, 124 — 125. Bibliographie. 105 1901. Hocke, H., Die „drei Eisheiligen" in Bezug auf unsere Vogelwelt; 0. M., 1901, 228—235. 1901. Hocke, H., [Colymhus ardicus Brutvogel im Kreise Arnswalde, NM. im Mai 1880]; Z. f. 0. H., 11. Jahrg. 1901, 78—79. 1901. Hocke. H., Ornithologische Beobachtungen aus der Mark; D. J. Z., 1901, 139—142, 632—535. 1901/02. Hocke, H., Ornithologische Beobachtungen aus dem 3. und 4. Quartal 1901; D. J. Z., 119—122, 535—538. 1901. Jacobi, A., [lieber eine Varietät der Stockente aus der Umgebung Berlins]; J. f. 0., 49. Jahrg. 1901, 276. 1901. MtJLLER, Max, [Ornithologische Mitteilungen aus der Mark]; Natur und Haus, IX. Jahrg. 1901, 429—430. Notizen aus dem Kreise Arnswalde. Cygnus olor Brutvogel auf dem Fischerfeldersee. Biibo maximus wiederholt gehorstet Oberförsterei Marien walde (bei Wolden- berg), Gyps fulvus bei Driesen 1896 erlegt. 1901. Neunzig, Karl, Aus dem Vogelleben Berlins; G. W., 1901, 5—6, 14—15, 22. 1901. ß — E, [Diesjährige Kukukseier in der Uckermark]; Z. f. 0., Hocke, XI, 1901, 67. 1901, Easchig, M., Etwas über den Eisvogel (Älcedo ispida) ; G. W., 1901, 86. Biologische Beobachtungen aus der Neumark. 1901. TH[ii^LEMANN], R., Eine phaenologische Skizze aus der Mark; Z. f. 0. H., 11. Jahrg. 1901, 100-104. 1901. ScH., G., Bericht über einen oologischen Ausflug in der Mark; Z. f. 0. H., 11. Jahrg. 1901, 125—126, 133—134. 1902. Bock, 0., [Bubo buho horstend in der Schorfheide]; Monatshefte des Allg. D. Jagdschutz-Ver. VII, Nr. 9, 1902, 137. Frühjahr 1873 Horst in einer hohlen Eiche mit Dunen jungen. 1902. Böhme, P., [Eintreffen des Mauerseglers in Berlin]; G. W., 1902, 100. Frühe Ankunft am 23. April. Neunzig fügt der Notiz die Beobachtung über das Erscheinen der Kauchschwalben am 23. April in Lehnitz an. 1902. Hocke, H., In Sachen Hohltaube und ^landelkrähe; 0. MS., 1902, 241—244. Veif. Aveist nacli, daß für beide Arten in Branden- burg eine staike Vermehrung stattgefunden habe. 106 Hiblii)p;rai>hio. 1902. HocKK, H., Ueber das klein« Suriipfhulni, Ortygometra parva (Scop.); 0. MS., 1902, 007—509, Taf. 19. Weitere Lebensbeobaclitungen aus dem (ifebiete des Havelländisclien Luchs. 1902. Hocke, H., Ueber die Brutzeit und Brutstätten mehrerei' Vogelarten unserer Gewässer; Z. f. 0. H., 12. Jahrg. 1902, 33—38, 50—53, ()8-70 und 89—91. 1902. Hocke, H.. Etwas über den kleinen Buntspecht; G. W., 1902, 57 und 6(). 1902. Hocke, H., Ueber sonderbare Niststätten des Sumpf - rohrsängers und des Gelbspötters; G. W., 1902, 100 — 101. 1902. Hocke. H., Ornithologische Beobachtungen im Wechsel des Jahres 1902;' G. W., 1902, 198-199, 214—215, 230-231, 238, 350—351, 374—375, 382—383, 390—391, 398—399 und 406. 1902. Mäheenthal, von, [Otus hrachyotus im Havelluch]; M. d. A. D. J. VIT, 1902, 141. 1902. E[üdiger] jun., Zusammenstellung der diesjährigen ge- sammelten Kukukseier in der Uckermark; Z, f. 0. H., Hocke, XII, 1902, 72—73. 1902. R[üdiger], W., [Erlegung eines Seeadlers bei Schöner- mark, Kr. Prenzlau, am 7. 3. 1902]; Z. f. 0. H., 1902, XII. Jahrg., 10. 1902. ScHALow, H., [Ueber den Abschuß von Fischraubzeug]; J. f. 0., 50. Jahrg. 1902, 124. 1902. Schulz, G., Oologische Notizen aus der Mark 1902; Z. f. 0. H., 12. Jahrg. 1902, 138—140. 1 902. Seidel, Heine., [Die Märzente als Brutvogel des Tier- gartens in Berlin]; 0. MS., 1902, 155—156. 1903. Hocke, H., Ueber rote und schwarze Gabelweihen und deren Eier; Z. f. 0. H., 13. Jahrg. 1903, 116—119. 1903. Hocke, H., Ornithologische Beobachtungen 1902, IV. Quartal; G. W., 1903, 100-101, 109 — 110. Mitteilungen aus dem Havelgebiet der Berliner Um- gegend. Notizen aus der Uckermark. 1903. Keohn, H., Der Fischreiher / und seine Verbreitung in Deutschland. / Mit einer Karte. Unter Benutzung zahlreicher amtlicher Berichte bearbeitet / von W. Keohn. / Verlagsvignette / Leipzig 1903 / Hermann Seemann Nachfolger. / 8" (90x137 mm) 103 S.S. Bücherei Heräian Schalow, Berlin. Bibliographie. 2^07 Nach einer kurzen naturg-escliiclitliclien Übersicht werden Mitteilungen über die Reiherbeize in Deutschland und England gegeben. Es folgt dann eine Übersicht der Verbreitung in Deutschland. Die Literatur ist nicht ausgiebig- benutzt worden. Für Brandenburg (S. 58—59) werden nur Kolonien bei Gramzow, Neu-Ruppin, Rathenow, Lindow und Krossen angegeben. Andere, in der Literatur bereits festgelegte, wie Tegel, Rangsdorf, Jühnsdorf, Peitz, Ottendorf, Schwedt, Schönebeck, Caputh, Flaue, Eichhorst, Duberow, Brodowin u. V. a. fehlen in der Arbeit. Eckstein (Landeskunde der Prov. Brandenburg, Bd. 1, :U5), der auch kein voll- ständiges Verzeichnis liefert, gibt doch, gegenüber den von Krohn genannten 5 Orten, wenigstens deren 30 an. 1903. Nehring, A., [Ringelgans am 2. Oct. 1902 bei Burschen, Zielenzig]; D. J. Z., 1903, 85. Wahrscheinlich aus der Gefangenschaft entflohen; vgl. D. J. Z., 1903, 140. 1903. RtTDiGER sen., Nest und Eier von Muscicapa parva; Z. f. 0. H., 12. Jahrg. 1903, 177—180. Beobachtungen aus verschiedenen Gebieten des Nordens der Mark. 1903. ScHALOw, H., [Buho huho bei Eberswalde erlegt]; J. f. 0., 51. Jahrg. 1903, 306. 1903. Schulz, G., Notizen aus der diesjährigen Brutperiode 1903; Z. f. 0. H., 13. Jahrg. 1903, 152—155. Beobachtungen aus dem Ruppiner Kreise. 1904. BtJNGEE, H., [Seidenschwänze im Reg.-Bez. Potsdam]; 0. MB., 12. Jahrg. 1904, 61. 1904. Geote, H., [Thalassidronia pelagica L. in der Mark]; 0. MB., 12. Jahrg. 1904, 169. Am 12. September 1903 wurde ein totes Exemplar in Eberswalde gefunden. 190i. Hocke, H., [Brutdaten aus der Mark] ;Z. f. O.H., 14. Jahrg. 1901, 61 — 62. 1904. Hocke, H., Betrachtungen über unseren Triel; G. W., 1904, 197—199. 1904. Kkausk. Pail, Ein Ausflug zu den Dubberower Reiher- horsten; G. W., 1904, 204—205. Enthält auch eine Notiz über das Brutvorkommen von h'crinus canarius ser'inus bei Klein-Küris. 108 Biblio<,n-;ipliie. 1904. Nehring, A., [Fuligida clangiila am Wolletzsee bei Angermünde brütend]; D. J. Z., 1904, 448. 1904. ScHULENBüEG, WiLiBALD VON. [Uebcr Ciconia nigra in der Mark und deren Erhaltung]; B., 12. Jahrg. 1903/04, 211—212. 1904. Steinhardt. [Ueber das Vorkommen von Otis tarda im Gebiet des Fläming]; B., 12. Jahrg. 1903/04, 212—214. Erscheinen im Winter, besonders nach Schneefall in der zweiten Hälfte des Januar oder der ersten des Februar, zu Hunderten in dem genannten Gelände. In schneearmen Wintern fehlen sie. 1904/05. Daelen, H. 0.. [Otis tetrax am 3. Sept. 1904 bei Baitz (Beizig) erlegt]; D. J.'Z., 1904 05, 106. 1905. Böhme, P., [Ankunft des Mauerseglers in Berlin]; G. W., 1905, 150. 28. April 1905. 1905. Böhme, P., [Abzug der Mauersegler aus Berlin]; G. ^^''., 1905, 255. 30. August 1905. 1905. Eckstein, C, [Das Vordringen des Girlitz (Serinus hortulanus Koch) in Deutschland]; Z. G., 1905, 52. Das erste Vorkommen des Girlitz ist für Eberswalde auf 1886 festzusetzen. 1905. Ehmke, [OyjJs fulvus am 16. Nov. 1902 bei Rehfelde beobachtet]; J. f. 0., 1905, 421. 1905. Feldt, H., [Zug und Verbreitung des rotsternigeu Blaukehlchens]; Schuster, Ornith. Rundschau, 1905, 23 — 24. 1905. Friedel, E., [Saatkrähen Colonie auf der Insel Neuen- hagen bei Oderberg]; B., 13. Jahrg. 1904/05, 262. 1905. Feomholz, R., [Fleberwinternde Kuhstelzen bei Ebers- walde und Ankunftsdaten]; G. W., 1905, 150—151. 1905. Garling, Max, Ornithologische Frühlingsbeobachtungen in Berlin und Umgebung; G. W., 1905, 251—252, 270—271 und 278—279. Notizen vornehmlich aus dem Norden von Berlin, jedoch ohne genaue Lokalitätsangaben (nach HocKE'schem Rezept). Lantus Senator soll alljährlich bei Berlin er- brütet werden[?]. Bibliographie. 109 190."). Geote, H., Beiträg'e zur lieimisclien Avifaiina (Aus der Vogelsammlung der Kg]. Forst- Akademie Eberswalde); 0. MB., i:^. Jahrg. 1905, 1—7. Berichtet über seltene iu der Mark erlegte Arten nach dem im Ebers wal der Museum befindlichen Material. 1905. Heinroth, 0., [Beizversuche mit Wanderfalken bei Berlin]; J. f. 0., 53. Jahrg. 1905, 246—247. 1905. Hocke H., Oologisches und Ornithologisches aus der Mark 1905: Z. f. 0. H., 15. Jahrg. 1905, 39—13, 52—53, 73—70, 88—89 und 116—119. Die Beobachtungen stammen meist aus der näheren oder weiteren Umgebung von Berlin und beziehen sich ausschließlich auf häufigere Arten. 1905. Hocke, H., Aus der diesjährigen Brutzeit unserer Vögel; D. J. Z., 1905, 699—701. 1905. Kanisch, Eknst. [Nyctkorax am 21. Mai 1905 bei Falkenhagen, Kr. Frankf. a. 0. erlegt]; D. J. Z., 1905, 478. 1905. Lucanus, F. von, [Buho huho in der Oberförsterei Hochzeit (Neumark) brütend]; J. f. 0., 1905, 53. Jahrg., 421. 1905. Neunzig, K., [Abzug der Rauchschwalben]; G. W., 1905, 311. Abzug der Hauptmenge bei Waidmannslust am 8. September. 1905. Neunzig, K., [Vereinzelte Rauchschwalben am 21. und 27. Oktober bei Waidmannslust und Hermsdorf]; G. W., 1905, 351. 1905. Passig, H., Ornithologische Beobachtungen am Eib- deiche; G. W., 292—294. 1905. PöTTEEs, Kael, [Ueber die 'i'rappen in der Mittel- mark]; B., 13. Jahrg. 1901/05, 149—150. 1905. ScHALOw, H., [Buho huho als Brutvogel der Groß- Schönebecker Forst]; J. f. 0., 53. Jahrg. 1905, 421. 1905. ScHALow, H., [Notizen aus der Umgegend von Berlin]; J. f. 0., 53. Jahrg. 1905, 421. Charadrius duhius brütend bei Wilmersdorf (Gelege im Märkischen Provinzial-Museum), Oedicnemus crepitans bei Tempelhof. 1905. Schülenburg, Wilibald von, [Ueber das Vorkommen von FuUca atra in der Mark]; B., 13. Jahi-g. 1904/05, 104. 110 Bibliographie. 1906. BuGow, K., Die Schädlichkeit der Krähe; Mitt. d. Fisch.- Ver. Prov. Brandenburg, 1906, 95—96. 1906. Ehmke, [Gyps fulvus bei Rehfelde]; J. f. 0., 1906, ;}23. 1906. Friedel, E., Edles Vogelwild in der Mark; B., 14. Jahrg. 1905/06, 301—302. Spielhahn, Fasan, Trappe, Wildgans, Rebhuhn. 1906. Hocke, H., [Ueber das Vorkommen von Phalaerocorax graculus L. am 11. Nov. 1905 an dei- Havel bei Schildhorn]; Z. f. 0. H., 16. Jahrg. 1906, 120. 1906. Hocke, H., [Sind Reiher zur Zeit Naturdenkmäler und als solche zu schützen?]; Ornith. Rundschau, 2. Jahrg. Ii06, 79. 1906. Hocke, H., Aus dem Leben unserer Grasmücken; G. W., 1906, 281—282, 289—290. 1906. RüDiGEE, Brüten der Waldschnepfe in der Mark; Z. f. 0. H., 16. Jahrg. 1906, 45 -46. 1906. Rüdiger sen.. Vom Schreiadlerhorst; Z. f. 0. H., 16. Jahrg. 1906, "133—135. Beobachtungen aus Eichhorst an der Schorfheide. 1906. ScHULENBUEG, W. VON, [Birkhühner (Spielwild) in der Mark]; B., 14. Jahrg. 1905/06, 562. 1907. Bau, A., Notizen zur Brutzeit des grauen Kranichs in der Mark; Z. f. 0. H., 17. Jahrg. 1907, 4—6. Beobachtungen von den Dachwiesen bei Großbeeren. 1907. Eckstein, K., Die flschereiliche Bedeutung einiger Vögel; Mitt. d. Fisch. Ver. Prov. Brandenburg, 1907, 76—78. Beigegeben eine Kai-te mit der Darstellung der Ver- breitung und des Vorkommens des schwarzen und weißen Storches und einem Verzeichnis der Reiherhorste und -kolonien. 1907. Garling, Max, Ornithologische Notizen aus der Mark; G. W., 1907, 45-46. 1907. Gaeling, Max, Plauderei über Steinschmätzer und Braunkehlchen; G. W., 1907, 148 -149. 1 907. Gbote, Heem., [Zum Vorkommen des Eisvogels in der Mark Brandenburg]; Z. G., 1907, 3.53. Wendet sich gegen die Behauptung Wilii. Schüster's, daß der Eisvogel in der Mark ausgerottet sei. Und mit vollem Recht. Bibliographie. \i]^ ] 907. Handtmann, E., [Trappen in der Mittelmark] ; B 1."). Jahrg. 190()/07, 272. 1907. Lucanus, F. von, [Erlegung einer Sperbereule im März 1907 bei AVollenberg, Neumark]; J. f. 0., 55. Jahrg. 1907, 475. 1907. EüDiGEE, W., Nest und Eier von Muscicapa atricapilla L.; 0. MS., 1907, 80—82. 1907. ScHULENBUKG, W. VON, Die Krähe, ein Fischfänger; Mitt. d. Fisch. Ver. Prov. Brandenbui'g, 1907, 32. 1908. Altmann,P., [Der Schwan als Eisbrecher]; Z.G., 1908,26. Beobachtungen aus A\Jiezen a. d. Oder. 1908. Böhme, P,. [Eintreffen der Mauersegler in Berlin]; G. W., 1908, 158. 30. April 1908. 1908. Böhme, P., [Abzug der Mauersegler aus Berlin]; G. ^Y.. 1908, 279. 1. — 2. August. 1908. BuGow, Kael, Fischerei und Wasservögel; Mitt. d. Fisch.Ver. Prov. Brandenburg, 1908, 31—34. 1908. Ehmke, [Drei verschiedene Grauammerformen bei Reh- felde]; J. f. 0., 1908, 303. 1908. Gaeling, M., Der Turmfalk {Cerchneis tinnuncula L.); G. W., 1908, 298-299, 306—307. 1908. Hocke, H., [Ueber das Erscheinen seltener Gäste]; Z. f. 0., 18. Jahrg. 1908, 133. Ueber Anser hrachyrhynchus bei Tamsel, Tadorna tadorna bei Guben, Branta hernida bei Fehrbellin. 1908. Hocke, H., Ueber die Wanderungen unserer Finken- vögel; G. W., 1908, 236—238. 1908. Keause, P., [Eisvögel (Älcedo ispida L.) in der Mark Brandenburg; Z. G., 1908, 92. Notizen aus Berlinchen in der Neumark. 1908. Lucanus, F. von. Die Liebesspiele des Blaukehlchens — Erithacus cyaneculus; 0. MB., 1908, 100. Beobachtungen aus dem Spreewald. 1908. MüHL, [Ueber das Vorkommen von Melanonyx hrachy- r7^?/7zc/^^/„ und Sachsen mit 18,2 '^j^. Die geographische Lage der genannten Gebiete erklärt diese Zahlen. 1. Brutvögel, welche zum größeren Teil im Winter im Ge- biet bleiben: Colymhus arcticus (L.). Larus ridibundus L. Nyroca fuligula (L.). Oüs tarda tarda L. Perdix perdix perdix (L.). Tetrao urogallus urogallus L. Lyrurus tetrix tetrix (L.). Ästur gentilis gentilis (L.). Accipite)' nisus nisus (L.). Buteo huteo huteo L. (?). Falco peregrinus peregrinus Tunst. Asio otus otus (L.), Syrnium aluco aluco (L.). Athene noctua noctua (Scop.). Systematisches Verzeichnis der Arten und Formen. 149 Strix guttata guttata Beehm. Dryocopus martius martius L. Dryobates major pinetorum Brehm. „ medius medius (L.). ,, minor hortorum Beehm. „ leucotos leucotos (Bechst.). Picus viridis pinetorum (Beehm). „ canus viridicanus Meyee & Wolf. Alcedo athis ispida L. Lanius excubitor excubitor L. Corvus corax corax L. „ cornix cornix L. „ corone corone L. „ frugilegus frugilegus L. Coloeus monedula spermologus (Vieill.). Fica pica pica (L.). Oarrulus glandarius glandarius (L.). Passer domesticus domesticus (L.). „ montanus montanus (L.). Coccothraustes coccothraustes coccothraustes (L.). Chloris chloris chloris (L.) Äcanthis cannahina canndbina (L.). Spinus spinus L. (?). Carduelis carduelis carduelis (L.). Pyrrhula pyrrhula minor Beehm. Emheriza calandra calandra L. „ citrinella sylvestris Beehm. Älauda arvensis arvensis L.? Galerida cristata cristata (L.). Certhia familiaris familiaris L. „ hrachydactyla brachydactyla Beehm. Sitta eaesia sordida Echw. Parus major major L. „ caeruleus caeruleus L. „ ater ater L. „ palustris communis Bald. „ atricapillus salicarius Beehm. „ cristatus mitratus Beehm. Aegithalos caudatus L. Regulus regulus regulus (L.). „ ignicapillus ignicapillus (Temm.). Troglodijtes troglodytes troglodytes (L.). Cinclus cinclus medius Beehm (?). Turdus philomelos ph'ilomelos Beehm. „ viscivorus viscivorus L. „ pilaris L. „ merula merula L. Erithacus rubecula rubecula (L.). 150 Systematisches Verzeichnis der Arten iiiul Formen. 2. Brutvögel, welche in einzelnen Individuen im Gebiet überwintern : Podiceps cristatus cristatus (L.). „ grisegena grisegena Bodd. (?). „ ruficollis ruficoUis (Pall.). Mergus merganser merganser L. (?). Nyroca ferina ferina (L.) (?). „ nyroca (Güldst.) (?). Anas platyrhynchos platyrhynchos L. Änser anser (L.) (?). GaUinago gallinago gallinago (L.) (?). Scolopax rusticola L. (?). Otis tetrax L. (?). Rallus aquaticus L. Gallinula chloropus ehloropus (L.). Fulica atra atra L. Botaurus stellaris stellaris (L,). Ardea cinerea cinerea L. Columba palumbus palumbus L. ÄquiJa pomarina pomarina Brehm ? Milvus niilvus milvus (L.) ? Falco tinnunculus tinnunculus L. Circus cyaneus cyaneus (L.). Äsio accipitrinus accipitrinus (Pall.). Sturnus vulgaris vulgaris (L.). Friyigilla coelehs coelehs L. Emheriza schoeniclus schoeniclus L. Motacilla alba alba L. „ cinerea cinerea Tünst. Budytes flavus flavus (L.). Prunella modularis modularis (L.)? 3. Brutvögel, welche im Winter das Gebiet verlassen: Podiceps grisegena griegena (Bodd.). „ nigricollis nigricoUis Bkehm. Sterna hirundo L. „ minuta minuta L. Hydrochelidon nigra nigra (L.). Glaucionetta clangula clangula (L.). Spatida clypeata (L.). Anas strepera L. „ querquedula (L.). „ crecca crecca (L.). Dafila acuta (L.) Mareca penelope (L.). Charadrius hiaticula hiaticula L. dubius curonicus Gm. Systematisches Verzeichnis der Arteu und Formen. 151 Vanellus vanellus (L.). Oedicnemus oedicnemus oedicnemus (L.). Pavoneella pugnax (L.). Acüüs hypoleucos (L.). Totanus totanus totanus (L.). „ ochropus ochropus L. „ glareola (L.). Limosa limosa limosa (L.). Numeniiis arquata arquata (L.). Oallinago media (Lath.) Limnocryptes gallinula (L.). Megalornis grus grus (L.). Cr ex er ex (L.). Porzana porzana (L.). „ parva (Scop.) Ciconia ciconia ciconia (L.). „ nigra (L.), Ixohrychus minutus (L.). Coturnix eoturnix coiurnix (L.). Columha oenas oenas L. Streptopelia turtur turtur L. Circus aeruginosus aeruginosus (L.). „ pygargus (L.). Circaetus gallicus (Gm.). Pernis apivorus apivorus (L.). Milvus migrans migrans (Bodd.). Pandion haliaetus haliaetus (L.). i^aico suhhuteo suhhuteo L. Cuculus canorus canorus L. Ji/ncc torquilla torquiUa L. Coracias garridus garrulus L. Upupa epops epops L. Caprimulgus europaeus europaeus L. Micropus apus apus (L.). Hirundo rustica rustica (L.). Delichon urhica urbica (L.). Riparia riparia riparia (L.). Muscicapa ficedula ficedula (L.). „ hypoleuca hypoleuca (Pall.). Erythrosterna parva parva Bechst. Lanius minor Gm. „ collurio coUurio L. ,, Senator Senator L. Oriolus oriolus oriolus (L.). Serinus canarius germanicus Laubm. Emberiza hortulana L. Änthus pratensis (L.)- „ trivialis triviaUs (L.). X52 Systematisches Verzeichnis der Arten und Formen Anthus campestris campedris L. Lullula arhorea arhorea (L.). Sylvia nisoria nisoria (Bechst.). „ hippolais hippolais L. „ communis communis Lath. „ curruca curruca (L.). „ atricapiUa atricapilla (L.). Acrocephalus arundinaceus arundinaceus (L.). „ streperus streperus (Vieill.). „ palustris (Bechst.). „ schoenohaenus (L.). „ aquaticus (Gm.). Locustella naevia naevia (Bodd.). „ luscinioides luscinioides (Savi). „ fluviatilis Wolf. Hypolais icterina (Vieill.). Phylloscopus collyhita collyhita (Vieill.). „ trochilus trochilus (L.). „ sihilatrix sihilatrix Bechst. Saxicola oenanthe grisea L. Pratincola rubetra rubetra (L.). „ torquata rubicola (L.). Phoenicurus phoenicurus phoenicurus (L.). „ ochrurus gibraltariensis (Gm.). Luscinia svecica cyanecula (Wolf). „ megarhynchos megarhynchos Brehm. „ luscinia (L.)? 4. Frühere Brutvögel, welche zurzeit nicht mehr im Gebiet brüten dürften: Phalacrocorax carbo subcormoranus Beehm. Cygnus olor (Gm.) (?). Äquila chrysaetos chrysaetos (L.). Bubo bubo bubo (L.). (?) 5. Arten, welche auf ihren Wanderungen das Gebiet regel- mäßig besuchen, in demselben bleiben bzw. dasselbe durchziehen oder überfliegen: Laras canus castus L. Mergus albellus L. Mareca penelope L. Anser fabalis fabalis (Lath.). Charadrius apricarius L. „ morinellus L. Pelidna alpina schimi (Beehm). Totanus erythropus (Fall.). „ nebularius nebularius (L.). Systematisches Verzeichnis der Arten und Formen. 153 Lanius excubitor rapax Beehm. Fringilla montifringiUa L, Aca7ithis fiavirostris flavirostris (L.). Linaria linaria linaria (L.). Plectrophenax nivalis nivalis L. Aegithalos roseus europaeus (Stejn.). Turdus musicus L. „ torquatus torquatus L. Luscinia svecica svecica L. ? 6. Unregelmäßige, seltene und vereinzelte Durchzügler und Wintergäste: Podiceps auritus (L). Mergus serrator L. Somateria mollissima mollissima (L.). Nyroca marila marila (L.). Änser fahalis arvensis Brehm. Cygnus cygnus (L.). Haematopus ostralegus ostralegus L. Äi'enaria interpres interpres (L.). Squatarola squatarola squatarola (L.). Canutus caniitus eanutus (L.). Pelidna temminckii (Leisl.). „ ferruginea (Beünn.). Numenius phaeopus phaeopus (L.). Loxia curvirostra curvirostra L. ,. pytyopsittacus Boekh. (Br.?). Cinclus clnclus cinclus (L.). 7. Zufällige Besucher des Gebietes aus dem Norden bzw.. Osten: Älca torda L. Uria grylle grylle L, Alle alle L. Colymhus immer Brunn. „ lumme (Gunn.). Stercorarius pomarinus Temm. „ parasiticus L. „ longicaudus Vi rill. Megalestris shua slcua Brunn. Laras argentatus argentatus L. „ marinus L. „ fuscus fuscus L. JRissa tridactyla tridactyla L. Oidemia nigra nigra (L.). „ fusca fusca (L.). Clangula hyemalis (L.). Tadorna tadorna (L.). 154 Systematisches Verzeichnis der Arten und Formen. Anser hrachyrhynchus Baillon. „ alhifrons (Scop.). Branta hernida hernicla (L.). „ leucopsis (Bechst.). Cygnus cygnus (L.). „ hetvicJcii heivickii Yaer. LoUpes lohatus (L.). Calidtis alba alba (Fall.). Archibuteo lagopus lagopus (Brunn.). Falco columbarius aesalon Tunst. Nydea nydea (L.). Surnia ulula ulula (L.). Cryptoglaux funer eus funer eas L. Picoides tridadylus tridadylus L. Bombycilla garrulus garrulus (L.), Äcanthis linaria holboelli (Brehm). Pinicola enudeator enudeator (L.). Carpodacus erythrinus erythrinus (Fall.). Pyrrhula pyrrhula pyrrhula (L.). Loxia leucoptera bifasciata (Brehm). Antlius sjnnoletta spinoletta (L.). Eremophila alpestris flava (Gm.). Parus cyanus cyanus Fall. Luscinia svecica gaethei Kleinschm. 8. Zufällige Besucher des Gebietes aus dem Nordosten und Osten: Terehia cinerea (Güld.). Syrrhaptes paradoxus (Fall.). Bonasa honasia bonasia (L.)? Circus macrourus (Gm.). Buteo buteo desertorum Daüd. Aquila danga Fall. Lanius excuhitor rapax Brehm. Nucifraga caryocatades caryocatades (L.). „ caryocatades macrorhynchus Brehm. Phylloscopus huniei praemium (Math. & Ired.). Turdus naumanni Temm. „ ruficollis atrogularis Temm. „ obscurus Gm. Geocichla sibirica sibirica Fall. 9. Zufällige Besucher des Gebietes aus dem Südosten: Hydrochelidon leucoptera (Temm.). Totanus stagnatUis stagnatilis Bechst. Nydicorax nydi corax nydicorax (L.). Ardeola ralloides ralloides (Sc(jp.). Ardea purpurea purpurea L.? Systematisches Verzeichnis der Arten uud Formen. 155 Egretta alba alha (L.). Äegypius monachus (L.). Gryps fulvus fulvits (Hablizl.). Fälco vespertinus vespertinus L. „ naumanni naumanni Fleisch. Pastor roseus (L.). 10. Zufällige Besucher des Gebietes aus dem Süden bzw. Südosten: Netta rufina (Pall.). Hiniantopus himantopiis (L.). Plegadis falcinellus falcinellus (L.), Platalea leucorodia leucorodia L. Clamator glandarkis (L.). Merops apiaster L. Micropus melba melba L. 11. Zufällige Besucher des Gebietes aus dem Westen und Nordwesten: Thalassidroma pelagica (L.). Sula hassana (L.). Platalea leucorodia leucorodia L.? 12. Für das Gebiet nicht mit Sicherheit nachgewiesene Formen: Larus minutus Pall. Casarca ferruginea (Pall.). Charadrius alexaiidrintis alexandrinus L. Ardeola ibis ibis (L.). Egretta garzetta garzetta (L.). Hieraetus fasciatus fasciatus (Vieill). Faleo rasticolus rasticolus L. Muscicapa collaris Bechst. Das nachfolgende Verzeichnis sucht diejenigen Vogelformen zusammenzustellen, welche in den angrenzenden Gebieten ge- funden, für die Mark Brandenburg aber noch nicht nachgewiesen worden sind. Leider sind die umliegenden Provinzen und Land- striche, wie ich schon wiederholt zu erwähnen Veranlassung fand, nur zu einem geringen Teil derartig durchforscht, daß eine ge- nauere Gegenüberstellung der Vogelformen derselben mit denen der Mark vorgenommen werden könnte. Nur Mecklenburg, Schlesien und das Königreich Sachsen, welch' letzteres vor kurzem durch eine fleißige Arbeit Kichard Hkyder's erschlossen worden ist, kommen dabei in Betracht. Leider fehlen noch immer brauch- bare und zuverlässige Arbeiten über das interessante Küsten- gebiet Pommerns wie über die Provinz Posen. Die vorhandene Veröffentlichung Eknst Hübnee's über Vorpommern und Rügen 156 Systematisches Verzeichnis der Arten und Formen. hat nur sehr bedingten Wert. Viel wichtiger ist die Arbeit Koske's über die im Greifswalder Universitätsmuseum befindlichen pommerschen Vögel (J. f. 0., 1919). An einer Vogelfauna West- preußens, von der wir Gutes erwarten dürfen, arbeitet bereits seit längerer Zeit Leopold Dobbeick in Altfließ. Ostpreußen, obgleich nicht an Brandenburg angrenzend, habe ich mit auf- genommen, weil dieses Gebiet ausgezeichnet durch Tischler er- forscht ist — vielleicht am besten von allen Gebieten Nord- deutschlands — und weil es mir nicht unmöglich erscheint, daß einzelne der dort vorkommenden östlichen Formen ihren Weg auch einmal nach dem Westen und damit nach Brandenburg, nehmen könnten. Für die Richtigkeit der Bestimmung der ein- zelnen Arten und deren Vorkommen in den betreffenden Gebieten muß ich den faunistischen Arbeiten, denen ich die Angaben ent- nommen, die Vertretung überlassen. Die Brutvögel der be- treffenden Gebiete sind durch ein + bezeichnet. § 2j d (^ 3 MS S-^ A Pm «2 a Numenkis tenuirostris Vieill Houbara undulatn macqiieenii (Geay-Hardw.) Ortygometra piisilla intermedia (Hekm.) . . Phoenicopterus antiquorum Erehm .... Egretta garzetta garzetta L Pteroclurus alcJiata (L.) Lagopus lagopus lagoims (L.) • • • • • • • Neophron percnopterus percnopterus (L.) . . Hieraaetus j^emiatus (Gm.) Bnteo buteo zimniermannae Ehmke .... „ ferox ferox Gm Falco rusticolus rusticolus L „ „ caiidicans Gm „ cherrug chemig Gr Otus scops scops (L.) Syrnium nebulosum lapponicum Thunb. . . ., uralense uralense (Fall.) .... Glaucidium passerinum passerinum (L.) . . Dryobates minor iransitivus Loud Picoides tridactylus alpinus Br Mnscicapa coUaris Bechst Coloeus mo7iedula collaris Dkum Petronia petronia petronia (L.) Äcanthis hornemanni cxüipes (Coues) . . . Calcarius lapponicxis lapponicns (L.) .... Etnberiza citrinella citrinella L „ rustica Fall. „ pusilla Fall „ leucocephalos Gm Anthus cerviniis (Fall.) „ richardi riehardi Vieill „ spinoletta littoralis Brehm . . . . Motacilla alba higubris Temm Budytes flava thiinbergi Billberg . . . . Tichodroma muraria L ? Sitta europaea homeyeri Hart „ „ caesia Wolf Parus palustris palustris L „ atricapillus borealis Selys „ cristatus cristatus L Panurus biarmicus biarmicus (L.) Prunella collaris collaris (Scop.) Phylloscopus collybita abietinus Nilss. . . . „ nitidus viridanus Blyth. . . . Turdus fuscatus Bechst „ torquatus alpestris Brehm Monticola saxatilis (L.) + + + + + + + Bei Durchsicht der vorstehenden Tabelle fallen vornehmlich diejenigen Arten besonders auf, welche in der Mark noch nicht gefunden worden sind, die aber bereits für Mecklenburg und Pommern einerseits und für das Königreich Sachsen und Schlesien 158 Systematisches Verzeichnis der Arten und Formen. andererseits nachgewiesen wurden. Um von den ersteren in die letztgenannten Gebiete zu gelangen müssen diese Arten natur- gemäß bei ihren Wanderungen aus dem Norden, die einen häufig, die anderen vielleicht nur vereinzelt und selten, die Mark un- bedingt berührt bzw. überflogen haben, ohne erlegt oder erkannt worden zu sein. Auf diese Arten und Formen wird daher in Zukunft ganz besonders geachtet werden müssen. Ein nach- haltiges Interesse beanspruchen ferner zweifellos auch diejenigen Bi-utvögel, wenn auch nur gelegentliche, der angrenzenden Ge- biete, welche in der Provinz Brandenburg noch nicht, bzw. nicht mehr, brütend, sondern nur als Zugwanderer oder zufällige Gäste beobachtet werden. Es dürften die folgenden sein: ^ , a d a a mca a> 3 3 CT fD C -n -t (/Q po fo Z3 (J) p. -1 I ,^ , P r* Faunistischer Teil. 203 weclislung- mit einer anderen Art handle, die er vielleicht unter dem Namen Rostente ei'halteu hatte. 50. Änser miser (L.). Die Graugans brütet, oft auch in bedeutenderer Anzahl, auf vielen größeren märkischen Landseen und ausgedehnten Tümpeln der Provinz. Wir kennen als Brutgebiete: den Plagesee bei Chorin — in neuester Zeit soll sie hier verschwunden sein — , den Prenzlauer See bei Prenzlau, verschiedene Havelinseln bei Brandenburg, die Seen bei Paretz, den Kölpinsee in der Ucker- mark, den Gülper See (bei Khinow), bei Pricken (Ascheeson und Bolle). Es werden ferner der Jeseriger Bruch bei Brandenburg a. d. H. (Keohn) wie die kleinen unzugänglichen Seen bei Götz, Kr. Zauch-Belzig (D. J. Z., 1910/11), genannt. Walter fand sie in mehreren Paaren auf den Havelinseln bei Rathenow. Nach RtJDiGER sen. brütete sie im Schutzbezirk Melzow, Oberförsterei Gramzow, Uckermark; nach Rüdiger jun. auf dem Ober-Ückersee und Blindowsee; nach Georg E. F. Schulz in der Nähe von Stolpe, Kr. Angermünde. Nach den Erkundi- gungen von Detmers ergeben sich ferner noch die folgenden Brutplätze: Parlow, Bolkendorf und Paarsteinsee, Kr. Anger- münde; Ferchesar, Stechow, Gapel, Landin, Mötzow und Weseram, sämtlich Kr. Westhavelland und Hertefeld, Osthavelland. Stimming verzeichnet Brutplätze im Jeseriger Bruch, am Rietzer und Götzer See. Auf der Dorfstraße des letztgenannten Ortes sieht man oft, wie mir Georg E. F. Schulz schreibt, zahlreiche ge- flügelte Wildgänse, welche die dortigen Bauern haben ausbrüten lassen. Bezüglich des Vorkommens in der Uckermark schreibt W. Geassmann: „Änser anser ist in der Uckermark überall an ge- eigneten Stellen Brutvogel. Wenn ich nun die Zahl der Brut- paare auf mindestens 100 schätze, so will ich damit nicht gesagt haben, daß es nicht auch 200 sein können, jedenfalls ist die Zahl größer, als im allgemeinen angenommen wird, da die Gans von der Brutzeit bis tief in den Sommer hinein sich fast un- sichtbar macht. Wer da nicht zufällig eine wandernde Gänse- familie trifft oder die Weidestellen auskundig gemacht hat, wird gerade im Brutrevier wenig von der Gans zu sehen bekommen; auf dem offenen Wasser habe ich sie in den Monaten April bis Juli nie gesehen." Am 14. April 1915 und an den folgenden Tagen traf ich die Art am Falkenhagener See bei Seegefeld, Kr. Osthavelland. Es wurde mir gesagt, daß die Gans dort niste, ich habe aber trotz längerer Beobachtungen kein Nest finden können und später auch keine jungen Vögel angetroffen. Im Gebiet des Golmer Luchs wie am ]\rellnse(» bei Joachimsthal, wo sie früher brütete, soll sie heute als nistende Art nicht mehr vorkommen. Für letzteren Ort bezeichnete sie mir Rüdiger (in litt.) noch für das Jahr 1<)]3 als Brutvogel. Ein einzelnes 204 Kaunistischer Teil. Paar beobachteten Heinkoih, v. Lucanüs und ich am 2. Mai 1916 im Golmer Luch; vielleicht nistet sie dort doch noch ver- einzelt. „Einsame tiefliegende Gegenden, große, wasserreiche, morastige Wüsteneien von Schilf und Rohr mit großen Wasser- flächen abwechselnd, wo die Ufer außer den Wasserpflanzen noch mit Gesträuch besetzt sind, große schilfreiche Seen und Landstriche von solcher Beschaffenheit sind die Orte, wo sie bisweilen in Menge beisammen nisten, und die sie alljährlich wieder beziehen, falls die Störungen und Veränderungen nicht zu auffallend sind. Insbesondere haben solche Gegenden den Vorzug, wo Viehweiden, Äcker und Wiesen nicht allzu entfernt sind." Diese Brutplatzschilderung Alexandee Bau's ist un- gemein bezeichnend auch für die Mark. Auf diesen Gebieten treffen in milderen Frühjahren Ausgang Februar, in kälteren im Beginn des März die oft schon gepaarten Brutvögel ein, um mit dem Brutgeschäft zu beginnen. Im April und Mai werden meist die Gelege, aus 6—10 Eiern bestehend, vollzählig. Doch sind auch schon nach Hocke am 21. März Gelege mit 6 — 7 Eiern und sogar in den ersten Tagen des April hochbebrütete Gelege gefunden worden. Am 1. Mai wurden brütende Weibchen be- obachtet. Die Jungen schlüpfen gegen Ende des Mai aus und verschwinden bereits Ende Juni aus den Gegenden, in denen sie erbrütet wurden. Die alten Vögel folgen dann meist gegen Ende des August bzw. im Anfang des September. Eiermaße (gem. 3 Eier): L. Max. 106 Min. 98 D. 103 mm Br. „ 68 „61 „ 65,3 „ (Berl. Museum). 51, Anser hrachyrhijnchus Baillon. MüHL, Helios, 24./25. Band, 1908, 20—21. — Hocke, Z. f. 0. u. 0., 1908/09, 133. Im November 1907 wurden von dem Gräfl. Förster Arp in Tamsel zwei Exemplare genannter Gans erlegt. Nach Mit- teilungen des Genannten „ist diese Art schon seit mehreren Jahren den Zügen der Saatgänse einzeln beigemischt, und es sind im Jahre 1905 unter 217 dort erlegten Gänsen 2, im Jahre 1906 unter 96 geschossenen (-iänsen 3 Exemplare dieser Art gewesen". Die beiden Exemplare, nach dem Verzeichnis (1. c. 51) ein ad. und ein juv. Vogel, wurden von dem Naturwissenschaftlichen Verein des Regierungsbezirkes Frankfurt (Oder) angekauft und befinden sich in dem Museum desselben in Frankfurt a. d. 0. im alten Lienauhause. Nach einer mir von Seilkopf zuge- gangenen Mitteilung sind auf den Etiketten der beiden Stücke als Daten der 16. und i;^]. November 1906 angegeben. Nur sehr wenige authentische Fälle des Vorkommens dieser hochuordischen Gans sind aus dem Gebiet der Ostsee bekannt Faunistischer Teil. 205 geworden. Für die Provinz Brandenburg ist die kurzschnäblige Gans durch das vorgenannte Vorkommen zum ersten Male nachgewiesen. 52. Anser fdbalis fabalis (Lath.j. Die Saatgans berührt auf iliren Durchzügen im Herbst und Frühjahr, oft in ungeheuren Scharen, die Mark Brandenburg. In der Gebend von Küstrin z. B. soll sie alljährlich in über- großer iVnzahl, vornehmlich in den kalten Wintermonaten, auf- treten. Die Gegenden um Buckow, Lichtenrade, Schönfeld sind beliebte Plätze für den Winteraufenthalt. Hesse beobachtete, wie in genannter Gegend am 24. November 11)12 Schwärme auf Schwärme erschienen, die zusannnen über 1000 Individuen zählen mochten. Wenn noch Schnee im Frühling auf den Feldern liegt, ei'scheinen schon Saatgänse in der Mark. Bereits Mitte Februar wird in einzelnen Flügen ihre Ankunft registriert, dann kommen sie in großen Scharen bis gegen den 20. März, dann Haut der Zug langsam ab. Im Herbst erscheinen sie um die Mitte des September, die Hauptzüge verlassen gegen Ende Oktobei- bis Ende März das Gebiet. Nur wenige bleiben dann noch, bis auch diese durch Kälte, Schnee und Frost vertrieben werden. Von dem Oologen Baumeister Thiele, der lange Jahre um Köpenick die Jagd ausübte und Saatgänse jagte, erhielt ich die folgenden Angaben über erstes Erscheinen im Frühling und Herbst. Er beobachtete die ersten Frühlingswanderer: 1881 15. Februar 1886 27. Februar 1882 18. 1887 29. 55 1883 1. März 1888 20. 55 1884 — 1889 1. März 1885 20. Februar 1890 — notierte als Herbsttermine für 1881 22. September 1886 2. Oktober 1882 27. 1887 — 1883 23. „ 1888 21. September 1884 29. „ 1889 29. 5? 1885 20. 1890 25. 55 Anfang Oktober 1916 traf ich auf den Feldern an der Havel bei Zehdenick ungeheure Scharen von Saatgänsen. Die- selben kamen aus direkt nördlicher Richtung, hielten sich zwei Tage auf und wanderten in südöstlicher Richtung weiter. Aus dem Osten der Provinz teilte mir Will mit, daß er bei Steinbusch von Ost nach West ziehende Gänse (ohne Orts- angabe) am 28. September 1915 und bei starkem Regen am 2. Oktober 1915 in mehreren Zügen beobachtet habe. Für den Frühlingszug verzeichnet er 26. Februar (1911), 8. ]\rärz (1912). 14. Februar (1913) und 15. Februar (1914). Nach dem außer- ordentlich harten Winter 1916,1917 tj-af ich in den Niedeiungs- 206 Faunisüscher Teil. gebieten der Havel zwischen Klein-Mutz und Zehdenick noch am 8. April ziehende Gänse. Richtung direkt Nordost. 53. Änser fahalis arvensis Beehm. Hesse, J. f. 0., 1912, 302 und 314. — id., J. f. 0., 1914, 345. Der ausgezeichneten Beobachtungsgabe Eeich Hesse's danken wir den Nachweis des Vorkommens dieser Form von Anser fahalis in der Mark Brandenburg. „Mit Sicherheit*', schreibt der Genannte (1. c. S. 345) „nur ein einziges Mal am 17. Dezember 1911 im Havelländischen Luch unweit Kienberg einen einzelnen Vogel, der sich isoliert von den Saatgänsen hielt, beobachtet." Dieser Mitteilung fügt der Genannte eine weitere an, nach welcher er am 24. November 1912 2 Individuen dieser Form, von einem Trupp von 20 Saatgänsen getrennt weidend, in der Gegend von Buckow und Lichtenrade antraf. Das eine Stück zeigte einen fast ganz rotgelben Schnabel (0. MB., 1914, 144). Ein weiteres märkisches Stück aus Küstrin (1904) steht im Frankfurter Museum. Sicherlich kommt diese Gans häufiger in der Mark vor, wird aber mit der typischen Saatgans, die im Winter in ungeheuren Scharen an passenden Lokalitäten ge- troffen wird, verwechselt. Viele Ornithologen nehmen diese Form von Änser fahalis Lath. = A. segetum Gm. nicht an und trennen sie nicht von der typischen Art, wie dies noch jüngst Hakteet in der Hand- list of British Birds (p. 129) getan hat. Ob mit Recht, wage ich auf Grund des mir zugänglichen geringen Materials nicht zu entscheiden. Jedenfalls hat Alpheeaky in seiner großen monographischen Arbeit (The Geese of Europe and Asia, 1905, 94—10"^ und 110 — 119) die differierenden Charaktere der beiden Formen nach der Untersuchung vieler Exemplare - 39 Indi- viduen von Anser fahalis arvensis — eingehend klargelegt und die Verschiedenheit der Schnäbel beider Gänse in bezug auf Färbung, Gestalt und Größe sorgfältig beschrieben. Da wir augenblicklich die allergeringsten Abweichungen einzelner Formen von nahe verwandten zur Abtrennung und Aufstellung neuer Subspezies benutzen, so werden viele Ornithologen nicht ein- sehen wollen, warum konstante und scharf charakterisierte Diffe- renzen, wie sie Anser fahalis fahalis und A. fahalis arvensis zeigen, nicht anerkannt werden sollen, selbst wenn es bis jetzt nicht möglich gewesen ist, die genaue geographische Verbreitung beider Formen, die meist zusammengeworfen werden, festzulegen. 54. A7iser alhifrons (Scop.). Die weißstirnige Gans muß als sehr seltener Durchzugvogel — Ende März bis Anfang April und November — der Mark bezeichnet werden. Das Berliner Museum besitzt mehrere Exemplare aus dem Gebiete, darunter eins aus der Gegend von Faunistischer Teil. 207 Rathenow, welches sich ursprünglich in der Jablonski "sehen Sammlung- befand. Auf dieses Exemplar bezieht sich auch die von Reichenow (J. f. 0., 1886, 402) geg'ebene Notiz über ein bei Rathenow erlegtes Stück der Weißstirngans. Fkomholz teilte mir (in litt.) mit, daß im Anfang Oktober 1913 ein alter Vogel der ^rt am Paarsteinsee bei Brodowin, Kr. Angermünde, geschossen wurde. Der Genannte hatte das Exemplar beim Präparator Zehfüss in Britz selbst in Händen gehabt. 55. Branta hernida bernicla (L.). Nach einer im Journal für Ornithologie (1892, 328) gegebenen Mitteilung beobachtete Leutnant von Wixteeeeld im Februar 18G6 bei rauhem kalten Wetter 8 — 10 Individuen der Ringelgans in der Nähe des Ortes Metzeltin, Kr. Templin. Die Vögel ruhten auf dem hart gefrorenen Sturzacker, erhoben sich beim Näher- kommen des Beobachters und strichen dann nach dem nahe gelegenen Buckwitzer See ab. Eine weitere anonyme und nicht zu kontrollierende Mitteilung über das Vorkommen obiger Gans in Brandenburg findet sich in der Gefiederten Welt (16. Jahrg. 1887, 198). Nach derselben wurde ein Exemplar am 10, März 1887 bei Glinde, in der Nähe von Schönebeck, erlegt. Selt- samerweise liegen aus dem vorgenannten Jahr noch zwei weitere Beobachtungen vor. Von Herrn De. Meineet erhielten wir die Nachricht, daß am 7. und 8. Oktober in der Nähe von Glöwen, Westpriegnitz, Ringelgänse beobachtet worden seien (J. f. 0., 1888, 112). Hartwig erweiterte diese Notiz und berichtete, daß von Hainz Scharen dieser Gans an dem vorgenannten Orte angetroffen wurden (J. f. 0., 1889, 74). Nach Haetwig be- hauptete der vogelkundige Glöwener Müllee, daß alljährlich Ringelgänse auf den dortigen Seen erscheinen. Nicht weit von Glöwen, in nordwestlicher Richtung, wurde im Anfang dieses Jahrhunderts ein Exemplar vorgenannter Gans von dem Bürger- meister Keumpa bei Lenzen a. d. Elbe geschossen. Dasselbe gelangte an die Bürgerschule genannten Städtchens und kam später in die Sammlung des Lehrers Hermanis^ Schütz in Lenzen. Herrn Wilh. Rüdigee verdanke ich ferner die Mitteilung, daß 2 Ringelgänse je im Winter 1910/11 und 1912/1.3 auf dem Paarsteinsee geschossen und beide von dem bekannten Präpa- rator Zeheüss in Britz bei Eberswalde gestopft wurden. Rüdiger hatte noch am 7. August 1916 Gelegenheit, das letzterlegte Exemplar bei dem Präparator zu sehen. Die Notiz über das Vorkommen genannter Gans, welche von Waase völlig gleichlautend an 2 Stellen desselben Jahrgangs der HocKE'schen Zeitschrift (1908/09, 1:33 und 191) gegeben und von Hesse (J. f. 0., 1914, 345) wiederholt wird, lautet: Ein Exemplar wurde von Herrn Ronnefahet in Tarnow bei Fehrbellin 1906 geschossen, von Seehase [in Neuruppin] präpai'iert, 208 Faunistischer Teil. der vor etwa 20 Jahren eboiifalls aus dem Kreise ein Exemplar zum Ausstopfen bekam. Ob das Stück Waase vorgelegen hat, teilt der Genannte nicht mit. Eine weitere Mitteilung über die Erlegung eines Exemplars in der Mark gibt Hesse (0. MB., 1914, 153). Er fand im Gast- iiaus zum schwarzen Adler in Brodowin (am Paarsteinsee) ein gestopftes Stück, welches nach Angabe des Wirtes von ihm etwa im April 1904 auf einem Acker unweit des Ortes erlegt worden ist. Hesse läßt die Frage offen, ob es nicht etwa ein der Gefangenschaft entwichenes Individuum gewesen sei. Da diese Gans sich oft bis zum Mai im Ostseelitoral herumtreibt, so könnte es sich nach dem obigen Datum immerhin um ein wildes Individuum gehandelt haben, um so mehr, als diese Gans mehrfach im Paarsteinseegebiet gefunden wurde. Branta hernicla hernicla besucht in den Monaten Oktober und November, meist in sehr großen Scharen, die Buchten der Ostsee und scheint auch häufiger, mehr als man es nach den vorhandenen Belegen annehmen kann, in das Binnenland zu streifen. Direkte Beweise hierfür sind allerdings wenige vor- handen. Nur die Provinz Schlesien besitzt eine Anzahl von Exemplaren, die sicher in dem genannten Gebiet erlegt wurden. Es ist zu verwundern, daß die Art aus der Provinz Branden- burg nicht früher nachgewiesen war. Aus dem angrenzenden Mecklenburg ist nur ein Fall des Vorkommens bekannt. Mitte November 1910 wurde ein Exemplar mehrere Tage bei Wassin beobachtet und später geschossen (Pohl). 56. Branta leucops'is Bechst. Außer einem in weit zurückliegender Zeit bei Schiedlo, Kr. Guben, erlegten Exemplar (siehe historische Notizen) kennen wir nur noch ein zweites Vorkommen in der Mark. Ratzebueg nennt ein bei Eberswalde gefundenes Stück ohne nähere An- gaben. Auch aus dem angrenzenden Mecklenburg sind nur wenige Binnenlandexemplare bekannt. Auf der Insel Poel, wo sie früher unbekannt war, hat sie sich seit 1899 häufiger gezeigt. In den Jahren 1909 (Herbst) und 1910 (Frühjahr) wurden wiederholt Flüge von 12 — 16 Stück auf genannter Insel beobachtet. Cygnidae, 57. Cyg}U(s olor (Gm.). Der Höckerschwan, der in halbwildem Zustande auf Spree und Havel seit Ende des sechzehnten Jahrhunderts in großen Mengen gehalten wird, ist als freilebender Vogel im Gebiet, allgemein gesprochen, nicht mehr häufig. Früher soll er auf den Seen bei Rathenow und bei Joachimsthal nach den Be- obachtungen zuveilässiser Oi'nitholoffen «ebrütet haben. Jetzt Faunistischer Teil. 209 ist er aus jenen Gegenden völlig verschwunden und kein einziger beglaubigter Fall des Vorkommens ist in letzterer Zeit bekannt geworden. In den Jahren, bis ungefähr 1880, soll er nach den Mitteilungen von Spiess ein regelmäßiger Brüter auf dem Stras- burger See im nördlichen Teile der Uckermark gewesen sein. Neuere Bestätigungen dieses interessanten Vorkommens fehlen. Nach Rüdiger (in litt.) brütete 1910 ein Paar auf dem Grimnitz- see. Hartwig bezeichnet den Höckerschwan noch 1889 als auf dem Eietzer See bei Alt-Friedland, Kr. Oberbarnim, seit längerer Zeit nistend. Es scheint, sagt der genannte Beobachter, als ob das Elternpaar regelmäßig zurückkommt, während die jährlich ausgekommenen Jungen nicht wieder erscheinen. Nach Max Müller nistete Cygnus olor noch 1901 auf dem Fischerfelder See bei Arnswalde in der Neumark. Im Jahre 1887 brütete er vereinzelt auf den Seen um Brandenburg. Nach Detmers' Er- kundigungen vom Jahre 1912 im Eeg.-Bez. Potsdam in Bolken- dorf, Paarstein, Grimnitz und Chorin vorkommend. Ferner wird er in neuester Zeit als Brutvogel vom Krebssee bei Brodowin — vielleicht identisch mit der Angabe von Detmers für Paar- stein bzw. Chorin — wie von anderen Seen des Angermünder Kreises angegeben. Im Winter erscheinen auf unseren großen märkischen Seen alljährlich wilde Schwäne in einzelnen Individuen. Eiermaße (gem. 15 Eier von halbwilden Individuen der Havelgebiete) : L. Max. 117 Min. 106 D. 111.7 mm Br. „ 75 „ 69 „ 71,9 „ 58. Cygnus cygnus (L.). Nur verhältnismäßig selten erscheint dieser Schwan auf dem Durchzuge, Anfang bis Ende Oktober und Anfang November und von Februar bis März, in der Mark Brandenburg. Eatzeburg registrierte ihn für Eberswalde, Schulz für die Neumark, ohne für letzteres Gebiet einen bestimmten Fundort anzugeben. H. Schwedhelm berichtet im St. Hubertus (Jahrg. II, 1893, 103), daß sich seit Anfang Januar 1893 auf der Löcknitz in Eidenburg bei Lenzen a. d. Elbe auf flachen, eisfreien Stellen mehrere Sing- schwäne, deren Anzahl durch neue Ankömmlinge bis auf ca. 45 Stück herauAvuchs, gezeigt hätten. 5 Stück wurden mit der Kugel erlegt. Waase gibt für den Kreis Osthavelland an, daß ein Exemplar Ende Oktober 1907 bei Fehrbellin gefangen (?) wurde. Weitere Mit- teilungen über das Vorkommen in der Mark danken wir Hj;sse. Er verzeichnet für das Rhinluch, am 12. März 1911 beobachtet, 2 alte und 1 jungen, am 26. desselben Monats und Jahres () alte und 1 jungen Vogel. Ferner fand genannter Beobachter 4 alte und 1 jungen Vogel am 12. März 1912 im Teltower Luch und je einen einzelnen Vogel am 19. und 26. März 1912 am Schwielowsee. An einem schönen warmen Tage, am 8. Oktober 14 210 Faunistischer Teil. 191 G, beobachtete ich ein Stück auf der Havel zwischen Zehdenick und Hammelspring. Das Gelb des Schnabels leuchtete prächtig in der Herbstsonne. Der Voj^el trieb sich lange auf dem Fluß und den angrenzenden ^^'iesen umher. Acht Tage si)äter hatten wir sehr kaltes Wetter. 59. Cygnus beivicJcii hetvicJcii Yaer. Von dem kleinen Singschwan gilt dasselbe wie von der vorgenannten Art. Ratzeburg führt ihn von Eberswalde auf. Oft vielleicht unerkannt und nicht registriert, mag er von Ende November bis Ausgang Februar unsere Mark durchstreifen. Charadriidae, GO. Haematopus ostralegus ostralegus L. Naumann und bereits vor ihm Beckstein weisen darauf hin, daß der Austernfischer einzeln an den märkischen Seen vor- gekommen sei, ohne jedoch bestimmte Daten hierüber mitzuteilen. Leider hat es sich nicht feststellen lassen, wie ich bereits oben bemerkte, von wem Beckstein bzw. Naumann die mannigfachen Angaben über das Vorkommen seltener Arten von Sumpf- und Schwimmvögeln in der Mark, die in den großen Wei'ken beider gegeben werden, erhalten haben. Wie bei vielen anderen Arten darf man wahrscheinlich auch vom Austernfischer sagen, daß er auf dem Zuge März — April und August — Oktober häufiger das Gebiet berührt, als man nach den wenigen bekannt gewordenen Fällen des Vorkommens an- zunehmen berechtigt ist. Nach den vorliegenden Notizen wurde er im Oderbruch ge- funden, Ratzeburg verzeichnet ihn für Eberswalde, Passow er- hielt ein Exemplar aus der Nauener Gegend, Bolle beobachtete einen kleinen Trupp genannter Vögel im Herbst 1875' mehrere Tage hindurch am Tegeler See. Das PAssow'sche Exemplar befand sich in der Sammlung der Kgl. landw. Hochschule, ist aber nach Hesse (J. f. 0., 1914, 345) daselbst nicht mehr vor- handen. Im Herbst 1887 wurde nach Kritger-Veltkusen an der Havel bei Brandenburg ein Exemplar geschossen. Sckütz besitzt ein Stück aus der Gegend von Lenzen a. d. Elbe, gleichfalls aus dem Jahre 1887. Am 24. September desselben Jahres wurde am Müggelsee bei Rahnsdorf von dem Förster Wienecke ein Exemplar erlegt, das zweite im Laufe von 15 Jahren. Am Grimnitzsee bei Joachimsthal wurde, wiederum im Jahre 1887, am 2. Oktober von Mützel, Nauwerck und mir ein Exemplar beobachtet. Da wir an verschiedenen, weit voneinander entfernt liegenden Stellen des Sees Austernfischer antrafen, so waren vielleicht mehrere Individuen zu gedachter Zeit in der genannten Gegend. Faunistiischer Teil. 211 Nach den vorstehenden Notizen scheint im Jahre 1887 ein stärkerer Besucli dieses Vogels in der Provinz stattgefunden zu haben. Kin Exemplar vom 21. September 188 in der Uckermark einige Individuen aus gi-ößeren Wanderzügen. In vielen märkischen Sammlungen beiluden sich Goldregenpfeifer aus den verschiedensten Gegenden des Gebietes. Es ist eine dei'jenigen Arten, die oft sehr zahlreich Avährend des Herbstzuges in der Mark angetroffen wird, die aber im Frühling während 14* 212 Faunistischer Teil. des Eückzuges seltener zur Beobachtung und zur Erlegung kommt. Das Vorkommen im Gebiet ist ein durchaus unregelmäßiges, scheint auch in den letzten Dezennien, vornehmlich im Nord- westen, spärlicher geworden zu sein. ()4. Charadrius moriitclhis L. Auf dem Herbstzuge, von Ende August, meist aber erst von Mitte September bis Ende Oktober, dürfte die Art, wenn auch nur in sehr geringer Menge, Brandenburg berühren. Während des Frühlingszuges soll sie nie im Gebiet beobachtet worden sein. Ein Gleiches gilt übrigens für alle angrenzenden Provinzen und Gebiete. Sichere Belegstücke sind in den Sammlungen vor- handen, aber sehr selten. 65. Charadrius hiaücula hiaticula L. Der Saudregenpfeifer ist nach den bisherigen Beobachtungen ein sehr sporadisch und lokal vorkommender Brutvogel der Provinz Brandenburg, dessen Verbreitung im Gebiet wir aber noch nicht genau kennen. Die Individuenmenge scheint abgenommen zu haben. Reg.-Rat Henrici fand im Jahre 1875 Eier dieser Charadrius- Art an den Matschdorfer Seen, ungefähr zwei Meilen von Frankfurt a. d. Oder. Ferner fand genannter Beobachter Ende Juni 1876 auf einer kahlen Sandlläche an der Oder bei Frankfurt ein 2 bis 3 Tage altes Junges dieses Vogels an einer Stelle, an der in früherer Zeit wiederholt Eier dieser Art auf- gefunden worden sind. Keügee-Velthusen bestätigte die vor- stehenden Angaben. Er teilte uns ferner mit, daß der Sand- regenpfeifer auch bei Brandenburg a. d. Havel regelmäßig brüte. Diese Beobachtung wird von Stimäiinci bestätigt, der die Art sogar als „ziemlich häufigen Brutvogel" für die sandigen Inseln der Havel bezeichnet. Der Sandregenpfeifer ist ein Sommervogel der Küstengebiete. Sein Vorkommen als brütende Form an den großen Binnenseen — auch in Mecklenburg ist er mehrfach gefunden worden — muß immer als eine Ausnahme bezeichnet werden. Während für die angrenzenden Gebiete meist Ende April als Beginn der Brutzeit genannt wird, finde ich für die Mark erst vom 20. Mai an Gelegefunde verzeichnet. (jß. Charadrius duhius curonicus Gm. Häufiger Brutvogel des ganzen Gebietes. Wie an allen Orten seines Vorkommens ist er auch in der Mark nicht an Flüsse und Seen mit kiesigen vegetationslosen Ufern bzw. weiten steinigen Vorlanden gebunden, sondern er kommt auch an versteckt ge- legenen sumpfigen Waldseen sowie auf sandigen Odflächen, die keine Verbindung mit dem Wasser besitzen, vor. In vielen Fauuistischer Teil. 213 Gegenden der Provinz gibt er solchen Geländen sogar vor anderen den Vorzug. So traf ihn z. B. Nauwerck am 15. Juli 1894 in einer weit ausgedehnten Sandgrube bei Tempelhof in der Nähe von Berlin, weit ab von jedem Gewässer. Ich fand ein Gelege von 3 Eiern (jetzt im Märkischen Museum) in der Nähe des Eingbahnhofs von Wilmersdorf auf Ödland, in nächster Nähe von viel besuchten und begangenen Wegen. x4uch hier ist kein Wasser in der Nähe. Hesse traf (1915) ein einzelnes Individuum der Art mitten in der Nauener Stadtforst an einer neu angelegten Sandgrube, die eine Grundwasserlache enthielt. „Kaum ist irgendwo eine derartige neue Ausschachtung oder ähnliches entstanden, ist der Flußregenpfeifer sicherlich einer der ersten und regelmäßigsten, oft der einzige Vogel, und sei es auch nur auf dem Durchzug, der sich an solchen Stellen einfindet, wenn nur immer Sand oder Kies und eine, wenn auch noch so kleine Wasserpfütze in der Nähe ist." Findet sich sein Nest im kiesigen Ufersand eines Flusses oder größeren Binnensees, so steht es doch meist weit ab von der Wasserlinie, inmitten größerer Steinflächen, wie sie an solchen Örtlichkeiten sich unmittelbai- am Wasser zu finden pflegen. Gewöhnlich trifft dieser Eegenpfeifer um die Mitte des April bei uns ein — der frühest beobachtete Termin ist der 13. April (KRtJGEE) — und verläßt das Gebiet, als letzten Termin, Ende September. Gelege wurden zwischen 3. Mai und 12. Juni gesammelt. Eierraaße (gem. 29 Eier): L. Max. 30,5 Min. 27 D. 29,1 mm Br. „ 22,5 „ 21 „ 21,7 „ Charadrius alexandrinus alexandrinus L. Schulz hält es für wahrscheinlich, daß diese Art (s. n. Charadrius albifrons Meyer) auf ihren Zügen auch Brandenburg berühre. Vangerow versieht sie mit einem Fragezeichen. Uns ist kein märkisches Exemplar bekannt geworden. Mützel, Nau- werck und ich beobachteten am 2. Oktober 1887 am Ufer des Grimnitzsees bei Joachimsthal mehrere Individuen eines Regen- pfeifers, die sich in dem schlickigen Ufersand, nach Nahrung suchend, herumtrieben. Wir waren geneigt, sie für obige Art anzusprechen. Die Vögel hatten ein breites weißes Stirnband, dunkle Flecken am Halse, aber keinen Halsring. Die Farbe der Füße war bei der ewigen Beweglichkeit der Vögel und dem be- wachsenen Sumpfterrain nicht möglich, durch das Glas zu er- kennen. Ich möchte das Vorkommen der Art in der Mark noch offen lassen. Für Mecklenburg, Pommern und Ostpreußen ist sie, wenn auch selten, nachgewiesen worden. Jedenfalls ist an geeigneten Orten während der Zugzeit auf 'diesen Regenpfeifer zu achten. Brütend kommt er in den Binnengebieten der nord- deutschen Tiefebene nicht vor. 214 Kaiinistischcr Teil. 67. Vanellus vanellus (L.). Der Kiebitz ist an allen, seinen Lebensgewolmlieiten zusagenden Örtliclikeiten ein sehr häufiger Brutvogel in der ganzen Mark. Er findet sich auf grasbestandenen Flächen, die im Frühjahr niedrige und tief gelegene Senkungen haben, auf weiten, nassen Wiesen, in ausgedehnten Bruchländereien, in Moorgebieten, die Wasserläufen angegliedert sind und hier und da kleine erhöhte, mit karger Vegetation besetzte Erhebungen zeigen. Der oft aus- gesprochenen Ansicht, daß die Brutstätten des Kiebitzes weitab von bewohnten Orten und von begangenen Wegen angelegt werden, kann man für die Mark nicht immer beipflichten. Auf dem damals bereits völlig umbauten Gelände der Judenwiesen im Nordwesten Berlins z. B., auf dem Terrain der Spreeschleife zwischen der Levetzow- und Gotzkowskybrücke, welches heute die Straßenzüge des neuen Hansaviertels trägt, brüteten bis zum Jahre 1897 regelmäßig einzelne Kiebitze. Brutpaare fand ich 1914 zwischen Reinickendorf und Hermsdorf, im Norden von Berlin, dicht an den viel befahrenen Geleisen der Nordbahn auf über- schwemmten Wiesen in unmittelbarer Nähe von kleinen Lauben- siedlungen. Gewöhnlich treffen die Kiebitze gegen Ende Februar und Anfang des März bei uns ein, die letzten gegen Ende ge- nannten Monats, Doch wird ihre Ankunft auch schon früher, z. B. im Jahre 1880 vom 19. Februar, gemeldet. Thiele ver- zeichnete die letzten Ankömmlinge bei Köpenick im Jahre 1884 am 29. März. Will gibt mir für die Neumark (Steinbusch) die folgenden Daten: 10. März (1910), 19. Februar (1911), 25. Fe- bruar (1912), 13. März (1915) und 22. Februar (1915). Der Anfang des Abzuges beginnt in den ersten Tagen des August und dauert bis gegen Ende des September. Doch wurden am 7. Oktober (Jablonski) noch vereinzelte Individuen beobachtet. Im allgemeinen findet die Brut zwischen Ende März und Ende April, je nach den Witterungsverhältnissen der Jahre, statt. Doch werden auch frühere Brüten gefunden. Hocke notiert ein volles Gelege bereits vom 12. März, ferner solche vom 18., 24. und 28. genannten Monats. Nachgelege stammen gewöhnlich aus der Mitte des Mai. In vielen Gegenden wird eine Abnahme der Individuenzahl, die auf die überall stattfindenden Meliorationen wie auf das oft unsinnige Zerstören der Nester zurückzuführen ist, beobachtet. Eiermaße (gem. 52 Stück): L. Max. 49 Min. 43 D. 46,2 mm Br. „34 „ 30 ,, 32,3 „ B,üDi(4Eii besitzt in seiner sehr reichen Sammlung märkischer Eier eine große Reihe von Abnormitäten in Form und Farbe. 68. Oedicnemus oedicnemus oeclicnemus (L.). Schulz führt in der Fauna marchica diese Art als „nicht sehr häufig" für die Mark auf, und Vangekow schreibt es nach. Faunistischer Teil. 215 Dies ist nicht der Fall. Der Triel, der als ein Dämniernngs- tier ein verstecktes Leben führt, kommt überall an passenden Stellen der Provinz vor, natürlich nur an solchen, die seinen Lebensbedingungen zusagen. In den getreidereichen Gebieten der ücker- und Neumark trifft man ihn nicht. Sandigen trockenen Gegenden, unregelmäßig mit Kiefern besetzt, die an einigen Stellen verkümmert, an anderen bereits mehrere Fuß hoch sein können, dürfte er selten fehlen. Dies sind seine Lieblingsplätze. In höheren Kiefernwaldungen, in denen er ebenfalls vorkommen soll, haben wir ihn nie angetroffen. Auch in Gebieten, die ziemlich reich an Wasser, Bruch und Sumpf sind, soll er nicht ganz fehlen, wenn er daselbst auch nicht so häufig wie in sandigen, etwas steinigen, sehr vegetationsarmeu Gegenden auftritt. Am 30. Juli 1882 wurde ein junger Vogel der Art auf dem alten Schramm- schen Holzplatz in der Chausseestraße, im Norden Berlins, er- griffen (0. C, 1882, 137), wohl ein Beweis dafür, daß der Triel damals noch im näheren Umkreise der Stadt Berlin brütete. Auch die von Bau auf dem Tempelhof er Felde am 21. August 1872 gefundenen Eier sprechen hierfür. Rijdigee fand ihn häufig in der Umgebung von Jüterbog und auf dem großen Schießplatz daselbst. Hesse gibt (1916) eine große Anzahl von Brutplätzen aus der weiteren Umgebung Berlins. Im ersten Drittel des April erscheint er in der Mark. Ankunftszeiten aus dem März sind mir unbekannt. Frühestens in den letzten Tagen des April wird das aus zwei Eiern bestehende Gelege gefunden. Die Brut- zeit umfaßt den Mai und Juni und wird hin und wieder bis in den Juli und darüber hinaus verlängert. Im Westen der Provinz scheint das letztere vornehmlich der Fall zu sein. Ein Gelege mit zwei etwa zwei Tage bebrüteten Eiern, von denen der brütende Vogel abflog, fand Bau, wie oben mitgeteilt, noch am 21. August. Bekanntlich liegen die Eier meist ohne Unterlage auf dem Erdboden. Bei Eberswalde fand Rüdiger vor einigen Jahren eine recht abweichende Nestlage. Der Triel 'hatte eine kleine Bodenvertiefung gewählt, als Unterlage Wild- und Kaninchen- losung, dazwischen Sand, so daß das Gelege sich besonders gut der Umgebung anpaßte (in litt.). Eiermaße (gem. 14 Eier): L. Max. 59 Min. 48,5 D. 53 mm Br. „ 40 „ 36,5 „ 38,03 „ Nach Schulz (Neustadt a. d. Dosse) auf Grund der Messung von 14 Eiern: L. Max. 58 Min. 50 D. 54 mm Br. ,. 40 „ 37 „ 38,5 „ Scolopffcidae. 69. Hhnantopus hlmantopus (L.). Drei sichere Nachweise des Vorkommens dieses sehr seltenen Gastes in der Provinz liegen vor. Ein bei Marwitz, Kr. Ost- 216 Faiinistischer Teil. liavellaiid, im Spätherbst ISCö geschossenes Exemplar befindet sich in der NoinLiNG'schen Privatsammlung. Ein zweites, im Sommer 18G9 an einem kleinen Tümpel in der Nähe von Ruppin geschossenes Stück stand in der Sammlung märkischer Vögel des bekannten Turnlehrers Dr. Feddern in Berlin. Ferner gibt Waase die Mitteilung, daß im Frühjahr 1889 ein Stück der Art bei Karwe erlegt worden sei. Dasselbe befindet sich im Zieten- Kreismuseum in Neuruppin. Die von Graf Roedern (Nau- niannia, 1853, 334:) veröffentlichte Angabe, daß die Art alljährlich in mehreren Paaren an einem See in der Gegend von Landsberg a. d. W. brüte, habe ich für die neuere Zeit durch Erkundigungen in dem dortigen Gebiet nicht bestätigen können. In einer oologischen Arbeit schreibst W. Pässler (Nau- mannia, 2. Heft, 1850, 50), daß Hauptmann von Zittwitz flug- bare Junge dieser Art aus der Gegend von Rathenow erhalten hätte. 70. Lohipes lohatus (L.). Berührt auf dem Zuge, vornehmlich im September, sehr selten das Gebiet. Ein Exemplar aus der Neumark, ohne nähere Fund- ortsangaben, besitzt das Museum in Berlin. Im Binnenlande, nahe dem Ostseelitoral, werden Exemplare dieses Wassertreters natürlich häufiger angetroffen als in den inneren Gebieten der Norddeutschen Tiefebene. Je weiter nach Süden, wird die Art auf dem Zuge immer seltener. 71. Calidris alba alba (Pall.). Das Zoologische Museum in Berlin besaß ein Exemplar der Art, ein ä im Winterkleide, aus der Gegend von Nauen. Wie Hesse mitteilt, ist dasselbe nicht mein- in der genannten Samm-